Episode 8 Star Wars - Die letzten Jedi jetzt auf DVD, Blu-ray, 3D Blu-ray und in 4K Ultra HD bei Amazon vorbestellen!

Weltraum (Imperium)

Dieses Thema im Forum "Projekt Star Wars Rollenspiel" wurde erstellt von Jolina Norrs, 14. Oktober 2006.

  1. Kate Manice

    Kate Manice Amazone Premium

    .:Flashback:: Alderaan | Raumhafen | an Bord von Graf Sturns Yacht ::Flashback:.
    Der Jünger hatte sich aus Kates Quartier entfernt und sie war noch einmal zum Fenster gegangen, um das Inferno zu betrachten, das im Grunde ihrer Verantwortung entsprang. Jonah hatte ganze Arbeit geleistet. Es war perfekt. Er hatte die Knotenpunkte erwischt. Die Einsatzkräfte hatten sicher Müh und Not, ihre Helfer durch die Straßen zu schleusen, um den Opfern zu Hilfe zu kommen. Es würde mit Sicherheit Probleme geben, dieser Katastrophe Herr zu werden. Kate wusste, sie sollte zufrieden mit dem Ergebnis sein und doch nagte etwas an ihr, das sie nicht benennen konnte. Als Gewissen konnte man es kaum bezeichnen, denn die Stimme in ihrem Kopf, war nicht ihre eigene. Es war, als wäre jemand anders in ihrem Bewusstsein verankert, den sie nicht so einfach ausschließen konnte. Nach ihrem Wutausbruch hatte er sich in Schweigen gehüllt, aber sie spürte, dass es oder eher er noch da war. Er ließ sie nicht in Ruhe. Er ließ sie nicht allein und das gefiel ihr nicht. Es machte sie wachsam. Etwas stimmte nicht mit ihr und sie musste dem Ganzen auf den Grund gehen, bevor sie nicht mehr klar denken konnte.
    Ein Piepen kündigte eine Nachricht an, weshalb sie nach dem Com griff und... Jonahs Signatur sah. Was zum...? War etwas schief gelaufen? Er hätte sie nicht noch einmal kontaktieren dürfen, selbst wenn es über einen sicheren BS Kanal geschah. Sie öffnete die Nachricht, überflog die Zeilen und verengte die Augen, hob den Blick wieder, um aus dem Fenster zu sehen.

    ~~~ Black Sun ~~ Kanal 00389 ~~~

    Aufgeflogen. Konnte sie vorerst loswerden. Bin verletzt. Muss verschwinden.

    ~~~ Black Sun ~~ Kanal 00389 ~~ Ende ~~

    Die Augenlider schlossen sich. Das konnte doch nicht wahr sein. Er war der Beste, der zur Verfügung stand und dann so etwas. Ein verletzter Bounty, der auf der Flucht den Stadtplaneten verlassen musste. Allerdings würde die Abreise sicher nicht so einfach werden, nachdem die halbe Stadt vor dem Raumhafen am Brennen war. Wie wollte er das bewerkstelligen? Ein weiteres Mal wurde sie durch einen der Jünger in ihren Gedankengängen unterbrochen. Er kam, um ihr Janus Antwort mitzuteilen. Es war ihre Entscheidung, ob sie an Bord der Yacht blieb oder ihn am Ort des Geschehens traf. Die Talusianerin wandte sich nicht zu dem Boten um, während sie sich die Wahlmöglichkeiten durch den Kopf gehen ließ. Sie musste irgendetwas unternehmen, Jonah außer Gefahr wissen bzw. sicherstellen, dass man ihm nicht auf die Schliche kam und damit auch ihr und Janus. Schließlich hob sie die Hand und schickte den Jünger mit den Worten "Ich bleibe!" weg. Als die Tür sich wieder hinter ihm geschlossen hatte, hob sie den Kommunikator und tippte einige kurze Anweisungen an verschiedenste Kontakte. Sie hieße nicht Kate Manice, hätte sie nicht noch ein paar Asse im Ärmel gehabt.

    .:Flashback:: Alderaan | Raumhafen | an Bord von Graf Sturns Yacht ::Flashback:.


    .:: Unterwegs von Alderaan nach Bastion | an Bord von Graf Sturns Yacht | Kates Quartier | mit Jonah ::.

    "Das ändert nichts daran, dass du ein Idiot bist, Jonah!!"

    Da saß er nun, dieser widerliche, dreckige Typ, dem sie so viel Verantwortung übertragen hatte. Er hatte sich erwischen lassen. Hatte sich festnageln lassen. Und von wem? Allem Anschein nach von Brianna Kae, dieser ungebändigten Jedi-Ritterin ohne Sinn für Disziplin und Ruhe. Kate hatte Kontakte spielen lassen, um ihn ungesehen an Bord schmuggeln zu können. Da waren Sicherheitskameras manipuliert, Sicherheitskräfte abgelenkt und sogar die Jünger von Janus übergangen worden. Kate war seit jeher eine gute Schmugglerin, nur dass Menschenschmuggel nie auf der Liste gestanden hatte. Aber es gab für alles ein erstes Mal.

    Da saß er nun, dieser widerliche, dreckige Typ!

    "Glaub mir, ich war gut! Ich war mehr als gut!"

    , versicherte er ihr, während er sich den Arm hielt und immer wieder den Kopf schüttelte.

    "Sie hätte gar nicht wissen können, dass ich mit dir in Kontakt war."

    "Sie nutzt die Macht! Sie muss es gespürt haben."

    , sinnierte Kate unterdessen, ging ruhelos im Quartier auf und ab.

    "Ich habe keinen Fehler gemacht!"

    , wiederholte der Agarmarianer mit Nachdruck in der Stimme und endlich blieb Kate stehen und wandte sich ihm zu.

    "Nein, vermutlich nicht."

    , gab sie ihm endlich Recht, auch wenn es ihr widerstrebte. Brianna nutzte die Macht. Sie hatte es sicher durch die Macht erfahren, hatte irgendetwas an ihm erspürt, das auf Kate zurückzuführen war oder sie war einer Vision nachgegangen. Irgendetwas in der Art. Allerdings konnte sie nichts beweisen. Jonah hatte sich losgerissen, noch bevor die Sicherheitskräfte gekommen waren.

    "Du konntest sie von dir stoßen, sagtest du?"

    , fragte die Talusianerin und trat auf den Zweisitzer zu, auf dem der Bounty sich niedergelassen hatte.

    "Ich weiß nicht wie. Sie hatte einen festen Griff."

    "Sie ist Echani!"

    "Sie ist eine Frau!"

    "Das tut nichts zur Sache! Wo bist du aufgewachsen, du Idiot?"

    Kate spürte die Wut in sich, versuchte sie zu unterdrücken und streckte die Hände nach seinem verletzten Arm aus. Er hatte erzählt, dass sie ihn noch festgehalten hatte, als er sie wegstieß. Sie waren in unterschiedliche Richtungen geschleudert worden. Zuvor jedoch hatte sie ihm wohl die Schulter ausgekugelt. Kate umgriff mit einer Hand seinen Oberarm und mit der anderen seinen Unterarm. Er ließ indessen los und wandte den Blick ab. Er wusste was sie vor hatte und biss die Zähne zusammen. Ein gezielter Ruck, ein unterdrückter Schmerzensschrei und die Sache war wieder behoben. Die BSlerin hatte solche Verletzungen nicht zum ersten Mal gesehen und wusste, was zu tun war und er war wenigstens Mann genug, um dabei nicht in Tränen auszubrechen.

    "Du hättest niemals die Kraft aufbringen können, um sie derart von dir zu stoßen!"

    , mutmaßte die Manice weiter, als sie den Mann vor sich musterte. Sicher, er war gut gebaut, sah muskulös und auch nicht gerade klein aus, aber eine Echani, noch dazu eine in der Macht trainierte Echani... Das hätte nicht funktionieren können, außer... Kate verengte die Augen:

    "Hast du so etwas schon einmal getan?"

    Jonah sank zurück in die Polsterung des Sofas und schloss die Augen. Er musste erst einmal durchatmen, den Schmerz wegatmen, wie eine Schwangere, dann schüttelte er den Kopf.

    "Nicht, dass ich wüsste..."



    .:: Unterwegs von Alderaan nach Bastion | an Bord von Graf Sturns Yacht | Kates Quartier | mit Jonah ::.
     
  2. Janus Sturn

    Janus Sturn Man of wealth and taste/Sith-OL

    [Weltraum (Imperium) | Im Hyperraum nach Bastion | Yacht „Birthright“ | Konferenzraum ] Janus, Brianna

    Ein dünnes, zufriedenes Lächeln zupfte an den Lippen des blassen Vollstreckers, als er vernahm, wie Brianna ebenso entschlossen wie emotional verkündete, dass sie sich niemals und von niemandem Fesseln anlegen lassen würde. Es war ein Gedanke, der zu der jungen Echani passte, und auf eine beinah berührende Weise naiv. Beinah, wohlgemerkt, denn bei aller Wertschätzung und sogar Sympathie, die Janus für seine neue Schülerin empfand, stand sie nicht auf der selben Stufe wie er. Niemand tat das. Und so würde auch sie schlussendlich in erster Linie seinen Ambitionen und seinen Zwecken dienen – was nicht hieß, dass er ihr damit nicht dennoch einen Gefallen tat. In einer chaotischen und zerfallenden Galaxis, die nach Ordnung und Führung schrie, brauchte es Männer wie ihn, die den niederen Lebewesen einen Platz und einen Sinn gaben, sie von dem süßen Gift der Freiheit erlösten und sie zum Teil von etwas größerem machten. Natürlich spielten besonders talentierte und nützliche Lebewesen eine besondere Rolle in dieser Pyramide, aber an deren Spitze konnte es nur einen geben. Nur ihn. Also quittierte Janus die Aussage der Silberhaarigen mit einem höflich-wohlwollenden Nicken, seine ruhige, glatte Stimme frei von den Gedanken, die ihn beschäftigten.


