Nal Hutta, Nar Shaddaa (Y'Toub-System)

Outer Rim Territories || Hutten-Raum || Nar Shaddaa || Raumhafen Deucalon || Schiff: Leandra || Pumpkin, NPCs

Währender an der Sprungfeder seines Blasters war, diese reinigte und neu ölte, meldete sich ein Pilot-Droide aus dem Cockpit, dass seine Kopfgeldjäger-Firma eine Nachricht von Etara hätte. Pumpkin verharrte in seiner Arbeit, horchte auf und ließ alles Stehen und Liegen, um zum Cockpit zu gehen. Dort angekommen, las er Etara's Botschaft:​

Nachricht an Pumpkin:
Schlecht, sehr schlecht. Aber nicht zu ändern.Keine Infiltration durchführen. Wenn möglich weiter beobachten. Aufjeden Fall auffallen vermeiden.
Etara
Danke


Der HK-Droide wusste natürlich, was er Etara gesendet hatte und zwar, dass das Casino dem 'Besadii-Clan' gehörte. Dass er eine Infiltration nicht versuchen solle, störte ihn weniger, wobei er – seiner Meinung nach – ein paar Ideen hätte. Doch was ihn mehr störte war der Umstand, dass er das Casino weiter beobachten solle, wenn möglich. Die Information: 'Wenn möglich', ignorierte der HK-Droide geflissentlich, weil er ein gewisser Kopfgeldjäger war, der keine halben Sachen machte, doch auch wenn er sich vorstellen konnte, seine Zeit effizienter zu nutzen, band ihn Etara's Nachrichtan der Aufgabe. Er wusste, er selbst würde ungern eine Observation – an einem Aussichtspunkt, den er schon zuvor gefunden hatte – durchführen wollen, dazu noch auf unbegrenzte Zeit. Immerhin wurde kein Zeitlimit bei der Observation erwähnt. Daher musste eine andere Idee her. Er ließ die Pilot-Droiden zurück und ging zurück zum Ingenieursbüro, wo er seinen Blaster zu Ende auseinander nahm, reinigte und dann wieder aufbaute. Zeitgleich machte er sich Gedanken, wie er seine Aufgabe doch erledigen könnte – vorausgesetzt, er hätte das Kapital dafür – ohne wirklich anwesend sein zu müssen. Ihm schwebten diverse Droiden im Kopf herum, die aber alle recht teuer waren. Nachdem sein Blaster wieder montiert war, verstaute er sie in seine orange Metallbox und bewegte sich zur Lounge – der 'Leandra' – um dort am Computer einige Schmieden für Droiden zu suchen und sich auch einen Überblick über die Preise – speziell für Spionage-Modifikationen – geben zu lassen. Ohne Preise könnte man ihn einfach betrügen und die Erfahrung hatte er genug gemacht. Daher war der erste Weg, immer Recherche zu machen.

Nachdem er ein paar Adressen von Droidenschmieden hatte, verließ er das Schiff und ging auf den direkten Weg zu einem Droidenschmied. Bereits beim Betreten des Ladens, hingen diverse Arme, Beine und Köpfe von Droiden im Laden, während ein MSE-6-Maus-Droide auf einem Tisch im Kreis fuhr und leise piepsende Geräusche von sich gab. Beim Anblick des Maus-Droiden, kam den HK-Droiden eine Idee, worauf er den Schmied – hinterm Tresen – fragte, ob man auch Maus-Droiden mit Spionage-und Sensor-Upgrades ausstatten könnte. Dieser schnaubte amüsiert und winkte belustigt ab, nur um prahlerisch zu erklären, dass dieser Laden hier alles bauen und modifizieren könnten. Pumpkin wollte einen MSE-6-Maus-Droiden kaufen, weil diese unscheinbar und perfekt waren für diese Aufgabe. Nach kurzem Austausch, was für Upgrade-Module verbaut werden sollten, meinte der HK-Droide nur unwissend, dass der Maus-Droide mindestens Bilder oder Filme machen sollte und auch die gewonnenen Daten sicher über spielen sollte, damit die Bilder ausgewertet werden konnten. Der Schmied rieb sich nachdenklich das Kinn und schlug dann vor, den Maus-Droiden mit verbesserten optischen Sensoren und Holocams auszurüsten, damit hochauflösende Kamera-Feeds erstellen zu können, genauso eine Datenverschlüsselung und Transmitter eingebaut werden sollte, um die Daten übermitteln zu können. Schlussendlich drehte der Schmied den HK-Droiden noch KI-Analysetools, mit Gesichtserkennung an, die automatisch die Daten auswertete. Natürlich würde jedes Modul etwas kosten, doch nach einem kurzen Preischeck von circa 3.500 Credits für den Maus-Droiden, den Modulen, Installation und Modifizierung, wie auch einem integrieren Speicher für die aufgenommenen Daten, fehlte nur noch der externe Speicher, der die übermittelten Feeds aufnehmen konnte. Nach kurzer Befragung war klar, dass ein Data-Pad nicht ausreichen würde. Als Live-Feed ja, aber zur Archivierung, müsste ein Feldcomputer (mit erweiterten Prozessor, Langzeit-Speichermodul, Backup-Matrix zum Schutz vor Datenverlust, wie auch eine Schnittstelle zur Droiden-Funk-Telemetrie) für circa 7.200 Credits her. Dazu kamen noch Antennen für den Empfang der Daten (sprich Langstrecken-Comlink, Encrypter/Decrypter, Frequenz-Scanner und Adaptive Antenne und Signalstabilisator), was noch mal 2.900 Credits kosten würde. Der Gesamtpreis wäre (Droide, Speicher, Antenne): 13.600 Credits. Dafür, dass es anfangs 'nur' ein Maus-Droide sein sollte, würde Pumpkin mit einem größeren Paket herauskommen, als Pumpkin anfangs wollte. Der Schmied schaute ihn fragend an, wie seine Antwort wäre, doch Pumpkin bat um einen kurzen Augenblick um Geduld, um alle Materialien zu prüfen, ob sie vom Preis und von der Logik schlüssig wären. Weiterhin aktivierte er sein Com-Link am Unterarm, worauf sein Fake-Hologramm seines Meisters erschien. Dort wiederholte der orange HK-Droide die aufgeschlüsselten Daten und Preise des Schmieds und ließ keinen Preis aus. Natürlich war Pumpkin – durch seinen internen Com-Link – mit dem Com-Link an seinem Unterarm verbunden, worauf er dem Hologramm sagen konnte, was das Hologramm sagen sollte. Während der Schmied das (Fake-)Gespräch hören konnte, unterhielt sich der orange HK-Droide eigentlich mit sich selbst, lieferte damit eine schauspielerische Leistung, nur um schlussendlich zuzustimmen, aber nur unter der Voraussetzung, dass die 13.600 Credits der finale Preis sei und der Schmied alle Modifikationen am (Maus-)Droiden, als auch am Feldcomputer vornahm. Das Gespräch verstummte und der HK-Droide schaute zum Schmied, der nun verstand, dass die Frage ihm galt und er damit einverstanden wäre. Dieser überlegte kurz, brummte etwas, dass er noch ein paar Utensilien holen müsste, aber in circa drei Tagen könne sich entweder Pumpkin's Meister oder Pumpkin den Maus-Droiden und Feldcomputer abholen. Der Droide beendete das Gespräch mit seinem 'Fake-Meister', willigte ein und kontaktierte noch ein mal seine Briefkastenfirma, um das Geld locker zu machen. Nachdem die Transaktion abgeschlossen war, ging der HK-Droide zu seiner Briefkastenfirma und suchte sich dort einen passenden Ort für den Feldcomputer aus, wo dieser stehen sollte. Ein schnuckeliger Platz unter dem Tisch würde die Arbeiten der anwesenden Droiden nicht stören, worauf er noch einen der Black-Sun-Mitgliedern die Adresse des Feldcomputers mitteilen müsste, dass diese auf die Feeds zugreifen konnten, um die Daten selbst zu sichten oder auswerten zu können, doch zuvor musste der Feldcomputer, samt Maus-Droide, abgeholt werden.

