Coruscant

[ Kernwelten / Corusca-Sektor / Coruscant / Senatsdistrikt / In der Nähe des Jeditempels ] Jorti, sowie (NPCs) Passanten

Jorti konnte nicht sagen, ob man ihn beim Verlassen des Gleiters gestoßen hatte, oder ob er selbstständig gestürzt war. Vermutlich war es auch gar nicht mal so wichtig. Schmerzhaft kam er mit dem Gesicht voran auf dem Boden auf und hätte fast den kostbaren kleinen Holoprojektor verloren, den die Fischfrau ihm in die Hand gedrückt hatte.

Jorti fluchte, setzte sich auf und zog das kleine Gerät wieder schützend an seine Brust. Nein! Das durfte nicht kaputtgehen. Auf keinen Fall. Sie hatte sich klar ausgedrückt! Credits würde er von ihr nur bekommen, wenn er die Aufgabe ausgeführt hatte, die sie ihm aufgetragen hatte. Komische Fischfrau. Warum hatte sie ihm die Credits nicht gleich geben können? Dann hätte er sich vorher noch ein bisschen
Gold gönnen können und wäre schon viel entspannter an die Sache herangegangen. Verstand er nicht.

Langsam und übertrieben vorsichtig rappelte er sich auf. Tief atmete er durch, überprüfte, dass dem Holoprojektor auch wirklich nichts passiert war und atmete auf. Alles in Butter. Seine Gold-Credits waren sicher.

Neuen Mutes strich der
Zeltron sich mit der freien Hand die blauschwarzen Haare glatt und ging los.

Es war ungewohnt so weit oben zu sein. Die Sonne schmerzte in seinen Augen und verlieh seiner Haut einen ganz eigenartigen Rotton. Tief, fast schon ins Violette. So ganz anders als das kränkliche rot im Licht der Funzeln der tieferen Ebenen. Früher hatten ihn die Mädels auch gerne mal hübsch genannt. Vor allem, wenn er selbst interessiert gewesen war…

Aber warum dachte er denn jetzt DARAN? Das war grade wirklich nicht so wichtig.


„Fokus, Jorti!“, sagte er im Gehen zu sich selbst. „Je schneller du bist, desto schneller kriegst du Credits und desto schneller bist du high und desto schneller ist alles wieder gut!“

Nervös kratzte er mit der freien Hand die Stelle in seinem Nacken, die schon eine ganze Weile nicht mehr so wirklich verheilen wollte. Das Kratzen half natürlich genau gar nicht und jetzt tat es auch noch weh. Au…

Immerhin war es nicht schwer sein Ziel (Faith) auszumachen. Wie die Fischfrau im Vorbeifahren gesehen hatte, stand das Menschenmädchen noch immer in Gedanken auf einer Überführung. Von weitem hatte Jorti das nicht gesehen, aber eigentlich war sie echt hübsch. Vielleicht ein bisschen jünger als er, etwas kleiner. Aber auf jeden Fall mit mehr auf den Rippen. Das war aber auch echt nicht schwer. Wieder kratzte er sich im Nacken.

Früher einmal wäre es Jorti schwer gefallen einfach so jemanden Fremdes anzusprechen. Diese Tage waren vorbei.

Wie beiläufig trat er zu ihr auf die Überführung, schlenderte ein paar Schritte und tat so, als wäre sie ihm erst jetzt ins Auge gefallen. Nicht, dass sie das bemerkt hätte, sie starrte ja immer noch auf den Marktstand unter ihr. Aber ihrem Droiden fiel es auf. Was so ein kleines Ding wohl wert war? Er kannte sich nicht aus, aber Droiden waren Droiden…


„Hey, äh, Faith?“, nannte Jorti den Namen, den die Fischfrau ihm genannt hatte. Den hatte er sich eingeprägt. War ja auch wichtig! Im Stehenbleiben warf er seine Pheromone an. Er hatte gelernt, wie praktisch das war, um nicht sofort ignoriert zu werden. „Haha, witzig dich hier zu sehen… Ich bin ein Freund von, äh…, Arlen.“ Für den zweiten Namen hatte er etwas länger gebraucht. Waren ja auch zwei Silben und damit schwerer. Jorti kratzte sich im Nacken.

„Sag mal, hast du vielleicht ein paar Credits locker? Ganz blöde Geschichte, mir wurde eben mein Beutel abgezogen und ich hatte noch kein Tramticket für den Rückweg gekauft…“

Das war zwar nicht der Auftrag, aber fragen kostete ja nichts. Das war das Beste daran. Credits waren Credits und dem Gold war es egal, wer die beigesteuert hatte. Der Auftrag lief nicht weg…


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[ Coruscant I Tempel-Distrikt I Überführung über einem Marktstand ]
Faith, Zweibein & Jorti


Etwas überrumpelt drehte Faith sich herum, als sie plötzlich ihren Namen hörte. Für den Bruchteil einer Sekunde geschah dann etwas sehr Merkwürdiges. Das Gesicht vor ihr ließ ihr Herz einen kleinen Satz machen. Rote Haut, dunkles Haar, ein attraktives Gesicht und eine Präsenz, die ihr für einen vollkommen irrationalen Moment vertraut erschien. Ihr erster Gedanke galt Arlen. Nicht dem Arlen, den sie vor seiner Abreise zuletzt gesehen hatte. Dessen Gesicht Mariams Folter für immer verändert hatte, sondern dem unversehrten Sith aus der Zeit davor. Faith brauchte einen Moment zu lange, um den Gedanken als völligen Blödsinn zu erkennen. Dieser Mann, offensichtlich ein Zeltron, sah Arlen auf den zweiten Blick überhaupt nicht ähnlich. Und trotzdem reagierte ihr Körper mit einer Wärme auf seine Nähe, die überhaupt keinen Sinn ergab.

Zweibein schien weniger beeindruckt. Der Droide wackelte bereits an der Rückenhalterung herum und ließ ein paar misstrauische Töne hören, während Faith noch zu verwirrt war, um vollends begreifen zu können, was hier geschah. Dann stellte der Fremde sich als Freund Arlens vor und die seltsame Empfindung geriet in den Hinterrang.


„Freund von Arlen?“, fragte sie gutmütig.

Ihre Aufmerksamkeit galt nun vollständig dem rothäutigen Mann. Natürlich konnte Faith nicht jedes Wesen kennen, dem Arlen irgendwann mal begegnet war. Erst recht nicht nach der langen Zeit, die sie sich nicht gesehen hatten. Dass irgendein Fremder sie auf einer Überführung mitten auf Coruscant beim Namen ansprach und zufällig mit ihrem Freund bekannt war, schien trotzdem ein ausgesprochen großer Sprung zu sein. Sie wollte bereits fragen, woher sie sich kannten, als der Fremde seinerseits mit einer völlig anderen Frage vorpreschte. Credits. Sein Beutel war gestohlen worden und nun fehlte ihm das Geld für die Tram.

Faiths Gesicht entspannte sich etwas. Das war alles? Vielleicht hatte Arlen ihm irgendwann von ihr erzählt. Oder er hatte sie mal gemeinsam gesehen. Warum auch immer er gerade ausgerechnet sie um Hilfe bat, ein paar Credits würden sie nicht umbringen.


„Äh, klar. Moment.“

Die Padawan griff in das Innere ihrer Robe und zog ihren darin verstauten Credit-Chip heraus. Dabei bemerkte sie erneut dieses merkwürdige Ziehen, das von dem Zeltron ausging. Und dieses Mal erkannte sie, was daran so ungewöhnlich war. Die Attraktivität, die sie ihm gerade noch zugeschrieben hatte, fühlte sich nicht wie ein Gedanke von ihr selbst an. Irgendwas beeinflusste ihre Wahrnehmung. Faith kannte die besonderen Eigenschaften von Zeltrons gut genug, um eine naheliegende Erklärung dahinter zu sehen und warf ihm einen kurzen, nun deutlich skeptischeren Blick zu.

Das allein war noch kein Grund, ihm die Credits zu verweigern. Vielleicht war er einfach verzweifelt und nutzte alle Mittel, die er hatte. Dann aber regte sich etwas anderes. Die Macht.

Sie verriet Faith, dass hier was nicht stimmte. Die junge Frau folgte dem Gefühl zu seinem Ursprung. Sie nahm Nervosität wahr. Ein Ziel, das nicht zu dem passte, was er ihr gerade erzählte. Vor allem spürte sie aber den Bruch zwischen seinen Worten und seiner Absicht.

Er log.

Faith ließ die Hand langsam wieder aus der Robe gleiten. Ihre Haltung wurde nicht aggressiv, und auch Zweibein bekam kein Zeichen von ihr, irgendetwas zu unternehmen. Sie betrachtete den Fremden lediglich etwas genauer. Seine Erscheinung, die in Wahrheit viel weniger von der Attraktivität hatte, die sie ihm anfänglich zugeschrieben hatte, das Kratzen im Nacken. Wenn sie ihn geschickt hatten, um ihr Kopfgeld einzusacken, konnten sie nicht sehr viel von Faith halten.


„Okay“, sagte sie, während sich ihre Augenbrauen leicht zusammenzogen. „Bevor ich dir irgendwas gebe: Warum lügst du mich an?“

Sie ließ ihm kaum Gelegenheit, lange nach einer Ausrede zu suchen.

„Woher kennst du meinen Namen? Und Arlens?“

Faith verschränkte nun die Arme vor der Brust. Ihre Stimme blieb ruhig.