    „Eine der vielen Qualitäten, die ich an Dir zu schätzen weiß. Unbeugsamkeit ist eine Tugend. Die Schwächeren akzeptieren ihr Los und beugen ihr Haupt gegenüber dem Schicksal – oder dem, was sie dafür halten – aber wir Sith lassen uns nichts aufzwingen. Wir zwingen anderen unseren Willen auf. Wir formen die Galaxis nach unseren Vorstellungen.“


    Das Lächeln des elegant gekleideten Aristokraten wurde ein wenig breiter, als er demonstrativ die Arme ausbreitete und den ganzen Raum erfasste. Dieses Schiff, seine Diener, die exotischen Speisen, die exklusive Einrichtung, als das waren Verkörperungen der Macht, die er über sich und über andere besaß. Sein Wort war Gesetz, sein Wille absolut, und nichts und niemand in seinem kleinen Reich konnte oder wollte gegen seine Absichten handeln. Es war im Grunde eine Miniatur dessen, was Janus für das Imperium und die ganze Galaxis beabsichtigte, ein Mikrokosmos seiner zukünftigen Herrlichkeit. Ja, auch er konnte es kaum erwarten, dachte sich Janus, als er leise lachte und den Kopf ein wenig schief legte, um Brianna zu mustern. Ihre neue Freiheit, dieses unbändige Streben nach mehr, stand ihr gut. Stand ihr ganz ausgezeichnet. Die Tatsache, dass ihr Seitenwechsel allerdings wenig dazu beitragen würde, ihre treue Anhängerschaft in den diversen Holomedien zu begeistern, schien der sportlichen Echani allerdings nicht sonderlich zu behagen, deutlich war in der Macht ihr Unwohlsein darüber zu fühlen. Janus setzte eine verständnisvolle Miene auf, sein Tonfall nun bedächtig und dozierend.


    „Sie sehen nur die Fassade und haben keinen Einblick, wie die Dinge wirklich laufen...ja, ganz genau, Brianna. Darf ich ein Geheimnis mit Dir teilen? Die Galaxis ist im Grunde sehr simpel. Es gibt die breite Masse, die durch niedere Geburt, fehlenden Willen und Begabung, mehr zu werden, und Blindheit für die Macht dazu bestimmt ist, für immer ein geringeres Dasein zu führen. Und es gibt Lebewesen wie uns. Geprägt durch eiserne Ambition und Einsicht in den wahren Lauf der Dinge ist es unsere natürliche Bestimmung, zu herrschen. Gräme Dich nicht angesichts der Ignoranz der Kleingeistigen. Schon bald werden Dir Massen zujubeln und Dich wie eine Gottheit verehren...so, wie es sein soll.“


    Ein markantes goldenes Funkeln in den grünen Augen des Grafen ließ keine Zweifel zu, dass es ihm mit dieser Aussage ernst war. Die ebenso schöne wie mächtige Brianna würde ein exzellentes Symbol sein, die Verkörperung dessen, dass der Platz aller intelligenten, ehrgeizigen Machtnutzer im Sith-Orden war. Wenn selbst das Aushängeschild der Jedi nicht der Dunklen Seite widerstehen konnte, wer dann? Zweifel, Sorge und Misstrauen würden um sich greifen. Wer noch liebäugelte mit der Dunklen Seite, wem konnte man noch trauen, wer spielte vielleicht schon mit dem Gedanken, zum Feind zu wechseln? Janus gestattete sich ein finsteres Lächeln, bevor er sich ein wenig entspannte und aufmerksam zuhörte, was Brianna ihm antwortete. Offenbar hatte sich die gefallene Jedi zu dem Thema Gefühle bereits Gedanken gemacht, ausführlich und durchaus überzeugend breitete sie ihre Überlegungen dazu aus. Eine Weile schwieg der blasse Vollstrecker und betrachtete seine Gegenüber nachdenklich, dann nickte er langsam.


    „Du weißt, ich bin ein Fechter. Position, Vorstoß, Vorteil, Präzision, Effizienz, Finesse – diese Dinge sind für mich so natürlich wie zu atmen. Und auch wenn eine gewisse Stärke in roher Gewalt liegt, kann sie es mit ausgefeilter und kontrollierter Technik doch nicht aufnehmen. Eine Klinge, ja...Herrin ihrer Gefühle. Dazu werden wir Dich machen. Und wir fangen gleich jetzt damit an.“


    Nun, um genau zu sein standen vorher noch ein intensiver Kuss und ein reichhaltiges Mahl auf der Agenda, aber es ging mehr um die Intention als um die exakte Reihenfolge. Sie würden keine Zeit verschwenden, sondern Briannas Unterweisung schon während der Reise nach Bastion beginnen. Es entging Janus nicht, dass seine Schülerin bei ihrer Verbeugung penibel darauf achtete, nicht so tief zu sinken, wie es für normalerweise für Sith – oder angehende Sith – angemessen gemessen wäre. Auch jetzt noch legte die gefallene Jedi großen Wert auf Gleichrangigkeit, auf ein Verhältnis von Angesicht zu Angesicht. Es wäre unnötig grausam, ihr diese Illusion zu nehmen, vor allem, da sie so wunderbar nützlich war, und so ließ der Vollstrecker es zu. Mit augenfälliger Ruhe und Geduld wartete er ab, während Brianna eine Position für den Kampf suchte, man konnte ihr anmerken, dass sie grübelte, wie sie diese Situation angehen sollte. Janus hingegen zeigte sich völlig sicher und beinah ein wenig desinteressiert, hoch aufgerichtet stand er da, die Beine schulterbreit auseinander und die Arme hinter dem Rücken verschränkt, einen Ausdruck höflichen Abwartens auf seinem Gesicht. Brianna war in den Echani-Kampfkünsten brillant. Mehr als das. Was Technik und Erfahrung anging, konnte es der Graf nicht mit ihr aufnehmen, aber das musste er auch nicht. Er hatte andere Vorteile.

    Als seine Gegnerin angriff, gab es weder an Ausführung noch Details etwas zu bemängeln, sehr wohl aber an der Intention. Fast unmerklich kniff Janus die Augen zusammen, als er sich in der Macht versenkte und nach dem Geist Briannas griff, nach ihren Gedanken, ihren Gefühlen, ihren Absichten. Da war Konflikt, Unsicherheit. Zweifel. Nein. Das würde so nicht genügen. Ganz und gar nicht. Janus machte nicht einmal Anstalten, dem Schlag in seine Magengrube auszuweichen, und wölbte als Reaktion lediglich eine Augenbraue, bevor er langsam den Kopf schüttelte.


    „Nein, nein, nein. Zu unsicher. Zu orthodox. Jeder kann kontrolliert kämpfen, wenn kein Druck und kein Risiko besteht. Ganz anders sieht es aus, wenn wirklich etwas auf die Spiel steht.“


    Das goldene Funkeln in den Augen des Sith wurde stärker, als er kurz pausierte, mit Wucht ausholte ...und sich selbst ins Gesicht schlug. Heißer Schmerz raste durch seinen Körper und Blut rann über seine Wangen, denn der Treffer war hart genug gewesen, um seine Nase in Mitleidenschaft zu ziehen. Davon gänzlich unbeeindruckt strich Janus mit den Fingerspitzen über sein Gesicht, betrachtete die rötliche Flüssigkeit mit klinisch anmutendem Interesse und lächelte dann, seine weißen Zähne blitzten wie die eines hungrigen Nexu auf.


    „Schmerz. Wut. Angst. Nur wer sie meistern kann, kann auch den Kampf meistern. Und jetzt...“


    Ohne irgendeine Vorwarnung in der Macht, ohne das verräterische Aufwallen der Dunklen Seite, ging Janus zum Angriff über. Seine Technik war nicht so ausgefeilt, elegant und von Erfahrung geprägt wie die von Brianna, aber mehr als gut genug – Traditionen waren schließlich wichtig, auch für ein Halbblut. Gezielt und kaltblütig attackierte der Graf, seine Handlungen sparsam und darauf ausgelegt, maximale Wirkung zu erzielen. In einer flüssigen Bewegung überbrückte er die kurze Distanz und riss sein Knie nach oben, das er mit Wucht in den Magen seiner Gegnerin stieß. Den kurzen Moment der Ablenkung nutzend schlug Janus mit der Handkante zu, auf Briannas Gesicht zielend und hart genug, dass ein lautes Klatschen im Raum zu hören war. Noch während er zurückwich präsentierte Janus ein herausforderndes Lächeln, seine Stimme ein wenig tiefer als sonst, aber frei von Zorn oder anderen Emotionen.


