Coruscant

Anflug auf Coruscant - Star Chaser - Cockpit - Essam, Q'Tahem und Marrev, Kestrel auf dem Schiff

Verdammt, Marrev sehnte sich nach einem Steak. Er konnte Ackbars Algencracker nicht mehr sehen. Die kurze Zeit, die er zwischen zwei Mal Bastion auf Coruscant verbracht hatte, hatte nun wirklich nicht gereicht, um ihn für die letzte Zeit zu entschädigen. Ja, klar, es gab wichtigere und dringendere Dinge in der Galaxis, aber... scheiße, er wollte einfach nur ein Steak. Nein, besser zwei.
Coruscant war mittlerweile groß geworden außerhalb der Scheiben, und er spürte, wie Essam langsam erwachte. Kurz darauf betrat Q'Tahem das Cockpit, offenbar wenigstens ein kleines bisschen erholter als vor seiner Ruhepause - und der Anblick Coruscants schien ihn aus den Stiefeln zu hauen. Marrev grinste.


"Ja, nicht schlecht, nicht wahr? Besonders, wenn das scheiß Virus jetzt wirklich weg ist und die Kugel wieder halbwegs bewohnbar ist."

Der Nautolaner setzte sich zu ihm, während Marrev das Schiff langsam in die Atmosphäre brachte. Dann schenkte er seinem Co-Piloten ein schiefes Lächeln.

"Hey, immerhin eine positive Überraschung."

Er konzentrierte sich wieder auf den Verkehr, der hier in der Nähe des Regierungsbezirkes besonders dicht war, und brachte sie schließlich in den Tempelhangar, wo er die Star Chaser sanft aufsetzte. Er gönnte sich ein tiefes Ausatmen. Wahnsinn. Er hatte es wirklich geschafft - zwei Mal Bastion hin und zurück. Etwas, das beinahe unmöglich erschienen war. Und Kestrel und Q'Tahem hatte er ebenfalls an Bord. Nur Brianna nicht... verdammt, er hoffte wirklich, dass Eowyns Standpauke nicht zu groß sein würde. Sie hatte ihm eingeschärft, gut auf Brianna acht zu geben. Aber, dass die Echani wie eine Irre auf und davon rennen würde, damit hatte er nun wirklich nicht gerechnet. Zwar war ihm auf der Hinreise klar geworden, dass Brianna eine Persönlichkeit für sich war, aber das? Nun ja. Noch war nicht alles verloren. Bei den Zwischenstops hatte er nichts darüber aufgefangen, dass die Ritterin in die Fänge der Imps geraten wäre, also hoffte Marrev einfach das beste. Etwas anderes blieb ihm ja auch nicht übrig.

Q'Tahem war verschwunden, vermutlich zu Kestrel, und Essam fand Worte für die Imposanz des Tempels. Für den Mann musste das hier ja tatsächlich ziemlich beeindruckend sein, er kannte so gut wie nichts sonst.


"Aufzeichnungen sind immer nur die halbe Wahrheit", brummte Marrev, nicht ganz sicher, was er erwidern sollte, während er die Maschinen herunterfuhr. "Aber ich bin mir sicher, es wird nicht das letzte beeindruckende gewesen sein, was ihr sehen werdet. Und was Eure Reise angeht..." Er wandte sich halb zu ihm um. "Ihr habt verflucht viel zu entdecken und sicher so einige Möglichkeiten. Es wird ein fantastisches Abenteuer, lasst Euch darauf ein und genießt es. Man wird Euch überprüfen, aber sofern Eure Geschichte stimmt, dann steht Euch danach die Galaxis offen."

Essam verließ das Cockpit ebenfalls, und Marrev brachte das Landeprotokoll zum Schluss. Anschließend begab er sich zu den anderen an die Rampe. Draußen wartete bereits das Empfangskomitee - perfekt. Q'Tahem warf ihm einen Blick zu, und Marrev zuckte mit den Schultern. Er hatte während der Zeit im Hyperraum genug Gelegenheit gehabt, kurze Nachrichten vorzubereiten, die er nach dem Austritt um Coruscant sofort abgeschickt hatte. Kestrels Schicksal lag nun nicht mehr in seinen Händen; eine zugegebene Erleichterung. Q'Tahem hatte wohl, verständlicherweise, Probleme, Kestrel gehen zu lassen, aber Marrev überließ es dem Trandoshaner, sich darum zu kümmern. Dieser nahm ihn gleich mit - eine gute Entscheidung, denn Marrevs rudimentere Versorgung auf Bastion war nun wirklich nicht die Optimalbehandlung gewesen.

Blieben noch Essam und er.


"Jap, das bevorzuge ich", antwortete er, was im Prinzip aussagte, dass Essam gar keine andere Wahl hatte. Er mochte die Wahrheit sagen - aber er wusste nicht, was die Sith vielleicht noch alles mit ihm angestellt hatten.
"Gern geschehen", brummte er dann. "Du wirst das Ding namens 'Leben' schon schaukeln. Aber jetzt schaffen wir dich erst mal in die Krankenstation."

Marrev führte Essam hinter der anderen Gruppe hinterher, bis sich die Wege in der Station trennten. Eines der ersten Untersuchungszimmer war frei, dort brachte er den Neuankömmling hinein. Sie warteten kurz, bis schließlich ein Heiler den Raum betrat.

"Ihr seid wohl der Neuankömmling, der mir angekündigt wurde?"

Freundlich sah der Mon Calamari zu Essam.

"Nun, dann wollen wir uns einmal ansehen, wie es Euch geht, in Ordnung?"

Coruscant -Jedi-Tempel - Krankenstation, Essam, Marrev & NPC
 
[Coruscant / Tempel Hangar] mit Marrev, Essam, Kestrel, Ssrak'vess (NPC) und Medi Droiden

Die Gruppe schritt langsam über den Hangar zum riesigen Tempel. Endlich war der Nautolaner aus der Hölle von Bastion entkommen! Die Ruhe des Tempels drang in jede Faser seines Körpers ein. Ein Teil der ständigen Anspannung, die er seit Bastion in seinem Körper hatte, fiel nun von ihm ab.
Auf dem Weg zur Krankenstation erkannte Q'Tahem hier und da ein bekanntes Gesicht. Die meisten waren zu beschäftigt, um ihn zu registrieren. Das war dem Nautolaner aber egal, wichtig war, dass er wieder von freundlichen Lebewesen umgeben war.
Nach einem kurzen Fußweg gelangten sie in die Krankenstation. Marrev und Essam bogen hinter ihnen in ein freies Behandlungszimmer ein. Bevor sich die Tür jedoch schloss, löste sich Q’Tahem und wandte sich an Marrev.


Danke nochmal für alles, Marrev! Ohne dich wären wir nicht lebend rausgekommen!

, meinte Q’Tahem ernst und sah dem Rattataki eindringlich in die Augen. Er hatte sich zwar schon mehrfach bei dem Ritter bedankt, aber nun war vermutlich das letzte Mal für einige Zeit, dass er Marrev sah. Wie bei den Jedi üblich war, zog es die Ordensmitglieder innerhalb kürzester Zeit an alle Ecken der Galaxie.

Ich werde dir das nicht vergessen…Ehrlich… Wenn es irgendwann irgendwas gibt, wobei ich dir helfen kann… Schick mir eine Nachricht und ich werde kommen, so schnell ich nur kann!

Er drückte den Mann noch einmal fest an sich, so fest er es in seinem Zustand eben noch konnte. Nach ein paar kurzen Momenten löste er die Umarmung wieder auf.

Und damit trennten sich ihre Wege.
Geduldig hatte Ssrak'vess gewartet, bis sich der Nautolaner von seinem Retter verabschiedet hatte. Kestrel war bereits von den Medi-Droiden in ein Behandlungszimmer gebracht worden und lag nun im Bett des Zimmers. Der Trandoshaner stand im Türrahmen und sah den Nautolaner auffordernd an.


Komm mit, Ritter Gaar

Der Heiler ging voraus in das Zimmer, nachdem er registrierte, dass Q’Tahem ihm folgen wollte.
Drinnen war die Luft von dem Summen und Schwirren der Medi-Droiden erfüllt, die Kestrel eifrig an Überwachungsgeräte anschlossen oder diese hinein brachten. Das Licht an der Decke war steril und kaltweiß, etwas was wohl alle Krankenhäuser oder Krankenstationen in der Galaxie verband, egal ob sie nun in einem Jedi Tempel waren oder nicht.

Ssrak'vess hatte ein großes Datapad in die eine Hand genommen und tippte mit der anderen darauf herum.


Sie issst soweit stabil… Die Trance hat den Kreislauf soweit verlangsamt, dassss keine noch schlimmeren Organschäden verursacht wurden.

, meinte der Trandoshaner und warf Q'Tahem einen prüfenden Blick zu. Der Nautolaner spürte, wie er mit der Macht abgetastet wurde. Ssrak'vess nickte ein paar Mal, womöglich eher zu sich selbst.

Nimm esss mir nicht übel, aber ihre Verletzungen…

, er nickte in Kestrels Richtung,

...haben bei mir Vorrang!

Der Nautolaner nickte sofort. Kestrel zu versorgen, hatte oberste Priorität!

Natürlich! Tu alles, was nötig ist! Ich werde hier schon nicht zusammenklappen!

, meinte Q’Tahem und sah Kestrel besorgt an. Sie waren nun zwar aus den Händen der Sith, aber die Gefahr war noch nicht gebannt.

Das ist ein vernünftiger Anfang…

, sprach der Trandoshaner trocken und wandte sich dann wieder Kestrel zu.

Gut… Dann sehen wir uns Meisterin Skyfly genauer an.

Behutsam trat er näher ans Bett und legte zwei schuppige Finger an den Rand des Displays, das über ihrem Oberkörper schwebte. Seine Augen wanderten routiniert über die Werte.

Hm…

, meinte Ssrak'vess nachdenklich und die Finger flogen noch schneller über das Datapad in seiner Hand. Der Nautolaner sah dem Heiler an, dass sich etwas geändert hatte. Die Augen waren weiter zusammengekniffen und der Gesichtsausdruck deutlich ernster.
Nach einigen Augenblicken drehte er sich wieder zum Nautolaner.


Es war gut, dassss sich Meisterin Skyfly in eine Trance versetzt hat… Ihr Zussstand ist kritisch… Ihre Behandlung erlaubt leider keinen weiteren Aufschub…

Die Ernsthaftigkeit war deutlich in seiner Stimme. Er sah zu einem der Medi-Droiden und winkte ihn zu sich her.

Bring den Ritter in Behandlungsssszimmer 8, Heilerin Randok soll sich seine Verletzungen anschauen.

, damit richtete Ssrak'vess seine Aufmerksamkeit wieder auf Q’Tahem.

Heilerin Randok issst sehr erfahren, bei ihr bist Du in besten Händen! Und Meisterin Skyfly issst es hier…

, meinte der Trandoshaner, ohne dabei eingebildet zu wirken.
Es widerstrebte dem Nautolaner seine ehemalige Meisterin zu verlassen, doch nun war sie in guten Händen und wurde versorgt… Erst als Ssrak'vess sich bereits wieder ihrem Bett zuwandte, ließ er sich von einem der Medi-Droiden sanft zum Ausgang des Behandlungszimmers dirigieren.
Behandlungszimmer 8 lag wenige Schritte weiter. Die Tür glitt mit einem leisen Zischen auf, und der Medi-Droide bedeutete ihm, einzutreten. Im Inneren war es nicht anders als im Zimmer zuvor: kaltweißes Licht, eine Liege und mehrere Anzeigen, die an medizinische Geräte angeschlossen waren. Neben der Liege stand eine in eine weiße Robe gekleidete Zabrak, die ein Datapad in den Händen hielt.


