Fantasy Herr der Ringe (gesamtes Franchise)

Dankbar hingegen bin ich für die Streichung von Tom Bombadil.

Ho! Tom Bombadil, Tom Bombadillo! Mir hat der tatsächlich gefehlt und die Portion vom Buch (inklusive der Flucht aus dem Auenland) mag ich echt am liebsten – aber, ich sehe auch, warum man ihn letztlich gestrichen hat. Und sei's nur, damit die Zuschauer sich nicht ständig fragen, warum der Ring nicht bei ihm gebunkert wird.
 
Ho! Tom Bombadil, Tom Bombadillo! Mir hat der tatsächlich gefehlt und die Portion vom Buch (inklusive der Flucht aus dem Auenland) mag ich echt am liebsten – aber, ich sehe auch, warum man ihn letztlich gestrichen hat. Und sei's nur, damit die Zuschauer sich nicht ständig fragen, warum der Ring nicht bei ihm gebunkert wird.
Ich glaube, Bombadil liebt oder hasst man :D Ich finde ihn einfach völlig absurd, und wie gesagt - ich hab damals beim ersten Versuch bei ihm abgebrochen, weil ich den Teil da sooo öde fand. Bis heute werde ich damit nicht warm. Ich verstehe aber gut, wenn man ihn vermisst, ist ja schon durchaus eine interessante Figur und vor allem auch ein guter Teil, der da fehlt.
 
Oh, also wegen Arwen gab es durchaus einen heftigen Aufschrei

Daran erinnere ich mich.

und auch mit Saruman waren viele nicht einverstanden,

Das ist mir nun wieder garnicht mehr präsent.
Womit soll man da auch unzufrieden sein?
Ich meine; Christopher Lee? Hallo ?

Vor allem, dass Saruman in der SEE dann auch noch vor Ort stirbt stößt vielen sauer auf (mir auch).

Damit hätte ich persönlich leben können, viel schlimmer war m. E. dass er in der ursprünglichen Kinofassung einfach plötzlich gar keine Rolle spielt, nicht mal mehr erwähnt wird.
(Das fühlt sich tatsächlich ähnlich an, wie Jahre später der Joker in The Dark Knight, aber das ist ein ganz anderes Thema)

 
Nun ja, RotK ist ja so schon extrem lang, hätte man da als Epilog noch die Befreiung des Auenlandes gezeigt wäre das für viele Zuschauer wohl Zuviel des Guten gewesen. Hätte im Film auch sehr antiklimatisch gewirkt. Sauron ist besiegt, und dann müssen sich die Helden zu Hause noch mit lokalen Problemen rumschlagen? Ne, ich denke das hätte auf der Leinwand nicht funktioniert. Der Film ist ja auch nicht das erste Medium, das den Part einfach skippt. Das (großartige) Hörspiel behandelt das Thema auch nicht. Wobei ich gerade nicht mehr weiß wie genau dort Sarumans Ende behandelt wird.

Und Tomb Bombadil wirkte für mich halt immer wie ein Fremdkörper. Zwar finde ich die Passage mittlerweile nicht mehr so langweilig wie früher, aber ich denke nicht dass das im Film funktioniert hätte, weil es zu sehr von der Haupthandlung abgelenkt hätte. Ganz zu schweigen davon dass der Film dann unangenehme Fragen hätte beantworten müssen, für die im Film nicht die Zeit gewesen wäre.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oh, Kritik wegen Saruman habe ich tatsächlich nicht mitbekommen. Dafür die Diskussion um Arwen, dass man das nur reingebaut hätte wegen "der Emanzipation" usw. Und Eowyn sei auch überflüssig. Was ja überhaupt nicht stimmt und im Buch sogar viel ausführlicher besprochen wird.

Tom Bombadil mag ich auch überhaupt nicht, der gibt mir creepy vibes mit seinem Gesinge und der Goldbeere. :D
Da bin ich auch froh, dass das nicht mit reingenommen wurde.

