Coruscant

~ Coruscant ~ Jedi-Tempel ~ Große Halle ~ mit Eowyn und irgendwo Steven Crant neben Elise und Riuen, Faith hinter ihm, Tenia in den hinteren Reihen sowie zahlreiche weitere Jedi ~



Die letzte Trauerfeier auf der Ian gewesen war, war die Tahiris gewesen und dort war nur eine kleine Gruppe aus Menschen gewesen. Eine kleine Gruppe – und er selbst und jeder hatte etwas gesagt, und Ian war es kaum möglich gewesen, zu sprechen. Damals schien so unendlich lange her und Ian hatte diesen Tag beinahe völlig aus seiner Erinnerung gedrängt. Alle hatten geweint und die Umstände Tahiris Tod war mehr, als ein Schatten gewesen, der über den Trauernden geschwebt hatte. Alle hatten versucht sich darauf zu konzentrieren, etwas zu sagen, das Tahiri ehrte, das ihre besondere Person hervorhob, sie hatten angestrengt versucht, ihr die letzte Ehre zu erweisen. Sie war nicht einmal dreißig geworden und jetzt, jetzt auf dieser Trauerfeier wünschte Ian sich beinahe, dass Tahiri eine Jedi gewesen wäre, die beim Versuch, alle anderen zu retten, gestorben wäre. Dieser Umstand wäre traurig genug gewesen. Doch ihr Tod war unerträglich gewesen. Die Umstände. Die Bilder. Alles. Alles.
Ian spürte, dass er weinte und versuchte nicht, seine Tränen aufzuhalten, die Ahna und Tahiri, die all den Opfern galt, die das C-Virus und dessen Umstände verschuldet hatte.
271 Jahre hatte Ahna dem Orden gedient und nun war sie tot obwohl sie, wie Wes erklärte, noch so viel Zeit vor sich gehabt hätte. Wie hatte Ahna gefühlt, in all den Jahren, in denen sie mit hatte ansehen müssen, wie Republik und Imperium immer wieder in Kämpfe verwickelt waren, wie Imperatoren kamen und gingen. Eigentlich war all das unvorstellbar. Dass es Wesen gab, die ähnlich alt oder noch älter wurden, die so viel Geschichte miterlebten, Hoffnungen, Wünsche, Träume. Wo standen sie jetzt und wie oft hatte die Galaxis in Kriegen gesteckt die wieder und wieder Opfer forderten? Aber in all der Trauer durfte Ian eines nicht vergessen: Es hatte immer wieder Zeiten des Friedens gegeben. Zeiten des Glücks und all diese Momente galt es festzuhalten und alles daran zu setzen, für diese Momente zu kämpfen und Sorge dafür zu tragen, dass sie nicht nur Momente blieben, sondern lange Zeitspannen.

Was Eowyn schließlich über Ahna zu erzählen hatte klang für den Dunkelhaarigen auch wie eine Erzählung über sie und vielleicht war Eowyn weit mehr als ein ‚Ersatz‘, den es nicht geben konnte. Eowyn würde ihr Vermächtnis ganz sicher bewahren, weil sie bereits jetzt schon das tat, was Ahna immer getan hatte. Ohne zu zögern alles geben, um denen zu helfen, die sie liebte oder die für das Gute eintraten.

Trauer und Stolz erfüllten Ian gleichermaßen und als Eowyn vom Podium zu ihrem Platz zurückkehrte, griff er fest nach ihrer Hand, ließ diese nicht los und blieb neben ihr sitzen, auch wenn er den vorgelesenen Namen die letzte Ehre erwies.

„Ahna wäre auch sehr stolz auf dich gewesen“, wandte Ian sich schließlich mit einem warmen, ehrlichen Lächeln zu Eowyn, als die Trauerfeier beendet wurde und die erste leise Unruhe sich im Saal ankündigte, weil sich nun Gespräche bildeten. Und er wünschte, er wäre dabei gewesen. Aus so vielen Gründen. Allerdings durfte er Kast hier kaum erwähnen, auch wenn eine kleine Gruppe in diesem Raum wusste, dass Ahnas Tod anders war, als das, was offiziell gesagt worden war.
Ian wusste, dass er ihren Tod nicht hätte verhindern können – und doch, doch war da ein großer Teil, der auf Kast hätte sein wollen und natürlich war da auch ein Teil, der gerne mit Ahna getauscht hätte. Nicht, weil Ian seines Lebens müde war, sondern weil es irgendwie gerecht gewesen wäre. Da war so viel, was er gerne getan oder gesagt hätte, und wiederum so viel, das einfach schweigen wollte. „
Ich bin es“, wiederholte er stattdessen, sah hinüber zu dem Holo von Ahna und dann wieder zu Eowyn, die nun vielleicht auch mit anderen Anwesenden sprechen wollte.