[Coruscant / Jedi Tempel / Krankenstation / Behandlungszimmer 8] mit Heilerin Randok (NPC) und Medi Droiden
 
Coruscant – Jedi-Tempel – Nebenraum der Pressekonferenz – Wes, mit Eowyn und Ian

Puh, das war geschafft und soweit er beurteilen konnte, einigermaßen unfallfrei. ›Einigermaßen‹ in dem Sinne als irgendein Pressefritze sicher irgendwo einen Halbsatz finden würde, bei dem einer von ihnen sich nicht optimal ausgedrückt hatte, und daraus eine Riesenstory basteln würde. Vor allem hatten sie einen guten Eindruck auf die Leute gemacht, fand er. Man konnte den Jedi nun nicht mehr vorwerfen, dass es ihnen an Transparenz fehlte. Sie hatten eine angemessene Dosis Emotionalität gezeigt, das war Eowyns Stärke. Gefühlskälte, das bekamen sie ja auch oft zu hören. Vor allem waren sie auch dann sachlich geblieben, wenn den Fragestellern die Sachlichkeit völlig abhanden gekommen war. Aber erst der morgige Tag würde zeigen, ob sein subjektiver Eindruck auch der vom Rest der Republik war.

Eowyn kam nach ihm in den Nebenraum geschwebt und sie wirkte… hmm… schwer zu sagen? Auf jeden Fall nicht mehr wie die ungebrochene Jedi-Rätin, die vor aller Galaxis ihre Entscheidungen verteidigte. War das jetzt eher Entspannung oder Erschöpfung oder Desillusionierung? Ihren Wert auf der Gizka-Skala war gefühlt eine sieben oder acht, sie brauchte wirklich dringend einen. Ob der dann gut ankommen würde oder wie Mya vermutete, Eowyn ihm eher den Kopf abreißen würde, konnte er immer noch nicht sicher einschätzen. Allerdings: er hatte einen knuddeligen Plüsch-Gizka mit einem Schleifchen um den Hals, auf dem ›Werd bald gesund‹ stand und da war eine Person, die sie aussah, als ob sie jetzt genau so einen gebrauchen konnte. Also los.


Mya, ich brauche jetzt den Gizka,

Textete er kurz und wenig später kam auch die blonde Rätin auch schon auf ihrem Stuhl angeschwoben. So aus der Nähe betrachtet sah sie vor allem fertig aus. Sie bedankte sich aber für die verbale Rückendeckung auf der Pressekonferenz.

»Ich bitte dich. Wenn wir Jedi nach außen hin schon nicht mehr zusammenhalten würden…«

Winkte er ab.

»Außerdem meine ich es ernst, meiner Ansicht nach habt ihr getan, was ihr tun musstet.«

Seiner Ansicht nach, denn im Rat war er ja in der Minderheit mit seiner Meinung. Die meisten anderen Räte waren ja der Ansicht, dass Ahna nicht so hätte handeln dürfen, aber da waren sie noch längst nicht am Ende angekommen. ›Diese Pressefritzen!‹ Stöhnte er innerlich auf. Erwarteten jetzt schon ein Endergebnis. Redeten von fehlender Kontrolle und Aufarbeitung, als ob diese Dinge nicht schon längst im Werden waren. Nur würden die Jedi sicher nicht in so einer Pressekonferenz über ungelegte Nunaeier gackern.

Eowyn wurde dann recht schnell recht geschäftsmäßig und bot an, den Orden zu verlassen.


»Hör mal, ich bin auf deiner Seite. Es ist doch ohnehin schon unfair dass du die alleinige Schuld aufgeladen bekommst für die Folgen von etwas, was in erster Linie Ahnas Mission ist, oder etwa nicht? Ich sehe nicht, wie dein Austritt den Jedi helfen sollte. Wir würden dich verlieren und deine Fähigkeiten, nicht nur als Lichtschwertkämpferin und als Schatten. Für das Imperium wäre das Narrativ aber immer noch ›Jedi haben den Imperator getötet‹, daran würde sich rein gar nichts ändern. Als Privatperson wärst du, fürchte ich, eine tote Frau. Die nächsten Monate werden für Ian, Brianna und dich sicherlich ungemütlich, auch so schon. Die Namen der anderen beteiligten Jedi halten wir ja nicht ohne Grund geheim und ich bin froh, dass niemand da draußen danach gefragt hat.«

Wes verzog das Gesicht, als er daran dachte, in welcher Gefahr die drei schwebten. Wahrscheinlich wurde auf sie alsbald das höchste Kopfgeld aller Zeiten ausgesetzt, wenn man den just gestarteten republikanischen Angriff von Kashyyyk als ein eindeutiges ›Nein‹ auf das Ultimatum der neuen Imperatorin wertete.

»Wenn du mich fragst, kommt ein Austritt nicht in Frage. Schon zu deinem eigenen Schutz. Und das mit dem ›euch ausliefern‹ hat sich seit ein paar Minuten vor der Pressekonferenz wohl auch erledigt.«

Mit der Degradierung sah es wiederum ein wenig anders aus obwohl Wes das nicht passte. Wenn es Ahnas erklärter letzter Wunsch gewesen war, dass Eowyn ihre Nachfolge antreten sollte, dann war das zu respektieren. Außerdem fand er es gewagt, wenn andere Räte für sich in Anspruch nahmen, dass sie eine bessere Leutekenntnis hatte als die Pau'anerin, die nicht nur ihre Bruchpunkttechnik gehabt hatte, sondern auch in Sachen Lebenserfahrung den Großteil des verbliebenen Rates zusammen aufgewogen hatte.

»Ja, die Degradierung…,«

Wes seufzte.

»Ganz ehrlich, ich dachte, das wäre für dich kein Thema mehr, sobald dir Duvals Gift nicht mehr durch den Kopf spuken würde – und dann hab ich's leider vergessen,«

Gab er zerknirscht zu. Eowyn war halt auch eine ganze Weile weg und auf Coruscant die Hölle los gewesen. Aus den Augen, aus dem Sinn, leider wirklich.

»Das kam erst nach dieser Sitzung wieder auf… hast du es Murrrar gesagt?«

Wes seufzte wieder. Ja, die Kontroversen im Rat, bei denen er auf ziemlich verlorenem Posten stand. Dabei hatte er als Ermittler am allerwenigsten ein Interesse an schwachen Schatten trotz und gerade wegen der Überschneidungen der Aufgabengebiete, die sich am Rande so ergaben. Er wusste, wen er sich da an der Spitze wünschte und wen nicht.

»Ja, es gibt Vorbehalte im Rat, was dich angeht. Ich bin nicht glücklich darüber. Ahna hat selbst entschieden, wer ihre Nachfolge antreten soll und ich denke, die oberste Schatten sollte einen Sitz im Rat haben. Alex…ander, er macht seine Sache sicher nicht schlecht. Er ist ein guter Verwalter, aber kein Anführer. Aber die Schatten brauchen eine charismatische Anführerin, sonst geht das auf Dauer nicht gut. Hätte Ahna ihren Assistenten als Nachfolger gewünscht, hätte sie das sicher gesagt.«

Einen Augenblick lang dachte der Tanaaber nach, ob er die Degradierung überhaupt als Option anbringen würde, tat es aber doch. Momentan herrschte Funkstille zwischen Coruscant und Dac, aber nach Kashyyyk würde sich Kanzler Qúun sich wieder anderen Themen zuwenden und dann würde die Abrechnung mit dem Orden wohl nicht ausbleiben.

»Wenn du mich fragst, sollten wir die Option einer Degradierung offen halten, bis der Kanzler Konsequenzen fordert. Sonst hieße das am Ende wirklich Rausschmiss und das kann wirklich niemand hier wollen. Außerdem muss dir klar sein, eine Degradierung hieße eine ähnliche Kitschveranstaltung wie deine Beförderung, willst du das wirklich. Ich hatte mir vorgestellt, wir holen deine Beförderung nochmals in richtig nach… auch, weil Briannas Beförderung ja beschlossene Sache ist. Sorry, aber ich sehe euch beide nicht auf demselben Rang… und wo steckt sie überhaupt?«

Es war recht untypisch, so eine Pressekonferenz ohne die Echani abzuhalten, bei dem Thema. Vor allem: ihnen allen war das unangenehm, Rornan vielleicht noch am wenigsten, aber sie schien sich im Rampenlicht wie ein Fisch im Wasser zu fühlen und sie konnte es auch mit den Holomedien. Just in diesem Moment öffnete sich die Tür in Richtung der Turbolifte und heraus kam diese auffällig große und hübsche Padawan, in deren Gegenwart sich Mya vorhin schon so überaus merkwürdig benommen hatte. Donnerwetter! Nicht starren, ermahnte er sich. Sie brachte den Gizka. Wes fixierte den Gizka, bis sie ihn ihm mit einem knappen »Hier bitte« überreichte.

»Oh hallo, dankeschön,«

Begrüßte er die Epicanthix und musste dabei ganz schön hinaufsehen.

»Du bist also Myas neue Padawan. Das ist…«

Überraschend, hatte er sagen wollen, hatte Wes Mya doch darauf gedrängt, ihre bisherige Schülerin T'nadah endlich aus dem Jugendknast zu holen. er brach den Satz ab, denn die junge Dame hatte auf dem Absatz kehrt gemacht und ihn einfach stehen gelassen. Verdutzt sah er ihn nach, wie sie durch dieselbe Tür verschwand, aus der sie gekommen war.

Merkwürdig war das schon, seit ihrem Verhandlungserfolg auf Umbara benahm sich die Damengalaxis überaus merkwürdig ihm gegenüber. Hatte er da was an sich? Erst Mya, jetzt diese Padawan und Firedevs hatte auch schon seit zwei vollen Tagen keine Kom-Nachricht mehr geschrieben, was ziemlich anormal war. Er bemühte sich, die Fasson wiederzufinden. Da war der Gizka und da war die Frau, die ihn benötigte. Er setzte sein freundlichstes Gesicht auf, als er zur Übergabe ansetzte:


»Eowyn, als ich auf Umbara war, hab ich diese Gizkas in einem Geschenkeladen gesehen und konnte nicht daran vorbeigehen. Ich dachte, ich bringe all den Patientinnen, von denen ich weiß, einen mit. Ich dachte, du wärst noch auf der Medstation wenn ich komme und könntest eine kleine Aufmunterung gut gebrauchen. Ich bin natürlich heilfroh, dass du wieder mobil bist, aber ich hab das Gefühl, eine kleine Aufmunterung täte dir trotzdem gut?«

Coruscant – Jedi-Tempel – Nebenraum der Pressekonferenz – Wes, mit Eowyn und Ian


Sorry dass ich da nochmal reingrätsche, aber der Gizka ist wichtig :klugs
 
Coruscant – Jedi-Tempel – Landeplattform der ‚Prince‘ – Bailee und Brianna

Frisch auf Coruscant angekommen war für Brianna mondklar, wohin sie als erstes strebte. Nein, es war keine Cantina, (stattdessen sandte sie Bailee los, um eine abgepackte Mahlzeit zu organisieren), sondern sie marschierte geradewegs zur Krankenstation. Diese war stark geschrumpft seit ihren Zeiten als hauptamtliche Heilerin. In einem Teil waren binäre Lastenheber und andere Mechs gerade zugange, Krankenbetten abzubauen und zu verladen. In einem anderen wurden diese gestapelt aufbewahrt für den Fall, dass frau sie wieder benötigt wurden. Übrig geblieben war vielleicht ein Drittel der ursprünglichen medizinischen Abteilung, und das auch nur, wie der ihr zufällig begegnete Moooch ihr erklärte, ‚wegen dem was vielleicht bald kommt‘. Was genau der Togorianer glaubte, dass vielleicht bald käme, wusste Brianna nicht. Ihr iKom behandelte sie, als wäre es toxisch (was die Inhalte, die es ihr präsentieren würde, wohl auch waren) und deshalb hatte sie keine Ahnung von den Dingen, die seit dem Ultimatum der neuen Imperatorin passiert waren.

