Planungen für weitere Star Wars-Filme (ab 2021)

Ich sehe das eher wie KdS.

Für mich wirkt es so, als hätte Lucasfilm intern erkannt, dass die größte Gefahr fürs Kino aktuell nicht schlechte Figuren oder schlechte Stories sind, sondern der Eindruck beim Mainstream-Publikum: „Um Star Wars im Kino zu verstehen, muss ich vorher mehrere Disney+-Serien gesehen haben.“ Und genau dagegen scheinen sie gerade aktiv zu arbeiten.

TMaG wirkt deshalb für mich fast wie ein bewusster Gegenentwurf: kleiner ohne riesigen Lore-Überbau. Und Starfighter geht noch stärker in diese Richtung, weil der Film offenbar komplett losgelöst vom D+-Kosmos funktioniert.

Deshalb glaube ich auch, dass die Verlagerung größerer Mandoverse-Elemente nach Ahsoka 2 kein Zufall ist. Für mich sieht das eher danach aus, dass man intern längst vorsichtiger geworden ist, was den großen Thrawn-Crossover-Film fürs Kino angeht.

Denn genau dieser Film wäre ja das Gegenteil der Botschaft, die man momentan ausstrahlt: Da hätte man plötzlich einen Kinofilm, bei dem Rebels, Ahsoka und Teile des Mandoverse praktisch Pflichtprogramm wären, damit die emotionale Wirkung überhaupt voll funktioniert. Ich glaube nicht, dass Lucasfilm diesen Eindruck nach außen wieder riskieren will, nachdem man jetzt so sichtbar versucht, die Kinofilme eigenständiger wirken zu lassen.

Es würde mich nicht überraschen, wenn der eigentliche Abschluss des Mandoverse am Ende doch auf Disney+ landet, vielleicht als Event-Serie oder D+-Film, während die Kinofilme künftig bewusst stärker für sich allein stehen sollen.
 
Wäre der Thrawn Film den so schwierig zu verstehen ohne vorwissen? Ein kurzer Vorspann welches das gröbste erklärt und Thrawn als = böses Imperium vorstellt und voila der 0815 Kinogänger kann es geniessen.So kompliziert ist Starwars nicht bzw die Storys sind seeehhr einfach gestrickt.
 
Das Problem bei einem Thrawn Film wäre wahrscheinlich gar nicht, dass die Leute die Handlung nicht verstehen würden. Star Wars war noch nie besonders kompliziert. Selbst jemand, der nur die alten Filme kennt, würde sofort kapieren: Das Imperium ist zurück, da kommt ein gefährlicher Stratege und die Helden müssen ihn aufhalten. Dafür braucht man keine zehn Stunden Lore Videos auf YouTube.

Der Knackpunkt ist eher, dass Thrawn als Figur fast komplett von seinem Kontext lebt. Bei Vader reicht ein einziger Auftritt und jeder versteht sofort die Bedrohung. Thrawn funktioniert anders. Er lebt davon, dass andere Figuren Angst vor ihm haben, dass sein Ruf ihm vorausgeht und dass man bereits weiß, warum seine Rückkehr so problematisch ist. Ohne dieses Vorwissen wirkt er schnell einfach wie ein weiterer kühler Imperialer, der sehr intelligent sein soll, weil die Figuren im Film das ständig behaupten.

Und da liegt das Risiko. Ein Vorspann kann Fakten erklären, aber keine emotionale Bedeutung erzeugen. Man kann in zwei Minuten erzählen, wer Ezra ist oder warum Ahsoka gegen Thrawn kämpft. Aber man kann dem Zuschauer nicht in zwei Minuten das Gefühl geben, warum diese Figuren überhaupt wichtig füreinander sind. Das ist etwas völlig anderes. Man versteht vielleicht die Handlung, aber man fühlt sie nicht wirklich.

Dazu kommt noch, dass der Film vermutlich stark auf Serien wie Ahsoka und Star Wars Rebels aufbauen würde. Für Fans ist das natürlich cool, weil sich jahrelange Storylines auszahlen. Für normale Kinogänger kann das aber schnell wie ein riesiges Staffelfinale wirken, bei dem man die vorherigen Episoden verpasst hat. Man sitzt dann im Kino und merkt ständig unterschwellig, dass der Film auf emotionalen Momenten aufbaut, die eigentlich woanders entstanden sind.
 