Überhaupt ist der Beginn der Geschichte sehr zäh und schreckt eher ab.

Tatsächlich, Aragorn ist einem durch die Filme viel präsenter und sympathischer. Im Buch dann doch eher unnahbar und tritt oft in den Hintergrund.

In den Filmen kommt wiederum nicht rüber, wie sehr Saruman Menschen (und Ents) beeinflussen kann, was es mit dem Palantir auf sich hat und wie dadurch auch Dennethor "vergiftet" wurde.

Ich erinnere mich, dass im Kino die Zuschauer unruhig wurden, als nach Aragorns Krönung noch gut eine Stunde (?) weitererzählt wurde. Die Säuberung des Auenlandes ist da noch nicht mal drin.

Ich liebe die Filme nach wie vor und natürlich muss man sich immer klarmachen, dass zwei so verschiedene Medien einfach gar nicht 1:1 miteinander harmonieren können. Ich war nur überrascht, wie viel doch fehlte, was mir sehr gut gefallen hat und ich wichtig finde.

ICh habe die Kritik aber nicht so krass in Erinnerung, wie das heute eigentlich immer der Fall ist. Was da schon im Vorfeld abgeht und in regelrechte Hetzkampagnen ausartet, habe ich damals nicht wahrgenommen. Und doch, ich denke, wir waren vor 20+ Jahren nicht ganz so zänkisch, wählerisch und "empfindlich" wegen sowas (außer vielleicht bei Star Wars? :D)
Manchmal habe ich den Eindruck, heute möchte jeder seinen ganz eigenen "Headcanon" umgesetzt sehen, sonst ist es sofort der schlechteste Film aller Zeiten.
 
Naja... damals steckte das Internet noch in den Kinderschuhen, es gab kein SM und die Diskussionen wurden schon auch noch anders geführt. Ich denke, da hat sich gar nicht so viel an den Einstellungen geändert, sondern eher an den Medien an sich.

Nach der Krönung gehts gar nicht mehr so lange weiter, aber die Krönung ist schon Teil der "mehreren Enden". Ja, ich weiß, dass es rein filmisch und v.a. für das Allgemeinpublikum schwierig gewesen wäre und ich verstehe die Entscheidung, für mich persönlich fehlt da aber wirklich ein enormer Batzen des Buches und vor allem wird dadurch auch extrem die Aussage verändert ("besiege das Böse und alles ist gut", dabei ist es eigentlich ein "besiege das Böse, aber du wirst immer achtsam sein müssen, es versteckt sich überall".)

Trotzdem liebe ich die Filme einfach :D
 
Naja... damals steckte das Internet noch in den Kinderschuhen, es gab kein SM und die Diskussionen wurden schon auch noch anders geführt. Ich denke, da hat sich gar nicht so viel an den Einstellungen geändert, sondern eher an den Medien an sich.

Nach der Krönung gehts gar nicht mehr so lange weiter, aber die Krönung ist schon Teil der "mehreren Enden". Ja, ich weiß, dass es rein filmisch und v.a. für das Allgemeinpublikum schwierig gewesen wäre und ich verstehe die Entscheidung, für mich persönlich fehlt da aber wirklich ein enormer Batzen des Buches und vor allem wird dadurch auch extrem die Aussage verändert ("besiege das Böse und alles ist gut", dabei ist es eigentlich ein "besiege das Böse, aber du wirst immer achtsam sein müssen, es versteckt sich überall".)

Trotzdem liebe ich die Filme einfach :D
Geht mir auch so mit dem Auenland... Aber ja, es ist wirklich unmöglich, das alles mit reinzupacken oder irgendwie noch so zu erwähnen, dass es schön und stimmig ist.

Ich habe mir damals von meinem Azubi Gehalt die Extended Version auf DVD gegönnt und einmal im Jahr ist das Pflicht! Die Filme sind einfach mega gut und überwiegend auch richtig gut gealtert. Die Kinder schauen auch gerne mit und in den Ferien haben wir gerne zusammen am Kamin gesessen und das Hörbuch gehört.

