Warum ist die schauspielerische Leistung in den PT so mies?

Ich tue mich ein wenig schwer damit, die PT als Ganzes zu bewerten. Dafür fehlt leider einfach der konzeptionelle rote Faden, denn ich bin der Meinung, dass Star Wars dann am besten funktioniert, wenn die Antagonisten vernünftig ausgearbeitet sind. Wenn man jeden Film einzelnd anschaut, dann wird das auch deutlich:

Darth Maul funktioniert als wortloser Killer ziemlich gut. Dummerweise ist diese Rolle auf Stillstand ausgelegt und hätte daher genauso gut von einem beliebigen Kopfgeldjäger ausgefüllt werden können. Nute Gunray dagegen ist ein ziemlicher Griff ins Klo, da dieser Charakter ungefähr so bedrohlich ist, wie ein Welpe mit Sprachfehler.

Temura Morrison leistet als Jango Fett ein ziemlich gutes Stück überzeugender Schauspielarbeit ab. Diesem Jungen nimmt man in jeder Sekunde ab, dass er ein ziemlich gefährlicher Revolverheld ist. Demenstsprechend gut ist auch der komplette Obi-Wan-Storyteil aus Episode II, den ich persönlich ziemlich super finde. Das ändert aber leider nichts daran, dass die andere Storylinie einfach nur öde ist. Mal im Ernst: Was bitte ist daran interessant, anderen beim Urlaub zuzuschauen?

EDIT:Huch,da war Crimson schneller.^^
Dir auch ein fettes ACK!

Zum Vergleich bringe ich hier mal Terminator 2 an: Nachdem Connor, Connor und T-800 dem fiesen Quecksilberdingens entkommen sind, gibt es eine laaaaange Sequenz, deren einziger Zweck die Weiterentwicklung der Story zum Finale bei Cyberdyne ist. Hier werden die zentralen Charaktereigenschaften von Sarah (Vernunft) und John (Moral) extrem stark beleuchtet und gegeneinander ausgespielt, bis Ms. Connor schließlich ausrastet und einen Mordversuch begeht.

Hier wird auf richtig krasse Weise deutlich, wie ziellos die komplette Story um Anakin und Padme in diesem Film eigentlich ist. Es bahnt sich kein Konflikt zwischen den beiden an, sondern das genaue Gegenteil ist der Fall: Eine pazifistische Politikerin und ein Friedensstifter versuchen, auf einen Nenner zu kommen. -> Gähn!

Zurück zu den Antagonisten und zum dritten Teil. Grievous ist cool. Zwar kein tiefer Charakter, aber glaubwürdig und bedrohlich. In dieser Hinsicht ist er am ehesten mit Jabba in der letzten Episode vergleichbar, der genauso gut funktioniert hat. Und hier muss ich wirklich sagen, dass McDiarmid im Vergleich zu RotJ sehr viel besser war. Das größte Problem dieses Films ist, dass das Ende von Anfang an vorherbestimmt sein musste und im Zusammenspiel mit der wirklich versemmelten Charakterisierung von Anakin in Episode II sehr stark leidet.

Dem schließe ich mich an.Doch finde ich Jabba ein Fitzelchen besser ausgearbeitet,Greedo redet von ihm und Boba spricht genauso von ihm.Grievous wird in eine fast vollendete Story radikal reingearbeitet.Man kommt seinem Sinn in der Geschichte überhaupt nicht nahe(Sollte er denn einen haben),während Jabba schon in ANH auf sich aufmerksam macht,weil er Han schnappen will.Der einzige Sinn von Grievous war wohl,einen Charakter zu kriegen,der sich gut als Merchandising-Projekt anbietet.Metallkörper und 4 Arme sind ja super,aber wenn das nur zum Verkauf gut ist,hätte man ihn genauso in ein Comic oder Roman einbauen können,der irgendwo zwischen AotC und RotS spielt.Das wäre besser angekommen,als einen Antagonisten in eine Story einzubauen und ihn eine Viertelstunde später wieder sterben zu lassen.