Die verbliebenen Patientinnen hatten es recht geräumig, mit ungewohnt viel Privatsphäre. Die Großraumsäle waren Vierbettzimmern gewichen, welche derzeit üblicherweise nur mit einer Person belegt waren. In einem davon, so erfuhr die Echani noch von dem haarigen Heiler, war auch ihre Freundin Kestrel untergebracht. Brianna fiel ein Stein vom Herzen und sie verlieh ihre Erleichtung mit einem spontanen Jubelschrei Ausdruck.


„Sie haben es geschafft! Marrev, du bist der Beste!“

Dass der Jedi-Heiler, den sie spontan freundig drückte, nicht Marrev war, geschenkt. Dass ein Medidroide herbeigeeilt kam und sie wegen schlafender Patientinnen ermahnte, leise zu sein auch. Die momentan ergraute Silberhaarige machte sich auf den Weg zur Station, in der Kestrel untergebracht war. Der zuständige Heiler, ein Trandoshaner namens Ssrak'vess, wollte sie zunächst nicht zu der Jedi-Meisterin durchlassen, weil sie nach der Behandlung durch ihn Ruhe benötigte und ohnehin nicht ansprechbar sei, er ließ sich aber überreden. Sorgenvoll betrachtete Brianna ihre in Trance befindliche Freundin. Die Ärztinnen, die sie während ihrer Gefangenschaft behandelt hatten, waren eher Metzgerinnen als Heilerinnen gewesen. Vielleicht hatten sie Kestrel das Leben gerettet – oder ihr schlimmer Zustand rührte überhaupt erst von der ‚Behandlung‘ her. Nur von einem flüchtigen Blick her war es schwer zu sagen.
Selbstredend würde Brianna es sich nicht nehmen lassen, bei der Heilung ihrer Freundin mitzuwirken, obwohl der Trandoshaner insistierte, dass die Coruscanti bei ihm in guten Händen sei und sie das Schlimmste außerdem bereits hinter sich hätte. Vielleicht wollte sie gar nicht wissen, wie es vorher war, fragte sich die Echani. Auf Bastion hatte die kleinwüchsige Jedi sich noch selbst auf den Beinen gehalten, hatte sogar kämpfen wollen. Wie sie das geschafft hatte, erschien der Jedi-Ritterin im Nachhinein fast unerklärlich. Pure Willenskraft vermutlich? Mit Machtmut war es nicht weit hergewesen, Brianna vermutete, das hätte sie mitbekommen. Aber das Kestrel zäh war, das wusste sie schon seit Korriban und das war eine gefühlte Ewigkeit her. Ihre Anfänge als Heilerin… Ssrak'vess riss sie unsanft aus ihren Gedanken, indem er sie aus dem Zimmer scheuchte, weil er weitere Untersuchungen vornehmen wollte.
Brianna ließ sich das gefallen, weil sie ohnehin einen weiteren Besuch vor sich hatte und danach leicht zu Kestrel zurückkehren konnte. Sie marschierte einige Zimmer weiter und klopfte am Zugang Q'Tahems Zimmer.

„Hallo, kann ich reinkommen?“

Fragte sie durch die Tür hindurch. Wenig später stand sie am Bett des Nautolaners.

„Ich bin ja so erleichtert, dass ihr drei es von Bastion runter geschafft habt. Wir sind selbst gerade erst angekommen. Bei Kestrel war ich schon. Der Trandoshaner hat gesagt, er habe alles im Griff, aber ich mache mir Sorgen um sie, ehrlich gesagt. Wie geht es dir? Was macht dein Lekku?“

Verglichen mit Kestrel sah Q'Tahem ja wie aus dem Ei gepellt aus, aber das waren verzerrte Maßstäbe. Sie wusste, dass der Nautolaner viel eingesteckt hatte und konnte nur erahnen, was er in Gefangenschaft durchgemacht hatte. Nautolanerinnen waren erst recht zäh, das wusste Brianna von Bailee.

Coruscant – Jedi-Tempel – medizinischer Flügel, Q'Tahems Zimmer – Q'Tahem und Brianna
 
[Coruscant / Jedi Tempel / Krankenstation / Behandlungszimmer 8] mit Heilerin Randok (NPC) und Medi Droiden

Dass das Zimmer klinisch rein war und das kaltweiße Licht von oben alles in ein steriles weiß färbte, half Q'Tahems Nervosität nicht sonderlich. Der Nautolaner trat ein paar Schritte in das Behandlungszimmer hinein. Die Zabrak sah dem Nautolaner kurz ins Gesicht und senkte dann den Blick hinunter zum Datapad, welches sie in ihren Händen hielt.

Du bist vermutlich Q’Tahem Gaar, richtig?

, fragte sie mit ruhiger, freundlicher Stimme.

Der junge Jedi nickte ein paar Mal.


Richtig… Die Informationen waren aber schnell hier…

, meinte Q’Tahem etwas erstaunt und bewegte sich in Richtung der Liege, auf die die Heilerin zeigte.

Setz Dich, bitte…. Ja, alles ist hier miteinander verbunden, die Medi-Droiden, die Geräte und…, sie hob ihr Datapad in den Händen etwas in die Höhe, das hier…

Mit ein paar schmerzerfüllten Lauten setzte sich Q’Tahem auf die Liege. Die Heilerin betrachtete ein paar Momente das Datapad in ihren Händen und sah dem Nautolaner dann wieder ins Gesicht.

Ssrak'vess hat in deine Akte geschrieben, dass Du aus der Gefangenschaft der Sith auf Bastion befreit wurdest… Erstmal herzlich willkommen zurück auf Coruscant!

, meinte die Heilerin mit einem sanften Lächeln. Sie übergab dem Medi-Droiden, der den Nautolaner ins Behandlungszimmer gebracht hatte, das Datapad aus ihren Händen und trat dann einen Schritt näher an Q’Tahem heran. Der Nautolaner schloss seine Augen und ließ für einen Moment die Ruhe durch ihn fließen. Es war viel passiert. Vieles was ihn nun aufwühlte. Er konnte es nicht recht fassen, aber er spürte wie sich etwas in ihm verändert hatte.

Dann schauen wir uns doch mal an, was Du alles in den letzten Tagen durchmachen musstest.

Er spürte, wie eine sanfte Wärme langsam über seinen Körper fuhr und an manchen Stellen kurz stehen blieb.

Sanft sind sie nicht mit dir umgegangen… Zieh bitte dein Oberteil hoch, zuerst kümmere ich mich um die Peitschenwunden auf dem Rücken.

Der Nautolaner tat, was die Heilerin verlangte, und zog vorsichtig sein Oberteil aus. Er musste einige Male vor Schmerzen die Luft durch die Zähne einziehen. Marrev hatte zwar alles mit Bacta Verbänden versorgt, aber offensichtlich war es noch nicht annähernd verheilt. Q’Tahem bemerkte, wie die Heilerin ihre Hand vorsichtig auf seinen Rücken legte. Eine wohlige Wärme breitete sich aus, die langsam aber sicher die Schmerzen verdrängte. Nur wenige Momente danach war von den tiefen Peitschenwunden nur noch ein leichtes Ziehen zu spüren.

Die Wunden waren tief… Und entzündet… Ich kann nur die natürliche Heilung mit der Macht beschleunigen… Narben wirst du von dem tiefen Striemen hier und oberhalb der Hüfte noch behalten…

, erklärte die Heilerin Randok während sie mit einem Finger die betroffenen Striemen entlangfuhr.
Q’Tahem lächelte schwach. Müdigkeit drang nun langsam durch jede seiner Poren.


Dafür habe ich keine Schmerzen mehr … Ich denke das ist das geringere Übel!

, die Heilerin nickte in Q'Tahems Rücken.

Gut, dann schauen wir uns mal den Rest an. Aber zuerst: ist dir schwindelig oder übel? Hast du plötzlich warm, dann wieder extrem kalt?

, erkundigte sich Randok, während Q'Tahem sein Oberteil wieder über seinen Rücken fallen ließ. Diesmal ohne ziehende Schmerzen.

Nein… Bis gerade war mein Rücken das Schlimmste… Übel oder Schwindelig ist mir nicht… Ich bin nur müde… So müde…

Die Zabrak nickte verstehend und tastete abermals den Nautolaner mit der Macht ab.

Das glaube ich dir. Du bist dehydriert, deutlich unterernährt und dein Körper läuft im Moment auf den letzten Reserven… Ihr beide habt es wirklich im letzten Moment zurück geschafft…

Sie hob ihre Hand und berührte vorsichtig Q’Tahems Kiefer, an dem ihm der Zahn herausgezogen worden war.

Der Zahn wurde dir, wie es aussieht, ohne Rücksicht auf die anderen Zähne herausgerissen. Ich spüre, dass der Zahn davor auch ein Stück herausgezogen ist. Eine Entzündung hat sich da ebenfalls ausgebildet, die Zahnlücke wurde ausgebrannt, dort spüre ich keine Entzündung mehr.

, erklärte Randok, wobei sich Q’Tahem nicht ganz sicher war, ob die Heilerin einfach laut nachdachte… Eine ähnliche Wärme, wie die zuvor auf seinem Rücken, breitete sich auf seinen Kiefer aus und die Schmerzen, die ihm zuvor nicht bewusst gewesen waren, ebbten plötzlich ab.
Die Zabrak ließ ihre Hand von Q’Tahems Kiefer sinken und sah ihn einen Moment lang prüfend an.


Gut. Das Schlimmste hast du geschafft…

, meinte sie und trat wieder einen Schritt von Q'Tahem weg. Ihr Blick glitt prüfend über ihn und blieb dann an der Tentakelprothese seiner vorderen Tentakel hängen.

Aber die möchte ich mir noch anschauen…

, fuhr sie fort. Die Heilerin hob langsam ihre Hand und ließ die Macht vorsichtig über die Prothese gleiten. Q’Tahem spürte sofort, dass sie nicht gegen den Fremdkörper arbeitete, sondern ihn nur verstehen wollte.

Hm…

, die Zabrak legte den Kopf leicht zur Seite und verengte konzentriert die Augen.

Die Nervenenden und Blutgefäße wurden sauber verbunden. Ich spüre einige Nerven die beschädigt wurden, aber das kommt eher vom entfernen der Tentakelspitze, als vom Anbringen der Prothese… Darf ich?

, fragte sie und legte, nachdem Q’Tahem genickt hatte, behutsam eine Hand an den Rand der Prothese.

Die Schaltkreise wurden übersteuert und inaktiviert… Ich entkopple das Modul komplett, dann kann es nicht wieder aktiviert werden…

, meinte sie ruhig.

Sonst würde ich die Prothese dran lassen. Sie wieder zu entfernen würde potenziell mehr Schaden anrichten, als dass es helfen würde.

Q’Tahem hob erstaunt den Teil seines Gesichts, wo Menschen ihre Augenbrauen hatten.

Also dranlassen?

Ja. Dranlassen. Wir behandeln die Reizung und sorgen jetzt vorrangig dafür, dass dein Körper wieder genug Kraft hat, um sich sauber zu regenerieren. Das heißt viel Ruhe, Nährstoffe und Flüssigkeit… Heute Nacht möchte ich doch nochmal hier auf der Station behalten, aber danach kannst du wieder auf dein Zimmer.


Die Heilerin sah ihn dann eindringlich an.

Aber vorerst keine Missionen oder sonst irgendwas Anstrengendes! Dein Körper braucht jetzt Ruhe. Bei euch frischen Rittern geht die Erholung zu oft unter!