Wäre der Thrawn Film den so schwierig zu verstehen ohne vorwissen? Ein kurzer Vorspann welches das gröbste erklärt und Thrawn als = böses Imperium vorstellt und voila der 0815 Kinogänger kann es geniessen.So kompliziert ist Starwars nicht bzw die Storys sind seeehhr einfach gestrickt.
Die Frage ist ja eher, ob Filoni den Film so aufbauen würde, dass er Stand Alone ist. Da habe ich bei unserem Cowboy leider ein bisschen Zweifel, ob er das überhaupt ernsthaft versuchen würde. Aber ich denke machbar wäre das schon.
 
Der Knackpunkt ist eher, dass Thrawn als Figur fast komplett von seinem Kontext lebt. Bei Vader reicht ein einziger Auftritt und jeder versteht sofort die Bedrohung. Thrawn funktioniert anders. Er lebt davon, dass andere Figuren Angst vor ihm haben, dass sein Ruf ihm vorausgeht und dass man bereits weiß, warum seine Rückkehr so problematisch ist. Ohne dieses Vorwissen wirkt er schnell einfach wie ein weiterer kühler Imperialer, der sehr intelligent sein soll, weil die Figuren im Film das ständig behaupten.
Kommt ganz drauf an wie man es Inszeniert. Ich denke seine Bedrohung kann man auch mit einem guten Intro oder gut Inszenierten ersten Akt der dies beleuchtet darstellen. Darth Vader hat beim ersten Film ja auch gleich Eindruck gemacht und man wusste wieso alle Angst vor Ihm haben. Ist halt stark vom Storytelling abhängig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommt ganz drauf an wie man es Inszeniert. Ich denke seine Bedrohung kann man auch mit einem guten Intro oder gut Inszenierten ersten Akt der dies beleuchtet darstellen. Darh Vader hat beim ersten Film ja auch gleich Eindruck gemacht und man wusste wieso alle Angst vor Ihm haben. Ist halt stark vom Storytelling abhängig.
Man könnte Ahsoka halt auch einfach weg lassen. Die bleibt in der anderen Galaxie und erlebt ihre eigenen Abenteuer. Ezra reist in der 2. Staffel Ahsoka zurück nach Perideia, um Sabine zurück zu holen.
Hera ist dann halt einfach eine Generalin, die schon während der Rebellion gegen Thrawn gekämpft hat.
Dann führt man im Film Thrawn mit einer taktischen Meisterleistung ein, ähnlich wie in den ursprünglichen Büchern.
Und schon hätte man eine Ausgangslage für den Film, auf der man ohne Serienvorwissen aufbauen könnte.

Aber nur theoretisch, natürlich wird Filoni seine Lieblingscharaktere überall einbauen.
 
Dann führt man im Film Thrawn mit einer taktischen Meisterleistung ein, ähnlich wie in den ursprünglichen Büchern.
Und schon hätte man eine Ausgangslage für den Film, auf der man ohne Serienvorwissen aufbauen könnte.
Genau so hätte ich es mir vorgestellt.
Ashoka könnte auch einfach einer der Jedi sein die Hilft gegen Thrawn zu kämpfen, der 0815 Zuschauer weiss ah jedi = gut , die hilft also den Guten, die mit tieferem Wissen können dann noch tiefere Verbindungen verstehen und eastereggs deuten etc
Ähnlich wie bei Mandalorian, meine Frau zb sah einfach nur Droiden die für das böse Hutten Imperium kämpften. Ich sah ahh dies sind die Droiden der Technologie Union die nach dem Sturz der Separatisten auf Mustafar abgestellt wurden etc etc kann beides Funktionieren
 
@Sam Rockwell
Da stimme ich (mittlerweile) zu. Nominell gehört dieser (potentielle) Film ins Kino, logisch betrachtet auf DisneyPlus.
Da überlegt man sich halt auch: Hat der Film Chancen auf einen Kino-Erfolg?

Und da wäre dann Disney richtig doof, das Projekt in den Streaming-Verlust zu stecken als sich im Kino dadurch was zu verdienen.