„Versuch’s doch diesmal mit der Wahrheit.“

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Faith, Zweibein & Jorti
 
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Ein breites Lächeln breitete sich auf Jortis roten Zügen aus, als Faith einen Creditchip aus ihrer Robe herausholte. Er war nicht besonders viel Wert, aber er war da nicht wählerisch. Jedes Bisschen half. Jorti schluckte, als ihm beim Anblick des Geldes das Wasser im Mund zusammenlief.

Und dann – oh, grausame Galaxis! – stockte die junge Frau. Der Creditchip wanderte wieder in die Robe und er biss sich auf die Lippe. Oh nein, warum, was hatte er falsch gemacht? Er spürte ihren Blick auf sich, kratzte sich nervös im Nacken.

Für einen Moment begegneten sich ihre Blicke, hastig schaute er weg. Dennoch schien diese Faith etwas gemerkt zu haben. Ihre Brauen zogen sich zusammen und sie fragte, warum er sie angelogen hatte.


„Ichabgarnigelogn…“, log er und verlagerte sein Gewicht von einem Bein aufs andere. Verdammt. Normalerweise war er doch besser in sowas! Normalerweise konfrontierten ihn Leute nicht so direkt mit dem Blödsinn, den er ihnen für Credits erzählte.

Faith fragte direkt woher Jorti ihren Namen kannte, und den Arlens. Ruhige Stimme, verschränkte Arme. Er solle es doch noch einmal mit der Wahrheit probieren. Unbehaglich kratzte Jorti sich im Nacken.

Dann fiel es ihm wieder ein! An sich gab es ja eigentlich gar kein Problem! Er war nur darin gescheitert ihr Credits aus den Rippen zu leiern. Natürlich! Der Auftrag! Verdammt, das hatte er ja schon wieder fast vergessen! Tief holte er Luft und leckte sich über die Lippen. Er würde schon noch seine Credits bekommen! Gleich. Er musste sich…nur daran erinnern was ihm aufgetragen worden war…


„Also, äh, ja. Also nein, ich kenn den Arlen jetzt nicht so direkt persönlich. Aber ‘n Freund bin ich trotzdem“, begann Jorti wieder. Wie schön, dass es auf einmal doch gar nicht mehr so warm auf der Überführung war, wie grade noch. „Äh, wie würdest du sonst jemanden nennen der ‘ne Nachricht von seinem Papa hat?“

Jorti biss sich auf die Lippe und grinste. Er kratzte sich im Nacken. Dann enthüllte er den kleinen Holoprojektor, den er bis grade in der anderen Hand verborgen gehalten hatte…und aktivierte das kleine Gerät mit einem Knopfdruck.

Das
holografische Standbild eines metallenen Tisches erschien, an dem ein kleines, geschupptes Alien saß. Erst auf den zweiten Blick sah Jorti die Handschellen, mit denen es an die Mitte des Tisches gefesselt worden war…und dann fiel ihm auch die Spezies wieder ein. Aleena. Ein männlicher Aleena, wenn ihn nicht alles täuschte. Langsam begann sich das Hologramm über dem kleinen Holoprojektor zu drehen.

„Also, äh, hat leider keinen Ton und ist glaube ich auch gar kein Video. Aber…ich soll sagen, äh, Arlen kann seinen Vater auf Truuine abholen. Dort, äh, soll er wohl für, irgendwie, Schäden aufkommen. Scheint, als hätte er da irgendwie was kaputt gemacht. Oder so.“ Jorti leckte sich über die Lippen und kratzte sich am Nacken, während er versuchte sich daran zu erinnern, ob er noch etwas hatte sagen sollen. „Äh, also du kannst das Ding hier haben, Faith. Ist ja irgendwie schon die Nachricht. Kannst du ihm ja, äh, dann geben, wenn du ihm siehst.“

Verlegen streckte er ihr den Holoprojektor hin. Nach kurzem Zögern fügte er hinzu: „Also ich glaube die Credits als, äh, Finderlohn wäre jetzt schon irgendwie korrekt…“


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Coruscant - Jedi-Tempel - Trainingsraum, Nikis und Sarina

Sarina lächelte Nikis an. Sie frage Nikis ob er Ian überhaupt kannte, er vermutete das sein bisheriges verhalten genug Beweis zur Annahme gewesen war, aber der Förmlichkeit darum antwortete er trotzdem “Nein leider” oder zum Glück “hatte ich noch nicht die Ehre ihn kennenzulernen.”. Sarina fing dann an ihm Ian‘s Perspektive zu erklären, doch betonte, dass sie seine genauen Beweggründe nicht kannte, Nikis hörte gespannt zu, auch wenn seine Meinung sich nicht ändern würde, waren die Worte einer Meisterin immer wichtig.

Dann erwähnte die Meisterin Zellen und Nikis verstand, wo ihre Meinungen auseinander gingen. Wenn es um die Natur der Macht geht, gibt es in großen zwei Denkschulen, einmal die biologische und die spirituelle, Sarinas Argument schien mehr von der biologischen Seite auszugehen, während Nikis’ mehr bei der spirituellen war. Mit dieser neuen Erkenntnis erwiderte er das lächeln der Meisterin
„Ich danke dass du dir die Zeit genommen hast mir deine Position zu erklären, viele verschiedene Meinungen sind wichtig um das Gesamtbild zu verstehen, und als Anwärter ist meine Ansicht noch etwas begrenzt“ Nikis versucht seinen höflichen Ton etwas zu unterdrücken da die Meisterin erneut etwas Frustration darüber geäußert hat.

Mit beiden in Zustimmung die Konferenz erstmals bleiben zu lassen und stattdessen zu trainieren, wurde das Thema dann ohne weiteren Kommentar beendet. Als Sarina fragte, was Nikis sich als Trainingseinheit vorstellen würde, gab er eine relativ offene Antwort, darauf antwortete Sarina, dass sie die Entscheidung ihm überlassen hat und das sie schon sagen würde, wenn sie mit etwas nicht in Ordnung wäre.
“Das würde ich natürlich nie anzweifeln, ich würde nur meinen das als Anwärter, auch wenn ich versucht habe möglichst viel zu lernen, so ziemlich bei jedem Thema bei null anzufangen und ihr deshalb eine bessere Aussicht habt wo man anfangen sollte.“ Nikis fiel auf das er etwas abgeschweift ist und schüttelte den Kopf „Naja das ist nicht mehr relevant, ich danke eu.. dir das du meinen Vorschlag angenommen hast“

Sarina stand auf und hielt ihn eine Hand hin, um beim Aufstehen zu helfen, welche er annahm. Sie schlug vor, dass sie sich zu einem der Gärten für das Training begeben und Nikis stimmte mit einem positiven Ton zu. Doch erst musste sie die Elektronik aufräumen, es sollte ja nicht am nächsten, der den Trainingsraum benutzen wollte hängenbleiben, Sarina fing an und Nikis unterstützte sie so gut wie möglich.

Als die Beiden am Aufräumen waren, öffnete sich die Tür zum Trainingsraum und hinein tretenden zwei Nicht-Menschen, deren Spezies er nicht genau zuordnen konnte. Nikis überlegte kurz was er sagen sollte, doch zum Glück übernahm eine der Neuankömmlinge und Sarina die Initiative. Sarina schien eine der Personen schon zu kennen, denn sie nannte diese beim Namen, Nebbra, Nikis wusste nicht genau wie und ob er sich einbringen sollte, also räumte er die letzten paar Sachen weg. Sein Ohren spitzen sich etwas als er seinen Namen hörte, es schien nicht um ihn zu gehen aber scheinbar war die andere Person ein Neuzugang, gut zu wissen das die angebliche Kontroverse die er mit Sarina bis grade eben durchgekaut hatte, ihre Rekrutierungszahlen scheinbar nicht in den Keller geschossen hatten. Mit allem Equipment ordnungsmäßig weggeräumt stellte Nikis sich etwas versetzt hinter Sarina und hörte dem Rest der Konversation zu.

Viel mehr gab es allerdings nicht zuzuhören, denn schon bald verabschiedete sich Nebbra und überließ ihren Schützling, scheinbar Tari genannt, an Sarina. Tari bestätigte kurz darauf nochmal seinen Namen mit einer formellen Vorstellung, erst Sarina, dann zu Nikis Überraschung ihm gegenüber. Um einen ersten Guten Eindruck zu machen erwiderte Nikis die Verbeugung von Tari
“Um die Wörter der Meisterin nochmal zu echoen, willkommen bei den Jedi, wie bereits erwähnt ist der Name Nikis, Nikis Gios, um genau zu sein. Es ist mir eine Ehre.” Vielleicht hatte er es etwas zu dick aufgetragen, besonders für einen Anwärter, doch in solchen Fällen glaubte Nikis an lieber zu viel als zu wenig.

Nach ein paar Worten, hauptsächlich darüber, was sie vorhatten, machten sie sich auf die Suche nach einem leeren Garten. Auf dem Weg sprach Tari Nikis an, er fragte ihn, ob er ein ‘richtiger Padawan’ sei. Nikis rieb sich den Hinterkopf mit einer Hand,
“Beim richtigen Padawan muss ich leider enttäuschen, ich bin nur ein Anwärter. Ihr müsst mich übrigens nicht siezen, es sei denn, ihr bevorzugt es so, wir sind ja alle Jedi hier.” sagte er mit einem Lächeln, das er sich versucht hatte, bei Sarina über ihre Zeit zusammen anzugucken. Nikis dachte, es wäre fair, eine Gegenfrage zu stellen, damit die Reise durch den Temple etwas schneller verging und aus eigener Neugier. “Sag was hat dich dazu getrieben, den Jedi beizutreten,” er addierte schnell, "wenn es nicht zu persönlich ist.” Die beiden unterhielten sich noch etwas, bis sie schließlich einen der Gärten erreichten.

