Die aktuelle Kinosituation

Klar gibt es immer noch ein paar Stars, die Kritik äußern. Während der ersten Amtszeit kam mir das aber wirklich deutlicher vor. Da waren ja sogar einige Prominente dabei, die auswandern wollten, sollte Trump gewinnen.
Dazu viel mehr Proteste auf Social Media, auf der Straße, thematisiert in Serien (z.b.The Boys).

Diesmal ist es echt ruhig, finde ich. Ich denke, einerseits herrscht Angst, dass geplante Projekte nicht mehr unterstützt werden oder dass Filmrollen nicht an "aufmüpfige" Darsteller vergeben werden.
Oder alle sind still und leise zufrieden, da sie als Reiche von Trumps Politik profitieren.

James Bond wird sicher ähnlich ausgeschlachtet wie Harry Potter und Star Wars. Ich bin wirklich gespannt, ob sich da inhaltlich eine "neue Weltordnung" anbahnt. *Katze streichel*
 
Nach den wöchentlichen Besucherzahlen der Top-Ten-Filme erwies sich das Jahr 2025 als ebenso stark wie 2024 (2025: 66,656 Mio. Besucher; 2024: 66,755 Mio. Besucher). Ein weiterer Zuschauerrückgang blieb damit aus. Die endgültigen Jahreszahlen wird die FFA zwar erst noch vorlegen, doch InsideKino geht davon aus, dass sich die Gesamtbesucherzahl bei etwa 89 bis 93 Millionen einpendeln wird.

Quelle: InsideKino​
 
Die offiziellen FFA-Zahlen 2025

Die Filmförderungsanstalt hat die endgültigen Kennzahlen für das Kinojahr 2025 vorgelegt.

Insgesamt verzeichneten die deutschen Kinos 91,9 Millionen Besucherinnen und Besucher. Das entspricht einem Zuwachs von 2,1 Prozent beziehungsweise 1,8 Millionen gegenüber dem Vorjahr mit 90,1 Millionen.

Noch deutlicher entwickelte sich der Umsatz. Die Erlöse stiegen um 6,4 Prozent von 868,4 Millionen Euro auf 924,0 Millionen Euro. Gleichzeitig erhöhte sich der durchschnittliche Eintrittspreis um 4,3 Prozent von 9,64 Euro auf 10,05 Euro.

Besonders bemerkenswert ist der Anstieg des deutschen Marktanteils. Dieser wuchs von 20,6 Prozent beziehungsweise 17,7 Millionen Besuchern im Vorjahr auf 27,4 Prozent, was 24,3 Millionen verkauften Tickets für deutsche Produktionen entspricht.
 
Nach sieben Top-Ten-Wochen steuert das Kinojahr 2026 aktuell wieder auf Vor-Corona-Niveau zu. Bemerkenswert ist, dass dieser Aufwärtstrend ohne einen großen Blockbuster-Start zustande kommt: Die Top-Ten-Filme zählen bereits 3,5 Millionen Besucher mehr als im gleichen Zeitraum 2025 und 2024.


Die ersten sieben Top-Ten-Wochen in Tausend Besuchern
2026: 12.088 (Schätzung)
2025: 8.584
2024: 8.582
2023: 10.557
2022: 6.710
2021: 0
2020: 12.201
2019: 12.211
2018: 12.795

Quelle: InsideKino​
 
In Deutschland haben in den ersten Wochen einheimische Produktionen sehr viele Zuschauer in die Kinos gezogen. Der Marktanteil lag am 15. Februar 2026 bei 65,3 % für das gesamte aktuelle Kinojahr.

Quelle: InsideKino​
 
Gestern war ich in Nürnberg im Cinecitta. Ein riesiges Kino mit 20 Kinosälen. Ich bin dort etwas rumgelaufen und habe die Monitore beim Eingang der einzelnen Kinosäle angeschaut. Dort wird gezeigt wieviel Karten bereits verkauft wurden.

Das ganze Kino (jeder Saal) war gestern voll bis zum Rand. Ich habe sowas noch nie gesehen. Selbst Dokumentationen waren AUSVERKAUFT. Jeder Platz besetzt. Im Cinemagnum lief "Michael" und es waren alle 524 Sitzpätze besetzt.

Kino is BACK BABY :thumbsup:
 
InsideKino schreibt: "Man muss noch die endgültigen Zahlen abwarten, aber der gestrige Donnerstag war definitiv der besucherstärkste Tag des Jahres und gehört zu den vier besten Tagen seit Corona (nur die beiden Tage des Kinofests 2025 und der dritte Barbenheimer-Sonntag liegen höher - mit den endgültigen Zahlen könnte aber letztgenannter Tag auch noch geknackt werden..."
 
Kino is BACK BABY :thumbsup:
Für mich ist es vor allem die Sehnsucht nach einem Ort, der mich dazu zwingt, vom Second Screening wegzukommen. Nein, ich habe beim Fernsehschauen nicht andauernd das Handy bei mir, aber es ist einfach leider viel zu stark in mir internalisiert, dann doch zwischendrin mal "kurz" zu schauen, ob was gekommen ist - gerade, wenn ich noch auf bestimmte Antworten warte. Im Kino kann ich das viel besser ausschalten, weil ich einfach weiß, dass es sich jetzt nicht gehören würde, auf das Handy zu schauen.

Trotzdem bin ich weiterhin wählerisch damit, wofür ich mein Geld ausgebe. Dieses Jahr hat es bisher nur "Der Astronaut" für mich getan. Gleichzeitig gibt es aber in der 2. Jahreshälfte gleich mehrere Filme, auf die ich schon länger warte - zwei davon kommen sogar im Dezember wohl am selben Tag heraus.
 
Der Teufel trägt Prada 2 hat letzte Woche als elfter Film des Jahres die Millionenmarke geknackt. Im gesamten Kinojahr 2025 gab es nur 17 Millionäre.
 
Ich bin generell kein großer Kinogänger und war dieses Jahr - trotz ursprünglich ambitionierterer Pläne - erst ein Mal (The Secret Agent; leider "nur" durchwachsener Streifen). Dabei haben wir hier das Filmmuseum vor der Haustür, wo eigentlich immer schöne, ältere Sachen laufen, die ich mir mit etwas Motivation mehr oder minder regelmäßig geben könnte.

Bei mir wurde in den letzten Jahren ein Punkt stärker, den @icebär hier bereits vor drei Jahren angeschnitten hat: Hobbyverlagerung. Ich habe nach über einem Jahrzehnt des Stillstands das Reisen wiederentdeckt und nutze jede Gelegenheit für kurze Städtetrips (bin am Dienstag von einer Woche Italien zurück). Bereichert mich irgendwie mehr, und Filme laufen einem ja nicht davon.

Es sind sowieso die wenigsten, die mich ins Kino locken würden. Aktuell nenne ich mal Nolans Verfilmung der Odyssee und den kommenden Spider-Man. Der MJ-Film reizt mich null, scheint aber von einem sehr starken Hype zu profitieren. Freut mich jedenfalls für die Institution Kino.
 
Du meinst den deutschen Markt, korrekt ?

Ja, ich meine den deutschen Kinomarkt. Und deutsche Filme haben mit bislang fünf Besuchermillionären nicht unerheblich zu dieser erfreulichen Entwicklung beigetragen.


@Darth_Jango

Man kann sein Geld eben nur einmal ausgeben. Aufgrund zahlreicher Reisen habe ich meine Kinobesuche in den Zehnerjahren ebenfalls deutlich reduziert.

Eine unbekannte Stadt zum ersten Mal zu erkunden, besitzt schließlich einen ganz eigenen Reiz.
 
@Darth_Jango

Man kann sein Geld eben nur einmal ausgeben. Aufgrund zahlreicher Reisen habe ich meine Kinobesuche in den Zehnerjahren ebenfalls deutlich reduziert.
Bei mir lief es in dieser Zeit genau umgekehrt: ungeheuer viel Konsum an Filmen und Literatur, Reisen ausschließlich im Kopf. Es war seltsamerweise die Pandemie, die mich wachgerüttelt hat und ich bin froh über dieses wertvolle neue Kapitel, das ich bis jetzt mit tollen Erlebnissen an Orten füllen konnte, von denen ich bis dato nur gehört oder Videomaterial gesehen hatte -- in einem Tempo/Zeitraum, das/der alles noch eine Spur surrealer erscheinen lässt. (Wenngleich "nur" mit Fokus Europa.)

Mittlerweile kann ich nicht ohne Stolz davon berichten, legendäre Schauplätze wie etwa das Kolosseum von Rom, die engen Gassen Neapels, das Guggenheim in Bilbao, das Chateau d'If in der Bucht von Marseille oder das San Siro (Milan - Atalanta am vergangenen Sonntag) betreten zu haben. Und ich bin ungeheuer dankbar dafür. :)
 
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