Sci-Fi Star Trek: Starfleet Academy

Die Befreiung ging auch sehr schnell. SAM schafft es die Minen zu entschärfen und schon ist 10 Sekunden später die Sternenflotte da. Nachdem mir SAM seit ihrer Kindheit mit dem Doc etwas sympathischer wurde, ist die anschliessende "Wie geil!"-Szene einfach zum Fremdschämen.
Da fand ich den Pinkeln-Gag deutlich schlimmer. Das ist Marvel billo-Humor der übelsten Sorte. (Spannung aufbauen und mit Ironie brechen, ist für mich einfach plump.)

Vergleicht das mal mit dem PROD-Moment, wo Gwyn am Ende das Kommando kriegt.

Trotz dieser Kritikpunkte hat mir die Folge aber recht gut gefallen. Es gab einfach wunderschöne Charakterszenen, wie wenn Tarima über sich hinauswächst und sich ihrer Gefühle für Caleb endlich klar wird oder, wenn Caleb die Macht der Freundschaft und seinen Platz bei der Sternenflotten Akademie annimmt. Das Ende im Orbit von Betazed war gernell ein guter Abschluss für die Staffel (und wird endlich die Föderationspräsidentin erwähnt).
Szenen wie diese zeigen mir, dass SFA es mit einer Staffel besser hingekriegt hat mir seine Figuren zu verkaufen als DSC mit seinen 5.

Positiv auch, dass Michael Burnham und die Discovery nicht auftauchten und den Tag retteten. Befürchtete schon das Schlimmste . Generell hat sie Mischung zwischen Action und Story / Charaktermomenten gut gepasst, besser als bei vielen anderen Nu Trek Finalfolgen.
Wobei es mich seit dem Reveal des Omega-Moleküls schon wieder angeödet hat, dass mal wieder die ganze Sternenflotte auf dem Spiel steht.
 
Das Finale hat Stellen, an denen ich es großartig finde, ist aber auch dahingehend bezeichnend, dass ich an seinem Beispiel ganz gut zeigen kann, warum ich SFA zwar irgendwie gern gesehen habe, es für mich aber einfach nicht in den ST-Serienolymp kommen kann. Ich finde es einfach alles in Summe etwas zu rührselig erzählt, zu emotional aufgeladen. Wenn schon die gesamte Föderation auf dem Spiel steht, will ich auch keine Verhandlung über diese doch sehr persönliche Sache zwischen Ake und Calebs Mutter sehen, sondern hätte dann gerne auch etwas, was dem epischen Ausmaß der Bedrohung entspricht.

Da hat DS9 es für mich viel besser hinbekommen, die zunächst persönlichen Geschichten der einzelnen Figuren zu einem großen Ganzen zusammenzufügen, während diese Episode für mich in einzelne Versatzstücke zerfällt, die ich mal sehr gut finden kann (Tarimas Einsatz als Echo) und mal weniger gut finden kann (die Art und Weise, wie Genisys' erster Einsatz als "Captain" teilweise durch IMO deplatzierten Humor kleingeredet wird). In diesem Wirrwarr ist für mich z. B. auch der eigentlich laut Folgentitel so wichtige Handlungsstrang um den "Rubicon"-Hinweis des Doctors etwas untergegangen. Ich habe weder verstanden, warum er jetzt nur noch Kauderwelsch reden konnte, noch konnte ich wirklich viel mit dem Technobabble anfangen, mit dem dieses Kauderwelsch jetzt "entziffert" wurde. Die "Heilung" des Doctors wurde dann sehr schnell sehr nebenbei eingebaut.

An dieser Stelle könnte jetzt auch noch ein Staffelfazit folgen, aber damit tue ich mir irgendwie noch etwas schwer. Vielleicht ist das auch der Fall, weil das Staffelfinale sich zwar sehr nach einem Serienfinale anfühlt, aber eben noch keines ist, und für mich bei der Bewertung einer Staffel auch immer sehr wichtig ist, wie sie sich in das Gesamtbild der Serie einfügt. Das kann man aber zu diesem Zeitpunkt einfach noch nicht sagen. Ich werde aber auf jeden Fall zurückkehren, wenn SFA in die 2. Staffel geht - bei SNW hingegen habe ich nach ein paar Folgen Staffel 3 erstmal wieder abgebrochen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Finale war eine einigermaßen sehenswerte Folge, abgesehen von dem dämlichen Prozess.
Aber alles in allem werde ich mit der Serie nicht warm.
Die DSN Folge war wirklich toll, aber der Rest war wenig überzeugend.
Noch immer muss ich mich schütteln wenn ich den "Klingonen " sehe.
Diese Serie ist für mich von allen Real Serien bisher mit Abstand die schlechteste.
Seit der letzten Staffel von SNW habe ich das Gefühl das es mit Star Trek momentan etwas abwärts geht.
 
