Tarkus
Stormtrooper Lieutenant
| Kashyyyk | Wawaatt-Archipel | Abzweigung zum Datenzentrum D1 | Lieutenant Tarkus, Wookieetreiber & zwei Trupps Trandoshaner in einem AT-AT, begleitet von einem AT-ST, weiter voraus zwei Scouts auf Speederbikes
Die Scouts hatten die Abzweigung gefunden und warteten dort, wo es abwärts in Richtung D1 führte. Das Datenzentrum lag in einem Bunker am Fuß des Wroshyr-Baumes. Tarkus verfolgte auf dem Datenpad, wie die Markierungen sich vom Pass entfernten und mehrmals um den gewaltigen Stamm herumwandten. Der befestigte Versorgungsweg bestand aus natürlichen Auswüchsen, die mit durch die Imperialen dort platzierten Rampen verbunden waren, deren massive Stützen zwischen tiefer gelegenen Ästen verschwanden. Die Regionalverwaltung hatte hier erhebliche Mengen Material verbaut, um ein digitales Archiv zu versorgen. Der Lieutenant hoffte, dass sie dabei auch das potentielle Gewicht von schwerem Kriegsgerät bedacht hatten. Der AT-AT-Kommandant ließ es jedoch nicht darauf ankommen und seine Bordingenieure die Verbindungswege überprüfen. Erst als dieser sein Einverständnis gab, setzten sie den Marsch fort. Wenigstens blieb ihnen ein weiterer Umweg oder der Abstieg zu Fuß erspart.
Mit dem Abstieg verschwand auch der letzte spärliche Rest des Tageslichts. Das Scheinwerferlicht des Kampfläufers wurde durch die nasse Rinde, rostige Streben und herabhängende, fluoreszierende Pflanzen reflektiert. Dahinter blieb jedoch alles völlig schwarz. Auf dem letzten Abschnitt ließ Tarkus seine Leute dann schließlich absitzen. Sein Knie schmerzte beim Abwärtsgehen, aber daran hatte er sich inzwischen beinahe gewöhnt. Wesentlich störender für seine Gemütsverfassung waren da die schlurfenden Trandoshaner, die sich zwischen den Sturmtruppen bewegten. Einer blieb ständig stehen, um irgendetwas jenseits der Dunkelheit zu betrachten. Ein anderer verständigte sich mit seinem Nebenmann in kehligen, wilden und unverständlichen Lauten. Sie hielten keine erkennbar sinnvollen Abstände und verfügten nur über rudimentäre Rundumsicherung. Es handelte sich um neun Nichtsnutze, die man ihm ernsthaft als Ersatz für ausgebildete Sturmtruppen, immerhin die Elite des Imperiums, angedreht hatte. Vermutlich war das Kommando von Kammwacht froh gewesen, als sie die Trandoshaner loswerden konnten.
Die letzte Durastahl-Rampe endete auf einer befestigten Fläche aus dunkler Erde zwischen gewaltigen Wurzeln. Dahinter lag so tief unterhalb des Passes ein schlammiges Tal, unterbrochen nur von verrottendem Holz und bleichen Pilzflächen. Von oben tropfte ein stetiger Strom aus Wasser auf Tarkus‘ Helm. Im Licht der beiden Kampfläufer erschien der Bunker als niedriger Durabetonblock, dessen Fassade zwischen zwei mächtigen Wurzelansätzen in den gewaltigen Wroshyr-Baum eingelassen war, den die Imperialen soeben hinabgestiegen waren. Das darin befindliche Tor wirkte vollkommen ausgestorben. Weder Wachen noch Fahrzeuge hatte man zurückgelassen, als die Besatzung des Bunkers voreilig und überhastet nach Kammwacht geflohen, während um sie herum die Kommunikation zusammengebrochen war.