Der Nautolaner nickte langsam. Nach den vielen Monaten auf Bastion hörte sich Ruhe gar nicht mal so schlecht an. Und doch fühlte es sich ungewohnt an.
Sein Blick wanderte für einige Momente ins Leere.
Vielleicht war es ja sogar mehr als Ruhe, was Q’Tahem brauchte…

Vielleicht war es Abstand… Der Gedanke hallte in seinem Kopf noch einige Zeit nach


Es waren einige Stunden vergangen, seitdem Randok ihn allein mit seinen Gedanken im Zimmer gelassen hatte.
Einfach nur in einem Bett liegen, das war nun eine Besonderheit für den Nautolaner geworden.
Er hob mit seiner Hand den Tentakel an, der von Kirain verunstaltet worden war.

‚Dranlassen’, geisterte ihm durch den Kopf… Zusammen mit Erinnerungsblitzen an den Tag, an dem ihm die Prothese angesetzt worden war. Damals hatte sie ihn noch unkontrolliert gebissen…

Ein Klopfen an der Tür riss Q'Tahem aus den Gedanken.


Komm rein…

, antwortete er der weiblichen Stimme hinter der Tür, die ihm erstaunlich bekannt vorkam. Die Tür öffnete sich und eine Frau mit schneeweißen Haaren und blasser Haut trat in sein Zimmer ein.
Er sah einige Momente verdutzt drein, dann erkannte er, dass es sich bei der Frau, um Vin alias Brianna handelte. Die Tarnung einer Mirialanerin hatte sie abgelegt.
Q’Tahems müde Augen leuchteten bei der Erkenntnis auf.


Brianna! Schön dich zu sehen. Ich bin froh, dass du es auch von diesem stinkenden Stein runter geschafft hast!

Er versuchte, sich aufzurichten, um seiner Retterin eine feste Umarmung zu geben.

Marrev habe ich es auch schon gesagt: Wir verdanken euch unser Leben… Ich stehe tief in deiner Schuld… Wirklich…

Auf Bastion hatte er sich zwar schon bei der Frau bedankt, aber da waren sie noch nicht komplett aus der Gefahr heraus…

Sie erzählte ihm, dass sie zuvor schon bei Kestrel war und, dass Ssrak'vess wohl alles im Griff hatte.


Um ehrlich zu sein, mache ich mir auch Sorgen um sie. Seit sich unsere Wege auf Bastion getrennt haben, ist Kestrel in dieser Trance. Ssrak'vess meinte, die hätte ihr Leben vermutlich gerettet… Ich hoffe aber, dass sie da jemals wieder herauskommt…

, äußerte auch er seine Sorgen.

Wie hast du es geschafft? Von Bastion herunter?

, fragte er die Frau interessiert.

[Coruscant / Jedi Tempel / Krankenstation / Krankenzimmer] mit Brianna
 
[Coruscant | Senatsdistrikt | Jedi-Tempel | Rornans Büro ] Arlen, Leela, Rornan (NSC)

Die Tür schwang in dem Moment auf, in dem Leela klopfte. Nun ja - bei einem Jedirat war das zu erwarten.

Sie trat ein, registrierte in einer einzigen Bewegung den Raum: Elliundis Schreibtisch, das Fenster, unter dem Coruscants nie ruhender Verkehr lautlos dahinfloß, den jungen, narbenversehrten Mann (Arlen) im Stuhl davor. Es war offensichtlich, dass sie mitten in ein sehr persönliches Gespräch platzte.... Ritter Merillion, etwa in ihrem Alter – den Namen hatte sie schon einmal gehört - aber wo? HNN? Leela hob eine Augenbraue und sah ihn an. "Monster, Terrorist, Massenmörder" hatten die imperialen Medien ihn betitelt. Zweifellos größtenteils Propaganda. - Und Arkadi hielt ihn vermutlich für einen Helden.

Als er aufstand und ihr die Hand gab, erwiderte sie sein Lächeln knapp und professionell
.

„Ritterin Kaveri, sehr erfreut."

Dann setzte sie sich etwas abseits – nicht an den Schreibtisch, sondern so, dass sie beide im Blick hatte und ihnen ein Mindestmaß an Privatsphäre gewährte – und schwieg, während Merillion mit seinen Ausführungen fortfuhr, die sie sehr an das Gespräch erinnerten, das sie mit Wes geführt hatte. Nur war sie damals nicht so reflektiert und einsichtig wie ihr Mitjedi gewesen. Sie war so wütend und enttäuscht, dass sie den Orden verlassen wollte. Aber Wes hatte ihr einen anderen Weg gezeigt. Einen Weg, den Merillion nun offenbar auch gehen wollte.

Immer noch unangenehm davon berührt, dass sie ungefragt zur Zeugin der intimen Details wurde, die der ihr noch fremde Ritter gegenüber dem Rat ausbreitete, hörte sie gezwungenermaßen weiter zu:

Kelada. Eine lange Liste von Anschlägen, Toten, Chaos. Er hatte die Worte sorgfältig gewählt, aber sie spürte die Erschöpfunghinter seinen Formulierungen. Leela kannte das Gewicht nicht, das er trug – ihre eigenen Einsätze hatten andere Spuren hinterlassen – aber das Muster erkannte sie: Jemand, dessen Fehler sich immer und immer wieder vor seinem inneren Auge wiederholten. Eine endlose Schleife aus Schuld.
Ein Teil von ihr bewunderte, wie er sich dem stellte und wie offen er damit umging. Kein schlechter Ausgangspunkt, um damit klarzukommen, was er getan hatte.

Als Merillion schwieg, ließ Leela einen Moment vergehen. Dann warf sie Rat Elliundi einen kurzen Blick zu – nicht fragend, eher abwartend:

Das kleine Detail, das er eingangs erwähnt hatte und für das er ihre Anwesenheit als notwendig erachtete, war noch nicht auf dem Tisch.


[Coruscant | Senatsdistrikt | Jedi-Tempel | Rornans Büro ] Arlen, Leela, Rornan (NSC)
 
Coruscant – Jedi-Tempel – medizinischer Flügel, Q'Tahems Zimmer – Q'Tahem und Brianna

Q'Tahem brauchte einen Moment, um Brianna wiederzuerkennen, nicht mehr als Mirialan verkleidet, sondern in Zivil. Immer noch vermeintlich über 1,80 Meter groß in ihren Stiefeln, aber mit graustichigem Silberhaar und der Von-Kath-Uniform. Es war ihm verziehen. So gut hatten sie sich ja nicht gekannt, hauptsächlich von Hörensagen, von Kestrels Nachrichten und einem Nachmittag auf Lianna. Es hieß ja auch, dass für Nicht-Echani alle Echani gleich aussahen und im Moment hatte sie sogar die Größe einer Durchschnittsechani. Außerdem war der Nautolaner sichtlich noch nicht im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte. Umso freudiger war dann die Erkenntnis. Er begrüßte sie, freute sich dass sie heil von Bastion heruntergekommen war und machte Anstalten, sich aufzurichten um seine Retterin zu umarmen.

Die Silberhaarige beugte sich zu ihm hinter, um ihm etwas Mühe zu ersparen, und sie drückten sich herzlich. Das war der Vorteil bei Nautolanerinnen: die waren stabil, da durfte Frau auch mal zudrücken ohne Angst haben zu müssen, dass da Rippen knackten. Als sie sich lösten, grinste Brianna den anderen Ritter an und meinte:


„Das bin ich allerdings auch. War wohl das beste uns zu trennen, gemeinsam hätten wir viel zu viel Aufmerksamkeit auf uns gezogen. Besonders, seit das halbe Imperium nach mir sucht. Bailee und ich hatten ohnehin noch eine unangenehme Begegnung mit einem Sith.“

Außerdem betonte er, wie dankbar er war, dass Marrev, Bailee und sie ihnen das Leben gerettet hatten.

„Nichts zu danken! Ich lasse euch doch nicht im Sith-Tempel verrotten! Schade ist nur, dass alles so viel einfacher gewesen wäre, wenn ihr nur ein bisschen eher auf Bastion gewesen wärt.“

Brianna wollte lieber nicht darüber nachdenken, wie viele Ressourcen der Schatten in Form von gefälschten Ausweisen, dem Safehouse und dem Fluchtschiff sie für die Rettung wohl verbrannt hatten. Ohne Eowyn hätten sie das alles nicht zur Verfügung gehabt, eigentlich gebührte ihr genauso viel Dank. Die Echani beschloss, gleich als nächstes nach der von ihrer gemeinsamen Mission schwer mitgenommenen Rätin zu sehen.

Die 28jährige griff sich einen Besucherinnenstuhl und stellte ihn neben Q'Tahems Bett. Das machte es dem Nautolaner bequemer und einfacher, sich mit ihr zu unterhalten, weil er nicht so weit zu ihr aufsehen musste. Er machte sich Sorgen um Kestrel, auch wegen der Trance, in der sie sich wohl schon seit ihrer Abreise befand, aber sie konnte ihn beruhigen:


„Da hat er recht. In Trance zu gehen ist das beste, was sie tun konnte. Meine Fähigkeiten als Heilerin, das hat alles mit Kestrel angefangen, weißt du? Sie hat mir beigebracht, was sie über Heilung wusste und das ist wirklich die einzige richtige Ausbildung darin, die ich je bekommen habe.“

Brianna dachte an damals zurück, der Flug von Loronar nach Korriban. Sie hatten ja beide so gar keine Ahnung, was sie danach erwartete, durch die Hände von Ranik, Kira und auch Janus. Ohne die Machtheilung hätten sie die Gefangenschaft auch nicht überstanden. Sie fühlte sich melancholisch. Ja, es war natürlich schrecklich gewesen, aber sie hatten sich einander auch näher gefühlt als irgendwann sonst.

„Hier im Tempel hat sie die fähigsten Jedi-Heilerinnen um sich herum. Wenn frau ihr irgendwo in der Galaxis helfen kann, dann hier. Ich werde auch sicherstellen, dass sich kein Schlendrian einstellt und sie rund um die Uhr ein Auge auf Kestrel haben.“

Den Grund dafür verschwieg die Jedi-Ritterin lieber. Dass ihre Kolleginnen Ians zweiten Herzinfarkt verschnarcht hatten war unverzeihlich. Dafür hatte sie die auch so rundgemacht dass sie das sich so schnell nicht mehr erlaubten, sicher bei keiner Jedi die ihr nahestand.

Schließlich fragte Q'Tahem danach, wie sie es von Bastion herunter geschafft hatten. Oh richtig, er kannte die gute Nachricht ja noch gar nicht. Brianna begann breit zu lächeln, als sie ihm davon erzählt.


„Das wirst du nicht glauben, ich habe Sane gefunden und es geht ihm gut! Er ist bei seiner Familie und nutzt deren Ressourcen, um auf Bastion Gutes zu tun wo er kann. So hat er uns die Flucht auf einem ihrer Frachtschiffe ermöglichst. Auf ähnliche Weise hat er zuvor bereits geholfen, machtsensitive Kinder von Bastion zu schmuggeln, damit die Sith sie nicht in die Finger bekommen.“

Bei der Erwähnung ihrer Gegenleistung wurde Brianna nachdenklich. Da hatte Sane ihr ja eine ziemlich harte Nuss aufgegeben.

„Die Sache ist nur, wo sie sich jetzt befinden ist unbekannt, samt der Frau, die ihnen geholfen hat, einer imperialen Deserteurin namens Samin. Ich habe als Gegenleistung für seine versprochen, sie zu finden und für ihre Sicherheit zu sorgen. Das wird Detektivinnenarbeit.“

Coruscant – Jedi-Tempel – medizinischer Flügel, Q'Tahems Zimmer – Q'Tahem und Brianna
 
[Coruscant – Jedi Tempel – Speisesaal] Calen, Krina

Calen zeigte ein freundliches ja geradezu offenes Lächeln, als die Frau ihn nun direkt ansprach. Für einen Moment brauchte er tatsächlich einen Augenblick, um zu verstehen, wen sie meinte. Erst als sie von „gestern“ sprach, fiel der Groschen.

