Der schlechteste Star Wars Film

Der schlechteste Star Wars Film?

  • Die dunkle Bedrohung

    Stimmen: 1 1,4%
  • Angriff der Klonkrieger

    Stimmen: 12 17,1%
  • Die Rache der Sith

    Stimmen: 2 2,9%
  • Eine neue Hoffnung

    Stimmen: 0 0,0%
  • Das Imperium schlägt zurück

    Stimmen: 1 1,4%
  • Die Rückkehr der Jediritter

    Stimmen: 0 0,0%
  • Das Erwachen der Macht

    Stimmen: 7 10,0%
  • Die letzten Jedi

    Stimmen: 27 38,6%
  • Der Aufstieg Skywalker

    Stimmen: 20 28,6%

  • Umfrageteilnehmer
    70
Wie will der Widerstand mit 400 Mann auf drei Schiffchen ohne die Neue Republik im Rücken, die in Teil 7 vernichtet wurde (Bin auch der Meinung, es macht keinen Sinn, dass die Neue Republik nur in einem Sonnensystem ist. Das war aber in Episode 7 die Aussage …) die weitaus grössere erste Ordnung zurückzutreiben?

Ich verstehe eh nicht, wie die NR mit der Vernichtung weniger Welten besiegt wird. Das politische Konstrukt ist doch größer, als die paar Planeten. Die müssten jetzt eigentlich umso mehr aufdrehen und der Widerstand sollte sich da anschließen können... aber dieses Auseinanderfieseln der einzelnen Punkte hab ich schon zu Genüge hinter mir, das will ich gar nicht. Bäh... ich finde die Filme von vorne bis hinten doof und wollte eigentlich nix mehr drüber schreiben, weil ich das einigen Usern hier versprochen habe. Ich wollte nur sagen, dass es anders sehr wohl gegangen wäre. So.

Jedenfalls zumindest im Neuen Kanon kam auch schon mal ein Mudda-Witz vor. Und da Johnson deutilch mehr mit der Storygroup zusammengearbeitet als vergleichsweise Abrams oder Kasdan, kann ich mir gut vorstellen, dass Johnson die Frage gestellt hat, ob es so einen Witz schon mal gab. Oder würde es gegebenenfalls völlig aus dem Rahmen fallen … Das ist für mich persönlich in Ordnung.

Und es gibt genügend Leute, die so nen Humor auch richtig dolle finden. Die dürfen das ja auch weiter genießen. Ich wills halt nicht. Und ich muss auch nicht. Shub-Niggurath sei dank :)
 
Ich verstehe eh nicht, wie die NR mit der Vernichtung weniger Welten besiegt wird. Das politische Konstrukt ist doch größer, als die paar Planeten. Die müssten jetzt eigentlich umso mehr aufdrehen und der Widerstand sollte sich da anschließen können... aber dieses Auseinanderfieseln der einzelnen Punkte hab ich schon zu Genüge hinter mir, das will ich gar nicht. Bäh... ich finde die Filme von vorne bis hinten doof und wollte eigentlich nix mehr drüber schreiben, weil ich das einigen Usern hier versprochen habe. Ich wollte nur sagen, dass es anders sehr wohl gegangen wäre. So.

Im Bezug auf das Worldbuilding bin ich bei dir, gerade bei 7 und 9. Fand aber, dass 8 noch teilweise sogar geniale Ideen hatte.

Auch wenn ich die PT selber nicht mag, muss ich einräumen, dass Episode 1-3 wirklich ein solides Worldbuilding hatte, dass die Galaxis grösser erscheinen liess.

Dieses Gefühl bekam ich leider durch die ST nicht …
 
Welche Worldbuilding Ideen wären in deinen Augen genial?

  1. Alles, was mit der Macht zu tun hatte.
  2. Die Hinterfragung der Jedi war ein Thema, dass für mich in der PT nicht funktioniert hat. Das kam für mich in TLJ dafür wirklich gut rüber. (Die High Republic setzt sich da aktuell auch mit dem Thema auseinander. Habe da ein wenig reingeschnuppert. Gefällt mir aktuell nicht mal schlecht.)
 
Alles, was mit der Macht zu tun hatte.

Schau. Für mich war das ziemlicher Mumpitz. Ich will keine aufgequollenen Jedi Master, die Luke als Machtgeist mit dem Stock schlagen und Blitze schleudern können. Ich mag keine neuausgebildeten Jedi, die mehr Steine schweben lassen können als zuvor jemand. Nö... für mich ganz grausig, was sie da aus der Macht gemacht haben. Brrrr...

Die Hinterfragung der Jedi war ein Thema, dass für mich in der PT nicht funktioniert hat. Das kam für mich in TLJ wirklich gut rüber.

Das kommt für mich in keinem der sechs SW Filme rüber. Weils da keinen Platz hat. Das Hinterfragen der Jedi ist im Alten Canon vor allem in den Büchern um Lukes Jedi Orden abgehandelt und imo gemeistert worden. Hach, das war eine Reise ^^
 
Das finde ich gerade von einem philosophischen Standpunkt aus noch interessant. Durch das Karma-Prinzip wird der Konflikt zwischen der hellen und dunklen Seite bis in die Ewigkeit weitergeführt. Genial, wenn man out-of-universe immer weiter neue Werke im Universum veröffentlichen will. Furchtbar aber als Figur, welche in dem Universum lebt, da sie nie komplett zu Ruhe kommt.
Da finde ich gerade vom Philosophischen aber den anderen Ansatz interessanter, denn er zwingt die Leute dazu, in sich hineinzusehen und stets nach dem Besten in einem selbst zu streben, statt sich nur als hilfloser Spielball größerer Mächte zu sehen. Und auch dieser Konflikt, bzw. gerade dieser Konflikt, lässt sich in alle Ewigkeit fortsetzen, denn es wird immer neue Menschen geben, und jeder Mensch ist zu gewaltig Gutem und gewaltig Schlechtem in der Lage, um mal Avatar zu zitieren.

Ist halt eine schmale Gradwanderung, wenn man versucht das Grundkonstrukt der Macht mit PT-Lore (Gleichgewicht zwischen der dunklen und hellen Seite) zu verbinden. Verstehe deine Sichtweise. In dem Punkt ist TLJ auch wieder ein zweischneidiges Schwert.

