Entscheidung Problem beim lese?

Darth Soul Daron

grauer Jedi aus überzeugung
Kennt ihr das auch? Ihr sammelt und sammelt und kommt nicht mehr zum Lesen nach?

Oder noch was ihr kauft Bücher oder Comics und wisst nicht wo ihr anfangen sollt?

In den 3 letzten Jahren habe fast nur gekauft selten gelesen.

Die meisten Infos bekomme ich nebenbei über YouTube mit.

Trotzdem kann kaufe ich.

Habt ihr Phasen wo ihr mehr liest als sonst?

Gibt es Bücher wo ihr durch blättert?

Wie könnt ihr euch entscheiden was ihr zuerst liest?

Seid ihr schnell Leser oder genießt ihr bis zum letzten Atemzug?
 
Oh ja das kenne ich auch. Bei mir liegt es mehr an der Lebenssituation (Kinder, Arbeit und Müdigkeit)
Was mir hilft ist mir bewust Raum/Zeit zu schaffen, mache dies zb immer im Zug zur Arbeit, so kann ich jden Tag ca 30-40 Min lesen, und komme so am schluss doch zu einer guten Menge, sprich habe schon einige Bücher so gelesen.
 
Das kenne ich, und zwar nicht nur vom Lesen, sondern auch vom Zocken und von Filmen.

Schon seit ich mit dem Studium fertig bin (also jetzt schon seit über 10 Jahren) kaufe ich mehr Medien als ich konsumiere. Und das liegt nicht unbedingt daran, dass ich weniger Zeit für Medienkonsum hätte als früher (gerade fürs Lesen habe ich z.B. immer noch jeden Abend gut 1-2 Stunden Zeit), sondern eher daran, dass ich nicht nur aufgrund der besseren finanziellen Situation mehr Bücher/Filme/Spiele kaufe als früher, sondern es auch bestimmte Medien gibt, zu denen ich immer wieder zurückkehre. Ich könnte beispielsweise nicht sagen, wann ich das letzte Mal ein Buch gelesen hätte, das nicht entweder im Star Wars-Universum oder im Universum von Warhammer 40K verortet gewesen wäre. Was nicht dazu gehört, bleibt dann auch eher liegen.

Eine Lösung dafür habe ich nicht. Ich bräuchte wohl nur die Selbstdisziplin, nicht bei jeder Neuerscheinung aus FOMO wie ein Bekloppter so schnell wie möglich auf den Kaufbutton zu drücken und erstmal meinen Stapel abzuarbeiten.
 
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Wer von seinem Besitz vereinnahmt wird und sich eines Morgens in Bergen von Zeug wiederfindet und einfach völlig überwältigt davon ist, der sollte sich mal mit Marie Kondo auseinander setzen und ihr Buch "Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert" lesen.

Ich würde dagegen keinesfalls Chuck Palahniuk empfehlen. Die Gründung von anarchistischen Untergrundboxclubs zur Selbsttherapie ist ein wenig zu viel des Guten. ;)

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Ich kaufe tatsächlich kaum Bücher, weil ich irgendwo online was darüber sehe, sondern eher beim Störbern im Buchhandel oder weil ich die Reihe/die Autorin schon kenne und mitbekomme, das was herauskommt. Das führt dazu, dass mein SuB gar nicht sooooo enorm groß ist im Vergleich zu denen anderer Leute, wenn auch natürlich immer noch enorm. Im Buchhandel stöbern kann ich nämlich zeitbedingt nur etwa 1-2 Mal im Jahr. Dazu kommen allerdings manchmal zufällige Flohmarktkäufe.

Wichtig: Bücher sammeln und Bücher lesen sind übrigens unterschiedliche Hobbies!

Ich habe immer Phasen, in denen ich wenig lese, das sind dann stressige Lebensphasen oder aber die Zeit nach für mich besonders guten Büchern. Da mag ich nichts anderes lesen, nichts kommt dann an das davor heran. Das gibt sich dann aber in der Regel irgendwann wieder, wenn mir nach paar Wochen auffällt, dass ich schon lange nichts mehr gelesen habe. Ich entscheide dann aus dem Bauch heraus, entweder ich lese etwas, das ich schon kenne, weil mir gerade danach ist und weil ich das stimmungsmäßig brauche, oder ich stolpere über eins meiner Bücher vom SuB und habe das Gefühl, JETZT ist genau die Zeit dafür. Selten stehe ich auch mal vor den Regalen und "habe nichts zu lesen", aber dann zwinge ich mich meist zu einem Buch vom SuB und oft ist das dann auch eine gute Entscheidung.
 
Kennt ihr das auch? Ihr sammelt und sammelt und kommt nicht mehr zum Lesen nach?
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In den 3 letzten Jahren habe fast nur gekauft selten gelesen.