Nach drei Tagen, konnte der HK-Droide sowohl den modifizierten MSE-6-Mausdroiden, als auch den modifizierten Feldcomputer abholen. Nachdem der Feldcomputer in der Briefkastenfirma, unter dem Tisch des Kopfgeldjäger-Büroschreibtisches stand, ging der HK-Droide – den Maus-Droiden unter dem Arm – zum Casino, genauer gesagt, in die ungefähre Richtung. Er selbst wollte nicht ins Casino selbst, sondern eher an der Rückseite des Casinos, über die Dächer, hinter die Reklametafeln, um dort seinen zuvor auskundschafteten Observationsposten wieder einzunehmen. Nachdem er über die Dächer, zwischen den Halterungen der Reklametafeln geklettert war, stellte er sich hinter eine Brüstung, vor ihm, die gesamte Reklamekonstruktion, die diverse Bilder und Buchstaben hielten und beleuchteten. Kurz suchte er einen passenden Ort für den Mausdroiden, aktivierte diesen und zeigte in die Gasse, die der Mausdroide observieren sollte. Nachdem er den Mausdroiden an einer unscheinbaren Stelle – hinter einer Reklame – gestellt hatte, wo man den Mausdroiden von vorne nicht sehen konnte, kontaktierte er kurz sein Kopfgeldjäger-Büro, worauf die Stimme seines Sekretär-Droiden ertönte. Pumpkin bat um die Sichtung des Feldcomputers, ob ein Empfang der Aufzeichnung durch den Mausdroiden zu sehen war. Als der Sekretär-Droide dies bestätigte, ließ der HK-Droiden den Feldcomputer den Bildschirm schließen, dass dieser währenddessen im passiven Modus das Feed empfangen und aufzeichnen konnte. Erst jetzt, ließ der HK-Droide den kleinen Mausdroiden zurük, ging zurück zum Kopfgeldjäger-Büro, prüfte die Arbeit des Droiden und kontaktierte über sichere Kanäle einen BS-Slicer von Etara, dass dieser – über eine spezielle, verschlüsselte Frequenz – auf die Filmaufnahmen des Feldcomputers zugreifen könne, um damit die Gasse hinterm Casino sichten zu können. Doch bevor der HK-Droide seine 'Mission' komplett abschloss, arbeitete er alle Daten nach, die er während dieser Mission gesammelt hatte. Sprich die Auslieferung der Waffen an Etara – erst durch Lucy Dent – dann direkt an Etara, dann die Suche nach Spectre und der Observation des Casinos, wie auch jegliche Korrespondenz zwischen Etara und Pumpkin und schlussendlich alle Daten, die der Droide – bis jetzt – gesammelt hatte. Dieses ganze Datenpaket, sendete er dann – über Mittelsmänner – an Towani, den Nerra, dem er immer noch 12 Millionen Credits schuldete. Glücklicherweise hatte Rogissi bereits eine Nachricht hinterlassen, dass das Schmugglergut verkauft wurde und der HK-Droide nun seine eigentlichen, privaten Geschäfte machen konnte. Er kontaktierte nun Dargus Korpil für den Erwerb der Grundstücke auf Nal Hutta, dann Darice Coker, dass in nächster Zeit die Sachen für das Motel, Waschcenter und die Briefkastenfirma ankommen würden. Nun galt es, alle nötigen Dinge für die drei Geschäfte zu bestellen, damit diese auch von Nar Shaddaa, nach Nal Hutta gesendet werden würde. Natürlich hatte der findige HK-Droide schon zuvor die Gegenstände recherchiert, woher er sie bekommen würde und zu welchem Preis, worauf er nur noch bestellen und zahlen müsste. Der gesamte Prozess der Immobilienkauf, wie auch Erwerb der Waschmaschinen, Trockner, Etagenbetten, Matratzen, Computer, Tische, Stühle und Droiden, würde gesamt ein Tag dauern. Doch er selbst würde sich nicht ausruhen wollen, weil – auch wenn Darice – Andere die Installation der Gegenstände übernahmen, wollte er die Einrichtung abnehmen, damit jedes Geschäft auch wirklich funktionierte. Eigentlich waren die Geschäfte auf Nal Hutta eine Spiegelung der Geschäfte auf Nar Shaddaa, die der HK-Droide bereits auf dem Schmugglermond hatte. Die Weichen für die Verwaltung und Betreuung des Waschcenters, des Motels, als auch der digitalen Infrastruktur, war durch Droiden und organische Handlanger schon zuvor organisiert worden. Nun galt es nur, der Idee mit Substanz zu füllen und sie mit Inventar auszustatten.

Nach zwei Tagen, nachdem er die Bestätigung bekam, dass erst die Immobilien in seinen Besitz ging, dann die Waren seiner Geschäfte ankamen und verstaut wurden, ließ der orange HK-Droide seine Finanzen mitteilen, dass er noch 31.150 Credits an 'Restgeld' hätte, aus seinem Verkauf von Schmugglerware von Nal Hutta auf Nar Shaddaa. Jetzt, wo seine zweite Briefkastenfirma – auf Nal Hutta – Fahrt aufnahm, musste der Start kontrolliert werden. Die Namen der 3.000 Briefkastenfirmen könnte man einfach von Nar Shaddaa herüber transferieren und umbenennen, mit der Endung: '… Nal Hutta'. Dies war die einfachste und auch unkreativste Lösung überhaupt. Einfach einer Firma einen Namen geben, meist, was es beschreibt und dahinter eine Ortsbezeichnung und schon hatte man eine Scheinfirma gegründet. Doch bevor er mit seinem Frachter nach Nal Hutta flog, wollte er noch ein mal Waren von Nar Shaddaa nach Nal Hutta transportieren. Sowohl einen legalen Fracht-, als auch Personentransport-Auftrag, wie auch eigene Güter, die er nach Nal Hutta transportieren wollen würde. Während der HK-Droide – in seinem Frachter (der 'Leandra'), in seiner Lounge saß – studierte er am Computer nach einigen Namen, Waren, wie auch Aufträge. Zuerst orderte er einige Technologien, die man ihn auf sein Schiff bringen sollte, zeitgleich suchte er nach einem passenden Frachtauftrag, den er nach Nal Hutta bringen sollte und nahm noch einen Passagier zum Hutten-Planeten mit. Gesamt käme dann circa fünf- bis sechstausend Credits zusammen, plus den Warenwert seiner eigenen Waren, die er auf Nal Hutta verkaufen würde.

Nachweiteren 3 Tagen, hob der Frachter – samt Passagier und Fracht ab,um nach Nal Hutta zu fliegen.

OuterRim Territories || Hutten-Raum || Nal Hutta || Bilbousa Raumhafen ||Schiff: Leandra || Pumpkin, NPCs

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OuterRim Territories || Hutten-Raum || Nal Hutta || Bilbousa Raumhafen ||Schiff: Leandra || Pumpkin, NPCs

Nach ein paar Stunden, landete der YT-1000-Frachter – namens: 'Leandra' – auf dem Raumhafen von Bilbousa, worauf gleich sein Passagier mit ausstieg und verschwand, wie auch die Empfänger des Lieferauftrages kamen, um die Fracht entgegennehmen zu können. Mit der Hilfe des HK-, wie auch Pilot-Droiden, entluden sie die Fracht, worauf im Hintergrund die finanziellen Transaktionen durchgeführt wurden. Als nächstes kontaktierte Pumpkin seinen Kontakt – Lora Wessiri, die Quarrin – dass diese für ihn die Güter verkaufte, die er mit nach Nal Hutta nahm. Während die Pilot-Droiden die Waren an die Quarrin übergeben sollte, würde sich der HK-Droide auf den Weg machen und seine Briefkastenfirma anschauen. Immerhin war dies das wichtigste Geschäft auf den Planeten und warum der HK-Droide überhaupt herkam. Nach einer Weile des Fußmarsches, gelangte der orange HK-Droide an die Immobilie, die er sich mit Darice Coker – dem zukünftigen Direktor der Briefkastenfirma – angeschaut hatte, öffnete die Tür zum zwei Zimmer-Büro und sah nur diverse Gegenstände einfach in den Raum deponiert. Derweil würde wohl Darice dafür sorgen, dass die Mehretagenbetten im Motel aufgebaut werden würde oder dieser würde die Waschmaschinen für das Waschcenter aufstellen. Das hieß, dass der HK-Droide die Brifkastenfirma aufbauen müsse. Ohne groß zu zögern, schob er die Kisten hin und her, dass man problemlos eine Trasse zwischen Eingangstür und hinterem Büro hatte und begann dann erst die Tische und Stühle, wie auch die Droidenladestation aufzubauen, gefolgt von der Aktivierung des Sekretär- und Verwaltungsdroiden, um damit zwei weitere Arbeitskräfte – für den Aufbau – zu haben, um die Computer und schlussendlich die 3.000 Briefkästen – im Vorraum – aufzubauen. Die meiste Zeit, beanspruchte das Stapeln der Briefkästen im Vorraum, damit diese alle vier Wände auskleideten ohne dass die gesamte Konstruktio nzusammenstürzte oder die Wege blockierte. Da der 'Prototyp' der Briefkastenfirma auf Nar Shaddaa aufgebaut wurde, wusste Pumpkin, wie auch hier die Briefkastenfirma auszusehen habe. Während der HK-Droide noch die Briefkästen stapelte, kümmerten sich der Verwaltungs-, wie auch Sekretär-Droide darum, dass die Computer angeschlossen und einsatzbereit waren, um dann eine Kopie der Namen zu bekommen, die die Briefkastenfirma auf Nar Shaddaa bereits hatte. Zeitgleich benannten die Droiden die 3.000 Briefkastenfirmen um, bis der Verwaltungsdroide sich um die Einrichtung neuer Konten auf Nal Hutta kümmern konnte. Kaum war der HK-Droide mit seinen Briefkästen-Stapeln fertig, schaute er in das hintere Büro, wie die Droiden eifrig die Computer und Arbeitsmittel einrichtete, an denen sie arbeiten sollte. Während die Einrichtung der Briefkastenfirma noch eine Zeit brauchen würde, begab sich der orange Blechmann zum Waschcenter, wo immer noch die Waschmaschinen und Trockner deponiert herum standen ohne angeschlossen zu sein. Als er erkannte, dass Darice wohl nicht da war, begab er sich zum Motel, wo der Mensch krampfhaft versuchte, alleine die Etagenbetten aufzubauen. Als er den Droiden sah, seufzte der Mensch erleichtert, aber auch schwer, sichtlich froh darüber, den Droiden zu sehen und bat ihm um Hilfe beim Aufbau. Auch wenn Pumpkin kein Wissen über die Konstruktion von Etagenbetten hatte, half er den Menschen dabei, Komponenten zu bringen, zusammenzustecken oder anzuheben, damit langsam die Betten standen. Nach mehreren Stunden der Konstruktion von Etagenbetten, schnaufte Darice durch und ließ sich geschafft auf eines der Betten fallen, während der HK-Droide herzlos den Fleischsack anschaute und sich – mit ihm – um das Waschcenter kümmern wollte, doch Darice verweigerte energisch die Arbeit und erklärte nur, dass er erschöpft und hungrig sein. Dazu war Darice kein Droide, der unendlich lange arbeiten könne und unweigerlich eine Pause bräuchte. Könnte Pumpkin seufzen, würde er dies jetzt tun, sichtlich missmutig über die Arbeitsweise und Ausdauer des Fleischsackes, doch es nützte nichts. Anstatt sich darüber zu beschweren, handelte er mit Darice etwas aus, dass der HK-Droide den Menschen auf ein Essen einladen würde und dann beide zum Waschcenter gehen sollten, um einfach nur die Raumaufteilung zu klären. Während Darice dann 'Feierabend' machen würde, würde sich der HK-Droide darum kümmern, die Trockner und Waschmaschinen in die richtigen Ecken zu stellen, dass diese nur noch angeschlossen werden mussten, doch das sollte Darice dann am nächsten Tag machen. Gesagt, getan. Beide gingen sich an einem Imbiss-Stand stärken – wobei Pumpkin nichts aß, sondern nur spendierte – um dann zum Waschcenter zu gehen. Darice schaute sich um, wie die Raumaufteilung am Besten war, auch, wegen den Wasseranschlüssen und erklärte den Droiden, wie es am sinnigsten wäre. Nachdem das geklärt war, ging Darice nach Hause, während das Museumsstück von HK-Droiden damit anfing, die Trockner und Waschmaschinen herum zu schieben, so, dass alle Trockner und Waschmaschinen nebeneinander standen und nur noch angeschlossen werden mussten.