Etwas zu spät zur Party: Mir hat das Finale gefallen. Zwar fand ich es unnötig, dass es irgendwie in jeder Serie / Staffel eine Galaxis- umspannende Bedrohung geben muss. Das Gerichtsverfahren fand ich aber gut in Szene gesetzt. Hat mich sehr an Q und die TNG erinnert.

Insgesamt hat mir die Serie doch ganz gut gefallen, sodass ich jetzt doch positiv auf Staffel 2 gestimmt bin.
 
Keine Überraschung. Sowohl die Zuseherzahlen als auch die Fan Reaktionen waren ein Desaster. Nachdem ich die Serie ganz gut finde, finde ich das etwas schade. Hoffentlich zieht man daraus nicht den Schluss wieder mehr auf Action und grosse Burnham Emotionen wie in DSC zu setzen.
 
Nach Staffel 2 ist Schluß mit "Star Trek: Starfleet Academy"

Womit SFA das gleiche Schicksal erfährt wie Prodigy.

Nur halt mit dem Unterschied, das Prodigy noch kurzfristig ein sinniges Ende produzieren konnte auf den letzten Metern, was ich bei SFA für äusserst unwahrscheinlich halte. (Sofern es nicht nochmal zu Reshoots kommt, ähnlich dem Epilog von DSC.)
 
Womit SFA das gleiche Schicksal erfährt wie Prodigy.

Nur halt mit dem Unterschied, das Prodigy noch kurzfristig ein sinniges Ende produzieren konnte auf den letzten Metern, was ich bei SFA für äusserst unwahrscheinlich halte. (Sofern es nicht nochmal zu Reshoots kommt, ähnlich dem Epilog von DSC.)

Staffel 1 kann doch perfekt für sich alleine stehen. Vielleicht ist das bei Staffel 2 auch so.
 
Am Ende muss man wohl dankbar sein dass es mit der Serie vermutlich nicht so unrühmlich zu Ende gehen wird wie „The Acolyte“. Liegt aber vermutlich daran dass Staffel 2 schon abgedreht ist.
 
Ich meinte ja, The Acolyte wäre womöglich die schlechteste Serie, die jemals gesehen habe. Mittlerweile bin ich mir nicht sicher, ob Starfleet Academy nicht noch schlimmer ist. Gleichwertig schlecht auf jeden Fall.

Schlimmer als Discovery kann Star Trek nicht werden, dachte ich mal. Von wegen. Starfleet Academy wirkt zunächst wie eine schlechte Parodie, wird aber schnell zur intellektuellen Bankrotterklärung.

Die Kadetten sind durch die Bank unsympathisch. Reiche und verwöhnte Kids, die jammern was für ein schweres Leben sie haben. Einer banaler und unsympathischer als der andere. Und beim Rest des Casts sieht es nicht besser aus. Ich gehe mal auf ein paar Figuren ein, die aus dem Desater besonders herausstechen:

- Nahla Ake. Kanzlerin und Captain in Personalunion, aber was qualifiziert die Frau eigentlich? Ake entweiht den Captains Chair, indem sie sich eine sechsjährige in den Sessel lümmelt und in ihrem Buch blättert. >:( Was hat der Charakter für ein Problem? Permanent zugedröhnt? Verrückt? Was sollen diese dauernden Fuß(fetisch)szenen? Meine Fresse. :speechless:
Und dann noch Holly Hunter, einst ernstzunehmende Schaupielerin und Oscarpreisträgerin. Grausige Performance und Hunters Stimme ist im Original nicht zu ertragen, sie nuschelt als ob sie das falsche Gebiss im Mund hätte.

