Bastion

[Bastion | Bastion Center | NoiTec-Tower | Bankettsaal] Saphenus, Archibald II (NPC), viele weitere SCs

Obwohl nur wenige Minuten verstrichen waren, seit Archibald II den Mund geöffnet und seitdem nicht mehr geschlossen hatte, fühlte es sich für Saphenus so an, als seien viele wertvolle Stunden seiner kostbaren und leider begrenzten Lebenszeit verschwunden. Er spürte, wie ihm mehr und mehr seine Gesichtszüge entglitten, wie seine Hände unruhig wurden und immer öfter feinschlägig in die Richtung seines Lichtschwerts zuckten. Doch dem dicken Menschen, der seinen Blick stur auf die schwarze Augenhöhle des Zabrak richtete und den das sich dort befindliche dunkle Loch nicht im Mindesten zu stören schien, schien das nicht aufzufallen. Er wirkte vielmehr vergnügt, einen neuen Gesprächspartner gefunden zu haben, obwohl sich unter seine Ausführungen nur allzu häufig xenophobe Elemente schlichen. Umso mehr fragte sich Saphenus, warum der Jablogianer in spe überhaupt mit einem Nichtmenschen verkehrte.

„Nun, und von Brentaal Bergbau Inc. Ganz zu schweigen natürlich…“ Archibald II machte eine wegwerfende Handbewegung. Saphenus wurde stutzig. „Brentaal Bergbau?“, wiederholte er und sah den Menschen mit einem großen Auge an. „Ein leider recht bedeutendes Unternehmen. Sein CEO, Albert McCarthy, ist ein alter Studienfreund meiner Wenigkeit und gewissermaßen seit unserem ersten Treffen, damals besiegte er mich mit einem gar unfairen und meiner Meinung nach regelwidrigem Zug im Dejarik, mein Konkurrent. Ich selbst gebe mich zwar nicht mit dem Schürfen von Rohstoffen ab…“, er grunzte abwertend, „…aber wir konkurrieren des Öfteren um Handelsrouten und insbesondere Hafen- und Frachtkapazitäten. Ich habe gehört, seine Tochter ist seit geraumer Zeit verschwunden. Was für eine Tragödie.“ Saphenus nickte langsam. „Eine Tragödie.“, wiederholte er gedehnt. Es entstand eine kurze Pause, in der Archibald II Saphenus musterte. „Mir scheint, als kennt Ihr MCarthy.“ Saphenus antwortete nicht direkt. „Ich hatte das Vergnügen, seine Bekanntschaft zu machen.“, antwortete er dann unverfänglich. Archibald II schien nachzudenken und als er sich wie aus dem Nichts an etwas erinnerte, weiteten sich seine Augen kaum merklich. „Ich habe Gerüchte gehört.“, fuhr er dann fort und senkte verschwörerisch seine Stimme. „Dass seine Tochter gewissermaßen ein Pfand in den Händen einflussreicher Mächte ist. Man munkelt, er habe sich auf einen Geschäftspartner eingelassen, dem er nicht gewachsen gewesen sei.“ Saphenus blieb stumm. „Ist das so?“ „Oh ja. Auch wenn ich natürlich nichts auf Gerüchte gebe.“, sagte Archibald und nickte dennoch energisch. „Wie Ihr schon sagtet: Korriban liegt fernab der großen Handelsrouten. Mir ist davon nichts zu Ohren gekommen.“ „Ist das so?“, wiederholte nun Archibald. Saphenus nickte bestimmt. Archibald II sah Saphenus eindringlich durch das Monokel hindurch an und machte dann eine abschließende Handbewegung. „Ich wünsche McCarthy natürlich dennoch, dass er seine Tochter bald wieder in seine Arme schließen kann. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das sein muss. Aber ich habe natürlich auch nur Söhne.“ Saphenus grinste, obwohl er nicht wusste, ob es wirklich als Scherz gemeint war. Archibald II nahm einen Schluck aus seinem Glas und Saphenus nutzte die Gelegenheit, den Blick schweifen zu lassen. Dabei fiel ihm eine Gestalt ins Auge, die seine Aufmerksamkeit erregte.


„Wenn Ihr mich entschuldigen würdet…“, sagte Saphenus nun und wartete gar nicht erst auf eine Antwort. Langsam humpelnd bahnte er sich seinen Weg durch die Menge, wobei er die abschätzigen Blicke, die von Zeit zu Zeit auf ihm landeten, nicht weiter beachtete. Der Mann, den Saphenus taxierte, stand mit dem Rücken zu ihm. Er war in Begleitung von drei durchaus sehr hübschen Frauen, die jedoch nicht Saphenus‘ Interesse erregten. Ebenfalls bei ihm war ein weiterer männlicher Mensch sowie der Gastgeber und gewissermaßen Star des Abends, der Hammer höchstselbst. Saphenus hatte das Dossier, das Lom Fey ihm zusammengestellt hatte, überflogen und er musste zugeben, dass Zions Statur in der Tat beeindruckend war. Saphenus minimierte seine Präsenz in der Macht und stützte sich mit einer Hand auf seinem Gehstock ab, als er die Gruppe erreicht hatte. Die andere legte er in einer anmaßend freundlichen Geste auf die Schulter von Agustin Prada, ehemals Gouverneur von Dubrillion und nun Sektoradjudant. „Mein alter Freund.“, sagte Saphenus und lächelte. „Es ist mir eine Freude, Euch wiederzusehen. Und mir scheint, als wäre Euer Talent dafür, die richtigen Leute um sich zu scharen, nur größer geworden. Ich bin gleichermaßen beeindruckt und neidisch.“


[Bastion | Bastion Center | NoiTec-Tower | Bankettsaal] Saphenus, Agustin, Aren, Adriana, Abella, Valeria, Darth Zion, Maximilian Von Janetschko, diverse andere
 
Bastion - NoiTec-Tower - Etage 66 - Saal des galaktischen Handels - Graf Sturn, Brianna, Lady Adria, Darth Angelus, Venris, Darth Nergal, Darth Keebo, Darth Zion, Sera, Odile, Agatosh, Treeya, Kira und Kayn abseits

Kira beobachtete die Anderen und nahm sie alle unter die Lupe. Alle waren in Gespräche verwickelt und die Veranstaltung an sich war ziemlich langweilig. Keine besondere Musik, keine direkten Auftritte, keine wirkliche Unterhaltung. Es blieben nur Alkohol und Essen. Immerhin war dies ganz passabel. Kira nahm sich noch eines der teuren und hübsch dekorierten Häppchen und sah dann wieder zu Brianna rüber und fixierte sie beinahe schon unangenehm. Sie durfte ihren bedrohlichen Blick ruhig bemerken. Immerhin schuldete sie ihr noch einen Trainingskampf. Sie spuckte immer so große Töne und doch wirklich in Aktion hatte sie die Frau seit ihrer letzten Begegnung auf Korriban noch nicht gesehen.
Währenddessen hörte sie
Kayn zu und musste schließlich grinsen.

"Wie erbärmlich! Ich denke und hoffe doch, dass du zu etwas größerem bestimmt bist, als ein Erbe anzutreten und eine kleine Gemeinde zu führen. Die dunkle Seite bietet dir so viel mehr und öffnet dir weit aus größere Macht, als nur über eine lausige Gemeinde."

Spottete Kira verächtlich und musste dann abermals kurz gehässig grinsen, als er sie fragte, was sie beschäftigte.

"Siehst du da drüben die Echani? Sie heißt Brianna Kae und war einst eine Jedi und ist jetzt eine Sith an der Seite von Sturn, doch wenn du mich fragst, ist sie immer noch eine Jedi und wird es immer bleiben. Sie war einst meine Gefangene. Ich kenne die Echani besser als jeder andere hier und traue ihr nicht. Behalte sie im Auge."

Erklärte Kira mit monotoner Stimme.

"Ich spüre Verrat und kann es nicht beweisen. Noch nicht. Die Wurzel des Verrats muss erst freigelegt werden. "

Kira machte eine kurze Pause.

"Wie du vielleicht weißt, gibt es jedoch auch Verrat unter den Sith. Die Beziehung zwischen Sith-Lehrling und Meister sind symbiotisch, aber sie fußt auf ein zerbrechliches Gleichgewicht. Der Schüler schuldet seinem Meister Treue und der Meister schuldet seinem Schüler Wissen und Stärke. Doch die Verpflichtungen beruhen auf Wechselseitigkeit. Sobald einer von Beiden es versäumt , seinen Teil zu erfüllen, wird es die Pflicht des Anderen, ihn zu vernichten. So verlangt es die Macht und ist hier völlig normal. Wer jedoch wirklich überlebt, obliegt der Stärke in der dunklen Seite."

Wieder folgte eine Pause und Kira verschränkte ihre Arme vor ihrer Brust.

"Doch bei der
Ex-Jedi sehe ich den Verrat direkt am Imperium und dem Sith-Orden, falls sie entsagt und uns und vor allem Janus blendet und damit dem Orden schadet. Wohl möglich mit wichtigen Informationen zum Jedi-Orden zurückkehrt."

Erklärte Kira weiter. Janus war ihr auch nicht mehr loyal. Schon alleine durch den Machtwechsel. Er stand jetzt über ihr und Kira würde sich nehmen was ihr zustand, wenn die Zeit dafür reif war. Doch dies war eine andere Geschichte. Immerhin hatte sie einst ein Meister-Schüler-Band verbunden.

"Etwas komplizierter gestalteten sich Familiengeschichten. Weißt du, dass ich eine Tochter habe?"

Erzählte Kira weiter und nickte kurz rüber zu Adria, welche die Frechheit besaß ,sich ihrem Befehl zu widersetzen. Noch war sie nicht zu ihr gekommen.

"Hast du schon gehört, dass Darth Keebo es geschafft hat eine Jedi-Rätin einzufangen und hier nach Bastion zu bringen? Wirklich beeindruckend und doch schöpft man nicht den wahren Spaß der ganzen Sache aus. Ich befürchte man versucht auch sie zur Dunkelheit zu bekehren, statt sie zu foltern und wichtige Informationen aus ihr heraus zu bekommen und ihre Freunde und Jedi-Zöglinge durch ihre Pein leiden zu lassen. Wie siehst du das mein , Schüler? Kann man einen Jedi bekehren? Vor allem eine Jedi-Rätin? Glaubst du an deren volle Loyalität für die Sith und das Imperium?"

Fragte Kira, um einerseits herauszubekommen wie aufmerksam Kayn bezüglich der Ereignisse im Sith-Orden war und welche Meinung er vertrat.

Bastion - NoiTec-Tower - Etage 66 - Saal des galaktischen Handels - Graf Sturn, Brianna, Lady Adria, Darth Angelus, Venris, Darth Nergal, Darth Keebo, Darth Zion, Sera, Odile, Agatosh, Treeya, Kira und Kayn abseits
 
Bastion - Sith-Tempel – Domäne der Oberen – Janus' Domizil, Eowyns "Zimmer", alleine

Sie konnte nicht schlafen.
Natürlich schlief sie nicht gut, seitdem sie hier war - ganz überraschenderweise. Aber heute war es besonders extrem. Das Licht brannte wieder einmal durchgängig, was aber nicht der einzige Grund war, weshalb sie wach lag. Die Dinge in ihrem Kopf begannen langsam, überhand zu nehmen. Die verfluchte Taktik der Sith war nicht ganz so fruchtlos, wie sie gehofft hatte, und das, obwohl sie sie durchschaute, obwohl sie das alles rational
wusste.
Aber es war Nacht, da half die Tageshelle in ihrem Zimmer nicht darüber hinweg. Nachts war alles... größer. Und gefühlt war die Atmosphäre im Sith-Tempel dauerhafte Nacht. Sie wusste es. Sie wusste es - und das machte sie verrückt. Wie konnte man rational gleichzeitig begreifen, wo das Problem lag, und sich doch davon beeinflussen lassen?!


Saphenus' letzter Besuch ließ sie nicht los. Manche seiner Worte wurden in ihrem Kopf größer und größer, obwohl sie zu Beginn sogar noch darüber gelächelt hatte. "Ihr wärt eine brillante Sith geworden"... Wie hatte er das gemeint? War sie zu instabil, war sie zu emotional? Der Sith hatte sie nah an den Rand ihrer Selbstbeherrschung gebracht. Hatte er das gemeint? Oder hatte er tiefer geblickt, hatte er Dinge gesehen, die sie nicht sah? Die auch Ian nicht gesehen hatte? Oder die Ian vielleicht gesehen, aber nie angesprochen hatte? War sie zu arrogant, zu glauben, diese Anlagen wären in ihr nicht vorhanden? Arroganz konnte ein erster Schritt zur dunklen Seite sein...
Eowyn drehte sich auf den Rücken, starrte zur Decke. Jede Bewegung wurde beobachtet, rief sie sich ins Gedächtnis. Ob sie nicht so tun sollte, als würde sie schlafen? Besser wäre es wohl. Keine Angriffsfläche bieten... Aber sie war zu müde. Zu müde, um etwas vorzuspielen. Hatten sie sie also schon?
Das durfte sie nicht zulassen. Ebenso wenig, wie sie zulassen durfte, dass Saphenus sie noch immer verfolgte. Doch seine Worte... "Vielleicht verlasse ich gleich Euer wunderschönes Zimmer, streife durch den Tempel und suche einen Jünger, der aussieht wie Ihr. Dann lasse ich ihren Kopf zu Euch bringen." Das war nur so dahingesagt gewesen. Oder? Selbst wenn. Es wäre nicht ihre Schuld. Nicht. Ihre. Schuld. Verdammt noch mal. Außerdem... warum sollte er das tun? Als ob er noch eine Sekunde an sie verschwenden würde, sobald er das Zimmer verlassen hatte. So wichtig war sie nicht. Immerhin etwas... Sie sollte nicht mehr daran denken. Es war unwahrscheinlich. Ziemlich sogar. Aber sie kam nicht davon los. Von nichts. Sie sprang von Satz zu Satz - wurde sie einen los, holte der nächste sie ein. "Was habt ihr Jedi schon erreicht?" Ja, was? Was, verflucht? Selbst Coruscant war nur eine List gewesen. Sie kämpften und kämpften, doch am Ende... verloren sie immer. Immer und alles. Als ob Ian und sie hier beide heil herauskommen würden. Das war Irrsinn... Die Liebe ihres Lebens, und sie war so blind gewesen. Warum hatte sie alldem zugestimmt? Er würde sich verlieren, würde kämpfen und seinen Ansprüchen nicht genügen... Die Jedi hatten wahrlich nichts erreicht. Nicht einmal diese Beziehung hatten sie akzeptieren können. Und gegen das Virus waren sie ohnehin machtlos. Sobald das hier alles scheiterte... falls es aufflog... dann würde wieder Krieg herrschen. Und der verrückte Noghri würde alles daran setzen, sein begonnenes Werk zu Ende zu führen. Sicher, es hatte schon immer irgendeinen Imperator gegeben, doch dieser... war
noch ehrloser als Phollow, Arthious oder Ferit es gewesen waren. Die Jedi hatten also allenfalls erreicht, dass ein Irrer auf dem Thron des Imperiums saß.

Sie wollte schlafen. Sie wollte schlafen, ohne an all diese Dinge zu denken. Kurz überlegte sie, duschen zu gehen, oder ein wenig auf der Stelle zu hüpfen, doch eigentlich... wollte sie nur schlafen. Und sich nicht noch wacher machen, als sie ohnehin war.
Eowyn drehte sich zur Seite und zog die dünne Decke über ihren Kopf. Dunkelheit... zum Glück nicht so sehr, dass sie Panik bekam, und man konnte nicht sehen, was sie tat. Ob man sie gleich stören würde, verhindern würde, dass sie so Zuflucht suchte? Möglich. Aber bis dahin... sie bekam schwerer Luft unter der Decke, doch das spielte keine Rolle. Zum ersten Mal seit sie hier war hatte sie das Gefühl, zumindest ansatzweise so etwas wie Privatsphäre zu besitzen. Doch das half wenig, wenn der verrückte Sith sie nicht losließ. "Wie könnt Ihr es rechtfertigen, mich nicht zu richten?!" Ja, wie konnte sie? Feige, hatte Saphenus sie genannt... Sie
war feige. Zu feige, um ihn im Ernstfall zu töten, zu feige, andere dadurch zu schützen. Und sie war eine Jedi? Eine Schatten? Aber das, genau das war es doch, was die Jedi von den Sith unterschied... Waren Jedi also grundsätzlich feige? Sie wusste, wie richtig es war. Sie wusste, was geschah, wenn sich zu viel Macht sammelte. Wenn wenige Individuen überzeugt waren, das Richtige für viele zu entscheiden. Diese Gedanken waren gefährlich... und v-e-r-f-l-u-c-h-t, sie wusste, wie gefährlich. Sie wusste es. SIE WUSSTE ES.

Eowyn versuchte, tief durchzuatmen. Sich zu beruhigen. Das hier führte zu nichts. Saphenus hatte sie längst vergessen... Und seine Worte waren nur die eines Verrückten, der psychisch instabil war. Ian. Sie musste an Ian denken... Das hatte sie sich doch vorgenommen. Sich an ihn zu halten. An sein liebevolles Wesen, sein Lächeln, seinen Humor, an all das, was sie an ihm liebte... Sie spürte den gefälschten Verlobungsring an ihrem Finger, den sie noch immer nicht abgenommen hatte. Sollten sie doch glauben, dass sie verrückt war... sie brauchte ihn. Ihn und Ian, um hier, in dieser dunklen Atmosphäre, nicht durchzudrehen. Wie sie es eben schon beinahe tat.
Eine Träne löste sich aus ihrem Augenwinkel, sie konnte sie nicht zurückhalten - und bemühte sich auch nicht so sehr wie sonst, da sie ausnahmsweise die Freiheit hatte. Niemand sah ihr Gesicht. Niemand würde sehen, dass sie weinte, dass sie Schwäche zeigte... Es war mühsam, so mühsam, jede
Sekunde die starke Jedi zu mimen, eine Frau, die eine ehrenwärte Rätin war, die diesen Rang mit Würde und Stolz trug... Weitere Tränen lösten sich, und Eowyn gestattete sich, sie einfach laufen zu lassen. Vielleicht ahnte man, was sie unter der Decke tat... aber so lange es niemand sah, spielte es keine Rolle. Aber morgen, wenn draußen Tageslicht zu sehen sein würde, würde es sich schon besser anfühlen. Sie musste schlicht nur die Nacht überstehen. Und dann gestärkt in einen neuen Tag starten.