~ Coruscant ~ Jedi-Tempel ~ Große Halle ~ mit Eowyn und irgendwo Steven Crant neben Elise und Riuen, Faith hinter ihm, Tenia in den hinteren Reihen sowie zahlreiche weitere Jedi ~
 
[Coruscant - Obere Ebenen - Jedi-Tempel - Große Halle] Ganner, Brianna, Elise, Riuen, Faith, Steven, viele Jedi

Nun wollte die Echani also doch etwas über ihn erfahren. Ausgerechnet bei seinem Abschied von der Marineinfanterie hätte Ganner dabei allerdings nicht begonnen. Zwischen damals und seinem Entschluss, zu den Jedi zu gehen, lagen Jahre, über die er auch mit einem freundlicheren Gegenüber kaum beim ersten Kennenlernen gesprochen hätte.

„Ich bin aus familiären Gründen ausgeschieden. Die Entscheidung für die Jedi kam erst einige Jahre später, auch wenn ich von meiner Begabung schon wusste. Ich hatte damals anderes im Kopf und habe das ziemlich lange vor mir hergeschoben, bis ich irgendwann eingesehen habe, dass ich damit allein nicht recht weiterkomme.“

Inzwischen gelang ihm immerhin einiges, das er sich früher kaum hätte vorstellen können. Es gab Abende, an denen er mit dem Ergebnis einer Übung zufrieden in sein Quartier zurückging und schon darüber nachdachte, was er am nächsten Tag versuchen wollte. An anderen Tagen kam er mit derselben Sache stundenlang nicht voran und ertappte sich dabei, wie bereitwillig er sich ablenken ließ. Er hatte sich das schließlich selbst ausgesucht, nur konnte es trotzdem verdammt eintönig werden. Zurück zur Marineinfanterie zog es ihn deshalb noch lange nicht. Die Frage nach seiner Kampferfahrung fiel ihm leichter. Solange es noch nicht begonnen hatte konnte er ja immerhin so nett sein und auf die Fragen der Echani Antworten.

„Zur Genüge... Ich habe als NCO gedient und bin Ehrenhaft mit etwas über drei Dutzend aktiven Kampfeinsätzen in die Reserve entlassen worden.“

Als Brianna auf Ahna zu sprechen kam, stellte er seine eigenen Überlegungen zurück. Sie erzählte von einem Auftrag nach Alderaan und davon, dass die Rätin während einer schwierigen Zeit für sie da gewesen war. Ganner hörte genauer hin, als sie auf den Unterricht zu sprechen kam. Die Echani schien recht genau zu wissen, was sie ihr verdankte. Dass sie ohne Ahnas Hilfe nicht die Jedi wäre, die sie heute war, sagte sie ganz offen, und Ganner nickte bei ihren letzten Worten. „Mein Beileid.“, in seiner Stimme schwang ein gewisser Ernst und eine eigene Trauer mit. Immerhin hatte die Eiskönigin vielleicht auch nicht so eisige Seiten... und sie hatte hier die Chance sich gebührend von einem anderen Wesen zu verabschieden, etwas was nicht jedem vergönnt war. Es war keine Floskel für ihn, diese einfache Anteilnahme.

Am Podium begann die Eröffnung und die Gespräche um sie herum verstummten, bis nur noch die Stimme des Redners durch die Halle trug. Auch die übrigen Opfer der Krise wurden in das Gedenken eingeschlossen. Ganner betrachtete das Hologramm der Pau’anerin, deren Gesicht er aus der Todesnachricht kannte. Die nächste Rednerin berichtete von ihrer frühen Zeit im Orden. Ahna war als kleines Kind in den Tempel gebracht worden und hatte hier gelernt, lange vor dem Imperium. Er sah unwillkürlich zu den hohen Wänden hinauf. Wie oft mochte sie später durch diese Halle gegangen sein und sich dabei noch daran erinnert haben, wie groß ihr als Kind alles vorgekommen war? Er versuchte, sie sich bei ihren ersten Übungen vorzustellen, zwischen anderen Kindern, während ein Meister ihnen erklärte, worauf sie achten mussten. Der Wandel den manche Völker der Galaxis mitansehen konnten, war für sich genommen schon Eindrucksvoll... die Pau'anerin hatte somit gut und gerne Jahrzehnte des Ordens mitgestaltet.

Bei Rat Jansons Bemerkung über die eigenen besten Jahre bewegten sich seine Mundwinkel kurz. Was der Rat über Ahnas Alter sagte, ließ ihn jedoch wieder zum Hologramm sehen. Zweihunderteinundsiebzig Jahre hatte er ohne weitere Überlegung als ein ausgesprochen langes Leben hingenommen. Für eine Pau’anerin hatte offenbar noch ein beträchtlicher Teil davon vor ihr gelegen. Ganner überlegte, was sie selbst noch vorgehabt haben mochte. Vielleicht gab es eine Angelegenheit, auf die sie seit Langem hingearbeitet hatte, oder jemanden, dessen Fortschritte sie weiter hatte begleiten wollen. Der Reaktion vieler umstehenden hatte sie auf jeden Fall für viele als prägende Größe zu irgendeinem Zeitpunkt in ihrem Leben eingestanden.