EDIT:Ist mir Crimson doch zuvor gekommen^^Zu deinem Post Crimson:ACK,ACK und nochmal ACK!
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, ohne Kenntnisse des EU ist Grievous nichts von alledem. Er ist ein hustender Cyborg, der in der ersten Hälfte des Films ständig davonläuft, wenn es brenzlig wird, und als er sich endlich Obi-Wan stellt, dauert es keine 2 Minuten, bis sich die Anzahl seiner Arme von 4 auf 3 reduziert und er schon wieder Fersengeld gibt. Ein vollkommen überflüssiger und nervtötender Charakter, vor allem wenn man bedenkt, daß man Christopher Lee als Bösewicht auf der Besetzungsliste hat, der allerdings in den ersten 10 Minuten abgefrühstückt wird. :crazy

Also wenn ich mal mit Ben Quadinaros dagegenhalten darf, dann dürfte auch klar sein, was ich mit "glaubhaft" meine:

BenQuadinarosHS-SWE.jpg


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Alle Bösewichter der PT hatten Potential, verharren jedoch allesamt auf der Komplexitätsstufe die Nebenfiguren wie Boba Fett oder dieser Twi'Lek bei Jabba im Palast hatten.
Selbst Lando Calrissian ist weiter ausgearbeitet als zum Beispiel Count Dooku:

Lando:
- so wie Han Solo
- Baron von Luftstätten
- Chef vons ganze
- Ladies Man

Dooku:
-Graf von irgendwas
-hat vielleicht mal Klone bestellt
-war mal Jedi

Ich glaube nicht, dass ich viele Informationen ausgelassen hab, die in den Filmen präsentiert werden, und man kann sich eine weitaus bessere Vorstellung von Lando machen als von Dooku.
Christopher Lee hat die Rolle wirklich gut gespielt - also wie er in den Hammerfilmen Dracula gespielt hat, und das war wohl auch die Auflage, aber Dooku hat so wenig Backstory und Screentime, dass er partout nicht bedrohlich wirken mag.

Aber auch die Bösewichter sind besser ausgearbeitet in der OT.
Obwohl wir im Grunde in der OT nicht besonders viel über das Vorleben von Darth Vader erfahren, sehen wir ihn bei seiner täglichen Arbeit. Egal ob er Senatorinnen einschüchtert oder befragt, Admiräle erwürgt oder in seiner Wellnessmuschel sitzt: wir bekommen ein Gefühl für die Person. Ebenso durch die Gespräche mit dem Imperator.
Sowas fehlt in der PT.

Dort wird statt dessen Palpatine begleitet, über den wir zumindest mitbekommen, dass er die Jedi und den Senat an der Nase herümführt, und dass er ein unnatürliches Interesse an dem jungen Skywalker hat. Allerdings sind wir bei Palpatine auch nah genug dran, um zu sehen, dass seine Pläne keinen Sinn ergeben.
Es wäre erfrischend gewesen, wenn Darth Maul bis in Episode 3 der Go-To-Baddy gewesen wäre, und man gesehen hätte, was er sonst noch so macht.
Zum Beispiel hätte Maul in TPM *on screen* schonmal die Klone bestellen und in AotC und ROTS komplett Dooku oder Dooku und Grievious ersetzen können. Diese Inflation an vermeindlichen Sithlords in der PT ist auch nicht gerade hilfreich bei der Charakterzeichnung.
 
Zurück zu den Antagonisten und zum dritten Teil. Grievous ist cool. Zwar kein tiefer Charakter, aber glaubwürdig und bedrohlich. In dieser Hinsicht ist er am ehesten mit Jabba in der letzten Episode vergleichbar, der genauso gut funktioniert hat. Und hier muss ich wirklich sagen, dass McDiarmid im Vergleich zu RotJ sehr viel besser war. Das größte Problem dieses Films ist, dass das Ende von Anfang an vorherbestimmt sein musste und im Zusammenspiel mit der wirklich versemmelten Charakterisierung von Anakin in Episode II sehr stark leidet.

Im Film? Ich kann mich nicht erinnern, dass der bedrohlich wirkt. Wenn sie die Szene mit der Togruta-Jedi mit reingenommen hätten (wie heißt die nochmal?) wäre er vielleicht bedrohlich rübergekommen. Aber so wirkte er auf mich eher harmlos.

Im EU ist das anders. Da gibt es aber auch diese ganze Geschichte mit dem Krieg zwischen den Kaleesh und den Huk, und andere Details, die diese Figur aufpeppen.
 
Die Jedi heißt Shaak Ti.Die Szene hätte Grievous schon eventuell bedrohlicher wirken lassen,aber ein Schwert anschalten und es jemandem in dem Rücken bohren ist nun auch nicht so toll.

Ansonsten:Ich finde einen metergroßen Cyborg,der seine Arme teilen kann,eine gruselige Maske trägt und der als Bauch einen Tank mit Herz und anderen Organen hat schon bedrohlich...
 
Obwohl wir im Grunde in der OT nicht besonders viel über das Vorleben von Darth Vader erfahren, sehen wir ihn bei seiner täglichen Arbeit. Egal ob er Senatorinnen einschüchtert oder befragt, Admiräle erwürgt oder in seiner Wellnessmuschel sitzt: wir bekommen ein Gefühl für die Person. Ebenso durch die Gespräche mit dem Imperator.
Sowas fehlt in der PT.
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Ich denke das es genau das war, was vorallem Vader so interessant gemacht hat.
Bis auf ein paar nebulöse Sätze von Obi wan ist über das Vorleben Vaders nichts bekannt.
 
Ich denke das es genau das war, was vorallem Vader so interessant gemacht hat.
Bis auf ein paar nebulöse Sätze von Obi wan ist über das Vorleben Vaders nichts bekannt.

Da ist es schon irgendwie ironisch, dass die PT nun eigentlich genau dazu da ist, uns sein Vorleben ganz haarklein zu erklären. :-/
 
Also wenn ich mal mit Ben Quadinaros dagegenhalten darf, dann dürfte auch klar sein, was ich mit "glaubhaft" meine

Glaubhaft in Bezug auf was? :verwirrt: Was sein Äußeres und seine Anatomie angeht, ist er in etwa genauso glaubwürdig, wie so ziemlich alle Aliens in Star Wars, gemessen an unseren realen physikalischen Gesetzen, nämlich Null! Danach wäre vermutlich auch Jabba total unglaubwürdig, da es ziemlich unwahrscheinlich ist, daß eine Rasse riesiger, träger Nacktschnecken mit verkümmerten Ärmchen es schafft, auf irgendeinem Planeten an die Spitze der Evolutionskette zu gelangen und eine Hochkultur zu erschaffen.
Sein Auftauchen in ROTJ ist hingegen um Welten logischer und glaubhafter, als das von Grievous. Jabba wurde in den beiden Filmen vorher bereits etabliert, er hatte ein Kopfgeld auf Han ausgesetzt, hat Kopfgeldjäger ausgesandt usw. Grievous wird dem Publikum mitten in der Geschichte als "genialer" General der Droidenarmee vorgesetzt, der im Film jedoch nichts geniales vollbringt, ein wenig hustet und sofort wieder von der Bildfläche verschwindet. Laaaangweilig!!!

sidious05 schrieb:
Ansonsten:Ich finde einen metergroßen Cyborg,der seine Arme teilen kann,eine gruselige Maske trägt und der als Bauch einen Tank mit Herz und anderen Organen hat schon bedrohlich...

Ich fand ihn eher lächerlich und übertrieben, wie so vieles in der PT. Was macht er schon groß? Er hustet, und warum er das tut erschließst sich Zuschauern ohne EU-Kenntnisse schonmal nicht, er versteckt sich hinter seinen Wachen und rennt im Grunde immer gleich davon, wenn ihm die Jedi zu nah kommen. Als er es dann doch mal vorzieht zu kämpfen, trennt ihm Obi-Wan mit Leichtigkeit 3/4 seiner Arme ab und 5 Minuten später ist dieser "bedrohliche" Cyborg Geschichte.

Jedihammer schrieb:
Ich denke das es genau das war, was vorallem Vader so interessant gemacht hat.
Bis auf ein paar nebulöse Sätze von Obi wan ist über das Vorleben Vaders nichts bekannt.

Vader wird aber im Verlauf der Filme immer interessanter, weil er der durchgängige Bösewicht der Saga ist, der sich zudem noch als leiblicher Vater des Helden entpuppt.
Sämtliche Bösewichter der PT werden verheizt, bevor man mehr über sie erfahren kann und sie vielleicht mal interessant werden könnten.
Aber so verkauft man halt einiges mehr an Bücher, Comicheften & Videospielen, wenn man die Hintergrundgeschichten von Helden & Bösewichtern aus den Filmen auslagert, um in diesen noch mehr lausige Spezialeffekte unterzubringen.

C.
 
Darth Maul war für mich ein Wechselbad der Gefühle. Zu Beginn fand ich ihn wirklich gut, aber die Figur war schnell ausgereizt. Innerhalb der EP1 Werbekampagne hat man ihn einfach überdosiert. Maul war überall, als der Film dann schließlich im Kino lief, war ich schon übersättigt. In den nächsten Jahren fand ich Maul dann auc mäßig interessant. Mittlerweile stufe ich ihn aber doch als Figur ein, bei der man Potenzial verschenkt hat.

Verschenktes Potenzial ist sowieso das Motto für die Gegnerspieler der PT. Darth Maul, Dooku und Jango Fett wurden gleichermaßen verschenkt. In gewisser Weise auch Grievous.... aus ihm hätte man durchaus was machen können, allerdings hätte ich die Figur anders dargestellt. Das Alien/Cyborgkonzept finde ich ganz okay, ich hätte aber das alberne Hüsteln weggelassen und ihn nicht so riesengroß aussehen lassen. Allerdings ist Grievous wahrscheinlich die Figur, die ich geopfert hätte. Hätte mich lieber auf Maul und Dooku konzentriert, dazu noch Jango Fett. Vielleicht auch noch Ventress... okay, die gabs als Charakter noch nicht, als AOTC herauskam. Aber mir spukt immer noch die Idee mit den Lost 20 durch den Kopf. Daraus hätte ich unter Umständen den Storyansatz der PT gemacht. Abtrünnige Jedi, angeführt von Dooku sympathisieren mit Sidious/Maul.

Temura Morrison leistet als Jango Fett ein ziemlich gutes Stück überzeugender Schauspielarbeit ab. Diesem Jungen nimmt man in jeder Sekunde ab, dass er ein ziemlich gefährlicher Revolverheld ist. Demenstsprechend gut ist auch der komplette Obi-Wan-Storyteil aus Episode II, den ich persönlich ziemlich super finde. Das ändert aber leider nichts daran, dass die andere Storylinie einfach nur öde ist. Mal im Ernst: Was bitte ist daran interessant, anderen beim Urlaub zuzuschauen?

Meine Rede. Der Teil ist wirklich gut, deswegen ist AOTC für mich auch die beste Episode der Prequels. Der Plot ist interessant, die Chemie zwischen der Darstellern paßte offensichtlich, der Handlungsort ist sehr ansprechend und auch die Szene mit dem Asteroidenfeld finde ich gut. Nicht ganz so stimmig wie in TESB, aber doch hübsch anzusehen und vor allem durch das Sounddesign überzeugend. Nur die Boba-Klongeschichte hätte ich wohl weggelassen. Die Anakin/Padmé Story sackt im Vergleich aber wirklich völlig ab.
 
Aber mir spukt immer noch die Idee mit den Lost 20 durch den Kopf. Daraus hätte ich unter Umständen den Storyansatz der PT gemacht. Abtrünnige Jedi, angeführt von Dooku sympathisieren mit Sidious/Maul.

Ein sehr interessanter Ansatz, gefällt mir persönlich gut.

Die PT hatte, ähnlich wie nun TCW, einige sehr gute Storyansätze, aus denen dann aber nur Mittelmaß oder eben nix gemacht wurde. Seien es die verlorenen 20, drei z.T. verheizte und lückenhaft ausgerabeitete Bösewichter anstelle von einem durchgängigen in den PT-Episoden (Palpatine außen vor gelassen), die Klonkriege an sich, von denen man mal kurz den Beginn und das Ende zu sehen bekommt, Anakins Fall und noch vieles mehr. Oder Charakterdarsteller wie Terence Stamp in stupiden Nebenrollen, in denen sie kaum was zu tun haben.
 
Hier muss man aber differenzieren zwischen Fernsehserie und Filmserie. Viele Fernsehserien fahren mit dem episodenartigen ganz gut, z.B. Firefly. Sicher gibt es auch Serien mit langgezogenen Handlungssträngen (Babylon 5 z.B.), aber es hat eben beides seine Vor- und Nachteile.

Bei einer Filmserie möchten die Leute aber meist einen recht glatten Anschluss.

Ansonsten:Ich finde einen metergroßen Cyborg,der seine Arme teilen kann,eine gruselige Maske trägt und der als Bauch einen Tank mit Herz und anderen Organen hat schon bedrohlich...

Das Design finde ich schon okay. Aber Grievous ist leider ein Bösewicht, von dem man nur hört, dass er ach so böse ist. Böses tun sieht man ihn nämlich erstaunlich wenig.
Okay, er entführt Palpatine. Ist das wirklich böse? Wir wissen ja, wer Palpatine in Wirklichkeit ist! :konfus:
Und dass er gegen die Jedi kämpft, kann man ihm auch nicht wirklich anlasten. Sind ja die militärischen Feinde...

Wobei: Den voice actor finde ich gar nicht übel. Der hat so ziemlich alles rausgeholt, was in der Rolle drin war, und das war wenig.
 
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Glaubhaft in Bezug auf was? :verwirrt: Was sein Äußeres und seine Anatomie angeht, ist er in etwa genauso glaubwürdig, wie so ziemlich alle Aliens in Star Wars, gemessen an unseren realen physikalischen Gesetzen, nämlich Null!

Glaubhaft im Bezug auf die Rolle, die beide spielen. Quadinaros soll ein erfolgreicher Pod-Rennfahrer sein, aber wir bekommen einen hysterischen Hampelmann (deswegen auch der Seitenhieb auf Ash ;)) serviert, der nicht Herr der Lage ist und zudem noch eine Mischung aus Kuscheltierchen und Kindchenschema ist. Da glaube ich nicht eine Sekunde dran, dass diese Figur sich schon mal schneller, als im Schneckentempo bewegt hat.

Grievous wird dem Publikum mitten in der Geschichte als "genialer" General der Droidenarmee vorgesetzt, der im Film jedoch nichts geniales vollbringt, ein wenig hustet und sofort wieder von der Bildfläche verschwindet. Laaaangweilig!!!

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Im Film? Ich kann mich nicht erinnern, dass der bedrohlich wirkt. Wenn sie die Szene mit der Togruta-Jedi mit reingenommen hätten (wie heißt die nochmal?) wäre er vielleicht bedrohlich rübergekommen. Aber so wirkte er auf mich eher harmlos.

Ob Grievous jetzt genial ist, denke ich eher weniger. Der General ist rücksichtslos, feige, brutal und krank (im gesundheitlichen Sinne). Er nutzt jeden Vorteil, den er in seine Greifer bekommt und opfert selbst sein Flaggschiff, um ein Paar Jedi um die Ecke zu bringen. Grievous ist ein vollständig ehrloser Charakter und gerade das macht ihn in meinen Augen so interessant. Das wichtigste an dieser Figur ist aber, dass er der Prototyp für Darth Vader höchstpersönlich ist. Der Vader in der Rüstung und Grievous teilen sich fast alle Wesenszüge, gut, der eine hustet und der andere hat ein mechanisches Pumpsystem zum Atmen, aber ansonsten sind sich beide Persönlichkeiten extrem ähnlich. Und der größte Reiz an Grievous im Film ist eben, dass er nun mal nicht erklärt wird, außer eben durch sein Äußeres und durch seine Taten. Das ist noch etwas, das er mit dem OT-Vader gemeinsam hat.

In meinen Augen ist der General eines der wenigen Konzepte der PT, was wirklich einmal bis zum Ende gedacht und mit ausreichend subtilen Details versehen wurde, um wirklich glaubhaft zu sein.
 
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Glaubhaft im Bezug auf die Rolle, die beide spielen. Quadinaros soll ein erfolgreicher Pod-Rennfahrer sein, aber wir bekommen einen hysterischen Hampelmann (deswegen auch der Seitenhieb auf Ash ;)) serviert, der nicht Herr der Lage ist und zudem noch eine Mischung aus Kuscheltierchen und Kindchenschema ist. Da glaube ich nicht eine Sekunde dran, dass diese Figur sich schon mal schneller, als im Schneckentempo bewegt hat.

Naja, wenn man rein von dem ausgeht, was man in ROTS zu sehen bekommt, also ohne die Clone Wars-Serie oder diverse Comics und Romane zu kennen, nimmt man Grievous auch nicht wirklich ab, daß er schon dermaßen viele Jedi um die Ecke gebracht hat. Wie gesagt, er rennt halt ständig vor Anakin und/oder Obi-Wan weg und als Obi-Wan ihn endlich stellt, wird er doch recht leicht mit ihm fertig.
Hätte Ben Quadrineros ähnlich viele Auftritte im EU gehabt, die ihn als erfolgreichen Rennfahrer zeigen, dann hätte seine Rolle vielleicht auch besser funktioniert, so von wegen er halt halt nen schlechten Tag und technische Probleme. ;)
Da liegt halt imho das Problem vieler Charaktere in der PT, und speziell bei den Bösewichtern. Man sieht im Film einfach zu wenig von ihnen und die ganzen EU-Stories, in denen man mehr erfährt sind meistens nur den Fans bekannt, und selbst da nichtmal allen, da nunmal nicht jeder das EU goutiert. :zuck:

C.
 
Ob Grievous jetzt genial ist, denke ich eher weniger. Der General ist rücksichtslos, feige, brutal und krank (im gesundheitlichen Sinne). Er nutzt jeden Vorteil, den er in seine Greifer bekommt und opfert selbst sein Flaggschiff, um ein Paar Jedi um die Ecke zu bringen. Grievous ist ein vollständig ehrloser Charakter und gerade das macht ihn in meinen Augen so interessant.

Auf dem Schlachtschiff sind doch nur Droiden drauf, oder? Jedenfalls ist bei mir das Rücksichtslose und Brutale einfach nicht überzeugend rübergekommen, und darauf kommt es doch an, oder?

Das wichtigste an dieser Figur ist aber, dass er der Prototyp für Darth Vader höchstpersönlich ist. Der Vader in der Rüstung und Grievous teilen sich fast alle Wesenszüge, gut, der eine hustet und der andere hat ein mechanisches Pumpsystem zum Atmen, aber ansonsten sind sich beide Persönlichkeiten extrem ähnlich. Und der größte Reiz an Grievous im Film ist eben, dass er nun mal nicht erklärt wird, außer eben durch sein Äußeres und durch seine Taten. Das ist noch etwas, das er mit dem OT-Vader gemeinsam hat.

In meinen Augen ist der General eines der wenigen Konzepte der PT, was wirklich einmal bis zum Ende gedacht und mit ausreichend subtilen Details versehen wurde, um wirklich glaubhaft zu sein.

Wenn sie so ähnlich sind, warum ist dann der eine mein Lieblingscharakter und der andere nur eine Schießbodenfigur?

Als Vader die Szene betritt, weiß man sofort, dass die Kacke am Dampfen ist und schon wird das nächste Hindernis beseitigt.

Wenn Grievous die Szene betritt, hört man angeberische Ansprachen und leeres Rumgedrohe. Im Anschluss muss er gleich davonlaufen oder wird sonstwie in den Hintern getreten.

Vader lässt Taten sehen, Grievous ist eine Ansammlung leerer Worte.

Ich finde auch nicht, dass sie sich besonders ähnlich sind. Ich kann charakterlich mehr Ähnlichkeiten zwischen Vader und Palpatine erkennen als zwischen Vader und Grievous.
 
Wenn sie so ähnlich sind, warum ist dann der eine mein Lieblingscharakter und der andere nur eine Schießbodenfigur?

Als Vader die Szene betritt, weiß man sofort, dass die Kacke am Dampfen ist und schon wird das nächste Hindernis beseitigt.

Hätte Vader in der OT nur zwei Auftritte gehabt - sagen wir seinen ersten in der OT und das Duell mit Obi Wan in dem er verloren hätte - wäre er heute auch nicht beliebter als Darth Maul oder Grievious.
Vader hatte aber schon in ANH massig Screentime und Characterentwicklung, in TESB sogar noch mehr.
Grievious hatte kaum nennenswerte Szenen. Am Anfang von RoTS und dann als er kaputtduelliert wird. Das wars auch schon.

Das ist im großen und ganzen der Unterschied zwischen einer interessanten Figur und einer Schießbudenfigur.
 
Wobei mir hierbei allmählich mehr und mehr unklar wird, was das noch alles mit dem eigentlichen Thema der PT-Darstellerleistungen zu tun hat? :konfus:

Grievous fällt (ob ich ihn nun mag, gut finde oder nicht) schon einmal völlig heraus aus dieser Kategorie, weil er Full-Figure-CG war und IIRC hat für Grievous auch nicht einmal wie für Jar Jar Binks da ein Realtime-Darsteller wie Ahmed Best Motion-Capturing-Pate zu gestanden.

IMO hat sich hier nun stattdessen wieder eine sowohl generell wie auch für das Topic dieses Threads letztlich wenig sinnvolle Diskussion im Sinne von "Warum findet ihr OT und PT gut oder schlecht oder OT oder PT besser?"-Disku entwickelt, deren Ziel und Zweck mir im Hinblick auf die Darstellerleistungen mehr und mehr entrückt.

Vergleiche zwischen Boba und Jango Fett sind dabei hier nur ein Beispiel dafür. Temuera Morrison hat auch IMO seine Rolle dabei sehr gut und überzeugend dargestellt. Das hat aber nichts damit zu tun, ob nun seine Rüstung chiker, nicht so chik oder totchik im Vergleich zu der Boba Fetts ist oder nicht (->Mir z. B. gefiel Jango Fetts Rüstung seit ihrem Auftauschen in AOTC besser als die Boba Fetts aus der OT! Aber was hat das mit der Darstellerqualität zu tun - zumal da letztlich Mark Austin und Jeremy Bulloch entgegen Morrisons Aufgabe nur ein bisschen mit Helm in der Gegend herumzustehen hatten?)
 
Ein sehr interessanter Ansatz, gefällt mir persönlich gut.

Die PT hatte, ähnlich wie nun TCW, einige sehr gute Storyansätze, aus denen dann aber nur Mittelmaß oder eben nix gemacht wurde. Seien es die verlorenen 20, drei z.T. verheizte und lückenhaft ausgerabeitete Bösewichter anstelle von einem durchgängigen in den PT-Episoden (Palpatine außen vor gelassen), die Klonkriege an sich, von denen man mal kurz den Beginn und das Ende zu sehen bekommt, Anakins Fall und noch vieles mehr. Oder Charakterdarsteller wie Terence Stamp in stupiden Nebenrollen, in denen sie kaum was zu tun haben.

In der PT gibts einige gute Ideen und Figuren, aus denen man dann nicht viel gemacht hat. Außerdem schöne Designideen, die man kaum wahrnehmen kann, weil sie so kurz zu sehen sind. Auch Schauspieler wie eben Terence Stamp, die praktisch nichts zu tun hatten. Gerade jemanden wie Terence Stamp hätte ich mir viel besser als z.B. Ratsmitglied oder als abtrünnigen Lost 20 Jedi vorstellen können.

Irgendwann muß ich die Idee mit den Lost 20 mal ausarbeiten. Und dann die Leute und das Geld besorgen, um das Remake der PT zu produzieren. :D ;)

War Ventress nicht eine der Figuren, die als Konzept für den AotC-Bösewicht designed wurden, aber dann gegen Dooku "verloren"? Die dann aber nach Dooku so gut ankam, dass man sie im EU eingeführt hat?

Ja, Ventress war eine Konzeptzeichnung. Soweit ich es in Erinnerung habe, gabs den Namen oder weitere Details aber noch nicht. Sie war damals eben als weiblicher Sith mit zwei Schwertern konzipiert.
 
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