Der Garten war eine Kulisse aus Farben, Pflanzen aus aus den mehreren dutzenden Ökosystemen der Galaxis, die Irgendwie durch die Grünen Daumen der Gärtner hier Harmonieren, Nikis betrachtete noch etwas das Farbenspiel bevor er sich entschloss mit guten Beispiel voran zu gehen und sich einen relativ angenehmen Platz zum hinsetzen, auf dem Boden, suchte.


Coruscant - Jedi-Tempel - in einen der Gärten, Nikis, Tari und Sarina
 
[ Coruscant I Tempel-Distrikt I Überführung über einem Marktstand ]
Faith, Zweibein & Jorti


Faith zeigte zunächst keine Regung, als der Zeltron zugab, dass er Arlen tatsächlich nicht persönlich kannte. Dann hatte sie also Recht. Doch kein Freund von Arlen. Seine erste Lüge war dabei fast beleidigend schlecht gewesen. Ohne die Macht wäre sie aber vielleicht sogar auf sie hereingefallen. Was danach kam, überraschte sie aber noch viel mehr. Der Fremde kannte Arlen zwar nicht persönlich, behauptete aber trotzdem weiterhin so etwas wie ein Freund zu sein, weil er eine Nachricht von dessen Vater hatte.

Faith löste die vor der Brust verschränkten Arme und richtete sich ein wenig gerader auf. Von der Familie ihres Freundes wusste sie so gut wie gar nichts. Zu ihrer Beschämung hatte sie bisher auch keinen Grund gesehen, ihn danach zu fragen. Sie dachte, dass er darüber sprechen würde, wenn es irgendetwas zu sagen gab. Dass nun ausgerechnet irgendein wildfremder Zeltron mitten auf Corsucant mit einer Nachricht seines Vaters vor ihr stand, war jedenfalls nicht die Art gewesen, wie sie mehr über sein Leben hatte erfahren wollen.

Als der Fremde dann einen kleinen Holoprojektor aktivierte, wanderte ihr Blick auf die darüber entstehende Projektion. Zunächst sah Faith nur einen metallenen Tisch und das kleine geschuppte Wesen, das daran saß. Es dauerte eine Sekunde, ehe sie die Handschellen bemerkte. Augenblicklich wurde ihr Blick ernster. Was sah sie sich da an? Das Wesen, augenscheinlich ein Aleena, war damit an den Tisch gefesselt worden. Während sie das sich drehende Hologramm beobachtete, hörte die Padawan der etwas wirren Erklärung möglichst aufmerksam zu. Truuine. Das war das System, zu dem ihr Gefangenentransporter von Kelada aus hatte aufbrechen sollen, ehe die Jedi ihn gekapert und nach Denon geführt hatten. Waren das die Schäden, von denen er sprach? Aber das erklärte noch lange nicht, warum man einen Aleena-Mann in Handschellen an einen Tisch fesselte und anschließend einen fremden Zeltron losschickte, um Arlen … oder Faith … diese Information zukommen zu lassen. Und was hatte das mit Arlens Vater zu tun? Dachte derjenige, der diesen Auftrag erteilt hatte, Faith wüsste nicht, zu welcher Spezies ihr eigener Freund gehörte? Jedenfalls glaubte sie nicht, dass dieser Zeltron sich das alles ausgedacht hatte. Die Macht gab ihr auch keinen Hinweis darauf. Er hatte zuvor zwar gelogen, doch in seinen neuerlichen Ausführungen erkannte Faith keine Unwahrheit mehr. Was bedeutete, dass er selbst glaubte, was er sagte.


„Wer hat dir das gegeben?“, fragte sie in neutralem Tonfall, während sie die Hand ausstreckte, um die Projektion entgegen zu nehmen. Arlen war nicht auf Coruscant. Faith wusste weder, wann seine Mission endete, noch wollte sie ihm währenddessen eine Nachricht schicken, falls sich das hier alles als schlechter Scherz oder absoluten Humbugs herausstellte. Sie wollte den Projektor mitnehmen. Danach würde sie herausfinden müssen, was sie damit anstellte. Vielleicht wusste der Fremde aber noch mehr, als er bisher erzählt hatte.

„Dir geht’s nicht gut. Lass mich mal sehen“, nur die Handbewegung kündigte den Gedankentrick an.

Danach umrundete sie den Zeltron und sah sich den Ausschlag im Nacken an, an dem er ständig und inzwischen wenig unauffällig herumkratzte.


„Wie ist dein Name?“

Schlechte Wundheilung. Mangelnde Hygiene. Sie hielt die Hand darüber, schloss für einige Sekunden die Augen und ließ ihre Machtsinne in die schroffe Haut hinabgleiten. Ein gestörtes Immunsystem. Irgendwas im Blut, was da nicht hingehörte.

„Du nimmst Drogen“, schloss sie. Das erklärte die anhaltende Nervosität. War das eine Erklärung? Ein halluzinierender Verschwörungstheoretiker? Hatte er irgendwie aus den Medien vom Kopfgeld auf Arlen und Faith erfahren und sich nun irgendeine Geschichte ersponnen, um an Credits zu kommen? Aber woher dann diese Projektion?

Was immer es war, der Mann brauchte selbst alle Hilfe, die er kriegen konnte.


„Ich kann dir hier und jetzt mit dem Ausschlag helfen“
, sagte sie, während sie bereits die heilende Energie der Macht auf seine Zellen übertrug. „Aber wenn du langfristige Hilfe benötigst, musst du mit mir in den Tempel kommen. Wir haben Heiler. Eine ganze Krankenstation. Wir können dir helfen.“

Der Ausschlag war keine Herausforderung für ihre Fähigkeiten. Chesara gebührte der Dank. Die langwierige Vergiftung in seinem Blut und die Drogensucht waren aber eine ganz andere Stufe.

„Wir helfen dir ganz unabhängig davon, ob du mir nun alles erzählst, woran du dich erinnerst. Aber ich muss es wissen: Wer hat dir das gegeben? Wer hat dich geschickt? Ohne Tram. Ohne angeblich gestohlenen Beutel. Arlen ist kein Aleena, also wer ist das auf der Projektion? Erzähl mir einfach das, was wirklich passiert ist.“

Nun trat sie wieder vor ihn, lenkte die Macht in die Überzeugungskraft ihrer Stimme und machte erneut die entsprechende Handbewegung. „Erzähle mir alles.“

Zweibein regte sich währenddessen auf ihrer Rückenhalterung und gab eine kurze Folge skeptischer Binärtöne von sich. Faith hieß ihm mittels Blick über die Schulter, still zu sein.


[ Coruscant I Tempel-Distrikt I Überführung über einem Marktstand ]
Faith, Zweibein & Jorti
 
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„Äh, ja, so ’ne komische Tante, ne?”, antwortete Jorti auf die Frage des Mädchens wer ihm den Holoprojektor gegeben hatte. Er händigte ihr das kleine Gerät aus, auch wenn sie seine Frage nach Finderlohn unbeantwortet ließ. Schon irgendwie etwas frech, so.

Aber jetzt auch klar, dass diese Faith nichts mehr rausrücken würde. Zeit zu gehen und sich wenigstens die sicheren Credits abzuholen…


‚Lass mich mal sehen’. Die Worte drangen mit einer Intensität in Jortis Geist, die nur von ihrer Sinnhaftigkeit überboten wurden. Ja, das war eine gute Idee! Faith klang, als wüsste sie, was sie tat, und er fühlte sich ja wirklich ein bisschen krümpelig. Wo sie nun schon einmal hier waren, war es doch nur logisch sich von ihr auch untersuchen zu lassen. Sollte er sich vielleicht etwas freimachen? Ach, das würde sie ihm schon sagen.

„Jorti Conoc“, erwiderte Jorti wahrheitsgemäß auf Faiths Frage nach seinem Namen. Er versuchte gleichzeitig sie im Blick zu behalten und ihrem offensichtlichen Wunsch nachzukommen, sie einen Blick auf seinen Nacken werfen zu lassen. Zweiteres gewann.

„Ahh, nee, was sind schon Drogen…“ Ihr Kommentar hatte für Jortis Ohren mehr nach Vorwurf als Frage geklungen. „Ab und an gönnt man sich eben ein kleines bisschen was…“

Die Klarstellung schien nicht geholfen zu haben. Jorti wand sich unter ihrem Hilfsangebot. Krankenstation, Heiler…im Jedi-Tempel mochte er zwar noch nicht gewesen sein, doch er kannte die Sorte. Die würden ihm nur wieder sein Gold wegnehmen, einmal sein Hirn auf links krempeln und in ein paar Wochen war er dann sowieso wieder hier. Den Aufwand konnte man sich sparen. Vor allem das mit dem Gold.

Während Faith nun auf einmal alles ganz genau wissen wollte, suchten Jortis Augen schon wieder nach dem Ausgang. Sie war eine Jedi, so viel hatte er begriffen, aber sie sah für ihn jetzt nicht so aus, als könne sie besonders schnell laufen…


‚Erzähle mir alles’. Ja gut, das war wiederum ein Argument, das Jorti nicht bedacht hatte. Warum weglaufen, wenn er ihr auch einfach alles erzählen konnte? Was hatte er schon zu verlieren und da war ja immer noch dieser Creditchip in ihrer Robe. Vielleicht, wenn er ganz besonders gründlich war, würde sie ihm ja das Geld doch noch geben…? Ja, das machte Sinn! Jedi halfen Bedürftigen, das hatte sie ja selbst gesagt! Wer konnte bedürftiger sein als Jorti?