Dass sie sich dabei so wenig Zeit für sich selbst genommen hatte, brachte ihn unweigerlich zu sich selbst. Er kannte Tage, an denen ihm schon die Verantwortung für einen Trupp gründlich gereicht hatte. Irgendwann wollte man seine Ruhe haben und wenigstens eine Mahlzeit lang keine Frage beantworten, für deren Lösung offenbar nur die eigene Person infrage kam. Im Rückblick war manches davon lächerlich klein gewesen, nur half einem das wenig, wenn man müde war und der Nächste bereits vor einem stand. Wie Ahna das über so lange Zeit ausgehalten hatte, wusste er beim besten Willen nicht, in einer Mit-Verantwortung für Hunderte und durch eine Zeit hindurch in der die Republik mehrfach durch erbitterte Kriege mit dem Imperium erschüttert wurde. Es war ein Maß an Verantwortung und eine Konstante die man mit solch einem langen Leben darstellte die sich selbst in seinen Gedanken nur schwer fassen ließ.

Der folgende Redner ließ seine Worte von einem Droiden übersetzen und ging näher auf Ahnas diplomatische Arbeit ein, auf die großen Erfolge und die weniger bekannten Aufgaben dazwischen. Ganner blieb bei der Frage hängen, wie viel von all dem wohl noch unter den anderen Jedi weitergetragen wurde. Irgendjemand hatte mit ihr unterwegs sein müssen, ihr bei solchen Gesprächen zugehört und danach vielleicht Gelegenheit gehabt, nachzufragen, weshalb sie eine bestimmte Sache gesagt oder auf eine andere verzichtet hatte, hatte die Chance genutzt zu lernen, Einsichten und Fähigkeiten zu erwerben die nun irgendwo auch einen Teil ihres Vermächtnisses darstellen würden. Als die Frau im Schwebestuhl neben dem Podium anhielt und ihre raue Stimme durch den Raum klang, war Ganner noch bei diesem Gedanken. Sie erzählte davon, wie gut Ahna die Menschen gekannt hatte, denen sie Aufgaben übertrug, und dass sie einige sogar persönlich weiter gefördert hatte. Sein Blick wanderte kurz zu der Echani, die ja vorhin so selbstverständlich davon sprach, dass die Rätin ihr Unterricht gegeben hatte. Ahna hatte ihre Schwierigkeiten gekannt und sich die Zeit genommen, mit ihr daran zu arbeiten. Er hätte gern gewusst, wie diese Stunden abgelaufen waren und womit sie sich dabei beschäftigt hatten. Manieren konnten es nicht gewesen sein, vielleicht war bei der guten aber auch nochmal mehr auszubügeln gewesen und das hier war schon die sozialisierte Ritterin. Dann sprach die Rätin von ihrem letzten persönlichen Gespräch. Ahna war stolz auf die anderen gewesen und würde sie vermissen, sollte sie einmal gehen müssen. Ganner nahm den Blick vom Hologramm und sah wieder zu der Frau im Schwebestuhl. Er fragte sich, wie viele der Anwesenden gerade zum ersten Mal von diesen Worten hörten. Die Rätin hatte selten so offen gesprochen, wenn er die Rednerin richtig verstand. Vielleicht hatte jemand lange auf eine solche Anerkennung gewartet und hätte ihr nun gern noch etwas darauf erwidert, die Luft im Saal fühlte sich jedenfalls erdrückend als ob den Worten ein immaterielles Gewicht anhaftete.

Aus dem Augenwinkel sah er wie sich die Echani über die Wange wischte. Jemand so bissiges Tränen vergießen zu sehen war schon ein wahnsinniger Kontrast. Dann fiel ihm ein, wie sie von Ahnas Hilfe gesprochen hatte, und er blieb mit etwas gesenktem Kopf sitzen. Beinahe schämte er sich für die Schublade in der er die Frau so schnell gepackt hatte, die hatte immerhin gerade emotional einiges zu verarbeiten, nicht gerade fair von ihm jemanden zu verurteilen und in eine Box zu packen, über deren Umstände er gar nichts wusste. Eigentlich war er doch auch hier im Orden geblieben um sich selbst zu bessern? War anscheinend noch ein langer Weg Als die nächste Rätin die übrigen Opfer und auch die Verschollenen erwähnte, dachte er an Joreen. Ob er irgendwann erfahren würde, was mit ihr geschehen war? Er wollte diese Antwort noch immer, nur wusste er im Augenblick nicht, wo er danach suchen sollte. Solche Veranstaltungen holten echt einiges wieder hoch was er doch so tief hatte vergraben wollen... um klar zu kommen.