Ausgestorben bedeutete aber auch, dass der Feind den Bunker wohl noch nicht auf dem Schirm hatte und sie rechtzeitig gekommen waren, um die Datenvernichtung befehlsgemäß auszuführen. Tarkus ließ die Wookieetreiber ausschwärmen und betrachtete die unmittelbare Umgebung. Ein breiter Wurzelrücken überragte den schlammigen, von Pfützen in Größe von kleinen Teichen durchsetzten Vorplatz des Bunkers um einige Meter. Von dort ließ sich die Zufahrt hervorragend überblicken, während die seitlichen Auswüchse des Baumes wenigstens etwas Deckung von oben und den Seiten boten.
„Mori, ich will Senn und Havel mit dem E-Web da oben haben“, erklärte er der Sergeant des dritten Trupps. Am liebsten hätte er ein zweites in einer überlappenden Stellung eingegraben, aber Thatch und der gesamte restliche vierte Trupp waren auf dem Weg von Kachirho nach Kammwacht innerhalb ihres LAAT/i verbrannt, sofern Tarkus dem Bericht Glauben schenken konnte. Und es gab keinen Grund, das nicht zu tun.
„Vale mit dem E-11s da hin.“ Tarkus deutete auf eine seitlich versetzte Stellung, von dem aus der Scharfschütze die Äste über ihnen, den Bunker auhc die E-Web-Stellung abdecken konnte. Vale war zwar nicht ihr designierter Scharfschütze, aber er war es nun zwangsläufig, da Whenndott in dieses beschissene Loch im Boden gefallen war und Trooper Kesh sich in seinem LAAT/i nicht angeschnallt hatte. Seit dessen Fall war auch er MIA, wahrscheinlich tot.
„Rennak, nimm dir Trooper Mondal und einen Pionier aus Gruppe Dorn. Baut Vale ein Nest und bleibt dann bei ihm.“
„Kira ist die einzige Pionierin, Yara ist KIA“, erinnerte der Sergeant der Gruppe Aurek seinen Zugführer an die suboptimale Personalsituation.
„Dann nimm sie“, erwiderte Tarkus das Offensichtliche.
Der Sturmtruppen-Lieutenant schüttelte den Kopf und warf einen hinter seinem Helm verborgenen Seitenblick auf Numissk und seine Echsen. Er überlegte, wie er die Trandoshaner in ihren zusammengewürfelten Panzerteilen zu einem halbwegs sinnvollen Ersatz für die Leute machen sollte, die ihm fehlten. Er würde sie irgendwohin schicken müssen, wo sie die Abläufe der Wookieetreiber nicht stören konnten und am besten so agieren konnten, dass er sie nicht ständig beaufsichtigen musste. Für den Bunker waren sie ungeeignet. In den engen Korridoren würden sie seinen Sturmtruppen nur im Weg stehen. Für eine feste Stellung fehlte ihnen die Disziplin. Es blieb nur der Wald. Dafür mussten die selbsternannten Jäger doch wenigstens zu gebrauchen sein.
„Sie nehmen Ihre Leute und gehen auf Patrouille“, sagte er schließlich in Richtung des Trandoshaner-Anführers.
„Zwei Gruppen, der Nahbereich um den Bunker herum. Halten Sie Ausschau nach Bewegungen, Spuren und schauen Sie, ob es vielleicht einen zweiten Zugang gibt, von dem wir nichts wissen. Bleiben Sie innerhalb der Funkreichweite. Wenn Sie etwas entdecken, melden Sie es. Keine eigenständige Verfolgung. Hier gibt es heute keine Trophäen.“
Numissk zog die Lippen seines schuppigen Gesichts zurück.
„Immer gehen. Immer schauen. Deine Soldaten auch können.“
Tarkus drehte sich vollständig zu ihm um.
„Meine Soldaten können eine ganze Menge. Bei Ihren Leuten bin ich mir da nicht so sicher.“
Das dreiste Grinsen verschwand aus dem Gesicht des Jägers.
„Wir können Fallen machen. Schlingen. Stolperdraht. Wege sperren. Feind kommt, wir wissen. Feind läuft weiter, Feind tot.“
Er deutete mit einer Klaue zwischen die Wurzeln.