In der PT konnte ich mit dieser Balance zwischen dunkler und heller Seite nicht soviel anfangen wie in TLJ, weil die Balance in der PT zu einem handlungsrelevant war, aber gleichzeitig null erklärt worden ist. (Nur wenige Anspielungen bezüglich Prophezeiung missvertanden, etc.)
Die PT war ja auch, macht-philosophisch betrachtet, nicht gerade... das Gelbe vom Ei, um es mal wohlwollend auszudrücken. Auch die gesamte Darstellung des Jedi-Ordens war bestenfalls zweifelhaft. Ich denke, hier tun alle Folgewerke am Besten daran, dem Leitmotiv von TLJ zu folgen und die Vergangenheit sterben zu lassen. ;)

Ich habe die Mary-Sue-Vorwürfe in Episode 7 und 8 ehrlich gesagt nie verstanden. In Episode 9 fand ich ihre Fähigkeiten aber dermassen übertrieben, dass ich da die Leute verstehen konnte.
Naja, Rey tat sich schon immer auffallend leicht damit, neue Fähigkeiten on the fly zu erwerben oder bereits mit den für die Szene benötigten Fähigkeiten ausgestattet zu sein. Das war auch immer recht komfortabel geschrieben. TROS liefert nun wenigstens eine greifbare Erklärung dafür darin, dass die Macht stark in ihrer Familie ist. Bei den Skywalkers akzeptiert man das, also sollte man das bei den Palpatines wohl auch.
Bei der Gelegenheit fällt mir auf, dass ich gar nicht genau weiß, was sie nun in Episode 9 so Besonderes / Übertriebenes gemacht haben soll. Ich schätze, da geht es mal wieder um dieses Heilungsding? Ich war im Legends EU auch nie Fan davon, dafür hat mich die Filmumsetzung dann nicht besonders gestört. Und ich glaube, in Mandalorian wurde es auch nicht wirklich angekreidet, dass Grogu das schon im Kleinkind-Alter zu tun vermag. Bei Rey wird im Gegensatz dazu in TROS wenigstens deutlich, dass sie sich mit den alten Jedi-Schriften vertraut gemacht hat, die sie von Ahch-To mitnahm; da wird halt sowas drin gestanden haben.
Es ist jetzt halt einfach etwas, was nun definitiv kanonisch in der Lore verankert ist. Es rückt auch in meinen Augen die Ereignisse in der PT keineswegs in ein anderes Licht, denn hier ging es nie darum dass Anakin Padmé von einer Wunde heilen möchte oder so etwas, sondern dass er eine Vision ihres Todes hatte und verzweifelt nach Wegen suchte, dieses Schicksal abzuwenden. In der endgültigen Umsetzung im Film ist es sogar gänzlich irrelevant, ob Anakin Macht-Heilkräfte besessen hätte oder nicht; da er schlicht nicht zugegen war, um sie zu retten, selbst wenn er es gekonnt hätte.

Und ohne Lucas jetzt zuviel zutrauen zu wollen....... vielleicht hat er in Hinblick darauf, dass Jedi-Heilkräfte bereits damals im EU gang und gebe waren, ganz bewusst als ihre Todesart das gebrochene Herz gewählt als eine Todesursache, die nicht einfach nur einer Gewebe- oder Wundheilung bedarf. Die Medidroiden selbst sagen ja aus, dass sie sie aus Gründen verlieren, die sie sich schulmedizinisch nicht erklären können.

Ohne Episode 8 im Hintergrund habe ich gegen die Idee, dass Rey eine Palpatine ist, nicht mal was. Die Umsetzung von dem, was du beschreibst, fand ich aber so amateurhaft und schlecht geschrieben, dass mir die Idee das auch nicht gerettet hat. TROS hatte nette Ideen. Nur mussten sie zuerst bestimmte Dinge negieren und dann hat auch die Umsetzung nicht gestimmt. Das ist mir dann zuviel.
Ich dagegen bin froh um jede Negierung, die TROS getroffen hat, weil ich halt einfach TLJ über weite Teile schlecht geschrieben fand. Die guten Teile davon sind gut, aber die schlechten Teile davon sind halt... richtig schlecht. Ohne mich jetzt in erschöpfenden Wiederholungen verlieren zu wollen, ist beispielsweise der gesamte Holdo-Subplot so hanebüchen und schlecht, dass ich mich bei der ersten Kinosichtung damals beinahe persönlich davon angegriffen gefühlt habe, was RJ uns da vorgesetzt hat und als tiefgründig verkaufen wollte.

In Bezug auf die Rey-Palpatine-Sache muss ich dazu jedoch anmerken, dass ich von Anfang an wenig Schwierigkeiten hatte, diese Neuinterpretation der Aussagen in TLJ anzunehmen, weil ich mir schon beim Sehen von Episode 8 immer die Frage stellte, woher Kylo Ren seine Informationen um Reys Herkunft eigentlich bezieht. Wenn man nicht gerade davon ausgeht, dass er extra nach Jakku geflogen ist, um dort Ahnenforschung zu betreiben und das vermutlich nicht existierende Melderegister zu durchstöbern, dann liegt der Schluss nahe, dass er die Informationen aus Reys Geist gezogen hat - Wissen und Vorstellungen, vor denen sie sich absichtlich verschlossen hatte.
Und ist man bei diesem Schluss erst mal angelangt, dann bedarf es keiner allzu großen Umdeutung, um sich weiter vorstellen zu können, dass diese Vorstellungen von ihr halt nicht ihr objektives, tief verbuddeltes Wissen waren, sondern eher ihre Ängste und Befürchtungen. Was dann wiederum erst recht dazu passt, wenn Kylo Ren sich als Dunkelseiter genau dieser bedient, um sie emotional zu manipulieren. Das macht Kylo Ren interpretationstechnisch halt etwas fieser und verschlagener und schlägt ein bisschen auf die Reylo-Romanze, aber damit habe ich persönlich kein Problem, weil es mir dazu an emotionalem Investment in diesen speziellen Strang der Handlung mangelt (ich kann mir jedoch gut vorstellen, wie sich leidenschaftliche Shipper daran ernsthaft stören können).
 
Ich will keine aufgequollenen Jedi Master, die Luke als Machtgeist mit dem Stock schlagen und Blitze schleudern können.

Ok, dir Formulierung „alles“ war nicht gut. Das fand selbst ich nicht gut.

Gegen das Steine hochheben habe ich nichts, da ich so etwas gegenüber offen bin, solange es mir ausreichend erklärt wird.
Das Hinterfragen der Jedi ist im Alten Canon vor allem in den Büchern um Lukes Jedi Orden abgehandelt und imo gemeistert worden.

Dass das dort abgehandelt worden ist, wusste ich gar nicht mal. (Wird vermutlich sowieso wieder im neuen Kanon Thema.)

Hast du eine Empfehlung, welche Bücher aus dem alten EU diesbezüglich geeignet wären?
 
Hast du eine Empfehlung, welche Bücher aus dem alten EU diesbezüglich geeignet wären?

Ich habe eine Empfehlung, welche Bücher, Comics und Spiele du auslassen kannst, da sehr viel verwoben ist und aufeinander aufbaut... das geht zigtausend Jahre vor den Filmen los und gipfelt dann in den Geschichten rund um Lukes Neue Ordnung ;)
Aber wir schweifen grad viel zu viel vom Thema ab, das gehört echt nicht hier her...
 