„Oh.“ Er blinzelte kurz. „Ja. Vermutlich war ich das.“

Allein der Gedanke ließ ihn sich wieder an die Krankenstation erinnern. An Elise. An die fremden Gefühle, die Bilder und daran, wie überfordert er sich zwischendurch gefühlt hatte. Er zog das Datapad etwas näher zu sich heran, mehr um etwas mit den Händen zu tun zu haben als aus einem anderen Grund. Auf ihre Frage hin zögerte er kurz. Als das InterCom der Heilerin losging, sprach er nicht weiter und hörte unwillkürlich zu. Schon die Hälfte der Begriffe sagte ihm wenig. Machtheilung. C-Virus. Instabile Sedierung. Er wusste nicht einmal genau, was davon beunruhigender klang.

Als sie das Gespräch beendet und sich wieder ihm zugewandt hatte musste er bei ihrem trockenen Kommentar zu den Rekrutierungsbroschüren unerwartet kurz auflachen.

„Das glaube ich sofort.“

Bei ihrer Vorstellung richtete er sich etwas auf.

„Calen Rynn.“


Er nickte ihr höflich zu.

„Anwärter trifft es wohl ziemlich gut. Um noch einmal auf eure Frage zu dem Zustand von Ritterin Elise zurückzukommen… die Bezeichnung ist doch richtig?“

Er atmete nachdenklich ein und aus sprach dann aber weiter.

„Ich weiß nicht besonders viel“, gab er zu. „Eigentlich kenne ich sie gar nicht. Meister Daruq hat mich gestern durch den Tempel geführt und wir haben die Krankenstation besucht. Erst dort habe ich sie getroffen. Sie wurde wohl von etwas angegriffen, das mit der Dunklen Seite zu tun hat. Irgendetwas... das sich an ihr festgesetzt hat.“ Er runzelte leicht die Stirn. „Zumindest habe ich es so verstanden. Aber ich glaube nicht, dass ich das alles wirklich begreife.“


Das war vermutlich die beste Umschreibung für die Unklarheiten in seinem Kopf. Er schüttelte leicht den Kopf wie um sie zu vertreiben.

„Als ich hier angekommen bin, dachte ich, Jedi verbringen den Großteil ihrer Zeit mit Meditation, Unterricht und vielleicht gelegentlich irgendwelchen Missionen.“ Ein kleines Schulterzucken folgte. „Jetzt habe ich innerhalb von zwei Tagen von einem Wesen der Dunklen Seite gehört, jemanden gesehen, der seit Monaten im Koma liegt, und eine Ritterin getroffen, die etwas Fremdes in ihrem Kopf herumtragen muss.“

Je länger er darüber nachdachte, desto absurder klang es.

„Wenn ich ehrlich bin, weiß ich immer weniger darüber, was Jedi eigentlich genau machen.“

Auf ihre letzte Frage musste er länger nachdenken. Sein erster Impuls wäre vor wenigen Tagen wahrscheinlich ganz anders ausgefallen. Jetzt war er sich nicht mehr so sicher.

„Gestern hätte ich wahrscheinlich gesagt, dass ich mir nicht sicher bin.“ Er lächelte etwas schief. „Und ich glaube, ich bin mir immer noch nicht sicher.“

Er hob schnell die Hände, als würde er sich selbst korrigieren wollen.

„Nicht wegen des Ordens. Eher wegen mir.“

Sein Blick glitt kurz über die anderen Jedi im Speisesaal.

„Alle scheinen zu wissen, was sie tun. Selbst die Jünglinge wirken, als hätten sie ihren Platz hier längst gefunden.“ Er schnaubte leise. „Und ich laufe ständig herum und habe das Gefühl, als hätte ich die Hälfte aller Regeln noch nicht verstanden.“

Trotzdem lag kein echter Frust in seiner Stimme. Eher Verwunderung und eine leichte Unsicherheit.

„Aber nein. Auf Frachter werde ich wohl nicht anheuern.“

Er lehnte sich etwas zurück und schob das Datapad beiseite.

„Außerdem habe ich gestern etwas erlebt, das ich mir vorher nicht einmal hätte vorstellen können. Das war verwirrend und anstrengend und teilweise viel zu viel auf einmal.“ Sein Blick fiel kurz auf das Datapad. „Aber auch faszinierend.“

[Coruscant – Jedi Tempel – Speisesaal] Calen,
Krina
 
Coruscant – Jedi-Tempel – Krankenstation – mit Elise

„Ein äußerst seltenes und abschreckendes Naturphänomen, das gefällt mir“, lachte der Chiss, nachdem seine Meisterin leise schnaubte. Sie wussten beide, dass sich vermutlich kein Meister einen Schüler wie ihn wünschte. Riuen war sich durchaus bewusst, dass er aneckte, mit seiner Großspurigkeit, mit seinem Humor und allgemein, mit deinem Blick auf die Galaxis. Aber ihn hatte noch nie wirklich interessiert, was andere über ihn dachten und das würde sich auch in Zukunft nicht ändern.
Natürlich ließ ihm Elise die ganzen Witze nicht durchgehen, sondern verwies, diesmal ohne Schnaube, mit sehr viel Ernst in der Stimme, dass er erstaunlich stabil wirkte. Tja. Ihm wären hierzu sehr viele Possen eingefallen, die meisten auf Kosten von Elise. Und ihm fiel, beinahe parallel, etwas ein, das zumindest einen Teil dessen bestätigt hätte, was sein Gegenüber da sagte.

Ich war verzweifelt in einer Bar, habe mich einem Fremden anvertraut und keinen Tropfen, meines hochprozentigen angerührt. Also habe ich den Verstand schon längst verloren, oder ich bin hoffnungslos vernünftig geworden. Was das, mit dem Naturphänomen bestätigt.“ Weder war er zu einer Prostituierten gegangen, um sich abzulenken, obwohl Sex ein probates Mittel war, den Kopf frei zu bekommen, noch hatte er sich kopflos nach Thearterra begeben. Also bestand wirklich überhaupt kein Grund zur Sorge.

Ja, die Blauhaut behielt sogar die Fassung, als die Hälfte des Teams, an die er gedacht hatte, von der Liste verschwand. Drei Personen, die sie auch für sinnvoll hielt, eine, gegen die sich nichts hatte. Vier Personen, zählte er Draen mit, waren es fünf. Mit ihm sechs. Das war, wenn er logisch betrachtete, dass er, bis auf den Schönling, niemanden dieser Personen kannte, ein absolutes Desaster. Aber auf Bastion war es ganz ähnlich gewesen und die Mission war weniger desaströs gewesen, als zu erwarten gewesen wäre. Machte jetzt zwar nicht gerade Hoffnung, musste aber dennoch erwähnt werden.

Es beruhigte Riuen ungemein, dass er keine Überzeugungsarbeit leisten musste. Eli erkannte, dass er Recht hatte, auch wenn sie nicht ganz zufrieden damit war.

„Ich glaube, das ist das Los eines Jedi. Du lässt dich auf Missionen ein, die dich für immer verändern oder dir ein Ende bereiten können.“ Riuen ließ es nicht wie einen Witz klingen, denn er war überzeugt von diesen Worten. Wer sich für den Weg der Jedi entschied, entschied sich auch dafür, eine menge aufzugeben. Sicherheiten. Garantien. Ein bisschen, wie beim Militär.
„Nimm es weg von dir. Wer teilnimmt entscheidet sich auch dafür, anderen zu helfen, die ähnliches durchmachen. Jeder Schritt, der hilft, ein Virus zu besiegen, ist ein Schritt mehr für ein ganz anderes Heilmittel. Dabei spielt keine Rolle, ob es primär um dich geht. Morgen könnte es um zehn gehen und in ein paar Monaten um 10.000.“ Mit dem C-Virus war es ähnlich, auch wenn beides kaum miteinander zu vergleichen war, weil das letzte Milliarden das Leben gekostet hatte. Trotzdem, Riuen hatte es erwähnt: Fanden sie etwas gegen dieses Ghul-Virus, ebnete das auch den Weg für anderes. Vielleicht sogar für einen Impfstoff der gegen etwas anderes half, für das bisher noch nichts gefunden worden war.
„Na ja, irgendetwas von deiner Lehre muss doch bei mir ankommen, also lieb es besser.“
Sein eigenes Schmunzeln verschwand, als er einen sorgenvollen Blick über Elise schweifen ließ, die viel zu schnell an Energie verlor. Sie sah schon jetzt viel abgeschlagener aus, als eben. Dabei sprachen sie noch nicht einmal lange.
„Soll ich dich gleich noch einmal ausruhen lassen, um Kräfte zu sammeln? Ich werde gleich die Nachrichten versenden.“ Womit er sein Comlink zückte und mit einer Nachricht an die ersten drei begannt. Was Leela* betraf, ihr wollte er einen persönlicheren Text schreiben.

***Nachricht an @QTahem, @Tenia Lumiran und @Kestrel

Hallo Mitjedi,
wir wenden uns mit der dringenden Bitte um Unterstützung bei einer Mission an Euch und würden das gerne direkt mit Euch besprechen, ohne ein Gerät wie das, was wir gerade vor unserer Nase haben.
Grob geht es darum, dass wir dringend Hilfe auf Thearterra benötigen, da sich Eleise Benett dort mit einem Ghul-Virus infiziert hat, dass sie vielleicht das Leben kosten könnte. Wie schon beim C-Virus, verspricht die Suche vor Ort nach einem vielversprechendem, aber gefährlichen Versuch, der Rettung.
Noch sind wir auf Coruscant und jederzeit für ein persönliches Gespräch bereit.

Riuen und Elise.

*** Nachricht Ende***


Coruscant – Jedi-Tempel – Krankenstation – mit Elise


*Die Nachricht an Leela, wird nicht nur ein Text sein, sondern ein kleine Holo, für das Riuen kurz den Raum verlassen wird.

***Nachricht an @Leela Kaveri

Hey Leela, eigentlich ist es peinlich, dass wir uns so lange nicht gesehen haben (kurzes, aber leicht beschämtes Lachen). Hör zu, ich mache es kurz, ganz ohne dieses Es-tut-mir-leid-war-so-beschäftigt-Gerde. Ich brauche deine Hilfe. Dringend. In der ganzen Zeit, die vergangen ist, ist eine Menge passiert, wahrscheinlich uns beiden, denn wir waren ebdie etwas treulos. Meine Meisterin, Elise (er wird sanfter) war auf einer unsäglichen Mission auf Thearterra. Schon länger her und sie wurde dort von einem Ghul gebissen, es hat sie infiziert, das Virus war inaktiv. Lange Rede, kurzer Sinn: Sie kämpft, sie sieht furchtbar aus und um ehrlich zu sein, habe ich eine Scheißansgt, dass sie den Kampf verliert, noch größere, weil mir die Ärzte alle bestätigt haben, dass diese Angst mehr als berechtigt ist.
Lee, ich brauche jemanden, der mit auf diese Höllenmission geht, der sein Leben riskiert, um das von Elise vielleicht zu retten. Sie ist mehr als meine Meisterin. Für mich (starke Betonung). Falls du hier bist, lass uns reden. Falls du wo anders bist, hilf mir trotzdem. Ja, ich bin tatsächlich mehr als leicht verzweifelt und diesmal hab ich keinen Fusel der hilft.“


***Nachricht Ende***
 
Coruscant - Jedi-Tempel - Nebenraum neben Pressesaal, mit Wes und Eowyn



Nachdem Wes noch einmal zusammenfasste, was sie schon mehrfach vorgetragen hatten, war Ian mehr als erleichtert, als keine weiteren Fragen mehr zugelassen wurden.
Am liebsten hätte er sich nun zurück gezogen, sich bewegt, vielleicht sogar getanzt, um all das, was gesagt und gehört worden war, zu verarbeiten, doch Wes und Eowyn wollten noch einmal in den Nebenraum und Ian gab sich einen Ruck, mit leichter Verzögerung zu folgen.
Als er Eowyn hörte, hätte er am liebsten auf dem Absatz kehrt gemacht und er musste die Zähne fest aufeinanderbeißen, um nichts auf das, was sie sagte, zu erwidern.

