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Star Wars und Beziehungen

Dieses Thema im Forum "Sonstiges" wurde erstellt von Crystal, 25. Februar 2020.

  1. Crystal

    Crystal * * * * * *

    Guten Morgen,

    das ist zwar ein ziemlich privates Thema und ich verstehe, wenn sich nicht jeder darüber austauschen mag, trotzdem versuch' (aus gegebenem Anlass) einfach mal mein Glück:
    Wie wichtig ist es für euch, dass ein Partner eure Begeisterung für SW, oder auch SciFi im weiteren Sinne teilt?
    Oder reicht es, wenn er/sie euer Interesse daran akzeptiert?

    Wo genau würdet ihr bei einer abweichenden Interessenlage die Grenze ziehen?

    Für diejenigen, die Single sind: spielt dieser Aspekt eures Lebens eine entscheidende Rolle bei der Partnersuche- und wahl?

    Was mich betrifft:
    Ein Mensch besteht ja für gewöhnlich aus mehreren Facetten und so habe ich es bislang eigentlich immer als eher unwahrscheinlichen Glücksfall betrachtet, dass man in (nahezu) sämtlichen Punkten auf einer Wellenlänge liegt. Wichtiger waren für mich immer ähnliche Wertvorstellungen, bei denen ich bspw keine Abstriche (mehr) vornehmen würde, so wie eine - wie ich es nennen würde - psychische Kompatibilität; (die Körperchemie lasse ich bei dieser Betrachtung bewusst außen vor, weil ich diese bei einer Liebesbeziehung als Selbstverständlichkeit voraussetze).

    Doch obwohl ich das so sehe und mein jetziger Partner viele Eigenschaften mitbringt, die ich als besonders und liebenswert wahrnehme, kenne ich auf der anderen Seite auch das Gefühl einer fast schon schmerzlich empfundenen Kluft zwischen dem, was wirklich "wichtig" ist im Leben (bspw die Erde nicht noch mehr zu belasten als unbedingt nötig) und dem, was einfach nur Spaß und Freude bereiten soll. Und so nah wir uns im ersten Punkt auch sind, so weit auseinander sind wie bei letzterem.

    Wahrscheinlich ist SW also nur ein Symptom für eine viel grundlegendere Unstimmigkeit innerhalb meiner Beziehung und um nicht alles infrage stellen zu müssen, konzentriere ich mich nun auf diesen einen (vergleichsweise) nichtigen Punkt...?

    Trotzdem würden mich eure Gedanken zu dem Thema sehr interessieren. Vielleicht helfen sie mir auch dabei, mir über so manches klarer zu werden.

    Danke schon mal und viele Grüße,

    Crystal
     
  2. Minza

    Minza Geek Queen

    Essentiell wichtig ist es wohl nicht, ein schöner Aspekt aber eben schon. Wir haben nicht zu 100% die gleichen Hobbies. Hatten sie nicht, sind aber über die Jahrzehnte immer mehr zusammen gewachsen. Ich habe Interessen von ihr aufgenommen, (ich befürchte ^^°) sie noch mehr von mir. Und anfangs mochte @Dyesce überhaupt kein SW. Sie hatte die Filme nichtmal wirklich gesehen, fand die meisten Aspekte ehrlich gesagt richtig dämlich... bis ich ihr die Trilogie zeigte und sie bat, das ganze als Märchen oder Fantasy zu sehen. Ab diesem Zeitpunkt konnte sie sich damit anfreunden, konsumiert nun genauso gerne die Sachen wie ich.
    Und auch da ist es nicht wichtig, auf komplett der selben Wellenlänge zu sein. Sie hat andere Vorlieben in den Hobbie als ich. Andere Lieblingsbücher, Lieblingscomics und Lieblingsepisoden. @Dyesce spielt die Videospiele gar nicht, schaut wenn eher passiv oder leicht lenkend zu, diskutiert mit mir über Sinn und Unsinn einzelner Aspekte. Hat andere Präferenzen in Sachen Epochen und Blickwinkel. Merkt man dann vor allem im Pen&Paper Rollenspiel, wenn verschiedene Kampagnen begonnen werden.
    Den Neuen Canon sieht sie sogar als noch schlimmer als ich, was an sich ne amüsante Sache ist ^^