Was hatte sie jetzt nochmal wissen wollen?


„Ja, so ‘ne Olle hat mir das eben gegeben, wie gesagt…“, begann Jorti nachdenklich. Wie beschrieb man so jemanden am besten? „Hat sich jetzt nicht unbedingt vorgestellt, irgendwie, äh, aber gut angezogen, blau, so ‘ne Fischfrau eben. Mit Kiemen am Hals.“ Reflexhaft kratzte er sich am Nacken, doch auf wundersame Weise, tat das gar nicht weh! Es juckte nicht einmal mehr! „Ich saß halt irgendwie so rum, ‘ne? Da kam die auf einmal, äh, so ran und fragte ob ich ein paar Credits verdienen will. Hab‘ ich natürlich, äh, ja gesagt und dann hat sie mich in ihrem Gleiter bis hier hoch mitge-äh-nommen und dann im Vorbeifahren auf dich gezeigt, ne? Hat dann erklärt du bist Faith und ich soll dir, äh, ne Nachricht von, äh, nein, an so nen Arlen mitgeben. Mit dem Holoprojektor und irgendwie so was ich grade erzählt habe, ne? Sicher, dass, äh, Arlen kein Aleena is, ich mein, ist ja sein Papa auf dem Projektor, äh, also sagte sie zumindest. Meinst du ich hab‘ dich verwechselt, also, äh, die falsche Faith und jetzt krieg ich doch die Credits nich?“

Oh, Scheiße, was ein Gedanke! Hastig sah Jorti sich um, auf der Suche nach irgendetwas, was ihn an mehr Details erinnern konnte. Faith ja darum gebeten ihr alles zu erzählen und ihn beschlich das Gefühl, dass er schon wieder die Hälfte vergessen hatte. Wenn sie nun die einzige war, die ihn am Ende bezahlen würde…

„Ähhh“, sagte er, und dann plötzlich: „Oh! Da, guck mal, da ist sie ja!“

Jorti streckte er die Hand aus und zeigte auf einen grauen Gleiter mit geschlossenem Cockpit und abgedunkelten Scheiben, der ein paar Stockwerke über ihnen an einer Halteplattform aufgesetzt hatte. Offensichtlich war die Bewegung nicht unbemerkt geblieben, denn just in diesem Moment setzte sich das Fahrzeug in Bewegung und reihte sich in den Nachmittagsverkehr ein…


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Faith, Zweibein & Jorti


Faiths Blick folgte dem ausgestreckten Arm des Zeltron, der offenbar Jorti hieß, und brauchte einen Augenblick, um zwischen den zahlreichen Ebenen, Plattformen und vorbeiziehenden Fahrzeugen überhaupt zu erkennen, worauf er zeigte. Ein grauer Gleiter stand einige Stockwerke über ihnen. Geschlossenes Cockpit, verdunkelte Scheiben. Viel mehr konnte sie auf der Schnelle und aus dieser Entfernung nicht erkennen. Allerdings machte der Umstand, dass der Gleiter sich ausgerechnet in diesem Moment in Bewegung setzte, es sehr verdächtig. Außerdem spürte sie abermals keine Lüge bei Jorti. Die Aufmerksamkeit der Padawan war vollends darauf gezogen. Der Gleiter hob ab, schob sich in eine Lücke des Nachmittagsverkehrs und drohte binnen weniger Sekunden zwischen Hunderten anderer Fahrzeuge zu verschwinden.

Faiths erster Impuls war vollkommen klar: Hinterher.

Sie kletterte bereits auf die Brüstung und suchte mit ihrem Blick den schnellsten Weg nach oben. Sie würde einige größere, in kurzer Abfolge aufeinander folgende Machtsprünge einsetzen müssen, aber sie hielt es für möglich. Dann holte ihr Verstand jedoch den Rest der Situation zurück. Sie konnte Jorti hier nicht einfach zurücklassen. Der Zeltron war offensichtlich drogenabhängig und für irgendwelche zwielichtigen Zwecke eingespannt worden. Er hatte ihr die Nachricht überbracht, seine Auftraggeberin offenbart und damit vermutlich mehr getan, als man von ihm verlangen konnte. Wenn diese ominöse Frau tatsächlich in diesem Gleiter gesessen und von dort oben das Gespräch beobachtet hatte, wusste sie das wahrscheinlich auch. Faith hatte keine Ahnung, mit wem sie es zu tun hatte. Vielleicht war Jorti nun in Gefahr. So oder so brauchte er ihre Hilfe.

Der graue Gleiter wurde unterdessen kleiner.


„Poodoo!“, stöhnte sie, als sie sich wieder vom Geländer fallen ließ. Aber ihr nächster Gedanke ließ ihren Kopf nach hinten über die Schulter schnellen.

„Zweibein! Hinterher! Bleib dran!“

Das war alles, was der kleine Droide brauchte, um vollends aufzuwachen. Er löste die Verriegelung der Rückenhalterung von selbst. Im nächsten Augenblick hörte man schon seine Repulsoren surren, als er über die Brüstung hinausschoss. Faith sah ihm nach und beobachtete, wie der Droide an der Außenkante der Überführung aufstieg, sich geschickt zwischen zwei vorbeiziehenden Fahrzeugen durchschob und schließlich in Richtung der höheren Verkehrsebene verschwand. Ob er mit dem Gleiter mithalten konnte, wusste sie nicht. Aber er konnte fliegen, war klein und unauffällig genug, dass man ihn vielleicht nicht direkt bemerken würde. Mehr konnte sie in diesem Moment gerade nicht tun.

Also wandte sie sich wieder Jorti zu.


„Okay, Jorti Conoc.“

Sie atmete einmal tief durch und nutzte die Macht, um die Adrenalindosis herunterzudrücken, die soeben durch ihren Körper gefahren war.

„Du hast deine Nachricht überbracht. Und danke, dass du mir die Wahrheit gesagt hast.“

Sie holte den Cred-Stick erneut heraus, drückte ihn den Zeltron in die Hand, schloss seine Finger darum und hielt sie noch einen Moment fest. Ihre Aufmerksamkeit galt dabei dem Mann selbst. Seine Geschichte war inzwischen zumindest in ihren Grundzügen nachvollziehbar.

„Und jetzt hör‘ mir bitte zu. Wer auch immer diese Frau ist, mir gefällt der Gedanke nicht, dass du jetzt einfach wieder irgendwohin verschwindest. Vor allem, nachdem du mir gerade von ihr erzählt hast.“

Sie wollte ihn nicht unnötig verängstigen. Andererseits wäre es verantwortungslos gewesen, ihm vorzumachen, dass die Sache auf jeden Fall für ihn erledigt war. Also hob sie beschwichtigend die Hände.

„Ich sperre dich nirgendwo ein. Du hast nichts verbrochen und kannst natürlich gehen, wenn du willst. Aber mein Angebot steht. Komm mit mir in den Tempel. Lass dich behandeln, iss was und bleib wenigstens so lange bei uns, bis ich weiß, mit wem wir es hier zu tun haben.“

Ihr Blick wanderte noch einmal zum Verkehr über ihnen. Hoffentlich hatte Zweibein Erfolg.

„Das kostet dich gar nichts. Die Jedi lassen sich für ihre Arbeit nicht bezahlen“, fügte sie an, in der Erwartung, dass es einen Unterschied machte.

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Faith & Jorti
 
Coruscant – Jedi-Tempel – Große Halle, Ahnas Trauerfeier – viele Jedi, Brianna

Wer war bereits da, wer fehlte noch? Welche von den ihr vertrauten Jedi ließ sich auf der Trauerfeier blicken? Von Eowyn war nichts zu sehen, vielleicht kam sie ja noch. Alexander stand in ihrer Nähe und sie begrüßten sich mit einer angedeuteten Verbeugung. Ein gewisses Maß an Höflichkeit musste ja wohl sein. So wenig es ihr gefiel, im Moment leitete er die Schatten anstatt der einen verbliebenen Jedi-Rätin – eine von vielen Entscheidungen des Rates, die sie schwerlich nachvollziehen konnte. Das wäre ja so wie wenn sie, Brianna, die oberste Heilerin würde als Nachfolgerin der verschollenen Chesara. Ob es für diese prominente Rätin ebenfalls einmal eine Trauerfeier geben würde? Wer so lange nicht von den unteren Ebenen zurückkam, galt gemeinhin als tot. Aber vielleicht betraute man im Orden nur bestätigte Tode? Tatsächlich war es das erste Mal, dass die Echani Teil einer solchen Veranstaltung war.

Ah, und da war Jeg auf der Empore. Aber keine Mya. Brianna hatte so halb erwartet, dass die beiden hier Händchen haltend ankamen. Auffallen würden sie damit nicht, bei so vielen Jedi-Beziehungen wie der Silberhaarigen bereits bekannt waren.
‚Phh, mein Ex ist ein Sith-Lord,‘ dachte sie und begann sich zu fragen, warum er sich so einen schlechten Platz gesucht hatte, obwohl es doch so viele bessere gegeben hätte. Hatte er sich nicht mit Ahna verstanden? Aber er hatte doch oft genug für sie gearbeitet…?