Sie spricht mit Wes, schalt er sich. Misch dich nicht ein. Nur mit äußerster Mühe gelang es ihm, nicht aufzubegehren. Aus dem Orden austreten. Sich dem Imperium stellen. Beides war so absurd und Ian spürte, dass es ihn wütend machte, auf eine seltsam intensive Art. Es war nicht allein die Tatsache, dass sie nicht mit ihm über diese Ideen sprach, sondern viel mehr diese scheinbar in Fleisch und Blut übergegangene Überezugung, immer genau zu wissen, was andere über sie dachten oder taten. Der Rat, der sich für sie verbog. Die Zweifel an ihrer Person. Ihre Grundannahmen waren noch nie sonderlich schmeichelhaft gewesen – aber sie begannen Ian auf besondere Weise wütend zu machen. Denn all das, all das, was sie immer vorwegnahm, sie überprüfte es nie. Fragte nicht. Damals hatte sie ihm auf den Kopf zugesagt, dass er aufgegeben hätte und was ihn damals zur Verzweiflung gebracht hatte, machte ihn jetzt nur wütender. Mehr noch, es machte ihn wahnsinnig und Ian spürte, dass ich die Kraft fehlte, gegen diesen inneren Kritiker Eowyns anzukämpfen, denn es war ein Kampf, den sie eigentlich mit sich zu führen hatte.

So verzögerte Ian seine Schritte, machte einen Stopp am Fenster und starrte hinaus, weil er sonst den Mund nicht hätte halten können. Weil er sonst unfair geworden wäre und vielleicht, weil da etwas war, das sogar unfair werden wollte – was wiederum nicht fair gewesen wäre, weil es dem Reporter gegolten hätte. So zählte Ian die hohen Gebäude, die er von dort aus sehen konnte und erst, als er sicher war, sich im Griff haben zu können, trat er wirklich näher an Wes und Eowyn heran. Dabei wäre er, spätestens jetzt, am liebsten allein gewesen.


„Ich bin müde“, war demnach in mehrfacher Hinsicht die Wahrheit auf die Frage, wie es ihm ging. Müde von der Mission, der Konferenz und diesen … Grundannahmen. „Aber erleichtert, dass es zu Ende ist.“ Er hätte sie fragen sollen, wie es ihr ging, das wusste Ian und obwohl da ein Teil war, der sie am liebsten in den Arm genommen und ihr gesagt hätte, dass er stolz auf sie war, war der Teil, der genau das gerade nicht tun konnte, größer. Denn sein Stolz war bis eben echt gewesen. Wie sie diese Konferenz gemeistert, was sie alles erwidert hatte. Doch nach ihren Worten jetzt, hier unter sechs Augen kam es ihm vor, als wäre die Hälfte dessen, was sie gesagt hatte, eine Lüge gewesen. Als hätte sie gespielt – um alle zu überzeugen und dieser Gedanke war unerträglich.
„Und ich glaube, ich brauche dringend frische Luft, bevor dieser Raum wieder unangenehm eng wird. Wenn ihr mich also entschuldigen würde, oder falls wir das nach draußen verlegen könnten….“
Ian wollte, nein, er konnte und wollte nicht länger hier sein.

Coruscant - Jedi-Tempel - Nebenraum neben Pressesaal, mit Wes und Eowyn
 
Coruscant - Jedi-Tempel - Ratsebene - Rornans Büro, mit Arlen und Leela

Rornan hatte aufgehört, die Wege der Macht zu hinterfragen. Dass Ritterin Kaveri ausgerechnet jetzt auftauchte, konnte kein Zufall sein, also nahm er den Wink an und bat die Frau hinein. Merillion hatte schließlich durchaus die Möglichkeit, die Beantwortung seiner Fragen ein wenig vage zu halten. Und andererseits... sollten die beiden in Zukunft mehr miteinander zu tun haben, als sie es jetzt noch ahnten, dann war es vermutlich nicht schlecht, wenn Kaveri wusste, was Merillion nun zu sagen hatte.

Er wandte sich dann wieder dem Ritter vor sich zu. Die erste Antwort war direkt und unmissverständlich. Rornan nickte sanft, eine Geste, die er sich im Zusammenleben mit Menschen angewöhnt hatte, und hörte weiter zu. Immerhin, sie verloren Merillion nicht. Vielleicht strebte er sogar den exakt gleichen Weg an wie Kaveri vor ihm? Rat suchen, um Erlaubnis fragen - der Sith hatte wirklich aus seinen Erfahrungen gelernt, meinte Rornan herauszulesen. Und ja... er hatte sogenannte "Bauchschmerzen", wenn es darum ging, Merillion wieder auf eine solche Mission zu schicken, aber gleichzeitig hatte der Ritter nicht unrecht. Er
hatte gewisse Qualifikationen erworben, und wenn er wirklich aus Kelada gelernt hatte, dann wäre es wiederum eine Vergeudung von Talent, ihn nicht gehen zu lassen. Auch, wenn er nur sehr, sehr ungern einen weiteren Jedi an den NRGD verlor. Aber vielleicht wäre es nicht auf Dauer... Er blickte dem Mann vor sich in die Augen und versuchte zu lesen, was vor ihm liegen würde, aber da war nichts zu sehen.
Nun gut.
Noch hatte er auch nicht alles beantwortet.

Aber als er es tat, kam es mit festen Worten und einer Überzeugung, die er damals, als er fast direkt von Kelada in sein Büro gekommen war, nicht gehabt hatte. Er lehnte sich ein wenig zurück, bewertete die Antwort. Es klang... logisch, und die Argumente, die er vorbrachte, waren schlüssig. Er würde lernen können. Er würde auch von seinen schlechten Erfahrungen auf Kelada profitieren. Und er war weg von der Bildfläche...
Merillion warf immer wieder einen Blick zu Kaveri. Ihre Anwesenheit schien ihn zu verunsichern, was vielleicht sogar verständlich war. Auch angesichts der Tatsache, dass er nicht wusste, was Rornan auf dem Tisch lag. Dennoch war er dann erstaunlich offen, was seinen Zustand anging, etwas, das Rornan ihm anrechnete. Auch die Antwort, die er gab, und von der Rornan wusste, dass sie nicht gelogen war, war eine, die ihm mehr Zuversicht dafür gab, dass der nächste Einsatz besser laufen konnte. Es war noch immer katastrophal, wie Kelada gelaufen war, und dem Rat fiel es äußerst schwer, darüber hinwegzusehen, wie viele Personen vielleicht unnötig ihr Leben hatten lassen müssen, aber sie konnten daran nichts mehr ändern. Der Fehler war zuvor geschehen, vielleicht schon während der Ausbildung Merillions, oder sogar davor. Sie konnten nun nur noch damit arbeiten und verhindern, dass so etwas erneut geschah.

Er ließ dem Sith Zeit, als dieser scheinbar nach Worten suchte, und das, obwohl sein Terminkalender wirklich voll war, aber es schien notwendig. Diese abschließenden Worte waren ein klein wenig ernüchternd, aber Rornan musste leider auch hier zugeben, dass er nun einmal irgendwo richtig lag. Zumindest von einem gewissen Standpunkt aus - dem mancher anderer Ratsmitglieder.
Er sah es eher anders, doch damit war er in der Minderheit.

Erneut nickte Rornan langsam und sacht.


"Nun gut. Ich höre, dass es Euch ernst ist, Ritter Merillion, und ich sehe und spüre auch, dass Ihr Euch mit den Geschehnissen auseinandergesetzt habt. Das bewerte ich als positiv und ich schätze auch Eure Offenheit.
Ich möchte ebenso offen zugeben, dass mir Eure Bitte und Eure Anfrage durchaus Kopfzerbrechen bereitet. Aber einige Argumente sprechen nun einmal dafür, dass Ihr diesen Weg beschreitet, und ich werde mich dem nicht in den Weg stellen. Ich erteile Euch damit die Erlaubnis des Rates, diesem Einsatz und auch dem NRGD zuzusagen. Seid Euch allerdings immer dessen bewusst, dass es nicht einfach sein wird, Mitglied in zwei Organisationen zu sein. Ihr werdet Fingerspitzengefühl beweisen müssen. Und zögert auf gar keinen Fall damit, zu mir oder einem anderen Ratsmitglied zu kommen, solltet Ihr Euch deshalb in einem moralischen Dilemma befinden. Oder aber, sucht jemand anderen auf, dem Ihr vertrauen könnt.
Was mich zu dem kleinen Detail bringt, weshalb ich Ritterin Kaveri gebeten habe, unserer Besprechung beizuwohnen."


Er wandte ihr seinen Kopf zu.

"Lieutenant Kaveri wird, so ich heute früh bestätigt habe, bei eben jener Mission, für die Ihr angefragt wurdet, ebenfalls teilnehmen. Sie beschreitet bereits länger den Weg, auf den Ihr Euch nun begeben werdet, und vielleicht kann sie Euch einige Hinweise und Hilfestellungen geben.
Seid Ihr wegen diesem Einsatz hier, Ritterin Kaveri, oder habt Ihr noch etwas weiteres zu besprechen?"


Die indirekte Frage danach, ob Merillion den Raum für ihr Anliegen verlassen sollte oder bleiben konnte...

Coruscant - Jedi-Tempel - Ratsebene - Rornans Büro, mit Arlen und Leela
 
[ Coruscant I Jedi-Tempel I Gemeinschaftsraum nahe der Kantine ]
Faith, Zweibein und etwa ein Dutzend Jedi (NSCs)


Faith befand sich in einem der Gemeinschaftsräume des Jedi-Tempels, die an die Kantine angrenzten. Manchmal musste man sich selbst daran erinnern, dass der Orden aus mehr als nur dem Ratssaal, Meditationskammern und Trainingsräumen bestand. Irgendwo musste es auch immer Orte geben, an denen die Jedi Mensch sein konnten … oder was auch immer. Hier roch es nach frischem Caf und warmem Gebäck. Einige Jedi vertrieben sich die Zeit zwischen Unterricht, Heilbehandlungen, Archivrecherche und allem, was sonst noch so anstand, mit einer Partie Sabacc, Pazaak oder Hex’el. Ein Stück Normalität im Herzen der Galaxis. Aus großen Fenstern fiel das bleiche Licht des Tages herein. Natürlich war es Luxus auf diesem Planeten, überhaupt nur einen Schimmer echten Tageslichts zu sehen. Eine der vielen Annehmlichkeiten und Privilegien des geschichtsträchtigen Jedi-Tempels.
Faith hatte es sich mit einer Schale gedämpfter Instant-Nudeln, die hauptsächlich nach Salz schmeckten, in einer gemütlichen Sitzecke mit niedrigem Tisch gemütlich gemacht. Zweibein hockte halb zusammengefaltet neben ihr. Er verhielt sich allerdings nur so lange still, bis sich jemand aus Versehen fast auf ihn setzte, woraufhin er beleidigt piepte. Die andere Padawan ignorierte die wild wedelnden Greifarme und setzte sich einfach ein paar Zentimeter weiter.

Es dauerte etwas, bis Faith begriff, dass der ungewöhnlich volle Raum nicht einfach nur der Mittagszeit geschuldet war. An der großen Wand gegenüber der Sitzgelegenheiten lief der Holoprojektor. Eine kleine Gruppe Jedi-Padawan stand im Halbkreis darum, manche mit verschränkten Armen, andere mit dampfenden Bechern. Das blauliche Schimmern des Projektors wechselte gerade das Bild von wartenden Journalisten zum Podium einer Pressekonferenz. Faith war bei all dem Training der letzten Tage so beschäftigt gewesen, dass sie kaum einen Gedanken daran verschwendet hatte. Erst in diesem Moment erinnerte sie sich daran, dass die große Pressekonferenz für diese Zeit angekündigt war. Sie hatte in den letzten Tagen immer wieder Gesprächsfetzen über Gerüchte dessen gehört, was passiert sein mochte. Alle schienen davon zu wissen, alle sprachen darüber, aber Details schien niemand zu kennen.