    Aber wäre ich auch so lange in einer Beziehung, wenn wir dieses Hobby nicht teilen könnten? Vermutlich schon. Warum? Weil ich genauso viele Freunde habe, die mit SW nichts aber auch gar nichts anfangen können. Und dennoch habe ich beinahe jeden Tag meine Gespräche mit ihnen, lebe mit ihnen, unternehme mitunter recht anspruchsvolle Sachen, die man im Grunde als "intim" bezeichnen könnte. Zwischen Freundschaft und Liebe ist letztendlich oft nur ein kleiner Schritt. "A buddy who is more than a brother and a little less than a wife." und so Zeug...

    Aber so ist es einfach schön. Ich weiß nicht, ob "schöner" oder nicht, da ich mein gesamtes Erwachsenenleben nichts anderes kenne. Dafür fehlen mir ehrlich gesagt einfach die Erfahrungen oder Vergleichspunkte. Es ist so, wies ist. Ich würde Freundschaft, Liebe und Glück jedoch niemals von so etwas wie Star Wars abhängig machen...
     
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  3. Crystal

    Crystal * * * * * *

    Erst mal: danke für deine Antwort!
    Insgesamt klingt das nach einer sehr schönen und auch ausgewogenen Beziehung :)

    An dem Punkt war ich mit meinem Freund auch schon. Leider aber mit anderem Ausgang.

    Und was mich richtig genervt hat: als wir gemeinsam in TROS waren, hat er an manchen (total unpassenden) Stellen leise aufgelacht...so ein bisschen abfällig belustigt, manchmal sogar den Kopf geschüttelt und „Wie bitte?!“ ausgestoßen, als wäre das gerade der größte Schmarrn, den er je gesehen hat.

    Es wäre bestimmt hilfreich gewesen, wenn er bei Episode 7 und 8 nicht jeweils ab ca der Hälfte des Films beschlossen hätte, nun unbedingt ein Nickerchen halten zu müssen. Das hätte wohl so manchem Rätsel innerhalb der Handlung effektiv vorgebeugt.... :rolleyes:


    Man merkt ja auch hier im Forum, dass sich viele Fans untereinander ganz und gar nicht einig darüber sind, was SW nun besonders macht, wie die einzelnen Inhalte zu bewerten sind usw. usf.
    Das finde ich aber gar nicht negativ, sondern im Gegenteil sogar sehr belebend und unterhaltsam (solange es noch grundlegend freundlich zugeht ^^). Im besten Falle führt es sogar zu einer Erweiterung des eigenen Blickwinkels.
    Und ich stelle es mir echt schön vor, das auch mit einem Partner teilen zu können.

    Vielleicht bin ich in dieser Hinsicht aber auch zu anspruchsvoll und erwarte zu viel „Offenheit“ und Kompatibilität innerhalb einer Beziehung...

    Grundsätzlich sehe ich es nämlich wie du:

    Und so war es auch bei meinem Freund, dem ich über ganz andere Inhalte näher gekommen bin. Letztlich war es aber vor allem eine als sehr stark empfundene (auch körperliche) Anziehung, die uns zusammen gebracht hat. Ihr kennt das bestimmt, wenn man so richtig, mit sozusagen jeder Faser des Körpers verliebt ist und die bloße Anwesenheit des anderen schon ausreicht, um Glück zu empfinden.

    Während die Anziehung konstant stark geblieben ist, wurden die gefühlten Differenzen bzgl unserer Hobbies und Vorlieben aber immer zahlreicher. Er selbst nimmt das wohl nicht als so einschneidend wahr wie ich (er ist allerdings auch ein Workaholic und zieht seinen größten Lebenssinn aus der Arbeit); mir stellt sich aber zunehmend die Frage, ob das nicht doch etwas zu wenig ist auf Dauer.