Wer sonst war gekommen? Immer noch keine Eowyn, keine Elise, kein JK. das war ein wenig überraschend, und enttäuschend. Aber Marrev kam gerade, unterhielt sich kurz mit Jeg und ging dann weiter. Nanu? Brianna hatte gedacht, die beiden wären so tolle Kumpels? Sie beobachtete den Rattataki verstohlen und was er machte. Schließlich suchte er sich einen ähnlich schlechten Platz wie der Zeltron, aber ganz woanders. Da hätten sie doch gleich zusammen bleiben können? Hmm… war es wegen der Aussicht? Jeg gab nach außen hin den Jedi-Wächter. Die beiden kümmerten sich wohl um die Sicherheit.

Oder? Plötzlich fiel es der Jedi-Ritterin wie Schuppen von den Augen.
‚Brianna, du bist dämlich!‘ schalt sie sich. Geheimbund und so. Sie hatten sich ja eine drollige Coverstory für Ahnas Tod ausgedacht, die ihr und ihrem Opfer nicht mal im Entferntesten gerecht wurde. Die war so einfallslos, das konnte ja eigentlich nur aus Alexanders Feder stammen. Ahna, ohne deren geniale Schachzüge es keine Bastion-Mission gegeben hätte. Ohne die der Imperator noch leben würde. Und ohne deren Selbstlosigkeit sie alle tot wären. Natürlich wäre es seltsam, wenn bei der Trauerfeier zu Ehren der verstorbenen ‚Diplomatin‘ die ganzen Schatten plus die Missionsteilnehmer alle auf einem Haufen ganz vorne stünden. Tarnung hin oder her, bei der Masse fiel das dann schon irgendwann auf – Mustererkennung und so. Von Alexander war klar, dass er hier vorne stand, dass er Ahnas Assistent war, war kein Geheimnis. Aber der Rest blieb auf Abstand, alle anderen außer ihr hatten es kapiert, nur sie nicht. Dabei sollte sie Brianna, doch ganz besonders vorsichtig sein. Als Schatten war sie wohl ein bisschen verbrannt, der öffentlichen Brandmarkung Imperatorin Vendars sei Dank. Also nichts wie weg hier. Der Fauxpas ärgerte sie.

Oh, weiter in der Richtung, in der sie unterwegs gegwesen war, stand Alvaba! Das war die Gelegenheit, ihr Missgeschick zu korrigieren. Brianna winkte der Mirialan und begann auf sie zuzulaufen, als wäre das von vornherein der Plan gewesen. Ja, Heilerin-Karte spielen. Sicher waren außer ihrer früherin Chefin noch mehr Heilerin gekommen, mit denen sie sich demonstrativ sehen lassen konnte. Das lenkte von den Scha…

Bam! So ein großer Typ (Ganner) lief geradewegs in sie hinein. Oder zerschellte an ihr, je nachdem wie frau das sehen wollte. Es schien jedenfalls, als geriet er in's Straucheln, weil er Halt an ihr suchte. Die Echani blieb stehen und musterte ihn unwirsch. Oder es war ein subtil unsubtiler Versuch, ihren Bizeps abzuchecken? Oder ein bemerkenswert dämlicher Annäherungsversuch?

Der Mensch, der fast einen Kopf größer war als sie, ließ sie fast augenblicklich wieder los, als er ihren verärgerten Blick auf sich ruhen spürte, und entschuldigte sich mehrfach.


„Passt doch auf!“

Zischte sie. Zugute halten musste sie ihm allerdings, dass er geschmackvoll gekleidet war, schwarz-silbern und anliegend anstatt viel zu weiter Braune-Knollen-Säcke in auch genau der Farbe. Er wirkte sportlich, auch das war positiv, aber seine Tollpatschigkeit und überhaupt die Tatsache, dass er ein Mann war sprach nicht gerade für ihn. Von seiner noch sehr diffusen Aura her nahm sie an, dass er noch in Ausbildung war.

„Wie ist dein Name, Padawan?“

Herrschte sie ihn folgerichtig an, die Hände in die Hüften gestemmt.

Coruscant – Jedi-Tempel – Große Halle, Ahnas Trauerfeier – viele Jedi, Ganner und Brianna
 
(Mya Donp & Jeg Harkness)​

Coruscant – Jedi-Tempel – Jegs Quartier – Mya und Jeg

Die Tür öffnete sich mit einem Zischen und Mya trat wieder ein. Die hochgewachsene, wunderschöne und völlig ahnungslose Mya. Selten wünschte Jeg sich mehr, dass ein Job nicht einfach nur ein Job wäre. Zumal seine Auftraggeberin nun leider tot war und eine riesige Lücke hinterließ. Ahna hatte ihre Finger überall drinnen gehabt, so dass ein Auftrag, ausgerechnet bei den Ermittlern herumzuschnüffeln, bei ihr nicht so absurd wirkte, als wenn jemand anderes ihm diesen erteilt hatte. Aber welchen Sinn hatte dieser Auftrag jetzt noch? Gut, diese Gerüchte, dass Myas Boss, Rat Janson, nicht ganz koscher war, gab es ja schon ewig, aber Jegs Riecher nach war da nichts dran. Irgendwas musste Janson aber richtig machen, wenn seine wunderschöne Verlobte Firedevs und seine wunderschöne Assistentin Mya miteinander auskamen, und das ohne Mord und Totschlag. Vor allem, weil Mya eine solche Auseinandersetzung ziemlich sicher verlieren würde und das wäre ein Jammer.

»Ist die Schreckschraube endlich weg?«

Fragte die Lethan und blieb gleich hinter der Türe stehen, so als erwartete sie, Brianna würde jeden Moment aus Jegs Kleiderschrank gesprungen kommen.

»Wen meinst du, Brianna?«

Fragte Jeg, der diese weiblichen Eifersüchteleien ziemlich irrational fand.

»Wen sonst!«

»Mach' mal locker. So schlimm ist sie nicht und sie macht gerade eine schwere Zeit durch,«


Beruhigte der Jedi-Meisterin seine bildhübsche Besucherin, enthielt ihr aber vor, wieso er so dachte. Brianna war sowas wie Ahnas besondere Protegee gewesen und das hatte irgendwie auf Gegenseitigkeit beruhigt. Es war hart, wenn ein Schüler seinen Meister verlor, auch wenn es bei sich bei den beiden nicht auf dem Padawanlevel abgespielt hatte. Eine angehende Schatten hatte ihre Ausbilderin verloren. Aber das sagte er nicht.

»Oder würdest du gern so weit oben auf Imperatorin Vendars Abschussliste – und der des proimperialen Holonetmobs – stehen?«

»Hmpf… nein,«


Entgegnete Mya, aber ohne viel Mitgefühl auszustrahlen. Sie kehrte zur Sitzgruppe zurück, nahm wieder neben Jeg Platz und legte ihre Hand auf die seine.

»Wo waren wir?«

»Dieser Alarm auf Ilum. Wächter-Geschäft. Wahrscheinlich wieder nur wieder ein Schmugglerschiff auf der Suche nach einem abgelegenen Landeplatz, oder Abenteurer die in die Kristallhöhlen eindringen wollen.«


Jeg seufzte. Seine Fassade als Jedi-Wächter fühlte sich manchmal eher wie ›Jedi-Hausmeister‹ an. Jemand hat im Kristalltempel das Licht brennen lassen. Jeg, flieg nach Ilum und knipse es aus. Und so weiter.

»Du musst das nicht tun,«

Entgegnete Mya sanft und streichelte seine Hand.

»Ich kann an deiner Stelle gehen.«

Jeg rückte mit dem Stuhl näher an die anmutige Ritterin heran, griff ihre freie Hand und spiegelte ihre Geste. Er verströmte Pheromone, die so etwas bedeuteten wie ›das ist lieb von dir‹. Seine unwillkürliche Reaktion wäre genau so gewesen. Der Zeltron hatte längst gelernt, diese Dinge ganz genau nach Schatten-Bedarf zu steuern, aber in Myas Fall ließ er sich einfach von der Natur treiben.

»Du musst das nicht tun. Du wirst hier gebraucht.«

»Du auch.«

»Ich mach' das schon.«

»Jeg…«


Mya atmete tief durch, löste sich mit beiden Händen und beugte sich nach vorne, über den Tisch ihm entgegen, die Arme verschränkt.

»T'nadah, meine Padawan, sitzt doch im Jugendarrest wegen wiederholten Diebstahls. Wes sagt, ich soll nicht so hart zu ihr sein und sie da rausholen, und vermutlich hat er recht. Da drinnen… kommt sie vielleicht vollends auf die schiefe Bahn. Aber einfach so weitermachen mit ihr wie bisher, das geht auch nicht.«

Der Schatten nickte erst verständnisvoll und aus dem Lächeln formte sich im Laufe der Zeit ein schelmisches Grinsen, als er sprach:

»Ich verstehe, deine Padawan muss raus aus dem Knast. Aber ist es nicht erst recht hart, wenn du sie nach Ilum karrst und dort in der Eiswüste aussetzt?«

Als Reaktion boxte ihn die Twi'lek auf den Oberarm. Aua. Für so ein dünnes Ding schlug Mya einen ganz schön harten linken Haken.

»Ich mein's ernst und du machst dich über mich lustig!«

Rief die Ritterin entrüstet aus, während Jeg sich den Oberarm rieb.