„Deine großen Waffen nicht überall sehen. Unsere Fallen nicht sehen müssen.“
Tarkus schwieg einen Moment. Natürlich. Fallen stellen konnten sie vermutlich. Wahrscheinlich verbrachten sie damit die Hälfte ihres unvollkommenen Lebens, um irgendwelches Getier zu fangen und das als große Jagdleistung zu deklarieren. Trotzdem hatte Numissk recht, was die Sichtverhältnisse betraf. Zwischen den Wurzeln lagen mehr tote Winkel, als sie jemals absichern konnten. Weder das E-Web noch AT-AT oder AT-ST konnten auf alles wirken. Wenn die Echsen dort brauchbare Hindernisse anlegten, waren sie zudem noch beschäftigt, und standen der eigentlichen Aufgabe nicht im Weg.
„Dann tun Sie das“, erwiderte er ruhig.
„Melden Sie jede Falle an Sergeant Rennak. Der Weg raus bleibt frei, verstanden?“
Numissk nickte langsam.
„Dann wir machen“.
Der Trandoshaner rief seine Jäger zusammen und verschwand mit ihnen zwischen den Wurzeln.
Tarkus wechselte auf den Fahrzeugkanal und sprach mit dem AT-AT-Kommandanten sein Vorgehen ab. Der große Kampfläufer würde den äußeren Bereich entlang der Zufahrt decken, der beschädigte AT-ST die seitliche Schneise zwischen den benachbarten Stämmen. Dessen zerstörtes und nun offenes Heck ließ er zur Wurzelwand drehen, sodass er mehr oder weniger festen Stellung mutierte. Immerhin hatte er damit das fehlende zweite E-Web ersetzt. Die beiden Scouts auf ihren Speederbikes würden den Aufstieg über den gewundenen Versorgungspfad sichern und den Zugang zum Overgrown Pass im Auge behalten.
Der Lieutenant selbst nahm die vier verbliebenen Soldaten aus Gruppe Dorn, mit Ausnahme von Kira Besh, sowie Sergeant Tredane mit den Troopern Venn und Korda aus Trupp Zwei mit zum Eingang. Torren führte das Sprengmaterial, das aus dem Bunker und seinen Inhalt Waldmüll machen sollte, sobald sie die mitführbaren Datenträger gesichert hatten. Die Zugangskontrolle akzeptierte wie geplant seine Codezylinder-Kennung und gab das doppelt gesicherte Blast-Schott frei. Dahinter lag ein hell beleuchteter Korridor, der den im Helm integrierten visuellen Prozessor für eine Sekunde überlastete, da dieser sich zuvor auf die vollkommene Dunkelheit des Waldbodens eingestellt hatte. So gut wie alle Sturmtruppler hielten sich unwillkürlich die Hand vor den Helm, als das grelle Licht sie blendete, bis der Helmprozessor sich kalibriert hatte.
Mit angelegtem E-11 folgte er anschließend den ersten beiden Troopern hinein und ließ die Räume in taktischem Sturmangriff nacheinander überprüfen. Es war besser, auf Nummer sicher zu gehen. Leere Waffenhalterungen im Wachraum, herausgezogene Schubladen in einem Büro, zurückgelassene Flimsiplaststücke neben verschlossenen Aktenschränken. Einiges war mitgenommen worden. Gründlich waren sie dabei aber nicht gewesen. Die Hinterlassenschaften bezeugten die Eile.
Tarkus ließ die Papiere prüfen und bestätigen, dass es sich dabei um unrelevante Notizen handelte und ging dann weiter. Hinter dem Aufenthaltsbereich fanden sie schließlich die technischen Räume. Die Lüfter der Kühlungsanlagen liefen noch und auch die Kontrollanzeigen der Datenserver leuchteten. Der Lieutenant trat an eine davor liegende Sichtscheibe und betrachtete die Geräteschränke, während Sergeant Rennak über Funk den Aufbau der äußeren Sicherung meldete.