Bastion - Sith-Tempel – Domäne der Oberen – Janus' Domizil, Eowyns "Zimmer", alleine
 
[Bastion-System | Bastion | Center | Etage 66 des NoiTec-Tower | Bankettsaal | Janus, Brianna, Adria, Darth Angelus, Venris, Darth Keebo, Kira, Darth Zion, Sera, Odile, Venris, Agatosh, Nergal, Saphenus, Kayn

Egos, die mit Säbelrasseln und Donnern aufeinander prallten, ideologische Differenzen, die nahtlos in persönliche Streitigkeiten übergingen, verletzter Stolz und Wettstreite, es war wirklich alles vorhanden, was der Dunklen Seite im Übermaß Stärke verlieh. Janus ließ zu, dass sich seine feinen Lippen in einem schmalen Lächeln kräuselten, als er in der Macht hinausgriff und die Atmosphäre unter den Anwesenden kostete wie einen lange gereiften und nun endlich zum Trinken bereit gestellten Wein. Mochten Außenstehende auch den Eindruck haben, dass sich die Sith selbst zerfleischten – was nicht ganz falsch, aber auch nicht ganz richtig war – so war die Folgerung, dass sich der Orden dadurch zwingend selbst schwächte, ein Fehlschluss. Neid und Hass waren effiziente Triebfedern, um seine Rivalen überflügeln zu wollen, und das ließ neue Bündnisse und Ambitionen entstehen. Pakte wurden geschmiedet und gebrochen, Allianzen zerfielen oder erneuerten sich, und aus dem Chaos entstand eine neue Ordnung, in der die Stärksten und Klügsten die Zügel in der Hand hielten. Janus gedachte, den Sturm so weit es möglich war aus sicherer Entfernung zu beobachten, wenn nötig hier und da diskret zu intervenieren und aus den Trümmern und der Asche als Sieger hervorzugehen. Das galt im großen wie im kleinen Rahmen, auch an diesem Ort, und so präsentierte der Dunkle Lord eine demonstrativ glatte und ruhige Maske, eine Fassade weltmännischer Gelassenheit, in der sein Rang und seine Stellung zum Ausdruck kamen. Der blasse, elegant gekleidete Aristokrat stand über vielen Anwesenden, ihre Ränke und Konflikten tangierten ihn lediglich peripher, also konnte er sich einen gewissen Großmut leisten. Und wie viele interessante Dinge er so erfuhr! Amüsiert nahm Janus zur Kenntnis, dass Brianna versuchte, die Auseinandersetzung mit Adria und ihrem Meister nicht weiter eskalieren zu lassen, erstere hingegen machte den Eindruck, es mit ihrem gehässigen Spott gerade auf eine solche Eskalation anzulegen. Die gezischten Beleidigungen wurden noch persönlicher und schließlich wurde das Nexu am Schwanz gepackt und aus dem Sack gezogen: Briannas Vergangenheit als Jedi kam ans Licht. Janus unterdrückte ein leises Seufzen, als er spürte, wie sich Wut und Verachtung im Raum breit machten, und als seine Schülerin ihn kurz an sich zog und sich dann mit Odile etwas vom Geschehen löste, signalisierte der Graf mit einem Nicken und einer Berührung in der Macht, dass seine Gunst ihr weiterhin sicher war. Nachdem sie sich entfernt hatte, ließ sich Janus von einem livrierten Diener ein neues Glas reichen – gerade schien das nötig zu sein, und nicht nur, um in den Todeswunsch gegen die Feinde des Imperiums einstimmen zu können. Geschickt hob der Dunkle Lord sein Glas, ein Lächeln auf den Lippen und den Hauch eines Funkelns in seinen grünen Augen, doch seine Stimme blieb aalglatt.


„Auf den endgültigen Untergang des Jedi-Ordens und aller Feinde unseres geliebten Reiches.“


Janus gestattete sich einen Schluck und genoss das leichte Prickeln, dass das Getränk auf seiner Zunge hinterließ, bevor er sich wieder gänzlich den Anwesenden zuwandte. Lord Nergal, der sich zu ihnen gesellt hatte, begann ein Gespräch mit Adria, das gleichermaßen Geschichtsstunde wie Erkunden ihres Stammbaums war. Es stellte sich heraus, dass der hünenhafte Sith ihren Vater recht gut gekannt und einst an dessen Seite gestritten hatte. Janus verzichtete auf die spitze Anmerkung, dass angesichts von Kiras Liebesleben vielleicht gar nicht so klar war, wer nun genau damit gemeint war, aber statt Worten ließ lediglich das kurze Aufblitzen seiner Zähne Vermutungen über den Gedanken zu, der ihm durch den Kopf ging. Er musste nicht den Finger in die Wunde legen, wenn andere es taten, und der Graf musste ein hämisches Lachen unterdrücken, als Nergal schließlich verkündete, dass er einst den Vater der jungen Frau erschlagen hatte – zusammen mit dem Imperator – eben jenem Herrscher, der hier so vollmundig gepriesen wurde. Janus genoss die bitterböse Ironie in dieser Situation und kurz senkte er seinen Kopf, um das diabolische Lächeln zu verbergen, dass an seinen Mundwinkeln zupfte. Lord Nergal setzte zu einer langen Erklärung an, die diese Tat in den Kontext der größeren ideologischen und philosophischen Differenzen im Orden rückte, und als er mit seinen Ausführungen – die durchaus fundiert waren, wie Janus anerkennend feststellte – zu einem Ende kam, reagierte der schlanke Fastmensch mit dezent-höflichem Applaus.


„Erneut: Wohl gesprochen. Weise Worte, die nicht nur verständlich machen, warum wir uns heute in der Situation befinden, in der wir uns befinden, sondern hoffentlich auch ein gewisses Maß an...Trost spenden. Es muss hart sein, es auf diese Weise zu erfahren. Wirklich hart. So notwendig die innere Reinigung unseres Ordens auch ist, so schmerzvoll kann sie manchmal auch sein. Aber wir lassen nicht zu, dass dieser Schmerz unsere Handlungsvermögen einschränkt, nicht wahr? Schließlich sind wir Herren unserer Gefühle, nicht ihre Sklaven.“


Jedenfalls manche im Dunklen Orden, fügte Janus mit höflicher Geringschätzung hinzu. Die blindwütigen und tobenden Kreaturen, die sich Sith nannten, hatten zweifellos ihren Nutzen – beispielsweise als Schilde zwischen ihm und den Feinden des Imperiums – aber sie waren auch schrecklich langweilig und für höhere Zwecke einfach nicht zu gebrauchen. Bedauerlich, fand der Graf, aber nicht zu bedauerlich. Die Spreu wurde vom Weizen getrennt, so war der Lauf der Dinge. Entsprechend guter Dinge wandte sich Janus Darth Angelus zu, als dieser in seine Nähe trat und ein persönliches Gespräch mit ihm begann. Die Miene des Grafen blieb aalglatt, sein Lächeln höflich-charmant, und als er schließlich zu einer Antwort ansetzte, war seine Stimme ruhig, ein angenehm sonorer Klang, gewürzt mit dem leichten Akzent seiner Heimatwelt Taris. Darth Angelus hatte einige interessante Punkte angesprochen und es war deutlich, dass sie recht unterschiedliche Ansichten hatten, was die Jedi anging, aber da der Krieger höflich geblieben war, entschied Janus, diese guten Manieren zu honorieren. Er machte eine kurze Pause, um die Worte verhallen zu lassen, und nickte dann, ein ernstes, nachdenkliches Nicken, das signalisierte, dass er die vorgebrachten Argumente nicht einfach vom Tisch wischen würde.


„Ich kann gut nachvollziehen, dass Euch die Anwesenheit von ehemaligen Jedi – ganz besonders in einer solchen Stellung – verwundert. Vielleicht auch mehr als das: Dass sie Euch empört. Eine natürliche Reaktion, und eine, die Euer ehemaliger Meister in der Tat wohl teilen würde. Darth Sting ist ein außergewöhnlich fähiger Jäger und niemand, der zögern würde, sich einem Feind zu stellen. Das habe ich selbst erlebt und zu schätzen gelernt, als er an meiner Seite jagte. Aber wie ich ist er auch jemand, der seine Feinde niemals unterschätzt, der sie gründlich studiert und nur die Kämpfe austrägt, die wirklich notwendig sind. Wer weiß...vielleicht würde er also doch nicht gehen, sondern die Gelegenheit nutzen, seine Beute genauer in Augenschein zu nehmen.“


Janus schenkte dem anderen Sith ein beinah konspiratives Lächeln und trank einen Schluck, eine weitere kleine Kunstpause, als er einen Blick in Richtung von Brianna warf, die gerade in Richtung von Darth Keebo unterwegs war. Aufmerksam lauschte er den Ausführungen, die sein Gesprächspartner zu den Yevethanern vorbrachte, und schließlich nickte Janus, bevor er antwortete.


„Die Frage sei Euch gestattet, Darth Angelus. In der Tat hat Seine Majestät bis jetzt keine Einwände gegen mein Vorgehen erhoben, und ich wage zu behaupten, dass dies einen bestimmten Grund hat. Ob ich mit Verrat rechne? Natürlich. Verrat ist die Natur der Dunklen Seite, und ein Meister, der von seinen Schülern vernichtet wird – ob diese nun einst Jedi waren oder nicht – muss sich den posthumen Vorwurf gefallen lassen, nachlässig gewesen zu sein. Diese Gefahr ist kein Fluch, sondern ein Segen: Sie schärft unsere Sinne und unsere Wachsamkeit, sie treibt uns an, uns weiter zu entwickeln, um nicht überflügelt zu werden.“


Der Graf gestattete sich ein leises Lachen, als er den Blick des anderen Mannes kurz in Richtung seiner eigenen Schülerin lenkte. Nein, kein Meister war vor Verrat und Betrug geschützt, gleichgültig, was er glauben mochte.


„Was mich direkt zu Eurem zweiten Punkt bringt. Zweifellos könnten wir die Jedi auf die Art und Weise bezwingen, die ihr im Sinn habt. Alle Anhänger des Hellen Ordens erschlagen, ihre Tempel niederbrennen, ihre Schriften vernichten, die bloße Erwähnung ihres Namens unter Strafe stellen. Ich will nicht in Abrede stellen, dass dies funktionieren könnte – für eine Weile. Denn Ideologien und Ideen sind wie ein Virus, wie ein Parasit, den man niemals gänzlich ausrotten kann...es sei den, man stellt ihnen eine stärkere Idee gegenüber. Ich will die Jedi vernichten, ja. Nicht für ein Jahrzehnt, ein Jahrhundert, oder ein Jahrtausend. Sondern für alle Zeit. Und das erreicht man am Besten, indem man sie von innen heraus zerstört, ihr Vertrauen ineinander – und das Vertrauen der Galaxis in sie – untergräbt, indem man ihre Lehren korrumpiert und diskreditiert. Ihre Stärke wird zu unserer Stärke werden. Ihre Erfolge werden zu unseren Erfolgen werden. Schlussendlich werden ihre Vorstellungen so schwach und erbärmlich sein, dass sich niemand mehr für sie begeistern kann, selbst wenn man sie wieder entdecken sollte. Ihr seht also, Darth Angelus: Unsere Ziele sind die gleichen. Nur die Methodik unterscheidet sich. Und ich freue mich darauf, herauszufinden, welche sich schlussendlich als die effizientere erweisen wird. Betrachten wir es doch als eine Art...hm, sportlichen Wettbewerb.“


Der Dunkle Lord hatte keinen Zweifel daran, dass sein Ansatz – so elegant, so weitsichtig, so subtil – der Bessere war. Aber das musste er seinem Gesprächspartner ja nicht auf die Nase binden. Die Geschichte würde ihm so oder so Recht geben...immerhin würde er sie schreiben. Ein Gedanke, der erneut ein Lächeln auf die Lippen des Grafen zauberte...


[Bastion-System | Bastion | Center | Etage 66 des NoiTec-Tower | Bankettsaal | Janus, Brianna, Adria, Darth Angelus, Venris, Darth Keebo, Kira, Darth Zion, Sera, Odile, Venris, Agatosh, Nergal, Saphenus, Kayn
 
Bastion - Bastion Center - NoiTec-Tower - Saal des galaktischen Handels - Darth Angelus, Adria Guldur, Janus Sturn, Darth Nergal, Brianna Kae, Odile Lemaire, Venris Traja, Agatosh, Treeya Reed

Es hätte den Krieger nicht großartig verwundert, wenn Graf Sturn gereizt und angespannt auf seine Worte reagiert hätte. Bei aller Selbstüberzeugung und der Ritterschaft im Orden des Imperators trennten die beiden Sith, Darth Angelus und Janus Sturn, immer noch Ränge und nicht jeder vergleichsweise frische Krieger hätte es gewagt, in dieser mehr oder weniger offensiven Weise an den Sith-Lord heranzutreten. Der Ritter wusste dies und verlieh seinen Bemerkungen mehr Respekt und Höflichkeit, als er es bei einem Sith niederen Ranges getan hätte, der auf eine Feierlichkeiten zu Ehren des imperialen Ritterordens ein Mitglied der Jedi herangeschleppt hat. In diesem Gehabe erkannte der Krieger nichts als Dreistigkeit und Nachlässigkeit, jedoch war er gespannt auf die Erklärung seines mächtigen Gegenübers, die prompt folgte. Zunächst nickte Graf Sturn, was schon einmal ein positives Signal aussendete, ehe er das Wort ergriff und sein Verständnis für die Verwunderung Darth Angelus' äußerte. Was ihn überraschte war die Tatsache, dass Sturn seinen Meister offenbar kannte und ebenfalls schon das Vergnügen hatte, an dessen Seite zu jagen. Nun war es der Krieger, der nickte und den Grafen aufmerksam beobachtete und seinen Worten lauschte. Seine fremdartigen Gesichtszüge waren schwer zu lesen und die Fassade des aalglatten Aristokraten kaum aus der Ruhe zu bringen. Janus Sturn hätte zuvor auf zahlreiche Provokationen und verbale Ausfälle Adrias reagieren können, doch stattdessen überspielte er seinen ganz bestimmt aufkeimenden Unmut und sorgte in letzter Konsequent dafür, dass sowohl die junge Guldur, als auch seine Schülerin Brianna sich vor der versammelten Belegschaft mehr oder weniger selbst entlarvten. Eine Lektion für beide, insbesondere die junge Frau unter seiner Führung, die wahrscheinlich sogar irgendwie von langer Hand geplant war. Warum sonst hätte er die beiden Frauen bereits bei der Fahrt zu den Festivitäten miteinander konfrontiert, wenn Sturn doch ganz genau wissen musste, dass Brianna Adria und ihre ominöse Mutter bereits kannte und umgekehrt die Ritterin wusste, dass es sich bei der selbsternannten Echani-Kampfkunstmeisterin um eine Jedi handelte? Gemeinsam mit der Erkenntnis, dass Sturn mit Sting gemeinsam gejagt hatte, schwand der enttäuschte Unmut Darth Angelus' gegenüber dem Grafen also wieder eine Spurt weit, während der Respekt vor ihm wuchs. Vor allem der letzte Punkt gab dem adeligen Krieger ein wenig zu denken; vielleicht hätte sein Meister tatsächlich anders reagiert, als er vermutet hätte? Darth Sting war ein unberechenbares Individuum und jeder Versuch, seine Handlungen vorherzusagen, quasi sinnlos. Mit dem Gedanken an die Zeit unter Sting erwiderte der Ritter das glatte Lächeln seines Gegenübers:

"Ein guter Punkt. Wo Ihr doch gemeinsam mit meinem Meister auf Jagd wart, habt Ihr vermutlich festgestellt, dass er zuweilen unberechenbar handelt. Ich kann mich noch genau an meine erste Unterweisung erinnern, die direkt die Jedi betraf. Auch wenn Darth Sting sie verachtet, respektiert er ihre Fähigkeiten im Kampf. Und auch wenn ich mir beim besten Wille nicht vorstellen kann, dass Eure Schülerin fünf Sekunden gegen ihn in seiner jetzigen Form überstehen würde, könnte es sein, dass er eine Art Interesse entwickeln würde. Genauso wie ich."

Die nun folgende Antwort auf das Thema das Verrates und die Ideologien ihrer Feinde machte Darth Angelus ein wenig stutzig, auch wenn er sich dies in keiner Weise anmerken ließ. Trotz seiner Vergangenheit und der dunklen Taten, die er vollbracht hatte, von denen niemand hier im Saal auch nur ahnte, hatte er seit seiner Aufnahme in den Ritterorden eine Art Ehrenkodex entwickelt, die einen Verrat an Imperator und Verbündeten kategorisch ausschloss. Unter den Sith gab es einige verschiedene Formen, wie etwa den stolzen Krieger, jedoch auch den speichelleckenden Feigling, der seinen Feinden den Dolch in den Rücken rammte und so seine Macht ausbaute. Für die einen war Verrat verpönt, für die anderen ein willkommenes Mittel zum Zweck. Graf Sturn wiederum war sich dessen voll und ganz im Klaren, dass von einem Jedi Verrat zu befürchten war. Was wenn diese Brianna und die andere Jedi, die sie vorhin großspurig erwähnt hatte, nur bei ihm waren, um ein gezieltes Attentat zu verüben und den Sith-Orden damit erheblich zu schaden? Es gab zahlreiche Szenarien und Sturn gab ganz offen und ehrlich zu, mit einem solchen Verrat zu rechnen. Er setzte dem Ganzen sogar noch die Krone auf und meinte, dass die Gefahr des Verrats ihre positiven Seiten hatte, die er dann ausführte. Darth Angelus entging nicht, wie der Adelige mit diesen Worten düster lächelte, und in Richtung Odiles blickte, die sich immer noch mit der Jedi beschäftigte. Von dieser Seite aus hatte der Krieger es noch gar nicht betrachtet; er selbst hatte zu Zeiten seiner Schülerschaft nicht einen einzigen Gedanken daran verschwendet, seinen Meister zu hintergehen. Wie denn auch? Einen solchen Versuch hätte er unmöglich überlebt und selbst wenn, wäre er als feiger Verräter für den Rest seines Lebens gebrandmarkt gewesen. Wie sollte er unter solchen Bedingungen Allianzen schmieden, loyale Verbündete gewinnen, und eigene Schüler ausbilden? Er wäre das perfekte Beispiel dafür gewesen, dass sich ein ehrenloser Verrat auszahlen konnte und demnach selbst ein perfektes Ziel für einen Dolchstoß. Odile wiederum war nur schwer einzuschätzen; sie war durchwegs hedonistisch und wusste, sich mit ihrem natürlichen Charm unter die Haut anderer Leute zu schleichen. Über ihre tatsächliche Loyalität und ihr Ehrgefühl wusste der Ritter quasi nichts, folglich nahm er sich vor, ein fortan viel genaueres Auge auf seine Schülerin zu werfen und sie bei Gelegenheit zu testen.