»Ich versteh' dich schon. Sie war zu lange auf Coruscant während der Pandemie und jetzt soll sie was erleben, damit sie keine krummen Dinger dreht aus Langweile.«

»Oder was auch immer sie antreibt. Du sagtest ›Schmuggler‹ und ›Abenteurer‹, da ist genau T'nadahs Ding. Wir fliegen hin, verscheuchen die Typen, wenn welche da sind und dann führe ich sie rum. Sie wird die Kristallhöhlen lieben! Wer weiß, vielleicht finden wir auch gleich ihren künftigen Lichtschwertkristall. Das wird sie hoffentlich motivieren, auf dem rechten Weg zu bleiben,«


Spekulierte die Lethan hoffnungsvoll.

»…falls sie ihn nicht auf dem Schwarzmarkt verhökert«

Warf Jeg ein.

»Falls sie ihn nicht auf dem Schwarzmarkt verhökert, ja, aber dann hat sie ihre Chance gehabt. Aber ich glaube nicht. Sie soll reisen, was von der Galaxis sehen, nicht nur einen alten Tempel in einer großen Stadt.«

»Ok, wenn du meinst, ich reiß' mich nicht um den Ausflug. Pack aber warme Roben für euch beide ein, und nimm ein paar Rangers mit, zur Sicherheit. Teile der Anlage sind immer noch beschädigt, sei besser vorsichtig.«

»Bin ich doch immer.«

»Auf Galantos warst du's nicht.«

»Woher willst du das wissen?«


Zischte sie und sah Jeg schon wieder grinsen.

»Dein großes ›Aua‹ hat es mir gesagt.«

»Jeg, Ilum ist doch kein Kriegsgebiet und es ist ja auch nicht so, als ob da irgendwelche Sith-Lords auf uns warten!«


Beide standen auf und hielten sich an den Händen. Er grinsend, sie gespielt empört.

»Pass' einfach auf dich auf, versprochen?«

»Versprochen,«


Erwiderte Mya, ihre Züge wurden dabei sanfte. Jeg zog sie zu sich heran und die beiden küssten sich.

Coruscant – Jedi-Tempel – Jegs Quartier – Mya und Jeg
 
Coruscant - Jedi-Tempel - Trainingsraum, Nikis, Tari und Sarina

"Hi"
, gab Sarina Tari auf seine respektvolle Begrüßung lapidar zurück und hob grüßend die Hand. "Nein, du bringst rein gar nichts durcheinander. Und gerne 'du' und Sarina, ich bin noch nicht so alt oder weise. Spürübungen heißt einfach... ein bisschen die Macht austesten, die Gegend erspüren, Leute erspüren, schauen, was man so insgesamt erfühlen kann. Und ob man die Macht überhaupt fühlen kann. Nikis steht auch noch ganz am Anfang, da passt das ganz gut."

Sie machten sich gemeinsam auf den Weg, und Sarina ließ die beiden Anwärter unter sich quatschen, da störte sie selbst irgendwie nur. Aber das war ja gar nicht schlecht, dass die zwei sich kennenlernten, vielleicht konnten sie sich ein bisschen zusammentun und gemeinsam üben und Zeit verbringen, so lange sie noch keinen Meister hatten. Außer, sie verstanden sich nicht, aber gut, da konnte sie nun auch nichts für.
Sie führte die beiden aus einem Seitengang in die Gärten hinaus, die für einen Planeten wie Coruscant erstaunlich lebendig waren. Den meisten Jedi war eine gewisse Nähe zur Natur wichtig, so dass man versuchte, wenigstens ein kleines bisschen Leben in diese Betonwüste zu bringen. Außerdem war es einfach ein super Übungsplatz für Anfänger.

Nikis setzte sich, und Sarina folgte ihm. Das Gras war trocken, es hatte heute noch nicht geregnet, und Sarina fragte sich kurz, wann der nächste Regen angesetzt war, aber sie würden schon nicht das Pech haben, dass es sie erwischte. Und selbst wenn, na und.
Sie waren ja nicht aus Zucker.

"Macht's euch bequem!", wies sie Nikis und Tari an. "Das ist erst mal das wichtigste. Und entspannt euch. Jetzt nicht auf die 'Entspann dich unbedingt sofort!'-Art und Weise die nix bringt, sondern entspannt euch echt. Ich tu euch nichts, und hier ist es sicher, es krabbeln höchstens mal ein paar Käfer auf euch rum. Mehr ists erst mal gar nicht. Ihr könnt euch auch ruhig hinlegen, ist einfacher, wenn man liegt. Ich weck euch schon, wenn ihr einschlaft."

Immerhin würde das bedeuten, dass sie sich wirklich entspannt hatten. Denn es brachte rein gar nichts, wenn man irgendetwas erzwingen wollte. Die Macht funktionierte am besten, wenn man sich auf sie einließ und sie freundlich hineinbat, nicht, wenn man sie mit Gewalt zu sich zwang und unterwarf. Auch, wenn die Sith vermutlich anderes behaupteten.


"Macht ruhig die Augen zu", fuhr sie dann mit ungewohnt sanfter Stimme fort und wartete wieder ein paar Momente. "Und dann, langsam... spürt die Energie, die euch umgibt. Vielleicht ist sie ganz leise, ganz unscheinbar, aber sie ist da. Vielleicht ist es ein Summen für euch, oder eine Farbe, vielleicht eine Art Flüssigkeit oder ein Netz, aber da draußen ist eine Energie, die alles miteinander verbindet. Vielleicht könnt ihr es sehen, hören oder nur spüren, das ist bei allen anders. Findet euren Zugang zu dieser Energie." Wieder machte Sarina eine Pause und versuchte abzuschätzen, wie erfolgreich die beiden gewesen waren. "Genießt sie, wenn ihr sie gefunden habt. Badet darin, taucht darin ein. Lernt, sie zu erkennen und sie einzuladen..."

Sarina erinnerte sich noch gut an ihren ersten Moment, als sie die Macht das erste Mal wirklich aktiv gespürt hatte. Es war atemberaubend gewesen. Plötzlich hatte sie das Gefühl gehabt, ihr eröffnete sich eine ganz andere, weitere Welt; eine, die immer parallel existiert hatte, von der sie geahnt hatte, aber die sie nie hatte greifen können. Wenn die beiden heute diesen Moment haben konnten, wobei sie ja nicht wusste, ob Nikis ihn vielleicht schon gehabt hatte, er war da nicht so genau gewesen, dann hatte sie schon etwas geschafft mit ihnen.

Coruscant - Jedi-Tempel - Gärten, Nikis, Tari und Sarina
 
[Coruscant - abgelegener Raumhafen in einem ärmlichen Distrikt - lokales Büro des republikanischen Zolls] Palakwi Rha (P-Wee)

„Morgen, Lady. Was kann die Republik heute für Sie tun, hmm?“
Palakwi Rha zuckte unmerklich zusammen, als sie der ungepflegt aussehende Zollbeamte anlächelte. Irgendetwas an ihm sorgte für eine fast sofortige Gänsehaut in ihrem Nacken und ihre Muskeln versteiften sich. Hätte sie nicht etwas von ihm benötigt, dann wäre sie ohne Zweifel an dieser Stelle umgedreht. „Guten Morgen,“ begann sie in bemüht neutralen Ton und legte ihren Plasteelkoffer auf die stählerne Theke, die sie von dem Beamten trennte. Sie deutete auf das Zollsiegel am magnetischen Schloss des Gepäckstücks. „Bitte entfernen Sie das Siegel. Sie werden einen Blaster, Typ LW-896, darin finden. Daneben befindet sich darin ein ausfahrbarer Schockstab eigener Konstruktion. Beides ohne Energiezellen, also ungefährlich ...“ Eine weitere Bedingung des Jedi-Ermittlers, der sie eher zähneknirschend zugestimmt hatte. Sie hielt für die Dauern eines Blinzelns inne und schwieg. Es beunruhigte sie so wehrlos zu sein, denn alles, was ihr ein Gefühl von Sicherheit gab, ihre Waffen waren. Ohne sie hatte sie keine andere Verteidigung, als wegzulaufen. Sie war zu lange in unfeinen Milieus unterwegs gewesen, wo man unbewaffnet mit Beute gleichgesetzt wurde, um nur auf die Freundlichkeit ihres Gegenübers zu vertrauen. Gleichwohl hatte der Iktotchi darauf bestanden und ihr versichert, sobald sie offiziell im Tempel registriert wäre, man ihr Energiezellen zurückgeben würde. Jakiim Vex hatte darauf beharrt, dass er es als Zeichen sähe, dass er ihrem Willen zur Besserung glauben konnte, wenn sie lediglich auf seinen Geleitbrief und die ‚Macht‘ vertraute, um zum Tempel zu kommen. Natürlich würde sie sich hier auf Coruscant auch andere besorgen können, aber damit wäre ihr Deal natürlich hinfällig und P-Wee würde eher einen Rancor kitzeln als sich einen Jedi zum Feind machen. Noch dazu hatte etwas in ihrer Magengrube ihr zu verstehen gegeben, dass sie Vex vertrauen konnte. Davon abgesehen, dass sein Angebot schlicht zu gut war.