Als zur Verlesung der Namen darum gebeten wurde, sich zu erheben, stand er mit den anderen auf. Hinter ihm scharrte ein Stuhl über den Boden, dann begann die Aufzählung. Auch Anwärter und Padawane waren darunter. Bei den ersten achtete er unwillkürlich stärker auf den genannten Rang, während der Sprecher bereits mit dem nächsten Namen fortfuhr. Weiter vorn senkte jemand den Kopf, und an einer anderen Stelle legte eine Frau dem Mann neben sich die Hand auf den Rücken. Ganner legte die Hände hinter dem Rücken ineinander und blieb stehen, während die Liste weiterging. Als sie endete, war es noch einen Moment still genug, dass er das Rascheln von Kleidung hören konnte. Um sie herum kehrten langsam die leisen Gespräche zurück, manche Besucher standen noch an ihren Plätzen, andere traten bereits in die Gänge. Die junge Frau in der Reihe hinter ihnen beugte sich nach vorne und fragte, ob sie Ahna persönlich gekannt hätten. Als sie sich den anderen als Faith Navalon vorstellte, wandte Ganner sich ihr zu und bezog den Jedi bei Elise mit einem kurzen Nicken in die Vorstellung ein.


„Ganner Fel. Persönlich kannte ich sie nicht, nein. Ich hatte von ihrer Arbeit gelesen und wollte heute wenigstens hier sein. Von dem Frieden, an dem sie mitverhandelt hat, habe ich als Ex-Marine immerhin auch etwas gehabt.“

Die Vertrautheit zwischen Faith und dem anderen Jedi erklärte sich im weiteren Gespräch. Beide waren Schüler derselben Meisterin gewesen, und bei der Frage nach Chesara stellte sich heraus, dass auch er keine Nachricht von ihr hatte. Ganner ließ den Blick zwischen den beiden wandern. Einen Augenblick lang hatte er selbst auf eine andere Antwort gewartet, obwohl er die Frau, um die es ging, überhaupt nicht kannte.

„Ich hoffe, dass Ihr bald etwas von ihr hört. Diese Seuche hat viel zu viele das Leben gekostet...“

Ganner sah wieder zu Brianna hinüber. An vielen Plätzen waren die Besucher noch im Gespräch und vorerst blieb auch er sitzen. Die Aussicht, eine Aufgabe zu übernehmen, bei der er seine bisherigen Erfahrungen gebrauchen konnte, gefiel ihm und er wollte hören, was sie vorhatte auch um seiner ersten Ablehnung vielleicht ein wenig entgegen zu wirken. Er war sich weiterhin nicht sicher, wie gut er mit ihr zurechtkommen würde, aber über eine konkrete Aufgabe konnte er mit ihr reden.

„Was genau habt Ihr für einen Auftrag im Sinn? Wo soll es hingehen, und welche Arbeit würde dort auf mich warten?“

[Coruscant - Obere Ebenen - Jedi-Tempel - Große Halle] Ganner, Brianna, Elise, Riuen, Faith, Steven, viele Jedi
 
Coruscant - Jedi-Tempel - Große Halle, mit Ian; weiter weg auch Brianna, Ganner, Wes, Elise, Riuen, Steven, Faith, Tenia, diverse NPCs und andere Jedi

Eowyn reihte sich wieder an ihrem Platz ein und starrte leer nach vorne. Sie hatte etwas völlig anderes gesagt, als sie sich vorgenommen hatte, und sie hoffte nur, dass sie vage genug geblieben war. Ahna hätte eigentlich verdient gehabt, dass jeder wusste, welch Leben sie gelebt hatte, aber das war unmöglich; und die Pau'anerin hatte es immer gewusst. Trotzdem... trotzdem.
Ian griff nach ihrer Hand, hielt sie fest, ließ sie nicht los, während Eleonore vorne begann, die Erinnerung auszuweiten auf alle, die im Zuge der C-Krise verstorben waren. So viele.
Viel zu viele. Und Ian... wäre fast ebenfalls einer von ihnen gewesen. Es war so knapp gewesen. Es... war ein Fehler, dass sie noch nicht wieder miteinander umgingen wie vor Bastion. Sie mussten jede Sekunde miteinander auskosten, denn jede Mission konnte ihre letzte sein. Aber gleichzeitig... wie sollte das gehen.

Vielleicht musste sie sich einfach mehr zwingen.

Eleonore war fertig und rief Meister Nackl nach vorne. Der Sullustaner war auch heute verantwortlich für das, was er am besten konnte: recherchieren und ordnen. Die meisten Anwesenden kamen seiner Bitte, sich zu erheben nach; Eowyn natürlich blieb sitzen – frustriert und peinlich berührt. Sie war sich nicht sicher, ob Ians freundliche Geste, neben ihr sitzen zu bleiben, sie mit Dankbarkeit oder noch mehr Scham erfüllte. Sie musste arbeiten. Sie musste noch mehr, noch
härter arbeiten. Jetzt, wo sie ihre Zehen wieder bewegen konnte, musste sie am besten in jeder freien Sekunde dafür sorgen, dass ihre Beine bald wieder funktionsfähig waren. Sie hatte dem Rat gerade - relativ unbeabsichtigt zwar, aber dennoch - quasi eine Kampfansage gemacht, dass sie die Schatten übernehmen würde...