So ähnlich erging es mir als eingefleischter Sammler in den letzten Jahren des alten "Expanded Universe". Wobei es weniger am "Nicht mehr nachkommen" lag. Die Geschichten haben mich (qualitativ) einfach irgendwann nicht mehr angesprochen. Aber "der Vollständigkeit halber" habe ich trotzdem alles gekauft, was im EU auf deutsch erschien. Das meiste davon blieb ungelesen (Romane zu ca. 50 %, Comics zu nahezu 100 %).
Da war es fast ein Befreiungsschlag, dass Disney das EU 2014 in die "Legends" verbannt und damit mehr oder weniger ausgelöscht hat (dass man aus mangelnder Kreativität schon bald begann, im EU zu wildern und vieles wieder aufzugreifen, ist ein anderes Thema).

In den neuen Kanon bin ich abseits der Filme und Serien nie richtig eingestiegen. Es haben sich zwar - und da sind wir wieder beim Thema - über die Zeit bestimmt wieder so 20-30 Star-Wars-Romane angehäuft, aber gelesen habe ich nur einen kleinen Teil davon, der mich inhaltlich (abgesehen von der "Hohen Republik") wieder nicht sonderlich begeistern konnte.

--> Hier <-- habe ich letztens zu diesem Phänomen mal was geschrieben - ist aber dort untergegangen.


Habt ihr Phasen wo ihr mehr liest als sonst?
[...]
Seid ihr schnell Leser oder genießt ihr bis zum letzten Atemzug?

Früher - bis Mitte/Ende 20 - habe ich sehr viel mehr gelesen. Ich habe Bücher (Star Wars und andere) regelrecht verschlungen. Danach wurde es erheblich weniger. An fehlender Zeit lag es nicht. Ich wurde einfach lesefaul, ohne konkret sagen zu können, warum. Wenn ich die Wahl zwischen einem Buch und der Glotze hatte, war mir Lesen meistens "zu anstrengend".
Wenn ich dann aber mal wieder ein Buch habe, das mich richtig begeistert hat, dann putze ich das innerhalb kürzester Zeit weg. Das passiert bestenfalls 2-3 mal im Jahr. Leider hat es schon seeehr lange kein SW-Buch mehr geschafft, mich derart zu motivieren... Schade.



Ich musste kurz überlegen - aber dann gleich Schmunzeln. Süße Alternative zum PoS ;-).
Bei mir gibt es natürlich auch einen SuB/PoS, aber sooo riesig ist er auch nicht.
Mein Hauptproblem: Wenn ich auf ein Buch stoße, das mir gefällt, dann besorge ich mir meistens gleich mehrere aus dieser Reihe oder vom selben Autor. Wenn die Qualität und/oder meine Begeisterung dann nachlässt, steige ich manchmal wieder aus. Die solchermaßen aussortierten Bücher zählen dann zwar nicht mehr unbedingt zu meinem SuB, erzeugen aber trotzdem ein gewisses Gefühl von "Shame", was dem PoS dann doch wieder seine Berechtigung gibt :P.

Wichtig: Bücher sammeln und Bücher lesen sind übrigens unterschiedliche Hobbies!

Interessanter Aspekt! Dieser lässt sich auf viele Bereiche übertragen, wo man das Gefühl hat, es geht nur noch ums Horten, (An)Sammeln und "Haben" (und ggf. "Zeigen was man hat"). Dazu gehört häufig die Online-Schnäppchenjagd, die sehr schnell in Geldmacherei umschlagen kann in dem Sinne "Sonderangebote leerkaufen und mit Gewinn verticken". Mir kommt dieses Phänomen oft im Lego-Bereich unter, wo ich mich manchmal frage, wann solche Leute zuletzt Freude am Aufbau eines Sets oder einer Eigenkreation hatten.

Als ich damals für mich festgestellt habe, dass mir das EU keine Freude mehr bereitet, habe ich mit dem Sammeln aufgehört (zugegebenermaßen flankiert von Disneys EU-Entscheidung - konsequenterweise habe ich im neuen Kanon aber niemals begonnen, zu sammeln).
 
Seit ich Mitglied der örtlichen Bibliothek bin kaufe ich nur noch in absoluten Ausnahmefällen. Ich versuche auch immer zwischendurch mal zu lesen. Geht auch wenn man in der Küche was rührt, oder auch als Motivationshilfe beim Putzen oder andern Tätigkeiten. immer ein Kapitel, dann wird was gemacht, dann das nächste.

Da ich ein schneller Leser bin und meine momentane Lektüre auch nicht anspruchsvoll im Leseverstehen ist, schaffe ich je nach Seitenzahl und Jahreszeit zwei oder mehr pro Woche.
 
Bis in die 2010er Jahre hinein habe ich sehr viele Bücher gekauft und gelesen. Über Jahrzehnte saß ich fast täglich mehrere Stunden mit einem Buch da, wobei mich mit der Zeit Sachbücher immer mehr interessierten und Romane seltener wurden. Irgendwann ist mir diese Gewohnheit allerdings ziemlich abhandengekommen.

Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich vieles, was mich interessiert, inzwischen sofort im Internet finde oder in Podcasts besprochen bekomme. Die kann ich nebenbei hören und dabei sogar noch etwas im Haushalt oder am Schreibtisch schaffen. Das hat dem Buch gegenüber einen gewissen unfairen Vorteil.

