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Ich habe gerade meinen ersten Cosmic Horror Roman gelesen.

Der Angler von John Langan

Hat mir richtig gut gefallen. Die Atmosphäre war grandios, die Story sehr unterhaltsam und spannend.

Davon hätte ich gerne mehr gelesen.

Ist jemand Lovecraft Fan und kann mir bei dem Einstieg helfen?
Ich hab neulich zumindest mal „Call of Cthulhu“ gelesen. Fand ich schon ganz cool. Als Lovecraft „Fan“ geschweige denn Experte würde ich mich aber noch nicht bezeichnen, bin daher auch offen für Tipps.
 
Ich lese gerade den 8. Band von Robert Galbraith mit dem Ermittlerduo Cormoran Strike und Robin, deren Nachname mir grad nicht einfällt.

Diesmal ist die Story eingebettet in der Freimaurerhistorie-wie immer super recherchiert und komplex.
 
Ich habe mir jetzt mal dieses schöne Ding gekauft:

Lovecraft
Ich hab mir diesen illustrierten Band gekauft.
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Dass es uns überhaupt gegeben hat von Marco Wanda
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Es mutet oft seltsam an, wenn Prominente mit Mitte 30 ihre Memoiren vorlegen, aber im Fall von Marco Wanda, Sänger der österreichischen Band "Wanda" hat vermutlich in den letzten 10 - 15 Jahren vermutlich genug für drei Leben erlebt. In herrlich lakonischem Stil beschreibt er den zeitweise kometenhaften Aufstieg seiner Band vom Insider-Tipp zum größten österreichischen Pop-Export seit Falco, und was die schier endlose Ochsentour, der plötzliche Erfolg und die darauf folgende anscheinend nicht enden wollende Party mit ihm und seinen Mitstreitern gemacht haben. Ebenso das, was passiert, wenn die Party dann erstmal vorbei ist, und das Leben einem tatsächlich ein paar einschenkt, wie zB der viel zu frühe Tod des Wanda-Keyboarders Christian Hummer. Außerdem Thema: Der Rausch, und die Gefahren, die er mit sich bringt. Dabei gelingen Michael Marco Fitzthum, wie Wanda bürgerlich heißt, solche grandiosen Passagen wie die folgende:

"Dem Alkohol verfallene Gespenster hören den Ruf. Am Anfang springt man von Bar zu Bar, wie ein Schmetterling von Blume zu Blume. Es sind fleischfressende Pflanzen, und langsam schließen sich die Blätter um einen herum. Man ist jung und hat Kraft, und man zieht weiter, bevor man verschlungen wird. Das geht so eine Zeit lang gut, bis man den Ruf hört. Einer der vielen Bars gelingt es, und man wird sesshaft. Man hat keine Kraft mehr, von Bar zu Bar zu springen oder den Ruf zu ignorieren. Man setzt sich und lässt sich verschlingen. Man ist jahrelang irgendwohin gefahren, um es zu tun. Das hat man getan, um sich zu schützen. Aber dann entdeckt man die Bar ums Eck. Die Bar in der Nachbarschaft. Und man hört den Ruf. Diese Bar verlässt man nicht mehr. Man kann um zwei oder drei in der Früh nach Hause gehen, aber eigentlich hat man die Bar nicht verlassen. Man sitzt immer am selben Platz, und das Leben hört auf, sich zu bewegen. Man fühlt sich aus vielen Gründen schuldig und ist dankbar, endlich bestraft zu werden. Man weiß nicht, wohin mit all der Zeit und all dem Geld, also wirft man alles in diese Bar und lässt sich verschlingen. Die Bar hält einen mit einer Hand fest umklammert, und mit der anderen mixt sie Whisky Sour. Man trinkt einen Whisky Sour nach dem anderen, und man trinkt die Bar. Sie ist jetzt in einem, und man nimmt sie überallhin mit. Man denkt, man ist glücklich, und man denkt, man ist angekommen, aber man weiß nicht mehr, wie man glücklich ist."

Treffender kann man das Versumpfen und beginnenden Alkoholismus wohl kaum beschreiben.

Für Fans von Wanda ist das Buch ohnehin Pflichtlektüre, aber auch wer sich für gut geschriebene Rockstar-Boigraphien interessiert, sollte einen Blick riskieren.

C.
 
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