Eine Woche.
Sie würde sich höchstens noch
eine Woche geben, dann musste sie im Büro sitzen. So ging es nicht weiter. Sie war so nutzlos... sie hatte zugelassen, dass die Ärzte und Heiler über ihr Leben bestimmten. Das war auch akzeptabel gewesen, als ihr Rücken noch völlig hinüber gewesen war, aber jetzt, wo sie daran arbeiten konnte, musste sich das ändern. Vielleicht konnte Alexander schon früher beginnen, sie in die akuten Dinge einzuweihen. Denn sie würde übernehmen, das war für sie nun keine Frage mehr. So lange der Rat niemanden vorzuweisen hatte, der oder die definitiv geeigneter war als sie, musste sie Ahnas Wunsch folgen. Wie konnte sie nicht, nach heute? Sie würde den Posten gerne räumen, sobald jemand passendes aufkreuzte, aber nicht vorher. Sie hatten sie im Rat gewollt. Nun... mussten sie damit leben.

"...Anwärterin Sol Zlad. Ritter Nilmor Kor'ey. Padawan Jezem Blanot. Meisterin Mon Fydonost..."

Eowyn begriff, dass sie kaum zugehört hatte, während Meister Nackl die Namen vorgelesen hatte. Ihre Gedanken waren völlig abgeschweift, was umso blamabler war, da sie nicht einmal stand. Aber gut... niemand wusste, ob sie zugehört hatte oder nicht. Und letzten Endes, nun ja... es waren Namen. Namen von Personen, die sie nicht kannte. Es war furchtbar, wie viele es waren, aber sie hatte zu keinem der Namen, die sie gehört hatte, irgendein Bild.
Auch das... auch das musste sich ändern. Wie sollte sie die Schatten führen, wenn sie kaum jemanden kannte? Ahna hatte sie alle gekannt. Sie mit ihrem Vorsprung von so vielen Jahren... Wie sollte sie das schaffen? Wie sie gesagt hatte, es war unmöglich, Ahna zu ersetzen. Alles, was sie tun konnte, war Schadensbegrenzung zu betreiben.

Und dafür musste sie ins Büro.

Vielleicht sogar nur fünf Tage...


"...Padawan Vesso Clath. Ritterin Me Nibrinoss."

Meister Nackl beendete seine lange Liste an Namen und machte eine kleine Pause.

"Mögen sie ihren Frieden in der Macht finden."
Er senkte für einen Moment den Kopf und hob ihn dann wieder. "Ich danke allen für ihr Kommen. Bitte lasst keine persönlichen Dinge in der Großen Halle zurück."

Nach einem Nicken in die Runde begann der Sullustaner, umständlich wieder vom Schemel herunterzusteigen. Das war wohl das offizielle und wenig glamuröse Schlusswort für diese Veranstaltung. Ian wandte sich sogleich an sie, und Eowyn nickte langsam, blickte noch immer geradeaus. Sie war stolz auf mich... dort. Sie hat es gesagt. 'Ich bin so stolz auf euch alle und ich werde euch vermissen.', wiederholte sie die Worte der Pau'anerin, die sich in ihr Gedächtnis gebrannt hatten. 'Die Verantwortung für die Schatten ist jetzt deine.', fuhr sie leise, beinahe nicht hörbar, fort. Und ich fürchte, ich muss ihrem Wunsch Folge leisten. Ob ich will oder nicht. Ob der Rat will oder nicht... Aber das war kein Ort für dieses Gespräch. Dass der Rat sich nicht einig war, egal in welchem Punkt, sollte nicht nach außen dringen, und je länger sie darüber sprachen, desto mehr liefen sie Gefahr, dass sie vergaßen, dass diese Dinge nur für die Ohren des Rates bestimmt waren. Eigentlich nicht einmal für Ians, aber... es betraf sie, und somit würde sie in diesem Fall eine Ausnahme machen. Sie sah noch einmal hinüber zu Ahnas lebensgroßem Hologramm. 'Leb wohl, Ahna. Wo auch immer du jetzt bist... Ich werde dich auch vermissen.' Sie nickte dem Hologramm noch einmal zu, dann sah sie das erste Mal Ian an.

Du musst sagen, dass du stolz auf mich bist, du bist mein Verlobter, antwortete sie in dem vermutlich miserablen Versuch, so etwas wie Leichtigkeit oder alte Vertrautheit zwischen ihnen aufleben zu lassen. Sie blickte sich um und erkannte, dass die Versammlung begann, sich aufzulösen. Jedi wandten sich einander zu, begannen Gespräche, und wieder etwas ernster fuhr Eowyn fort: Lass uns verschwinden von hier. Außer, du möchtest noch mit jemandem reden, Riuen zum Beispiel oder so... Wenn sie jetzt den Moment verpasste, in dem sie von hier abhauen konnte, dann würde sie nicht mehr wegkommen. Das hier war ihr erster öffentlicher Auftritt nach der Pressekonferenz, und bald schon würde der Takt der anderen Jedi verschwinden. Man würde sie ansprechen, und sobald der Bann einmal geplatzt war...
Ian hatte nichts dagegen, die Große Halle zu verlassen, und so legte Eowyn eine ihrer undurchdringlichen und abweisenden Mienen auf und bemühte sich gleichzeitig, niemandem der hier Anwesenden in die Augen zu blicken. Bei den meisten war das kein Problem, waren sie doch viel größer als sie selbst in ihrem Schwebestuhl, nur bei den kleineren Spezies musste sie darauf acht geben, dass sie nicht in den Augenkontakt trat.

Schließlich aber hatten sie die Halle verlassen. Zwar war es hier noch voller als gewöhnlich, aber die größte Hürde war geschafft. In stillem Einverständnis machten sie sich auf den Weg zum Ratssaal, und im Turbolift zu eben jenem dann waren sie irgendwann endlich alleine. Innerlich atmete Eowyn auf und blickte dann zu Ian nach oben.
Alles okay?, fragte sie leise.

Coruscant - Jedi-Tempel - Turbolift zur Ratsebene, mit Ian
 
Coruscant | Jeditempel | diverse für Padawane zugängliche Orte | Aris Calborne, diverse Jedi (NSCs)

Schon als Aris Calborne den Hyperraum im Coruscant-System verließ, stellten sich die ihm wohl bekannten Kopfschmerzen ein, die nur stärker wurden, je näher er dem gleichnamigen Planeten kam. Dank Firedevs Kenobi wusste der Halb-Hapaner nun wenigstens, dass das an seiner so genannten Machtbegabung lag und er lediglich lernen musste, sie zu kontrollieren. Das hatte so leicht geklungen bei der Jedi-Meisterin. Nur eine Anleitung, wie er die Kontrolle lernen sollte, hatte sie nicht gehabt. Meditation sollte helfen…und dabei irgendwie einen Stein zum Schweben bringen. Na klar doch, als wäre das die natürlichste Sache der Galaxis. Eine Vorführung ihrer telekinetischen Talente hatte Aris da auch nicht wirklich weiter geholfen.

Sei es drum, jetzt hatte er ganz andere Sorgen. Coruscant, der Halb-Hapaner hasste diesen Planeten. Knapp drei Billionen Personen lebten hier und das waren nur die, die offiziell erfasst wurden und damit Steuern zahlen durften. Auf keinem anderen Planeten der Galaxis lebten die Leute enger und das auch aus gutem Grund. Weder auf Corellia noch auf Hapes durften Tiere der industriellen Fleischproduktion so eng eingepfercht gehalten werden. Das wurde dort einfach als ethisch nicht vertretbar gehalten. Hier aber taten es die Menschen und Vertreter unzähliger anderer Spezies freiwillig aus Gründen, die
Aris nicht nachvollziehen konnte oder wollte.

Die Ökosysteme des Planeten hatten schon vor Urzeiten aufgegeben und so wurde die planetare Atmosphäre künstlich in Bereichen gehalten, die mehr oder weniger atembar waren. Und die feinsinnige Nase des Halb-Hapaners konnte das riechen, sobald er auch nur einen Atemzug hier tat. Die Straßenschluchten Coruscants hatten ihren ganze eigenen, unvergleichlichen Duft, den so nur das Gemisch aus Ausdünstungen von Billionen von Lebewesen, ihrer Ausscheidungen, dem teils nicht ordentlich entsorgten Müll, unendlicher Industrieabgase sowie der Klimakontrollkomplexe des Planeten generieren konnte.

Die Luft im Jedi-Tempel selbst war tatsächlich im Großen und Ganzen erträglich, hier warteten aber ganz andere Erschwernisse auf
Aris. Der Halb-Hapaner war mit einer großen Dosis Skepsis am Haupteingang empfangen worden. Das war soweit erst einmal nicht verwunderlich, man kannte hier weder sein Gesicht noch seinen Namen. Überraschender war dann aber doch, dass der Name Firedevs Kenobi hier einiges an Gewicht zu haben schien. Man kannte die Frau hier offenbar und schien sie in positiver Erinnerung zu halten. Die Nennung ihres Namens allein und die Bestätigung ihrer Identifikationscodes, die den Nachrichtenzylinder versiegelten, den Aris mitgebracht hatte, waren genug, um ihm auch als Fremder Zutritt zu den hohen Hallen zu gewähren.

