Die aktuelle Kinosituation

Ich tue mich ehrlich gesagt etwas schwer damit, die aktuelle Situation der Kinos fünf Jahre nach der Pandemie noch überwiegend mit deren Nachwirkungen zu erklären.
Halte ich auch für haltlos die aktuelle Situation nach 4-5 Jahren immer noch mit "Nachwirkungen der Pandemie" zu erklären. In meinem Fall ist es eher tatsächlich so, dass ich eher auf das Geld gucke und wirklich nur in Filme rein gehe die mich wirklich interessieren. Und das sind übers Jahr verteilt 2-4 Filme. Streaming spielt bei diesem Thema aber absolut keine Rolle.
 
Ist schon etwas her, dass ich einen vollen Kinosaal erlebt habe.
Nicht in der Schweiz, aber ein Erfahrungsbericht aus dem Raum Frankfurt/Darmstadt zur Ergänzung: Als ich in TMAG gewesen bin, waren eigentlich nur die ersten drei, vier Reihen (die in dem entsprechenden Kino aber auch schon echt verdammt nah an der Leinwand platziert sind) nicht voll besetzt. Wenn man das nicht zählt, war das letzte Mal in einem richtig vollen Kino für mich Avatar 3 - das war aber im IMAX, den ich laut Belegungsplan wohl auch bei The Odyssey voll sehen werde.
Streaming spielt bei diesem Thema aber absolut keine Rolle.
Meinst du für dich oder allgemein?
 
In Deutschland wurden die Filme in den wöchentlichen Top Ten im ersten Halbjahr 2026 deutlich stärker besucht als noch im Vorjahr. Gegenüber 2025 ergibt sich ein Plus von 25 %, was gut sieben Millionen zusätzlichen Kinobesuchen entspricht. Quelle: InsideKino.

Die genauen Zahlen für das erste Halbjahr 2026 wird die FFA wie üblich erst im August veröffentlichen.
 
Das letzte Mal, dass ich einen Film in einem restlos ausverkauften Kinosaal gesehen habe, war im Januar 2019 bei Green Book. Das Hasetor-Kino in Osnabrück verfügt immerhin über 222 Sitzplätze. Als wir den Saal betraten, konnte man gut beobachten, wie viele Interessierte keine Karten mehr bekommen hatten und an der Kasse abgewiesen wurden.
 
Die Biografie „Michael“ spielte fast eine Milliarde Dollar an den Kinokassen ein. Das ist doch eine gute Nachricht.

 
Die Biografie „Michael“ spielte fast eine Milliarde Dollar an den Kinokassen ein. Das ist doch eine gute Nachricht.


Der Artikel ist ein paar Wochen alt. Mittlerweile wurde nicht nur der "Oppenheimer"-Rekord geschlagen, sondern auch die Mrd als erstes Biopic eingespielt:


Habe gestern die Karten für "Odysee" gekauft. Binnen 6 Stunden war die Vorstellung am Samstag um 17:00 fast ausverkauft (nur noch Plätze in den ersten Reihen frei).
 
Ich habe derzeit den Eindruck als ob sich die Kinosituation wieder ein wenig entspannt.

So oft wie dieses Jahr war ich schon lange nicht mehr im Kino, und mit Ausnahme von „Disclosure Day“ war für mich bislang keine Gurke dabei. Auch habe ich den Eindruck, dass wieder mehr Menschen ins Kino sehen.

Zudem las ich neulich sogar eine Schlagzeile, nach der angeblich Gen Z häufiger ins Kino geht als Millenials. Von daher würde ich sagen, dass es aktuell viele Gründe für Optimismus gibt.
 
In wirtschaftlich-politischen Dauerkrisensituationen brauchen die Leute eben mehr Eskapismus, frönen eher zu kurzfristigen Vergnügungen und leben stärker fürs "Heute".

Ich hoffe, dass insbesondere kleine Kinos abseits der großen Ketten dauerhaft profitieren können.
 
In wirtschaftlich-politischen Dauerkrisensituationen brauchen die Leute eben mehr Eskapismus, frönen eher zu kurzfristigen Vergnügungen und leben stärker fürs "Heute".

Ich hoffe, dass insbesondere kleine Kinos abseits der großen Ketten dauerhaft profitieren können.
Ist halt um so bemerkenswerter wenn man bedenkt dass z.B. die 3D Vorstellung vom neuen „Spider-Man“ bis zu 19,50€ an der Abendkasse kostet. Zumindest in meinem Kino.
 