- Sam. Warum muß ein Hologramm, eine KI, überhaupt auf die Akademie? Wozu sollte sie die Menschen erforschen? Man kann sie mit sämtlichen Datenbanken füttern. Warum fliegt sie beim Lasertag raus, obwohl sie gar nicht getroffen werden kann? Ihre Fähigkeiten sind da oder weg wie sie das Drehbuch gerade braucht.
Und die Darstellerin ist einfach furchtbar, schauspielerisch wie optisch. Diese ständigen Grimassen, dieses fratzenhafte Grinsen, irgendwo zwischen nervig und gruselig.

- Lura Thok. Jaaaaa, von dem Charakter lernen die Kids was. Kann selbst nix, brüllt aber pausenlos herum und erniedigt jeden. Etwas anderes macht sie nicht.

Die Schaupieler sind furchtbar. Teils hözern und uncharismatisch (alle Kadetten), dann wieder Overacing (u.a SAM und Giamatti), Robert Picardo spielt eine Parodie und halt Holly Hunter, ich weiß echt nicht was die Frau da macht.

Was ist aus den Klingonen geworden? Heimatplanet weg... ok, deswegen entwickelt sich die komplette Spezies zurück und haust wie die Neanderthaler? Aha. Ist ja nicht so, das man ein riesiges Reich mit vielen besiedelten Planeten hätte. Das ist so unlogisch, das selbst Spock anfangen würde, Tränen zu lachen.
Die Klingonen sehen nicht nur Sch**** aus, sie sind auch noch komplett verblödet. Und Kurtzman mag es nunmal, Heimatplaneten zu vernichten und für ganze Spezies den Kurs auf Ausrottung zu setzen, im Kinoreboot hatte es die Vulkanier erwischt.

Zu Woke, zu divers? Nein, Star Trek war immer divers. Der einzige Unterschied: Früher konnte man das richtig gut. Jetzt leider nicht mehr. Der queere Klingone ist tatsächlich die beste Idee der Serie. Daraus hätte man etwas machen können, wenn die Autoren noch auf dem Level von TNG oder DS9 schreiben würden - leider schreiben sie auf dem Level von The Acolyte.
Was mich an der Diversität als einziges stört, ist die lächerlich umgesetzte "Body Positivity“. Starfleet Academy mangelt es nicht an pummeligen bis deutlich übergewichtigen Frauen. Aber nur Frauen. Männer sind alle schlank und möglichst trainiert. Die fülligen Damen werden wenig in Bewegung gezeigt, beim Workout sogar völlig von der Kamera ausgeblendet.

Was mich an dieser und auch den anderen neuen Trekserien der letzten Jahre massiv stört: Die Fäkalsprache, dieses dauernde Herumgefluche. Shit hier, Fuck da... was soll das?

Star Trek früher: "Trauern Sie nicht um mich, es war eine logische Entscheidung. Das Wohl von Vielen, es wiegt schwerer als das Wohl von Wenigen oder eines Einzelnen. Ich war es und ich werde es immer sein, Ihr Freund. Leben Sie lange und in Frieden.“

Star Trek heute: "Ich glaube, ich habe meinen Kommunikator verschluckt.“

Die Autoren schaffen einen Tiefpunkt nach dem anderen. Evtl. aber der Tiefpunkt der Tiefpunkte: Kadett sucht Mutter und die rennt rein zufällig ihn in rein. Das ist so schlecht geschrieben, man kann nicht mal mehr darüber lachen, es ist nur noch zum ärgern.

Fazit: Starfleet Academy ist der Tiefpunkt des Star Trek Universums. Konzeptlos, Banal und dumm. Nun hat man also Star Trek endgültig gegen die Wand gefahren. Kurtzman muß endlich weg, Discovery, Picard und Starfleet Academy entweder für nichtig oder zum Paralleluniversum erklären und Neustart irgendwann nach TNG. Und bitte löscht Starleet Academ von der Servern.

1/10
 
Wobei ich es schon immer sehr befremdlich fand, dass sich Harry Kim und Tom Paris siezen, obwohl die beste Kumpels sind. :rolleyes: So redet einfach keiner...
So ungewöhnlich ist das gar nicht in Mexico oder Kolumbien siezen sich vor allem Ältere Leute immer. In Kolumbien sogar noch unter jungen Leuten/Freunden verbreitet. Hat einfach einen gewissen Style und Charme.
 
Sprachgeschichtlich gesehen Sietzen sich im englischen tatsächlich alle, von daher ist die Übersetzung streng genommen einfach wörtlich :roflmao:
Entspricht aber natürlich nicht wirklich dem Kontext.
 
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