    Jetzt...greif mich an, als würde es etwas bedeuten.“


    Die Spielregeln hatten sich geändert. Das hier war kein Trainingskampf, kein harmloses Sparring. Es war eine Lektion, eine Einführung in die Natur der Dunklen Seite und ein weiterer Test. Ja, jeder konnte kämpfen, wenn sein Kopf klar war, wenn keine echte Gefahr bestand, wenn kein roter Nebel vor den Augen hing und man sich darauf verlassen konnte, dass alles schon irgendwie gut werden würde. Aber so funktionierte der Orden der Sith nicht. So funktionierte die Dunkle Seite nicht.


    [Weltraum (Imperium) | Im Hyperraum nach Bastion | Yacht „Birthright“ | Konferenzraum ] Janus, Brianna
     
  3. Jarael

    Jarael Avatarin Vahls

    [Unterwegs von Alderaan nach Bastion | Yacht „Birthright“ | Jaraels Quartier] Jarael

    Alderaan war ein totales Desaster gewesen. Der Planet brannte zwar und versank in Chaos und Anarchie, doch das Schicksal hatte es irgendwie so hingedreht, dass nicht die Felsgeborenen darunter litten, sondern ihr Volk. Die Kinder und Auserwählten Vahls. Es war eine perverse Ironie, dass gerade die Gläubigen Vahls nun unter Feuer und Zerstörung litten und von dieser heimgesucht wurden. Unruhig tigerte Jarael – die sich mittlerweile etwas Angenehmeres und Bequemeres angezogen hatte – in ihrem Quartier umher und verlor sich in Spiralen von Gedanken. Dabei war von Anfang an klar wo diese Spirale enden würde, aber wie als ob das Gehirn ein Spielchen mit Jarael spielen würde, als ob es etwas Drama präsentieren wollte, dauerte es eine ganze Weile bevor in einem glamourösen Finale sich die Emotionen in ihr entluden.


    „Die Jedi hassen noch immer unser Volk“, flüsterte eine mehr oder minder sanfte, gütige Stimme in ihr, die dennoch etwas Bedrohliches, etwas Zorniges an sich hatte. Doch Jarael hatte keine Angst vor dieser Stimme, vertraute sie ihr doch vollkommen.

    „Sie haben diese Bombe gezündet. Es war ein erneuter, feiger Anschlag auf die Kultur und Lebensweise unseres Volkes und deine Anwesenheit war das Quäntchen Frischluft in der wiederaufbereiteten Luft ihres Schiffes.“

    Sie schrie kurz auf und schlug schnaufend mit der linken Faust gegen die Kabinenwand.


    Graf Sturn steckt mit Ihnen unter einer Decke. Warum sonst sollte er diese Jedi-Schlampe mit an Bord gebracht haben? Warum sonst sollte er dir keine Gelegenheit gegeben haben dich um dein Volk zu kümmern? Entweder ist der alte Mann dumm und naiv und lässt sich von dem Lächeln einer Frau leichter verführen als ein Nexu von einem Stück frischem Fleisch oder er steckt mit den Jedi unter einer Decke …“

    Ein weiterer Zornesschrei und Jarael räumte mit einem Arm scheppernd all die schönen, teuren Sachen ab, die auf einer der Kommoden standen.

    „Graf Sturn wird dafür bezahlen mit dieser Jedi-Schlampe zu kollaborieren“, murmelte die Nahmenschin leise vor sich hin und verfluchte ihr unsägliches Pech. Sie war aufgebrochen die Heimatwelt ihres Volkes zu finden und war nun auf Gedeih und Verderb dem Grafen Sturn ausgeliefert. Eine gefährliche Situation – die durchaus einen Vorteil gegenüber dem Dahinsiechen im Tempel bedeutete – sie aber aufhielt. Mit der rechten Faust schlug sie erneut gegen die Schiffswand und hinterließ einen schwarzen Fleck an der Wand, den sie keuchend betrachtete. Er würde für den Verrat an ihr und den Vahla bezahlen. Eine Jedi, übergelaufen zu den Sith. Jarael schnaubte verächtlich. Das glaubte doch niemand und noch weniger glaubte Sie, dass sie weit weg von Alderaan das Verbrechen an ihrem Volk je würde aufklären können.
    Im Namen von Vahl, Göttin von Feuer zu Zerstörung, die Galaxis würde brennen und Graf Sturn wäre einer der ersten Scheite.


    Sie konzentrierte sich, sammelte ihre Emotionen in ihrer Mitte, atmete ein und aus. Doch sie würde sich zurückhalten müssen. Ihre Ausbildung beenden. Ruhig sein, warten. Sie würde das Nexu im hohen Gras sein, dass sich langsam an das Bantha anschlich. Niemand würde sie bemerken und wenn sie dann so weit war, würde es zu spät sein.


    [Unterwegs von Alderaan nach Bastion | Yacht „Birthright“ | Jaraels Quartier] Jarael
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. September 2019
  4. Brianna Kae

    Brianna Kae Des Grafen Spielzeug Premium

    Unterwegs von Alderaan nach Bastion – Yacht „Birthright“, Konferenzraum – Janus :inlove: und Brianna

    Es war nicht klar, ob Janus verstand, dass Brianna wirklich ernst meinte, was sie sagte. Sie würde sich von niemandem Fesseln anlegen, keine Ausnahmen. Den Sith gestand sie dergleichen ohnehin noch weniger zu als den Jedi, aber auch ihm nicht. ›Wir zwingen anderen unseren Willen auf.‹ – ›Okay, solange du nicht mich damit meinst.‹ Sie begehrte Janus, sie brauchte ihn, um von ihm zu lernen, aber sie war nicht sein Besitz. Sie wollte stärker werden, aber Stärke war kein Selbstzweck. Oder, nicht nur zumindest. Stärke bedeutete Freiheit. Brianna war zwar bereit, auf dem Weg zu ihrem ultimativen Ziel gewisse Kompromisse einzugehen, aber sich nicht unterdrücken lassen aufgrund eines bloßen Versprechens, die Freiheit durch Knechtschaft zu erreichen. Eines Tages. Oder eines anderen Tages. Sie hatte auch kein Bedürfnis, die Galaxis nach ihren Vorstellungen zu formen. Sollte der Rest des Sky River doch nach seiner Fasson selig werden! Ihr persönliches Glück hing nicht davon ab, was andere taten. Oder um es auf eine verschiedene Weise auszudrücken: die Echani wollte gar nicht herrschen, nur nicht beherrscht werden und am besten gar nicht erst beherrscht werden zu können.

    Natürlich spielte all dies im Sozialen Holonet keine Rolle. Da ging es nicht um die intimsten Wünsche, die wahren Bedürfnisse, hier stand das Streben nach Aufmerksamkeit und Anerkennung im Vordergrund. Natürlich war es oberflächlich. Natürlich sahen ihre Follower nur eine Fassade und verstanden nicht, was Brianna tun musste, um ihre großen Ziele zu erreichen. Nur, es gab freilich noch andere Ziele, und bewundert und geliket werden wollte die SIlberhaarige auch sehr gern. Es widerstrebte ihr daher, all diese Bewunderer als Wesen niederer Art zu sehen. Trotzdem war sie natürlich etwas Besonderes. Nicht nur, dass Echani besser waren als Menschen, sie war auch eine außergewöhnliche Echani: äußerst reinblütig, was die extreme Ähnlichkeit Briannas zu ihrer Mutter bewies, und hob sich zugleich ab von den übrigen Angehörigen ihrer Spezies. Sie war noch stärker und schneller, kam dem Echani-Schönheitsideal sehr nahe und verfügte obendrein über die Macht. Vielleicht hatte Janus im Grunde ja doch recht, sie hätte es nur nicht so krass formuliert.


    „Likes von Luke Buttersee persönlich zu bekommen ist schon schön,“


    Beharrte sie zwar auf ihrem Standpunkt, fügte sich dann aber:

    „Aber irgendwann werden sie es verstehen. Bis dahin muss es aushalten, um einmal das zu werden, was in mir angelegt ist. Niemand hat je behauptet, dass der Weg zu Großem leicht ist.“

    Doch auch hier galt: Verehrung gerne, Herrschaft nicht unbedingt. Freilich musste Janus vieles richtig gemacht haben, das bewies die spürbare Steigerung seiner Macht im Laufe der Zeit, dieser Einfluss, dem sich Brianna nur schwer entziehen konnte. Dieses goldene Funkeln in seinen ursprünglich grünen Augen wirkte, als müsste der Halbechani diese Stärke ständig kontrollieren, damit sie nicht aus ihm hervorbrach. Die Schar seiner Jünger und die Art, wie er auf Alderaan empfangen worden war bewies, dass sich diese Macht auch bereits in der Praxis niedergeschlagen hatte. Brianna hatte nichts derartiges vorzuweisen, und dennoch behandelte er sie mit weit mehr Respekt als jede der Adeligen und als die meisten Jedi. Er lächelte sie an, hörte ihr zu, was sie sagen hatte, zog es in Betracht und antwortete mit Bedacht. Dass die Finesse seins war, war klar, der Vergleich passte und es traf bei Janus sowohl im Kampf als auch außerhalb zu. Der Vergleich mit dem Fechter passte daher nur zu gut.

