Tagespolitik allgemein

Stimme ich überhaupt nicht zu. Qatarische Medien sind inzwischen global bedeutende Meinungsmacher und nehmen mit ihrer Berichterstattung - die gerne mal eine Hälfte der Story weglässt - gezielt Einfluss auf tagesaktuelle Debatten.

Ist immer noch eine völlig andere Dimension, wie etwa Medwedews feuchter Wunschtraum von der "Herrschaft von Lissabon bis Wladiwostok". Das ist purer, unverhohlener und größenwahnsinniger Imperialismus. Da muss man sich im nahen Osten noch gewaltig anstrengen, um das selbe Level von Machtanspruch zu entwickeln. In dieser Liga spiel(t)en sonst nur noch China, die USA und der Vorkriegs-IS mit.
 
Ist immer noch eine völlig andere Dimension, wie etwa Medwedews feuchter Wunschtraum von der "Herrschaft von Lissabon bis Wladiwostok". Das ist purer, unverhohlener und größenwahnsinniger Imperialismus.

Soft power gehört doch auch zu den entscheidenden Werkzeugen imperialistischer Ambition (die zumal nicht ausschließlich an milit.-territ. Methodik gebunden ist). Man denke an T. Roosevelts berühmten Ausspruch.

Da muss man sich im nahen Osten noch gewaltig anstrengen, um das selbe Level von Machtanspruch zu entwickeln.

Der Machtanspruch ist bei den Russen in erster Linie illusionär und große Worte à la "Lissabon nach Wladiwostok" kosten nix. Den ersten großen Schritt auf dem Weg zurück zu "verlorener Größe", nämlich die Spezialoperation Ukraine, versauen sie gerade massiv.

Mit der Türkei - die ganz offen das OR wiederhaben will, griech. Territorium beansprucht und nach wie vor ein EU-Land besetzt hält - Aserbaidschan, dem Iran und Israel gibt es im NO doch genug vielversprechende Kandidaten.
 
Den ersten großen Schritt auf dem Weg zurück zu "verlorener Größe", nämlich die Spezialoperation Ukraine, versauen sie gerade massiv.

Aber eben auch nur deswegen, weil wir hier in Europa noch so gerade eben den Hintern hochbekommen haben und die Ukraine nicht sich selbst überlassen haben. Die Blockiererei aus den alten Regierungen aus Ungarn und Polen war da auch nicht gerade hilfreich. Ebensowenig der Brexit. Und genau darum geht es hier in der gegenwärtigen Debatte im Grunde ja. Russland will HIER spalten, damit die freier agieren können.
 
Das Ziel eines jeden Extremismus ist zu spalten.
Und warum fällt es eigentlich so schwer von bestimmten Regierungen zu sprechen und immer eine ganze Nation zu nehmen?
 
Weil es Länder mit Staatsdoktrin gibt, die regierungsunabhängig umgesetzt/anvisiert werden, im Sinne eines nationalen Konsens. Üblicherweise dort, wo (hist.) Aufarbeitung ein Fremdwort ist.
 
Der Machtanspruch ist bei den Russen in erster Linie illusionär und große Worte à la "Lissabon nach Wladiwostok" kosten nix. Den ersten großen Schritt auf dem Weg zurück zu "verlorener Größe", nämlich die Spezialoperation Ukraine, versauen sie gerade massiv.

Naja, die Machtansprüche des IS gegenüber Europa dürften sogar noch illusorischer sein, trotzdem muss man diesen ernstnehmen, wie Du gerade zu erklären versuchst. :zuck:

Mit der Türkei - die ganz offen das OR wiederhaben will, griech. Territorium beansprucht und nach wie vor ein EU-Land besetzt hält - Aserbaidschan, dem Iran und Israel gibt es im NO doch genug vielversprechende Kandidaten.

Welche realistischen Machtansprüche hegen denn Aserbaidschan, Israel oder der Iran gegenüber Europa? :verwirrt:

C.
 
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