Maul - Shadow Lord Season 1 Episode 2 Sinister Schemes

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    5

Darth Mornabin

Botschafter
Erstausstrahlung: 06. April 2026

Titel: "Finstere Pläne"
Länge: 24 min brutto / 21 min netto
Regisseur: Saul Ruiz
Drehbuch: Matt Michnovetz
 
Zuletzt bearbeitet:
Ersteindruck
Habe nicht viel zu ergänzen …

Positiv:
- Die erste Szene von Meister Daki gefällt mir. Besonnener Jedi-Meister, der aber auch nicht wartet in Aktion zu treten, bis es viel zu spät ist.
- Wird schon in Folge 1 angesprochen und wird hier verdeutlicht: Die lokale Polizei will das Imperium weitestgehend nicht in die Sache involvieren. Weil man befürchtet, dass das Imperium diese Umstände als Vorwand missbraucht, um die Kontrolle über den Planeten zu übernehmen. => Entsprechend haben wir hier bei Maul von Gesetzesseite den identischen Aufhänger für die Handlung wie schon bei Syril Karn in Andor-Folge 2.

- Wie Maul mit Devon Izarra umgeht: Ja, das wird gut angelegt. Die Umsetzung finde ich über alles hinweg deutlich gelungener als noch bei Qimir und Osha in The Acolyte tatsächlich.

- Mauls improvisiertes Gefängnis ist super.

- Captain Lawsons Charakterisierung finde ich super und recht schnell sehr detailliert: Nach offen hin Musterbeispiel im Job, nutzt fragwürdige Kontakte, die er im Laufe der Zeit zwangsläufig angereichert hat zum Vorteil für das Justizsystem ... Trotzdem hadert er mit sozialen Problemen in Sachen Familie (Sohn Riley ... Was ist genau mit der Frau? Einerseits abwesend, andererseits will er sie auch besuchen.), was ihn nicht perfekt und entsprechend glaubwürdig macht.

- Kaum zu glauben, dass ich das sage: Die Verfolgungsjagden geben mir allesamt angenehme AOTC-Vibes.

- Wie die Pykes abgefangen worden sind, fand ich noch clever gelöst. Erst in Sicherheit wiegen, dann zuschlagen.


Negativ:
- Warum Pyke-Boss Krim als so ultra gefährlich dargestellt? In TCW hat sich Krim wegen Maul fast noch in die Hosen gemacht. Und effektiv nie Widerworte gegeben entsprechend ...

- Warum sagt Maul einerseits, dass Devon gehen kann ... aber die Zelle macht er nicht auf.

- Für eine 10 Folgen-Staffel passiert in dieser Folge eindeutig zu wenig.


Neutrales / Gemischtes:
- Ich bin gespannt, wie Lawson mit Meister Daki umgehen wird. Lawson hat nichts fürs Imperium übrig. Andererseits sind die Jedi klar als Kriminelle verschrien. Wird da ein Gewissenskonflikt kommen? Nach dem Beginn von Folge 2 könnte da Lawson auch schon sich seine Gedanken bereit gemacht haben.

- Wario als Schurke finde ich ok. Sein Kampfanzug in Folge 1 als auch seine Fähigkeit sich rauszuquatschen jetzt in Folge 2 gefallen mir meistens. (Einfach als Maul die Credits auf ihn fallen lassen will, war er mir der Kleine etwas zu langsam.)

- Und wieder eine Hallway-Sequenz … Aber wenigstens haben sie es kurz gehalten.


Geradeso genügend. Gebe ...

6 von 10 Punkten!
 
Ich mag die detaillierte Animation, die kontrastiert wird durch diese aquarellartigen Hintergründe (beispielsweise beim Vergnügungsviertel gut zu sehen). Die Bildfrequenzrate wirkt auch nochmal flüssiger, cinematischer als noch bei TCW.

Die Handlung ist bislang schon okay für eine Animationsserie. Bin gespannt, was noch kommt. Und Staffel 2 ist ja schon bestätigt...
 
Die zweite Folge macht genau da weiter, wo die erste aufgehört hat. Man merkt ziemlich schnell, dass die Serie nicht einfach nur eine Aneinanderreihung von coolen Maul-Momenten sein will. Stattdessen geht es hier viel stärker darum, wie dieser Charakter funktioniert. Wie er denkt, wie er Situationen liest und wie er andere Personen langsam in die Richtung schiebt, die er braucht.

Der Einstieg mit der Flucht auf Janix hat direkt wieder Tempo, aber eigentlich bleibt davon weniger die Action hängen als das, was Maul daraus macht. Dass er die Brücke einreißt, zeigt ziemlich klar, wie er tickt. Er weiß genau, dass ein Jedi nicht anders kann, als Leben zu retten, und genau das nutzt er aus. Genau solche Momente geben der Figur hier das Gewicht, das sie verdient.