Allzu weit war er aber nicht gekommen. Ihm wurde lediglich gesagt, dass der hohe Rat der Jedi über
Firedevs Bericht über die Situation auf Alderaan beraten würde und man schien irgendwie davon auszugehen, dass Aris wusste, was damit gemeint war. Stattdessen wanderte er aber etwas kopflos durch die Hallen des Tempels, bis der Halb-Hapaner von einem der unzähligen Kuttenträger hier eingefangen und zur Verwaltung geschleppt wurde. Hier lief es dann erstaunlich erwartbar ab für eine Personalabteilung. Aris’ persönliche Informationen wurden erfasst, von seinem Konterfei wurde eine Holoaufzeichnung gemacht und er bekam einen Codezylinder, mit der er sich als Ordensmitglied ausweisen und Zugang zu bestimmten Bereichen des Tempels erhalten konnte. Dem Halb-Hapaner wurde sogar ein Einzelquartier zugeteilt. Er war immerhin der Padawan von Firedevs Kenobi. Und natürlich schien man hier zu erwarten, dass Aris wusste, was genau das bedeutete. Bewaffnet mit seiner neuen Identität als Padawan und einem Datapad, auf dem einige Willkommenspamphlete wurde der Halb-Hapaner so in die Wildnis des Jedi-Tempels entlassen und die neu gewonnene Freiheit nutzte er erst einmal vor allem damit, sein Quartier aufzusuchen.

Das Quartier war spärlich eingerichtet. Ein simples Bett, ein schmuckloser Spind, ein funktionaler Schreibtisch samt Stuhl und Computerterminal, ein Kissen auf dem Boden, laut einer der Broschüren scheinbar ein Meditationskissen, eine zweite Tür zu einer winzigen, aber funktionalen Nasszelle und kein Fenster, dafür aber noch eine neben der Eingangstür eingelassene Kommeinheit. Wirklich wohnlich war es hier nicht, aber
Aris hatte schon erheblich schlechter gehaust. Dass er sich das Quartier mit niemandem teilen musste, war allein schon eine Menge wert für den Halb-Hapaner. Die Padawanrobe, die man ihm ausgehändigt hatte, landete erst einmal im Spind und dann legte er sich auf das Bett, um die Daten auf seinem Datapad zu durchstöbern.

Den Geschichtsteil übersprang
Aris, ohne darüber groß nachzudenken. Hier wurden zwar vielleicht ein paar Details genannt, die man nicht in der Schule oder auf der Militärakademie lernte oder anderweitig, zum Beispiel im HoloNet, finden konnte. Grundsätzlich waren für den Halb-Hapaner aber die Fronten klar. Das Imperium hatte unter Führung der Sith die alte Republik gestürzt und ein autoritäres System installiert, unter dessen Joch noch immer unzählige bewohnte Sternensysteme zu leiden hatten. Angesichts des absolut Bösen musste Aris nicht lange darüber nachdenken, ob ihm die Neue Republik und die Jedi lieber waren, die gemeinsam die einzig effektive Widerstandsbewegung gegen das Imperium hatten auf die Beine stellen können. Sicher, die Neue Republik war alles andere als perfekt und der Halb-Hapaner hielt die Jedi nicht für gottgleiche Wesen, die unfehlbar waren. Aber auf Corellia aufgewachsen, hatte er buchstäblich aus nächster Nähe erfahren dürfen, wozu das Imperium bereit war zu gehen, wenn man mit seiner Politik nicht einverstanden war.

Dann war da der Jedi-Kodex inklusive einer oberflächlichen Erklärung der einzelnen Zeilen.
Aris konnte sich noch gut an Firedevs erste Lektion zu dem Thema erinnern und wie er mit Aulona darüber diskutiert hatte, was die Worte zu bedeuten hatten. Naturgemäß hatten sie nicht alles so verstanden und Firedevs hatte ihnen sowohl klargemacht, dass sie davon nicht überrascht war und dass sie im Zuge der Ausbildung noch lernen würden, wie wichtig der Kodex war und wovor genau er warnte. Der Halb-Hapaner nahm es leicht. Er war kein sonderlich spiritueller oder philosophischer Mensch, war sich aber sicher, dass Firedevs ihn später noch genug mit dem Kodex und Anderem piesacken würde. Für den Moment interessierten ihn aber praxisorientierte Dinge viel mehr. Auf dem Datapad waren jetzt natürlich keine Geheimtechniken zu finden, die ihm sofort die Meisterung seiner Machtbegabung ermöglichten, ein Rezept für einen Wundertrank gab es genauso wenig. Solche… Abkürzungen gab es allenfalls in irgendwelchen Geschichten, die zwar mitunter spaßig zu lesen waren, aber wenig bis nichts mit der Realität zu tun hatten. Stattdessen aber gab es Anleitungen für Atemtechniken und Gymnastikübungen, die der Vorbereitung einer Meditation dienten.

Firedevs hatte Aris zwar die Grundlagen bereits gezeigt, das war auf Alderaan aber praktisch zwischen Tür und Angeln passiert. Hier und jetzt war die erste Gelegenheit, um sich voll auf die Aufgabe zu konzentrieren. Und so nutzte der Halb-Hapaner die Gelegenheit. Er begann mit ein paar Dehnübungen und machte es sich dann, wie auf dem Datapad angegeben, auf dem Meditationskissen nieder, um mit den Atemübungen zu beginnen. Der Erfolg hielt sich natürlich in Grenzen. Diese oder jene Atemübung bewusst zu durchlaufen war ziemlich hinderlich dabei, seine bewussten Gedanken herunterzufahren und in einen meditativen Zustand abzudriften. Aber heute war eben auch nur der erste Tag, Aris ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen.