Als der Mensch, am nächsten Tag, morgens, gestärkt zum Waschcenter kam, sah er den orangen HK-Droiden bereits im Türrahmen stehen. Als Darice seinen 'Chef' grüßte, konnte dieser bereits sehen, wie die Waschmaschinen und Trockner – wie besprochen – in der richtigen Reihenfolge aufgebaut waren. Bevor sich Darice an die Arbeit machen konnte, erklärte der HK-Droiden den Menschen, dass er ihm Geld für Werkzeug und Werbungskosten da lassen würde, damit Darice nicht nur die Elektrogeräte aufbauen und warten konnte, sondern auch den Immobilien Namensschilder und Marketing für dessen Eröffnung und Nutzung geben könne. Das Budget, was Pumpkin ihm gab, war sehr begrenzt und würde nur für das reichen, was der HK-Droide ansprach: Werkzeuge, Firmenschilder und bisschen Kleingeld für 'Propaganda'. Sofern Darice nichts weiter von Pumpkin wollte, würde sich der HK-Droide wieder zu seinem Schiff – am Raumhafen – aufmachen. Das Finanzielle wurde bereits geklärt, dass Darice ein festes Gehalt von 500 Credits im Monat bekam und einen Zuverdienst bekam durch die Vermietung der Motel-Betten, wie auch einen Teilgewinn des Waschcenters. Natürlich war der 'Zuverdienst' nicht sonderlich viel, dass Darice reich wurde, doch aufgrund der verschiedenen Einnahmequellen, könnte es sich Darice gut gehen lassen. Dies bedeutete aber auch zeitgleich, dass er viel arbeiten müsse, weil das Waschcenter müsse gewartet werden, wenn etwas kaputt ginge und sein Motel bedurfte irgendwie permanente Anwesenheit, um jeden Tag Bettvermietungen abzukassieren und Betten neu zu beziehen. Doch jeweils, wie groß das Arbeitspensum ausfallen würde, könnte sich Darice – über Pumpkin's Kopfgeldjäger-Büro – melden, um finanzielle, materielle oder personelle Unterstützung zu bitten. Alles war bedacht. Pumpkin ging schlussendlich zu seinem Frachter und studierte dort das HoloNet, während er seinen NR-1100-DROIDEN nochmal in die Briefkastenfirma auf Nal Hutta sendete, um dort die Verbindung und Sicherheit der Computer zu gewährleisten.

Für Pumpkin hieß es derzeit nur noch, auf die Einnahmen – durch den Verkauf der Technologie durch die Quarrin – zu warten. Die Zeit nutzte Pumpkin um sein 'Akimbo'-Style zu trainieren oder nach neuen Gütern zu suchen, die er auf Excarga verkaufen könne. Denn dies war sein nächstes Ziel, in der Hoffnung, seinen aller ersten Auftrag endlich abschließen zu können.

Outer Rim Territories || Hutten-Raum || Nal Hutta || Bilbousa Raumhafen || Schiff: Leandra || Pumpkin, NPCs​
 
Outer Rim Territories || Hutten-Raum ||Nal Hutta || Bilbousa Raumhafen || Schiff: Leandra || Pumpkin, NPCs

Nach einer Stunde Training lud er sich an einer Droidenladestation auf, die sich auf der Leandra befand, und setzte sich danach an einen Computer – in der Lounge –, um nach einigen Gütern für Excarga zu suchen. Da der HK-Droide dort einige Unternehmungen hatte – darunter seine „fliegende Kantine“ und den Reparatur-Shop, den Itu betrieb –, wusste er ungefähr, welches Klientel und welche Nachfrage auf dem Outer-Rim-Planeten herrschten. Er wusste, dass Alkohol definitiv eine gefragte Ware war. „Fisty“, der Ortholaner, der eine Bar betrieb, würde dies bestimmt abkaufen. Alltagsgegenstände waren ebenfalls gefragt, da die rückständige Welt nicht sonderlich modern war – wie zum Beispiel Coruscant oder Nar Shaddaa. Das Käuferpotenzial war jedoch eher gering. Ein guter Ort zum Untertauchen, nicht aber, um sonderlich reich zu werden. Daher orderte er eher Unterhaltungselektronik, Alkohol, Gewürze, medizinische Ausrüstung, Automaps und Tabakwaren. Sprich: eine breite Mischung aus diversen Waren im Wert von 60.000 Credits. Der Wiederverkaufswert würde zwar geringer sein, doch dies würde seinen Geschäften auf Excarga mehr Prestige bringen.

Nach zwei Tagen waren seine Waren auf Nal Hutta verkauft, und er konnte dort weitere Waren für Excarga einkaufen. Zudem suchte er krampfhaft nach einem Frachtauftrag und einem Personentransportauftrag, die er von Nal Hutta nach Excarga bringen konnte. Dies dauerte wieder unnötige Stunden, in denen das Schiff des HK-Droiden auf dem Hutten-Planeten versauerte. Doch sobald die letzte Fracht und die letzte Person auf der Leandra waren, ließer die Pilotdroiden abheben und nach Excarga – genauer: Cargarsis –steuern.

||Outer Rim Territories || Excarga System || Excarga || Cargarsis ||Pumpkin; NPCs ||
 
[Nar Shaddaa |Schattenstadt | Appartment 23c ] Etara, Amos, Silas, Sam, Nevis, NPCs



Etaras Mund wurde trocken und sie brachte nur eine halb gekrächztes „Spec…“ herunter, ehe das Bild erlosch und von dem Clanssymbol der Hutten ersetzt wurde.

Dann ertönte eine Stimme aus den Lautsprechern, tief, sonor, huttisch.


„Eure kleine Freundin hat Durchhaltevermögen, dass muss man Ihr lassen. Aber jeder redet… irgendwann.

Ich will ein Treffen Etara, wir sollten reden.

Sie haben meinen Mond in Unruhe gebracht und das bringt mich in Unruhe. Das wollen Sie nicht. Aber ich bin in Geberlaune. Sie bestimmen den Ort und die Zeit, und ich habe so lange Spaß mit Ihrer Freundin.

Ich will aber nicht unfair sein, ich lasse Sie daran teilhaben. Viel Vergnügen ….“


Es folgte das tiefe Lachen des Hutten eher der Bildschirm wieder auf die Szene mit der ehemaligen Imperialen umschwang, die immer weiteren Stromstößen ausgesetzt wurde.
Etara blickte starr auf den Monitor und Ihre Hände verkrampften in der Rückenlehne von Amios.


„Schalt … das … ab ….“

Zischte Sie leise. Es war still in dem Raum und alle Augen hatten sich auf die Chiss mit der Augenklappe gerichtet. Kein Räuspern war zu hören, keiner wagte es auch nur laut zu atmen und eine schwer zu greifende Stimmung machte sich breit.
Etara seufzte und richtete sich auf.


„Ich denke wir können die Mission als beendet erklären. Alles abbauen und den Abflug vorbereiten. Wer auf eigene Faust abhauen will, der kann gehen.“


Sie blickte zu Lucy und Sam.

„Euch würde ich gerne eine Mitgliedschaft bei der Black Sun anbieten, Ihr wart gut, sehr gut sogar. Solche Leute können wir brauchen und Ihr könnt es weit bringen. Ob Ihr das wollt, müsst Ihr aber selbst entscheiden.“

Dann blickte Sie zu Amos.

„Schick dem Hutten bitte eine Nachricht mit den Koordinaten: hier in 4 Stunden und das ich meine Mitarbeiterin dann gerne übernehmen würde. Eine Einigung kann sicher arrangiert werden.

Gebt mir kurz ein paar Minuten.“


Dann nahm Sie sich eine Flasche Hochprozentigen und verlies den Raum.



[Nar Shaddaa |Schattenstadt | Appartment 23c ] Etara, Amos, Silas, Sam, Nevis, NPCs
 
[ Nar Shaddaa | Schattenstadt | Appartment 23C ] Amos Triskal, Etara, Sam, Nevis, Silas und diverse NPC


Amos lauschte der dröhnenden Stimme, die unerwartet aus den Lautsprechern im Appartement drang. Zwar bestätigte der Hutte nur, was sie mittlerweile geahnt hatten: Sie waren aufgeflogen und man hatte sogar ihren Standort herausgefunden! Aber es war trotzdem beängstigend.

Und dann kam auf seinem Bildschirm wieder das Bild der Kamera aus der Folterkammer. Amos spürte, wie Etara sich hinter ihm versteifte.

„Schalt… das… ab…“, presste sie mühsam hervor. Da er nicht wusste, ob er überhaupt noch eine Kontrolle über das Terminal hatte, deaktivierte er einfach den Bildschirm. Dann riss er die Stecker heraus, durch die sein persönliches Datapad mit dem Terminal verbunden war. Das hätte er vielleicht schon früher tun sollen. Er würde das Pad komplett neu formatieren müssen, um sicherzugehen, dass die Hutten keine Malware daraufgespielt hatten. Er hatte absolut keine Lust, dass diese Gangster ihn verfolgen könnten.

Erstaunlich gefasst richtete sich die Chiss hinter ihm auf und erklärte die Mission für beendet. Amos würde mithelfen, das Nötigste aufzuräumen und sich dann so schnell wie möglich aus dem Staub machen. Er konnte nur hoffen, dass sie seinen Frachter nicht beschlagnahmt hatten. Auch den würde er auf Sonden kontrollieren müssen.

Mit einer letzten Anweisung an ihn, den Hutten Zeit und Ort für das Treffen mitzuteilen, zog sich Etara mit einer Flasche Schnaps ins Nebenzimmer zurück. Amos konnte es ihr nicht verdenken. Während einige der Slicer und anderen Anwesenden ihr noch fassungslos hinterherschauten und andere bereits zu packen begannen, streute der junge Corellianer sorgfältig eine ordentliche Linie Glitzerstim auf die Konsole vor ihm und genehmigte sich einen Moment zum „Durchatmen“. Das Pulver schoss in seine Nase und verwandelte sich in ein intensives und dennoch angenehmes Brennen, das sich auf seine Nerven ausbreitete und durch den ganzen Körper wanderte. Es kitzelte seinen Verstand wach, verengte seinen Blick auf das, was zu tun war, während sich gleichzeitig seine Sinne über den ganzen Raum ausbreiteten und alles an Information aufsogen, was da war.