Nun galt es, zu prüfen, ob es portable Datenträger gab, die sie sichern konnten. Anschließend würden sie den Rest vernichten.
| Kashyyyk | Wawaatt-Archipel | Datenbunker D1 | Vor dem Serverraum | Lieutenant Tarkus, Wookieetreiber & zwei Trupps Trandoshaner in einem AT-AT, begleitet von einem AT-ST, weiter voraus zwei Scouts auf Speederbikes aufgeteilt auf drinnen und draußen
Die Scouts hatten die Abzweigung gefunden und warteten dort, wo es abwärts in Richtung D1 führte. Das Datenzentrum lag in einem Bunker am Fuß des Wroshyr-Baumes. Tarkus verfolgte auf dem Datenpad, wie die Markierungen sich vom Pass entfernten und mehrmals um den gewaltigen Stamm herumwandten. Der befestigte Versorgungsweg bestand aus natürlichen Auswüchsen, die mit durch die Imperialen dort platzierten Rampen verbunden waren, deren massive Stützen zwischen tiefer gelegenen Ästen verschwanden. Die Regionalverwaltung hatte hier erhebliche Mengen Material verbaut, um ein digitales Archiv zu versorgen. Der Lieutenant hoffte, dass sie dabei auch das potentielle Gewicht von schwerem Kriegsgerät bedacht hatten. Der AT-AT-Kommandant ließ es jedoch nicht darauf ankommen und seine Bordingenieure die Verbindungswege überprüfen. Erst als dieser sein Einverständnis gab, setzten sie den Marsch fort. Wenigstens blieb ihnen ein weiterer Umweg oder der Abstieg zu Fuß erspart.
Mit dem Abstieg verschwand auch der letzte spärliche Rest des Tageslichts. Das Scheinwerferlicht des Kampfläufers wurde durch die nasse Rinde, rostige Streben und herabhängende, fluoreszierende Pflanzen reflektiert. Dahinter blieb jedoch alles völlig schwarz. Auf dem letzten Abschnitt ließ Tarkus seine Leute dann schließlich absitzen. Sein Knie schmerzte beim Abwärtsgehen, aber daran hatte er sich inzwischen beinahe gewöhnt. Wesentlich störender für seine Gemütsverfassung waren da die schlurfenden Trandoshaner, die sich zwischen den Sturmtruppen bewegten. Einer blieb ständig stehen, um irgendetwas jenseits der Dunkelheit zu betrachten. Ein anderer verständigte sich mit seinem Nebenmann in kehligen, wilden und unverständlichen Lauten. Sie hielten keine erkennbar sinnvollen Abstände und verfügten nur über rudimentäre Rundumsicherung. Es handelte sich um neun Nichtsnutze, die man ihm ernsthaft als Ersatz für ausgebildete Sturmtruppen, immerhin die Elite des Imperiums, angedreht hatte. Vermutlich war das Kommando von Kammwacht froh gewesen, als sie die Trandoshaner loswerden konnten.
Die letzte Durastahl-Rampe endete auf einer befestigten Fläche aus dunkler Erde zwischen gewaltigen Wurzeln. Dahinter lag so tief unterhalb des Passes ein schlammiges Tal, unterbrochen nur von verrottendem Holz und bleichen Pilzflächen. Von oben tropfte ein stetiger Strom aus Wasser auf Tarkus‘ Helm. Im Licht der beiden Kampfläufer erschien der Bunker als niedriger Durabetonblock, dessen Fassade zwischen zwei mächtigen Wurzelansätzen in den gewaltigen Wroshyr-Baum eingelassen war, den die Imperialen soeben hinabgestiegen waren. Das darin befindliche Tor wirkte vollkommen ausgestorben. Weder Wachen noch Fahrzeuge hatte man zurückgelassen, als die Besatzung des Bunkers voreilig und überhastet nach Kammwacht geflohen, während um sie herum die Kommunikation zusammengebrochen war.
Ausgestorben bedeutete aber auch, dass der Feind den Bunker wohl noch nicht auf dem Schirm hatte und sie rechtzeitig gekommen waren, um die Datenvernichtung befehlsgemäß auszuführen. Tarkus ließ die Wookieetreiber ausschwärmen und betrachtete die unmittelbare Umgebung. Ein breiter Wurzelrücken überragte den schlammigen, von Pfützen in Größe von kleinen Teichen durchsetzten Vorplatz des Bunkers um einige Meter. Von dort ließ sich die Zufahrt hervorragend überblicken, während die seitlichen Auswüchse des Baumes wenigstens etwas Deckung von oben und den Seiten boten.
