Ich meinte ja, The Acolyte wäre womöglich die schlechteste Serie, die jemals gesehen habe. Mittlerweile bin ich mir nicht sicher, ob Starfleet Academy nicht noch schlimmer ist. Gleichwertig schlecht auf jeden Fall.
Schlimmer als Discovery kann Star Trek nicht werden, dachte ich mal. Von wegen. Starfleet Academy wirkt zunächst wie eine schlechte Parodie, wird aber schnell zur intellektuellen Bankrotterklärung.
Die Kadetten sind durch die Bank unsympathisch. Reiche und verwöhnte Kids, die jammern was für ein schweres Leben sie haben. Einer banaler und unsympathischer als der andere. Und beim Rest des Casts sieht es nicht besser aus. Ich gehe mal auf ein paar Figuren ein, die aus dem Desater besonders herausstechen:
- Nahla Ake. Kanzlerin und Captain in Personalunion, aber was qualifiziert die Frau eigentlich? Ake entweiht den Captains Chair, indem sie sich eine sechsjährige in den Sessel lümmelt und in ihrem Buch blättert.

Was hat der Charakter für ein Problem? Permanent zugedröhnt? Verrückt? Was sollen diese dauernden Fuß(fetisch)szenen? Meine Fresse.

Und dann noch Holly Hunter, einst ernstzunehmende Schaupielerin und Oscarpreisträgerin. Grausige Performance und Hunters Stimme ist im Original nicht zu ertragen, sie nuschelt als ob sie das falsche Gebiss im Mund hätte.
- Sam. Warum muß ein Hologramm, eine KI, überhaupt auf die Akademie? Wozu sollte sie die Menschen erforschen? Man kann sie mit sämtlichen Datenbanken füttern. Warum fliegt sie beim Lasertag raus, obwohl sie gar nicht getroffen werden kann? Ihre Fähigkeiten sind da oder weg wie sie das Drehbuch gerade braucht.
Und die Darstellerin ist einfach furchtbar, schauspielerisch wie optisch. Diese ständigen Grimassen, dieses fratzenhafte Grinsen, irgendwo zwischen nervig und gruselig.
- Lura Thok. Jaaaaa, von dem Charakter lernen die Kids was. Kann selbst nix, brüllt aber pausenlos herum und erniedigt jeden. Etwas anderes macht sie nicht.
Die Schaupieler sind furchtbar. Teils hözern und uncharismatisch (alle Kadetten), dann wieder Overacing (u.a SAM und Giamatti), Robert Picardo spielt eine Parodie und halt Holly Hunter, ich weiß echt nicht was die Frau da macht.
Was ist aus den Klingonen geworden? Heimatplanet weg... ok, deswegen entwickelt sich die komplette Spezies zurück und haust wie die Neanderthaler? Aha. Ist ja nicht so, das man ein riesiges Reich mit vielen besiedelten Planeten hätte. Das ist so unlogisch, das selbst Spock anfangen würde, Tränen zu lachen.
Die Klingonen sehen nicht nur Sch**** aus, sie sind auch noch komplett verblödet. Und Kurtzman mag es nunmal, Heimatplaneten zu vernichten und für ganze Spezies den Kurs auf Ausrottung zu setzen, im Kinoreboot hatte es die Vulkanier erwischt.
Zu Woke, zu divers? Nein, Star Trek war immer divers. Der einzige Unterschied: Früher konnte man das richtig gut. Jetzt leider nicht mehr. Der queere Klingone ist tatsächlich die beste Idee der Serie. Daraus hätte man etwas machen können, wenn die Autoren noch auf dem Level von TNG oder DS9 schreiben würden - leider schreiben sie auf dem Level von The Acolyte.
Was mich an der Diversität als einziges stört, ist die lächerlich umgesetzte "Body Positivity“. Starfleet Academy mangelt es nicht an pummeligen bis deutlich übergewichtigen Frauen. Aber nur Frauen. Männer sind alle schlank und möglichst trainiert. Die fülligen Damen werden wenig in Bewegung gezeigt, beim Workout sogar völlig von der Kamera ausgeblendet.
Was mich an dieser und auch den anderen neuen Trekserien der letzten Jahre massiv stört: Die Fäkalsprache, dieses dauernde Herumgefluche. Shit hier, Fuck da... was soll das?
Star Trek früher:
"Trauern Sie nicht um mich, es war eine logische Entscheidung. Das Wohl von Vielen, es wiegt schwerer als das Wohl von Wenigen oder eines Einzelnen. Ich war es und ich werde es immer sein, Ihr Freund. Leben Sie lange und in Frieden.“
Star Trek heute: "
Ich glaube, ich habe meinen Kommunikator verschluckt.“
Die Autoren schaffen einen Tiefpunkt nach dem anderen. Evtl. aber der Tiefpunkt der Tiefpunkte: Kadett sucht Mutter und die rennt rein zufällig ihn in rein. Das ist so schlecht geschrieben, man kann nicht mal mehr darüber lachen, es ist nur noch zum ärgern.
Fazit: Starfleet Academy ist der Tiefpunkt des Star Trek Universums. Konzeptlos, Banal und dumm. Nun hat man also Star Trek endgültig gegen die Wand gefahren. Kurtzman muß endlich weg, Discovery, Picard und Starfleet Academy entweder für nichtig oder zum Paralleluniversum erklären und Neustart irgendwann nach TNG. Und bitte löscht Starleet Academ von der Servern.
1/10