“Natürlich war das notwendig”, kommentierte ein junger Nautolaner an einem Nachbartisch das, was gesagt wurde. “Wenn Allegious wirklich dieses Virus erschaffen hat und ein weiteres vorbereitet war, was hätten sie denn tun sollen? Einen Antrag im Senat stellen? Nett um eine Audienz bitten?”

“Genau das”, erwiderte eine Mirialanerin mit kahl geschorenem Schädel, die neben ihm saß. “Oder vielleicht nicht unbedingt einen Antrag, aber irgendwas … Aber irgendwas, das nicht damit endet, dass ein Mitglied des Jedi-Rats ohne Mandat dem Imperator tötet und danach die ganze Galaxis vor vollendete Tatsachen stellt. Wir sind nicht die Schattenregierung der Republik.”

“Aber wir sind auch nicht nur Dekoration”, warf eine menschliche Frau ein, die gerade den Raum betreten hatte. Ihre rechte Gesichtshälfte war von einer alten Brandnarbe durchzogen. Wenn Faith wetten musste, hätte sie auf eine Lichtschwertverletzung getippt. Sie sprach ruhig, aber sie klang wie jemand, der diese Diskussion nicht zum ersten Mal führte. “Manchmal werden Jedi geschickt, weil niemand anders handeln kann. Oder nicht schnell genug.”

Faith selbst kaute langsam weiter, obwohl sie längst keinen Hunger mehr hatte. Die Übertragung zeigte gerade El’mireth und Faith ertappte sich dabei, sie genau zu beobachten. Wenn sie an eine Vollstreckerin des Guten, an eine republikanische Heldin dachte, hätte sie sich jemand anderen als Eowyn El’mireth vorgestellt. Die Frau, die dort saß, sah nicht aus wie eine legendäre Heldin. Da saß eine Frau, die Fragen beantwortete, deren Folgen schwerer waren als alles, was Faith in ihrem bisherigen Leben getragen hatte. Schwerer war als alles, was der Großteil der Bevölkerung dieser Galaxis je verantworten musste. Sie wirkte dabei weder unantastbar noch gebrochen. Eher wie jemand, die sich der Schwere ihrer Worte bewusst war und trotzdem den Mut hatte, die Fragen der Journalisten zu beantworten.

“Sie sagt, sie trägt die Konsequenzen”, murmelte ein Twi’lek-Padawananwärter. “Sie versteckt sich nicht.”
“Aber reicht das?”, fragte die Mirialanerin sofort und diesmal klang sie unsicher. “Wenn ich etwas getan hätte, was Milliarden Leben betrifft, dann kann ich danach doch nicht einfach sagen, ich trage die Konsequenzen.”
Sie schnaubte. “Der Imperator ist tot. Der Krieg ist da. Und was, wenn dieser Ian Dice gelogen hätte?”

Bei dem Namen des Mannes ging ein leises Murmeln durch den Raum. Faith hatte den Mann gerade in der Übertragung gesehen. Natürlich war seine dargestellte Vergangenheit etwas, was den Raum spaltete. Faith beobachtete, wie zwei Padawane auf der anderen Seite des Raumes die Köpfe zusammensteckten, während ihr Mon Calamari-Meister sie mit einem Blick zum Schweigen brachte.

“Wenn Dice gelogen hätte, wären wir vermutlich tot”, sagte die Frau mit der Brandnarbe. “Milliarden wären tot. Vielleicht sogar alle. Wir waren nicht dabei. Wer sind wir, zu urteilen, welcher Weg der richtige gewesen wäre?”

Faith senkte den Blick auf ihre Schale. Die Nudeln waren inzwischen ziemlich kalt. Irgendwie verstand sie beide Seiten, beide Argumente. Der Orden durfte nicht zu etwas werden, der alles rechtfertigen konnte, solange nur das Ziel groß genug war. Andererseits hatte sie selbst gerade erst auf Kelada erlebt, welche Taten und Entscheidungen das Imperium von einem Jedi fordern konnte. Sie dachte and den Folterkeller und an Mariams Lächeln, an Arlens zerstörtes Gesicht, an die Deportierten in den engen Käfigen. Das Imperium konnte einen in Situationen zwängen, in denen Vorsicht keine Option war.

“Manche Entscheidungen werden nicht sauberer, nur weil man abwartet und den richtigen Weg geht”, sagte Faith schließlich, ohne genau geplant zu haben, sich einzimischen. Einige Blicke wanderten zu ihr. Sie hielt ihnen stand, legte den Löffel in die Schale, lehnte sich etwas zurück und verschränkte die Arme. “Irgendwann sterben nicht weniger Wesen, weil man vorsichtig war, sondern mehr”.

Die Mirialanerin sah sie an. Ihr Blick war nicht feindselig. Nur aufmerksam. “Du meinst, wir müssen das …”, sie deutete auf die Holo-Projektion der Pressekonferenz, “... akzeptieren?”

“Nein. Kritik muss in einer Demokratie immer gestattet sein”, antwortete die junge Padawan und verzog leicht den Mund. “Und man kann immer anderer Meinung sein. Ich meine … ich weiß nicht, ob wir das Recht haben, von jemandem zu verlangen, nichts zu tun, wenn er glaubt, dadurch Milliarden Leben zu retten. Ich weiß nicht, ob ich die gleiche Entscheidung wie Eowyn getroffen hätte. Ich weiß nichtmal, ob ich dazu fähig gewesen wäre. Aber ich weiß, dass Nichtstun auch eine Entscheidung ist. Und manchmal ist es die hässlichere.”

Der Nautolaner nickte heftig. Die Mirialanerin schloss kurz die Augen, als würden Faiths Worte ihr nicht gefallen, aber als könnte sie auch nicht widersprechen. Auf dem Holo-Projektor sprach inzwischen Ian Dice selbst. Seine Worte über Schuld und Fakten legten sich über die Stimmung im Raum. Vier Milliarden. Der menschliche Verstand war zu klein, um solche Zahlen überhaupt in Relation setzen zu können. Auf Kelada hatte die Qual eines einzelnen Gereicht, um Faith über Kilometer hinweg zu erreichen. Vier Milliarden waren nicht zu fassen.

“Auf die Liebesbeziehung werden sich die Journalisten stürzen”, flüsterte jemand weiter hinten im Raum plötzlich. Er behielt Recht.

Faith spürte, wie sich bei diesen Worten etwas in ihrem Magen zusammenzog. Sie dachte an Arlen, an seine Hand auf ihrer Wange, seinen Lippen auf ihren und die Erleichterung darüber, dass der Rat ihre Beziehung nicht verhinderte. Sie hatten sich entschieden, nicht zu lügen und nicht heimlich im Schatten zu existieren. Und nun sah Faith Eowyn El’mireth, die vor die gesamte Galaxie trat und erklärte, dass sie einen Mann liebte, der früher Sith gewesen war. Faith wusste nicht, ob sie ihr glauben konnte, dass sie ihre Entscheidung, soweit es ging, getrennt von ihren Gefühlen getroffen hatte. Aber sie wusste, dass sie diese Situation mehr berührte, als sie zugeben wollte. Nicht weil Eowyn dadurch automatisch richtig gehandelt hatte, sondern weil sie Faith nochmal vor Augen führte, dass Liebe im Orden nicht gleichzeitig das Ende von Pflicht, Verantwortung und Selbstkontrolle war. Darin hatten sie wohl etwas gemeinsam.


“Wir sind Jedi. Wir sind keine Maschinen”, kommentierte jemand anderes.

Faith sah wieder zur Projektion. Eowyn wirkte inzwischen müde, zumindest bildete Faith sich das ein. Vielleicht war es nur das Licht der Übertragung, oder der Gedanke daran, dass die Fragen der Journalisten sie selbst ermüdeten. Da war etwas an dieser Frau, das Faith irritierte. Nicht negativ. Eher, weil sie nicht wusste, ob sie Eowyn in eine Schublade stecken konnte. Eine Jedi, die ohne Mandat den Imperator getötet hatte. Eine menschliche Frau, die einen Mann liebte. Eine Meisterin, die sich vor die Augen der Galaxis stellte und Verantwortung übernahm. Faith ertappte sich dabei, mit dieser Frau mitzufühlen.

Zweibein piepste derweil leise und stupste Faith mit einem Greifarm gegen ihr Knie. Vielleicht hatte er bemerkt, dass sie ihre Schale nicht mehr angerührt hatte. Vielleicht war ihm auch einfach nur langweilig, oder er wollte ihr auf die Nerven gehen. Faith legte eine Hand auf seinen metallenen Kopf, ohne von der Übertragung aufzusehen. Während Rat Janson sprach, verlagerte sich die Diskussion im Raum. Faith konnte nicht beurteilen, wie überzeugend seine Argumente für jemanden waren, der nicht Teil des Ordens war. Sie verstand nämlich, was er meinte. Natürlich konnte man nicht alles offenlegen. Auch das war ihr nach Kelada persönlich bewusst. Andererseits musste der Orden aufpassen, dass die Ausnahme nicht zur Regel wurde. Und das war vielleicht der unangenehmste Teil dieser Pressekonferenz. Irgendwie hatten ja beide Seiten Recht. Fast alle Fragen hatten einen wahren Kern in sich. Aber vielleicht war das die Stärke des Jedi-Ordens und der Neuen Republik: Sie konnten alle im selben Raum bleiben, während sie sich uneinig waren. Alle Stimmen wurden gehört und ernst genommen. Etwas, das dem Imperium gänzlich fehlte.

Als die Übertragung dem Ende zuschritt, wurden die Stimmen im Gemeinschaftsraum wieder lauter. Faith bleibt noch sitzen. Ihre Gedanken hingen nicht nur an Eowyn, Bastion, Kast, Allegious oder dem Virus. Sie dachte an Arlen. An Kelada. Aber auch an Chesara und die Vergangenheit. Sie dachte an die Frage, wer sie künftig ausbilden würde und ob es überhaupt jemanden gab, der mit dem umgehen konnte, was sie erlebt hatte. Vor einigen Monaten hätte sie vielleicht gehofft, einen Meister zu bekommen, der klare Antworten für sie hatte. Jemanden, der ihr sagen konnte, was richtig und was falsch war, wohin sie gehörte. Jemand ,der ihr erklären konnte, wie man kämpfte und tötete, ohne sich selbst zu verlieren. Nach dieser Übertragung war sie nicht mehr so sicher, ob es solche Meister gab.

Vielleicht reichte es, wenn jemand den Mut besaß, sich den richtigen Fragen zu stellen und mit dem eigenen Gewissen zu beantworten.

Faith stellte die Schale schließlich zur Seite. Auf dem Holoprojektor verblassten derweil die letzten Bilder der Pressekonferenz. Der Rat hatte sich immer noch nicht zu ihrer Zukunft geäußert. Das kritisierte sie auch nicht. Schließlich gab es in den letzten Tagen wichtigeres, um das er sich kümmern musste, als das Schicksal einer zurückgekehrten Padawan. Doch irgendwo tief in sich, fragte sie sich, ob sie überhaupt auf eine Reaktion des Rates warten sollte. Von Zeit zu Zeit wurde es von einem Jedi verlangt, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Und irgendwo tief in Faiths Brust, wo sich seit Kelada ein harter Knoten gebildet hatte, regte sich ein Gedanke, den sie noch nicht ganz greifen konnte.

Sie kannte Eowyn El’mireth nicht. Sie konnte nach dieser Pressekonferenz nicht einmal sagen, ob sie Eowyn mochte. Aber sie respektierte, dass die Frau dort gesessen hatte. Dass sie nicht ausgewichen war und dass sie nicht versucht hatte, kleiner zu wirken, als sie ihre Entscheidung machte.