    „Das passt zur dir. All diese Dinge spiegeln sich auch in deiner Art zu kämpfen wieder. Präzision nehme ich auch für mich in Anspruch, doch bisher reichte für mich Schnelligkeit und schiere Kraft,“


    Betonte Brianna. Genau wie Janus meinte sie nicht nur den Kampf, sondern auch alles Andere. Was eine richtige Echani war, für die war ein Duell ohnehin eine Metapher für fast alles andere, wie sich auch fast alles andere aus einem Duell herauslesen ließ. So wie sie nicht auf Finten oder Taktik angewiesen war, ihre Gegnerinnen im Duell zu schlagen, kam sie auch im restlichen Leben aufgrund ihrer Fähigkeiten mit Direktheit zum Ziel. Bisher jedenfalls, denn seit einiger Zeit fühlte sich die Echani, als steckte sie fest und kam nicht mehr weiter. Hauptsächlich, aber nicht nur, machte sie es an der Verweigerung der Beförderung fest und an der mangelnden Zeit, sich selbst weiterzuentwickeln. Ein Janus dagegen schien ihr völlig enteilt zu sein.


    „Bisher war das auch genug, aber ich muss mehr sein als das. Blinde Raserei wie auf Alderaan ist nicht meine Zukunft, aber Effizienz und Finesse. Wenn du diese Qualitäten nicht besäßest, Janus, würde es auch nicht funktionieren zwischen uns beiden. Ich hätte die Jedi nicht hinter mich gelassen für einen anderen Sith als dich.“

    Die Echani merkte, dass sich dieser letzte Satz nicht ganz richtig anfühlte. Zugleich wäre es weit gefehlt gewesen zu behaupten, dass all dies nur Undercover war, eine Tarnung. Brianna verstellte sich nicht und hatte Janus auch noch so gut wie gar nicht angelogen, seit sie wieder vereint waren. Man konnte auch nicht sagen, dass die 27jährige zwischen den Fronten, zwischen den Stühlen saß. Nein, eigentlich war sie bei ihm, aber es war nebulös und sie war nicht von allem überzeugt, was sie gerade tat. Vielleicht war es symptomatisch, dass es ihr ganz genau so ging, als er ihr nach dem Reden, Essen und Küssen sagte, sie solle ihn angreifen. Sie wollte gern, aber als es konkret wurde, wusste sie nicht, wie sie sich verhalten sollte. Janus schien zu wissen, dass sie nicht wirklich hinter ihrem Schlag stand, es nicht wirklich meinte, und ersparte sich jegliche Reaktion.

    Zumindest jegliche Reaktion im Kampf, die darauf folgende Missbilligung ihres kläglich gescheiterten Versuchs blieb dagegen Brianna nicht erspart. Den Tadel hatte sie sich vermutlich auch bedingt; er hielt ihr vor, dass Kontrolle einfach war, wenn es um nichts ging. Die schönen hellblauen Augen der Echani fragten ihn wortlos, was sie denn stattdessen tun sollte, sie blickten in das stärker werdende goldene Funkeln. Sie wusste, was der Sith vorhatte, in dem Moment, als er ausholte, und zuckte auch nicht einmal, bevor auch für andere absehbar war, dass sein Faustschlag auf sein eigenes Gesicht zielte. Aber was es zu bedeuten hatte, war Brianna ganz und gar nicht klar.


    „Du erwartest aber nicht ernsthaft von mir, dass ich mir ins Gesicht schlage?!“


    Missbilligend stemmte sie die Arme in die Hüfte. Ihr neuer Lehrer breitete ihr aus, dass sie Schmerz, Wut und Angst zu meistern hatte, um den Kampf zu meistern. Der Pfad zu Großem erschien der gefallenen Jedi gerade besonders unglorreich. Selbst für eine Echani ihres Schlages ohne jede Vorwarnung schloss er zu ihr auf und verpasste ihr einen Kniestoß in den Magen. Reaktionsschnell wie sie war, reichte ihr die Zeit, um den Bauch steinhart zu machen, dass sich ihre Muskeln in aller Deutlichkeit durch den Stoff der figurbetont geschnittenen Tunika abzeichneten und so einen heftigen, gefährlichen Stoß in ein bloßes Ärgernis zu verwandeln. Natürlich spürte sie den Kniestoß, und es gefiel ihr nicht, ihn sich eingefangen zu haben. Sie verstand ihn als ein Teil der Lektion, aber nicht, dass die Lektion noch nicht zu Ende war. Die Arme hängen lassend, fehlte ihr auf diese Distanz die Zeit für eine Abwehr, also bekam sie Janus' Schlag ins Gesicht voll ab.

    Brianna funkelte den zurückweichenden Janus böse an. Falls die Lektion darin bestand, sich nicht von Wut kontrollieren zu lassen, war sie dabei, durchzufallen. Ihre Wange schmerzte und sie spürte etwas Blut hinunterlaufen. ›Als würde es ihr etwas bedeuten‹ – das tat es auf jeden Fall! Ihr schönes Gesicht zu verletzen war ein Tabu! Das würde sie diesem miesen Schuft heimzahlen!


    „Wie kannst du es wagen?!“

    Dass all dies eine Übung war, war der Echani nicht mehr präsent. Sie war zwar nicht blind vor Wut, aber der Gedanke an Rache beherrschte ihre Gedanken und Gefühle. Sie würde es ihm genauso zurückzahlen, aber mit etwas mehr ›Glitzer‹, denn sie war Brianna! Janus war zwar zurückgewichen, aber nicht ganz außer Reichweite ihrer langen Beine – nicht wenn sie sich streckte jedenfalls. Sie attackierte ihn mit einem Kreisbogentritt, den Fußrücken auf seine Wange zielend, benutze den Angriff aber als Finte, die über seinen Kopf hinwegging. Ja, das konnte sie schon auch. Noch während sie sich von ihm wegdrehte und ihm allmählich den Rücken zuwandte, startete der eigene Angriff. Durch die Macht konnte sie ihr Ziel ins Visier nehmen, ohne sich durch eine Kopfdrehung zu verraten. Sie sah den Sith in ihrem geistigen Auge vor sich, während ihre physischen von ihm wegsahen. Mit einem Minihopser löste sie ihr Standbein und nutzte den Schwung für einen Rückwärts-Kreisbogentritt mit selbigem, mit der Ferse genau auf die Wange.

    Unterwegs von Alderaan nach Bastion – Yacht „Birthright“, Konferenzraum – Janus :cautious: und Brianna
     
  5. The Hunter

    The Hunter Bad Boy Premium

    .:: Hyperraum | Unterwegs von Alderaan nach Bastion | an Bord von Graf Sturns Yacht | Kates Quartier | mit Kate ::.


    Jonah hatte keinen besseren Ausweg gesehen, als Manice zu kontaktieren. Sie war die Auftraggeberin. Sie würde wissen, was zu tun war. Außerdem konnte er so sichergehen, dass sie nicht von dieser weißhaarigen Teufelin und ihren haltlosen Anschuldigungen überrascht wurde. Die Rin'na, welche irgendwie im engeren Kontakt mit dem Sith-Orden stand, hatte sich zügig zurückgemeldet und schließlich dafür gesorgt, dass er an Bord kommen konnte, bevor das Schiff den Planeten verließ. Zu seinem Glück war er nicht gesehen worden. Nein, es war kein Glück gewesen. Es war einfach guter Organisation geschuldet. Er hatte die BSlerin und ihren Einfluss unterschätzt. Die Kontakte innerhalb des Syndikats waren weitreichend, das Netzwerk überall vertreten. Sie wusste was sie tat und so würde sie sicher auch wissen, was weiterhin zu tun war. Vielleicht konnte sie ihm auch bezüglich des seltsamen Kampfausgangs weiterhelfen, denn er hatte immernoch keinen Schimmer, was da vor wenigen Stunden passiert war.

    Das Gespräch in Kates Quartier an Bord der Yacht begann nicht ganz so positiv, wie er es erwartet hatte. Er hatte seine Sache gut gemacht. Er hatte keinen Fehler gemacht. Die Weißhaarige hätte niemals wissen können, dass er mit Kate unter einer Decke steckte. Kate nannte ihn einen Idioten und er schnaubte abfällig. Jonah saß auf der Couch, hielt sich seinen Arm und starrte auf einen Punkt am Boden, als wäre er viel interessanter als die junge Manice. Er hatte keinen Fehler gemacht!! Es ging nicht in seinen Kopf, wie Kae ihm so etwas hatte unterstellen können. Der Bezug zu Kate Manice war aus dem Nichts gegriffen. Er versuchte sich zu verteidigen, blieb bei dem Standpunkt, dass er gut war und alles perfekt abgelaufen war. Irgendwann lenkte die Jüngere ein. Sie erkannte seine Fähigkeiten an. Genau das hatte er gewollt. Sie hatte ihn schließlich nicht umsonst herausgepickt, um ihm diesen Auftrag zu erteilen. Sie hatte ihre Gründe gehabt. Sie hatte von Anfang an gesehen, dass er perfekt für den Job war und genauso perfekt war alles abgelaufen. Wenn diese dumme - wie bezeichnete Kate diese Teufelin? - Echani nicht aufgetaucht wäre, wäre der Ablauf noch viel reibungsloser gewesen.
    Nachdem das Gespräch wieder ruhiger geworden war, nahm sich die Talusianerin seiner Schulter an. Er wusste, welche Schmerzen auf ihn zukommen würden, wenn sie sie wieder einrenkte. Der Agamarianer wandte den Blick ab, um von dem Ruck überrascht zu werden. Er biss die Zähne zusammen. Es war nicht die erste Verletzung, die er ohne Schmerzmittel überwinden musste. Es tat höllisch weh. Für einen Moment merkte er, wie ihm das Wasser in den Augen stand. Verdammt! Er schloss die Augen, hob das Kinn an und blinzelte die Tränen schließlich weg. Er war stark - Schon immer gewesen - doch so eine ausgekugelte Schulter brachte den härtesten Kerl zum Einknicken. Trotzdem rang er um Fassung, wollte nicht wie eine Memme vor der hübschen Frau dastehen. "Du hättest niemals die Kraft aufbringen können, um sie derart von dir zu stoßen!" Ihre Worte zogen wie säuselnder Wind an ihm vorbei. Jonah ließ sich zurück in die Kissen der Couch sinken. Erschöpfung machte sich breit. Er spürte deutlich, wie sein Körper an seine Grenzen stieß. "Hast du so etwas schon einmal getan?"
    Seine Augen schlossen sich. Er atmete bewusst ein und aus.