Jetzt war er bereit den Bildschirm wieder einzuschalten.

Wieder erschien das Kamerabild der Folterkammer, aber es berührte ihn nicht mehr. Er hatte eine Aufgabe zu erledigen, und dann würde er von diesem verdammten Huttenrotz einer Ecumenopolis verschwinden. Er hatte tatsächlich noch Kontrolle über das Terminal und konnte den Stream zumindest wegschieben. Dann schickte er die Nachricht nach Etaras Angaben an Besadii raus. Er nahm sich noch die Zeit, zu überprüfen, ob die Nachricht auch wirklich angekommen war. Keine zwanzig Sekunden später erhielt er eine Antwort.

Das Treffen wurde angenommen.

Er ließ den Kanal offen, falls er in der Zwischenzeit noch einmal für die Kommunikation gebraucht wurde. Kein Grund für Heimlichkeit mehr, jetzt wo die Hutten eh schon alles über sie wussten. Dann stand er auf und sagte in den Raum, zu niemand bestimmtem, aber laut genug, dass alle ihn hören konnten:


„Alles klar, in vier Stunden sind sie hier. Ich wünsche euch allen viel Glück und vielleicht sieht man sich mal auf The Wheel. Ich werd so schnell es geht von hier abhauen, Richtung Perlimianische Handelsstraße. Wenn also jemand eine Mitfluggeleigenheit braucht…“ Bei den letzten Worten ließ er den Blick durch den Raum schweifen und blieb kurz an den beiden neuen Gesichtern hängen, die mit einem Bier auf der Couch saßen (Sam & Nevis).

Dann machte er sich eilig daran, seine Sachen zusammenzupacken.



[ Nar Shaddaa | Schattenstadt | Appartment 23C ] Amos Triskal, Etara, Sam, Nevis, Silas und diverse NPC
 
[Nar Shaddaa |Schattenstadt | Appartment 23c ] Etara, Amos, Silas, Sam, Nevis, NPCs



Die nächsten Stunden verliefen hektisch, aber relativ geordnet. Die Chiss tätigte mehrere Holoanrufe, auch um sich selbst Anweisungen geben zu lassen. Die Organisation der Abreise hatte Sie an Ihr Team deligiert.

Trotzdem verging die Zeit für Etara wir in Zeitlupe. Doch dann war es soweit…



Eine kleine Kolonne aus Fahrzeugen näherte sich der Operationsbasis und wurden in den Hinterhof eingelassen. Zuerst stiegen Truppen der Hutt-Sec aus, schwer gepanzert, und sicherten das Gelände. Dann erst erreichte ein weiteres, größeres Transportfahrzeug den Hof. Diese öffnete eine Seite und offenbarte einen Hutten. Auffällig waren die großen und sicher extrem Wertvollen Ringe und Ketten, die der Hutte trug und deutlich sagten, wie viel Geld und Macht er hatte. Dann klopfte es an der Tür.

Etara räusperte sich, nickte den wenigen noch Anwesenden zu und ging mit einem mulmigen Gefühl zur Tür. Ein recht unauffälliger Mensch erwartete Sie, der eine höfliche Verbeugung andeutete.


„Ich bin Geralt, Dolmetscher und Haushofmeister des großen Beldool Besadii. Mit wem habe ich die Ehre?“

Etara nickte kurz.

„Toshe'tara'narada oder kurz Etara, Adika der Black Sun, bevollmächtigt für Verhandlungen mit dem ehrenwerten Beldool Besadii im Namen der Black Sun durch Vigo Darga.“

Der Mensch nickte und deutete Etara voranzuschreiten.

Die Verhandlungen waren angespannt. Zu Beginn dominierten unausgesprochene Drohungen die Atmosphäre. Beide wussten, dass ein offener Konflikt Ressourcen schwächen und rivalisierenden Syndikaten und Clans Vorteile verschaffen würde. Dennoch war keiner bereit, die Kontrolle über die Verhandlungen abzugeben. Kleine Gesten, minimale Verschiebungen im Tonfall und im Verhalten der Anwesenden verrieten, wie nah die Situation an einer Eskalation war.

Allmählich verschobt sich das Kräfteverhältnis durch subtile Zugeständnisse von Etara. Die Chiss hatte klare Anweisungen erhalten und signalisiert Bereitschaft zur Kooperation, solange die Interessen der Black Sun unangetastet blieben. Der Hutte erkannte die strategische Logik dahinter: Eine Bündnis würde nicht nur die Kontrolle sichern, sondern auch äußere Bedrohungen abwehren.

Kaum merklich entspannten sich die Anwesenden, als klar wurde, dass die Verhandlung nicht in Gewalt münden würden. Beide Seiten akzeptieren stillschweigend die Notwendigkeit einer Beendigung des Konfliktes, gerade im Hinblick auf den Kriegsausbruch zwischen dem Imperium und der Republik.

Am Ende stand eine Einigung, die auf gegenseitigem Nutzen basiert, aber von Misstrauen durchzogen blieb. Der Hutte war bereit, eine lose Geschäftsverbindung aufrecht zu erhalten, natürlich ohne, dass die anderen Clans etwas davon mitbekamen. Er würde so einige delikate interne Probleme, oder besser die Lösung dieser, weitervermitteln. Außerdem hatte er Interesse an einem Informationsaustausch über die anderen Mitspieler der Galaxis. Im Gegenzug erhielt die Black Sun die Möglichkeit Nar Shaddaa als verdeckte Basis zu nutzen, solange Sie nicht offen agierte.

Man wurde sich schließlich handelseinig und zum Abschluss wurde auch Spectre an Etara übergeben. Dann trennten sich die beiden Parteien.

Als der Konvoi den Hof verlassen hatte, drängte die Chiss zum Aufbruch und die restlichen Verbliebenen verließen die Basis in Richtung der Shuttles, die Sie zu den Schiffen im Orbit bringen würden.



weiter geht es hier (Sam, Nevis, Etara, Spectre): Weltraum (Neutral)


[Nar Shaddaa |Schattenstadt | Appartment 23c ] Etara, Amos, Silas, Sam, Nevis, NPCs
 
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[ Nar Shaddaa | Corellianischer Sektor | ‚Triebwerke und Respulsoren Heller‘ ] Amos Triskal, Karston Heller (NPC)


Während sich in der Schattenstadt das Treffen zwischen Etara und Beldool Besadii anbahnte, hatte sich Amos Triskal längst aus dem Staub gemacht. Er war weder ein guter Unterhändler, noch war er eine große Hilfe, sollte die Verhandlung gewaltsam eskalieren. Und er hatte absolut keine Lust, noch vor Ort zu sein, falls es dazu kam. Außerdem war seine Arbeit hier getan, Etara hatte die gesamte Aktion offiziell für beendet erklärt und den Rest seiner Bezahlung würde der Slicer auf The Wheel erhalten. Deshalb war diese Raumstation nun auch sein nächstes Ziel. Aber dafür musste er zuerst sein Schiff wiederhaben, das er im Corellianischen Sektor, hier bei ‚Tiebwerke und Repulsoren Heller‘ abgestellt hatte. Gegen Gebühr natürlich.

Er legte einige Creditchips auf den Schreibtisch in dem kleinen, unaufgeräumten Büro.


„Danke, dass ihr die Schrottkiste so lange hier untergestellt habt.“

Der Mann hinter dem Schreibtisch schob die Credits beiläufig ein und lächelte.

„Keine Ursache. Wir Corellianer müssen zusammenhalten, ganz besonders in so wechselhaften Zeiten.“

Karston Heller war ein Mensch mittleren Alters mit grau melierten Haaren und Dreitagebart. Er war der Besitzer dieser Werkstatt für Gleiter und kleinere Raumschiffe. Als er aufstand hielt ihn Amos zurück.

„Eine Frage noch. Wissen Sie vielleicht jemanden, der eine Passage oder eine Fracht nach The Wheel oder generell in Richtung Perlimianische Handelsstraße braucht? Immer besser, nicht leer zu fliegen.“

Amos war zwar kein Mensch, der unbedingt fremde Gesellschaft auf einem vier Tage langen Hyperraumsprung brauchte, aber er war ein Mensch der Credits brauchte.
Der Werkstattleiter setzte sich wieder und scrollte ein paar Sekunden auf seinem Terminal herum.


„Schon möglich. Ich arbeite mit einem Logistiker zusammen, der immer Sachen auf der Warteliste hat. Ich schicke dir die Liste auf dein Pad, vielleicht ist ja was passendes dabei.“

„Perfekt!“ lächelte Amos.

Heller nickte nur und fischte einen Schlüssel von einem Brett an der Wand. Dann führte er Amos aus dem Büro in die Halle hinaus, wo gerade an vier Z95-Headhuntern gearbeitet wurde, die huttische Clansymbole trugen. Im Gehen redete er weiter.


„Ich glaube, wir müssen ein paar Kisten wegfahren, damit dein Schiff starten kann, wir haben es in der Zwischenzeit etwas zugestellt. Aber das dauert nur ein paar Minuten. Vollgetankt müsste es sein.“

Sie schlängelten sich zwischen Ladedroiden und fahrbaren Werkzeugkisten hindurch zu einem breiten Tor im hinteren Bereich der Halle. Heller betätigte einen Hebel und das Tor öffnete sich quietschend. Dahinter lag ein regennasser Hinterhof, der den Blick auf den schmutzigen Himmel Nar Shaddaas freigab. Der leichte Nieselregen lief in schmierigen Bahnen die Rückwände der umgebenden Gebäude hinab. Unter einem großen Vorsprung, abgestützt von mächtigen Durastahl-Stützen wartete Amos gestohlener leichter B-7 Frachter auf ihn, charismatische Rostflecken inklusive.