Ich habe eine Empfehlung, welche Bücher, Comics und Spiele du auslassen kannst ;)

Das ist ein übergeordnetes Thema in der Post-Endor-Zeit? Habe ich nie wahr genommen. Gut zu wissen …

Da finde ich gerade vom Philosophischen aber den anderen Ansatz interessanter, denn er zwingt die Leute dazu, in sich hineinzusehen und stets nach dem Besten in einem selbst zu streben, statt sich nur als hilfloser Spielball größerer Mächte zu sehen. Und auch dieser Konflikt, bzw. gerade dieser Konflikt, lässt sich in alle Ewigkeit fortsetzen, denn es wird immer neue Menschen geben, und jeder Mensch ist zu gewaltig Gutem und gewaltig Schlechtem in der Lage, um mal Avatar zu zitieren.

Muss es eigentlich zwangsläufig eines von beiden sein. Diese beiden Ansätze sind jetzt nicht gerade sich gegenseitig widersprechend. Vielmehr ergänzend, da sowohl die Macht in einem als auch von aussen, für das Universum entscheidend ist.

Ein Widerspruch sind dagegen die Midichlorianer, bei denen es keine Einstellung des Charakters ist, sondern ein Problem wissenschaftlicher Natur …

Die PT war ja auch, macht-philosophisch betrachtet, nicht gerade... das Gelbe vom Ei, um es mal wohlwollend auszudrücken. Auch die gesamte Darstellung des Jedi-Ordens war bestenfalls zweifelhaft. Ich denke, hier tun alle Folgewerke am Besten daran, dem Leitmotiv von TLJ zu folgen und die Vergangenheit sterben zu lassen. ;)

Gegen einzelne Aspekte wie das Gleichgewicht zwischen heller und dunkler Seite habe ich auch nichts grundsätzlich. Wenn da einzelne Aspekte mit Potenzail wieder angesprochen werden, würde ich mich dem nicht verschliessen. Die PT ist für mich ein Teich voll ungenutztem Potenzial. Man braucht nur jemand, der etwas damit anzufangen weiss.

Naja, Rey tat sich schon immer auffallend leicht damit, neue Fähigkeiten on the fly zu erwerben oder bereits mit den für die Szene benötigten Fähigkeiten ausgestattet zu sein. Das war auch immer recht komfortabel geschrieben. TROS liefert nun wenigstens eine greifbare Erklärung dafür darin, dass die Macht stark in ihrer Familie ist. Bei den Skywalkers akzeptiert man das, also sollte man das bei den Palpatines wohl auch.
Bei der Gelegenheit fällt mir auf, dass ich gar nicht genau weiß, was sie nun in Episode 9 so Besonderes / Übertriebenes gemacht haben soll. Ich schätze, da geht es mal wieder um dieses Heilungsding?

Das auch. Aber auch diese 12 Meter-Sprünge wie aus der PT, oder das Gefühl zu wissen, wo der Sith-Dolch ist, etc.

Vor allem in Epiosde 7 war Rey für mich als Charakter deutlich greifbarer. Ihr Arc war im Wesentlichen, dass sie lange auf sich alleine gestellt war und jetzt durch Finn und Hann erstmals Freunde und Vaterfigur gefunden hat, nach der sie sich eigentlich sehnt. Dazu musste sie sich aber trotzdem eingestehen, dass sie die Hoffnung aufgeben muss, sich nach ihren Eltern zu sehnen und nach vorne zu schauen.

Ich war im Legends EU auch nie Fan davon, dafür hat mich die Filmumsetzung dann nicht besonders gestört. Und ich glaube, in Mandalorian wurde es auch nicht wirklich angekreidet, dass Grogu das schon im Kleinkind-Alter zu tun vermag.

Ich habe eigenltich auch nichts gegen die Macht-Heilung. Star Wars ist schon immer sehr flexibel mit der Macht umgegangen. Streng genommen, ist die Macht auch nicht mehr als ein Plot-Device. Kein Problem. Im Film hat die Heilung auf mich keinen guten Eindrcuk gemacht, weil im gesamten Film über immer irgendetwas Neues dazu gekommen ist. Die Heilung wirkte daher auf mich wie das meiste Andere im Film derart beliebig und willkürlich, dass es mir die Spannung im Film komplett gekillt hat.

Das Einzige was mich an der Heilung spezifisch stört: Das erste mal als Grogu diese Fähigkeit in „The Mandalorian“ angewendet hat, war die Folge die zwei Tage früher als sonst in der Regel ausgestrahlt worden ist. Und damit lief die Folge nur wenige Stunden früher als die weltweite Premiere von Episode IX. Ich werde das Gefühl nicht los, dass man nicht nur das Marketing pushen wollte, sondern ganz kurz vor den Film noch ein Set-Up in die Lore schmuggeln wollte.

(Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich an einem Mittwoch Ende Dezember gegen 18:00 nach Hause gekommen. Das Film im Kino startete um 20:15. Dachte mir, dass noch genug Zeit übrig ist, die neue „The Mandalorian“-Folge anzusehen. Mir gefiel dort schon nicht, dass das Kind Greef Karga heilt. Und als es dann mehrfach in Episode IX angewendet wurde, gefiel es mir noch vieeel weniger …)

Ich dagegen bin froh um jede Negierung, die TROS getroffen hat, weil ich halt einfach TLJ über weite Teile schlecht geschrieben fand. Die guten Teile davon sind gut, aber die schlechten Teile davon sind halt... richtig schlecht. Ohne mich jetzt in erschöpfenden Wiederholungen verlieren zu wollen, ist beispielsweise der gesamte Holdo-Subplot so hanebüchen und schlecht, dass ich mich bei der ersten Kinosichtung damals beinahe persönlich davon angegriffen gefühlt habe, was RJ uns da vorgesetzt hat und als tiefgründig verkaufen wollte.

Ich fand, dass die am „besten“ umgesetzten Aspekte von Epsiode IX auf dem selben Niveau ist wie die schlechten Aspekte in Episode VIII. (Ja, ich fand den Rebellen-Plot auch dämlich …)

In Bezug auf die Rey-Palpatine-Sache muss ich dazu jedoch anmerken, dass ich von Anfang an wenig Schwierigkeiten hatte, diese Neuinterpretation der Aussagen in TLJ anzunehmen, weil ich mir schon beim Sehen von Episode 8 immer die Frage stellte, woher Kylo Ren seine Informationen um Reys Herkunft eigentlich bezieht. Wenn man nicht gerade davon ausgeht, dass er extra nach Jakku geflogen ist, um dort Ahnenforschung zu betreiben und das vermutlich nicht existierende Melderegister zu durchstöbern, dann liegt der Schluss nahe, dass er die Informationen aus Reys Geist gezogen hat - Wissen und Vorstellungen, vor denen sie sich absichtlich verschlossen hatte.