    Anderes Thema, das hier aber auch irgendwie reinspielt: ich hätte auf längere Sicht echt gerne einen Hund. Er nicht...und statt darüber im Gespräch zu bleiben, ist für ihn von vornherein klar, dass sein Veto ein "absolutes" ist und wir demnach also niemals einen Hund haben werden.

    Nun kommt es mir aber fast noch alberner vor, mich ernsthaft zwischen meinem Freund und einem (hypothetischen) Hund entscheiden zu müssen :rolleyes:
     
  4. Minza

    Minza Geek Queen

    Das kann ich voll und ganz verstehen. Ich habe laut gelacht, weil es mitunter der größte Schmarrn war, den ich je gesehen habe.

    Auch da kann ich ihm keinen Vorwurf machen. Und wenn @Dyesce eine Serie oder einen Film in der Hälfte abbricht, ist das auch okay für mich. Ich zwinge sie garantiert nicht, die Sachen gut zu finden, die ich gut finde. Ich kann versuchen, Überzeugungsarbeit zu leisten, aber mehr ist nicht drin.

    Wie würdest du es sehen, wenn er einen ähnlichen Wunsch hätte...? Schrankgroße Ameisenfarm... Vogelspinne... Schabenzucht... gibt es bei dir gar nichts, wo du sagst "Absolut nicht!"?

    Nach all dem Geschriebenen habe ich das Gefühl, du willst ihn ein bisschen zu sehr assimilieren ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Februar 2020
  5. Geist

    Geist Gesperrt

    Ich sage mal: "es geht". Sowas sollte freilich vor vielen wichtigeren Themen nicht im Vordergrund stehen, aber wenn ich es bei mir selbst analysiere, dann stelle ich doch fest, dass SW halt einfach mein Lieblings-Franchise ist, dem ich viel meiner Freizeit und Aufmerksamkeit widme(n möchte). Und wie bei vielen Dingen im Leben wird auch ein Hobby schöner, wenn man es teilen kann. Jetzt finde ich aber, dass das Teilen per se im Vordergrund steht, gar nicht so sehr aber, mit wem man es teilt. Das soll heißen, dass ich dieses mein Hobby nicht zwingend mit meiner Partnerin teilen muss, wenn ich es zumindest mit einem oder mehreren Freunden auf einem vergleichbaren Level teilen kann, mich darüber austauschen kann, etc. Ich finde jedoch, dass der/die PartnerIn grundsätzlich ein Hobby respektieren und nicht herablassend betrachten sollte - was du da schilderst von wegen beim Schauen einschlafen oder drüber lachen würde mir auch sauer aufstoßen. Nicht so sehr, weil die Person den Film nicht achtet, sondern weil der Partner wissen sollte, wie wichtig mir das Hobby ist und daher meine Gefühle und meinen Geschmack nicht achtet, wenn er sich darüber lustig macht.

    Ich denke, dass es eine gute und liebevolle Beziehung auszeichnet, sich auch dem anderen zuliebe auf Dinge einlassen zu können. Und damit meine ich nicht, dass der Partner selbst zum SW-Fan werden oder sich damit eingehend beschäftigen sollte; aber zumindest soweit drauf einlassen, etwas, von dem er von sich aus denkt, es wäre Quatsch, mehr zu respektieren, wenn er sieht, dass der geliebte Mensch es sehr schätzt. Wenn ich über Ding X eine vorgefasste negative Meinung habe, und meine Partnerin aber Ding X sehr liebt, dann sollte meine Wertschätzung für den Geschmack der Freundin doch so weit gehen, dass ich mich zumindest frage, ob ihre Liebe dafür nicht wahrscheinlich substantieller ist als meine Geringschätzung dafür. Ich habe früher auch über Twilight bei der bloßen Erwähnung die Augen gerollt und es als Teeniemädchenschmarrn abgetan, genauso wie über Shades of Grey. Aber weil ich wusste, dass die Freundin beides mag, habe ich beides mit ihr angesehen und auch wenn ich kein Fan sein mag und mich auch nicht mehr weiter damit beschäftige, mache ich mich nicht darüber lustig, weil ihr die Dinge gefallen. Ich weiß, dass man schnell dazu neigt, so oberflächlich zu sein, aber eigentlich sollte man ja eh von Haus aus nichts verurteilen, was man nicht kennt / gesehen hat. Und dann erst recht nicht denken, dass das eigene Vorurteil schwerer wiegt als das positive Urteil einer Person, die sich damit beschäftigt hat.
    Aber wenn ich mich dann ihr zuliebe drauf einlasse, dann mit soviel Offenheit, dass ich mich sicher nicht während des Schauens drüber lustig mache. Ich habe ihr nach Twilight auch sagen können, dass es nicht mein Ding ist, aber die Sachen, die mir gefallen haben daran, habe ich ebenso mit ihr diskutiert, auch um ihr zu bestätigen, dass ich mich sehr wohl offen drauf eingelassen habe und auch nicht nur mein Vorurteil drin bestätigt sehen wollte.