„Ich hab‘ das Ding nicht angerührt, jeden Credit, den du da reinsteckst, kannst du gleich in eine Müllpresse werfen“, sagte er lachend, als er zu einem Repulsorlader hinüberging, um die Schrottcontainer wegzuheben, die vor dem Schiff gestapelt worden waren. Amos sagte nichts dazu. Er war kein Experte, was Raumschiffe anging. Aber der B-7 war vorerst das Einzige, was ihm zur Verfügung stand, und das würde sich auch nicht ändern, solange er noch im Rang eines Bechsesmy war. Die Black Sun regelte die Privilegien ihrer Mitglieder in den unteren Rängen sehr klar. Ihm standen zwar grundlegende Reparaturen zu, aber ein Schiff wurde ihm erst mit dem eins höheren Rang, Pateessa, gestellt. Und auch das nur bei Bedarf. Der Schrotthaufen würde also noch einige Zeit durchhalten müssen. Aber dass hier Upgrades keinen Sinn mehr machten, war selbst ihm klar.

Während Heller die Container zur Seite räumte, ging Amos die Warteliste durch. Sie war nicht übermäßig lang und er hatte schnell die drei Aufträge gefunden, die in Frage kämen:

Nr. 1 war der lukrativste. Transport von 0,5 Tonnen Magnesium-Molybdän nach Lianna. Aber die Sache hatte gleich zwei Haken: Magnesium-Molybdän wurde zur Herstellung von hochexplosiven Sprengladungen verwendet und war deshalb in weiten Teilen der Galaxis ein Militärisches Gefahrengut. Natürlich nicht hier, im Hutt-Raum. Aber sobald er in eine neu-Republikanische Zollkontrolle geriet, was auf seiner geplanten Route wahrscheinlich war, würde man ihn sehr genau Filzen. Und ob die Papiere der Ladung dieser Prüfung standhielten, konnte Amos im Vorhinein schlecht beurteilen. Und Zweitens der Zielplanet, Lianna, eine zentrale Festungswelt der neuen Republik. Von sowas sollte man sich generell fernhalten, wenn man nicht unbedingt musste. Das machte alles nur komplizierter. Amos kannte sich da aus, Corellia war auch eine Festungswelt.

Nr. 2 war eine sechsköpfige Pilgergruppe, die nach Concordia im Mandalore-System reisen wollte. Das lag noch einmal 3 Tage hinter The Wheel, was für Amos 6 Tage Umweg bedeutete. Außerdem hatte er keine große Lust, bei den Mandalorianern rumzufliegen, die waren nicht berechenbar.

Nr. 3 war nur eine Person, also nicht sehr einträglich. Aber es gab eine unschlagbares Argument: Als Ziel war das Besh-Gorgon System, genauer gesagt The Wheel. Also genau da, wo Amos auch hinmusste. Und eine Person war ihm viel lieber als ein Haufen religiöser Spinner oder eine halbe Tonne Gefahrenstoff.

Außerdem hatte er gerade einen Auftrag abgeschlossen und mit den Credits, die er auf The Wheel noch erhalten würde, wäre er in der seltenen Situation, sich einmal eine Zeit lang nicht um Geld sorgen zu müssen. Bei der Vorstellung davon, wie er dieses Geld auf der gewaltigen Vergnügungs-Raumstation am besten ‚investieren‘ konnte, stahl sich ein breites Lächeln auf sein Gesicht. Natürlich würde er sich nach einem Folgeauftrag umsehen. Aber eine kleine Pause war ihm auf jeden Fall vergönnt!

Der Repulsorlader kam herangebrummt und Heller rief ihm vom Sitz aus zu:


„Alles klar, ich wünsche guten Flug. Beehren Sie uns wieder, wenn Sie das nächste Mal auf unserem wunderschönen Himmelskörper verweilen!“ verabschiedete er sich mit einem Grinsen. Amos erwiderte das Grinsen leicht säuerlich, winkte und bestieg sein Schiff. Nach einem kurzen Rundgang, ob auch noch alles so war, wie er es verlassen hatte, ging er ins Cockpit und kontaktierte den Passagier. Es handelte sich um eine Pantoran namens Kaliann K’bin. Sie vereinbarten, dass Amos sie in einer halben Stunde an einer Landebrücke auf Ebene 6 im Duros-Sektor aufsammelte. Dann startete er die Maschinen und ließ den Frachter auf den Repulsoren vorsichtig aus dem Hinterhof schweben.

Draußen erwartete ihn das Chaos der vertikalen Stadt. Große Transporter manövrierten träge zwischen den Hochhäusern, kleinere Schiffe und private Yachten folgten unsichtbaren Leitrouten durch die Schluchten und schnelle Speeder flitzten wie lästige Insekten zwischen alldem herum. Amos war kein besonders guter Pilot. Deshalb aktivierte er die Leitroutine und reihte sich langsam in einen der Verkehrsströme ein, der ihn zum Duros-Sektor bringen würde. Er befand sich gerade auf der Nachtseite des Schmugglermonds und unter ihm gähnte die bodenlose Schwärze einer breiten Häuserschlucht. Neben und über ihm glitzerten zehntausende Lichter von den riesigen Gebäudekomplexen. Der Corellianische Sektor zeiget sich hier von seiner industriellen, aber immer noch vergleichsweise wohlhabenden Seite. Aber die Route führte ihn Richtung Äquator und in ärmere Bereiche. Amos wusste nicht viel über den Duros-Sektor, nur dass er als eines der ärmsten und recht verwahrlosten Viertel galt. Entsprechend veränderte sich auch die Umgebung. Er war froh, dass er die Passagierin auf einer weit oben gelegenen Ebene holen würde und nicht in die Tiefen dieses Molochs abtauchen musste.

Die Landungsbrücke ragte weit aus einem hohen, sehr unförmigen Gebäude-Konglomerat hervor, das aussah wie eine Raffinerie. Gewaltige Rohrleitungen überzogen seine Oberfläche und nadelförmige Abluftschlote stachen signallichtblinkend in den künstlich erleuchteten Nachthimmel. Landungsbrücke war eigentlich der falsche Ausdruck für den langen Steg, der aus der, von Leitbahnen überwucherten, Fassade hervorragte wie ein dünnes Messer, das jemand achtlos hatte stecken gelassen. Vorsichtig löste Amos seinen kleinen Frachter aus dem Verkehrsstrom und steuerte die Spitze des Stegs an, der mit seinen beiden Leuchtfeuern gut sichtbar war. Schon durch die Cockpitfenster konnte er eine bunte Gestalt erkennen, die auf einer großen Kiste saß und offensichtlich wartete. So gut er konnte, brachte er den B-7 frontal an den Steg und fuhr die am Bug liegende Laderampe aus. Dann schnappte er sich seinen Blaster, steckte ihn in das Brustholster und ging in den Laderaum hinunter. Vor der offenen Ladeluke stand bereits die Pantoran mit in die Hüften gestemmten Händen. Sie trug eine graue Kapuze gegen den allgegenwärtigen Nieselregen, aber davon abgesehen, war ihr Outfit eine Lederkombination aus schreienden Farben, von Neongrün über Türkis bis Orange. Zusammen mit ihrer blauen Gesichtsfarbe ergab sich eine Mischung, die bei Amos an einem schlechten Tag Übelkeit hervorgerufen hätte.

Als er bemerkte, dass sie ihn in seiner schwarzen Montur ebenso musterte, setzte er ein Lächeln auf und fragte:


„Kaliann K’bin? Ich bin Amos Triskal.“ Nach einem kurzen Zögern trat er näher und streckte ihr die Hand hin. Sie ergriff sie mit einem kräftigen Händedruck und erwiderte sein Lächeln.

„Und ich dachte schon, ich würde noch ewig hier auf Nar Shaddaa festsitzen! Ich hole nur noch mein Gepäck, dann können wir schon los.“ Sie ging zu der Kiste zurück, auf der sie vorher gesessen hatte und warf sich einen großen Weltraumsack über die Schulter. Amos beobachtete sie genau. Wildfremde Passagiere auf einen tagelangen Flug mitzunehmen war immer ein Risiko. Man musste versuchen, sich innerhalb von ein paar Momenten ein Bild von der Person zu machen. Amos glaubte, eine recht gute Menschenkenntnis zu haben, aber trotzdem war es ein Risiko.

Ähnlich wie er selbst trug die Pantoran eine Blasterpistole, aber offen am Gürtel. Aber das war kein Grund zur Sorge, sondern ganz normaler Selbstschutz. Und abgesehen von den furchtbaren Farben war ihre Kleidung bis auf ein paar Brandspuren verhältnismäßig sauber und gepflegt. Auch die Tatsache, dass sie nicht unnötig viel redete, wertete Amos als gutes Zeichen.

Sie aktivierte einen Repulsor, der offensichtlich in der länglichen Kiste verbaut war, und schob sie locker vor sich her. Bevor sie die Laderampe betrat, fragte Amos:
„Was ist da drin?“

Kaliann K’bin schenkte ihm ein strahlendes Lächeln. Er hätte sie um ein gutes Stück älter als ihn selbst geschätzt, aber dieses Lächeln ließ sie jünger wirken.

„Sprengstoff“, sagte sie fröhlich.

Amos zuckte überrascht und brauchte einen Moment, bis er darauf antwortete.
„Äh, davon war aber keine Rede.“

Sie hob amüsiert eine Augenbraue. Ich bin mir aber sicher, dass ich geschrieben habe: Mit Reisegepäck.“

Amos deutete auf die Kiste, die einen Meter hoch und breit und fast zwei Meter lang war. „Und das nennen Sie Reisegepäck? Da hätte ich ja gleich den Auftrag mit dem Gefahrengut-Transport nehmen können.“

„Das hier“, sagte sie besonders freundlich und tätschelte dabei die Kiste, „ist mein Berufswerkzeug. Ich bin ausgebildete Sprengmeisterin und die Substanzen sind hier drin sachgemäß, stabil und explosionsfest gelagert. Und du darfst übrigens gerne Du zu mir sagen“, fügte sie frech hinzu.

Amos schloss den Mund, als er merkte, dass er ihm offenstand und kaschierte das, indem er so tat, als kaue er auf einem Kaugummi. Er war überrumpelt. Aber die Offenheit der Pantoran hatte etwas vertrauenerweckendes. Also zuckte er die Schultern und winkte sie an Bord.