Mit einem etwas ernsteren, aber nach wie vor geschmeidigen Ausdruck verfolgte Darth Angelus die abschließende Antwort des Grafen auf seine große Frage. Der Krieger genehmigte sich währenddessen einen Schluck des roten Weins und nickte einige Male aufmerksam, fast so, als würde ihn die Antwort des Grafen zutiefst faszinieren. Das tat sie vielleicht nicht ganz, aber zumindest brachte sie nun deutlich mehr Licht ins Dunkel und erklärte, was genau Sturn überhaupt bezweckte. Sein Ansatz war es also, den Feind von Innen heraus zu zerstören, statt im offenen Kampf. Die Jedi mit den Schwächen ihrer Ideologie zu konfrontieren und gleichzeitig mit den Vorzügen der Dunklen Seite der Macht, mit der Freiheit und dem Potential, die eigenen Ketten zu zerbersten, was unter der strengen Doktrin ihres Ordens niemals möglich war. Den Feind mit Höflichkeit töten, statt mit roher Gewalt und mit purem Terror. Graf Sturn war zweifelsohne ein Mann, der die meisten Kämpfe in seinem Leben auf diese Art und Weise anging und der Erfolg gab ihm offensichtlich recht. Der Ritter musterte den Adeligen, wie er dort stand, in seiner feinen Robe und dem selbstbewussten Siegerlächeln stets auf den Lippen. Ja, ohne Zweifel hatte ihn diese strategisch anspruchsvolle Herangehensweise weit gebracht, weiter als beinahe alle anderen Anwesenden im Saal waren. Doch aus Sicht des jungen Kriegers ließ er den entscheidenden Punkt außer Acht: unter den Sith und selbst allen normalsterblichen Imperialen herrschten gänzlich andere Bedingungen, als im Umgang mit radikalen Fanatikern wie den Jedi. Mit Ernsthaftigkeit, Sinn und Verstand ließen sich alle frei denkenden Männer, die ganz pragmatisch nach mehr Macht strebten, um den Finger wickeln. Doch seit Kindesalter indoktrinierte und ideologisch vollkommen verblendete Mitglieder des Jedi-Ordens? Niemals, Darth Angelus hielt es wohl kaum für möglich.

Trotz seiner inneren Auffassung gegenüber der steilen These des intelligenten Sith-Lords, hatte er jedoch nicht vor, es auf eine Diskussion oder gar einen Streit ankommen zu lassen. Genauso wenig wie auf einen 'sportlichen' Wettbewerb, wie der Graf es so schön formulierte. Nein, zumindest nicht offiziell. Wieder lächelte Sturn, was der Ritter respektvoll erwiderte.

„Ein Wettbewerb? Zwischen unseren beiden Ideen - falls man meine überhaupt als solche betrachten kann? Um des Imperators Willen, nein. Im Gegensatz zu Euch, Graf Sturn, bin ich auf diesem Gebiet ein Laie, wenn auch in der Tat ein Überraschter, um ehrlich zu sein. Die Jedi, sowie der Umgang mit ihnen sind für mich komplettes Neuland, zumal die diplomatischen Beziehungen zwischen unserem Reich und der Republik dieses Ordens grundsätzlich schon einmal keinerlei Spielraum für die von mir angesprochene Strategie bieten. Ich bin ein Krieger des Imperators. Es sind die Kriegsschauplätze innerhalb des Imperiums, auf denen ich mich bewege. Es sind unsere Feinde im Inneren, zu deren Vernichtung ich einen Schwur geleistet habe. Solange sich die Jedi also aus unseren Gebieten fernhalten und den Bedingungen des Waffenstillstands gehorchen, sollen sie auf Coruscant ruhig weiter vor sich hinvegetieren. Und wenn es Euch tatsächlich gelingen sollte, die stärksten und talentiertesten unter ihnen zu bändigen und zu bekehren, stellt das nur eine Schwächung unserer Feinde dar, die in jeglicher Hinsicht begrüßenswert ist.“

Wählte er also recht diplomatische und versöhnliche Worte, um ihr interessantes Gespräch auf jeden Fall im Guten enden zu lassen. Es waren die Yevethaner, ihr König Kal Fraan, der Kult des Fleisches und die abtrünnige Sith Darth Zena, auf die er dabei anspielte. Eine beachtenswerte Liste von Feinden im Inneren, die er unter dem Siegel des Imperators allesamt zermalmt hatte. Irgendwelche Spielchen mit den Jedi waren nichts, was ihn momentan interessierte, auch wenn er die Bemühungen des Grafen zur Vernichtung ihrer Ideologie nun doch respektierte. Es war nur noch nicht ein Gebiet, auf dem er sich bewegte, auch wenn er es sich in Zukunft durchaus vorstellen konnte.

„Neben aller Ideologie und falschen Prinzipien sind es schließlich immer noch intelligente und mit ihren Begabungen irgendwo elitäre Lebensformen. Wenn Eure Schülerinnen Eurer Unterweisung nur halb so würdig sind, wie Eure Brianna es hier hat verlauten lassen, werden sie ihre Erlösung in der dunklen Seite der Macht finden und erkennen, dass der wahre Feind dort sitzt, wo sie herkommen.“

...auch wenn er dies für nicht möglich hielt. Der Ritter war fest davon überzeugt, dass der Tag kommen würde, an dem diese beiden Jedi Sturn in den Rücken fallen. Genauso war er aber auch davon überzeugt, dass es ein Leichtes für einen Sith-Lord mit der Reputation des Grafen sein würde, jenen erbärmlichen Versuch mit einer Hand an den Rücken gebunden abzuwehren. Hierbei konnte er es mit einem guten Gefühl belassen, also nickte Darth Angelus dem Sith noch einmal zu, um sich abzuwenden. Es war der Blick auf seine Schülerin Odile und Brianna, ihrerseits Schülerin des Grafen, die ihn jedoch noch einmal Kehrt machen ließ. Denn einen Punkt gab es noch, der ihn etwas zu Denken gegeben hatte, auch wenn es für den Ritter schwer war zuzugeben, dass ihm der Gedanke etwas zusetzte.

„Eine Sache noch…sollte meine Schülerin mit der Ideologie des Feindes liebäugeln, oder aus sonstigen Gründen den Versuch starten, mich zu hintergehen, werde ich sie eigenhändig töten. Der Verrat mag die Natur der Dunklen Seite sein…doch der gnadenlose Umgang mit Verrat ist es genauso. Es ist das Recht des Stärkeren, über jene zu richten, die ihn zu hintergehen versuchen. Und auch wenn wir den Zorn des Imperators fürchten, sollten wir uns stets ein Beispiel an seinem Umgang mit verräterischem Ungeziefer nehmen. Ehre und Ruhm, Heil dem Imperator!“

Es war ein gutes Gefühl, die Wahrheit auszusprechen und zudem eine Möglichkeit, den Grafen von seinem Wert als potentieller Verbündeter zu überzeugen. Denn Darth Angelus duldete keinerlei Verrat. Verrat war nicht in seiner DNA. Janus Sturn musste dies begreifen und verstehen, dass es weitaus unwahrscheinlicher war, von einem ehrenhaften Krieger und Ritter des Imperators hintergangen zu werden, als von irgendeiner dahergelaufenen Jedibrut. Letztlich war es aber nur ein abschließender Hinweis, mit dem Angelus seinem Gegenüber mit einem wölfischen Lächeln das Weinglas zum anstoßen hinhielt.

„Ich muss mich nun empfehlen, Graf Sturn. Es war mir ein Vergnügen, das Wort mit Euch zu wechseln und Eure Sicht der Dinge zu hören.“


Bastion - Bastion Center - NoiTec-Tower - Saal des galaktischen Handels - Darth Angelus, Adria Guldur, Janus Sturn, Darth Nergal, Brianna Kae, Odile Lemaire, Venris Traja, Agatosh, Treeya Reed










 
Bastion - Sith-Tempel – Lernenden - Trainingsraum B-04 – Norag und Lilya(NSC)


Lilya fasste sich an die Seite. Wäre sie ein Mensch, dann hätte sie mehrere blaue Flecken abbekommen. Allerdings waren Schmerzen ein gutes Zeichen. Sie lebte schließlich noch. Dadurch war ihr zumindest vergönnt bei Norag bleiben zu können. Bei seinen Worten nickte Lilya ein wenig. Es war wirklich besser ein paar Schmerzen zu ertragen, als zu sterben. Die anderen Worte ließen Lilya inne halten. Sie wirkte ein wenig irritiert ehe sie verstand, dass der Zabrak nicht wirklich viel wusste über die Bräuche und Eigenheiten anderer Spezies.

“Nun ja… Unsere Lekku sind empfindliche Sinnesorgane. Dazu für viele je nach Länge ein Zeichen für Wohlstand. Allgemein sind sie ein eher intimer Bereich wenn es um Berührungen geht. Und nein. Du hast bisher nichts falsch gemacht. Es geht eher darum sie direkt anzufassen. Das wäre ähnlich als würde ich dir ungefragt an dein bestes Stück gehen…”

Sie grinste frech und deutete auf den Bereich zwischen den Beinen des jungen Zabrak. Ja, sie konnte wieder lächeln und war langsam wieder in der Lage sich zu entspannen. Langsam konnte sie wieder zur Normalität zurückkehren. Doch blieb das Thema eines möglichen Anschließen Norags an Nihani. Jedoch waren die Sorgen unbegründet. Schließlich hatte antwortete Norag ohne größerem Zögern. Mit jedem Wort fiel Lilya ein riesen Stein vom Herzen. Nach und nach schüttelte Lilya aber ihren Kopf.


“Ich denke ihre Füße hättest du nicht geschrubbt. Dafür ist sie zu sehr davon überzeugt, dass wir beide dafür zu unfähig sind…”


Er war also das alte Leben satt. Wusste er denn nicht, dass er immer noch ein paar Sith über sich hatte? Selbst Darth Makhaira konnte manchmal eine regelrechte Sklaventreiberin sein. Zumindest wenn sie einen schlechten Tag hatte. Auf der anderen Seite…


“Das ist eine gute Einstellung! Wir werden nicht zulassen, dass wir wieder Sklaven werden! Ich freue mich, dass du so viel lernst.”


Schließlich half Norag Lilya wieder auf die Beine und diese lächelte dem Zabrak zu. Sie nahm das Übungsschwert von dem Zabrak entgegen und nickte ruhig. Bald würde er sein eigenes Lichtschwert bauen. Ein warmes Lächeln legte sich wieder auf Lilyas Lippen bei der Anmerkung, dass Lilya kein Ärger bekommen solle. Ein netter Gedanke, nur würde sie früher oder später ohnehin Probleme bekommen. In dem Moment als Lilya losgehen wollte um das Lichtschwert weg zu bringen richtete Norag das Wort an die Lethan. Langsam legte sie ihren Kopf schief und nickte sachte bei jedem Wort. Norag hatte wirklich viel durch.


“Wie gesagt… du bist hier um zu lernen… Wenn du deine Ausbildung überleben willst musst du auch sehr viel und sehr schnell lernen. Laut dem was ich gehört habe… Nun ja… Unsere Herrin war die erste und bis heute einzige Schülerin ihres Meisters, die das Ende der Ausbildung geschafft hat. Es ist also scheinbar nicht ungewöhnlich, dass Schüler im Laufe ihrer Ausbildung sterben könnten…”


Allerdings war sich Lilya nicht sicher wie die Ausbildung bei ihrer Herrin sein möge. Was wenn er starb? Nein! Nicht so lange Lilya ihm helfen durfte! Sie würde dem Zabrak bei jeglicher Aufgabe helfen. Sie fiel dem jungen Mann um den Hals und drückte ihn an sich.

“Ich werde aber nicht zulassen, dass du einfach so stirbst!”

Jetzt war es Lilya, die in ihre Worte all die Entschlossenheit legte, zu der sie in der Lage war. Norag würde ihre Unterstützung erhalten. Bis zum Ende! Ob er wollte oder nicht! Lilya war entschlossen alles für den Zabrak zu tun. Nun aber mussten sie los. Schnell packte Lilya die Übungswaffen wieder an ihren Platz und bedeutete Norag ihr zu folgen. Sie ging vor, achtete aber darauf, dass der Zabrak in ihrer Nähe war.

“Wir werden mal schauen, wie du dein Lichtschwert zusammengebaut bekommst. Das Wissen wird sicher irgendwo in der Bibliothek zu finden sein. Ich bin gespannt wo man das finden kann…”

Auch wenn es noch nicht seine Aufgabe war, so würde Lilya schauen dass der Zabrak vorbereitet wäre. In den Gängen ignorierte Lilya die Blicke der anderen Jünger. Es war besser. Einfach um keine Schwäche zu zeigen. Hoffentlich würde Norag nicht durchgängig geduckt umher laufen. Er musste einen gewissen Stolz, eine Stärke ausstrahlen. Eigentlich hatte er alles Recht dazu.



Bastion - Sith-Tempel – Lernenden - Gänge – Norag und Lilya(NSC)
 
[Bastion | Sith Tempel | Domäne der Lernenden | Trainingsraum B-04]
Norag und Lilya [NPC]
Er sah sie an, als sie erklärte, was die Lekku bei den Twi’lek bedeuten. Als sie dann die Lekku den Vergleich machte, mit seinem besten Stück und zwischen seinen Beinen hindeutete, bekam er eine gesunde Gesichtsfarbe und aus Reflex hielt er die Hände schützend davor. Doch da er bemerkte, dass sie es ja nur erklärt hatte, nahm er die Hände wieder verlegen dort weg.

Norag musste leicht lachen, als sie meinte das es wahrscheinlich nicht dazu kommen würde, der anderen Dame die Füße zu schrubben. Er hatte das einfach mit hinein genommen in seinem Satz, weil es dazu passte und es in seinem Kopf vorkam als er darüber nachdachte.

“Na und wenn schon, egal was ich machen müsste, nicht für so eine miese Frau, die meint ihr gehört die Welt… Soweit ich mitbekommen habe ist sie nicht mal Schülerin oder?”

Lilya hatte mal was erwähnt ja, aber es konnte auch bedeuten das es nur darum um seine Meisterin ging. Es hätte ja sein können, das ein anderer Sith sie als Schülerin genommen hätte. Jedoch schüttelte er leicht den Kopf, da es ihn jetzt nicht groß interessieren sollte. Zumindest das er nur daran dachte, es gab im jetzigen Zeitraum auch genug andere Dinge, über die er nachdenken konnte und eventuell auch musste. Und bei der Aussage, das sie genauso denkt, das sie auch nicht mehr zu dem alten Leben zurück wollte musste er grinsen. Sie würden sich nicht unterkriegen lassen, egal was kommen mag!

Nachdem Norag ihr aufgeholfen hatte, musste er bei dem warmen Lächeln der Lethan auch schmunzeln.
Es war schon ein merkwürdiges Dou. Eine rote Twi’lek und ein roter Zabrak, beide recht selten im Universum zu finden, von den Farben her. Und trotzdem haben sich die zwei gefunden. Beide kannten das Leben als Sklaven und daher wussten beide, was sie in etwa durchgemacht haben mussten. Aber nun haben sie sich gefunden und scheinen beide füreinander da zu sein, einander zu helfen und einander zu beschützen.
Bei den Worten der Twi’lek sah er sie an und blinzelte kurz nachdenkend.


“Naja sagen wir es mal so. Ich habe mein ganzen Leben schon auf irgendeiner Art kämpfen müssen, da gibt man so schnell nicht auf. Und wenn ich dann sterben sollte, dann glücklich, da ich Wesen getroffen habe, die mich so nehmen wie ich nun mal bin…”

Er sah kurz hoch zur Decke, leicht in Gedanken versunken. Er sagte das zwar aber irgendwie machte ihn das doch nachdenklich. Was wäre denn wenn er sterben würde? Wäre das dann wirklich so okay aus seiner Sicht? Glücklich war er ja, aber er wollte nicht von Lilya weg. Doch… Würde er das mitbekommen? Diese ganzen Fragen und keiner wusste eine Antwort darauf. Total in Gedanken versunken war er total irritiert als die Lethan ihn plötzlich umarmte und ihn an sich drückte. Etwas irritiert legte er die Arme um sie und musste leicht kichern bei den Worten die sie dann aussprach.

“Keine Sorge, so schnell sterbe ich nicht, vertrau mir…”

Er beendete den Satz schnell, als er merkwürdige Worte in seinem Kopf hatte, die er fast schon ausgesprochen hatte. Sehr seltsam klingende Worte, die er hier und da mal bei anderen Wesen aufgeschnappt hatte.

Und die nächsten Worte ließen seine Augen aufleuchten, er würde lernen ein Lichtschwert zu bauen, wie interessant! Er finde es so oder so total super an Dingen herum zu schrauben und etwas zusammen oder auseinander zu bauen. Daher war er auch froh, dass sein Droide immer noch an seiner Seite war, den er früher aus Schrottteilen zusammen geschraubt hatte.