    ... so wirklich weitergeholfen hat dir dieser Beitrag jetzt aber wahrscheinlich nicht, oder? :konfus:
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Februar 2020
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  6. Minza

    Minza Geek Queen

    Sich nicht wach halten können ist also ein Lustigmachen und das Mißachten von Gefühlen? Oha. Jetzt wird aber dick aufgetragen.
    Ihr Freund hat doch bewiesen, dass er sich sehr wohl für ihre Interessen öffnet. Er hat den Versuch gestartet, TFA und TLJ zu sehen und war mit ihr sogar im Kino. Und was soll er machen, wenn die Szenen für ihn so blöd waren, wie für mich? Sich ein Messer ins Bein rammen, damit er nicht lachen muss?
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Februar 2020
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  7. Crystal

    Crystal * * * * * *

    Echt??
    Ach, Mist...dann lass‘ es mich noch mal anders versuchen (^^):

    Ich erwarte selbstverständlich nicht, dass er alles in gleicher Weise toll zu finden hat wie ich; zu viel Übereinstimmung und „Harmonie“ könnte auf Dauer sogar langweilig werden und so hatte ich bspw immer schon ein Faible für Männer, die in mancherlei Hinsicht einen Gegensatz zu mir selbst darstellen, oder eine Ergänzung, je nachdem, wie man es nennen möchte. Ich fände es daher ganz und gar nicht ansprechend, immer nur im eigenen (als gut befundenen) Saft zu schmoren, ganz ohne Anreiz, die eigen Ansichten und Positionen auch mal zu überdenken.

    Worauf ich also eigentlich hinaus möchte, ist die grundsätzliche Bereitschaft, trotz aller Unterschiede auch an der Lebenswelt des Partners teilhaben zu wollen, es wenigstens zu versuchen...er kommt mir in der Hinsicht leider ziemlich starr und festgefahren vor. Und ab einem bestimmtem Punkt empfinde ich diese Haltung eben auch als eine Haltung gegen mich. Weil es so rüberkommt, als sei ich ihm nicht wichtig genug, um sich mit Themen auseinanderzusetzen, deren Reiz er selbst (noch) nicht nachvollziehen kann.

    Ich lasse mich bspw sehr gerne von anderen inspirieren, umso mehr, wenn mir der entsprechende Mensch am Herzen liegt/sympathisch ist. Natürlich besteht dennoch die Möglichkeit, dass ich der Sache am Ende nichts abgewinnen kann. Ich würde mich aber zumindest redlich bemühen, dem eine (ernsthaft) Chance zu geben.


    Der Beitrag hat sich mit dem von @Geist überschnitten:
    Ich sehe gerade, dass du inhaltlich auf etwas ganz Ähnliches hinaus wolltest wie ich. :)
     
  8. Minza

    Minza Geek Queen

    Und warum war er mit dir im Kino? Ich meine: anscheinend nicht, um dir entgegen zu kommen. Was waren dann seine Absichten? Wurde er für den Kinogang bezahlt? Oder für die Versuche, die beiden Vorgängermachwerke anzusehen...?
     