In den folgenden Tagen lief es schon etwas besser, zumindest gemessen an seinem Status als blutiger Anfänger, was die Kontrolle über seine Machtbegabung anging. Seine hoch entwickelten kognitiven Fähigkeiten halfen
Aris zwar, die Atemtechniken in seinem Datapad kurz nach dem mehrmaligen Lesen zu lernen. Aber nur weil er nun die Theorie kannte, gehorchten Körper und Psyche noch lange nicht so wie gewollt. Tatsächlich glaubte der Halb-Hapaner, dass seine rasant rasende Gedankenwelt eher hinderlich dabei war, einen meditativen Zustand zu erreichen. Um Frust aus dem Weg zu gehen, begann Aris also, den Jedi-Tempel zu erkunden. Die Meditationsgärten wurden so schnell zu seinem Lieblingsplatz. Die Pflanzen hier erzeugten Frischluft, wie sie die künstlichen Atmosphärenanlagen einfach nicht nachmachen konnten. Außerdem half ihm die Atmosphäre hier, seine Gedanken zu beruhigen und allgemein waren die Gärten einfach ein angenehmer Ort, um sich dort aufzuhalten, während er las.

Und es gab viel zu lesen.
Aris fand schnell heraus, dass die große Bibliothek der Jedi eine praktisch unerschöpfliche Wissensquelle war und das selbst nur mit den Daten, die ihm als Padawan von Firedevs zugänglich waren. Schnell entschloss sich der Halb-Hapaner, sich auf einige wenige Grundlagen zu beschränken. Allen voran waren da die Techniken, die unter dem Begriff Geistige Abschirmung zusammengefasst waren. Firedevs hatte ihm klargemacht, dass der Druck und die ständigen Kopfschmerzen, die er in der Nähe von Personenansammlungen verspürte, daher rührten, dass sein Geist sich nicht ordentlich vor den Gedanken anderer schützen konnte. Auch wenn Aris die Hintergründe (noch) nicht verstand, das grundlegende Konzept erschloss sich ihm trotzdem. Er litt unter Interferenzen, die sein… Geist… nicht kompensieren konnte und aktuell fehlte ihm die nötige... Isolierung, um das Problem zu beheben. So einfach erklärt, so sehr entzog sich dem Halb-Hapaner aber trotzdem aktuell die Lösung.

Also versuchte
Aris, einen Perspektivenwechsel vorzunehmen und mehr über seine eigentlichen telepathischen Fähigkeiten zu lernen. Seine Logik war simpel. Wenn es ihm gelang, einzelne…. Stimmen aus dem Rauschen, das ihm die Kopfschmerzen bereitete, herauszufiltern, dann folgte auf das Verständnis vielleicht auch eine Erkenntnis, wie er seinen Geist abschirmen konnte. Natürlich war auch das erheblich leichter als gesagt. Aber all diese Dinge gaben Aris mehr als genug den Tag über zu tun und auch wenn er sich noch lange davon entfernt sah, sich als Telepath oder irgendetwas anderes bezeichnen zu können, so bekam er doch mehr und mehr ein Gefühl für die Ziele, die er sich selbst gesetzt hatte. Von Fortschritt zu reden, wäre derzeit bei weitem zu viel gesagt. Aber Aris kannte nun die Richtung, in die er gehen musste und das allein war unglaublich viel wert.

Eine, vielleicht zwei Wochen in seinen Aufenthalt im Jedi-Tempel hinein erreichte
Aris eine Nachricht über die neueste Konzerttour seiner Schwester Sariandi. Das ließ den Halb-Hapaner innehalten und darüber nachdenken, wie lange er sie schon nicht mehr gesehen hatte. Das musste über ein Jahr her sein. Mit dem aufkeimenden Krieg waren Reisen aktuell zwar so kompliziert wie schon lange nicht mehr, aber Aris beschloss, dass ihn das nicht davon abhalten würde, zumindest eines ihrer Konzerte zu besuchen. Im Imperium wurde er bisher noch als Zivilist gesehen und seine Mitgliedschaft in verschiedenen Rennligen gab ihm auch trotz der Nähe zur Kriegsfront einen nachvollziehbaren Grund, zu reisen. Der Halb-Hapaner kannte auch den einen oder anderen imperialen Grenzposten, der mit ein paar Credits erheblich durchlässiger war, als von der Befehlskette beabsichtigt wurde. Also war er sich ziemlich sicher, das baldige Konzert auf Dreena besuchen zu können.

Coruscant | Jeditempel | diverse für Padawane zugängliche Orte | Aris Calborne, diverse Jedi (NSCs)
 
Zurück
Oben