Genau das Gleiche habe ich mir auch gedacht.

Und ist man bei diesem Schluss erst mal angelangt, dann bedarf es keiner allzu großen Umdeutung, um sich weiter vorstellen zu können, dass diese Vorstellungen von ihr halt nicht ihr objektives, tief verbuddeltes Wissen waren, sondern eher ihre Ängste und Befürchtungen. Was dann wiederum erst recht dazu passt, wenn Kylo Ren sich als Dunkelseiter genau dieser bedient, um sie emotional zu manipulieren. Das macht Kylo Ren interpretationstechnisch halt etwas fieser und verschlagener und schlägt ein bisschen auf die Reylo-Romanze, aber damit habe ich persönlich kein Problem, weil es mir dazu an emotionalem Investment in diesen speziellen Strang der Handlung mangelt (ich kann mir jedoch gut vorstellen, wie sich leidenschaftliche Shipper daran ernsthaft stören können).

Die Kylo-Rey-Romanze war mir so egal. Ich hatte weder Frust noch Freude, als die Beiden sich geküsst haben. Das liess mich einfach kalt …

Was mich aber gestört hat ist, dass die Szene zweimal gedreht wurde: Einmal, wo sich die beiden küssen. Und einmal, wo sich die beiden nicht küssen. Erst im Schnitt kam da die Entscheidung.

Und generell: Die Chance, dass man im Schnitt noch die Story des Films positiv beeinflussen liegt etwas 1 zu 1‘000. (Übertreibe extra …)

Daisy Ridley hat auch in einem Interview gesagt, dass sie bis zum Drehen der Szene, wo Kylo Rey offenbart, dass sie eine Palpatine ist, nicht genau wusste, was genau geplant ist. Palpatine stand im Raum. Man habe sich aber noch während dem Drehen immer wieder umentschieden.

Ironischerweise ist der bekannteste Film, der von so einem massiven Eingreiffen noch während dem Schnittes profitiert hat, ANH …



Anmerkung der Moderation: Bitte Doppelposts vermeiden! Man kann Beiträge auch editieren.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich fand, dass die am „besten“ umgesetzten Aspekte von Epsiode IX auf dem selben Niveau ist wie die schlechten Aspekte in Episode VIII. (Ja, ich fand den Rebellen-Plot auch dämlich …)
Das will ich schon deswegen nicht unterschreiben, weil bei aller berechtigter Kritik TROS dem Zuschauer wenigstens auf Augenhöhe begegnet, während TLJ halt einfach nur extrem prätentiös daherkommt und seine Moral sehr von oben herab predigt. Dadurch baut der Film sich selbst ein Gerüst auf, von dem er dann halt einfach umso tiefer herabstürzt, als die Basis an Unsinnigkeiten in sich zusammenbricht. Solche Vorgänge konnte ich bei TROS nicht ausmachen.
 
Ich mag die Message, die man in TLJ versucht hat umzusetzen, nämlich dass es im Prinzip keinen Skywalker braucht sondern jeder x-beliebige die Staffel weitergeben kann. Wurde dann halt in TROS wieder ziemlich zerstört, als Rey dann doch jemand ganz besonderes sein musste und am Ende sogar den Namen „Skywalker“ adoptierte.
Für mich ist aus diesem Grund TROS der mit Abstand schlechteste Film der ST, wenn nicht sogar der ganzen Saga, während ich TLJ in meinem Ranking nach wie vor relativ weit vorne ansiedle (auf jeden Fall der mit Abstand beste ST Film)
 
Ich mag die Message, die man in TLJ versucht hat umzusetzen, nämlich dass es im Prinzip keinen Skywalker braucht sondern jeder x-beliebige die Staffel weitergeben kann. Wurde dann halt in TROS wieder ziemlich zerstört, als Rey dann doch jemand ganz besonderes sein musste und am Ende sogar den Namen „Skywalker“ adoptierte.
Für mich ist aus diesem Grund TROS der mit Abstand schlechteste Film der ST, wenn nicht sogar der ganzen Saga, während ich TLJ in meinem Ranking nach wie vor relativ weit vorne ansiedle (auf jeden Fall der mit Abstand beste ST Film)

Gehe ich mit.

Storytechnnisch ist TROS auch für mich der schlimmste Film der Reihe.

Insgesamt kann ich in IX halt den Figuren deutlich mehr abgewinnen als in jedem PT-Film. Daher ist Episode IX als Ganzes für mich nicht der schlimmste Film der Reihe.

Ich kann es aber noch verstehen, wenn man die PT-Filme für besser als Episode IX hält.

Aber Episode VIII hat (von der Umsetzung mal abgesehen) derart gute Ideen, dass ich da den Vergleich zu Gunsten von Episode IX (Bei der mir keine einzige Szene vollständig gefällt) nicht nachvollziehen kann.
 
Aber Episode VIII hat (von der Umsetzung mal abgesehen) derart gute Ideen, dass ich da den Vergleich zu Gunsten von Episode IX (Bei der mir keine einzige Szene vollständig gefällt) nicht nachvollziehen kann.
Das ist recht schnell erklärt, indem man einfach mit den meisten Ideen, die Episode VIII zu Tisch gebracht hat, nichts anfangen kann. Was waren denn in deinen Augen die ganzen guten Ideen des Films? Dass Luke den Jedi den Rücken kehrt und die Interpretation mit der Balance der Macht hast du ja schon erwähnt. Was noch?

Ich biete im Gegenzug dafür gerne meine Liste an Dingen an, die ich furchtbar finde... ;)

Außerdem sagtest du, die schlechtesten Parts von VIII bewegen sich auf dem Level der besten Parts von IX. War das eine Hyperbel oder war die Aussage ernst gemeint? Oder anders gefragt: findest du wirklich, dass es in Episode IX keine einzige Szene gibt, welche besser als VIIIs "Deine Mama"-Witze oder die Fathier-Jagd auf Canto Bight ist? :verwirrt:
 

  • Die Idee, Kylo völlig auf die dunkle Seite konvertieren zu lassen.
  • Die Idee, Kylo als Hauptantagonisten für Teil 9 aufsteigen zu lassen.
  • Der Zweiklang der Macht fand ich von der Idee und der Inszenierung sehr gut.

Oder anders gefragt: findest du wirklich, dass es in Episode IX keine einzige Szene gibt, welche besser als VIIIs "Deine Mama"-Witze oder die Fathier-Jagd auf Canto Bight ist?