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  9. Crystal

    Crystal * * * * * *

    Na ja...natürlich habe auch ich No-Gos, bei denen ich nicht (mehr) kompromissbereit wäre.
    Seine Ablehnung erscheint mir aber so irrational und unbegründet. Weder hat er eine Phobie, noch eine Allergie...das Einzige, was mir einfällt, wäre eine latente Abneibung allem Lebenden gegenüber. :D

    Dem steht aber die Beobachtung gegenüber, dass er bei den Tieren von Freunden und Bekannten immer total zutraulich ist, sie streichelt, krault, richtig ausgelassen dabei wirkt....später darauf angesprochen, ob wir nicht selbst mal so was haben wollen, kommt dann aber ein: „Was? Nein, niemals.“

    Und so ist einfach nicht nachvollziehbar für mich, dass seine unbegründbare Abneigung offenbar automatisch schwerer für ihn wiegt als mein (Herzens)wunsch.

    Mein Gefühl ist also eher, dass ich diejenige bin, die sich vermehrt ihm anpasst (...und er hinterfragt das noch nicht mal).


    Hmm, um einen schönen Abend mit mir zu verbringen, mit allem drum und dran, schätze ich. ^^

    Soo klar, dass wir uns den Film gemeinsam ansehen, war es aber eh nicht. Zuvor war ich bereits mit meinem Bruder und ein paar Freunden im Kino (allesamt mehr oder weniger vertraut mit dem Franchise, gerade in Bezug auf die ST aber eine durchaus durchwachsene Gruppe); erst nachdem ich ihn noch ein weiteres Mal sehen wollte, kam mein Freund ins Spiel.

    Witzig war auch, wie er noch wenige Stunden vor der Vorstellung die Frage stellte, was wir uns denn nun ansehen werden (nachdem ich die Karten bereits reserviert hatte und wir mehrmals darüber gesprochen hatten). Für mich war das ein unmissverständlicher Hinweis darauf, wie wenig Bock er auf diesen Film hat.

    Und es ist ja sein gutes Recht, das so zu empfinden, warum muss er mir das aber so deutlich unter die Nase reiben?

    Ich finde, hier greift das, was Geist auch schon angesprochen hat:



    Seine Versuche wirkten halt ziemlich halbherzig auf mich...ich glaube, das ist es, was mich am meisten daran stört.

    Und es ist ja nicht nur speziell dieser Film, oder diese Trilogie, sondern vielmehr der Bezug zu SW als riesengroßes, diverses Franchise und speziell meiner Faszination daran, der ihm fehlt.

    Er selbst hat übrigens eine Vorliebe für Endzeitszenarien und Zombie B-Movies, je abgeschmackter und stilloser, desto besser. Ich käme nie auf die Idee, ihm das madig zu machen, noch nicht mal indirekt (...obwohl ihm das wahrscheinlich wurscht wäre, er ist da nicht ganz so „sensibel“ wie ich :rolleyes:)
     
  10. Minza

    Minza Geek Queen

    Na siehst du ;)

    Er ist nicht du. Du musst nicht alles genau nachempfinden können, was ein anderer Mensch empfindet und was ihn bewegt. Das musst du nicht einmal bei dir selbst.
    Seine Gefühle und Wünsche "irrational" und "unbegründet" zu nennen ist ja auch ein deutliches Zeichen, dass seine Gefühle in deinen Überlegungen auch nur sekundär sind. Er soll sich anpassen. Nicht du.

    Ich spiel auch gerne mit Kids, will sowas aber nicht zu Hause haben o_O

    Würde deine "unbegründete" Abneigung nicht auch schwerer wiegen als sein Herzenswunsch, wenn es zu den von dir eingeräumten No-Gos kommt?

    Welche Hobbies und Tiere drückt er dir auf?

    Fuuuuuck. Wie gemein von ihm! :p

    Ich verstehe dein "Problem" von Satz zu Satz weniger.

    Aber kein unmissverständlicher Hinweis, dass es ihm um Zeit mit dir ging. Krasser Scheiß. Langsam bekomme ich den Eindruck, es ging dir nicht um Rat, sondern um "Dutzidu"-Mitgefühl. Moment...