Meine 2D-Vorstellung von Brand New Day am gestrigen Samstagabend in einem Großstadtkino hat dagegen nur 11,03 € gekostet. In meiner Stadt zahle ich unter der Woche 8,00 € für einen Kinobesuch, am Wochenende 10,00 €. In der nächstgelegenen Großstadt sind die Wochenendpreise zwar etwas höher, dafür sind die Vorstellungen an den Kinotagen unter der Woche sogar günstiger als bei uns.
 
Meine 2D-Vorstellung am Samstagabend in einem Großstadtkino hat dagegen nur 11,03 € gekostet. In meiner Stadt zahle ich unter der Woche 8,00 € für einen Kinobesuch, am Wochenende 10,00 €. In der nächstgelegenen Großstadt sind die Wochenendpreise zwar etwas höher, dafür sind die Vorstellungen an den Kinotagen unter der Woche sogar günstiger als bei uns.
Jo, ich hab schon gemerkt dass die „Cinestar“ Kette da ordentlich zulangt. Was sie machen kann, weil es hier keine Alternative gibt. Das nächste Kino in der nächstgelegenen Nachbarschaft ist - Überraschung - auch ein „Cinestar“.

Ich hab aber auch gemerkt dass die Preise online deutlich günstiger sind, also wer da noch an der Kinokasse kauft ist selber schuld. Wobei mich selbst dann noch „Obsession“ 14,90€ am Freitag gekostet hat.
 
Ist halt um so bemerkenswerter wenn man bedenkt dass z.B. die 3D Vorstellung vom neuen „Spider-Man“ bis zu 19,50€ an der Abendkasse kostet. Zumindest in meinem Kino.

Dann macht man eben anderswo Abstriche. Ich bin zB nicht mehr bereit, die unverschämten Gastropreise mitzutragen (9€ für ein großes Soda Zitron und ein Mineralwasser). Wenn ich fett ausgebe (aber immer noch weniger), dann lieber im Urlaub in Italien, wo ich auch was dafür erlebe, was es im sterbenslangweiligen (sommerlichen) Wien nicht gibt.
 
Ich habe es schon seit Jahren abgeschafft solche extrem teuren Kinotempel zu betreten.
Wir haben im Nachbarort zwei kleine Dorfkinos. Dort sind die Preise im Rahmen.
Gut , dort kann man keinen Hamburger oder Hot Dog essen. Damit kann ich leben.
Beim einen Kino ist sogar eine Pizzeria angeschlossen. Da kann man dann anschließend essen oder vorher wenn man möchte.
In beiden Kinos gibt es natürlich auch Snacks und Getränke. Und wie gesagt zu Preisen die im Rahmen sind. Da bekommt man ein Bier oder einen Äppler für 1, 80 Euro.
Und auch die Zahl der Besucher ist übersichtlich. Vorallem wird es dort meist sofort unterbunden wenn jemand während des Films mit dem Handy spielen muss.
Und es gibt maximal 5 Minuten Werbung.
Was will man mehr ?
 
Im Schatten von Spider-Man hat am Montag auch Glennkill: Ein Schafskrimi eine beachtliche Marke erreicht und sich in Deutschland als 17. Besucher-Millionär des Jahres eingetragen.

Damit hat 2026 bereits nach nur sieben Monaten genauso viele Millionenhits hervorgebracht wie das komplette Kinojahr 2025.
 
Wenn ich mir die aktuelle deutsche Top 20 anschaue, fallen gleich sechs Filme auf, die bereits im Streaming verfügbar sind. Sicherlich spielen dabei auch die zahlreichen Open-Air-Kinovorführungen eine Rolle. Dennoch zeigt sich auch hier, dass sich viele Zuschauer bewusst für das Kinoerlebnis entschieden haben, obwohl sie die Filme längst bequem zu Hause hätten ansehen können.

Platz 10: Glennkill: Ein Schafskrimi (12. Woche/10.445 Besucher)
Platz 11: Michael (15. Woche/10.212 Besucher)
Platz 12: Der Teufel trägt Prada 2 (14. Woche/9.462 Besucher)
Platz 16: Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke (27. Woche/5.870 Besucher)
Platz 17: Extrawurst (29. Woche/5.649 Besucher)
Platz 19: Der Astronaut - Project Hail Mary (20. Woche/4.002 Besucher)
 
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