Den „Deine Mama“-Witz konnte ich verschmerzen, nach dem Schock, als das Mal in TCW aufkam. Da es schon mal in einem vorherigen Werk Thema war. Ich habe Nachhinein weniger Probleme, wenn ein Thema, dass mir ursprünglich nicht gefallen hat, in einem anderen Kontext wieder Thema wird.

Bei Episode 9 gibt es aber keine Szene, die entweder mich von der Story her den Kopf schütteln lässt, oder ich die Referenz (und / oder Fan-Service) unpassend finde.

Ich war nur einmal, beim ersten Mal schauen, emotional von einer Szene berührt: Als Chewie herausfindet, dass Leia gestorben ist. Und das ist alles …

Die Überreste des Todesterns sahen noch mega aus. Nachdem der Film sich aber schon soviel erlaubt hat und fortgeschritten war, wusste ich damit aber leider nichts anzufangen … (Nebstdem es für mich keinen Sinn macht, dass Sidious zwei Wegfinder bauen liess. Und dann einen von Denen einfach neben seinem Thronraum hat. Da gibt es deutlich bessere Verstecke.)
 
  • Die Idee, Kylo völlig auf die dunkle Seite konvertieren zu lassen.
  • Die Idee, Kylo als Hauptantagonisten für Teil 9 aufsteigen zu lassen.
  • Der Zweiklang der Macht fand ich von der Idee und der Inszenierung sehr gut.
Die Idee bezüglich Kylo konnte ich nicht mal in VIII eindeutig rauslesen, bevor TROS rauskam. In meinen Augen war schon seit VII eindeutig die Weiche auf Redemption Arc gestellt, schon dort spricht Kylo ausdrücklich vom Sog der Hellen Seite und auch Lor San Tekka schien sein Auftreten als Bösewicht nicht authentisch zu finden. Die Vorstellung, dass Kylo Ren seinen Werdegang zum Antagonisten damit besiegelt, dass er Snoke tötet, ist in meinen Augen nicht besonders schlüssig. Immerhin tut er es, um Reys Leben zu retten. Und die Argumente, die er ihr gegenüber dann äußert als Rechtfertigung dafür, nicht Frieden zu schließen, sind sowieso ziemlich dünn und klingen eher nach Selbsttäuschung. Selbst wenn man die Idee ansich verlockend findet, bin ich mir nicht sicher, ob das die richtige Interpretation von dem ist, was Rian Johnson uns geboten hat. Aus dieser Annahme ergibt sich dann auch, dass Kylo Ren natürlich auch nicht der endgültige Antagonist werden kann, weil wer bleibt sonst bei seiner unausweichlichen Rehabilitation als Gegenspieler übrig - Hux?
Da hat sich die Entwicklung in TROS dann eigentlich sehr nahtlos in meine Interpretation der Ereignisse eingefügt und alles sinnvoll zusammengeführt. Vielleicht macht es das für dich nachvollziehbarer, warum ich daher mit dieser Entwicklung der Story in IX keine Probleme hatte. Vermutlich hat es geholfen, dass ich schon zwei Jahre vor TROS-Release spekuliert hatte, dass Snoke Palpatine ist und dieser daher Endor irgendwie überlebt haben muss – dadurch war diese Storywendung dann kein Curveball in meine Vorstellungen hinein.

Mit dem Zweiklang der Macht konnte ich tatsächlich in IX mehr anfangen als in VIII, weil sie dort eine Bedeutung bekam, die über die Teenage-Romanze von Kylo und Rey hinausging. Vorher war es für mich lediglich wie so ein Forcebond, den man halt aus... Trillionen NSFW Fanfictions kennt. Da werden immer die intimen Beziehungen der Charaktere zueinander durch sowas erklärt. In IX war es dann für mich die sinnvolle Erweiterung der mystischen Natur der Macht, und tatsächlich mal ein Schritt nach vorne, der dennoch für mich nicht overpowered wirkt, weil er eben so selten ist.
Den „Deine Mama“-Witz konnte ich verschmerzen, nach dem Schock, als das Mal in TCW aufkam. Da es schon mal in einem vorherigen Werk Thema war. Ich habe Nachhinein weniger Probleme, wenn ein Thema, dass mir ursprünglich nicht gefallen hat, in einem anderen Kontext wieder Thema wird.

Bei Episode 9 gibt es aber keine Szene, die entweder mich von der Story her den Kopf schütteln lässt, oder ich die Referenz (und / oder Fan-Service) unpassend finde.

Ich war nur einmal, beim ersten Mal schauen, emotional von einer Szene berührt: Als Chewie herausfindet, dass Leia gestorben ist. Und das ist alles …

Die Überreste des Todesterns sahen noch mega aus. Nachdem der Film sich aber schon soviel erlaubt hat und fortgeschritten war, wusste ich damit aber leider nichts anzufangen …
Das war jetzt aber keine direkte Antwort auf meine Frage ;) Aber ich lasse das mal so stehen. Nur zu einem noch:

(Nebstdem es für mich keinen Sinn macht, dass Sidious zwei Wegfinder bauen liess. Und dann einen von Denen einfach neben seinem Thronraum hat. Da gibt es deutlich bessere Verstecke.)
So wie ich das verstanden hatte, waren die Wegfinder nicht von Sidious gebaut, und die kanonischen Informationen dazu haben das bestätigt. Das sind uralte Sith-Artefakte. Und zwei gibt es deswegen, weil die Sith immer zu zweit sind: einen für den Meister, einen für den Schüler. Tatsächlich waren die letzten beiden offiziellen Besitzer der Wegfinder Palpatine und Vader.
Und dass der Wegfinder von Palpatine bei seinem Thronraum ist, finde ich auch nicht befremdlich. Er wollte das Artefakt wohl in seiner Nähe haben. Man kann sogar reininterpretieren, dass er vorhatte, mit dem fertigen zweiten Todesstern nach Exegol zu springen – möglich wäre es ja gewesen, aber dafür braucht er ihn halt an Bord.
 
Die komplette Konsequenzlosigkeit eines jeden einzelnen Handlungsbogens macht TLJ endgültig und final zum schlechtesten Film von allen Neunen. Man kann den Streifen wirklich auslassen und hat damit nix verpasst, zumal sich TROS wirklich alle Mühe gibt, um so ziemlich jede neue Idee von Episode 8 ungeschehen zu machen.
 
Die Idee bezüglich Kylo konnte ich nicht mal in VIII eindeutig rauslesen, bevor TROS rauskam. In meinen Augen war schon seit VII eindeutig die Weiche auf Redemption Arc gestellt, schon dort spricht Kylo ausdrücklich vom Sog der Hellen Seite und auch Lor San Tekka schien sein Auftreten als Bösewicht nicht authentisch zu finden. Die Vorstellung, dass Kylo Ren seinen Werdegang zum Antagonisten damit besiegelt, dass er Snoke tötet, ist in meinen Augen nicht besonders schlüssig.

Kann mir gut vorstellen, dass Kasdan und Abrams diese Möglichkeit bei Episode VII in Betracht bezogen haben. Was die Autoren aber auch gemacht habe: Sie haben Kylo Jemanden von seinem eigenen Blut töten lassen, seinen Vater Han. Nichtmal Vader hat es geschafft, seinen eigenen Sohn zu töten. Daher sehe ich in beide Richtungen, wie sich die Story hätte entwickeln können. Entweder geht Kylo auf die dunkle Seite, oder auch zu hellen …

Und da es jenseits von TFA aber keine Skizzierung für die weiteren Teile gab, war die Rückbessinung Kylo‘s nur eine Möglichkeit die Johnson weiter verfolgen konnte. Es gab aber auch aussreichend Potenzial für mich, Kylo komplett zu dunklen Seite laufen zu lassen.

Immerhin tut er es, um Reys Leben zu retten.

Wenn man bedenkt, wie nach der Ermordung von Snoke Kylo zusammen mit Rey Schwierigkeiten im Kampf gegen die Prätorianer-Garde hatte … Da wäre es nicht gerade schlau von Kylo gewesen sowohl Snoke als auch Rey umzubringen. In dem Fall hätte Kylo Snokes Thronraum nie und nimmer lebendig verlassen.

Und die Argumente, die er ihr gegenüber dann äußert als Rechtfertigung dafür, nicht Frieden zu schließen, sind sowieso ziemlich dünn und klingen eher nach Selbsttäuschung. Selbst wenn man die Idee ansich verlockend findet, bin ich mir nicht sicher, ob das die richtige Interpretation von dem ist, was Rian Johnson uns geboten hat. Aus dieser Annahme ergibt sich dann auch, dass Kylo Ren natürlich auch nicht der endgültige Antagonist werden kann, weil wer bleibt sonst bei seiner unausweichlichen Rehabilitation als Gegenspieler übrig - Hux?

Ob einem die Argumente Kylo’s ausreichen ist wohl Ansichtssache. ich persönlich fand Kylo’s Ansatz was völlig Neues zu machen nicht verkehrt. Vor allem, da man in der Vergangenheit sehen konnte, dass sowohl die Jedi als auch die Sith mit ihren Wegen gescheitert sind.

Wenn man Snoke nicht umgebracht hätte, wäre ich mit dieser Annahme mitgegangen. Dass Hux dann die Erste Ordnung anführt, wenn Kylo wieder Ben wird, können wir … denke ich … ausschliessen. ;) (Bin aber auch kein Fan davon, wenn Bösewichte Slapstick-Momente haben. Bei Kylo in Episode 7 fand ich das aber ausnahmssweise passend, da es seine innere Zerrissenheit gut darstellte.) Daher gab es nach Snoke’s Tod drei Möglichkeiten für den nächsten Antagonist in meinen Augen:
  1. Kylo
  2. Jemanden von den Toten zurückholen (Für was man sich letztendlich entschied. Hätte Option 1 besser gefunden.)
  3. Nochmals jemand komplett Neues aus dem Hut zaubern.

Da hat sich die Entwicklung in TROS dann eigentlich sehr nahtlos in meine Interpretation der Ereignisse eingefügt und alles sinnvoll zusammengeführt. Vielleicht macht es das für dich nachvollziehbarer, warum ich daher mit dieser Entwicklung der Story in IX keine Probleme hatte. Vermutlich hat es geholfen, dass ich schon zwei Jahre vor TROS-Release spekuliert hatte, dass Snoke Palpatine ist und dieser daher Endor irgendwie überlebt haben muss – dadurch war diese Storywendung dann kein Curveball in meine Vorstellungen hinein.

Gegen die prinzipielle Idee, Palpatine zurückzuholen und Strippenzieher hinter allem sein zu lassen, … hatte ich aber auch nichts. Ich fand einfach die Umsetzung unter aller Sau. Palpatine hat mir seine Pläne in Episode IX zu häufig geändert. Irgendwann hat es mich nur noch gestört.

Beispiele:
  1. Palpatine will, dass Kylo Rey tötet. (Durch Leias Eingreiffen wird Kylo aber wieder gut.)
  2. Auf Exegol sagt Palpatine zu Rey, dass er sie nie tod sehen wollte. Da Rey sein Blut teilt, will Palpatine seine Seele in Rey übertragen. (Warum wollte Palpatine von Kylo dann, dass er Rey tötet? An den Befehl erinnert Palpatine Kylo sogar noch im Film. Macht keinen Sinn, wenn Palpatine, ohne das Wissen über den Zweiklang zwischen Rey und Kylo, Rey besessen wollte.)
  3. Als Palpatine merkt dass ein Zweiklang der Macht zwischen Rey und Kylo existiert, will er die Macht dieses Zweiklangs (,welches der Macht des Lebens selbst gleicht? :konfus::zuck:) nutzen, um seinen Körper wieder erstärken zu lassen.
(Warum auch immer Palpatine den ganzen Film nichts über den Zweiklang wusste, wenn er doch für Snoke verantwortlich war. Hat Palpatine denn da nicht mitbekommen, dass sein Diener da gerade im Bezug auf die Macht was auf die Beine stellt, was es seit Generationen nicht gab? Seit den letzten Kanonwerken war Palpatine übrigens zweimal daran gescheitert, einen Zweiklang selbst zu erschaffen. Er wollte einen zwischen sich und Plagueis mal erschaffen. Mit Plagueis bewusster Mithilfe … Und einmal wollte Palpatine das noch mit sich selbst und Vader machen. Aber Snoke schafft es alleine bei einem Mädchen, dass er nie gesehen hat und Kylo …)

Mit dem Zweiklang der Macht konnte ich tatsächlich in IX mehr anfangen als in VIII, weil sie dort eine Bedeutung bekam, die über die Teenage-Romanze von Kylo und Rey hinausging. Vorher war es für mich lediglich wie so ein Forcebond, den man halt aus... Trillionen NSFW Fanfictions kennt. Da werden immer die intimen Beziehungen der Charaktere zueinander durch sowas erklärt. In IX war es dann für mich die sinnvolle Erweiterung der mystischen Natur der Macht, und tatsächlich mal ein Schritt nach vorne, der dennoch für mich nicht overpowered wirkt, weil er eben so selten ist.

Der Zweiklang hat bei mir keine Fanfiction-Vibes verursacht. Die Idee in Episode 8 konnte mich noch gut fesseln. Die Weiterentwicklung bezüglich der Anwendung des Zweiklangs war eines der wenigen Dinge, die ich an Episode 9 ok fand. Dass sich Rey und Kylo nun Gegenstände weitergeben können nachdem im Film zuvor noch einzelne Wassertropfen übertragen werden konnten. Das war eine konsequente Weiterentwicklung. So eine Storyentscheidung kann ich nachvollziehen.

Der Dialog hätte halt mehr Gewicht haben können als folgendes:
Kylo: „Ich werde dich bekehren.“
Rey: „Nein.“
Kylo: „Ich werde dich bekehren.“
Rey: „Nein.“ (Mehr sah ich da leider in Episode IX nicht.)

Außerdem sagtest du, die schlechtesten Parts von VIII bewegen sich auf dem Level der besten Parts von IX. War das eine Hyperbel oder war die Aussage ernst gemeint? Oder anders gefragt: findest du wirklich, dass es in Episode IX keine einzige Szene gibt, welche besser als VIIIs "Deine Mama"-Witze oder die Fathier-Jagd auf Canto Bight ist? :verwirrt:
Das war jetzt aber keine direkte Antwort auf meine Frage ;) Aber ich lasse das mal so stehen. Nur zu einem noch:

Äh, sorry. Bin da in Gedanken irgendwie schon weiter gewesen als dann im Schreiben.

Bis auf die Szene, wo Chewie um Leia trauert … Ne, ansonsten fällt mir da wirklich keine Szene ein.

Dass die Canto-Bight Sache storytechnisch zu grossen Teilen Käse ist, muss man sich nicht darüber streiten. Der Punkt ist aber, diese Szenen sollten auch lustig sein. Daher nehme ich mir das weniger zu Herzen. Bei Episode IX fühlte ich mich von jeder weiteren Actionszene mit neuem Plot-Device irgendwann fast erschlagen. Das Anschauen wurde aufgrund des nicht vorhandenen Pacings zwischen Story und Action irgendwann einfach anstrengend für mich. Es fing damit an, dass ich im Kino den Kopf schüttelte. Bei der Luke-Szene und dem Auftauchen der Rebellenflotte hatte ich dann aber sogar den Gedanken den Kinosaal zu verlassen. (Habe es aufgrund von Freunden getan, die mit im Kino waren und der Film auch gefallen hat.)

Ich habe den Film inzwischen noch zweimal gesehen. Einmal, weil er meinem Vater gefallen hat. (Nur weil ich nicht verstehe, was man an dem Film findet, heisst das nicht, dass ich es anderen nicht gönne, wenn er ihnen doch gefällt. :thup:)
Und das zweite Mal war im Rahmen meiner Maturaarbeit am Gymnasium. Habe mir die Aufgabe gestellt, durch eine Filmanalyse zu ergründen, warum Star Wars die Popkultur so beeinflussen konnte. Ich fand, ich hatte den Film mit nur zweimal ansehen nicht ausreichend gesehen, um ihn vernünftig beurteilen zu könne.(Im Endeffekt musste ich die Arbeit kürzen und auf die OT beschränken. Hatte ursprünglich vor über alle neun Hauptfilme der Skywalker-Saga zu schreiben.)

Und mit jedem Rewatch gefällt mir Episode IX ehrlich gesagt immer noch weniger. Lustigerweise ist es mit Episde VIII genau umgekehrt. Die Szenen rund um Luke, Rey Kylo und Snoke gefallen mir tatsächlich mit jedem weiteren Anschauen immer besser.

So wie ich das verstanden hatte, waren die Wegfinder nicht von Sidious gebaut, und die kanonischen Informationen dazu haben das bestätigt. Das sind uralte Sith-Artefakte. Und zwei gibt es deswegen, weil die Sith immer zu zweit sind: einen für den Meister, einen für den Schüler. Tatsächlich waren die letzten beiden offiziellen Besitzer der Wegfinder Palpatine und Vader.
Und dass der Wegfinder von Palpatine bei seinem Thronraum ist, finde ich auch nicht befremdlich. Er wollte das Artefakt wohl in seiner Nähe haben. Man kann sogar reininterpretieren, dass er vorhatte, mit dem fertigen zweiten Todesstern nach Exegol zu springen – möglich wäre es ja gewesen, aber dafür braucht er ihn halt an Bord.

Dass Vader generell von Exegol und den Wegfinder wusste, finde ich problematisch. Da hätte Anakin als Geist doch mit Luke nach Episode VI doch darüber sprechen können?

Dass die Sith immer zu zweit sind gilt im neuen Kanon auch erst seit Darth Bane. Dass heisst einer der Mitglieder in Banes-Orden muss von Exegol gewusst haben. Und in den tausend Jahren vor Episode 1 haben die Sith, nebstdem sie in der bekannnten Galaxis immer mehr Macht angehäuft haben, noch einen sicheren Rückzugsort auf einem Planeten in den unbekannten Regionen gehabt? Ok … das macht sogar Sinn.

Bei Palpatine hätte ich es halt schlauer gefunden, dass wenn er den Wegfinder so nahe bei sich haben wollte, er ihn nicht im Nebenzimmer aufbewahrt. Wie wäre es mit einem kleinen Geheimkästchen in seinem Stuhl gewesen? Oder wenn der Standort von Exegol unbedingt geheim gehalten werden muss, warum nicht irgendwo am Körper oder sogar im Körper mit sich tragen? (Klar die letzten zwei Optionen wären schwierig gewesen darzustellen, da Palpatines ursprünglicher Körper vaporisiert wurde. Irgendeine andere Begründung als das Nebenzimmer wäre da für mich aber wirklich stimmiger gewesen. Das ist aber zugegeben auch nur die Spitze des Eisbergs und etwas Erbsenzählerei.)
 
(...)
Gegen die prinzipielle Idee, Palpatine zurückzuholen und Strippenzieher hinter allem sein zu lassen, … hatte ich aber auch nichts. Ich fand einfach die Umsetzung unter aller Sau. Palpatine hat mir seine Pläne in Episode IX zu häufig geändert. Irgendwann hat es mich nur noch gestört.

Beispiele:
  1. Palpatine will, dass Kylo Rey tötet. (Durch Leias Eingreiffen wird Kylo aber wieder gut.)
  2. Auf Exegol sagt Palpatine zu Rey, dass er sie nie tod sehen wollte. Da Rey sein Blut teilt, will Palpatine seine Seele in Rey übertragen. (Warum wollte Palpatine von Kylo dann, dass er Rey tötet? An den Befehl erinnert Palpatine Kylo sogar noch im Film. Macht keinen Sinn, wenn Palpatine, ohne das Wissen über den Zweiklang zwischen Rey und Kylo, Rey besessen wollte.)
  3. Als Palpatine merkt dass ein Zweiklang der Macht zwischen Rey und Kylo existiert, will er die Macht dieses Zweiklangs (,welches der Macht des Lebens selbst gleicht? :konfus::zuck:) nutzen, um seinen Körper wieder erstärken zu lassen.
(Warum auch immer Palpatine den ganzen Film nichts über den Zweiklang wusste, wenn er doch für Snoke verantwortlich war. Hat Palpatine denn da nicht mitbekommen, dass sein Diener da gerade im Bezug auf die Macht was auf die Beine stellt, was es seit Generationen nicht gab? Seit den letzten Kanonwerken war Palpatine übrigens zweimal daran gescheitert, einen Zweiklang selbst zu erschaffen. Er wollte einen zwischen sich und Plagueis mal erschaffen. Mit Plagueis bewusster Mithilfe … Und einmal wollte Palpatine das noch mit sich selbst und Vader machen. Aber Snoke schafft es alleine bei einem Mädchen, dass er nie gesehen hat und Kylo …)

(...)