„Mori, ich will Senn und Havel mit dem E-Web da oben haben“, erklärte er der Sergeant des dritten Trupps. Am liebsten hätte er ein zweites in einer überlappenden Stellung eingegraben, aber Thatch und der gesamte restliche vierte Trupp waren auf dem Weg von Kachirho nach Kammwacht innerhalb ihres LAAT/i verbrannt, sofern Tarkus dem Bericht Glauben schenken konnte. Und es gab keinen Grund, das nicht zu tun.
„Vale mit dem E-11s da hin.“ Tarkus deutete auf eine seitlich versetzte Stellung, von dem aus der Scharfschütze die Äste über ihnen, den Bunker auhc die E-Web-Stellung abdecken konnte. Vale war zwar nicht ihr designierter Scharfschütze, aber er war es nun zwangsläufig, da Whenndott in dieses beschissene Loch im Boden gefallen war und Trooper Kesh sich in seinem LAAT/i nicht angeschnallt hatte. Seit dessen Fall war auch er MIA, wahrscheinlich tot.
„Rennak, nimm dir Trooper Mondal und einen Pionier aus Gruppe Dorn. Baut Vale ein Nest und bleibt dann bei ihm.“
„Kira ist die einzige Pionierin, Yara ist KIA“, erinnerte der Sergeant der Gruppe Aurek seinen Zugführer an die suboptimale Personalsituation.
„Dann nimm sie“, erwiderte Tarkus das Offensichtliche.
Der Sturmtruppen-Lieutenant schüttelte den Kopf und warf einen hinter seinem Helm verborgenen Seitenblick auf Numissk und seine Echsen. Er überlegte, wie er die Trandoshaner in ihren zusammengewürfelten Panzerteilen zu einem halbwegs sinnvollen Ersatz für die Leute machen sollte, die ihm fehlten. Er würde sie irgendwohin schicken müssen, wo sie die Abläufe der Wookieetreiber nicht stören konnten und am besten so agieren konnten, dass er sie nicht ständig beaufsichtigen musste. Für den Bunker waren sie ungeeignet. In den engen Korridoren würden sie seinen Sturmtruppen nur im Weg stehen. Für eine feste Stellung fehlte ihnen die Disziplin. Es blieb nur der Wald. Dafür mussten die selbsternannten Jäger doch wenigstens zu gebrauchen sein.
„Sie nehmen Ihre Leute und gehen auf Patrouille“, sagte er schließlich in Richtung des Trandoshaner-Anführers.
„Zwei Gruppen, der Nahbereich um den Bunker herum. Halten Sie Ausschau nach Bewegungen, Spuren und schauen Sie, ob es vielleicht einen zweiten Zugang gibt, von dem wir nichts wissen. Bleiben Sie innerhalb der Funkreichweite. Wenn Sie etwas entdecken, melden Sie es. Keine eigenständige Verfolgung. Hier gibt es heute keine Trophäen.“
Numissk zog die Lippen seines schuppigen Gesichts zurück.
„Immer gehen. Immer schauen. Deine Soldaten auch können.“
Tarkus drehte sich vollständig zu ihm um.
„Meine Soldaten können eine ganze Menge. Bei Ihren Leuten bin ich mir da nicht so sicher.“
Das dreiste Grinsen verschwand aus dem Gesicht des Jägers.
„Wir können Fallen machen. Schlingen. Stolperdraht. Wege sperren. Feind kommt, wir wissen. Feind läuft weiter, Feind tot.“
Er deutete mit einer Klaue zwischen die Wurzeln.