Ich bin einfach auch froh, dass die Filme produziert werden konnten und das nicht so krass vernichtet wurde, wie es heute vielleicht der Fall wäre.

Tatsächlich gab es seitdem keine Filme mehr, die mich und mein Umfeld derart beeinflusst haben. Das hört sich erstmal etwas strange an, aber ganz viele Freunde und Familienmitglieder haben dadurch L.A.R.P für sich entdeckt und zb meinen Sohn rangeführt. Dadurch hat man auch wieder neue Leute und Gleichgesinnte getroffen.... Es war einfach eine mega schöne Stimmung, auch die Vorfreude im Advent auf die Kinopremiere... Das nehme ich heute nicht mehr so wahr.

Oder ich bekomme es nicht mehr so mit, weil ich nicht mehr Anfang 20 bin. ;)
 
Auch wenn das vielleicht manche Tolkien Fans nicht gerne hören, aber als Filmemacher sollte es in meinen Augen in erster Linie Aufgabe sein, einen guten Film zu drehen und erst an zweiter Stelle, möglichst nahe am Roman zu sein. Berücksichtigt man den Aspekt hätte ein ewig langer Epilog wohl eher geschadet als genutzt. Aber ich würde nicht nein sagen, würde man Jacksons HDR Filme mit neuen Szenen noch mal im Stile einer 20-teiligen TV Serie neu auflegen. ;)

Eowyn schrieb:
und vor allem wird dadurch auch extrem die Aussage verändert ("besiege das Böse und alles ist gut", dabei ist es eigentlich ein "besiege das Böse, aber du wirst immer achtsam sein müssen, es versteckt sich überall".)
Jo, ich weiß schon, welche Absicht Tolkien mit dem Ende hatte. Das hat für mich in Buchform gut funktioniert, aber ich weiß nicht ob das im Kino noch so viele hätten sehen wollen (außer Hardcore HDR Fans).
Das Roman Ende hätte aber wahrscheinlich gut zu der Fortsetzung gepasst, die Tolkien begonnen hat zu schreiben, aber dann verworfen hat ("A new shadow").
 
Naja... damals steckte das Internet noch in den Kinderschuhen, es gab kein SM und die Diskussionen wurden schon auch noch anders geführt. Ich denke, da hat sich gar nicht so viel an den Einstellungen geändert, sondern eher an den Medien an sich.

Nach der Krönung gehts gar nicht mehr so lange weiter, aber die Krönung ist schon Teil der "mehreren Enden". Ja, ich weiß, dass es rein filmisch und v.a. für das Allgemeinpublikum schwierig gewesen wäre und ich verstehe die Entscheidung, für mich persönlich fehlt da aber wirklich ein enormer Batzen des Buches und vor allem wird dadurch auch extrem die Aussage verändert ("besiege das Böse und alles ist gut", dabei ist es eigentlich ein "besiege das Böse, aber du wirst immer achtsam sein müssen, es versteckt sich überall".)

Trotzdem liebe ich die Filme einfach :D
Glaube auch, dass so ein Film damals gerade im Vorfeld deutlich mehr Luft zum Atmen bekommen hat, während sich heute schon nach Trailern zu viele der semiprofesionellen Beobachtern in Netz dazu bemüßigt fühlen, ein quasi abschließendes Urteil zu fällen.

Was das Auenland angeht, bin ich aber anderer Meinung. Klar, die Botschaft sollte wohl schon das sein, was du geschrieben hast, aber wenn ich mir die Handlung in diesem Teil anschaue, sieht das für mich so aus, als wäre Tolkien davon selbst nicht ganz überzeugt. Denn letztlich wird Saruman recht einfach (erneut) besiegt und dann ist eben doch alles gut (weil Sam genug Elbensamen hat, um das Auenland wieder erblühen zu lassen).
Zudem mag ich es nicht, dass dieser großen Geschichte, in der alles miteinander zusammenhängt und läuft und alles auf dem Spiel steht, am Ende noch dieser persönlich Rachefeldzug Sarumans großen Raum einnimmt.