Und wieder ging es raus zu den anderen Jüngern und Schülern. Na hoffentlich ließen sie die beiden in Ruhe. Norag zog dennoch die Kapuze wieder auf und folgte Lilya auf schnellen Fuße. Er konnte die anderen nicht so leicht ignorieren wie sie es tat. Er hörte hier und da Getuschel und musste dann instinktiv den Kopf etwas senken. Worte wie ‘Schwächling - armselig - jämmerlich’ kamen fast überall vor. Er versuchte den Kopf wieder zu erheben, damit es nicht so rüberkam als würde ihn das angreifen, er durfte keine Schwächen zeigen!

Doch als er den Kopf hob rannte er fast gegen ein Wesen das locker an die 2 Meter groß war. Dieses Wesen hatte sich zwischen die zwei gemogelt und sah den Zabrak an. Als Norag nach oben schaute blickte er in das Gesicht eines Kel’Dor’s.

“Na sieh mal einer an, was die Twi’lek da angeschleppt hat, einen kleinen dürren Zabrak. Wie putzig. Ich glaube ihr habt euch im Gang vertan, die Versager gehören noch ein paar Stockwerke tiefer.”

Ein paar andere Wesen die wohl die Truppe war, von der der Kel’Dor scheinbar kam, fingen an zu lachen. Scheinbar machten sie sich über die beiden lustig. Aber was tun? Er war noch mal um die 20cm größer als er und zudem, hatte er auch mit Sicherheit mehr Kraft als die beiden zusammen. Norag konnte auch nicht wirklich erkennen, wie extrem der andere die Andeutung gemeint hatte, da es sehr schwer war, durch seine Maske im Gesicht, irgendeine Form von Mimik zu erkennen. Da der Zabrak aber wohl zu langsam für den Kel’Dor antwortet fing dieser an ihn so fest zu schubsen, das der gehörte zu Boden ging und nun vor diesem 2 Meter Berg lag. Ja er hatte mehr Kraft als die beiden zusammen. Was sollte er tun?
Denn auch als er aufstehen wollte wurde dieser wieder auf den Boden gedrückt.


“Bleib unten du Wurm! Du hast hier nichts zu suchen! Schwächlinge wie dich ess ich zum Frühstück!”

Wieder kam Gelächter, dieses mal schiene mehr schaulustige da zu sein, die ebenfalls sich darüber lustig gemacht haben, wie schwach der Zabrak war. Ja er hatte eigentlich keine Chancen gegen ihn. Weder in der Körperkraft noch sonst in irgendeiner Form.
Doch als er ihn ansah musste er an Nar Shaddaa denken. Die Tipps die er bekommen hatte. Er hatte genau die Tipps bekommen, die gegen so einen Gegner vom Vorteil sein würden. Doch war es richtig? Es hieß doch Jünger oder Schüler dürften sich nicht bekämpfen? Es war sich unsicher was er tun sollte. Sollte er aufstehen und versuchen sich zu wehren? Oder einfach liegen bleiben und hoffen das er verschwindet?
Doch bevor er sich entscheiden konnte, was er tun sollte, tritt der Kel’Dor nach ihm. Er tritt ihn in die Seite so stark, dass sogar er das Gesicht verziehen musste. Er trat so lange nach ihm bis der Zabrak schließlich aufgab auf zu stehen und liegen blieb.


“Sag ich doch ihr habt hier nichts verloren! Kriecht in eure Löcher zurück, bevor ich mir das anders überlegen!”

Mit diesen Worten ging der Kel’Dor mit seinen Kollegen dann weiter. Norag fasste sich an die Seite in der er immer wieder die Tritte abbekommen hatte und musste schwer atmen. Ja die Schmerzen hat er gespürt und das nicht zu wenig.

[Bastion | Sith Tempel | Domäne der Lernenden | Gänge]
Norag, Lilya [NPC] und NPC's
 
Bastion- Bastion Center- Gassen- mit Darth Makhaira

Die Sith spiegelte schon einen Teil der egoistischen wenn nicht gar narzistischen Ansichten des Sith-Ordens wieder. Es ging bei ihren- hoffentlich nur theoretischen- Opfern nur um den Nutzen , die diese für SIE hatten.

“Aber vielleicht ists wie bei mir? Der Sith, der meinen Meister getötet hat, wollte mich tot sehen. Wär er nicht so faul gewesen, wäre ich es wohl schon lang.”

Ok, das war vielleicht ein schlechtes Beispiel gegenüber einer Person, die eine wirklich totbringende Waffe trug. Darum beeilte sich Marlis, noch deutlicher zu formulieren, was sie meinte.

“Was ich damit sagen will: Vielleicht ist die Person auf eurer Abschussliste zwar für euch nutzlos aber für jemand anderen nicht. Ok, vielleicht ist die Sachlage etwas anders, wenn die “nutzlose” Person euch nach dem Leben trachtet. Aber wenn nicht.. hmm..einfach laufen lassen ? Dann müsste man wenigstens keine Sauerei aufwischen hinterher.”

Aber das, was die Sith als nächstes offenbarte, beruhigte Marlis wieder etwas. Darth Makhaira war noch nicht sehr lange in dem Posten. Wahrscheinlich hatte man ihr darum den Auftrag erteilt, sie zu erledigen. “Lass das die Neuen machen”. Hoffentlich war das kein Test für die Sith gewesen und sie musste nachher doch noch kurzen Prozess machen. Wiedereinmal wurde Marlis bewusst, wie dünn das Eis unter ihren Füssen eigentlich noch war. Am liebsten würde sie von diesem schwarzen Teich runter, aber das konnte sie nicht. Nicht jetzt. Auch wenn die Sith gerade gesagt hatte, das ein Mord in ihren eigenen Reihen die Motivation der anderen bremsen würde. Sie war schliesslich noch nicht lange in der Gruppe und dazu noch eine Padawan- oder eine ehemalige Padawan. Die anderen kannten sie noch nicht und es wäre einfach sie jetzt auszuschalten und einfach zu behaupten, dass sie versucht hätte, die Sith zu verraten. Vorsichtig musterte sie die Frau und atmete tief durch. Wer würde wohl so dämlich sein, wenn die Chancen so gering waren? Sie auf jeden Fall nicht. Einmal mehr verdrängte sie diese Bedrohung und ließ sich lieber wieder auf die Gedankenspiele mit ihrer “Retterin” ein.
Die Sith meinte, dass es bei den Sith kaum anders wäre als bei den Jedi. Auch wenn das Imperium wohl mehr über Dominanz funktionierte.

"Das ist aber teilweise schon bisschen mehr als Dominanz. Es gibt- zumindest hab ich das gehört- genug, die wirklich schlimme Angst vor Verfolgung und sogar Mord haben, wenn sie dem Imperium nicht so dienen, wie sie es sollen. Und dann hab ich mir immer vorgestellt, dass das Imperium Leute wie euch schickt, um "die Ordnung" wieder herzustellen. Zusammen mit mindestens hundert Sturmtruppen. Also eben schon so "Tür eintreten und Schwert fuchtel"-mässig. "

Ein paar Unschuldige- vielleicht sogar Kinder- töten als Warnung für alle anderen, dass ihnen das selbe blüht , wenn sie dem Imperium nicht treu waren. Das war weit über der Ebene von "Dominanz"- das war Terror.
Die Sith erzählte auch von ihrer Erfahrung als Jüngerin. Dass es immer Stärkere gegeben hatte und dass sie sich darum auch Norag als Schüler gewählt hatte. Weil er nach seiner Ausbildung auch ein starker Verbündeter sein würde.

"Aber es ist doch immer so, dass es jemanden gibt, der stärker ist. Das ist bei den Jedi auch so. Aber wir fürchten uns nicht vor den Stärkeren sondern lernen von ihnen. Und wenn man jemanden trifft, der schwächer ist , dann hilft man demjenigen. Gut, das ist ähnlich zu dem , was ihr sagt. Man hat dann - wahrscheinlich- einen starken Verbündeten. Aber es ist kein muss. Ich glaube, die Jedi erwarten einfach weniger."

Das der Meister der Sith die Dekadenz aus dem Tempel verbannen wollte, klang auch nach einem ehrbaren Ziel. Die Frage war: War das möglich? Und waren die Sith und ihr Meister Einzelfälle im Sith-Orden oder waren doch mehr Sith so... vernünftig? Das würde ihr wohl nur die Zeit hier offenbaren.
Ihr nächste Frage schien die Sith zu belustigen und diese schüttelte den Kopf. War die Antwort etwa so offensichtlich?

"Ich meinte jetzt wirklich das, was man umgangssprachlich als "höhere Gewalt" kennt. Dann helfen einem weder Gewalt noch Verbündete. Und es gibt oft auch keinen Schuldigen. Man sagt , dass die Sith dann gern ihren Frust an Unbeteiligten auslassen."


fragte sie nochmal anders. Auf der anderen Seite waren vielleicht auch viele Märchen über die Sith dabei gewesen. Was davon real war und was nicht, musste sie jetzt erstmal rausfinden.
Der flüchtende Bettler war der Sith unbekannt. Kein Verbündeter in den Schatten Bastion City's. Das dieser so nervös war, schob die Sith auf die Umgebung. Sie erklärte, dass an diesem Ort die dunkle Seite stark war. Marlis hatte darauf bisher kaum geachtet. Alles auf diesem Planeten verlieh ihr aktuell noch ein schlechtes Gefühl, auch wenn das wohl auf ihre Erfahrungen bis zu ihrer Befreiung durch Darth Makhaira zurückzuführen war. Sich im Wahrnehmen der Macht zu üben- wie es ihr Meister ihr erklärt hatte- dafür hatte sie noch garkeinen Raum und keine Zeit gefunden. Sie sollte es. Allein um sein Andenken zu ehren. Sie musste schauen, dass sie sich dafür irgendwie nen Freiraum schuf. Für den Moment sah sie die Sith nur stirnrunzelnd an. Ihr Stimme hatte sich geändert und die Art , wie sie das Haus ansah...hatte sie jemanden hier gekannt oder war sie sogar selbst in dieses "Massaker" verwickelt gewesen, von dem sie sprach? Marlis blickte zu dem Haus zurück. Was zog die Sith hierher zurück? Die ehemalige Padawan verschränkte die Arme vor der Brust als wäre es ihr kalt. Das hier war auf jeden Fall kein Ort, den sie mehrmals aufsuchen würde. Egal, was hier passiert war.
Zum Glück gingen sie bald weiter und die Sith erzählte , dass die meisten Sith aus Familienstolz oder Ehre oder einfach auf der Suche nach einer Erweiterung ihrer Fähigkeiten zum Orden kamen. Und auch sie bestätigte, dass Personen aus eine liebenden Familie wohl besser nach Coruscant gehen sollten.

"Oder vielleicht sollten gerade die aus den liebenden Familien in den Sith-Orden kommen. Das wären sicher noch ein paar interessante Ansichten, die der Sith-Orden dadurch gewinnen würde. Oder diese Leute würden bei lebendigem Leibe gefressen von den anderen. "

Zweiteres war wohl wahrscheinlicher, wenn man Herzlichkeit und Freundlichkeit als Schwächen ansah. Die Grenze zwischen Hilfsbereitschaft und ausgenutzt-werden war wahrscheinlich gerade bei den Sith verschwommen. Besonders wenn es so war, wie die Sith es erzählte. Dass es eben sehr viele grosse und kräftige Sith gab, die sich zur Not wirklich einfach mit der Faust durchsetzen konnten. Unweigerlich musste sie an den Sith denken, der ihren Meister getötet hatte. Der war auch ein Schrank gewesen.

"Nicht nur den Charakter. Wenn man so nem Schrank gegenübersteht, muss man vor allem schneller und cleverer sein. Es gibt natürlich auch grosse Jedi. Aber auch sehr Kleine und ich wette, die haben es genauso drauf wie die Grossen. Ich hab mir sogar überlegt, dass die Kleinen den Vorteil haben, dass man sie grundsätzlich unterschätzt. "


Das war einer der Punkte, die Marlis auch motiviert hatte. Wenn die es schafften, dann konnte sie auch eine Jedi werden. Naja.. Haha. Jetzt stand sie hier. Wieder direkt vor dem Sith-Tempel. Leicht zweifelnd sah sie die riesige Pyramide an. Sollte diese wirklich ihr Schicksal sein? Auch wenn der versprochene Kuchen für den Moment ein gutes Lockmittel war. Der Gedanke an irgendwelche Drogen in Lebensmitteln wurde von Marlis jetzt sofort beiseite geschoben. Den letzten Leckereien, die die Sith ihr vorgesetzt hatte, hatte sie ja auch trauen können. Wenn Darth Makhaira ihr jetzt Kuchen vorsetzte, war der mit hoher Wahrscheinlichkeit auch sauber.
Kurz bevor sie den Tempel betraten, erklärte die Sith ihr dann, dass nicht ganz Bastion nur und ausschliesslich von Sith bevölkert wurde. Schliesslich wäre Coruscant ja auch nicht nur von Jedi bevölkert. Marlis grinste.

"Nein, natürlich leben nicht nur Jedi auf Coruscant. Es gibt auch dort trotz allem noch Kriminalität. Vor allem in den unteren Ebenen. Es tut mir leid. Ich glaube, mein Bild von den Sith und dieser Welt ist wohl noch sehr von Phantasien verzerrt. "

Es war schon spannend, die "Realität" zu erkunden. Wobei ja nicht gesagt war, dass das wirklich die Realität war. Vielleicht war Darth Makhaira ja wirklich die Ausnahme und der Rest des Ordens war tatsächlich so, wie sie es sich immer vorgestellt hatte. Als die Sith meinte, dass sie sie eine Weile allein lassen musste, sah Marlis sie kurz an.

"Ok. Was soll ich in der Zeit machen?"

fragte sie und kämpfte die Befürchtung zurück, dass sie in dieser Zeit dem Mörder-Sith begegnete. Vielleicht konnte sie in diesem Schiff bleiben, das der Schüler der Sith ergattert hatte. Irgendein Ort, an dem sie die Tür einfach zu machen und verriegeln konnte. Sie konnte nicht verhindern, dass ihre Nervosität stieg bei dem Gedanken.

"Werde ich bei eurem Schüler bleiben?"

Dann könnte sie den Zabrak auch etwas besser kennen lernen. Er war ihr so ...jugendlich und euphorisch vorgekommen. Auf jeden Fall weit weniger angespannt wie sie selbst. Gern hätte Marlis seine Sicht des Sith-Ordens kennen gelernt. Vielleicht bekam sie bald die Gelegenheit dazu.

Bastion-Beim Sith-Tempel- mit Darth Makhaira
 
Bastion-Sith-Tempel- Katakomben- Gänge- mit Jarael

Die Frau ihr gegenüber behauptete , kein Interesse an ihrer Beute zu haben, was die Fosh dazu veranlasste, den Kopf schief zu legen.

“Wenn du meine Beute nicht willst, warum ballerst du dann hier rum? Schiesst du auf alles, was du nicht kennst?”


fragte Thatawaya und kam ihrerseits langsam um die Reste der Wompratte herum. Die Krallen an ihren Füssen kratzten über den Steinboden und waren immernoch dunkelrot verfärbt vom Blut der Ratte. Sie hatte eine Dusche nötig- mal wieder. Aber gut, wenn der Typ von der Kantine sein Versprechen hielt und ihr zukünftig einfach die Innereien überließ, konnte sie sich die Jagd hier unten wohl sparen und würde etwas länger sauber bleiben. Die Menschenfrau mit den roten Haaren fragte sie, wer sie sei und was sie hier unten mache. Thatawayas Federschopf verfärbte sich von einem zornigen dunkelgrau in ein amüsiertes hellgrün.

“Das könnte ich dich genauso fragen. Ich bin Thatawaya und ich folge zur Zeit Lord Nergal. Ich habe von Darth Zion den Auftrag bekommen, hier unten eine Tür mit nem Symbol zu suchen. Aber ich glaube, das ist eine Aufgabe, die man nicht allein lösen kann. Das scheint ja doch etwas weitläufiger zu sein hier und ich sollte mich wohl bald mal bei Lord Nergal melden. Vielleicht weiss er ja, wo diese Tür zu finden ist. “

Damit hatte sie ihre Zugehörigkeit schonmal klar gemacht. Ihr Blick fiel auf die tote Wompratte.

“Ach ja, und man hat mir erlaubt, hier unten zu jagen. Das, was in der Kantine als Essen verteilt wird, ist nicht wirklich für mich geeignet. Aber ich denke, wenn es weniger von diesen Viechern hier gibt, ist keiner traurig, oder?”

Und die Wompratten zu erlegen war eine nette Herausforderung. Sie wehrten sich ordentlich dagegen, gefressen zu werden. Thatawaya konnte immernoch das Kribbeln des Adrenalins in ihrem Körper spüren, den Rausch der Jagd. Vielleicht konnte sie das zusätzliche Training auch gut gebrauchen. Wenn hier so viele Leute rumrannten, die einfach mal los ballerten. Erst Lyla , jetzt diese Frau hier. Wenn die so weiter machten, kam sie hier nicht weit. Es sei denn, sie wurde noch schneller und das jagen und erlegen von Beutetieren machte sie schneller.

Bastion-Sith-Tempel- Katakomben- Gänge- mit Jarael
 
[Bastion | Bastion Center | Straßen || Darth Makhaira, Marlis Sicard]


Wie bösartig ein Sith war stand nie vorher klar fest. Der eine gab sich vollends der dunklen Seite hin und war dann nicht mehr in der Lage sich selbst zu kontrollieren. Ein Wesen welches keine Beherrschung des eigenen Seins hatte wurde nur schwächer gemessen an dem eigentlichen Potenzial. Gerade die dunkle Seite war eine Gratwanderung zwischen Schwäche und Wahnsinn. Wahre Stärke erlangte man somit nur wenn man den Mittelweg fand und weder dem einen noch anderen anheim fiel. Marlis sprach ihren Meister an. Sprach über die mögliche Nützlichkeit. In der Tat war etwas wahres an ihrer Aussage. Dennoch übersah sie einen Faktor welchen die Sith wohl am ehesten von den Jedi unterschied.

“Du und dein Meister seid mit eurer Gefangennahme Figuren in den politischen Spielchen der Sith geworden. Ob freiwillig oder nicht ist dann nicht von belang. Sobald jemand keinen Nutzen für die entsprechende Person hat wird sich dieses Wesens entledigt. Einfach um zu verhindern, dass jemand anderes mit dessen Hilfe stärker als man selbst wird. Das ist ein Teil dessen was diese Spielchen ausmachen. Mich interessieren sie nicht. Spielen mit dem Leben anderer ohne ihnen einen fairen Kampf zu ermöglichen ist ehrlos und widerlich. Töten zum reinen Spaß mag für viele ein Weg auf die dunkle Seite sein. Dabei gibt es so viele bessere, ja schneller Varianten.”

Darth Makhaira schaute zu Marlis und lächelte leicht ehe die beiden ihren Weg fortsetzten. In der Tat mochten diese sinnlosen Morde aus Spaß ein Weg sein der dunklen Seite zu huldigen. Jedoch gab es für die Sith auch eine Menge Nachteile wenn man versuchte so dem Pfad der Dunkelheit zu folgen. Zum einen wusste man nicht wie extrem die dunkle Seite es dann schaffte jemanden zu kontrollieren. Ein Faktor welcher essentiell dafür war selbst stärker zu werden. Um genau zu sein war die Macht zwar ein Werkzeug, jedoch sollte sie nicht das einzige sein, auf das man sich verlässt. Man musste sein Werkzeug beherrschen. Jemand mit einem Messer konnte stets fähiger und gefährlicher sein als ein Wesen mit einem Schwert, wenn derjenige mit dem Messer sein Werkzeug beherrschte. Kontrolle, Beherrschung, ein klarer Blick. Dies waren die wichtigsten Standbeine neben einem harten Training um ein wahrer Krieger zu sein. Emotionen mochten die dunkle Seite stärken, jedoch machten sie auch schlimmstenfalls regelrecht blind. Daher war es eben ein schmaler Grat auf dem man wandelte wenn man dem Pfad der Dunkelheit folgte. Kaum jemand schaffte es das Gleichgewicht zu erhalten. Dadurch verloren so viele sich in blindem Zorn, Hass und all den Dingen, die stärken konnten, aber irgendwann zu einer Schwäche wurden. Darth Makhaira selbst hatte einst einen Kampf gewonnen indem sie ihren Gegner so lange provoziert hatte bis er aufhörte auf seine Technik zu achten und anstatt dessen lieber nur noch blind los gestürmt war. So waren es auch die nächsten Worte von Marlis, welche für einen ernsten Gesichtsausdruck bei der Sith sorgten. Auch sie hatte es nicht nur gehört, sondern auch erlebt. Daher nickte sie nur ruhig ehe ihre Worte der ehemaligen Padawan antworteten.

“Das Problem ist… Die dunkle Seite ist weniger Freund als Werkzeug. Ich habe die Lehren der Jedi so verstanden, dass man versucht im Fluss der Macht zu leben und sie nicht nur zu benutzen. Versucht man das in der dunklen Seite der Macht wird man von der ursprünglichen Quelle der Macht kontrolliert. Man verliert den Blick für das Wesentliche… Natürlich kann es passieren, dass ich geschickt werde wenn jemand Probleme macht. Kurzfristig betrachtet könnte es für jemanden logisch erscheinen dann rein zu stürmen und entweder die Person oder seine Liebsten nieder zu strecken.”

Darth Makhaira ließ bewusst eine kurze Pause entstehen ehe sie selbst diese beendete.

“Man sollte stets die Konsequenzen bedenken. Hat die Person vielleicht Freunde die mächtiger sind? Was sind die Auswirkungen wenn ich ihn einfach abschlachte? Kann ich ihn nicht als verbündeten mehr gebrauchen? Am Ende muss ich im Rahmen meiner Befehle bleiben, aber ich kann versuchen für mich persönlich das beste Ergebnis zu erzielen.”

Es war vielleicht wirklich so, dass ihr Leben nicht das Beste war. Jedoch konnte Darth Makhaira so ihre Freiheit mehr und mehr selbst bestimmen. Es war einfach interessant wie Marlis Ansichten waren. Es stimmte, dass immer jemand stärker war als man selbst. Da war wirklich etwas dran. Dennoch musste man sich dem stellen.

“Nun… Alleine im Tempel sind derzeit der Großteil der Anwesenden in der Lage mich schneller zu töten, als es mir Lieb ist. Ich muss also selbst stärker werden. Mächtiger. Am Ende kommt es darauf an, dass ich mehr Macht habe als der andere…”

“...und deswegen muss ich mein Gefolge vergrößern.” fügte die Sith an. Dieses ganze Machtgehabe. Darth Makhaira musste stärker werden. Mächtiger. Alleine das Wissen über die Jedi war mehr als wichtig. Irgendwann würde es wieder Krieg geben. Selbst wenn es nicht gewollt ist. Umgekehrt war das Imperium sicher nicht gewillt sich weiter verdrängen zu lassen. Welche Schlachten auch immer vor ihr liegen mochten. Sie würde sie schlagen. Würde siegen und aufsteigen. Die ganzen Ehrerbietungen wären eines Tages ihre! Sie würde eines Tages geehrt werden und jeder würde sich fragen, wer dieser Darth Zion ist! Dann würde nur noch ein Name relevant sein. Darth Makhaira! Es wäre der Tag an dem sie selbst ihren Meister überflügelt hätte! Doch dann war es Marlis, welche die Sith in die Realität zurückholte. Höhere Gewalt? Natürlich würde sowas auch für sie ein Problem darstellen. Dennoch…

“In einem derartigen Fall… Kann ich möglicherweise auch mal die Beherrschung verlieren. Allerdings ist sowas eher ein Zeichen von Schwäche. Lasse ich meinen Frust an unbeteiligten aus… Verschwende ich Kraft und Energie. Damit zeige ich nur einem potenziellen Feind eine Schwäche welche man gegen mich nutzen wird.”

Ja, als Sith hatte man stets ein Fadenkreuz auf dem Rücken. Mit wachsender Macht wurde auch eben dieses größer. Jetzt war jenes von Darth Makhaira noch regelrecht winzig. Allerdings könnte es schon bald anwachsen. Zusammen ging das ungleiche Duo weiter. Der Weg quasi bis zum Tempel war immerhin unterhaltsamer als erwartet gewesen. Marlis merkte weitere Dinge an. Wie den Vorschlag Wesen aus liebenden Familien zu den Sith zu schicken. Die Sith schüttelte nur leicht mit dem Kopf.

“Aus Sicht der Sith ist jeder gut, der uns stärker macht. Allerdings wünsche ich niemanden, der ein gutes Leben hatte die Risiken, die das Leben als Sith mit sich bringen. Es ist mein persönliches empfinden. Zum einen wären diese Wesen nicht in der Lage tief genug aus einem Pool an Emotionen wie Hass zu schöpfen. Emotionen welche die dunkle Seite verstärken. Deswegen scheuen sich viele davor derartige Jünger zum Schüler zu nehmen. Ein Teil der Ausbildung zu Sith beinhaltet Prüfungen, die bei nicht Bestehen den Tod bedeuten. Stelle dir vor ich trainiere über Monate und Jahre einen Schüler und der wirft alles weg weil er wehmütig wird… Oder noch schlimmer… wird getötet… Ich könnte besser mit einem Schüler leben, der sich von den Sith abwendet, als einem den ich unwissend in den Tod geschickt habe ohne dass er eine Chance hatte. So bin ich halt nicht… Dennoch mag ich deine Denkweise… auch wenn deine Ideen durch die Mentalität der meisten Sith nicht umsetzbar wäre.”

Was sollte man schon dazu noch sagen. Jedoch merkte Marlis an, dass ein kleinerer Körper Vorteile besitzen könnte. Eine Sache bei der Darth Makhaira grinsen musste, diese Aussage zudem auch noch mit einem Nicken bestätigte.

“Ich sehe es genauso. Zudem kann es passieren, dass zu viele Muskeln einen langsamer und steifer machen. Viel Kraft ohne ausreichend Tempo kann nutzlos sein. Bis heute sind mir Jünger auf reine Körperkraft bezogen vielleicht überlegen… Na und? Dafür bin ich schneller und gemeiner.”

Mit einem leichten Augenzwinkern schaute Darth Makhaira Marlis an. Langsam erreichten sie den Tempel. Selbst die Sith war ein wenig unschlüssig, ob sie diesen betreten wollte. Umgekehrt wirkte es erstaunlich leer inzwischen. Vielleicht war sie dann mit der Jedi ungestört. Eine Sache welche mehr als erfreulich war. Wenigstens verstand Marlis, dass ihr Bild womöglich verzerrt war. Eine wichtige Erkenntnis. Selbst sie hatte als Kind einem Traum hinterher gejagt, der nur eben das war. Kaum mehr als eine selbst geschaffene Illusion.

“Es gibt verschiedene Sith. Die Meisten verlieren sich irgendwann in der Dunkelheit. Werden grausamer und herzloser, was eigentlich nicht schlimm ist. Verlierst du aber deinen Stolz und dein Ehrgefühl und tauscht sie gegen blanke Arroganz ein, dann wird der erste fähige Jedi dem du über den Weg läufst dir den garaus machen. Ich denke das ist ein weiteres Problem an dem aktuellen Sith-Orden. Man unterschätzt gerne die Jedi.”

Zusammen betraten sie langsam die Gänge des Sith-Tempels. Marlis erkundigte sich nach aufgaben. So ein gutes Mädchen. Pflichtbewusst. Genau das was die Sith auch brauchte.

“Hilf meinem Schüler und Lilya sich weiter zu bilden.”

Bei einer Wache blieb die Sith stehen. Sie waren gerade in den Eingang gekommen und einer der Jünger geleitete sie zu jemand anderem. Dieser verneigte sich und fragte wie er helfen könnte. Darth Makhaira schaute zu Marlis und lächelte.

“Das ist Marlis Sicard. Sie ist Jüngerin der Sith. Sie muss noch aufgenommen werden… Sie untersteht mir als meine Leibwache. Ich werde sie ausbilden damit sie auch ihren Aufgaben ordnungsgemäß nachkommt… Verstanden? Gut? Dann beeile dich!”

Es dauerte nicht lange und man hatte Marlis ein wenig Blut abgenommen und dazu als Jüngerin vermerkt. Ohne weitere umschweife führten sie ihren Weg fort. Kaum dass sie wieder unter sich waren grinste Darth Makhaira.

“Willkommen bei den Sith. Zumindest offiziell. Sollte euch drei jemand angreifen… kontaktiert mich. Ich habe keine Lust Euer Blut als neue Wandbemalung des Tempels bewundern zu dürfen. Vergiss nicht, dass auch ich Feinde haben könnte…”

Damit erkundigte sich Darth Makhaira schnell wo ihr Schüler war und folgte den Gängen ehe sie Zeuge einer eher schwierigen Szene war. Ein Kel’Dor welcher wohl zu viele Drogen genommen hatte und sein Hirn durch ein extra Abo im Fitnessbereich eintauschte legte sich mit Lilya und ihrem Schüler an. Entspannt lehnte sich die Sith gegen eine Wand und beobachtete alles. Marlis bedeutete sie zu schweigen und die Szenerie zu beobachten…

Lilya stand einfach nur Hilflos da. Sie wusste nicht was sie tun sollte. Der Jünger war ihr zu heftig. Zu groß. Zu stark. Dazu war sie selbst ja noch völlig angeschlagen. Der Kel’Dor hatte daher leichtes Spiel sie noch weg zu stoßen. Ein begleiter des Kel’dor packte Lilya und zwang diese allem zu zu schauen. Norag kämpfte. Das musste man ihm lassen. Daher zeichnete sich ein Lächeln auf Darth Makhairas Lippen ab. Kurz nachdem der Kel’Dor weiter ging legte die Sith ihm eine Hand auf die Schulter ohne ihn eines Blickes zu würdigen.

“Nur weil du groß bist, macht dich das nicht unangreifbar. Wenn du einen Meister hast… werde ich ihn mal fragen, was seinem Jünger einfällt meinen Schüler anzugreifen… Mach so weiter und er…”

Darth Makhaira zeigte in Norags Richtung.

“Wird, genauso wie die Twi’lek dich ungespitzt in den Boden rammen und das…”

Nun starrte die Sith dem Kel’Dor so tief in die Augen und legte ihre Aura für einen Moment frei in der dieser die komplette Macht kurz spüren konnte, was allerdings auch auf Marlis zutraf, sowie die stärke der dunklen Seite im inneren der Sith ehe sie ihre Aura wieder unterdrückte.

“Das ist ein versprechen… Aber schön, dass du dich freiwillig als Trainingspartner gemeldet hast. Achja... Schlägst du die beiden… Darfst du dich bald mein Schüler nennen...”


Damit lächelte Darth Makhaira den Kel’Dor auf eine Art an, welche klar machte, dass er mit seinem Verhalten so eben seine eigene Hinrichtung fixiert hatte. Dennoch sollte der Kel'Dor die Gier nach einem Platz als Schüler gieren. Genau damit spielte die Sith nun. Seine Begleiter waren schon längst weitergegangen. Der Kel’Dor folgte ihnen bald. Nun löste sich Darth Makhaira und näherte sich Norag und Lilya. Die Lethan war zu Norag gestürmt nachdem diese losgelassen worden war. Sie wollte Norag gerade etwas sagen ehe sie das freudlose Klatschen der Sith hörte welche mit Marlis im Schlepptau auf die beiden Rothäute zuging. Mit verschränkten Armen schaute sie auf beide Herab.

“Enttäuschend… Da blamiert ihr Beiden euch ja einmal richtig…”

Die Sith lächelte und hockte sich vor Norag hin. Ihr Blick war recht kühl. Für einen Moment hätte man meinen können, sie würde ernsthaft überlegen ihren Schüler hier und jetzt zu töten. Bei der Blamage des Zabrak wäre es nicht einmal unüblich nach den Erfahrungen der Sith. Lilya holte bereits nach Luft als Darth Makhaira sich wieder aufrichtete. Man konnte ihr Missfallen regelrecht im Gesicht erkennen.

“Ich werde mich nun entfernen. Lernt, trainiert, macht was auch immer ihr drei wollt. Komme ich zurück… Werde ich euch drei trainieren. So eine Blamage… ich dachte ich hätte ein starkes gefolge!”

Beim Abwenden zwinkerte sie Marlis kurz zu ehe sie in ihr Ohr flüsterte.

“Bau sie ein wenig auf und hilf ihnen… Ich werde in etwa einer Stunde… vielleicht zwei wieder da sein. Seh zu, dass die beiden motiviert sind.”

Damit ging Darth Makhaira weiter. Lilya schaute zu Marlis und dann zu Norag welchem sie schließlich auf die Beine half. Die Lethan schloss ihre Augen und ließ die Schultern hängen.

“Ich bin eine schlechte Lehrerin… Es tut mir Leid… Was machen wir nun? Sie wird uns umbringen! Wir sind tot wenn wir nicht irgendetwas vorweisen können!”

Damit schaute Lilya zu Marlis ehe sie nervös zu Norag schaute.

“Was machen wir jetzt?!”



[Bastion | Sith Tempel | Domäne der Lernenden | Gänge || Lilya (NSC), Norag, Marlis]



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[Bastion | Sith Tempel | Domäne der Lernenden | Gänge || Darth Makhaira]

Darth Makhaira lief weiter die Gänge entlang. Es war hoffentlich angekommen. Marlis dürfte den Wink mit dem Zaunpfahl verstanden haben. Dass sie als Kriegerin keine Schwäche zulassen durfte. Marlis war doch wichtiger geworden als erwartet. Nun allerdings musste sie sich auf was anderes einstellen. Eine Jedi. Das erste Mal seit ihrer Mutter würde Darth Makhaira vor einer Jedi stehen. Warum irritierte es sie so? Endlich hatte sie die Erlaubnis die Jedi zu besuchen. Ohne ein Wort betrat sie einfach die Unterkunft und starrte die Gefangene an. Sie grinste leicht bösartig.

“Ihr… seid kleiner als ich erwartet hätte...”

Darth Makhaira verschloss die Tür hinter sich und lachte kalt.

“Wo sind denn Eure Manieren… wollt Ihr mir nicht einen Platz anbieten? Schließlich seid ihr doch keine Wilde… oder?”

Abermals verschränkte die Sith die Arme vor der Brust. Allgemein damit man die beiden Schwerter und Lichtschwertgriffe sehen konnte aber auch weil sie einfach nie wusste wohin mit den Armen und Händen wenn diese nicht benötigt wurden. Die Jedi hieß angeblich Eowyn. War laut dem was man ihr mitgeteilt hatte ein Ratsmitglied. Vielleicht konnte die Sith mehr über die Jedi lernen was man in einem eventuellen Konflikt nutzen konnte? In der Tat funkelte eine leichte Gier in den Augen der Sith. In diesem Falle die Gier nach Wissen über die Jedi. Allerdings könnte man dies schnell falsch verstehen. Anders als ein Jünger erkannte man alleine an den Augen der Sith welche wie sterbende Sonnen funkelten, dass sie eine vollständige Sith war und dem Pfad der dunklen Seite folgte. Genauso trug Darth Makhaira nicht die langen schwarzen Roben wie ein Jünger oder Schüler es tun würde. Innerlich platzend vor Neugierde wartete die Sith ab, wie ihr unfreiwilliger Gesprächspartner reagieren würde.