„Also gut. Ich bitte, das geringe Maß an Luxus zu entschuldigen. Ich bin nicht auf Personentransport spezialisert. Im Heck gibt es eine Kombüse und eine Erfrischungszelle. Die Kojen befinden sich darunter. Du kannst es dir dort gerne gemütlich machen, während ich uns aus dem System bringe.“

Mit einem festen Schlag mit der Hand auf die Steuerung schloss er die Ladeluke und begab sich Richtung Cockpit.

„Ich habe nicht vor, hier noch länger als nötig zu bleiben“, sagte er mehr zu sich selbst.


[ Nar Shaddaa | auf dem Weg zum Sprungpunkt der Ootmian Pabol ] Amos Triskal, Kaliann K'bin (NPC)

Fortsetzung auf The Wheel (Besh-Gorgon-System)
 
< Huttenraum | Y’Toub-System |Nar Shaddaa | mittlere Ebenden | Privat Hangar > Shopa, Baxter, Naran




Baxter hielt mitten im Schritt inne, als Naran erklärte, er könne den C-ROC fliegen. Der BX-Droide legte seinen E-5-Karabiner an die Schulter, presste eine Hand gegen den Brustpanzer und vollführte eine so tiefe, theatralische Verbeugung, dass seine alten Servogelenke protestierend knirschten. „Ja, ich bin’s. Ja, ich kann’s. Ich bin der Prahlehans“, deklarierte er. Dann richtete er sich wieder auf und deutete mit ausladender Geste auf den Frachter. „Nach Euch, großer Bezwinger schwerer Raumfahrttechnik.“Shopa schnaubte.„Lass ihn fliegen. Dann redest du wenigstens weniger.“„Ich kann gleichzeitig fliegen und reden.“„Genau das macht mir Sorgen.“ Der C-ROC stand einige hundert Meter entfernt am Rand der verwüsteten Halle. Die kantige Erweiterung der Gozanti-Klasse war nicht neu, aber in besserem Zustand als die meisten Schiffe ringsum. Ihre dunkle Außenhaut trug zahlreiche Schrammen und einige sauber versiegelte Einschläge. Ältere Narben, nicht das Ergebnis der aktuellen Kämpfe. Der Rumpf stand gerade auf seinen Landestützen, die Positionsleuchten glommen noch und im Inneren arbeitete zumindest ein Teil der Energieversorgung. Die Ladearbeiter hatten den Frachter offenbar in dem Augenblick verlassen, als im Hangar das Feuer eröffnet worden war. Der Frachtfahrstuhl stand ausgefahren. Mehrere Container warteten bereits auf seiner Plattform, mit Magnethalterungen gegen ein Verrutschen gesichert. Sie näherten sich vorsichtig. Shopa behielt den WESTAR-35 in der Hand. Die Energiezelle war noch zu etwas weniger als der Hälfte geladen. Für einen kurzen Feuerwechsel reichte das. Für einen weiteren Krieg nicht. Naran kontrollierte die Zugänge, bevor sie gemeinsam die Plattform betraten. Baxter beugte sich über das Bedienfeld.

„Keine Bombe, kein Alarm und sogar noch Strom.“ Er betätigte die Steuerung. „Entweder haben wir Glück, oder jemand gibt sich nicht besonders viel Mühe, uns umzubringen.“ „Vielleicht ist er müde.“ „Unprofessionell.“ Der Frachtfahrstuhl setzte sich mit einem schweren Ruck in Bewegung. Die Plattform glitt am Rumpf empor und zog sie aus dem rauchgefüllten Hangar in die offene Ladebucht des C-ROC. Dort empfing sie eine breite, halb gefüllte Frachthalle. Container standen auf repulsorbetriebenen Paletten, andere waren bereits in den Bodenhalterungen verriegelt. Notbeleuchtung warf gelbe Streifen über Laufgänge, Schotten und technische Leitungen. Keine Stimmen. Keine Schritte. Nur das ferne Brummen der Hilfsenergie. Vier Astromechdroiden arbeiteten zwischen den Frachthalterungen. Ein R2 mit stumpfer blauer Lackierung, ein R3 mit durchsichtigem Kuppeldom, ein dunkelgrüner R4 und ein R5, dessen rote Verkleidung aus so vielen unterschiedlich alten Ersatzplatten bestand, dass er wie ein rollender Schrotthaufen wirkte. Zunächst ignorierten sie die Eindringlinge. Der R2 überprüfte eine Energieverbindung, während der R4 einen Diagnosearm in eine Wandbuchse geschoben hatte. Erst als Baxter an ihnen vorbeiging, drehten sich alle vier Kuppeln beinahe gleichzeitig zu ihm. Ein schrilles Pfeifkonzert brach los. Baxter blieb stehen. „Ach, jetzt bemerkt ihr uns.“

Der R3 gab eine rasche Folge binärer Signale von sich. Der R5 ergänzte sie durch ein tiefes, missbilligendes Trillern. „Was wollen sie?“, fragte Shopa.Baxter lauschte noch einen Moment. „Zugangscode, Crewidentifikation und eine Erklärung dafür, weshalb der Blechmann mit dem Mantel eine nicht registrierte Kriegswaffe durch ihren Frachtraum trägt.“Der R2 pfiff empört. „Na schön. Das Letzte habe ich frei übersetzt.“Shopa deutete mit dem WESTAR in den Korridor. „Wir müssen das Schiff durchsuchen.“ „Dann solltest du hoffen, dass sie uns lassen.“ Baxter antwortete den Astromechs in flüssigem Binär. Sein Sprachmodulator erzeugte eine rasche Folge aus Pfeifen, Knacken und elektronischem Schnarren. Der R4 widersprach sofort. Der R5 rollte vor und stellte sich dem BX-Droiden demonstrativ in den Weg. „Nein“, sagte Baxter auf Basic. „Ihr dürft nicht den Sicherheitsdienst rufen.“ Ein langgezogenes, ansteigendes Pfeifen. „Weil der Sicherheitsdienst vermutlich gerade unten verbrennt.“ Der R3 zirpte eine Frage. „Die bisherige Crew ist fort.“ Die vier Astromechs hielten inne. Dann folgte eine hektische interne Beratung, bei der ihre Photorezeptoren blinkten und die Kuppeln hin und her schwenkten. Baxter verschränkte die Arme. „Hört zu. Ihr könnt hierbleiben, bis die Sieger des kleinen Familienstreits da unten euch ausschlachten. Oder ihr helft uns, das Schiff wegzubringen. Dafür bleiben eure Speicher unangetastet, ihr bekommt Wartung und niemand verkauft euch an einen Jawa.“

Der R5 stieß einen spitzen Protestton aus. „Ja, ich weiß, dass es auf Nar Shaddaa kaum Jawas gibt. Das Prinzip bleibt dasselbe.“ Der R2 piepte länger und deutlich ruhiger. Baxter wandte sich Shopa zu. „Sie verlangen einen formellen Nachweis, dass wir autorisiert sind.“ „Sind wir nicht.“ „Das erschwert meine Argumentation.“ „Du könntest ihnen sagen, dass wir Waffen haben.“ „Das wäre Erpressung.“ Shopa sah ihn an. Baxter drehte sich wieder zu den Astromechs. „Der Große weist darauf hin, dass wir Waffen haben.“ Das anschließende Pfeifen war deutlich aufgebrachter. „Nicht alle gleichzeitig!“ Die Diskussion zog sich hin. Der R3 bestand auf den geltenden Bordprotokollen. Der R2 verlangte zumindest eine vorläufige Befehlskette. Der R4 wollte wissen, wer für Reparaturen und Ersatzteile zuständig sein würde. Der R5 schien vor allem über die Qualität des vorhandenen Schmiermittels erbost zu sein. Baxter verhandelte, drohte, schmeichelte und beleidigte sie abwechselnd. „Natürlich bekommt ihr Wartung.“ Ein skeptisches Trillern. „Regelmäßige Wartung.“ Der R4 pfiff nachdrücklich. „Nein, ich unterschreibe nichts.“ Der R3 antwortete. „Weil ich keine Hände für Papierkram verschwende.“ Der R5 kreischte. „Und du bekommst neues Schmiermittel, sobald du aufhörst, dich wie ein schlecht erzogener Gonk aufzuführen.“ Shopa wartete einige Sekunden. „Fertig?“ „Fast. Sie möchten festhalten, dass ich nicht ihr Vorgesetzter bin.“ „Sag ihnen, du bist nur ihr Problem.“ Baxter übersetzte. Der R2 gab daraufhin einen Ton von sich, der erstaunlich nach Zustimmung klang. Schließlich rollten die vier Droiden auseinander und nahmen ihre Arbeit wieder auf. „Vorläufige Kooperation“, erklärte Baxter. „Unter Protest, mit Wartungsgarantie und ohne Anerkennung meiner natürlichen Autorität.“ „Sie sind klüger als sie aussehen.“ „Ich bereue schon, ihnen Basic beigebracht zu haben.“

Sie durchsuchten den C-ROC Deck für Deck. Naran ging voran, wenn ein Bereich unübersichtlich war. Shopa deckte die gegenüberliegenden Korridore, während Baxter die Türen, Sensoren und internen Systeme überprüfte. Die Beskarrüstung des Mandalorianers gab ihnen dabei einen Vorteil. Wo Shopa und Baxter zunächst Deckung und Schusswinkel prüfen mussten, konnte Naran einen Gang einfach betreten und sich auf seine Panzerung verlassen. Das Unterdeck enthielt die Hauptfrachträume, Werkstätten und technischen Anlagen. Im Mitteldeck fanden sie Mannschaftsquartiere, eine Kombüse, Aufenthaltsräume und mehrere leere Kabinen. Auf einem Tisch lag noch eine unvollendete Sabacc-Partie. Die elektronischen Karten hatten während der Stromschwankungen mehrfach ihre Werte gewechselt. Niemand war zurückgekehrt, um nachzusehen, wer gewonnen hatte. „Tragisch“, urteilte Baxter. „Mitten in der Runde verschwinden.“ „Vielleicht sind sie tot.“ „Dann hatten sie wenigstens eine Entschuldigung.“ Die Quartiere wirkten überstürzt verlassen. Offene Schränke, zurückgelassene Kleidung, ein umgestoßener Becher. Es gab weder Blut noch Einschusslöcher. Die Crew war vermutlich in den Hangar gerannt, als die Schießerei begonnen hatte – aus Loyalität, Gier oder Dummheit. Was immer der Grund gewesen war, keiner von ihnen befand sich noch an Bord. Auf dem Oberdeck lagen die Brücke, die Sensorstationen und die Zugänge zu den Waffen- und Navigationssystemen. Keine Seele war zu finden. Nach knapp zwanzig Minuten trafen sie sich im Cockpit. Die breite Sichtscheibe bot einen erhöhten Blick über den zerstörten Hangar. Das Zentrum der Schlacht lag inzwischen weiter entfernt. Rauch verdeckte Teile der Halle, und vereinzelte Blasterbolzen zuckten wie rote Nadeln durch den Dunst. Die Hauptkontrollen des C-ROC waren blockiert. Der Bordcomputer verlangte eine autorisierte Identifikation oder einen physischen Kommandoschlüssel, den sie während der Durchsuchung nicht gefunden hatten. Naran erklärte, dass er sich darum kümmern würde, und kniete sich vor die Hauptkonsole. Eine Wartungsabdeckung verschwand, dann griff der Mandalorianer in das dichte Bündel aus Energie- und Datenleitungen.