    "Oh nein, du Arme. Warum ist der Mann so gemein zu dir? Der Bösi!"

    Also ich rede gerne mit @Dyesce und auch über Dinge, die ich lächerlich finde. Schweigen oder Anlügen wäre dann eine Alternative für euch...

    Er will Zeit mit dir verbringen und schaut mit dir Filme, die ihn nicht die Bohne interessieren. Was soll er noch machen? Brav still sein und so tun, als würde es ihm gefallen?

    Er hat jedenfalls noch kein "Thema" eröffnet, dessen Inhalt eigentlich ganz leicht mit "mimimi" abgekürzt werden kann.
     
    Darth Keebo gefällt das.
  11. Geist

    Geist Gesperrt

    Ich weiß, dass die Frage vermutlich recht obligatorisch wirkt, aber: hast du ihn schon mal ganz direkt und ungeschönt auf genau diesen Umstand angesprochen? Ihm klar kommuniziert, dass es zwar nicht sein muss, dass es ihm gefällt, aber dass er mit seiner schmähenden und herablassenden Haltung dir ein sehr verletzendes Feedback über deinen Geschmack und deine Vorlieben gibt und ob es das ist, was er damit erreichen möchte?

    Ich würde mir auf Dauer halt nicht mein Hobby vermiesen lassen wollen, das würde mir zu sehr auf die Stimmung drücken. Ist ja auch Teil deiner Persönlichkeitsentfaltung, dein Hobby ungestört auszuleben - und wenn er es schon nicht mit dir teilt, sollte die Beziehung doch von allen Alltagsdingen gerade der Ort sein, wo man nicht ins Lächerliche gezogen wird für die Dinge, die einen berühren.
     
  12. Dark Igel

    Dark Igel Ruhrpottler

    Meine Frau ist kein Fan, sie schaut sich aber gerne mit mir die Filme an, auch im Kino.
    Das war aber auch nicht das Kriterium warum wir geheiratet haben.
    Sie hat mir allerdings 2 Söhne geschenkt , die auch Fans sind. (Auch durch meinen Einfluss) ^^

    Sie versteht mein Fan sein. Sie meckert auch nicht wenn einige Deko Sachen im Wohnzimmer von Star Wars sind. ;-)
     
  13. Minza

    Minza Geek Queen

    Man darf in einer Beziehung nicht sagen, wenn man einen Film (!) doof findet? Was geht denn mit euch ab?!
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Februar 2020
  14. Jedihammer

    Jedihammer Generalfeldmarschall, Großmeister der Templer

    Meine Frau hat seit ich sie kenne nur ein Wort mit fünf Buchstaben für Star Wars übrig : Dreck.
    Das hat mich vor 32 Jahren nicht gestört und das stört mich jetzt nicht. Und schon gar nicht ändert das etwas an unserer Beziehung.
    Auf der einen Seite haben wir ein Hobby,ein sehr wichtiges Hobby für mich.
    Auf der anderen Seite die Frau die seit 32 Jahren mein Leben mit mir teilt,die Mutter meines Sohnes(den ich übrigens auch zum Star Wars Fan "erzogen" habe.
    Und was die über Star Wars denkt darf sie mir gerne sagen und die darf Star Wars auch verfeufeln oder mir sagen was für einen Unsinn ich da sehe.
    Wie man sich den Keller voller Figuren stellen kann und mit 51 Jahren noch im Star wars T-Shirt rumlaufen kann.
    Das hat noch nie unsere Beziehung auch nur geringfügig beeinträchtigt.
    Sie hat übrigens in ihrem ganzen Leben nur einen einzigen Star Wars Film gesehen. Das war EP 1. Und auch das nur weil sie ein Spiel gegen mich und meinen Sohn verloren hatte.
    Sie würde gerade einmal Darth Vader und Chewie erkennen. Vader weil den ja nun wirklich jeder kennt und Chewie ist bei ihr das "Urvieh".
    Auf der anderen Seite sagt sie über meinen Keller immer wenn ich da Zeit verbringe "Andere Männer gehen saufen oder gehen fremd. Meiner trinkt seinen Wein in seinem Keller und liegt nachts in unserem Bett.Ist mir lieber".

