Ich habe meine Positionen - die deutlich differenzierter sind, als es weiter oben behauptet wird - hier in Diskussionen mehrfach ausführlich und fundiert dargelegt. Wenn man 90% davon wegblendet, um aus dem einem selbst passenden Rest einen Strohmann zu bauen, kann ich auch nix machen.
Ich kann hier zB zum x-ten Mal sagen, dass ich eher anti-monotheistisch bin; sobalds um "den Islam" geht, wird man beim nächsten Mal wieder fordern, dass ich gefälligst, obwohl themenfremd, wieder gg. das Christentum austeilen soll, weil Kreuzzüge, Reconquista, oder was Leuten aus irgendwelchen Postkolonialismus-Seminaren halt sonst einfällt.
Das Grundproblem ist aber ein theologisch-politisches und lässt sich auch mit verzweifelten pers. Angriffen nicht wegdiskutieren: Gräueltaten entspringen dem Überlegenheits-Mindset, das alle drei Monotheisten als Kernthema haben. Und nachdem alle drei eine breite Behandlungspalette für Anders-Nichtgläubige vorsehen/ausdrücklich legitimieren - von, je nach Gruppe, system. Diskriminierung bis hin zur Auslöschung - fällt es mir, nicht nur, aber eben auch im islam. Kontext schwer, die Grenze zum "Fundamentalismus" zu ziehen. Was macht zB den IS "extremistisch(er)"? Welche Verbrechen hat er begangen, die nicht schon vor ihm ein islam. Staat/Imperium begangen hat? Und warum werden solche (ehemaligen) Gebilde - etwa das OR (Genozid, Sklaverei), dann nicht ebenso als "unislamisch" deklariert, sondern glorifiziert? Was unterscheidet IS und Hamas ideolog.? Warum finden letztere Anerkennung und Unterstützung durch islam. Staaten? Ist der AKPler von nebenan nicht letztlich auch Extremist, bei dem System/den Politikern, das/die er (indirekt) unterstützt? Sind Islamisten nicht auch Moslems? Warum die künstl. Externalisierung?
Schon beim Christentum wäre es Unsinn, die Kreuzzüge von der Religion - die letztlich immer menschgemacht ist - zu trennen. Und das, obwohl Jesus eine (bei weitem?) "unproblematischere" Figur als Mohammed war..