[Bastion | Sith Tempel | Eowyns Gemächer || Darth Makhaira, Eowyn]
 
Bastion - Sith-Tempel – Domäne der Oberen – Janus' Domizil, Eowyns "Zimmer", alleine

Sie würde sich nie an das hier gewöhnen, das war klar. Vielleicht versuchte man, sie einzulullen, aber ein Gewöhnungseffekt würde nie eintreten. Dafür war das Gefühl ohne aktive Machtkräfte einfach zu allgegenwärtig und die dunkle Seite viel zu präsent. Nein.
Eowyn saß im Schneidersitz auf dem Bett und gab sich Mühe, zu meditieren; versuchte, durch diverse Übungen ihre Mitte zu finden. Meditation würde nie ihre Lieblingsbeschäftigung werden, aber sie musste zugeben, dass es ihr aktuell ein wenig half. Sie brauchte die Macht dazu nicht zwingend aktiv, und es waren Übungen, die sie seit zehn Jahren kannte, die ihr Sicherheit und Halt gaben.

Das Geräusch der öffnenden Türe riss sie aus ihrer Meditation. Schritte... entweder, das Essen kam wesentlich früher als normalerweise, oder aber sie hatte Besuch. Wieder einmal. Sie zwang sich zu Ruhe und öffnete langsam die Augen. Die... Person... vor ihr sah... nun, sie sah aus, wie Sith nun einmal aussahen, wenn sie aller Welt beweisen wollten, dass sie wirklich Sith waren. Ihr Grinsen war das Tüpfelchen auf dem I, machte aus ihr jemanden, dem ein normaler Bürger nachts sicher nicht begegnen wollte.

Aber sie war keine normale Bürgerin.

Kleiner, als sie erwartet hatte? Also jemand, der sie bewusst aufgesucht hatte. Und jemand, der sie vielleicht auf Grund ihrer Größe vielleicht unterschätzen würde. Vielleicht. Eowyn betrachtete die vermeintliche Sith von oben bis unten, bewusst, offensichtlich, prüfend. Das kalte Lachen... Fassade? Vielleicht. Ihre provozierende Aussage war auf jeden Fall ein Schuss, der nach hinten losging. Eowyn sah sie an, hob nach ein oder zwei Sekunden lediglich eine Augenbraue. Die nächsten Worte sollte sie klug wählen... wobei nichts, was sie hier tat, vermutlich irgendwie "klug" war.

Langsam erhob sie sich in einer fließenden Bewegung, während sie die Person nicht aus den Augen ließ. Die Arme locker an den Seiten legte Eowyn leicht den Kopf schief.
Da, wo ich herkomme, begann Eowyn langsam, bedeuten Manieren, dass man ein Zimmer nicht ungefragt betritt und sich unbekannten Personen vorstellt. Ich gehe davon aus, Ihr wisst, wer ich bin, dennoch, wir wollen das Protokoll wahren - mein Name ist Eowyn El'mireth. Sie lächelte, doch das Lächeln erreichte nicht ihre Augen. Ich nehme an, Ihr wollt etwas von mir?, fragte sie direkt, ohne der vermutlichen Sith einen Platz anzubieten. Ein solches Privileg würde sie der Frau nicht gewähren. Setzte sie sich, würde sie nichts sagen doch eine Einladung? Grenzen... so wie in den letzten Gesprächen musste sie diese von Beginn an setzen, sonst war sie verloren.

Es ging also wieder von vorne los... eine neue Runde, ein neues Spiel. Eowyn atmete bewusst tief und ruhig, um ihr leicht schneller klopfendes Herz zu beruhigen. Sie wollten etwas von ihr. Sie alle. Noch würden sie sie nicht umbringen. Noch war sie in dieser Hinsicht sicher.


Bastion - Sith-Tempel – Domäne der Oberen – Janus' Domizil, Eowyns "Zimmer", mit Darth Makhaira
 
Bastion - Center - Im "Spectre"- Bad - Olesia en-Geth - mit Zel (Ahna)

Gern hätte die getarnte Ritterin der Jedi-Rätin selbstbewusst, mit vollem Augenkontakt mitgeteilt, dass sie über jeden Zweifel erhaben war. Sie verstand ihre Sorge, und Ahna war, so wie sie sie kennengelernt hatte, eine penible Persönlichkeit. Die ursprüngliche Planung war ausgeklügelt und in den kampferprobten Augen der Alderaanerin ausgereift. Doch sie war keine Agentin, keine Spionin und bisher eher eine Draufgängerin. Das hatte sie zur Ritterin gemacht, ihre Stärke war ihr Vorteil. Ein wenig Erfahrung in der Infiltration einer Basis auf Coruscant konnte sie mit in die Waagschale werfen, doch ähnelte diese Aktion schlussendlich doch eher einem Überfall, als einer sauberen Infiltration. Ja, sie verstand ihre Sorge. Elise konnte hilfreich sein, wenn die Situation schlussendlich eskalierte, insofern man auf der imperialen Hauptwelt mit massiver Sith-Präsenz überhaupt eine Chance hatte.

Am liebsten hätte sie Zel ein Gefühl gezeigt. Ihre Empfindungen mit ihr geteilt, ihr übertragen, wie sich die vom Schmerz befreiten Stellen jetzt anfühlten. Entschlossenheit war an ihre Stelle getreten und sie ließ dem Zweifel kein Platz mehr. Sie würde den Anweisungen der Rätin ab sofort Folge leisten und ihren Job machen, so gut sie eben konnte. Und sie fand mit ihrer Einordnung in ihren neuen imperialen Alltag, die ihr erschreckender weise überraschend leicht fiel, aus ihrer Sicht einen guten Anfang. Doch die Macht zu nutzen, um Ahna ein Stück weit beruhigen zu können, weil sie dann nachempfinden konnte, was sie fühlte, war keine Option. Also fuhr sie fort und spielte die Maskerade weiter. Das Lächeln war ein-eindeutig.

"Und dabei bleibt es." wiederholte sie die Worte mit eindringlicher Tonlage. Offenbar würde es für die Nachgereiste kein Zuckerschlecken werden, weder in ihrer Aufgabe, noch mit der amtierenden Missions-Leiterin. "Kennst du die Berichte um das Erstarken der Mandalorianer während der Kreuzzüge in den Zeiten der alten Republik?" der Vergleich war etwas weit hergeholt, doch nach dem Sith-Krieg vor 4000 Jahren waren die Mandalorianer ausgezehrt und massiv dezimiert wurden. Für einen neuen Krieg mit der Republik, waren sie zu geschwächt gewesen. "Sie hatten sich um ihr Wiederstarken gekümmert, sich gesammelt und waren viel stärker auf die galaktische Bühne zurückgekehrt als sie zuvor je waren."

Sie lächelte und sah die hochgewachsene Pau'anerin dabei an. Was sie erledigt hatte, hatte ihren Knoten gelöst, sie befreit von einer Last, die symbolisch für all das stand, was ihren Selbstzweifel nährte.

"Ein mächtiger Vergleich, ich weiß, aber du weißt ja ... Geschichte war schon immer total mein Ding."

Und das stimmte. Elise war belesen und interessiert. Vor allem die Geschichte des Jedi-Ordens, der zu dieser Zeit nahe an seiner Vernichtung war, also ähnlich wie vor einigen Jahren, hatte sie ausgiebig studiert.

Olesia stieg in die lässige Haltung mit verschränkten Armen in die Haltung von Zel ein und positionierte sich so nah an der Rätin, dass sie ein Gespräch mit gedämpfter Lautstärke führen konnten, ohne suspekt zu wirken.

"Freut mich zu hören, dass es allen gut geht." sie lächelte weiter. Vrockt. Diesen Namen kannte sie nicht, das war wohl der Last-Minute-Ersatz für sie, kurz schweifte sie in Gedanken ab. Dann gab er wohl keine gute Figur ab, das ging wohl auf ihr eigenes Konto, sie zog bedauernd die Stirn in Falten.

"Ich weiß nur gutes über dich als Mutter und Tante, und du hast eine starke Familie. Gemeinsam werdet ihr das schaffen." sprach sie ihr Mut zu. Es lag ihr fern, der Rätin zu schmeicheln, sie war selbst in der Lage diese Angelegenheit zu regeln oder sie regeln zu lassen.

Neuer Job, neue Kollegen, neues Umfeld. Routinen, Übervorsicht und eine gesunde Paranoia.

"Ja, ich hab's endlich in die Abteilung Soziales geschafft." sagte sie voller Begeisterung. Und nein, das war kein Witz. Sie hatte dafür Handstände auf Nar-Shadda machen müssen, um eine derart hochwertige Tarnung zu erhalten. Was sie auf dem Planeten voll von krimineller Energie nicht wusste war, dass sie zu ihrer Identität lediglich ein Vorstellungsgespräch gekauft hatte, und keinen Job. Doch den imperialen Bewerbungsprozess ab dieser Stelle zu durchlaufen war eine gute Übung für sie gewesen, sich in ihre neue Rolle voll hineinzubegeben. "Da ich mein Studium beendet habe, kann ich als Sozialarbeiterin jetzt endlich den Menschen auf den rechten Weg zurück helfen, mit allen Mitteln." Die Augen der Scheinimperialen kniffen sich kurz zu Schlitzen zusammen, denn es war mit der Sozialarbeit in der Republik nicht zu vergleichen gewesen, vielleicht würde sie die Geste ja erkennen. Aber ihre Stelle gab ihr Zugriff auf eine Hand voll hilfreiche imperiale Verwaltungssysteme.

"Und du, Zel? Noch immer in den Häusern der Prominenz unterwegs mit deiner Kolonne?"

Sie tippte dann kurz auf ihrem Comm herum. "Viele Termine habe ich morgen nicht, und ich konnte schon ein paar Stunden ansammeln. Also entweder wir treffen uns zum Lunch, oder nutzen dann den Abend."

Bastion - Center - Im "Spectre"- Bad - Olesia en-Geth - mit Zel (Ahna)
 
Bastion - NoiTec-Tower - Etage 66 - Saal des galaktischen Handels - Graf Sturn, Brianna, Lady Adria, Darth Angelus, Venris, Darth Nergal, Darth Keebo, Darth Zion, Sera, Odile, Agatosh, Treeya, Kira und Kayn abseits

Akribisch folgte er den Blicken seiner Meisterin. Und genau so intensiv studierte er ihre bedrohliche Aura. Etwas schien sie aufzubringen, und Kayn war gut darin, die Dinge die um ihn herum geschahen zu verstehen. Aufgrund ihres Kommentars stellte er die Beobachtungen fürs erste hinten an.

"Natürlich nicht!" er griff den Spott energisch auf, den Kira über ihn riesen ließ. "Ich habe Pläne mit dieser Siedlung. Er wird mein persönlicher Rückzugsort werden, dafür hat er die nötige Unauffälligkeit. Und einen derartigen Ort zu besitzen, kann bei den instabilen Machtgefügen im Sith-Orden nützlich sein, wie ich gelernt habe." er räusperte sich. Er wusste, dass seine Meisterin für einige Zeit aus dem Zentrum der Macht des Sith-Ordens entrückt wurde. Sollte ihm einmal etwaiges geschehen, wüsste er zumindest, dass er sich in sein eigenes Refugium zurückziehen konnte. "Und ja, der Ort ist kein Ausdruck glorreicher Macht. Doch Gilis ist ein Dorf, das mit den richtigen Mitteln, verborgen unter den Augen der Außenwelt, großes werden kann. Jedes Reich fing einmal klein an." und er wollte diese Aufgabe. Er würde Kraft seiner eigenen Macht eines Tages großes aus seinem Heimatdorf machen.

"Und ich werde es beherrschen."

Seine Meisterin lenkte Kayns Blick dann in Mitten der Menge, zu einer überaus hellhäutigen Echani mit weißen Haaren, die optisch nicht in das sonst so homogene Bild passte. Dabei schien sie sich dem Grafen Sturn zugehörig zu fühlen. Sie unterhielt sich sehr angeregt mit aller Hand Leuten, den einen konnte sie als Darth Keebo identifizieren, auch über ihn gab es Geschichten.

"Verrat." Kayn nickte. "Auf den unteren Ebenen des Tempels wird im Moment viel über unsere Jedi-Besucher gesprochen und gemutmaßt. Brianna Kae, Schülerin des Janus Sturn, erfolgreich bekehrte Ex-Jedi. Manche sprechen von Glanzleistungen, manche sehen es wie ihr, Herrin. Verrat."

Interessant. Kira schien die vermeintliche Überläuferin zu kennen und offenbar gab es da schon entsprechende Begegnungen. "Natürlich, ich behalte sie im Auge. Wenn ihr erlaubt, was meint Ihr würde die Echani aus der Reserve locken?" Sicher hätte man auch unendlich beschwerliche Überlegungen anstellen können, wie man Indizien für einen etwaigen Verrat sammeln konnte. Diese Option hielt Kayn als der Anstrengung nicht wert und hätte aus taktischer Sicht womöglich eher eine Konfrontation befürwortet. Wenn Kira Guldur die Überläuferin Brianna Kae wirklich gut kannte, dann hätte sie vielleicht ein oder zwei kompromittierende Fragen stellen können, die ein Straucheln provozieren würden.

"Sagt mir wie ich euch helfen kann, Herrin und es wird geschehen."

Den Vortrag von Lady Guldur quittierte der Schüler durchgehend mit Kopfnicken. Die Symbiose von der die Exekutorin sprach war obligatorisch. Der Schüler wurde vom Willen des Meisters genährt und herangezogen. Dabei war das Potential des Zöglings ausschlaggebend für die Intensität der erfolgenden Lehre. Kayn konnte schon Meister-Schüler-Gespanne neidvoll beobachten. Und nun war er an der Reihe.

Der blondhaarige Schönling strich sich über das akkurat rasierte, bärtige Kinn. "Ihr würdet euch sicherlich sprunghaft in die oberste Macht-Sphäre des Ordens katapultieren, wenn es euch gelänge, diesen Verrat zu entlarven."

Auf den nächsten Kommentar hob der hochgewachsene Borosk-Mensch interessiert den Kopf. "Ich hatte bisher keine Ahnung. Ich freue mich, sie kennenzulernen." Die temperamentvolle Sith-Lady hatte eine Tochter? Er war sehr gespannt, wie sehr sie ihrer Mutter ähneln würde.

Darth Keebo. Er hatte nur am Rande davon gehört, dass auch er eine Jedi in den Orden gebracht hatte, eine Rätin sogar. "Also entweder im Jedi-Orden besteht gerade eine Aufbruchstimmung und allgemeine Unzufriedenheit setzt sich durch, oder persönliche Allüren führen dazu, dass Jedi-Ziele ihren Sith-Verführern erliegen. Die dritte, denkbar schlechteste Variante wäre, dass der Jedi-Orden einen Plan verfolgt, der uns bisher verborgen bleibt." seine Lippen formte sich zu einem gepressten Grinsen. "Warum man die Gäste" wobei der Schüler Gäste überspitzt betonte "hier hofiert und nicht mit allen Mitteln um ihr Wissen erleichtert, ist mir ebenfalls schleierhaft, Herrin." Er räusperte sich erneut.
"Ein Mitglied im Rat der Jedi wird man nicht ohne weiteres, ebenso wenig wie man einfach mal so im Sith-Orden aufsteigt. Jahrelange Indoktrination mit den Verblendungen und den schillernden Werten des Jedi-Ordens sind sicher nicht leicht zu knacken. Ich denke, dass der Jedi-Rat seine Mitglieder sehr präzise auswählt. Die Jedi sind keine kleine Hand voll Rebellen mehr, ihr Orden ist wiedererstarkt. Das Holo-Net ist voll von dieser Propaganda."

Kayn beendete seine Ausführungen. "Ich denke nicht, dass es möglich ist eine Jedi-Rätin zu bekehren. Wir sollten hoffen, dass die Rätin hier tatsächlich als Gefangene ihr Dasein fristet und entsorgt wird, nachdem sie ihren Zweck erfüllt hat. Bei anderen Jedi denke ich die Wahrscheinlichkeit besteht, die Vorzüge der Dunklen Seite für sich sprechen zu lassen." Das strategische Philosophieren mit Kira Guldur waren interessante Gedankenspiele. Sie schien Kayn testen zu wollen. "Loyalität? Wie können wir uns bei der Loyalität für irgendetwas bei Überläufern sicher sein?" Er warf seiner Meisterin ein diabolisches Grinsen zu.

Bastion - NoiTec-Tower - Etage 66 - Saal des galaktischen Handels - Graf Sturn, Brianna, Lady Adria, Darth Angelus, Venris, Darth Nergal, Darth Keebo, Darth Zion, Sera, Odile, Agatosh, Treeya, Kira und Kayn abseits
 
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[Bastion | Sith Tempel | Janus Domizil|Eowyns Gemächer || Darth Makhaira, Eowyn]



Die Jedi war eine Überraschung. Alleine die ersten Bewegungen welche Darth Makhaira beobachten durfte zeigten ihr, dass sie unter normalen Umständen physikalisch wahrscheinlich mindestens ebenbürtig wäre. Vielleicht wäre die Jedi ihr sogar überlegen. Langsam führte die Sith daher einen Zeigefinger an ihr Kinn. Instinktiv fing ihr Kopf an zu arbeiten, welche Optionen in einem realen Kampf bestünden. Wie stark diese Person in der Macht war vermochte Darth Makhaira nicht zu sagen. Fest stand nur, dass sie selbst mit hoher Wahrscheinlichkeit regelrecht harmlos war. Das Lächeln wirkte falsch. Dennoch zollte Darth Makhaira der anderen Frau einen grundlegenden Respekt indem sie eine Verbeugung andeutete. Tatsächlich kam die Jedi direkt zum Punkt weshalb Darth Makhaira in der Tat ein wenig lächelte.

“Freut mich Jedi Rätin El’mireth… In der Tat habe ich ein paar Fragen. So gesehen stimmt es…”

Ohne dem Ansatz von Freude sprach Darth Makhaira jedes der Worte, jedoch mit einem respektvolleren Unterton als zu bei Betreten des Raumes. Es war kein Wunder, dass die Jedi ihr keinen Platz anbot. Dafür war Darth Makhaira zu offensiv eingetreten. Dennoch musste sie zeigen, wer hier gerade das Sagen hatte. Also setzte sich die Sith und bot der Jedi mit einer Handbewegung einen Platz an. Mit einem Nachdenklichen Blick musterte sie die Jedi. Dachte ruhig nach was sie über den Sith wusste, der diese Frau hier her gebracht hatte. Es war effektiv nichts. Auch war sie nicht im Bilde wie eine Jedi-Rätin in die Fänge der Sith kam. Irgendwie nervte etwas daran. Eine Jedi-Rätin… ein normaler Sith scheiterte häufig schon daran allgemein Gefangene zu nehmen. Daher lehnte sie sich Darth Makhaira leicht vor.