    "Nicht, dass ich wüsste..."


    , antwortete er. Schweigen folgte. Manice wanderte im Zimmer auf und ab. Sie schien nachzudenken. Er spürte ihre Blicke. Immer wieder sah sie zu ihm herüber, doch er musste erst einmal die Batterien wieder aufladen. Es mochte erscheinen, als würde er schlafen. Vielleicht nickte er tatsächlich für einen Moment weg...



    .:: Hyperraum | Unterwegs von Alderaan nach Bastion | an Bord von Graf Sturns Yacht | Kates Quartier | mit Kate ::.
     
  6. Darth Keebo

    Darth Keebo against all odds Premium

    Unterwegs nach Bastion – auf der Nightmare – Darth Keebo im Cockpit im Cockpit und Eowyn in einem Quartier

    Kerzengerade saß Ian auf seinem Sitz, den Blick auf die Sterne gerichtet, die ihm funkelnd, einer Schatzkarte gleich, als wären sie die gestrichelte Linie zum Ziel, den Weg nach Bastion wiesen. Oft hatte er als Kind in den Himmel geblickt und sich vorgestellt, dass es ‚irgendwo da oben‘ etwas geben musste, das auf ihn wartete. Dass das Universum, das ihm als kleiner Junge noch viel geheimnisvoller vorgekommen war, etwas für ihn bereithalten musste. Telos, nur ein Planet von vielen – ein trauriger. Aber da draußen noch so viele andere. Später hatte er vorwurfsvoll nach oben gesehen, sich gefragt, wie es sein konnte, dass ein unendliches Universum so viel unendliches Leid bedeuten konnte. Jetzt wusste der Dunkelhaarige nicht, was er denken oder fühlen sollte. Da war
    mehr als unendliches Leid. Da war eine Menge mehr möglich. Die Vielfalt an Möglichkeiten konnte Hoffnung geben und Ian versuchte all die unterschiedlichen Gedanken und Gefühle von früher und jetzt zu verknüpfen, aber er scheiterte an dem Versuch alles in Einklang zu bekommen. Egal wie groß das Universum auch war, da war längst ein zweites hinzugekommen – in Menschengestalt. Altruismus und Egoismus führten ihren eigenen Kampf in seinem Inneren. Es fühle sich an, als wäre er beiden Seiten ausgeliefert, dabei hatte er längst entschieden und war mehr als nur Zaungast sich zwei streitender Gegensätze. Vielleicht ergab es sogar in doppelten Maße Sinn auf den Planeten zurückzukehren, auf den er ausgebildet worden war. Bastion hatte ihm seine Menschlichkeit, sein Gewissen, seine Empathie austreiben sollen und er hatte genug dafür getan, zumindest die beiden letzten Dinge in Mitleidenschaft zu ziehen. Am Ende war er dennoch gerade an seinem Gewissen und seiner Empathie gescheitert. Jetzt zurückzukehren… Da waren die ganzen Umstände, die ganzen Befürchtungen und Ängste um Eowyn und das Virus. Aber jetzt drängte sich die Frage auf – und sie lenkte so gut von anderem ab – was seine Rückkehr auf Bastion mit eben jenen Eigenschaften tun würde. Zuletzt war er der Dunkelheit auf Bastion nie näher gewesen. Begonnen mit Torryn und Iouna über Alisah – mehr als einmal hatte er an der Schwelle gestanden, sich beinahe völlig hingegeben. Um wie viel größer war dieses Potenzial jetzt? Die Angst davor, die Schwelle überschreiten zu können war so gegenwärtig wie die Sterne, auf die Ian starrte. Dem Versprechen das er gegeben hatte und Eowyns Vertrauen zum Trotz. Die Verführung dort war allgegenwärtig und Ian wäre ein Narr, würde er sich dieser Tatsache nicht immer wieder ins Bewusstsein rufen. Der Grat war zu oft schon zu schmal gewesen und die geplatzte Ader auf seinem Arm war und blieb ein Mahnmal. Die Ader… Ian schob der Ärmel nach oben, betrachtete das, was er sonst vor allem mit Verachtung anblicken konnte nun beinahe mit Demut. Damals, im Werkraum… war, sich der Wut hinzugeben befreiend gewesen. Im Augenblick. Davor war keine Warnung mehr gewesen. Währenddessen auch nicht. Nur danach – aber Ian hatte diese Stimme ignoriert, Trost in der Dunkelheit gefunden. Sie als seinen Kraftspender gesehen. Er würde sich auf Bastion daran erinnern müssen, dass diese Gedanken falsch gewesen waren. Die Dunkelheit war weder sein Freund, noch sein Verbündeter. Sie würde sein Verderben sein und das war etwas, dass er auch in Stunden der Verzweiflung niemals würde vergessen dürfen. Das Imperium und seine Lehren – er würde sich nicht noch einmal manipulieren lassen. Da war diese Ader, da war das Taith und beides hätte er nie haben müssen, hätte er Entscheidungen anders getroffen. Trost im Unheil zu finden war das eine. Unheil zu suchen und in diesem beinahe zu ertrinken – um dann verzweifelt nach einem Anker zu suchen, war etwas anderes.

    Die Idee eines kleinen Ankers und der Drang, sich beschäftigen zu müssen, um nicht schon jetzt in Tiefen zu stürzen, führte Ian in eines der wenigen Quartiere auf seine, Schiff, das er zu einer kleinen Werkstatt umfunktioniert hatte. Er hatte Eowyn vorhin gesagt, er wollte ihr einen Gegenstand geben – weil der Ring nicht zählte. Dabei war da längst ein Gegenstand, der zählen konnte.
    Ian legte beide Schwerter auf die kleine Werkbank und entfernte aus dem Schwert, dass sie ihm geschenkt hatte, den Kristall. Er würde in ‚seinem‘ keinen grünen Kristall behalten können. So legte Ian diesen Kristall zur Seite um ihn mit einem zuvor selbstgezüchteten – in roter Farbe – zu ersetzen.
    Danach wog er den grünen Kristall kurz in seiner Hand. Wenn er ihm eine Fassung machte, als Anhänger für eine Kette, würde er ihr diesen Gegenstand nicht nehmen müssen.
    Schließlich würde man sie damit vermeintlich verhöhnen können.
    Er würde sie dafür verhöhnen können. In der Regel legten Sith keinen Bedeutungswert in Kristalle, die in Höhlen gefunden wurden. Zeitverschwendung, wo man sie züchten konnte – in allen Farben. Ein Kristall der sich seinen Besitzer aussuchte? Ein Zeichen von Schwäche.
    Ian wusste nicht, woher dieses Lächeln kam, aber es kam, als ihm klar wurde, dass Eowyn sehr wohl auch an Symbolen hing, ihm ähnlicher, als sie vielleicht glaubte.
    So fertiget er eine Fassung, in die der Kristall passte, verband diese wiederum mit einem ledernen Band, für das er noch einen Verschluss fertigte und hatte so eine Kette geschaffen, mit der er zurück in das Quartier ging, in dem Eowyn lag. Kurz verharrte er in der Tür, blickte sie an und schüttelte lächelnd den Kopf. „
    Du bist so viel stärker als ich.“ Das war sie – oh, das war sie wirklich.
    Vorsichtig legte er ihr die Kette um, der Kristall verborgen unter ihrer Robe. Wenn sie schon an einem Ort der Sith war, in eine Zelle gesperrt, sollte da doch etwas sein. Ein Bindeglied zu den Jedi – etwas, dass ihr zusätzlich Kraft geben konnte, weil es sie erinnerte. An das, was sie
    war und an das, was sie konnte.

    Unterwegs nach Bastion – auf der Nightmare – Darth Keebo im uartier mit einer :sleep: Eowyn
     
  7. Darth Keebo

    Darth Keebo against all odds Premium

    Unterwegs nach Bastion – auf der Nightmare – Darth Keebo im Quartier mit einer [​IMG]Eowyn

    Am liebsten hätte er sich neben sie gelegt, sie umarmt und schlicht die Zeit damit verbracht, ihr die letzten Stunden nicht mehr von der Seite zu weichen aber Ian wusste, dass ihm das alles nur schwerer machen würde. Die letzten Stunden würde er sinnvoll nutzen müssen – dafür, sein Schauspiel auf Bastion so perfekt wie möglich vorzubereiten. Darth Keebo. Nicht mehr Ian Dice. So sehr er diese Rolle auch verabschiedete, sie würde es sein, die er so gut wie möglich beherrschen musste. Neben dem Erfolg den er auf Bastion haben wollte, würde auch diese Rolle am besten geeignet sein, um Eowyn so viel Sicherheit wie möglich zu bieten. Flog er auf – war sie verloren, denn in einer Zelle war ihr beinahe jede Möglichkeit der Flucht genommen und die mit der Pille? An die wollte der Dunkelhaarige nicht denken. Weder an die, die bei Eowyn eingesetzt worden war, noch an die eigene. Bevor er aber zu Keebo wurde, musste er doch noch einmal einem Bedürfnis nachgeben, als er sich neben das Bett kniete und nach Eowyns Hand griff. Hörte man im Schlaf noch? Ian hatte keine Ahnung, aber für den Fall das sie es tat, dass ihr Unterbewusstsein es irgendwie speicherte musste er noch einmal etwas sagen. „Ich glaube an dich und vertraue dir auch, Wyn. Vielleicht hörst du das irgendwie und vielleicht glaubst du mir eines Tages, wenn ich sage, dass ich dich bewundere. Denn das tue ich.“ Er gab ihr einen Kuss auf die Hand, führte sie vorsichtig zurück zu ihrem Körper und verließ erneut das Quartier, um eine Liebesbekundung folgen und Ian danach im Raum zurückzulassen. Darth Keebo. Ab jetzt würde er wieder Darth Keebo sein.

    Keebo nahm sein Schwert und das vermeintlich von Eowyn gestohlene und trat mit ihnen in den Frachtraum. Dort aktivierte er sein Schwert, das rot und summend zum Leben erwachte. Kein weißer Stein mehr, ein roter, der die Veränderung unterstreichen sollte, mit der er zurück an den Ort kehren würde, an dem er einfordernd würde, was vonnöten war – was ihm zustand. De Beförderung zum Lord der Sith. Die Makel, die man ihm einst vorgeworfen hatte würden die sein, mit denen er seinen Erfolg begründen würde und Zeichen dieses Erfolges lag nur ein paar Räume weiter auf diesem Schiff, in tiefen Schlaf versunken. Raffinesse und Intrigen waren ihm das gewesen, was anderen rohe Gewalt war. Aber wer von ihnen hatte eine Rätin in den Orden gebracht? Natürlich, seine Taktik hatte Zeit erfordert, Mühen und Geduld. Gewalt wäre da vermeintlich probatere Mittel gewesen. Aber Gewalt – wer konnte schon garantieren, dass es Wahrheit war, die aus einem gequälten Mund kam und nicht Angst und Hoffnung, dass zugefügte Gewalt endete?

    Zugang in das Innerste eines fühlenden Wesens zu bekommen, ihm seine Geheimnisse zu entlocken, so bereitwillig und freiwillig preisgegeben, das war es, was wahre Macht ausmachte. Sein Gegenüber einzufangen, einzulullen und zu bekommen was man wollte ohne dabei groß Kraft verschwenden zu müssen. Welche Geheimnisse waren wohl mehr wert? Die, die unter Zwang preisgegeben wurden oder jene, die aus freien Stücken im Glauben an Vertrauen und Zugehörigkeit gesagt wurden? Ein düsteres Grinsen folgte, als Keebo dazu überging, mit dem aktivierten Schwert eine Abfolge von Bewegungen der siebten Lichtschwertform zu beginnen. Seine Fähigkeiten darin mochten gering ausgeprägt sein, aber ein paar Bewegungen konnten genügen, um den Gegner zu verwirren, ihn völlig aus dem Konzept zu bringen. Außerdem war diese aggressive Form perfekt geeignet, um zu beweisen, dass völlig Unterschiedliche Fähigkeiten und Eigenschaften, die überhaupt nicht zusammenpassen wollten, trotzdem zusammengehören konnten. Ihn zu unterschätzen war schon vor Jahren ein Fehler gewesen und in ein paar Stunden nur würde er von jenem Fehler profitieren.
    Was waren schon die anderen Sith die versuchten, ihre Schwächen mit roher Gewalt zu überspielen? Die so
    schwach waren, dass sie nicht einmal zugeben konnten, dass sie längst nicht so mächtig waren, wie sie sein wollten? Ein Sith kannte keine Verbote. Damit verbat er sich auch nicht in Richtungen zu fühlen oder zu denken, die andere als schwach bezeichnet hätten.
    Keebo der Zweifler, Keebo der Versager würde auf Bastion Keebo der Sieger sein. Weil er längst nicht arrogant genug war, sich seien Unzulänglichkeiten nicht vor Augen zu führen. So wie Allegious oder Ysim. Was war der Imperator mehr als eine verabscheuungswürdige Kreatur, die sich viel lieber in den Katakomben verbarg, als nach Außen präsent zu sein? Was war Ysim mehr, als einer der Sith, die glaubten, andere beherrschen zu können, weil sie nicht in der Lage waren, sich selbst zu kontrollieren?
    Keebo würde keine Angst vor einem Aufeinandertreffen mit Ysim haben. Und Allegious würde ihm geben, was ihm zustand. Oder er würde sterben. So oder so.


    Unterwegs nach Bastion – auf der Nightmare – Frachtraum - Darth Keebo
     
  8. Janus Sturn

    Janus Sturn Man of wealth and taste/Sith-OL

    [Weltraum (Imperium) | Im Hyperraum nach Bastion | Yacht „Birthright“ | Konferenzraum ] Janus, Brianna

    Die Zeit war gekommen, Barrieren einzureißen, die viel zu lange das Potential von Janus´ neuer Schülerin behindert hatten. Das war weder ein leichter noch ein schneller Prozess, im Gegenteil. Ein gewisses Maß an Fingerspitzengefühl war unentbehrlich, es musste das richtige Maß gefunden werden, um Brianna weder zu überfordern noch ihr Gelegenheit zu geben, vielleicht doch wieder in alte Muster zu verfallen. Keine einfache Aufgabe, gewiss, aber dennoch eine, an der Janus Gefallen fand. Der ehrgeizige Vollstrecker war stolz auf seine Fähigkeit, andere nach seinen Vorstellungen zu formen, sie in seine Pläne einzugliedern und sie zu Erweiterungen seines Willens zu machen. Zeichnete nicht gerade diese Gabe einen wahren Herrscher aus? Jeder tumbe Schläger konnte andere mit Gewalt oder Einschüchterung regieren, aber die Untertanen dazu zu bringen, aus freien Stücken und mit Hingabe zu dienen, darin lag Kunst, darin lag Eleganz und Effizienz. Und so tat der schlanke Fastmensch, was er am Besten konnte: Er identifizierte, was anderen wichtig war, und nutzte das zu seinem Vorteil. Höflich-galant schmeichelte er Briannas Ego, nährte ihr ohnehin nicht schmales Selbstbewusstsein, um sie langsam an den Gedanken zu gewöhnen, dass sie auf noch stärkere Weise über den Massen stand als sie jetzt bereits dachte. Der Vollstrecker nickte leicht, seine Stimme glatt und ruhig, in einem Tonfall absoluter Überzeugung, als er sprach.


    „Das werden sie. Wir werden ihnen gemeinsam die Augen öffnen. Und Du verstehst bereits, was ich meinte. Der Weg zu wahrer Größe ist in der Tat nicht leicht. Nur wenige Lebewesen besitzen das Talent, die Ausdauer und, was am wichtigsten ist, den Willen, ihn zu gehen. Diejenigen, die dazu nicht fähig oder entschlossen sind, müssen in einer niederen Position verharren, das ist der Lauf der Dinge.“


    Und war es nicht folgerichtig, dass diese Lebewesen nun einmal zu dienen hatten? Dass sie Erfüllung darin fanden, die Visionen derer umzusetzen, die mehr von der Galaxis wollten? Janus lächelte dünn, der goldene Schimmer in seinen grünen Augen ein Leuchtfeuer seiner unbedingten Willens, genau diese Vorstellung Realität werden zu lassen. Brianna würde in seinen Plänen einen wichtigen Platz einnehmen, dessen war sich der blasse Aristokrat sicher. Und das ihre Gegenwart so angenehm war, war ein erfreulicher Zusatz, der diese Angelegenheit umso erfreulicher machte. Tatsächlich nahm das Lächeln des Sith einen genuin erfreuten Zug an, als die silberhaarige Echani seiner Selbstbeschreibung den Kampfstil betreffend zustimmend, und er nickte leicht. Schmeicheleien waren für jemanden in seiner Position nichts ungewöhnliches, aber bei seiner Gegenüber lag darin Ehrlichkeit. Brianna meinte, was sie sagte, und sagte, was sie meinte.


    „Ich danke Dir. Uns ist ein Blickwinkel vergönnt, den andere nicht besitzen, denn wir können im Kampf sehen, wie jemand wirklich ist. Und daraus ergeben sich weitere Möglichkeiten, denn wir – und nur wir – können parallel im Geist wie im Körper wachsen, wenn wir miteinander ringen. Du wirst mich besser machen und ich werde Dich besser machen, mit jeder Auseinandersetzung.“


    Lächeln und Gesichtsausdruck des Grafen verrieten, dass dies ein Prozess war, auf den er sich überaus freute. Und natürlich war es für seine Zwecke dienlicher, flache Hierarchien zu betonen und Brianna den Eindruck zu vermitteln, sie wäre für ihn ebenso Lehrmeisterin wie er für sie. Die gefallene Jedi war stolz, durchaus nicht unbegründet, und hatte sich schwer getan, eine untergeordnete Position zu akzeptieren. Je weniger der Vollstrecker ihr Verhältnis also wie das zwischen Meister und Schülerin gestaltete – oder wirken ließ – desto besser. Solange er de facto die Fäden in der Hand hielt, war das ein Arrangement, mit dem Janus durchaus komfortabel leben konnte. Ganz besonders, wenn Brianna ihm weiter schmeichelte, natürlich gefiel es ihm, zu hören, dass sie sich keinem anderen Sith angeschlossen hätte außer ihm. Der elegant gekleidete Halb-Echani lächelte und hob ein wenig den Kopf, bevor er sich leises Lachen gestattete und Brianna aus golden schimmernden Augen ansah.