Baxter ließ sich in einen der freien Brückensitze sinken, streckte die Beine aus und legte seine metallenen Füße auf eine unbenutzte Seitenkonsole. „Gemütlich“, stellte er fest. „Mehr Platz als auf der Krel’than. Und die Sitze riechen noch nicht nach dir.“ Shopa ging in den hinteren Teil der Brücke. Neben dem taktischen Arbeitsplatz war ein Waffenschrank in die Wand eingelassen. Verstärkte Durastahltür, Magnetverschluss und ein separates Zugangsfeld. Er zog sein Multiwerkzeug hervor und setzte es an der Wartungsbuchse an. „Was machst du?“, fragte Baxter. „Einkaufen.“ „Ohne zu bezahlen?“ „Nar-Shaddaa-Rabatt.“ Das Schloss verweigerte den Zugriff. Shopa wechselte zwei Kontakte, überbrückte eine Leiterbahn und erhielt nur ein rotes Warnsignal. Solide Sicherung. Mit genug Zeit bekam er sie auf, aber Zeit war das Einzige, was sie gerade nicht besaßen. Hinter ihm erlosch plötzlich die Beleuchtung. Das Cockpit lag für einen Herzschlag im Dunkeln. Dann stob ein Funkenregen aus der geöffneten Hauptkonsole. Der Geruch von verschmorter Isolierung breitete sich aus. „Prahlehans“, kommentierte Baxter, „das Schiff soll fliegen, nicht brennen.“ Die Notanzeigen sprangen an. Danach erwachten Navigation, Triebwerkskontrolle und Sensorik nacheinander zum Leben. Das Deckenlicht flackerte zweimal und stabilisierte sich. Ein dünner Rauchfaden stieg aus der Wartungsöffnung. Naran drückte das schmorende Kabel zwischen zwei gepanzerten Fingern zusammen, löschte den kleinen Brand und klappte die Abdeckung zu. Anschließend nahm er im Pilotensitz Platz. Die Systeme blieben aktiv. „Er kann’s tatsächlich“, stellte Baxter fest. „Das nimmt dem Witz etwas die Wirkung.“ Shopa verstaute das Multiwerkzeug. Der Mandalorianer wollte wissen, wohin es zuerst gehen sollte. Während er die Startvorbereitungen durchführte, kamen Shopa und Baxter an der Navigationsstation zusammen. Shopa öffnete die lokale Karte von Nar Shaddaa. „Die Krel’than steht im Landehafen 09-Cherek, Dock 17-Cherek.“ „Unter der persönlichen Bewachung eines Nikto und seines toten Großvaters“, ergänzte Baxter. „Was soll da schiefgehen?“ „Wir holen sie zuerst.“ Naran übermittelte die Position seiner eigenen Maschine. Als das Schiffssymbol auf der Karte erschien, vergrößerte Baxter die Darstellung. Die Kom’rk-Klasse war kein kleines Jagdschiff. Der mandalorianische Fighter-Transport war ein vollwertiges Raumfahrzeug mit breiten, drehbaren Tragflächen und erheblich mehr Masse, als der Begriff Jäger vermuten ließ. Baxter betrachtete die Abmessungen. „Das ist dein kleines Schiff?“ Shopa warf ebenfalls einen Blick darauf.

„Auf Mandalore bedeutet klein wohl nur, dass es keinen eigenen Mondschatten wirft.“ Die Kom’rk würde niemals in den Frachtraum des C-ROC passen. Dafür besaß der leichte Kreuzer externe Andockmöglichkeiten und schwere Frachthalterungen. Mit dem Andockkragen und zusätzlichen Magnetklammern konnten sie Narans Transporter außen sichern. Die Krel’than war kleiner. Das M22-T-Kanonenboot sollte in den Hauptfrachtraum passen, sofern sie die bereits geladene Ware neu verteilten. Danach mussten sie Nar Shaddaa verlassen. Der aktuelle Transponder des C-ROC war noch aktiv und nicht als gestohlen gemeldet. Das konnte sich jederzeit ändern. Der Mandalorianer hatte deutlich gemacht, dass er auf Mandalore Kontakte besaß, die ihnen eine saubere Kennung verschaffen und den Frachter gleich etwas umbauen konnten. „Also Mandalore“, sagte Shopa. Baxter lehnte sich über die Navigation. „Ein Planet voller gepanzerter Leute, die schlechte Laune kultivieren und Waffen wie Familienerbstücke behandeln. Du wirst dich dort wie zu Hause fühlen.“„Du hältst dich zurück.“ „Ich bin das diplomatische Element dieser Crew.“ „Dann sind wir erledigt.“ Der C-ROC erhob sich vom Hangarboden. Die Repulsoren ließen Trümmer, Staub und Asche in alle Richtungen davonwirbeln. Der gepanzerte brachte den Frachter kontrolliert durch die große Hangaröffnung und hinaus in den nächtlichen Himmel des Schmugglermonds.

Baxter sprang aus seinem Sitz und verteilte die Astromechs auf ihre Aufgaben. „R2, interne Diagnose und Energieverteilung. R3, Navigation und Sensorabgleich. R4, Maschinenraum. R5, Frachthalterungen.“ Der R5 pfiff empört. „Nein, du bist nicht zu qualifiziert für Frachthalterungen.“ Eine weitere, deutlich längere Beschwerde folgte. „Und ich bin kein tyrannischer Organischer. Erstens bin ich kein Organischer. Zweitens würdest du keinen Tyrannen erkennen, wenn du einen siehst.“ Shopa ging hinunter in den Laderaum, während Baxter sich weiter mit der neuen Belegschaft stritt. Die Frachtpapiere hatte er zuvor aus dem Bordcomputer geladen. Offiziell transportierte der C-ROC eine Mischung aus veterinärmedizinischen Gütern, Agrarchemikalien, Ersatzteilen und Nährstoffen. Die Wahrheit war nur wenig illegaler – aber deutlich interessanter. Mehrere Kühlcontainer enthielten Bacta-Ersatzstoffe und Medikamente für die Behandlung großer Kampftiere. Daneben standen versiegelte Kisten mit Wachstumshormonen, Beruhigungsmitteln und adrenalverstärkenden Substanzen, wie sie in den Arenen der Hutten für Rancoren, Neks und andere Raubtiere verwendet wurden. Eine weitere Ladungsgruppe bestand aus verstärkten Schockhalsbändern, neuralen Konditionierungsgeräten und Repulsorbauteilen für Swoops und Podrenner. Legale Ware, wenn man die richtigen Lizenzen besaß. Sehr illegale Ware, wenn man sie ohne diese Lizenzen transportierte. Eine schwere Kiste trug das stilisierte Siegel eines Huttenclans. Shopa ließ sie geschlossen. Huttisch legal, dachte er. Also wertvoll, solange niemand genau hinsieht.

Der erste Stopp war Narans Landeplattform. Der Mando hielt den C-ROC wenige Meter über dem Dock in Position, bevor er den Frachter verließ und zu seinem Schiff wechselte. Baxter übernahm die Steuerung des leichten Kreuzers. „Endlich jemand mit Gefühl an den Kontrollen“, verkündete der BX-Droide. Shopa setzte sich neben ihn. „Du hast beim letzten Landemanöver eine Antenne abgerissen.“ „Die stand im Weg.“ „Sie war auf unserem Schiff.“ Baxter brachte den C-ROC langsam längsseits der Kom’rk. Naran fuhr die Tragflächen des mandalorianischen Transporters in eine günstigere Stellung und steuerte ihn an den seitlichen Andockkragen heran. Die beiden Schiffe bewegten sich mit kaum wahrnehmbarer Geschwindigkeit aufeinander zu. Der R3 lieferte Entfernungsangaben in schnellen Pieptönen. „Noch drei Meter“, übersetzte Baxter. „Zwei. Einer. Und—“ Ein dumpfer Schlag lief durch den Rumpf. „—sanft wie ein Kuss.“ Shopa betrachtete die Belastungsanzeige. „Ein Kuss mit gebrochener Nase.“ Der Andockring verriegelte sich. Zwei zusätzliche Magnetklammern griffen an verstärkten Punkten der Kom’rk-Hülle. Ein Sicherungskabel übernahm die Belastung bei harten Manövern. Es war keine Lösung für einen dauerhaften Verbund, aber stabil genug, um den Transporter bis nach Mandalore mitzunehmen. Der R3 meldete eine spürbare Verlagerung des Schwerpunkts. Baxter las die Daten. „Wir ziehen jetzt leicht nach Steuerbord.“ „Wie leicht?“ „Der Kleine verwendet Begriffe, die ich vor einer Dame nicht wiederholen würde.“ Shopa blickte in Richtung des Frachtraums. „Dann verteilen wir die Ladung neu.“ Astromechs und Ladeplattformen verschoben die schwersten Container näher an die gegenüberliegende Rumpfseite. Die Korrektur war nicht perfekt, brachte die Masseverteilung aber wieder innerhalb der zulässigen Toleranz. Naran kehrte über den Andocktunnel auf den C-ROC zurück und übernahm erneut die Steuerung. Der nächste Kurs führte sie zum Landehafen 09-Cherek. Dock 17-Cherek sah noch genauso heruntergekommen aus wie bei ihrer Ankunft. Flackernde Leuchten, geflickte Wände und ein Hangartor, das sich nur widerwillig öffnete. Die Krel’than wartete unverändert auf ihrem Platz. Der Kadas’sa’Nikto stand am Rand des Docks und beobachtete den anfliegenden C-ROC mit einem Ausdruck, der zwischen Misstrauen und der Hoffnung auf zusätzliche Gebühren schwankte. Baxter aktivierte die Comeinheit. „Wir holen das kleine schwarze Kanonenboot.“ Der Nikto verlangte eine Verladegebühr. Shopa beugte sich zum Com. „Wir haben für die Bewachung bezahlt.“ Der Hafenarbeiter verwies darauf, dass Bewachung und Verladung zwei vollkommen unterschiedliche Dienstleistungen seien. „Und wenn wir selbst verladen?“ Darauf folgte eine kurze Pause. Anschließend verlangte der Nikto eine Gebühr für die Nutzung des Hangarraums während einer privaten Verladung. Shopa starrte die Comeinheit an. Baxter legte ihm eine Hand auf den Unterarm. „Lass mich.“ „Nein.“ „Ich spreche fließend Korruption.“

