The Love Hypothesis
Manchmal nimmt Fanfiction recht erstaunliche Wege. So hat es eine Liebesgeschichte zwischen Rey und Kylo Ren inzwischen nicht nur in die Buchhandlungen, sondern auch zu einer eigenen Verfilmung gebracht. T
he Love Hypothesis basiert auf dem Bestseller
Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe der Neurowissenschaftlerin Ali Hazelwood. Angefangen hat das Ganze 2018, also zwischen
Die letzten Jedi und
Der Aufstieg Skywalkers, als Hazelwood ihre Geschichte unter dem Titel
Head Over Feet auf der Fanfiction-Plattform Archive of Our Own veröffentlichte. Aus der ursprünglich für Star-Wars-Fans geschriebenen Romanze wurde später ein eigenständiger Roman, der sich ausgesprochen erfolgreich verkaufte. Reylo hat sich damit gewissermaßen ein zweites Standbein außerhalb der weit, weit entfernten Galaxis aufgebaut.
Dafür mussten Rey und Kylo Ren allerdings ihre Lichtschwerter abgeben und sich an der Stanford University einschreiben. Dort verliebt sich die Doktorandin Olive Smith, hinter der ursprünglich Rey steckte, in den unter Studierenden gefürchteten Wissenschaftler Adam Carlsen, der seine Existenz Ben Solo verdankt. Auch andere bekannte Figuren haben den Umzug ins akademische Milieu geschafft. General Hux wurde zu Tom Benton, Rose zu Anh und Admiral Holdo zu Dr. Aslan. Selbst Snoke hat irgendwie den Weg nach Stanford gefunden. Finn ist ebenfalls vertreten, während Luke Skywalker und Poe Dameron bei der Überarbeitung offenbar keine Anschlussverwendung fanden. Vermutlich waren ihre Qualifikationen für den Universitätsbetrieb nicht ausreichend.
Besonders amüsant ist die Besetzung der Amazon-Prime-Verfilmung. Neben Lili Reinhart aus Riverdale übernimmt Tom Bateman die männliche Hauptrolle. Und der ist im wirklichen Leben ausgerechnet mit Daisy Ridley verheiratet. Da spielt nun also der Ehemann der echten Rey die romantische Version von Kylo Ren. Auf eine solche Pointe muss man erst einmal kommen.
Marco Risch hat sich auf seinem Kanal
Nerdkultur mit dem Film beschäftigt: