[Film] Odysee (Christopher Nolan 2026)

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Ich glaube, Nolan wird da gerade missverstanden. Er versucht offensichtlich nicht, eine komplett historisch korrekte Version der Odyssee zu machen. Sonst dürfte da niemand modernes Englisch sprechen, irgendwelche heutigen Ausdrücke benutzen oder Rap-Assoziationen hervorrufen. Das wäre dann alles genauso „falsch“ wie ein Orchester.

Ich glaube eher, dass er bestimmte Sehgewohnheiten vermeiden will. Ein klassisches Hollywood-Orchester bringt sofort ein ganz bestimmtes Gefühl mit. Man denkt automatisch an typische Monumentalfilme und genau davon scheint er wegzuwollen. Deshalb sucht Göransson wohl nach einem Sound, der fremder, roher und ungewohnter wirkt.

Dass gleichzeitig moderne Elemente drin sind, widerspricht dem eigentlich gar nicht. Travis Scott als eine Art Barde ergibt im Kontext sogar ziemlich Sinn, weil Rap ja auch stark von Rhythmus, Vortrag und mündlicher Erzähltradition lebt. Das ist wahrscheinlich eher die Verbindung, die Nolan interessant findet.

Am Ende geht es ihm vermutlich nicht um historische Reinheit, sondern darum, eine eigene Atmosphäre zu erschaffen. Und dazu gehört dann eben auch, bewusst auszuwählen, welche modernen Mittel man benutzt und welche nicht.
 
Ich lese aktuell sehr gemischte Reaktionen auf das bisher veröffentlichte Promo-Material und bin selbst ein bisschen unschlüssig. Der Trailer ist für mich eindrucksvoll und vor allem die Szenen mit dem Zyklopen sehen jetzt schon ikonisch aus. Den Punkt hat Nolan jetzt schon.

Auf der anderen Seite ist der hier schon thematisierte inkonsistente Umgang mit der historischen Akuratesse etwas irritierend. Viele Einstellungen wirken sehr auf Realitätsnähe bedacht, dem gegenüber konträr hat man die Fantasy-Rüstung von Agemomnon (auch wenn ich das Helm-Design an sich gelungen finde) oder die Laistrygonen in mittelalterlicher Rüstung. Auch Matt Damon wird für mich als Odysseus vermutlich nie so richtig überzeugen, aber von all dem möchte ich mir das Kinoerlebnis jetzt auch nicht madig machen.
 
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