Am Ende wechselten zwanzig Credits den Besitzer. Der Nikto erklärte großzügig, nichts gesehen zu haben, und zog sich aus dem Dock zurück. Für die Krel’than öffneten sie den Hauptfrachtraum. Der R4 und der R5 verteilten die noch nicht gesicherte Fracht neu. Leichte Container verschwanden in den Seitenbuchten, die schweren Kühlbehälter rückten an die Mittellinie. Mehrere Paletten, die noch nicht vollständig geladen worden waren, ließen sie im Dock zurück. Baxter wechselte in die Krel’than und fuhr ihre Systeme hoch. Shopa blieb im Frachtraum des C-ROC und gab ihm über die Comeinheit Anweisungen. Das M22-T hob sich vom Boden. Langsam schob Baxter das Kanonenboot auf das offene Frachttor zu. „Noch zwei Meter nach links“, sagte Shopa. „Mein Links oder dein Links?“ „Das Links, bei dem du nicht die Wand rammst.“ „Sehr technische Angabe.“ Die kantige Krel’than glitt in den Frachtraum. Zwischen ihren äußeren Geschützständen und den Schotten blieb kaum mehr als eine Handbreit Platz. Shopa beobachtete jeden Zentimeter. „Langsamer.“ „Wir bewegen uns kaum.“ „Dann beweg dich langsamer kaum.“ Baxter brachte das Kanonenboot über die verstärkten Deckplatten und senkte es ab. Die Landestützen setzten mit einem dumpfen Schlag auf. Sofort fuhren Magnethalterungen aus dem Boden und verriegelten sich am Fahrwerk. Der R4 und der R5 ergänzten zusätzliche Frachtriemen und verbanden die Krel’than mit einer Diagnoseleitung des Kreuzers. Baxter stieg aus der Luke. „Perfekt eingeparkt.“ Der R5 gab ein langes, spöttisches Trillern von sich. „Niemand hat dich gefragt.“ Shopa prüfte die Halterungen. Die Krel’than saß fest. Narans Kom’rk hing sicher am äußeren Andockkragen. Der C-ROC war schwerer, träger und asymmetrischer geworden, aber noch immer innerhalb seiner Belastungsgrenzen.

„Jetzt weg hier“, sagte er. Sie schlossen den Frachtraum und verließen Dock 17-Cherek. Der Nikto winkte ihnen nicht nach. Er war bereits damit beschäftigt, die zurückgelassenen Container zu inventarisieren – vermutlich als angeblich herrenlose Ware. Der C-ROC stieg aus den unteren Verkehrsebenen Nar Shaddaas empor. Der gepanzerte steuerte, während Baxter die Sensoren und den aktuellen Transpondereintrag überprüfte. Das Schiff meldete sich noch immer mit der Kennung seines vorherigen Besitzers. Solange niemand dessen Tod oder das Verschwinden des Kreuzers gemeldet hatte, bot ihnen die Identität zumindest eine dünne Schicht Tarnung. Eine dünne Schicht war besser als keine. Die Verkehrsleitstelle meldete sich, als sie den orbitalen Frachtkorridor erreichten. „C-ROC-Frachter, bestätigen Sie Kennung, Ladung und Ziel.“ Baxter las die Informationen des Transponders ab und übernahm das Com. „Hier Vakka’s Dividend. Veterinärbedarf, technische Ersatzteile und ein äußerst unkooperatives Frachtteam. Ziel: externer Transferpunkt.“ Eine Pause. „Ihre registrierte Route führt nach Nal Hutta.“ „Planänderung.“ „Grund?“ Baxter blickte zu Shopa. „Sag nicht Kunstmesse“, warnte der Kahlköpfige. „Technische Probleme“, erklärte Baxter über das Com. „Unser Frachtraum ist überfüllt, unser Schwerpunkt hat schlechte Laune und ein Teil der Crew riecht nach verbranntem Gundark.“ Shopa schloss kurz die Augen. Die Verkehrsleitstelle forderte eine genauere Erklärung. „Wir fliegen zur Wartung“, sagte Shopa und nahm Baxter die Comeinheit ab. „Der registrierte Transponder bleibt aktiv. Ladung bleibt versiegelt. Kein Aufenthalt im kontrollierten Orbit.“ Es folgten mehrere Sekunden Stille. Dann erschien auf dem Navigationsschirm eine vorläufige Abflugroute. „Vektor Cherek-Sieben. Verlassen Sie den Nahverkehrskorridor ohne weitere Abweichung.“ Shopa beendete die Verbindung. Baxter lehnte sich zurück. „Meine Erklärung war glaubwürdiger.“ „Deine Erklärung war länger.“ „Glaubwürdigkeit braucht Raum.“ Sie stiegen weiter. Die Lichter Nar Shaddaas schrumpften unter ihnen zu einem pulsierenden Netz aus Neon, Feuer und Smog. Nal Hutta hing dahinter wie eine dunkle, giftige Kugel. Frachter und Schmugglerschiffe kreuzten ihre Route, einige mit ordnungsgemäßen Kennungen, andere nur als anonyme Kontakte auf den Sensoren. Der C-ROC reagierte spürbar langsamer auf Steuerbefehle. Die außen angedockte Kom’rk zog leicht nach Steuerbord, während die Krel’than und die Ladung den Frachter schwerfällig machten. Naran hielt den Kurs dennoch stabil.

Der R3 berechnete eine Route nach Mandalore. Es würde kein einzelner direkter Sprung werden. Mehrere Etappen lagen vor ihnen, doch der erste Übergang brachte sie weit genug aus dem Huttensystem heraus, um Zeit zu gewinnen. Auf dem Heckradar erschien ein Kontakt. Klein, schnell und ohne erkennbare Kennung. Shopa beugte sich über die Sensoranzeige. Das Objekt hielt zunächst Abstand, passte aber jede Kursänderung des C-ROC an. „Wir werden beobachtet.“ Baxter drehte die Kuppel des R3 in Richtung der Anzeige, als könne der Astromech durch bloßes Hinsehen mehr erkennen. „Vielleicht bewundert er unser elegantes Gespann.“ „Oder er meldet, wohin wir fliegen.“ „Weniger romantisch.“ Der Kontakt kam näher. Kein direkter Angriffsvektor, aber zu zielgerichtet für Zufall. Baxter fuhr die Heckwaffen aus dem Bereitschaftsmodus hoch, ohne eine aktive Zielerfassung aufzuschalten. Die Geschütztürme drehten sich demonstrativ in Richtung des Verfolgers. Der Kontakt blieb noch mehrere Sekunden auf Kurs. Dann drehte er ab und verschwand zwischen zwei größeren Frachtern. „Siehst du?“, sagte Baxter. „Respektvolle Kommunikation.“ „Du hast ihm Kanonen gezeigt.“ „Respekt braucht manchmal Anschauungsmaterial.“ Vor ihnen stabilisierte sich der Sprungvektor. Der Navigationscomputer zählte die letzten Sekunden herunter. Nar Shaddaa lag bereits weit hinter ihnen, doch Shopa konnte den Mond noch immer auf den rückwärtigen Sensoren erkennen. Er hatte Bastion verlassen, um Abstand von politischen Säuberungen, Sturmkommandos und Sith zu gewinnen. Nun saß er auf der Brücke eines gestohlenen C-ROC, transportierte einen mandalorianischen Fighter-Transport außen am Rumpf, sein eigenes Kanonenboot im Frachtraum und mehrere Container mit Waren, bei denen jeder Zollbeamte sofort Verstärkung angefordert hätte. Immerhin bewegten sie sich in die richtige Richtung. Weg. Baxter betrachtete die Navigationsdaten.

„Mandalore also.“ „Mandalore.“ „Ich nehme an, dort gibt es keine Tanzclubs.“ Shopa sah ihn von der Seite an. „Du hast Nar Shaddaa noch nicht einmal verlassen und denkst schon wieder ans Vergnügen.“ „Ich plane voraus. Das unterscheidet mich von Amateuren.“ „Das und deine Spielschulden.“ Der Countdown fiel unter zehn Sekunden. Naran hielt den Frachter exakt auf dem berechneten Vektor. Die vier Astromechs meldeten nacheinander grüne Systeme. Selbst der R5 hatte für den Augenblick aufgehört, sich zu beschweren. Baxter legte die Hände hinter den Kopf. „Neues Schiff, neue Freunde, neue Schulden. Läuft doch.“ „Wir haben keine neuen Schulden.“ „Noch nicht.“ Shopa lehnte sich in den Sitz zurück. „Auf Mandalore hältst du dich von den Spieltischen fern.“ „Sind Mandalorianer gute Sabaccspieler?“ „Baxter.“ „Rein wissenschaftlich.“ Die Sterne vor der Sichtscheibe streckten sich zu langen weißen Linien. Ein blaues Leuchten füllte das Cockpit, glitt über Shopas Narben und spiegelte sich in Baxters weißen Photorezeptoren. Dann sprang der C-ROC in den Hyperraum.

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