    „Hätte irgendjemand anderes das gesagt, hätte ich es als Schmeichelei abgetan. Aber bei Dir glaube ich es. Wir beide waren unausweichlich, wir sind die einzigen in der ganzen Galaxis, die einander wirklich verstehen und...größer machen können. Bei keiner anderen Jedi hätte ich so viele Mühen investiert, um sie an meiner Seite zu wissen. Bei keiner anderen Frau. Nur bei Dir. Nur bei Dir, Brianna.“


    Weder sein Auftreten noch seine Präsenz vermittelten auch nur einen Hauch von Falschheit, als Janus diese Worte leise aussprach. Für ein derart bedeutsames Lebewesen wie ihn konnte es nur eine Gefährtin geben, die zumindest in Ansätzen das Wasser reichen konnte. Wie sollte er jemanden respektieren, der ihm gänzlich unterlegen war? Der Vollstrecker brauchte eine Herausforderung, ob nun intellektuell oder körperlich, jemanden, mit dem er sich messen konnte und der dabei nicht völlig unterging. Kein Verhältnis auf echter Augenhöhe, ja, aber etwas, das dem zumindest nahe kam. Und jetzt war die Zeit gekommen, sich erneut zu messen und zu wachsen. Ein Kampf stand bevor, ein Kampf, in dem es um etwas ging. Doch als Janus und Brianna Aufstellung nahmen, in Position gingen, Körper und Geist stählten, tat dies der Sith in vollem Bewusstsein, was er wollte und wie er es bekommen würde. Seiner Gegenüber hingegen waren die Zweifel anzusehen, die Unsicherheit. Wie hart sollte sie kämpfen? Welchem Zweck diente diese Auseinandersetzung? Es war verständlich, aber dennoch musste es beseitigt werden. Janus würde für Klarheit sorgen, und fragend starrte sie ihn an, nachdem er sich in Gesicht geschlagen hatte. Der Sith lächelte ein blutiges Lächeln und schüttelte angesichts ihrer Frage den Kopf.


    „Nicht nötig.“


    Und damit griff er an, riss sein Knie als Ablenkung nach oben und nutzte die Verwirrung, um seine Faust in Briannas Gesicht zu rammen. Ein sauber ausgeführter, präziser Schlag, den Brianna unter anderen Umständen gewiss hätte kommen sehen und vielleicht – wahrscheinlich – abgewehrt hätte. Aber das hier waren keine normalen Umstände. Beinah tänzerisch in seiner Leichtfüßigkeit wich Janus nach der Attacke zurück und ließ Schock, Schmerz und Zorn wirken, sog den süßen Geschmack der Dunklen Seite in der Luft auf und genoss das böse Funkeln in den Augen seiner Schülerin. Ihre Aura in der Macht schrie vor Wut auf, vor Rachedurst, und als sie ihn anbrüllte, reagierte der Graf mit einem demonstrativen Schulterzucken.


    „Weil ich es kann. Weil Du nicht so kämpfst, wie Du kämpfen könntest.“


    Brianna musste lernen, mit Wut im Bauch zu handeln, den Zorn als Treibstoff zu nutzen, ohne dabei verbrannt zu werden. Und zur Freude des Grafen handelte sie rasch, nicht blindwütig, aber eindeutig von dem Wunsch beseelt, ihm Schmerzen zuzufügen, sich zu rächen. Elegant ging sie zum Gegenangriff über, nutzte ihre langen Beine, um die Distanz zu überbrücken. Ein Angriff auf seinen Kopf, zu offensichtlich, Janus duckte sich und tauchte unter der Attacke durch, im Einklang mit der Macht. Er lächelte, und selbst als seine mentalen und körperlichen Alarmsirenen aufheulten und ihn anschrien, dass das bloß eine Finte gewesen war, verschwand sein Lächeln nicht. Er setzte an, auszuweichen, einen Moment zu spät, und mit Wucht traf ihn Briannas Ferse an der Wange. Der Kopf des Vollstreckers ruckte zur Seite und er geriet kurz ins Taumeln, fing sich aber rasch wieder und vollführte einen Sprung, bei dem er die Druckwirkung des Tritts nutzte, um Abstand zu schaffen. Mit dem Handrücken wischte er sich über sein Gesicht, betrachtete interessiert das Blut, das an seiner Haut klebte, und legte anerkennend den Kopf schief.


    Besser. Zeig mir mehr davon. Zeig mir, was Du wirklich kannst, wenn Dein Kopf rauscht und über Deinen Augen ein roter Schleier liegt!“


    Mit einem Schrei griff Janus an, seine geballte Faust raste auf Brianna zu, wurde aber von ihrem Handballen abgefangen. Der Sith grinste trocken und nutzte seinen Kopf als Waffe, donnernd knallte er gegen die Echani. Angriff, Parade, Konter, Ausweichen, ein Hagel von Schlägen und Tritten. Janus ließ zu, dass die Dunkle Seite ihn stärkte, sich von Zorn und Schmerz nährte, ihn schneller und besser machte. Schon bald nahm der Kampf den ganzen Konferenzraum in Anspruch, als die beiden Fastmenschen ihr Können demonstrierten. Janus war in den Echani-Kampfkünsten gut, vielleicht sogar sehr gut. Aber nicht so gut wie Brianna. Das musste er allerdings auch gar nicht sein, denn die Macht war trotz oder besser gesagt genau wegen seines Zorns mit ihm, lenkte seine Schläge, ließ ihn Attacken erahnen. Und so war es ein ausgeglichener Kampf, vielleicht sogar mit einem gewissen Vorteil für ihn. Ein Kampf, der auch dann noch tobte, als der Annäherungsalarm ertönte, ein leichter Ruck durch das Schiff ging und ein Crewmitglied über Interkom mitteilte, dass man den Rand des Bastion-Systems erreicht hatte. Janus war zuhause. Nun...sie waren zuhause.


    [Weltraum (Imperium) | Am Rande des Bastion-System | Yacht „Birthright“ | Konferenzraum ] Janus, Brianna


    OP: Weiter im Thread: Bastion
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Oktober 2019
  9. Darth Keebo

    Darth Keebo against all odds Premium

    Unterwegs nach Bastion – auf der Nightmare – Frachtraum - Darth Keebo


    Als Darth Keebo sein Training schwer atmend beendete, schaltete er sein Lichtschwert ab und setzte sich für einen Moment auf den Boden, um besser zu Atem zu kommen. Das Schauspiel hatte also begonnen und mit ihm der leise, aber beständige Zweifel, ob dieses Spiel ihn nicht in den Wahnsinn treiben würde. Keebo, nein, Ian erwartete, dass er irgendwann die Stimme, die er zuletzt auf Coruscant gehört hatte, wieder hören würde. Hatte sich die dunkle Seite mit diesem Training ein wenig besänftigen lassen? Wann kehrte sie zurück? Würde er beide Seiten auf Dauer voneinander trennen können? Die Stimme des Gewissens und die, der dunklen Seite? Zwei Seiten, zwei Gesichter – verbunden in einer großen Angst. Ian, Keebo, wer auch immer -beide? - mussten leise lachen. Als Sith hatte er sich davor gefürchtet zu schwach zu sein, zu versagen und genau diese Angst war die, die noch immer allgegenwärtig war, unabhängig der Rolle, in der er sich befand. Wie konnte er sich allem voran davor fürchten, zu versagen? Weil du nie genügt hast. Noch einmal musste er lachen, denn dieser traurige Fakt gehörte doch der Vergangenheit an. Schließlich war da Eowyn die an ihn glaubte. Und du glaubst, das genügt? Jetzt seufzte Ian leise. Denn war die Wahrheit auf diese Frage nicht nein? Als Sith hatte er nicht genügt, als Jedi auch nicht. Als Vater, so war er sicher, würde er auch nicht genügen und damit musste er sich nicht vormachen, dass er diesen Kampf längst ausgefochten und gewonnen hatte. Da war genug, dass nicht genügte. Genug, dass er nicht zufrieden stellen konnte. Oder schlicht, was noch nicht zufriedenzustellen gelungen war. Eigene Unzulänglichkeiten, Ängste, Zweifel – es war absurd, dass all das nicht nur verunsichern, sondern das Selbst erschüttern konnte. Machte das Irrwege nicht viel einfacher? Es wäre um so vieles einfacher, wenn man das eigene Selbst so gut und einfach trainieren konnte, wie Muskeln – und auch das dauerte, wollte man sichtbare Ergebnisse.

