Verbesserungsvorschlag am PSW!

Alles was rassistisch oder diskriminierend ist mMn menschenverachtend.
Menschen den Tod oder bestimmte Strafen zu wünschen, ist es auch.
Gegen Quere zu wettern, egal ob in Filmen oder Serien, ist es auch.
Und auch diese gabzen Kommentare "Wer flüchtet ind dann stirbt, ist halt selbst dran Schuld" und ähnliches, wie es hier schon geschrieben wurde, ist menschenverachtend.
Hier wurde schon so viel Scheiß geschrieben, von Rassismus über Sexismus, dass es einfach schon unerträglich war.
Und ehrlich: wenn hier Leute aufgrund dessen gegangen sind, muss man sich mMn schon Gedanken machen
 
Der TaPo-Thread hat nach wie vor sehr hohe Aufrufzahlen, selbst in den vergangenen Monaten, in denen dort im Vergleich zu früher nur noch gelegentlich etwas gepostet wurde. So sehr einige seine bloße Existenz bedauern mögen, dürfte er für andere längst zu den Hauptgründen gehören, überhaupt noch täglich ins Forum zu schauen.

Ich selbst habe den Thread nur unregelmäßig verfolgt, hatte dabei zuletzt allerdings nicht mehr den Eindruck, dass der Ton dort so vergiftet war wie zu früheren Zeiten. Das ist natürlich nur meine persönliche Wahrnehmung und keine systematische Bestandsaufnahme. Zumindest aus meiner Sicht spricht aber auch das dagegen, den Thread ausschließlich über seine besonders unschönen Phasen zu definieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wird es wohl viele Meinungen zu geben, also zu jedem einzelnen Punkt, und mehr als das zu moderieren, mit der FDGO im Hinterkopf, wird da nicht viel Raum sein alle glücklich zu machen.
 
Na ja, die Frage ist, ob click bait wireless ist, wonach wir hier gehen sollten. Und inzwischen ist so viel sagbar geworden, dass ich mir Sorgen um unsere freiheitlich demokratische Grundordnung mache.
Zumal es bei bestimmten Ausssgen einfach keine "Meinungen" gibt.

Gerade menschenverachtende Aussagen bleiben das, was sie sind und da kann man noch so trotzig sagen, dass es eben die eigene Meinung ist.
Klar es gibt vermeintlich harmloser Aussagen, aber womöglich wäre das Forum (und eben nicht nur das) besser, wenn man auch diese so harmlos erscheinenden Aussagen mal näher betrachten würde.
Damit meine ich sicherlich keine tatsächlich harnlosen Aussagen, die beinhalten, dass man bestimmte Parteien, Bücher, etc. nicht gut findet.
Sobald eine Meinung gegen das GG verstößt hat sie hier einfach nix zu suchen.
Klimawandel leugnen und Co nervt mich, aber fas kann ich in meinem Demokratieverständnis trotzdem aushalten.
 
Ich würde da zwei Dinge voneinander trennen. Dass ein Thread hohe Aufrufzahlen hat und weiterhin auf Interesse stößt, kann natürlich kein Maßstab dafür sein, was dort gesagt werden darf. Menschenverachtende Äußerungen werden auch dadurch nicht akzeptabel, dass man sie zur persönlichen Meinung erklärt. Wo Beiträge gegen die Forenregeln verstoßen oder rechtlich problematische Grenzen überschreiten, muss die Moderation entsprechend eingreifen und solche Verstöße unterbinden.

Das spricht für mich aber nicht gegen den TaPo-Thread an sich. Nach meinem Eindruck ist es dort zuletzt ohnehin sehr ruhig geworden. Auch den Ton habe ich zuletzt nicht mehr als so vergiftet wahrgenommen, wie das zeitweise sicherlich der Fall gewesen ist.

Politische Themen werden sich zudem kaum dauerhaft aus einem Forum heraushalten lassen. Es wird auch in Zukunft Ereignisse geben, über die einige User hier diskutieren möchten. Wahlen, internationale Konflikte oder innenpolitische Entwicklungen verschwinden schließlich nicht dadurch, dass man den dafür vorgesehenen Thread schließt. Im Zweifel verlagern sich solche Diskussionen dann nur an andere Stellen. Deshalb halte ich einen klar abgegrenzten Thread weiterhin für sinnvoll, solange dort vernünftig diskutiert werden kann und die Moderation einschreitet, wenn Grenzen überschritten werden. Entscheidend ist für mich weniger die Existenz eines politischen Threads als die Frage, was man dort zulässt.
 
Stimmt, aber das zu bestimmen, liegt im Auge des Betrachters – solange es nicht angezeigt wird und Leute, die im Leben nichts anderes machen, darüber dann prozessieren.
Da bin ich komplett anderer Meinung.
Wenn es im Auge des Betrachters liegt wann gegen das GG verstoßen wird, brauchen wir kein GG mehr.
Ja, klar wir können bei manchen Aussagen schauen ob sie tatsächlich rassistisch sind oder bloß die Grauzone erreichen.
Aber je mehr wir das tun, umso weiter verschiebt sich mMn der Diskurs hin zu "Wird man ja wohl sagen dürfen".