    Der langen Rede kurzer Sinn :
    Meine Partnerin war,ist und wird mir immer wichtiger sein als mein Hobby,so wichtig es auch sein mag. Und sie kann und soll mir ruhig sagen was die darüber denkt. Und wenn es in ihren Augen eben "Dreck" ist,dann ist das eben so.
    Aber ich weiß nicht warum Star Wars deswegen Einfluß auf unsere Beziehung haben sollte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Februar 2020
  15. Eli Vanto

    Eli Vanto junges Senatsmitglied

    Meine Frau hatte noch keinen Star Wars Film gesehen, als wir uns vor knapp 10 Jahren kennen lernten. Sie ist auch heute noch kein Fan davon, aber sie geht mit mir (und meiner mum ;-)) immer in die Mitternachtspremiere, sofern sie denn stattfindet. Sie nimmt Anteil an meinen Hobbies so wie ich Anteil an ihren nehme. Allerdings ist es auch gut, dass wir getrennte Hobbies haben. So hat jeder seinen Bereich, in den wir uns zurückziehen können. Das ist uns beiden sehr wichtig, da wir beide sehr introvertiert sind.
     
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  16. Adamska

    Adamska The Herald of Darkness

    Meine aktuelle Freundin mag Star Wars.
    Was ich vorher nicht wusste, ist, dass sie mit der PT aufgewachsen ist und die Filme besser als die OT findet.
    Ich kam mir kurz vor wie Ted Mosby (falls jemand jene Folge bei HIMYM kennt :D).

    Später stellte sich heraus, dass sie Harrison Ford nicht mag und Han Solo sowieso nicht. Da blieb mir kurz das Herz stehen.
    Puh. Jetzt stelle ich die Beziehung in Frage. :D
     
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  17. icebär

    icebär sieht fern

    Menschen zu Sachen zu motivieren, auf die sie keine Lust haben, ist was für den Arbeitsplatz, aber nicht für die eigenen vier Wände.
     
  18. Crystal

    Crystal * * * * * *

    Danke für die zahlreichen Antworten und Einblicke! :)



    Oh Mann... mir war klar, dass es auch so wirken kann...trotzdem wollte ich das Thema gerne ernsthaft diskutieren, ohne dabei ins Lächerliche gezogen zu werden.

    Ich finde deine Sichtweise auf mein „Problem“ durchaus erhellend, so ist es nicht...dennoch kann ich den empfundenen Mangel (oder wie auch immer man das nennen will) nicht einfach beiseite wischen.
    Was ich hier berichte, ist ja nur ein kleiner Ausschnitt unserer Beziehung...gut möglich also, dass das eigentliche Problem viel tiefer liegt und ich mich gerade nur an einem Symptom festbeiße.

    Trotzdem scheint mir bei uns etwas in Schieflage geraten zu sein, was sich eben auch an solchen (vermeintlichen) Kleinigkeiten zeigt.


    Ganz ehrlich:

    Nein. Ich würde meine unbegründbare Abneigung auf jeden Fall hinterfragen, am besten natürlich im Austausch mit ihm und schon alleine dadurch signalisieren, dass mir seine Wünsche prinzipiell sehr wichtig sind.

    Bei ihm arten solche Diskussionen aber ziemlich schnell in eine Art Machtkampf aus, wo es nur noch darum geht, sich (gegen anders lautende Argumente) durchzusetzen... er lenkt schon irgendwann ein, spätestens dann, wenn offensichtlich wird, dass ich gerade kurz davor bin, das Handtuch zu werfen, dann aber auch oft in so einer nervig jovialen „ich kauf dir so viele Stofftiere, wie du willst“-Weise. Worauf ich mir erst recht verarscht vorkomme.

    Ich würde es gar nicht als aufdrücken oder -zwingen bezeichnen, wenn man sich innerhalb einer Beziehung um Kompromisse bemüht. Und ja, ich bin ihm schon sehr oft, in teils existenziellen Fragen, entgegen gekommen (freiwillig).