Überhaupt funktioniert Maul in dieser Folge vor allem über seine Gespräche. Gerade die Szenen mit Devon sind richtig stark, weil sie nicht so platt sind, wie man es vielleicht erwarten könnte. Er redet sie nicht einfach nieder und versucht auch nicht, sie direkt zu bekehren. Er streut Zweifel. Er zeigt ihr eine andere Perspektive und lässt sie dann selbst damit klarkommen. Und Devon ist auch keine Figur, die sofort darauf reinfällt. Sie merkt schon, was da passiert. Trotzdem arbeitet es in ihr. Genau dieses Hin und Her macht die Szenen interessant.

Was mir besonders gefallen hat, ist, wie ruhig sich die Serie dafür Zeit nimmt. Da wird nicht alles mit großen Worten erklärt. Oft reicht ein Blick oder ein kurzer Moment, in dem einfach nichts gesagt wird. Die Animation trägt das erstaunlich gut. Man sieht Devon ihre Unsicherheit an, ohne dass sie es aussprechen muss. Dadurch wirkt sie schon jetzt wie eine Figur, die noch wichtig wird, und nicht wie jemand, der nur für die Handlung mitläuft.

Ihr Ausbruch am Ende passt da ziemlich gut rein. Das ist erstmal eine typische Szene, jemand befreit sich aus einer ausweglosen Lage. Aber es fühlt sich nicht wie ein reiner Actionmoment an. Es hat eher etwas von einem kleinen Wendepunkt. Sie findet buchstäblich einen anderen Weg, und das spiegelt ganz gut das wider, was vorher mit ihr passiert ist.

Neben Maul und Devon bleibt Lawson weiterhin interessant, auch wenn er diesmal nicht ganz so stark im Fokus steht. Die Szene mit der Informantin hat mir gut gefallen, einfach wegen der Atmosphäre. Dieses leicht schmuddelige, farbige, fast schon unangenehme Setting hat was. Es erinnert ein bisschen an die düsteren Ecken aus Andor.

Die Szene mit den Pikes zeigt Maul noch einmal von seiner brutaleren Seite. Nicht elegant, nicht verspielt, sondern einfach direkt und kompromisslos. Man merkt schon, dass das hier keine Figur ist, mit der man sich eigentlich identifizieren sollte, auch wenn es Spaß macht, ihm zuzusehen.

Was mir an der Folge insgesamt am meisten gefällt, ist, dass sie sich Zeit nimmt, ihre Figuren ernst zu nehmen. Maul ist hier nicht nur die Ikone mit dem Doppelklingen-Lichtschwert. Er ist jemand, der plant, der manipuliert und der versteht, wie Personen funktionieren.
 
Negativ:
- Warum Pyke-Boss Krim als so ultra gefährlich dargestellt? In TCW hat sich Krim wegen Maul fast noch in die Hosen gemacht. Und effektiv nie Widerworte gegeben entsprechend ...

- Warum sagt Maul einerseits, dass Devon gehen kann ... aber die Zelle macht er nicht auf.

- Für eine 10 Folgen-Staffel passiert in dieser Folge eindeutig zu wenig.
Bei den Positivpunkten stimme ich dir fast überall zu, mir gefällt das alles recht gut.
Vielleicht noch Spekulationen zu deinen Fragen/Anmerkungen oben.

zu 1) Maul spielt dann vielleicht doch in einer anderen Liga. Und wenn sich die Nr.2 an Brutalität seinetwegen in die Hose macht, dann ist es für mich schon ok, wenn die Nummern darunter ihrerseits auch vor der Nummer 2 (Krim) Angst haben. Und dass die eigenen Leute Jahre, nachdem Maul eine Rolle gespielt hat, ihren Boss für den größetn Fisch im Teich halten, finde ich auch nachvollziehbar.

zu 2) Das ist für mich ein Test und bezieht sich darauf, dass sie gehen KÖNNTE, falls sie bereit ist, ihre Kräfte einzusetzen. Offensichtlich verzichten ihr Meister und sie weitestgehen darauf "um nicht aufzufallen", was sie letzlich zum Betteln zwingt. Zudem scheinen ihre Kräfte (analog zu Obi-Wan) etwas eingerostet zu sein. Den komplizierten Schließmechanismus kann sie nicht öffnen, den weniger feingliedrigen und eher brachialen Schub Richtung Wand bekommt sie hin.
Maul "verführt2 sie mMn, ihre Kräfte wieder zu nutzen, sich ihrer Macht bewusst zu werden - um sie dann zu manipulieren.

zu 3) Angesichts der 10 Folgen und des Umstandes, dass es wohl wirklich eine zusammenhängende Geschichte ist, würde es aber gut passen, die ersten beiden Teile schlicht als Exposition zu sehen - und dieser Aufgabe werden die Episoden mMn gerecht. Die Figuren sind in Position und man hat genügend über ihre Hintergründe erfahren, so dass man jetzt die steigende Handlung beginnen kann.
 
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