Der Ermittler wollte aber auch das letzte Ding in der schwarzen Plasteelkiste – den Jedi-Kubus, den Vex ‚Holocron‘ genannt hatte. Sie wollte gerade weiterreden und das wunderschöne Gebilde in dem kleinen Koffer erwähnen: den perfekten Würfel aus kupferfarbenem Kristallglas, gefasst in filigranen, fließenden geometrischen Metaldrähte aus grün schimmernder Metalllegierung, als ihr Blick abermals an dem Zollbeamten und seinem wenig vertrauenswürdigen Lächeln hängen blieb. P-Wee hatte keine Zweifel daran, dass er wertvoll war, auch wenn sie keinen Schimmer hatte, wozu der etwa handtellergroße Kubus gut war. Ihre Auftraggeber der letzten Jahre waren unfreundlich, gierig und rücksichtslos gewesen, aber nie hatte man sie mit Diebereien beauftragt, deren Zielobjekte nicht von besonderem Wert gewesen waren. Wenn der Ermittler den Würfel so dringend haben wollte – ebenso wie Talartha der Hutte – dann würde es gute Gründe dafür geben. Und war es dann wirklich eine gute Idee dem Kerl vor ihr damit zu vertrauen? „ ... und zu guter Letzt ein Familienerbstück von Ryloth, ein Glaswürfel mit altem Kupferbeschlag.“ Sie setzte ein zuckersüßes Lächeln auf und legte den Kopf ein wenig schief wie, als vertraute sie dem Zollbeamten ein Geheimnis an. „Mein Urgroßvater war Kunsthandwerker und das war sein Gesellenstück. Kein allzu großer Materialwert, aber es erinnert mich an ihn.“ Verlegen zuckte sie mit ihren Schultern. „Wenn ich mich nur mal dazu aufraffen könnte, die Patina des Kupfers abzuschrubben.“

Der Zollbeamte hörte ihr aufmerksam zu, wobei er sie aus seinen kleinen Schweinsäuglein intensiv musterte. „So, so, Miss ...“ Er nahm ihren Identichip entgegen. „Miss Rha.“ Seine Pupillen huschten mehrmals von links nach rechts auf seinem Datapad hin und her, wo er vermutlich die Angaben las, die sie bei ihrer Einreise gemacht hatte. Mit einem Mal wollte P-Wee sich am liebsten auf die Zunge beißen! „Auf dem Weg zu ‚persönlichen Angelegenheiten im Jedi-Tempel‘. Heiliger Hyperraum!“ Sein Gesicht wurde von einem amüsierten, schiefen Grinsen eingenommen. „Mir scheint, sie haben ja große Pläne, Miss Rha. Wer hätte gedacht, dass ich heute noch Prominenz an meinem bescheidenen Schalter empfange? Dann wollen wir doch mal sehen, was in ihrem versiegelten Gepäck so zu finden ist.“ Wie hatte sie so dumm sein können, derart offen vor dem Zolldroiden an der Einreisekontrolle zu plaudern? Natürlich hatte er vermerkt, was sie ihm erzählt hatte. Mit sinkenden Herzen beobachtete sie, wie der Beamte einen blinkenden Codezylinder von seinem Gürtel nahm und ihn locker vor das magnetische Siegel hielt, dass mit einem leisen Klicken aufsprang. Der Beamte drehte den kleinen Koffer zu sich und öffnete ihn, sodass der Deckel die Sicht auf das Innere des Koffers versperrte. Mit forschem Griff nahm der Zöllner das erste Objekt heraus und hob es kurz so, dass sie es sehen konnte. „Eine Blasterpistole, entladen, Typ LW-896.“ Er legte die Waffe vor sich auf den Tisch. „Ein entladener ... Schockstab haben sie gesagt?“ Seine Finger legten sich um den lederumwickelten Griff und auf einen Knopfdruck hin fuhr eine metallische Verlängerung aus dem Heft, doch die Energieemitter an entlang dem oberen Ende blieben stumm und kalt. „Beeindruckend. Sie haben das Ding selbstgebaut?“ P-Wee nickte und versuchte die kalte, schneidende Vorahnung in ihrem Bauch mit einem freundlichen Nicken zu überspielen, während er den Stab neben den Blaster ablegte. „Und als letztes ... ein echter Rylothi-Kunstgegenstand.“

Der Zolloffizier hob den Würfel für einen Moment ins kühle Licht des Büros. Gleißendes, orangenes Licht schimmerte durch den Kristall und die grünen, polierten Metalldrähte, die sich kunstvoll um den Würfel schwangen, reflektierten gedämpft das Licht. Nicht zum ersten Mal starrte Palakwi in das Zentrum des Kubus und hatte den Eindruck das in seinem Inneren ein Funke schwebte, der aufzuflammen schien, wenn ihre Augen ihn trafen. Sie unterdrückte ein nervöses Zittern und den Impuls dem Beamten das ‚Holocron‘ aus der Hand zu nehmen. „Ihr Urgroßvater muss ein großartiger Handwerker gewesen sein. Ich war noch nie auf Ryloth, aber wenn, dann würde ich sicherlich auch so etwas mitnehmen. Ich bin sicher, viele Leute würden dafür hier einen Haufen Credits zahlen ...“ Mit einem scheelen Seitenblick legte er den Würfel geradezu achtlos auf der Metalloberfläche des Tisches ab und hielt ihren Blick beinahe herausfordernd für einige Herzschläge. P-Wee erwartete, dass er jeden Moment eine absurde Regelung oder einen abstrusen Verdacht aus dem Ärmel schütteln und den Würfel beschlagnahmen würde. Doch es passierte – nichts! Ein ebenso überraschendes, wie genuin freundlich scheinendes Lächeln zog über das Gesicht des Beamten. „So wie ich das sehe, ist mit Ihrem Flimsikram alles in Ordnung und selbst wenn es irgendeinen Grund gäbe, Sie aufzuhalten, dann habe ich hier einen polizeilichen Vermerk der Verwaltung des Jedi-Tempels Sie unbehelligt einreisen zu lassen.“ Mit vier schnellen Handgriffen nahm er den Zollkoffer vom Tisch und schob ihr ihre Gepäckgegenstände zu. P-Wee griff sich als erstes ihr vermeintliches Familienerbstück und packte es in die größte ihrer Gürteltaschen, bevor sie die Hand nach dem Blaster ausstreckte.

Der Zöllner gebot ihr für einen Moment innezuhalten. Wie als hätte sie in ein offenes elektrisches Kabel gegriffen zuckte sie zusammen, was sein Lächeln breiter machte. „Bitte seien Sie sich bewusst, dass Sie diesen Blaster ohne eine gültige republikanische Waffenlizenz weder offen auf Coruscant führen dürfen noch ihn mit einer neuen Energiezelle versehen dürfen,“ erklärte er schmunzelnd. „Wenn Sie eine solche brauchen, wenden Sie sich an das lokale Bürgerbüro im Tempeldistrikt. Dasselbe gilt für den Schockstab.“ Erleichtert nickte sie und nahm ihren Seesack vom Rücken, wo sie beide Waffen verstaute. Es schien, sie hatte sich vom schäbigen, äußeren Eindruck des Mannes täuschen lassen. „Danke für den Hinweis,“ erwiderte sie freundlich und hob die Hand zum Abschied. „Einen schönen Tag noch!“ Der Beamte nickte. „Ebenfalls, Ma’am.“ Dann winkte er den nächsten in der ellenlangen Schlange hinter sich heran. Kaum fünf Minuten später schritt Palakwi Rha auf den kleinen, etwas schmuddeligen Vorplatz des Raumhafens mit einem fast euphorischen Gefühl in den Adern. Es war Zeit für einen Neuanfang! Ein elektrisch anmutendes Ziepen in ihren Muskeln erinnerte sie daran, dass sie viel zu lange herumgestanden und herumgesessen hatte. Mit einem Lächeln im Gesicht verfiel sie in einen straffen Laufschritt, eifrig den Überschuss an Energie abzuarbeiten. Der Jedi-Tempel würde auch noch stehen, wenn sie sich ein wenig umsah und frische Luft schnappte.

[Coruscant - abgelegener Raumhafen in einem ärmlichen Distrikt - Plaza vor dem Haupteingang] Palakwi Rha (P-Wee)​
 
[Coruscant, Jedi-Tempel, in einem Trainingsraum] - mit Tari Haako, Nikis Gios und Sarina Thorne

Tari blieb die Spucke weg und er musste zweimal zwinkern, bevor er wieder völlig bei sich war. Diese Jedi-Ritterin - Sarina - redete mit ihm, als ob sie sich in der Suburbia kennengelernt hätten. Nein, das stimmt nicht. Dazu war ihre Stimme zu freundlich und ihr Satz zu wenig mit Schimpfwörtern gewürzt. Sie redete mit ihm, als sei er ein Vertrauter.
Und gar nicht erhaben-weise. Dabei dachte
Tari, dass sich das für Jedi doch so gehörte. Aber scheinbar war das von den Legenden, die er so oft gehört hatte, etwas überhöht worden. Und der junge Neimoidianer war sich noch nicht sicher, wie er das finden sollte.
Beruhigt war er jedenfalls schon einmal dadurch, dass er keine Trainingsprogramme und Tagesstrukturen durcheinanderbrachte. Auf diese Bestätigung hin lächelte er
Sarina leicht zu.


"Okay, dann danke, Sarina. Ich bin der Tari", antwortete er zwischen ihrer Erklärung und neigte aus Reflex doch noch einmal demütig den Kopf.
Diese Spürübung hörte sich einfach - und wenn er ehrlich zu sich selbst war - schon langweilig an. Spüren, was und wer um einen herum ist... Was sollte das bringen?
Auf der anderen Seite hatte er in seiner Ausbildung zum Kämpfer auch zunächst nicht verstanden, was es bringen sollte, im Training in Unterzahl-Situation verprügelt (wenn auch nicht ernsthaft verletzt) zu werden. Bis er dann seine ersten Kämpfe hatte und etliches wegstecken konnte.
Und falls dieses Training hier einen ähnlichen Effekt hatte, hörte es sich jedenfalls wesentlich angenehmer an als das suburban'sche Trainingsprogramm einer halblegalen Kampfschule.