„Deine großen Waffen nicht überall sehen. Unsere Fallen nicht sehen müssen.“
Tarkus schwieg einen Moment. Natürlich. Fallen stellen konnten sie vermutlich. Wahrscheinlich verbrachten sie damit die Hälfte ihres unvollkommenen Lebens, um irgendwelches Getier zu fangen und das als große Jagdleistung zu deklarieren. Trotzdem hatte Numissk recht, was die Sichtverhältnisse betraf. Zwischen den Wurzeln lagen mehr tote Winkel, als sie jemals absichern konnten. Weder das E-Web noch AT-AT oder AT-ST konnten auf alles wirken. Wenn die Echsen dort brauchbare Hindernisse anlegten, waren sie zudem noch beschäftigt, und standen der eigentlichen Aufgabe nicht im Weg.
„Dann tun Sie das“, erwiderte er ruhig.
„Melden Sie jede Falle an Sergeant Rennak. Der Weg raus bleibt frei, verstanden?“
Numissk nickte langsam.
„Dann wir machen“.
Der Trandoshaner rief seine Jäger zusammen und verschwand mit ihnen zwischen den Wurzeln.
Tarkus wechselte auf den Fahrzeugkanal und sprach mit dem AT-AT-Kommandanten sein Vorgehen ab. Der große Kampfläufer würde den äußeren Bereich entlang der Zufahrt decken, der beschädigte AT-ST die seitliche Schneise zwischen den benachbarten Stämmen. Dessen zerstörtes und nun offenes Heck ließ er zur Wurzelwand drehen, sodass er mehr oder weniger festen Stellung mutierte. Immerhin hatte er damit das fehlende zweite E-Web ersetzt. Die beiden Scouts auf ihren Speederbikes würden den Aufstieg über den gewundenen Versorgungspfad sichern und den Zugang zum Overgrown Pass im Auge behalten.
Der Lieutenant selbst nahm die vier verbliebenen Soldaten aus Gruppe Dorn, mit Ausnahme von Kira Besh, sowie Sergeant Tredane mit den Troopern Venn und Korda aus Trupp Zwei mit zum Eingang. Torren führte das Sprengmaterial, das aus dem Bunker und seinen Inhalt Waldmüll machen sollte, sobald sie die mitführbaren Datenträger gesichert hatten. Die Zugangskontrolle akzeptierte wie geplant seine Codezylinder-Kennung und gab das doppelt gesicherte Blast-Schott frei. Dahinter lag ein hell beleuchteter Korridor, der den im Helm integrierten visuellen Prozessor für eine Sekunde überlastete, da dieser sich zuvor auf die vollkommene Dunkelheit des Waldbodens eingestellt hatte. So gut wie alle Sturmtruppler hielten sich unwillkürlich die Hand vor den Helm, als das grelle Licht sie blendete, bis der Helmprozessor sich kalibriert hatte.
Mit angelegtem E-11 folgte er anschließend den ersten beiden Troopern hinein und ließ die Räume in taktischem Sturmangriff nacheinander überprüfen. Es war besser, auf Nummer sicher zu gehen. Leere Waffenhalterungen im Wachraum, herausgezogene Schubladen in einem Büro, zurückgelassene Flimsiplaststücke neben verschlossenen Aktenschränken. Einiges war mitgenommen worden. Gründlich waren sie dabei aber nicht gewesen. Die Hinterlassenschaften bezeugten die Eile.
Tarkus ließ die Papiere prüfen und bestätigen, dass es sich dabei um unrelevante Notizen handelte und ging dann weiter. Hinter dem Aufenthaltsbereich fanden sie schließlich die technischen Räume. Die Lüfter der Kühlungsanlagen liefen noch und auch die Kontrollanzeigen der Datenserver leuchteten. Der Lieutenant trat an eine davor liegende Sichtscheibe und betrachtete die Geräteschränke, während Sergeant Rennak über Funk den Aufbau der äußeren Sicherung meldete.
Nun galt es, zu prüfen, ob es portable Datenträger gab, die sie sichern konnten. Anschließend würden sie den Rest vernichten.
| Kashyyyk | Wawaatt-Archipel | Datenbunker D1 | Vor dem Serverraum | Lieutenant Tarkus, Wookieetreiber & zwei Trupps Trandoshaner in einem AT-AT, begleitet von einem AT-ST, weiter voraus zwei Scouts auf Speederbikes aufgeteilt auf drinnen und draußen