“Ich bin nicht hier um mit Euch Tee oder Kaff zu trinken. Mich interessiert eher der Grund warum Ihr Euch für diese Räumlichkeiten entschieden habt. Wie kommt es… dass eine Jedi Rätin in die Hände der Sith fällt? Wer ist dafür verantwortlich? Ich meine… Ich bin froh gewesen eine Padawan in meine eigenen Hände zu bekommen, was allerdings mit viel Glück verbunden war… Ihr Meister hatte… Bedauerlicherweise… nicht so viel Glück…”

In der Tat verspürte Darth Makhaira einen gewissen Neid. Sie selbst hatte nur Glück gehabt als sie Marlis habhaft wurde. Eine Jedi-Rätin zu bekommen war da eine ganz andere Hausnummer. Eine Sache welche wirklich wichtig zu wissen war. Diese ganze Geschichte war halt ein wenig komisch. Auf der anderen Seite waren Räte wohl eher Prestige-Objekte als ein Jedi-Meister. Letztere schienen wohl ersetzbar. Allgemein war der Umgang mit den anderen Jedi häufig in den Augen der Sith kritisch. Womöglich würde alleine die Gefangennahme der Jedi-Rätin vor ihr einen Krieg nur wahrscheinlicher machen. Allgemein schloss die Sith nicht aus, dass die Jedi alles daran setzen würden ihr Gegenüber zu befreien. So gesehen gingen Lord Sturn und dieser Darth Keebo ein unglaubliches Risiko ein diese Person hier fest zu halten. Warum gingen diese beiden Männer so weit? Waren sie blind? Wahnsinnig? Oder einfach nur dumm? Solche Gefangene sperrte man auf eine Raumstation und verhörte sie. Man brachte nicht eine Pest in die eigene Heimat, über ließ sie sich selbst, nur um dann sich selbst zu feiern! Nein. Von dieser Jedi ging selbst jetzt in Gefangenschaft eine unglaubliche Gefahr aus. Es gab daher nur die Hoffnung, dass man sie auf ihre Seite zog und sie sich gegen die Jedi stellte. Darth Makhaira spürte langsam, wie ernst dieses Gespräch war. Wie viel auch an ihr hing, dass diese Risiken auf ein minimum reduziert würden. Dabei hatte sie doch eigentlich eher locker mit der Jedi reden wollen. Nun verkam das Ganze aber zu harter Arbeit... Und dazu... fühlte sich die Sith selbst unter Beobachtung. Etwas, was man an einem kurzen Blick zu einer der Kameras gefolgt von einem leichten Kopfschütteln erahnen konnte.




[Bastion | Sith Tempel | Janus Domizil|Eowyns Gemächer || Darth Makhaira, Eowyn]
 
[Bastion | Sith Tempel | Domäne der Lernenden | Gänge]
Norag, Lilya [NPC] und NPC's
Durch den Konflikt mit dem Kel’Dor hatte er nicht mitbekommen, wer alles als Zuschauer dies mit angesehen hatte. Auch nicht das seine Meisterin mittlerweile wieder im Tempel war und das mit angesehen hatte.
Er sah aber das einer der Kollegen des Kel’Dors, Lilya festgehalten hatte, daher wollte er so oder so schon immer wieder aufstehen. Aber der 2 Meter Muskelberg ließ es nicht zu und tritt ihm immer wieder in die Seite. Erst alt er nicht mehr selbstständig aufstehen konnte, da der Schmerz dann doch zu groß wurde lag er keuchend am Boden.

Er lag somit auf der anderen Seite die nicht verletzt wurde und konnte somit erst sehen das viele um sie herum standen. Und da erkannte er auch seine Meisterin etwas weiter hinten, sie war leicht zu erkennen, sie trat durch die Kleidung die sie trug aus der Masse hervor. Die meisten in der Runde hatten alle diese schwarzen Roben an, sie nicht.
Das war nicht gut, gar nicht gut oder? Das sie sah wie er versagte? Das wars dann wohl. Das war die kürzeste schönste Zeit die er hatte, dachte sich der Zabrak.

Als die Lethan losgelassen wurde rannte sie zu dem am Boden liegenden Zabraks. Sie versuchte im etwas auf zu helfen doch es klappte erst nicht so gut. Er versuchte sich erstmal mit ihrer Hilfe auf zu setzen um richtig Luft zu holen. Er sah dem Kel’Dor hinterher der ihn angriff und sah, das er an Darth Makhaira vorbei ging, als diese ihn davon abhielt weiter zu gehen versuchte er zu verstehen was dort los war. Doch die anderen Jünger waren zu laut, er konnte nicht verstehen was sie zu ihm sagte.
Ihm gefroren seine Adern als er den Blick mitbekommen hatte, mit dem sie den Kel’Dor ansah. Was hatte sie zu ihm gesagt? Im stockte der Atmen, er hielt für eine gewisse Zeit die Luft an. Es schien dem Kel’Dor jedoch zu gefallen was sie sagte, denn er fing an zu grinsen als sie aufhörte zu reden und ging dann schnell seinen Kollegen hinterher, die schon vorher gegangen waren.

Dann kam die Dame auf die beiden zu. Norag sah das Lilya gerade was sagen wollte und legte mit einem Kopf schütteln die Hand auf ihre Schulter, da er seine Meisterin schon gesehen hatte. Im selben Moment klatschte die Sith freudlos. Er erkannte die Dame neben der Sith, es war die die im Schiff mit dabei saß, die ehemalige Padawan, Marlis.

Als sie sich mit den Worten der Blamage zu ihm runter kniete sah er ihr in die Augen. Diese Augen waren echt gruselig wenn man sie vom nahen betrachten konnte. Dennoch wich er ihrem Blick nicht aus und blieb standhaft. Ja er hatte sich blamiert. Man konnte es nicht nur in ihren Worten hören, nein auch in dem Blick mit dem sie den Zabrak ansah. Es war ein eiskalter Blick. So kalt dass man das Gefühl hatte, dass sie Temperatur von jetzt auf gleich, extrem abgekühlt hätte. Als die Twi’lek nach Luft holte, drückte er seine Hand zusammen, die immer noch auf ihrer Schulter lag, als Zeichen dass sie nichts sagen sollte. Doch bevor er selbst was sagen konnte, richtete sie sich wieder auf.

Als sie dann schließlich ging, nachdem sie scheinbar Marlis was sagte, half Lilya ihm auf die Beine, er ließ sie dann los und sah Darth Makhaira hinterher. Er sah dann die Lethan an, die am verzweifeln war. Er sah dann wieder in den Gang in dem die Sith verschwunden war und legte wieder Mals eine Hand auf die Schulter von der Twi’lek.

“Du kannst dafür nichts, ich hatte die Anweisung in die Bibliothek zu gehen und zu lernen. Dich trifft keine Schuld, ich bin meiner Anweisung nicht nachgegangen.”

Doch den nächsten Satz der Dame ließ er offen im Raum stehen, er zog die Kapuze wieder auf, die er bei dem Fall vom Kopf verloren hatte und sah mit einem düsteren Blick in den Gang hinein. Er nahm seine Hand weg und ging los. Er ließ die beiden einfach so im Raum stehen, er ging auch an Marlis vorbei, die er auch nicht ansah. Doch konnte man aus ihrer Sicht sehen, wie finster sein Blick war. Trauer, Wut und Furcht konnte man in diesem Blick erkennen.

Er lief durch die Gänge des Tempels in Richtung des Schiffes. Dort angekommen ging er in den Raum seines früheren Meisters und wollte wissen wer seine Eltern waren, da er jetzt zumindest lesen konnte. Er suchte das Datapad, was er gefunden hatte, als er mit Darth Makhaira auf den Weg zu diesem Planeten war. Und er fand es dann auf dem Tisch lag es noch, sie hatte nicht mitbekommen. Er setzte sich auf das Bett im Raum und versuchte die Infos des Datapad zu bekommen.

[Bastion | Sith Tempel | Landeplattform | unbenannter YT-1400 Frachter]
Norag
 
[Bastion, Center, Etage 66 des NoiTec-Tower, Bankettsaal]Darth Nergal, Graf Sturn, Brianna, Lady Adria, Darth Angelus, Venris, Darth Keebo, Kira Guldur, Darth Zion, Sera, Odile, Agatosh

Mit Brianna zu plaudern war erfrischend, nahm sie doch kein Blatt vor den Mund. Odile beging jedoch nicht den Fehler, deshalb sorglos zu werden und ihrerseits jeden ihrer Gedanken laut auszusprechen. Nicht an diesem Ort und schon gar nicht in dieser Gesellschaft. Einen Augenblick lang überlegte die elegante Tapanerin, ob es dafür je den richtigen Ort und die richtige Gesellschaft geben konnte - und ob es mehr über sie oder mehr über ihre Umgebung aussagte, dass sie diese Frage verneinte. Einstweilen war Mode jedoch ein relativ unverfängliches Gesprächsthema, wenn man die Fettnäpfchen, die es auch dabei gab, kannte und gekonnt darüber hinweghüpfte.

"Frau sollte entweder ein Kunstwerk sein oder ein Kunstwerk tragen. Im Idealfall natürlich beides."

Odiles charmantes Lächeln wuchs noch etwas in die Breite, als Brianna wie zufällig ihre Robe beiseite schob und der blonden Künstlerin damit einen Blick auf ihren durchtrainierten Körper gestattete. Sie quittierte die Geste mit einem anerkennenden Nicken und beugte sich etwas vor, um der Echani ins Ohr zu flüstern.


"Normalerweise schätze ich Understatement und dezentes Auftreten, aber in diesem Fall bedaure ich, dass Euer Meister Euren Anblick so eifersüchtig hütet und der Welt vorenthält."


Briannas Entschuldigung nahm die tapanische Aristokratin mit einem nonchalanten Schulterzucken auf. Odile wußte um ihr Talent und ihr Können - dass sie jemandes Geschmack nicht traf, kümmerte die Virtuosin daher wenig.


"Es ist nicht nötig, dass Ihr Euch entschuldigt. Allerdings ist es schade, dass Ihr bisher noch nicht die Gelegenheit hattet, Euch von Musik verzaubern oder mitreißen zu lassen. Ich bin mir sicher, dass es auch für Euch..."
, unvermittelt unterbrach sich Odile und wedelte ungeduldig mit der Hand. "Diese Förmlichkeit ist sooo anstrengend. Wollen wir nicht zum Du übergehen? Also, was ich sagen wollte: Musik ist vielfältig. Nicht jeden bewegt das Gleiche und das ist auch gut so. Alles andere wäre unerträglich... vulgär."

Bevor sie noch ein wenig weiter gingen, griff sich Odile eine lange Rispe mit kleinen, blutroten Beeren von einem Tablett und knabberte ein paar davon, während sie mit einiger Verwunderung Briannas offenen Worten über die Sith lauschte.

"So habe ich das noch nie gesehen. Aber ich gehöre dem Orden erst seit kurzer Zeit an und hatte noch nicht die Gelegenheit, viele Bekanntschaften zu schließen. Mir scheinen jedoch die Sith ausgesprochene Individualisten zu sein, so dass es mir schwer fallen würde, eine solch allgemeine Beobachtung zu machen."

Auch Brianna schnappte sich auf dem Weg zu einem Neuankömmling, den sie mit Darth Keebo ansprach, ebenfalls noch ein delikat aussehendes Häppchen und übernahm zuvorkommend die Vorstellung für Odile, so dass diese noch einen Augenblick Zeit hatte, den hochgewachsenen Mann zu betrachten. Seine braunen Augen waren zum Versinken tief und sie entschied, dass er definitiv nicht in die zuvor von Brianna kritisierte Gruppe mit dem beschränkten Horizont gehörte.


"Odile Lemaire."
, ergänzte die junge Frau die Worte der Echani. "Zwar bin ich im Tapani-Sektor recht bekannt, aber auf Bastion nur eines von vielen Sternchen. Im Moment bin ich als Schülerin von Darth Angelus hier.", meinte Odile artig und lächelte mit höflicher Bescheidenheit.

[Bastion, Center, Etage 66 des NoiTec-Tower, Bankettsaal] Darth Nergal, Graf Sturn, Brianna, Lady Adria, Darth Angelus, Venris, Darth Keebo, Kira Guldur, Darth Zion, Sera, Odile, Agatosh, Kayn
 
.: - Bastion - Auf dem Weg zur Raumhafenbar - Jando, Maxime(NPC), plus Pico - :.

Jando war nicht ganz wohl dabei die Bar aufzusuchen. Wenn es nach ihm ginge würde er brav seinen Tagesdienst verrichten und danach in seiner Koje auf das Signal warten.
Maxime zog den Wissenschaftler zu einem Marktstand und beide holten sich Rontokebab to Go. Angekommen vor der Bar klappte seiner Begleitung die Kinnlade runter.


ZU, WAS ZUM IMPERATOR MEINEN DIE MIT ZU?!

Ein angetrunkenes Pärchen kreuzte ihren Weg und lallte: Jap die haben schon vor zwei Wochen zu gemacht, angeblich Wompratten im Essen, ich sage aber dies ist eine Schmutzkampagne...!

Die Frau redete immer lauter und fing an wild herum zu gestikulieren...


"Das ist kein Grund hier so wild herum zu schreien werte Dame"

In der Tat kamen zwei Sturmtruppen auf die Gruppe zu und blieben in Kontrollreichweite stehen.

Ausweise! Ihr stört die öffentliche Ruhe, wenn nicht sofort damit aufgehört wird nehmen wir Sie fest und der Wachoffizier darf sich mit euch rumärgern...

Jando wandte sich den beiden zu und sein Geist suchte den Verstand der beiden Truppler.

"Hier meine Herren, mein Ausweis!"

Jando nutzte die Macht um die beiden nicht allzu genau hinsehen zu lassen, welches nicht schwer war die Truppler waren gelangweilt und eher genervt vor dem Wachwechsel noch eine Personenkontrolle durchzuführen.
Nach und nach wurden alle Kontrolliert und dann auch schon entlassen, der Mann des lauten Pärchens lallte noch im weitergehen: Im "Spectre" zwei Blocks weiter ist aber heute Abend Happy Hour von 10 bis Mitternacht!


Maximes Miene hellte sich sofort auf

Hast du das gehört, los geht's!

Der Ritter seufzte und Pico gab ein belustigtes Piepsen von sich er würde Wohl oder Übel nicht um einen geselligen Abend herumkommen. Die zwei entledigten sich ihrer Spieße und machten sich auf den Weg zur besagten Bar.
Dort angekommen zahlten sie ihren Eintritt(40 Credits und ein Getränk frei) und betraten die Lokalität, es war nicht übermäßig voll und es gab Tische am Rand wo man sich etwas vom Trouble der Tanzfläche absetzen konnte. Der Droiden-DJ legte grade eine neue Tanzplatte auf und mehrere Anwohner sammelten sich auf der Tanzfläche und begannen ihre Körper zur Musik zur bewegen.


Ich hole was zu Trinken such du uns schon mal einen Tisch!
Damit verschwand seine Abendgesellschafft auch schon in der Menschentraube...

"Pico ich werde das Gefühl nicht los es wird heute komplizierter als gewöhnlich..."

Der kleine Droide Antwortete mit einem ansteigenden Ton der Belustigung widerspiegeln sollte.

Jando setzte sich an einen freien Tisch und streckte seine Fühler aus, konnte aber nichts ungewöhnliches bemerken. Die Leute waren einfach nur hier um den Arbeitstag sacken zu lassen.
Seine Nackenhaare stellten sich auf und für den Bruchteil einer Sekunde fühlte er etwas vertrautes, unmöglich hier und jetzt. Seine Brust verkrampfte sich und sowohl ein Schaudern als auch ein kleiner Stich blieben zurück.


Hast du einen Geist gesehen du bist so blass?

"Nichts war nur in Gedanken"

Sagte der junge Mann und nahm Maxime ein Glas Bier und vier Shotgläser ab. Seine Arbeitskollegin hatte scheinbar Lust die Nacht zum Tag zu machen...schon wurde das erste Glas gehoben.

"Auf das Imperium und der unendliche Wissensdurst der wissenschaftlichen Akademie!"

.: - Bastion - Im "Spectre" - Jando, Maxime(NPC), plus Pico, etwas entfernt, Olesia en-Geth, Zel (Ahna) - :.
 
Bastion - Sith-Tempel – Domäne der Oberen – Janus' Domizil, Eowyns "Zimmer", mit Darth Makhaira

Die Sith vor ihr verbeugte sich minimal - und Eowyn tat es ihr gleich, darauf bedacht, sich nicht tiefer zu neigen als die Frau vor ihr es getan hatte. Nein, da war kein Respekt, welchen diese Bewegung normalerweise ausdrückte, aber hier ging es um mehr. Hier ging es ums Überleben, nicht nur ihres sondern das Ians und damit der ganzen Mission. Wenn es bedeutete, dass sie hin und wieder ein bisschen mitspielen musste - dann war es so. Hin und wieder. Ein bisschen. So sehr, wie sie konnte. So sehr, wie sie sich nicht selbst verlieren würde.

Eowyn registrierte sofort, dass ihr Gegenüber seinen Namen nicht nannte. Sie konnte sich kaum vorstellen, dass sie es einfach... vergessen hatte... Bloß der Grund konnte vielfältig sein. Müßig, darüber zu spekulieren. Zumindest aktuell.
Die Sith setzte sich, und gönnerhaft kam das Angebot an Eowyn, sich ebenfalls zu setzen - als wäre dieses Zimmer hier ihr Zuhause. War es ja auch. Im weitesten Sinne. Ein dünnes Lächeln erschien auf Eowyns Gesicht.
Danke, ich stehe lieber. Die psychologische Bedeutung des Auf- und Hinabsehens sollte nicht unterschätzt werden... Und sie war außerdem nicht bereit, sich hier hinzufläzen, als ob das hier ein Gespräch unter Freunden wäre.