Und wenn der Mando-Film das hinkriegt und der Mando im Crossover-Film auch dabei ist … Dann wird nicht nur Filoni sondern auch seine Vorgesetzten wollen, dass das Finale ins Kino kommt.
Die Frage ist ja eher, ob Filoni den Film so aufbauen würde, dass er Stand Alone ist. Da habe ich bei unserem Cowboy leider ein bisschen Zweifel, ob er das überhaupt ernsthaft versuchen würde. Aber ich denke machbar wäre das schon.
Selbst wenn Filoni den Film eigenständig machen würde wie bei TMAG (Wovon ich nicht ausgehe.):

Wie würde man das machen? Knapper Exposition-Talk und dann sofort in die Action rein?

Wenn die Vorarbeit schon geleistet wurde, fällt mir nicht viel Anderes ein ohne sich zu wiederholen.
 
Wie würde man das machen? Knapper Exposition-Talk und dann sofort in die Action rein?

Wenn die Vorarbeit schon geleistet wurde, fällt mir nicht viel Anderes ein ohne sich zu wiederholen.
So eine gewisse Wiederholung wäre wohl unvermeidlich, das stimmt schon.
Aber grundsätzlich könnte man den Film ja so aufbauen, dass man als Zuschauer nur zwei Dinge über Thrawn wissen muss: dass er ein ehemaliger imperialer und ein strategisches Genie ist.
Seine frühere Geschichte, dass er mal in einer anderen Galaxie war, seine Beziehung zur Rebels Crew könnte alles unwichtig sein.
Bei der Einführung von Thrawn damals bei Zahn wusste man doch auch nicht mehr über ihn. Da kam er irgendwie aus den unbekannten Regionen zurück und hat mit seinen strategischen Entscheidungen Ramba Zamba veranstaltet.
 
Der Knackpunkt ist eher, dass Thrawn als Figur fast komplett von seinem Kontext lebt. Bei Vader reicht ein einziger Auftritt und jeder versteht sofort die Bedrohung. Thrawn funktioniert anders. Er lebt davon, dass andere Figuren Angst vor ihm haben, dass sein Ruf ihm vorausgeht und dass man bereits weiß, warum seine Rückkehr so problematisch ist. Ohne dieses Vorwissen wirkt er schnell einfach wie ein weiterer kühler Imperialer, der sehr intelligent sein soll, weil die Figuren im Film das ständig behaupten.

Und da liegt das Risiko. Ein Vorspann kann Fakten erklären, aber keine emotionale Bedeutung erzeugen. Man kann in zwei Minuten erzählen, wer Ezra ist oder warum Ahsoka gegen Thrawn kämpft. Aber man kann dem Zuschauer nicht in zwei Minuten das Gefühl geben, warum diese Figuren überhaupt wichtig füreinander sind. Das ist etwas völlig anderes. Man versteht vielleicht die Handlung, aber man fühlt sie nicht wirklich.
Ehrlich gesagt sehe ich das nicht. Ich meine, als Erben des Imperiums das erste Mal veröffentlicht wurde, gab es diesen von dir genannten Kontext auch nicht. Da wurde im Buch selbst gezeigt, warum Thrawn so viel gefährlicher ist als andere Imperiale. Dafür braucht man jetzt auch nicht mehr Zeit als Mandalorian und Grogu genutzt hat, um seinen Protagonisten einzuführen. Hier die Schlacht, die ich meine.
 
Ich bin in der Diskussion irgendwie zwiegespalten. Einerseits sehe ich ebenfalls die Gefahr, bei einem potenziellen Thrawn-Film allzu viele Leute abzuschrecken, die sich eben nicht mit den ganzen Hintergründen der Figur aus Rebels und Ahsoka auseinandersetzen wollen - persönlich habe ich "Ahsoka" recht schnell abgebrochen, weil ich mich als jemand, der Rebels nur sporadisch gesehen hat, überhaupt nicht abgeholt gefühlt hat. Andererseits scheint eine Botschaft, die man mit TMAG senden möchte, auch zu sein: "Selbst wenn wir Seriencharaktere auf die Kinoleinwand bringen, können wir das gerne so gestalten, dass man die Serie(n) nicht notwendigerweise gesehen haben muss, um seinen Spaß zu haben."
 
"Selbst wenn wir Seriencharaktere auf die Kinoleinwand bringen, können wir das gerne so gestalten, dass man die Serie(n) nicht notwendigerweise gesehen haben muss, um seinen Spaß zu haben."
Was wie ich finde auch eine sehr vernünftige Haltung ist. Gerade bei Mandalorian sieht man dies ja sehr gut, scheisse meine Frau und Schwester wussten nicht mal genau wer Jabba XD ist und konnten den Arc von Rotta trotzdem folgen und mit Ihm mitfiebern. Ich glaube man kann dem Kinogänger also ruhig was zumuten. Sofern die Chars gut gechrieben sind.
 