Mittlerweile schrumpft deshalb mein Bücherbestand. Ich habe schon mehrfach aussortiert und gebe nach und nach die Bücher weg, bei denen ich mir beim besten Willen nicht mehr einreden kann, dass ich noch einmal hineinschauen werde. „Das lese ich bestimmt irgendwann noch mal“ ist ja ein schöner Gedanke, aber nach zwanzig Jahren darf man ihm auch mal misstrauen.
 
Hab das Kaufen reduziert und nehme bewusst weniger Bücher mit, wenn ich welche kaufe. Ausnahme ist der Bücherschrank (Straße), da nehme ich auch immer mal was mit, was mich interessiert ^^
Inzwischen lege ich Bücher, die über 2 Jahre unangetastet da stehen auch in einen Bücherschrank.
Lese momentan viel quer, da es viele Sachbücher sind und ich davon manche (Dieser Drang nach Härte) echt nur langsam lesen kann, weil nicht so einfach geschrieben.

Bei Romanen die mich richtig catchen bin ich wesentlich schneller.
Manchmal kaufe ich Bücher, da ske empfohlen wurden (das in der oberen Klammer).
Aber oft greife ich nach einem interessanten Titel und schaue dann, ob ddr Klappentext mich interessiert.

Teilweise suche ich explizit nach Büchern, die ähnlich einem gelesen aein könnten - in Bezug auf Tiefe, etc.
Bin ein großer Fan von Nino Haratuschwili und hab dann tatsächlich Bücher gefunden, die Themen rund um Russland (böse vereinfacht) thematisiert haben.
Zugegeben, 2 von 3 sond noch ungelesen...

Hab Phasen, da lese ich viel, dann wieder wenig oder gar nicht und inzwischen quäle ich mich nicht mehr durch Bücher, wenn sie mich nach spätestens 70 Seiten immer noch nicht in den Bann gezogen haben. Die werden dann schnell aussortiert.

Infos hole ich mir maximal auf der Buchmesse ein, und manchmal mache ich bei Vorablesen.de mit und Gewinne da ein Exemplar. Das verpflichtet mich dann beim Lesen etwas schneller zu sein :D
 
Mittlerweile schrumpft deshalb mein Bücherbestand. Ich habe schon mehrfach aussortiert und gebe nach und nach die Bücher weg, bei denen ich mir beim besten Willen nicht mehr einreden kann, dass ich noch einmal hineinschauen werde. „Das lese ich bestimmt irgendwann noch mal“ ist ja ein schöner Gedanke, aber nach zwanzig Jahren darf man ihm auch mal misstrauen.

Hier erkenne ich mich wieder. Wobei meine Hand beim Aussortieren immer noch sehr zögerlich agiert, weil ich dem Buch, oft nach vielen Jahren, eine zweite Chance geben will -- ich habe durchaus Werke gehabt, in die ich erst reinwachsen-/reifen musste. Manche Klassiker, obwohl Qual, behielt ich, aus rein repräsentativen Gründen (zB den alten Dosto).

Totalausfälle, also Bücher, die mir gar nicht (mehr) gefallen, auch nach langer Zeit nicht, sind sehr selten. Manches war bei erneuter Betrachtung "nur" nicht spannend genug (zB David McCullough), nahm vll. formattechnisch zu viel Raum ein.

Bin als jemand, der romantechnisch eher auf Altes aus war, verstärkt dazu übergegangen, den Schwenk zu zeitgen. Autorinnen zu machen (v.a. nach Frankreich). Isabel Allende, Annie Ernaux, Leïla Slimani, Anne Berest, Francesca Melandri...war schon Interessantes dabei.
 
Mit dem Alter kommt man offenbar auf ganz neue Gedanken. Eine 87-jährige Tante von mir, die seit dem Tod ihres Mannes allein in ihrem geräumigen Haus lebt und nach wie vor sehr gerne liest, möchte inzwischen keine Bücher mehr geschenkt bekommen. Sie macht sich bereits Gedanken darüber, was einmal mit ihrem Haus und all den Dingen darin geschehen soll, wenn sie nicht mehr da ist. Ihren Kindern möchte sie jedenfalls nicht zumuten, sich später auch noch um die Bücher kümmern zu müssen, die sie in ihren letzten Lebensjahren geschenkt bekommen hat.

Interessanterweise habe ich selbst davon profitiert, dass sie vor Jahrzehnten einen Teil ihrer Bücher in meinem Elternhaus zurückgelassen hatte, das schließlich auch ihr Elternhaus war. Ihre Jugendbücher lagerten zusammen mit einem großen Teil ihrer alten Schulsachen in einem Abstellraum. Als Kind und Jugendlicher habe ich dort immer wieder gestöbert, ihre Bücher gelesen und neugierig in ihren Schulheften geblättert. Gerade die alten Schulsachen fand ich spannend, weil sie mir einen Einblick in eine Schulzeit ermöglichten, die damals schon einige Jahrzehnte zurücklag.

Was meine Tante seinerzeit einfach zurückgelassen hatte, war für mich eine kleine Fundgrube. Und während sie heute möglichst wenig hinterlassen möchte, bin ich rückblickend froh, dass sie damals nicht auf denselben Gedanken gekommen ist.
 
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