Ich wollte eigentlich nichts dazu schreiben, aber an der Stelle möchte ich dann doch einhaken.



Der Plan erscheint mir schon schlüssig. Palpatine/Snoke haben ziemlich Schiss vor Luke. Erst als sie von seinem Aufenthaltsort erfahren, will Snoke Rey (die davor noch als Ressource gesehen wurde) töten lassen, denn er hat ja Kylo Ren als potenzielles Gefäß für sich selbst, sobald dieser stabiler läuft (was mit der Ermordung Reys noch mehr gewährleistet werden soll). Kylo Ren entscheidet sich dann für einen anderen Mord und greift nach der Macht und will Rey auf die dunkle Seite ziehen als seine Schülerin (nach der Sith-Logik dürfte Kylo Ren eben auch mit dieser Aktion seine Qualifikation sogar noch deutlicher nachgewiesen haben). Palpatine hat nun zwar seine Marionette verloren, aber durch Lukes Eingang in die Macht ist nun auch sein größter Feind aus dem Weg geräumt. Er lässt Kylo Ren etwas in der GFFA aufräumen und zeigt sich dann. Kylo Ren soll aber Rey als die letzte Bedrohung immer noch ausschalten, danach will er Kylo Ren als Gefäß benutzen. Dieser wendet sich dann jedoch wieder der hellen Seite zu und ist damit für Palpatine verloren, woraufhin Rey für ihn die Option zur Wiederbelebung wird. Er manipuliert sie und lügt sie an (dass er nie ihren Tod wollte). All das ist doch ganz normaler Palpatine-Style: Pläne schmieden und – sollten diese Päne scheitern – das nutzen, was ihm geboten wird, um einen neuen Plan zu schmieden. Und dabei immer eine Lüge auf den Lippen.



Wobei wir beim Zweiklang wären. Du gehst davon aus, dass Palpatine und Snoke immer die Wahrheit sagen. Das halte ich dann doch für fragwürdig



Palpatine kapiert offensichtlich erst in dem Moment, in dem er die Macht von Reys/Bens Verbindung PHYSISCH erfährt, was für eine Art der Verbindung er hier vor sich hat. DASS die beiden eine Verbindung haben, haben Snoke und damit Palpatine wohl schon zuvor gespürt. Aber was die kann? Das haben Rey und Kylo Ren ja selbst erst nach und nach herausgefunden (und haben bis zum Schluss nicht mal an der Oberfläche gekratzt). Dass Snoke behauptet, dass er die Verbindung und die Visionen ausgelöst hat? Geschenkt. Vielleicht hat er es irgendwie geschafft, die Visionen zu beeinflussen, aber mehr? Dass es verschiedene Arten von starken Verbindungen zwischen zwei Machtnutzern gibt, war ihm bekannt. Und es kann ihm natürlich nicht gefallen, dass es gerade zwischen diesen beiden entstanden ist. Insofern ist es logisch, dass er ihnen diese Gemeinsamkeit durch seine Lüge „nehmen will“. Das gehört zur Manipulation und der Aufrechterhaltung des Bildes alles zu wissen/spüren/kennen. Dass dieses Bild wohl zumindest bei Kylo Ren Risse erhalten hat, sieht man daran, dass dieser es sich durchaus zutraut (und auch schafft) Snoke über seine wahren Absichten zu täuschen, während dieser seine Gedanken „liest“.



Für mich also alles normal: Palpatine lügt und manipuliert und nutzt Gelegenheiten, die sich ungeplant auftun.



Ich selbst tue mir schwer, einen schlechtesten Film zu küren. Fast alle Filme haben Dinge, die ich nicht mag und solche, die ich mir immer wieder gerne anschaue. Manche Sachen sehe ich im Laufe der Zeit gnädiger (z.B. Jar Jar) bei anderen nimmt der Störfaktor zu (z.B. der Plan rund um Endor in E6, die fehlenden Erklärungen in der ST), insofern ist das im Fluss und ich kann das echt schlecht sagen.
 
Ich finde die Umfrageergebnisse jetzt sehr interessant.
Zwei Leute haben wirklich für Rache der Sith gestimmt, welcher doch lange Zeit als der beste der Prequell galt, während niemand für Die Dunkle Bedrohung gestimmt hat, welcher doch als die größte Enttäuschung überhaupt galt.
Interessant wie sich das nun durch die Sequells in den letzten 10 Jahren geändert hat.


Ich persönlich würde ja am ehesten noch für Solo stimmen, einfach weil er irgendwie der langweiligste und bislang bedeutungsloseste war. Es geht irgendwie um nichts bewegendes. (Und die Han Solo Origins Story war in den Romanen einfach besser.)
In den anderen Disney Era Filmen findet sich immerhin noch irgendein Unterhaltungswert. Nicht unbedingt ein guter, aber irgendwas das noch Emotionen hervorruft.

Allerdings sollte ich mir mal alle 5 Disney Star Wars Filme mal hintereinander anschauen. Bzw vielleicht mal die ganze Saga. Das schiebe ich schon so lange vor mir her. Und ich kann jetzt nicht sagen das es mir in den letzten Jahren an Zeit gemangelt hätte. Aber ich habe Die Rückkehr Skywalkers glaube ich seit ich 2019 im Kino war nicht mehr gesehen. Ich besitze nicht mal eine Disk davon, (und von Solo auch nicht) da ich es jederzeit auf Disney+ ansehen könnte. So wenig interessiert mich derzeit ein Rewatch.
Aber mal sehen vielleicht packt mich ja dieses Ostern noch die Lust.
 
Dass es nicht immer um was "Bewegendes" (ich interpretiere das mal als Galaxis-Bewegendes, denn für die Charaktere bewegt sich ja sehr sehr viel) gehen muss, ist in meinen Augen eine der größten Stärken des Solo-Films. Es ist halt ein Abenteuerfilm der sich auf die Figuren konzentriert. Das gefällt mir. Es zeigt, wie die Galaxis unter dem Imperium so belebt wird abseits des Bürgerkriegs.
 
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