Immerhin schien die Sith begriffen zu haben, dass sie hier mit Pöbeleien nicht weiterkam. Dachte sie gerade über eine neue Strategie nach? Die Freundessache, oder doch eher das Gespräch auf "professioneller Ebene"? Fragen hatte sie... was auch immer das hieß. Fragen über sie? Die Jedi? Den Rat? Die Republik? War das der erste Versuch eines Verhörs? Eowyn verschränkte die Hände hinter dem Rücken und wartete ab.

Kein Tee oder Kaff. Keine Freundesschiene also. Das ist gut, ich habe auch keinen da. Sarkasmus. Wie immer. Die Frage, die folgte, war aber erneut so formuliert, als hätte Eowyn in ihrer Rolle eine Wahl gehabt. Sprachen die Sith sich alle ab? Sie alle taten so, als wäre das hier keine klassische Gefangennahme. Damit sie sich später rausreden konnten, wenn die Republik "offiziell" etwas erfahren würde? Viel wichtiger aber waren die Informationen die folgten. Ahnte die Sith etwas? Oder gehörte sie nur zu denen, die den neuesten Klatsch brühwarm persönlich erfahren wollte? Wobei dieser langsam nicht mehr "brühwarm" war... Immerhin war sie nicht erst seit gestern hier. Die Erwähnung der Padawan... Provokation? Wahrheit? Übertreibung? Mir ist nicht bekannt, dass wir kürzlich einen Meister verloren hätten, antwortete Eowyn ruhig, obwohl sie absolut keine Ahnung hatte, wer in letzter Zeit vermisst gemeldet worden war. Tatsächlich log sie mit dieser Aussage auch nicht. Sagte diese Frau aber vor ihr die Wahrheit, und würde sie Gelegenheit haben, von hier zu entkommen, dann konnte Eowyn zumindest aufklären, was mit diesen Personen geschehen worden war. Die Gelegenheit sollte sie durchaus nutzen. Und außerdem gab es ihr Zeit, darüber nachzudenken, was sie ansonsten antworten wollte.

Erneut die Frage, ob sie überhaupt antworten musste. Kooperation war so eine Sache... Nicht zu viel, nicht zu wenig. Da Antworten in diesem Fall aber eher nutzen als schaden würden... Zumindest, was Ian und ihr Hauptziel hier anging... Nun... Eowyn drehte sich umschauend in ihrem kleinen Quartier um. Die Aussicht hier ist in Ordnung, und eine eigene Nasszelle ist immer zu bevorzugen. Außerdem wird mir das Essen gebracht und ich genieße einen vierundzwanzig-Stunden-Rundumservice, es ist also alles in allem... ein sehr erholsamer Aufenhalt. Ich gebe zu, das Bett könnte bequemer sein und die Freizeitangebote sind mau, doch ja... Eowyn zuckte mit den Schultern. Sie hatte nicht das Gefühl, dass ihre Antwort die Sith sofort auf die Palme bringen würde - wobei es ein guter Test war. Und die Sith ihr gegenüber würde bei diesem Gespräch auch noch etwas lernen - auf ihre Wortwahl zu achten. Eine solche indirekte Antwort half ihr außerdem, sich nicht allzu sehr kleinzumachen. Wieder eines dieser taktischen Gespräche... Gut, dass sie sich ein wenig vor ihrer Abreise damit beschäftigt hatte, eine Expertin darin war sie allerdings noch lange nicht. Oh nein, ihr Wissen war gerade groß genug um zu erkennen, was sie alles nicht wusste...
Und letzten Endes fehlte noch der Punkt, der sie erneut, wie im Gespräch mit Saphenus, am meisten demütigen würde. Doch es war besser, die Sith hielten sie für unfähig, sie und vielleicht auch die Jedi im Allgemeinen, die jemanden wie sie zu einer Rätin machten, als dass sie sie überschätzten.

Was den Rest angeht... Eowyn machte ein paar Schritte, ließ versteckt leichtes Unwohlsein durchscheinen. Wenigstens ihre schauspielerischen Fähigkeiten waren denen in Gesprächsführung überlegen. Sie blieb stehen, straffte sich und sah die Sith direkt an. Ich war dumm, gab sie unumwunden zu. Sehr dumm. Man hat mich gewarnt, doch ich wollte nicht hören. Aber ich muss gleichzeitig zugeben... Sinnierend sah Eowyn kurz ins Weite. Er hat es klug angestellt. Ich will ihm für seinen Verrat die Augen auskratzen, aber... ich bin klug genug zu erkennen, dass ich dumm genug war, um mitzuspielen. Sagt bloß, es hat sich noch nicht herumgesprochen, dass Darth Keebo eine einfältige Rätin um den Finger gewickelt hat? Eowyn hob die Augenbrauen und drängte die Sith vor ihr innerlich, ihr Informationen zu geben. Ich war der Überzeugung, er würde nun prahlend durch dieses Gebäude laufen und jedem davon erzählen, der ihm nicht sofort den Mund zuklebt. Immerhin... wäre ich sein "Schlüssel zur Beförderung", wie er es mir so genüsslich unter die Nase gerieben hat. Aber glaubt mir... Eowyn lächelte hart. Ich habe meine Lektion gelernt. Ich vertraue nie wieder einem Sith. Auch keinem angeblich ehemaligen. Bloß könnte das vielleicht kontraproduktiv für Eure Pläne sein, nicht wahr? Ihr Lächeln wurde ein wenig liebenswürdiger, auch, wenn es noch immer nicht real war. Nichts hier war real. Bloß war es manchmal selbst für sie schwer, manches auseinanderzuhalten...

Bastion - Sith-Tempel – Domäne der Oberen – Janus' Domizil, Eowyns "Zimmer", mit Darth Makhaira
 
Bastion, Stadtmitte – NoiTec-Tower, Etage 66 – Bankettsaal – viele SCs, Keebo, Odile und Brianna

Hätte Keebo es nicht besser gewusst, er hätte beinahe selbst geglaubt, sich schon immer in solchen Kreisen bewegt zu haben. Ihm fiel es nahezu leicht, in Kontakt mit anderen zu treten.
Weil du nicht du selbst bist, mahnte ihn eine leise Stimme, die Keebo gekonnt ignorierte.
Wie konnte es einfacher sein, jemanden darzustellen, der man nicht war, als der zu sein, der man war? Sicher kein guter Moment, sich länger mit diesem Gedanken zu beschäftigen, auch, wenn er einen seltsamen Schatten hinterließ. Da war zu viel, dass der Dunkelhaarige beiseitedrängen musste. Gedanken, Gefühle, sich selbst. Und doch funktionierte es hervorragend zu nickend, interessiert zu tun und in der Rolle des Heuchlers - den er so verabscheute- aufzugehen.

Als er sich gerade in Bewegung setzen wollte, sah er Brianna auf sich zukommen, in Begleitung einer anderen, jungen Frau, die sie als Odile vorstellte. Odile Lemaire hatte Sommersprossen, die sich von ihrer Nase über ihre ausgeprägten Wangen zogen – nein, sie zeichneten, als hätte ein Künstler noch den letzten Feinschliff für sein Gemälde vorgenommen. Sie war
hübsch. Und sie hatte in ihrem Auftreten etwas, das Ian an Tahiri erinnerte. Sie sprach beinahe mit der gleichen Bescheidenheit, in der Tahiri vor so vielen Jahren von ihren Tanzkünsten erzählt hatte. Für einen winzigen Moment spürte Keebo etwas in sich aufwallen, das sich nicht beschreiben ließ. An Tahiri denken, ausgerechnet auf Bastion, sich an sie zu erinnern, obwohl sie schon so lange tot war. Schon Eowyn passte nicht hier her, und sie war physisch hier. Vergangenheit und Gegenwart an diesem Ort – es war völlig absurd.

Odile Lemaire“, wiederholte Keebo geistesgegenwärtig den Namen der Sängern und schenkte ihr ein charmantes Lächeln. „Es freut mich, Euch kennenzulernen, auch wenn ich, verzeiht, zugeben muss, dass mir Euer Name unbekannt ist. Eure Bescheidenheit ehrt Euch. Ich hoffe, trotz Eurer neuen Aufgabe und der damit verbundenen, nun, Jonglage Eurer Zeit, doch etwas von Euch zu hören. Kunst ist etwas, das dem Orden sicher guttun wird und wofür wir uns vermutlich alle mehr Zeit nehmen sollten.“ Ein kleines Seufzen folgte, das darauf hindeutete, dass er sich gerade selbst dabei ertappt hatte, sich nicht genug Zeit zu nehmen, dann sah er zu Brianna.
„Ihr habt mich gefunden, und ich hoffe“, ein schalkhaftes Lächeln wechselte von Brianna zu Odile und zurück, „dass ich nicht erneut mit Unwissenheit glänze, was die Beantwortung Eurer Frage betrifft.“ Wo er schon eine berühmte Musikerin nicht erkannt hatte, wäre es wohl überaus peinlich, erneut zu versagen. Ja, überaus deutlich, aber weniger peinlich, war auch das Grinsen, das sich Keebo schließlich endlich verkniff.

Bastion, Stadtmitte – NoiTec-Tower, Etage 66 – Bankettsaal – viele SCs, Keebo, Odile und Brianna
 
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[ Bastion | Bastion Center | NoiTec-Tower | Etage 66 | Bankettsaal ] - Aren Vayliuar, Agustin Prada, Darth Zion, Anhänger des Sith-Lords (Agatosh, Sera)

Es war interessant, dem hochrangigen Sith-Lord zu seinen kurzen Ausführungen zum Thema Niederschlagung von Rebellen zuzuhören, besonders, wo er sich doch einigermaßen gut in beide Positionen hineinversetzten konnte. Zwar war die Art des Kampfes, die er damals, als Soldat geleistet hatte, wohl eine andere als die, mit der Darth Zion mithilfe der Macht Rebellen zerschlug, doch hatte er ebenfalls an vorderster Front gestanden, seine Waffe im Anschlag gehabt und Imperiale Gerechtigkeit persönlich vollzogen. Andererseits wäre er natürlich auch mit der Macht von Symbolen vertraut, alles andere wäre wohl schlecht für seine Karriere gewesen. Beides war notwendig, um den Geist der Rebellion zu zerbrechen. Agustin unterstrich nochmals die Wichtigkeit solcher demonstrativer Akte, wozu auch Aren nur zustimmend nicken konnte.

,,Ja, Stärke symbolisch und demonstrativ zur Schau zu stellen und dann auf diese zur Schau Stellung erfolgreiche Taten folgen zu lassen, dass ist es, was Rebellionen bricht und ich glaube auch, dass ist es, was wir drei mehr als gut verinnerlicht haben."

, erwiderte Aren mit einem charmanten Schmunzeln, bevor nun die Reihe an die drei Damen in Begleitung der Politiker kam, welche zuerst von Zion begrüßt und dann nochmals einzeln von Agustin vorgestellt wurden. Irgendwie hatte es etwas an sich, Adriana dort zu sehen und zu wissen, dass wegen ihr wahrscheinlich nicht wenige einen neidischen Blick zu Aren warfen. Er hatte bereits völlig vergessen, wie sich so etwas anfühlte, hatte er doch in den letzten Jahren kaum Zeit für eine Beziehung gefunden. Seine letzte Beziehung war wohl auf Uyter gewesen und hatte nicht lange seine Zeit in der imperialen Verwaltung überlebt. Diese war zwar etwas anderer ... etwas freiwilligerer Art gewesen, doch hatte Aren seine große Abneigung zu diesem Punkt bei seiner Verbindung zu Adriana über die letzten Tage und Wochen stetig abgelegt, wie es ihm nun mehr als deutlich auffiel.

,,Dem kann ich mich nur anschließen. Eine Freude wie Ehre sie kennen lernen zu dürfen, Darth Zion."

, gab Adriana mit einem freundlichen Lächeln von sich. Auf den traditionellen Handkuss verzichtete sie anscheinend lieber bei einem Sith wie Zion, wofür Aren durchaus auch Verständnis aufbringen konnte, fiel es ihm doch gerade jetzt auch noch schwer, den Mann richtig einzuordnen und einzuschätzen. Vielleicht hatte Adriana ja sogar mehr Erfahrungen in Richtung Sith gemacht, als Aren sich rühmen konnte. Er hatte ja keinerlei Ahnung, wie eng die Verbindungen der Figgs zum Orden waren und wie die Situation dies bezüglich überhaupt im galaktischen Süden aussah. Wovon er aber doch ausging war, dass sie zumindest ein paar mal Sith bereits gesehen und auch mit ihnen gesprochen hatte, wirkte sie doch nicht eingeschüchtert oder kleinlaut, wie man es sonst vielleicht hätte erwarten können, wenn man das erste Mal vor einem Mann von dem Kaliber eines Darth Zion stand.
Das Gespräch schwankte schnell in eine private und eher entspannte Richtung. Agustin erzählte dem Sith-Lord von ihrer gemeinsamen Reise und wie sie schließlich hier auf Bastion gelandet waren. Wie der Zufall doch spielen konnte. Er erzählte über geschäftliche und politische Erfolge und schließlich auch über das enge Bündnis, welches sich zwischen ihnen beiden entwickelt hatte. Gerade mit dem letzten Satz schien er, wie es sich bei der Betonung heraushorchen ließ, andeuten zu wollen, dass es zu mehr gekommen war, als lediglich ein bisschen politischer herumplänkelei.

,,Ja, wie der Zufall so spielen kann. Als wir uns auf Yaga-Minor trafen konnte man wohl kaum damit rechnen, dass wir eine dermaßen ergiebige Zeit genießen würden, die, wie es scheint, mit jedem Zwischenstopp noch ergiebiger zu werden. Gerade Männer wie wir beide und ihr, Darth Zion, die Erfahrungen im Kampf mit Anti-Imperialen Abschaum gesammelt haben wie nur wenige andere, müssen sich doch zusammentuen und die erreichten Erfolge bündeln, um das Imperium zu noch größeren Erfolgen führen zu können. Es wäre eine Schande, das Potential, welches sich aus einer Zusammenarbeit von Männern wie uns ergeben könnte, nicht zu nutzen."

Doch hatte das Gespräch kaum richtig an Fahrt aufgenommen, als bereits eine weitere Person zu ihnen stieß. Vom Äußeren wirkte sie mehr als unspektakulär, ein gebrechlicher Zabrak, gehüllt in Roben der Sith. Die Zugehörigkeit, die seine Kleidung bereits ausdrückte, wurde jedoch nochmals von dieser Aura, die von ihm ausging, unterstrichen. Und das nicht zu schlecht. Ihm fehlte zwar jegliches Feingefühl und alle Sensibilität dafür, doch konnte man spüren, dass etwas von dem Mann ausging, etwas, was sich auch vor einem Darth Zion nicht unbedingt verstecken musste. Wie es der Zufall so wollte, schienen auch hier wieder Verbindungen zu Agustin zu existieren und diese auch hier auf einer verhältnismäßig persönlichen Ebene. Aren blickte seinen Verbündeten und Freund etwas überrascht an. Es schien, als habe er dessen Verbindungen in den Sith-Orden doch nochmals unterschätzt. Doch bot dieser Umstand für Aren ja nur Vorteile. Man musste es so sehen, jeder Verbündete Agustins konnte auch ein potentieller Kontakt Arens werden und er konnte nicht oft genug sagen, wie dringend er diese Kontakte in den Orden der Sith wollte. Eine Lektion, die ihm bereits sein Vater und nach ihm seine Großmutter auf Bastion und sein Großvater auf Uyter beigebracht hatte war, dass es immer gut war, irgendwo jemanden zu kennen. Und gerade für einen Politiker war dies ein heiliges Gebot. So hatte sein Vater als Kommandeur eines Stützpunktes der Armee immer auch auf gute Verbindungen zur Oberschicht Bacranas gesetzt und durch seine Frau, Arens liebe Mutter, es damit auch nicht all zu schwer gehabt. So hatte Aren schnell erlebt, was es bringen konnte, Kontakte zu besitzen. Gab es einige besonders vielversprechende Kadetten, sie tauchten unter der Führung seines Vaters auf. Gab es irgendwelche rar gesäten Luxusgegenstände, die Vayliuars hatten schnell Zugang dazu. Und auch, als es dann für seinen Vater zu größeren Aufgaben und Positionen ging, ebneten ihm diese Kontakte wohl alles andere als unwesentlich einen unkomplizierten Weg dafür.
Kontakten zum Geheimdienst konnte Aren sich bereits rühmen. Kontakten zu Industriellen, gehörte er doch selbst zu ihnen, natürlich ebenfalls. Auch Militär war für ihn ein Feld, in dem er gut seine Karten spielen konnte. Mit der Verleihung des ,,Ehrenbands für das Fördern der Neuen Ordnung", welcher er sich in baldiger Zukunft rühmen durfte und dem damit zum greifen nahe liegendem Sitz in dem Kollegium der Förderer des Galaktischen Imperiums würden auch seine momentan eher zurückhaltenden Kontakte zur KOMENOR und ihren Organen sowie zur restlichen imperialen Oberschicht wohl auf ganz neue Art und Weise aufblühen. Lediglich der Sith-Orden, lediglich dieser so mysteriöse und für Fremde uneinsichtige Orden hatte sich bisher seinem Zugriff entzogen. Doch, wenn der Abend sich in die Richtung entwickelte, wie es sich andeutete und wie es bei den Projekten der vergangenen Tage immer der Fall gewesen war, würde dieser beschämende Umstand bald der Vergangenheit angehören.

[ Bastion | Bastion Center | NoiTec-Tower | Etage 66 | Bankettsaal ] - Aren Vayliuar, Agustin Prada, Darth Zion, Anhänger des Sith-Lords (Agatosh, Sera), ihm unbekannter Zabrak (Saphenus)
 
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