So eine gewisse Wiederholung wäre wohl unvermeidlich, das stimmt schon.
Aber grundsätzlich könnte man den Film ja so aufbauen, dass man als Zuschauer nur zwei Dinge über Thrawn wissen muss: dass er ein ehemaliger imperialer und ein strategisches Genie ist.
Seine frühere Geschichte, dass er mal in einer anderen Galaxie war, seine Beziehung zur Rebels Crew könnte alles unwichtig sein.
Bei der Einführung von Thrawn damals bei Zahn wusste man doch auch nicht mehr über ihn. Da kam er irgendwie aus den unbekannten Regionen zurück und hat mit seinen strategischen Entscheidungen Ramba Zamba veranstaltet.
Das mit Thrawn alleine halte ich auch noch für das Geringste Problem.

Aber wieviel willst du da noch reinnehmen?

Wird auch ein Macht-Teil kommen, wo wir im Film die kommende Mortis-Thematik aus Ahsoka S2 auch reinnehmen? Möglich wäre es ja inzwischen. Oder zumindest ist der neue Baylan und ein paar Nachtschwestern (Als C’Baoth Ersatz) auch dabei … Irgendwann wird es schwer, da nicht in Erklärnot zu kommen. (Aber gut. Ein Avengers-Film spült auch mehr in die Kasse als die Marvel-Einzelfilme. Vielleicht reicht es ja sogar, wenn man einzelne kleine Zuschauerschaften für den Film mobilisieren kann.)

Nebstdem generell: Wie will man die grossen Macht-Thematiken als kleineres Übel im Vergleich zu Thrawn eigentlich darstellen?
 
Das mit Thrawn alleine halte ich auch noch für das Geringste Problem.

Aber wieviel willst du da noch reinnehmen?

Wird auch ein Macht-Teil kommen, wo wir im Film die kommende Mortis-Thematik aus Ahsoka S2 auch reinnehmen? Möglich wäre es ja inzwischen. Oder zumindest ist der neue Baylan und ein paar Nachtschwestern (Als C’Baoth Ersatz) auch dabei … Irgendwann wird es schwer, da nicht in Erklärnot zu kommen. (Aber gut. Ein Avengers-Film spült auch mehr in die Kasse als die Marvel-Einzelfilme. Vielleicht reicht es ja sogar, wenn man einzelne kleine Zuschauerschaften für den Film mobilisieren kann.)

Nebstdem generell: Wie will man die grossen Macht-Thematiken als kleineres Übel im Vergleich zu Thrawn eigentlich darstellen?
Ich habe generell zur Thrwan-Thematik noch mein spezielles Lore-Problem beizusteuern - und sorry, dass das vom Thema wegführt. Aber nimmt man die Romane dazu, war Thrawn ja eigentlich nicht der reine Überzeugungstäter, sondern eher auf Seiten des Imperiums, um dieses als Verbündeten nutzen zu können, wenn man mit den Chiss gegen die Grysk antreten muss. Der Republik hatte man das eher nicht zugetraut.
MIR (auch wenn das Filoni egal sein dürfte) wäre es zu wenig, wenn Thrawn jetzt einfach das Imperium um des Imperiums Willen rekonstruieren will (wenn er sagt, er bracut eine starke militärische Macht und hat nicht 20 Jahre im Exil verbracht, um zuzusehen, wie eine pazifistische Repubik die Chancen der Chiss schwächt, wäre das ja schon halbwegs ok). Zudem hatte die Rückkehr aus Peridea auch irgendwie etwas fluchtartiges (gerade auch weil die Nachtschwestern mit zurück wollen). Gibt es noch eine größere Gefahr (Abeloth, was ganz anderes?)? Ich fände den Plottwist immer noch ganz nett, wenn Thrawn einfach nur militärische Stärke sucht, sich dann wohl oder übel mit der NR verbünden muss und gegen die Grysk zieht oder einen Kampf in Peridea antreten muss (mit den Helden, die dann am Ende dort verbleiben und damit für die ST "aus dem Weg sind"). Also ein Film MIT Thrawn und nicht gegen ihn (könnte auch sein Genie besser zur Geltung bringen, da er am Ende gewinnen darf).