Vielleicht war das die Art Jedi, von der Faith lernen konnte.


[ Coruscant I Jedi-Tempel I Gemeinschaftsraum nahe der Kantine ]
Faith, Zweibein und etwa ein Dutzend Jedi (NSCs)
 
Coruscant - Jedi-Tempel - Nebenraum neben Pressesaal, mit Wes und Ian

Eowyn legte den Kopf leicht schief. Wes meinte es ernst... er war also einer ihrer Fürsprecher? Das war irgendwie... erleichternd zu hören. So sehr sein Verhalten sie verletzt hatte (und ihres ihn vielleicht auch), er war nun einmal lange Zeit ihr Freund, vielleicht gewesen. Zu wissen, dass er ihr Verhalten diesmal billigte, vielleicht sogar unterstützte, war gut zu wissen. Umso wichtiger war es, dass er direkt von ihr hörte, was ihrer Ansicht nach ihre Möglichkeiten waren - nachdem sie schon nicht bei der letzten Sitzung anwesend gewesen war.

Sie zuckte dann bei seiner Antwort die Schultern. Dass sie selbst nun verantwortlich war für das, was auf Kast geschehen war und nicht Ahna, war, verglichen mit dem, was mit der Pau'anerin geschehen war, nun wirklich das kleinere Übel. Ahna war
tot. Kaum etwas war furchtbarer als das. Und selbst, wenn sie überlebt hätte - wahrscheinlich hätte Eowyn dennoch die Schuld auf sich genommen. Wie hätte man erklären sollen, dass eine Diplomatin die Mission nach Bastion begleitet und dann den Mord an Allegious befohlen hatte? Gar nicht. Das alles war nichts, was vor einigen Tagen im Weltraum wichtig gewesen war, an so etwas hatten sie keinen Gedanken verschwendet. Niemand von ihnen. Und nun war die Lage eben, wie sie war.
Sie wusste nicht, ob Wes recht hatte damit, dass ihr Austritt nichts ändern würde. Nicht für das Imperium natürlich, aber für die Bevölkerung? Vielleicht würde es wirklich nichts ändern. Sie war nicht scharf darauf, es war nicht so, dass Eowyn sich einen Austritt wünschte... aber es stand außer Frage, dass sie tun würde, was notwendig war und was der Rat für sinnvoll hielt. Sie musste aufhören damit, andauernd zu widersprechen.


Ahna ist tot, ich bin es nicht. Über Fairness kann man da streiten... Vor allem, da es andersherum hätte sein müssen. Und was den Austritt angeht... Sicher, für das Imperium ändert sich nichts. Aber ich kann mir vorstellen, dass die Außenwirkung für die Republik nicht zu unterschätzen wäre. Auch, wenn ihr mich offiziell rausschmeißt. Aber ich bin nicht bewandert in Diplomatie oder der Einschätzung der Öffentlichkeit. Also wenn ihr denkt, dass es keinen Nutzen hat... Wieder ein Schulterzucken.
Du weißt, dass ich mich ohnehin nicht auf Dauer hier drin verstecken werde. Ihr lag auf der Zunge, dass sie durchaus in der Lage war, sich zu verteidigen, aber... aber.
Aber.
Eben nicht. Nicht
mehr.
Das macht dann wohl keinen großen Unterschied mehr. Ian sie warf ihm, der stumm am Fenster stand - wieso? -, einen kurzen Blick zu, wird schon auf mich aufpassen... und ganz hilflos bin ich trotzdem nicht. Immerhin hatte sie noch die Macht, nicht wahr?

Die Degradierung allerdings war wohl für Wes nicht so völlig ausgeschlossen. Er gab indirekt zu, dass er die versprochene Degradierung nie wirklich ernst gemeint hatte, was erneut einen Stich in ihr hervorrief. Immerhin war er ehrlich - aber warum hatte er sich darauf eingelassen? Einfach, damit sie Ruhe gab? Vielleicht. Vermutlich. Wieder etwas, von dem sie eigentlich gedacht hätte, dass es nicht so hätte sein sollen zwischen ihnen. Ob sie es Murrrar gesagt hatte? Nun ja, das war wohl nicht zu leugnen, und sie war nicht davon ausgegangen, dass es ein so großes Problem darstellen würde.
Ja, habe ich.
Aber eine Degradierung würde nicht funktionieren, wenn sie wirklich Ahnas Posten übernehmen sollte, da stimmte Eowyn Wes zu. Eine Anführerin der Schatten, die keine Rätin war - noch schlimmer, die einmal eine
gewesen war, das war... nein, das war undenkbar. Ja, Ahna hat entschieden, sagte Eowyn leise. Aber selbst sie hatte nicht die Autorität, den Rat zu übergehen. Und du weißt, dass die Schatten ohnehin eine Sonderstellung haben, wenn dann noch Uneinigkeit im Rat über die Führung herrscht... Ich... ich werde nicht darum kämpfen, Wes, ich will nicht noch mehr Zwietracht sääen.
Nein, Alexander ist vermutlich kein geeigneter Nachfolger,
stimmte sie ihm zu. Aber es gibt andere. Ich bin nicht die einzige Option. Und denk dran... als Ahna sich entschied, besaß ich noch einen funktionierenden Rücken. Die Lage hat sich geändert. Eine Anführerin der Schatten, die keine Rätin war - undenkbar. Eine Anführerin der Schatten, die im Schwebestuhl saß? Eigentlich noch schlimmer... Wobei in diesem Punkt noch nicht alles verloren war. Noch konnte sie kämpfen...

Wes hatte noch einmal recht; nämlich damit, abzuwarten. Ja, das war wohl die sicherste Option. Sie würden dem Kanzler damit etwas anbieten können, wenn er Köpfe rollen sehen wollte. Dann aber wurden Eowyns Augen groß. WAS? Noch
einmal so eine öffentliche Veranstaltung? Das war wohl nicht sein ernst. Bei einer Beförderung, sicher, vor allem bei dieser, die ja jeder hatte mitbekommen sollen, aber eine Degradierung?! Reicht... Sie räusperte sich. Reicht da nicht eine simple Pressemeldung? Sie hatte so etwas von genug von Holokameras. Und ja, sie hatte sich diese Degradierung gewünscht, aber öffentlich? Eowyn schluckte hart. Das war eine Demütigung, die sie treffen würde - obwohl sie mit der Sache an sich völlig einverstanden wäre. Aber wenn es sein muss... murmelte sie hinterher und senkte den Blick. Was machte es schon für einen Unterschied? Gar keinen mehr. Nicht ein bisschen, nicht nach dem, wie die Reporter sie auseinandergenommen hatten.

Dann aber hob sie wieder verwirrt den Kopf. Wes wollte ihre
Beförderung nachholen? Langsam kam sie nicht mehr mit. Degradierung, Beförderung... Und was hatten sie nur alle damit, dass Brianna und sie nicht den gleichen Rang bekleiden konnten? Das ist doch völlig egal... Wusste Wes außerdem gar nicht, dass sie die Echani nach Bastion hatte gehen lassen? Gerade wollte sie ihn etwas kleinlaut fragen, als sich die Tür zum Raum öffnete. Sofort schloss Eowyn wieder den Mund - das alles ging niemanden etwas an.
Ian trat zu ihr, als Wes sich dem Neuankömmling - einer ziemlich hübschen Frau, typisch - umwandte. Müde war er... Ja. Das war offensichtlich. Ob er überhaupt geschlafen hatte? So wie sie ihn kannte... oder gekannt hatte... Gut möglich, dass da nicht eine einzige Stunde Schlaf gewesen war.
Seine Miene war undurchdringlich, seine Abschirmung saß. Aber dass er sich abgewandt hatte, dass er sich nicht zu Wes und ihr gestellt hatte... stimmte etwas nicht?

Natürlich stimmte etwas nicht, nichts stimmte.
Sie stimmte nicht, allen voran, und dann diese Konferenz... was erwartete sie? Eowyn nickte. Du hast dich wunderbar geschlagen, sagte sie leise. Sie wollte diese Barriere zwischen ihnen nicht mehr spüren. Sie wollte nicht, dass sich alles so fremd anfühlte, so... falsch. Alles war falsch. Einfach alles. Da war nicht eine Berührung gewesen seit ihrem Händehalten auf dem Podium, weder von ihr, noch von ihm ausgehend. Das... Falsch.
Geh nur, sagte sie leise und versuchte sich an einem ehrlichen Lächeln. Sie wusste, wie sehr Ian kleinere Räume verabscheute, besonders in brisanten Situationen. Es hatte nichts mit ihr zu tun. Nichts. Ich schaffe das nicht mehr. Und sie wollte auch nicht. Draußen war die Gefahr, irgendjemandem über den Weg zu laufen, größer als auf dem direkten Weg zurück in ihr Krankenzimmer. Und das letzte, was sie wollte, war jetzt irgendwelchen Jedi Rede und Antwort stehen. Ich bin stolz auf dich, gab sie ihm noch mit, bevor Ian den Raum verließ. Quasi zusammen mit der atemberaubenden Frau, so dass Wes und sie nun alleine waren.

Wes, sie, und irgendetwas, das Wes in der Hand hielt.

Er kam zu ihr zurück und hielt ihr das Ding hin - ein Plüsch-Gizka, wie sie erkannte. Mit einer Schleife, auf der irgendetwas stand. Er hatte...
Was?
Eowyn starrte Wes an, während sie automatisch blind nach dem gleichzeitig vor allem süß, aber auch minimal unheimlich aussehenden Stofftier griff. Er hatte...
Was?
Nun ja, er hatte
allen die eins brauchten eines mitgebracht. Nicht nur ihr. Andererseits... Hatte er dennoch irgendwie an sie gedacht. Und ausgerechnet von Wes hätte sie am allerwenigsten ein Plüsch-Gizka erwartet. Gut, vielleicht noch weniger von Marrev oder Ahna, aber... Wes rangierte doch relativ weit hinten in der Liste. Was bei allein Sonnen bedeutete das? Oder bedeutete es einfach... gar nichts?
Sie räusperte sich.
Danke, sagte sie leise, und da blickte sie doch auf den Gizka herunter. "Werd bald gesund" stand auf der Schleife, konnte sie jetzt erkennen. Diese Geste war... überaus unerwartet und seltsam einfühlsam. Ein Friedensangebot? Oder einfach nur... ein Gizka? Aber vielleicht war das der Moment, in dem sie doch noch wenigstens hier etwas herumreißen konnte. Die Situation mit Ian und ihr war verworren, Aketos nicht mehr da, Brianna irgendwo zwischen Exekution und Überleben unterwegs und Mellah... nun, an Mellah brauchte Eowyn nicht einmal denken, denn sie hatte sie schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Malek kannte sie erst seit wenigen Tagen, Elise stand an der Schwelle zum Tod. Und Wes... ja. Da war dieser Graben. Und wenn sie jetzt nichts sagte... Tut mir Leid, wie ich damals vor Bastion auf deine Nachrichten reagiert habe, kam schließlich leise aus ihrem Mund, und sie atmete innerlich auf. Da. Es war gesagt. Der Anfang gemacht. Ich hätte nicht so emotional werden dürfen. Sie blickte endlich wieder nach oben, in Wes' Augen. Ich stehe zu dem, was ich gesagt habe, inhaltlich, aber... die Art und Weise war absolut nicht richtig. Es war ein furchtbarer Schock für mich, und ich war... bitterlich enttäuscht, dass ausgerechnet auch du nach diesem Gespräch, das wir hatten, meine Ansicht so übergangen hast. Trotzdem hätte ich dich niemals so angreifen dürfen. Niemals. Es tut mir ehrlich Leid, Wes.

Coruscant - Jedi-Tempel - Nebenraum neben Pressesaal, mit Wes
 
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