Auch
Nikis grüßte ihn. In einer Form, die Tari eher mit Jedi in Verbindung brachte.
Und schon machte sich das kleine Trio auf zu einem der Gärten - und der Neimoidianer konnte sich nicht so recht vorstellen, wie ein Garten in diesem Stadtplaneten wie Coruscant aussehen sollte.
Auf dem Weg bot ihm
Nikis das Du an. Erfreut stellte Tari fest, dass Nikis ebenfalls ein Anwärter war. So hatte er nun an seinem ersten Tag schon jemanden kennengelernt, der in einer ähnlichen Situation wie er selbst steckte. Auch wenn er natürlich nicht wusste, wie lange der Andere schon da war und was für einen Vorsprung er hatte. Aber dies würde sich sicherlich sehr schnell zeigen.

"Wie du magst, dann gerne 'Du'. Aber es gibt doch auch unterschiedliche Stellungen und Klassen bei den Jedi, oder? Oder duzt man sich als Jedi, egal welcher Stufe, generell?", fragte er im Gehen weiter, bevor er das Gespräch noch einmal in eine andere Richtung lenkte, "Ich hoffe jedenfalls, dass du schnell einen guten Meister findest. Bist du schon lange hier?"
Nach der Antwort fragte Nikis zurück, warum er Jedi werden wollte.
Das war natürlich eine lange Geschichte. Und ins Detail würde
Tari garantiert noch nicht gehen. Deshalb beließ er es bei einem kurzen: "Weil ich mehr Gerechtigkeit in der Galaxis haben möchte."

Wenig später waren sie dann auch schon bei dem Garten angekommen.
Und da konnte
Tari sein Staunen nicht verbergen. "Wow!" So eine Farbpracht und Exotik hätte er nicht auf einem Stadtplaneten vermutet. Und auch die spärlichen Gärten auf Cato Neimoidia - wenn man natürlich von den riesigen Paradies-Anlagen der Superreichen absah - konnten keineswegs mithalten mit diesem Garten.
Er wurde von einem Hauch von Frieden ergriffen und fühlte sich auf Anhieb wohler als in seiner Butze auf Cato oder seinem Zimmerchen hier im Jedi-Tempel. Hier ließ es sich aushalten.
"Das ist ja mega. Wunderschön."

Als die anderen beiden sich hinsetzten, ließ sich auch Tari locker zu Boden fallen. er hörte den Ausführungen der Jedi-Ritterin zu.
"Jetzt nicht auf die 'Entspann dich unbedingt sofort!'-Art und Weise die nix bringt, sondern entspannt euch echt. Ich tu euch nichts, und hier ist es sicher, es krabbeln höchstens mal ein paar Käfer auf euch rum", begann Sarina. Und der Neimoidianer konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. So eine lockere Lehrerin hatte er niemals gehabt.
Er wechselte gefühlt zehnmal seine Positionierung, bis er das Gefühl hatte, dass er wirklich würde entspannen können - ohne dabei einzuschlafen. Diese Blöße würde er sich nicht geben. Denn bei aller Lockerheit würde das wahrscheinlich gar nicht gut ankommen. Und wahrscheinlich sehr schnell zum Tratsch mutieren.

Er atmete regelmäßig und tief - so wie er es auch im Training für die Kämpfe gelernt hatte - und nahm dabei die Vielfalt an Gerüchen wahr. Süß bis markant. Aber alle angenehm. Die Macht hatte mit der Natur schon etwas Wunderbares erschaffen.
Und schließlich fing
Sarina an, mit wunderbar sanfter Stimme zu erklären, was sie tun sollten. Spüren auf das, was da ist. Das könne völlig unterschiedlich gemacht werden. Und wenn sie die verbindende Energie spürten, sollten sie sie genießen.
Und... darinnen baden.
Taris Körper verspannte sich merklich - er fand das Bild, in etwas Unbekanntem zu baden - und sei es auch etwas Gutes - unangenehm.

Er brauchte einige Augenblicke, bis er wieder ruhig und entspannt war. Und dann versuchte er, entspannt die Macht einzuladen und sie zu fühlen. Seine Gedanken fuhren allerdings Karussell, wie er sie wohl spüren und wahrnehmen würde.
Sarinas Aufzählung hatte seine Phantasie angeregt. Wie wäre es wohl? Und was hätte er am Liebsten? Sehen, Hören oder etwas anderes?
Diese Neugierde sorgte aber auch dafür, dass er nicht wirklich entspannt war. Also rief er sich selbst zur Disziplin und atmete noch etwas ruhiger und noch etwas tiefer. Er fühlte sich wohl und sicher; was er schon lange nicht mehr getan hatte. Und das genoss er sehr - auch wenn ganz tief in ihm drinnen ein Splitter Angst war, dass er dieses Gefühl schnell wieder verlieren würde. Die Galaxis war schließlich ein harter Ort.

"Verdräng das. Und konzentrier dich auf das Spüren!", feuerte er sich selbst an. Oder war dieses Gefühl der Geborgenheit schon die Macht? Das würde ihn etwas enttäuschen - es war zwar angenehm, aber eben auch nichts Besonderes. Nein, das konnte nicht die Macht sein, die über weite Strecken hinweg Dinge bewegen konnte und den Geschichten nach Reflexe verschnellern, Gedanken beeinflussen und sogar Blitze schießen konnte.
Also spürte er weiter. Atmete weiter.

Er umgriff mit seinen Händen fester das Gras. Spürte es seine Handflächen kitzeln. Hörte das Summen von Insekten. Dinge, die er normalerweise mochte. Die ihm jetzt aber vom Spüren abhielten.

Tari blinzelte kurz zu Nikis. Konnte er die Macht schon spüren? Hatte er es schon geschafft? Und was wäre, wenn Nikis es schaffen würde und Tari nicht? Würden ihn die anderen zwei dann als talentlos oder schlimmer noch als zu schwach ansehen? Würde ihn dann vielleicht auch kein Meister als Padawan haben wollen?
Natürlich. Was wäre denn ein Jedi, der die Macht nicht spürte. Das wäre wie ein Kämpfer, der keine Reflexe hätte.

Es frustrierte ihn zunehmend, dass er die Macht nicht spüren konnte, dass nichts Besonderes geschah. Und dass er dadurch genau in die 'Du musst dich entspannen'-Haltung kam, die
Sarina doch eben nicht wollte.
Er versuchte, sich wieder zu entspannen. Öffnete seine Augen und schaute in den Himmel. Zählte bis zehn. Und schloss sie dann wieder. Atmete ruhig. Fühlte das Gras unter sich. Den weichen Boden. Die Geräusche, diese angenehmen leisen Nebengeräusche, die ihm momentan aber auf die Nerven gingen.

Vielleicht musste er sich anders, noch entspannter positionieren. Wäre es in Ordnung, wenn es sich hinlegte? Aber selbst, wenn nicht: Wenn er dadurch die Macht spüren könnte, wäre es bestimmt halb so wild.
Also legte er sich auf den Rücken und legte die Handflächen nach oben geöffnet neben sich. Ja, es war friedlich hier. Und jetzt kam die Wärme der Müdigkeit.
"Aufpassen! Nicht einschlafen. Vielleicht ist diese Schwelle der Ort, wo ich die Macht spüren kann." Und so horchte
Tari in sich hinein. Und auf die Welt um ihn. War dieses Geräusch die Macht? Oder diese Empfindung? Oder das Kribbeln - nein, das war jetzt ein Käfer auf seinem Bein.

Nach einer Weile, die dem jungen Mann wie eine Ewigkeit vorkam, hatte er die Faxen dicke. Es klappte nicht! Er war zu schlecht!
Seine Hände ballten sich und er riss etwas Gras aus dem Boden. So hatte diese Übung keinen Sinn mehr. Am liebsten wäre er aufgesprungen und hätte geflucht. Aber er wollte keine Szene machen - das wäre nicht jedi-gemäß.
Also stand er auf. Blickte einen Moment unschlüssig hin und her. Und hüstelte dann:

"Äh, Sarina. Sorry. Aber ich... müsste mich mal erleichtern. Wo ist das nächste Klo?"
Hoffentlich klang diese Frage nur für seine eigenen Ohren hölzern und war ansonsten eine passende Ausrede.

Sarina beschrieb ihm kurz und leise den Weg und er ging hin. Er wartete, bis er allein war und spritzte sich dann mehrmals Wasser ins Gesicht.
"Tari, behalt die Nerven. Bleib am Ball - der Kampfeswille bringt den Sieg und nicht die Perfektion von Schlägen und Tritten", versuchte er, sich zu motivieren und ließ etwas seine Muskeln spielen. Bevor er seine Stirn an den Spiegel drückte und nun doch fluchte: "Verdammt. Du Huttensohn. Du kannst dich doch nicht am ersten Tag so dumm anstellen..."
Erneut etwas Wasser ins Gesicht - glücklicherweise hatte er ja keine Haare, die das deutlich machen würden - und einen großen Schluck getrunken. Viel länger durfte er aber nicht bleiben. Ansonsten würden sich die anderen vielleicht noch Sorgen um ihn machen.
Also ging er zurück und ließ sich, diesmal schwerfällig, wieder auf dem Gras nieder und schloss seine Augen.

Hoffentlich würde es in Runde zwei klappen...


[Coruscant, Jedi-Tempel, in einem der Gärten] - mit Tari Haako, Nikis Gios und Sarina Thorne
 
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