Aber nichts davon lässt sich aus den Aussagen der Macher herleiten, daher wird es wohl "nur" ein Thrawn-will-den-Thron-Szenario. Wie gesagt, nicht mein bevorzugtes Szenario, da man damit die Romane etwas aussortiert (mMn).
Aber ja, man kann einen solchen Film machen, dass ihn auch nicht D+-Gucker verstehen, aber ich glaube, das wird für ein befriedigendes Ergebnis ungleich schwieriger als bei TMaG. Und dann reicht es ja auch nicht, dass der Film, ohne D+ funktioniert,mindestens genauso wichtig ist ja, dass die Leute das auch glauben. Selbst bei TMaG hat da die Skepsis ja überwogen, wie wird das aussehen, wenn wir einen Trailer mit zehn Hauptfiguern bekommen?
Da ja immer wieder die Avengers als Positivbeispiel genannt werden: Diese Gruppe ist halt seit Jahrzehnten bekannt und gerade in den USA als Kernmarkt dürfte man quer durch die Generationen da deutlich mehr Grundwissen voraussetzen können, als bei dem Ensemble in "Thrawn".

Was den Umfang der Story angeht, haben wir übrigens ja noch gar nicht darüber gesprochen, dass man im Fandom die Fackeln anzünden wird, wenn da Luke nicht auftaucht, für den braucht man also neben Mando, Grogu, der Rebels-Crew, Ahsoka und Thrawn (mindestens) auch noch ein relevante Plätzchen.

Ich denke nach wie vor, man wird das Risiko scheuen. Und auch wenn Filoni es sicher gerne anders hätte: jetzt sitzt er im Sattel und muss den Kopf endgültig hinhalten. Da ändert sich die Perspektive auf Risiko manchmal dann doch.
 
Ich habe generell zur Thrwan-Thematik noch mein spezielles Lore-Problem beizusteuern - und sorry, dass das vom Thema wegführt. Aber nimmt man die Romane dazu, war Thrawn ja eigentlich nicht der reine Überzeugungstäter, sondern eher auf Seiten des Imperiums, um dieses als Verbündeten nutzen zu können, wenn man mit den Chiss gegen die Grysk antreten muss. Der Republik hatte man das eher nicht zugetraut.
MIR (auch wenn das Filoni egal sein dürfte) wäre es zu wenig, wenn Thrawn jetzt einfach das Imperium um des Imperiums Willen rekonstruieren will (wenn er sagt, er bracut eine starke militärische Macht und hat nicht 20 Jahre im Exil verbracht, um zuzusehen, wie eine pazifistische Repubik die Chancen der Chiss schwächt, wäre das ja schon halbwegs ok). Zudem hatte die Rückkehr aus Peridea auch irgendwie etwas fluchtartiges (gerade auch weil die Nachtschwestern mit zurück wollen). Gibt es noch eine größere Gefahr (Abeloth, was ganz anderes?)? Ich fände den Plottwist immer noch ganz nett, wenn Thrawn einfach nur militärische Stärke sucht, sich dann wohl oder übel mit der NR verbünden muss und gegen die Grysk zieht oder einen Kampf in Peridea antreten muss (mit den Helden, die dann am Ende dort verbleiben und damit für die ST "aus dem Weg sind"). Also ein Film MIT Thrawn und nicht gegen ihn (könnte auch sein Genie besser zur Geltung bringen, da er am Ende gewinnen darf).

Aber nichts davon lässt sich aus den Aussagen der Macher herleiten, daher wird es wohl "nur" ein Thrawn-will-den-Thron-Szenario. Wie gesagt, nicht mein bevorzugtes Szenario, da man damit die Romane etwas aussortiert (mMn).
Ich glaube dahingehend kann man als Buch-Leser effektiv froh sein, wenn Filoni die Bücher nicht komplett überschreibt. Bislang war es nur ein kleiner Fehler, dass Thrawn nie von Ahsoka gehört hat. (Was sowohl mit als auch ohne Bücher nicht zu Thrawn passt, meiner Meinung nach.) Bislang habe ich ansonsten aber echt den Eindruck, dass Filoni einfach irgendwie versucht, so weit es geht, um die Bücher herumzuschreiben.

Da ja immer wieder die Avengers als Positivbeispiel genannt werden: Diese Gruppe ist halt seit Jahrzehnten bekannt und gerade in den USA als Kernmarkt dürfte man quer durch die Generationen da deutlich mehr Grundwissen voraussetzen können, als bei dem Ensemble in "Thrawn".
Soweit ich weiss, war Iron Man vor dem ersten Film als Figur selbst bei Comic-Lesern nicht die Figur, die einem zuerst in den Sinn kommt.

Dahingehend hat das MCU im Vergleich zum Filoniverse halt einfach den riesigen Vorteil, dass sie alles als live action Kinofilme bringen konnten und nicht bei Animationsserien gestartet sind.
 
Das mit Thrawn alleine halte ich auch noch für das Geringste Problem.

Aber wieviel willst du da noch reinnehmen?

Wird auch ein Macht-Teil kommen, wo wir im Film die kommende Mortis-Thematik aus Ahsoka S2 auch reinnehmen? Möglich wäre es ja inzwischen. Oder zumindest ist der neue Baylan und ein paar Nachtschwestern (Als C’Baoth Ersatz) auch dabei … Irgendwann wird es schwer, da nicht in Erklärnot zu kommen. (Aber gut. Ein Avengers-Film spült auch mehr in die Kasse als die Marvel-Einzelfilme. Vielleicht reicht es ja sogar, wenn man einzelne kleine Zuschauerschaften für den Film mobilisieren kann.)

Nebstdem generell: Wie will man die grossen Macht-Thematiken als kleineres Übel im Vergleich zu Thrawn eigentlich darstellen?
Also wenn man einen für sich stehenden Film machen wollen würde, hätten da Baylan und die Mortis-Thematik nichts zu suchen.
Die Nachtschwestern könnte man schon noch reinbringen. Mehr als "das sind böse Machthexen, die Thrawn mit ihrem Voodoo unterstützen", muss man ja eigentlich auch nicht wissen.
Ich kann mir natürlich in 3 Minuten hier auch kein perfektes Skript aus den Fingern saugen, bin aber eigentlich überzeugt, dass das schon ginge.

Die Diskussion ist aber wahrscheinlich eh akademisch. Soweit ich das verstanden habe, ist Staffel 2 von Ahsoka schon abgedreht und da hat er bestimmt alles schon so stark miteinander verwoben, dass man da nicht mehr rauskommt.
 
Ich glaube dahingehend kann man als Buch-Leser effektiv froh sein, wenn Filoni die Bücher nicht komplett überschreibt. Bislang war es nur ein kleiner Fehler, dass Thrawn nie von Ahsoka gehört hat. (Was sowohl mit als auch ohne Bücher nicht zu Thrawn passt, meiner Meinung nach.) Bislang habe ich ansonsten aber echt den Eindruck, dass Filoni einfach irgendwie versucht, so weit es geht, um die Bücher herumzuschreiben.
Da magst du recht haben. Was Ahsoka/Thrawn angeht: Thrawn hat ja schon recht früh begriffen, wer Vader ist und Vader vice versa. Womit vermutlich auch die Erkenntnis verbunden war, dass Vader nicht das Gefühl haben durfte, dass Thrawn dieses angedeutete Wissen zu nutzen gedenkt. Ich denke nicht, dass er dann übermäßig viel in der Vergangenheit von Anakin Skywalker rumgeschnüffelt hat (und ich denke schon, dass der Name Ahsoka nur aufploppt, wenn man sucht), um da kein Problem zu provozieren.
Ich fürchte aber auch, dass es schon möglich ist, dass sich Filoni da nicht dran halten will, aber ich hoffe es halt. Sechs Bücher zu überschreiben wäre halt nochmal was anderes, als Kanans Origin aus den Comics etwas zu verändern. Zumal die Bücher auch noch versucht haben, Rebels halbwegs einzubinden.
 
Ich denke nicht, dass er dann übermäßig viel in der Vergangenheit von Anakin Skywalker rumgeschnüffelt hat (und ich denke schon, dass der Name Ahsoka nur aufploppt, wenn man sucht), um da kein Problem zu provozieren.
Wenn man bedenkt, wie ruhmreich Anakin im Krieg scheinbar war und wieviel Ahsoka an seiner Seite war, ist es bei einem ultra genialen Admiral, der Anakin persönlich kennt … Da ist es für mich so gut wie undenkbar, dass Thrawn gar nie über den Namen Ahsoka gestolpert ist. Und sei es nur Ausversehen.
 
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