    Sein Atem war längst wieder ruhig, im Gegensatz zu seinen Gedanken, die sich nicht durch das kurze Ruhen hatten besänftigen lassen. Stattdessen schien die Ruhe ein Portier zu sein, der den Gedanken erst Einlass gewährt hatte. Währenddessen rückte Bastion immer näher und je näher Keebo diesem Planeten kam, desto seltsamer begann er sich zu fühlen. Noch bevor das Schiff aus dem Hyperraum sprang wusste der Mann, dass das Ziel bald erreicht war und dann war da Furcht. Eine groteske Furcht die sich in jedem Gelenk seines Körpers bemerkbar machte, ihm eine Gänsehaut bereitete, die sich über seinen ganzen Körper auszudehnen schien. Beinahe mechanisch lief – und ab nun zählte es wirklich – Darth Keebo zurück ins Cockpit und fühlte sich dabei nicht ansatzweise wie ein Kämpfer. Bastion lag vor ihm, erst so winzig, um dann an Größe und Bedrohlichkeit zuzunehmen. Der Planet wurde so groß, dass er seine Form verlor und obwohl Anflüge und Landungen immer etwas Faszinierendes an sich hatten, weil sie bewusst machten, wie groß das Universum eigentlich war, wie viel es bereithalten musste, hatte dieser bald Landeanflug etwas völlig Gegensätzliches. Mit dem Näherkommen des Planeten, mit dessen ‚Vergrößerung‘ begann sich der Beobachtende – und es war einfacher sich keinen Namen mehr zu geben – gefangen und eingesperrt zu fühlen. Bedroht. In seiner ganzen Existenz. Die Arme vor der Brust verschränkt war das die einzig mögliche direkte Ablehnung, de er sich jetzt noch leisten konnte, das letzte Bisschen Schutz, als ein leises Brummen anzeigte, dass die Nightmare aus dem Hyperraum gesprungen war. Der Herzschlag des Mannes fühlte sich dumpf an. Dumpf und stark, als er die Position seiner Arme aufgab, versuchte, sich zu straffen, dabei war das eigentliche Bedürfnis, sich klein zu machen und zusammen zu rollen. Denn da vor ihm, d lag nicht nur Bastion sondern Ende und Anfang von allem was für ihn von Bedeutung war. Hier konnte er im schlimmsten Falle alles verlieren. Seinen einzigen Versuch in der kleinsten, ihm möglichen Form auch nur im Ansatz etwas wie Wiedergutmachung zu leisten. Mit Bastion stand und fiel die Chance das Gegenmittel zu finden. Da, wo sonst immer Möglichkeiten waren gab es nur noch eine. Erfolg. Und zeitgleich… zeitgleich galt es diesem Erfolg alles unterzuordnen und neben dem Erfolg die größte persönliche Niederlage zu erfahren. Persönlich? Niederlage? Nein. Eine gequälte Eowyn war keine persönliche Niederlage. Es war etwas anderes. Etwas Wort- nein, etwas Namenloses. Eine sterbende Eowyn? Ihre bedrohte Existenz bedrohte auch alles in Ian. Bedrohte das, was fühlen konnte, das was ihn ausmachte, was ihn zum Menschen machte. Bedrohte auch seine Existenz. Ian Dice war der, der er wieder war. Der, über den er jetzt endlich wieder ‚Ich bin‘ sagen konnte. Aber Ian Dice war der, den er jetzt bekämpfen musste. Ian Dice war der, der Angst hatte. Ian Dice war der, der sterben konnte. Jetzt… musste da Keebo sein. Ein Sith. Und Keebo straffte sich, weil Ian ihn dazu zwang, weil auch Ian Gewalt ausgeübt hatte und noch einmal Gewalt ausüben musste. Vielleicht war es sinnvoll jetzt nicht mehr an Eowyn zu denken. Nicht mehr an Wyn oder Ti Juanya. Sondern an Rätin El’mireth. An die Jedi. An ein besonders dummes Exemplar, dass sich hatte überlisten lassen. Mit dem Sieg über Ian zog Darth Keebo eine mentale Mauer in die Höhe die ihn schützen würde. Die ihn schützen musste. Vor Ian. Vor Keebo. Vor Eowyn. Vor dem Versagen.

    Jetzt war da kein Zurück mehr.

    Ebenfalls am Rande des Bastion Systems – auf der Nightmare – Cockpit - Darth Keebo
     
  10. Akesha Teliin

    Akesha Teliin Frostige Pilotin

    [Outer Rim | leerer Weltraum | an Bord einer Ortungsstation | Ritari´s Quartier] Akesha Taliin, Ritari Selesca

    Die Versetzung war relativ überraschend gekommen und hatte die Umbaranerin doch etwas verwirrt. Schlussendlich steckte sie ja nicht drin und musste den Befehlen Folge leisten. So waren sie also von der Shark auf die Raumstation versetzt worden und ersetzten eine andere Staffel. Auch der Commander der Raider hatte sich ihnen angeschlossen und das Kommando über die Station übernommen. Nach einer langweiligen Rede waren sie alle in ihre Quartiere eingezogen und hatten schon ein paar Patrouillenflüge absolviert. Im Großen und Ganzen war es hier recht ruhig und bis auf die Stunden im Simulator oder im Jäger, langweilte sie sich zu Tode. Sie war gerade dabei einen Holoroman zu lesen als Ritari ihr gemeinsames Quartier betrat. Akesha schaute kurz auf und senkte den Blick dann wieder auf das Datapad.

    „Diese Station ist so ziemlich der langweiligste Ort an den sie uns hätten versetzen können. Ich frage mich was der Captain verbrochen hat, dass wir so gestraft sind. Findest du es etwa schön hier?“

    Seit sie hier waren, war Akesha etwas aufgetaut und sprach nun auch ganz normal mit den anderen aus der Staffel. Es war einfach zu lngweilig und unbefriedigend immer zurückhaltend zu sein. Sie hatte sogar schon Sabacc mit den anderen Piloten gespielt und natürlich gewonnen. Gedankenlesen war zwar geschummelt aber die Gesichter der anderen zu sehen wenn sie mal wieder eine „Glückssträhne“ hatte, war einfach zu Lustig.

    „Weißt du schon was ob heute Abend wieder Karten gespielt wird?“

    Die Umbaranerin setzte sich in ihrem Bett auf und streckte sich. Dann deutete sie auf das Datapad und gähnte betont.

    „Das ist im Übrigen auch nicht besser als der Dienst hier. Hast du schon was gegessen? Ich habe hier noch zwei Fertigrationen Banthaburger. Sollen sogar garantiert echtes Banthafleisch haben.“

    Sie erhob sich und kramte in ihrem Spint und holte die Packungen hervor. Es waren Plastiktüten und der Inhalt sah mehr aus wie Gummi schmeckte aber wie sie wusste ganz gut. Außerdem hatte sie Appetit auf was Deftiges. In der Messe hatten sie die geeigneten Geräte um das Essen warm zu machen.

    [Outer Rim | leerer Weltraum | an Bord einer Ortungsstation | Ritari´s und Akesha´s Quartier] Akesha Taliin, Ritari Selesca
     
  11. Matthew Severide

    Matthew Severide Zeckes Sith-Char

    [ Weltraum (Imperium) | Outer Rim | Hydian Way in Richtung Exodeen| an Bord der Bloody Ball | Cockpit ] Matthew

    Matthew lehnte den Kopf zurück, er hatte erneut sein Ziel nicht finden können. Der Veranstalter, Damon hatte Leto vom Planeten verschwinden lassen. Sicher Damon hatte ihm nicht verheimlichen können was er getan hatte. Da Damon Sikarius aber lediglich weg von seiner Veranstaltung haben wollte wusste er selbst nicht wohin Sikarius gebracht werden würde.

    Vor knapp einem Tag hatte er seinem Meister Bericht erstattet. Janus Sturn war nicht begeistert und Matt war froh das er seinem Meister nicht gegenübertreten musste. Sturn hatte sein Missfallen deutlich gemacht und sollte Matthew bei seinem nächsten Auftrag ähnlich kläglich versagen würde er nicht mit ungeschorener Haut davonkommen.

    Nun jedoch machte Matthew sich mit seiner neuen Aufgabe vertraut. Graf Janus Sturn, CEO von Alaani Inc. hatte eine Gelegenheit zu einem guten Geschäft aufgetan. Auf Truuine, einem hinterwäldlerischen Planeten bei Manaan war die Imperiale Verwaltung darauf aufmerksam geworden, dass der Planet unter Selbstverwaltung großes Potionzial verschwendete. Truuine war ein zum großen Teil von Meer bedeckter Planet und Matthew, der mit seinem Jäger relativ schnell vor Ort sein konnte sollte dem neuen Gouverneur einen Vorschlag unterbreiten. Gouverneur Solaris, der dafür bekannt war das er sich für die Sith Interessierte würde die Gelegenheit mit einem echten Sith zu sprechen nicht ausschlagen. Und mehr als eine solche Gelegenheit brauchte Matthew nicht um ihm ein lukratives Geschäft vorschlagen zu können.

    Er würde den verbleibenden Tag seiner Reise mit dem Studium der Begebenheiten zubringen. Die Leute von Alani hatten zwar das Angebot, das er unterbreiten sollte, schon vorbereitet doch wollte er am Verhandlungstisch wissen wovon er sprach.

    [ Weltraum (Imperium) | Outer Rim | Hydian Way in Richtung Exodeen| an Bord der Bloody Ball | Cockpit ] Matthew
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. November 2019

Dir gefällt das PSW? Werde Premium-Mitglied (u.a. keine Werbung!) oder kaufe ein bei Amazon.