    Na ja. Teilweise. Wesentliche Inhalte hat er verschlafen. ^^

    Und ich würde es sogar begrüßen, wenn er sich kritisch mit den Filmen auseinandersetzen würde; mir geht es nicht darum, dass er still daneben sitzt und anschließend Beifall klatscht. Er kann gerne eine von mir abweichende Meinung haben; nur hat er die nicht, weil er die Filme gar nicht in der dafür nötigen Ernsthaftigkeit betrachtet. Mir scheint: er will SW nicht mögen (aufgrund von Vorurteilen) und so soll es unter allen Umständen bleiben.

    Dass er gerne Zeit mit mir verbringt...ja, das ist schon so (aber auch hier kann man fragen: wie und wozu?)
    Ich merke jedenfalls eine deutlich Abnahme seiner Begeisterung, wenn es sich um Themen handelt, die nicht ihn (oder seine Interessen) betreffen.


    Ja, Gespräche dieser Art, bis hin zu richtigen Streits, gab es bereits. Nicht speziell in Bezug auf SW, sondern eher allgemeiner Natur, weil sich dieses Gefühl, dass meine Themen innerhalb der Beziehung etwas untergehen, nicht nur darauf beschränken lassen, sondern (leider) fast schon grundsätzlicher Natur ist.

    So habe ich ganz bewusst auch das Beispiel mit dem Hund gebracht, um zu verdeutlichen, dass sich im Wesentlichen alles um ihn (und seine Vorlieben) dreht.

    Klar, ich könnte jetzt sagen, er ist der totale Egomane (es gäbe Menschen in unserem Umfeld, die dem sofort zustimmen würden), das würde ihm mE aber auch nicht gerecht werden.
    Und mir geht es ja nicht darum, ihn schlecht zu machen... vielmehr möchte ich für mich selbst herausfinden, ob wir überhaupt (noch) zusammenpassen.

    Ich merke, wie mir die Auseinandersetzungen mit ihm, teilweise auch das Ringen um seine Anerkennung, Kraft und... ja, irgendwie auch Lebensfreude nehmen.

    Und ich möchte mich auch nicht beschneiden lassen bei Themen, die mir nun mal (sehr) wichtig sind.
    Ich finde, da kann man eine Beziehung von vier Jahren auch nicht mit einer langjährig gereiften Ehe (mit bereits bestehenden Kindern) vergleichen.

    Vielleicht hilft es fürs Erste auch, wenn wir einfach wieder getrennt voneinander wohnen. Das war übrigens auch ein Punkt, wo ich ihm entgegen gekommen bin.


    Hihi, das finde ich wiederum so lustig, dass es schon wieder seinen ganz eigenen Charme hat. ^^

    Ich sag ja: vermutlich hänge ich mich gerade nur an einem Symptom auf und der gefühlte Mangel an Gemeinsamkeiten gipfelt lediglich in SW, gründet aber nicht darin.
    Was es nur leider nicht gerade besser macht...(eher im Gegenteil :( )



    :-D
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Februar 2020
  19. Minza

    Minza Geek Queen

    Also meinen Segen, die Beziehung zu beenden, hast du. Kann einem ja leid tun, der Kerl.
     
  20. Crystal

    Crystal * * * * * *

    Weder kennst du mich, noch meinen Freund. Deine Aussage finde ich daher reichlich anmaßend. :confused:

    Aber was soll's....danke für die "konstruktive" Unterhaltung.

    Das sehe ich im Grunde auch so.
    Wenn man nun aber feststellt, dass man kaum Lust auf dieselben Sachen hat (und natürlich möchte ich das nicht nur auf ein einzelnes Hobby wie SW beschränken), liegt es doch nahe, dass man die partnerschaftliche Kompatibilität hinterfragt. Oder nicht?
    Die Alternative wäre, einfach nur nebeneinander herzuleben... oder sich vollständig anzupassen. Beides erscheint mir nicht erstrebenswert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Februar 2020

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