@Sam Rockwell
Ich denke, dass das PSW im Grunde ein SW Forum ist, in dem es tatsächlich weder früher noch später zu politischen Diskussionen kommen muss, dafür gibt's auch anderr Foren. Und nun könnte man ssgen: Jaaaa, du willst den Diskurs ja nur verschieben.
Ich war ursprünglich nur wegen dem RS im Forum, das war meine sichere Base und das hat mir damals sau viel gegeben.
Selbst wenn es nur um SW Filme etc ginge, dann wäre all das auch ohne aktuelle politische Einflechtungen im Maße eines TaPo möglich
 
Wenn es im Auge des Betrachters liegt wann gegen das GG verstoßen wird, brauchen wir kein GG mehr.
Ich weiß nicht ob man von einer Verfassung verlangen kann, jeden vergangen, gegenwärtigen und zukünftigen Disput absolut perfekt abzubilden, so dass nicht zwei Partien auf eine unterschiedliche Auslegung bspw. einer Aussage kommen können. Ich denke das ist sogar eher die Norm und mir fällt da keine gangbare Alternative ein.
 
Wenn es im Auge des Betrachters liegt wann gegen das GG verstoßen wird, brauchen wir kein GG mehr.

Hier muss man bisschen vorsichtig sein. Private Äußerungen verstoßen nicht gegen das GG. Das GG bindet den Staat und schützt den Bürger vor staatlichen Eingriffen bzw Verletzungen in ihren Grundrechten. Private Äußerungen werden dagegen über das einfache Recht begrenzt.
 
Ich habe übrigens schon länger den Eindruck, dass das PSW gar kein primäres SW-Forum mehr ist.

Mag natürlich mein subjektiver Eindruck sein, weil mich die entsprechenden Themen kaum noch interessieren. Aber ich würde schön behaupten, das Nicht-SW-Themen sehr viel höher frequentiert werden.

Was den hier sogenannten TaPo-Thread angeht, finde ich die aktuelle Schließung schon ein Stück weit schade.

Kann es nicht sein, das hier manche Sachen viel ‚zu heiß gekocht‘ , zu ernst genommen werden/wurden?

Gerade im aktuellen Fall, hätte man gewisse Beiträge doch auch einfach nicht beantworten können.

Eine Fähigkeit übrig, die in der modernen Online-Diskussionskultur, auch weit außerhalb des PSW, leider fast völlig vergessen scheint
 
Ich weiß nicht ob man von einer Verfassung verlangen kann, jeden vergangen, gegenwärtigen und zukünftigen Disput absolut perfekt abzubilden, so dass nicht zwei Partien auf eine unterschiedliche Auslegung bspw. einer Aussage kommen können. Ich denke das ist sogar eher die Norm und mir fällt da keine gangbare Alternative ein.
Ich zitiere dich, weil meine Antwort an Agustin vermutlich in diese Richtugn geht
Hier muss man bisschen vorsichtig sein. Private Äußerungen verstoßen nicht gegen das GG. Das GG bindet den Staat und schützt den Bürger vor staatlichen Eingriffen bzw Verletzungen in ihren Grundrechten. Private Äußerungen werden dagegen über das einfache Recht begrenzt.
Ja, da hast du natürlich recht. Dann müsste man eher prüfen, ob sie gegen StGB 130 verstoßen. Oder gegen das AGG.
Aber ich bin da ehrlich, mir ist egal, ob das GG vor allem für den Staat gilt, ich will, dass sich in einem Forum dennoch daran gehalten wird. Klar, ich kann differenzierter sagen, dass ich rassistische, diskriminierende Sprache nicht gutheiße, GG hin oder her. Und das GG hat eben Einfluss auf das Zusammenleben aller Menschen. Dann eben ein verstoß gegen die Werte davon.
Kann es nicht sein, das hier manche Sachen viel ‚zu heiß gekocht‘ , zu ernst genommen werden/wurden?

Gerade im aktuellen Fall, hätte man gewisse Beiträge doch auch einfach nicht beantworten können.

Eine Fähigkeit übrig, die in der modernen Online-Diskussionskultur, auch weit außerhalb des PSW, leider fast völlig vergessen scheint
Abseits des Falles finde ich diese Aussage einmal mehr schwierig, denn 'zu heiß' gekocht ist genau das Gleiche wie 'Wird man ja noch sagen dürfen' ist das gleiche wie 'Na stell dich mal nicht so an'.

Ja, klar, in dem Fall hätte man nicht mehr antworten müssen, da war es vielleicht sogar zu heiß gekocht, weil vergleichsweise harmlos. Hab da ja auch nicht mehr geantwortet, aber dein Popcorngif, das hätte auch nicht sein müssen, nebenbei gesagt.
Mich nervt manchmal kolossal was ich lese (und klar, manche sicherlich auch das, was ich schreibe).
Mir geht es viel mehr um andere Kontexte, in denen bestimmte -issmen sehr deutlich zum Vorschein kamen. Und da ist Schweigen mMn Zustimmung, das ist mein Problem. Damit hier kein Fass aufgemacht wird, ein Beispiel nicht aus dem Forum, aber vergleichbar:
Wenn ich lese, dass Frauen zu emotional seien und bestimmte Entscheidungen nicht treffen sollten, dann empfinde ich das als sexistisch. Würde mich im Forum unendlich nerven, wenn das unkommentiert wäre. Das ist eine Aussage, mit der ich als Frau allerdings noch mit einem Augenrollen 5 gerade sein lassen könnte. Wenn ich aber lese, dass X keine Menschen sind oder Y gerne im Mittelmeer ertrinken können, dann ist die Grenze des Sagbaren längst überschritten und das darf mMn nicht einfach so stehen gelassen werden.
Ich nehme hier bewusst keine Zitate aus dem Forum. Aber es gab sehr ähnliche.
 
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