Was mich eher gestört hat, war, dass Aragorns Geisterheer auf dem Schlachtfeld auftaucht und eben nicht nur dazu dient, die Korsaren auszuschalten.
 
Glaube auch, dass so ein Film damals gerade im Vorfeld deutlich mehr Luft zum Atmen bekommen hat, während sich heute schon nach Trailern zu viele der semiprofesionellen Beobachtern in Netz dazu bemüßigt fühlen, ein quasi abschließendes Urteil zu fällen.

Was das Auenland angeht, bin ich aber anderer Meinung. Klar, die Botschaft sollte wohl schon das sein, was du geschrieben hast, aber wenn ich mir die Handlung in diesem Teil anschaue, sieht das für mich so aus, als wäre Tolkien davon selbst nicht ganz überzeugt. Denn letztlich wird Saruman recht einfach (erneut) besiegt und dann ist eben doch alles gut (weil Sam genug Elbensamen hat, um das Auenland wieder erblühen zu lassen).
Wie gesagt, Tolkiens Fortsetzung hätte in der Richtung vielleicht noch einiges auf den Kopf stellen können, aber da hat Tolkien wohl auch der Mut verlassen, leider.

Was mich eher gestört hat, war, dass Aragorns Geisterheer auf dem Schlachtfeld auftaucht und eben nicht nur dazu dient, die Korsaren auszuschalten.
Also ehrlich gesagt fand ich das seltsam dass Aragorn die Geister im Buch so schnell wieder gehen lässt. Fand die Änderung im Film jetzt eher positiv.
 
Also ehrlich gesagt fand ich das seltsam dass Aragorn die Geister im Buch so schnell wieder gehen lässt. Fand die Änderung im Film jetzt eher positiv.
Von der reinen Handlungslogik hast du recht. Aber im Buch werden sie ja eher so nebenbei entsorgt, sodass dieser Fehler Aragorns etwas untergeht, der Film stößt einen aber mMn mit der Nase drauf. Im Film wirkt das dann in der Schlacht zu einfach (zumal die Geister ja offensichtlich keinen Schaden nehmen können) und das drängt alle anderen Beteiligten für mich etwas in den Hintergrund.
Immerhin wurde dann auf dem Schlachtfeld dann kurz angerissen, ob man sie wirklich gehen lassen soll (ich glaube Gimli sagt sowas), aber Aragorn fühlt sich an sein (zu kurz gedachtes) Versprechen gebunden, aber immerhin hat man so ein bisschen erklärt, warum man die jetzt nicht einfach nach Mordor schickt.

Ich hätte mir - für das Buch und den Film - eine Handlungsmechanik gewünscht, warum man sie nicht weiter nutzen kann - und sie dann auf die Korsaren beschränkt.
Aber hey, das ist nichts, was mich schlaflos hält, lediglich ein bisschen Jammern auf hohem Niveau...
 
Von der reinen Handlungslogik hast du recht. Aber im Buch werden sie ja eher so nebenbei entsorgt, sodass dieser Fehler Aragorns etwas untergeht, der Film stößt einen aber mMn mit der Nase drauf. Im Film wirkt das dann in der Schlacht zu einfach (zumal die Geister ja offensichtlich keinen Schaden nehmen können) und das drängt alle anderen Beteiligten für mich etwas in den Hintergrund.
Immerhin wurde dann auf dem Schlachtfeld dann kurz angerissen, ob man sie wirklich gehen lassen soll (ich glaube Gimli sagt sowas), aber Aragorn fühlt sich an sein (zu kurz gedachtes) Versprechen gebunden, aber immerhin hat man so ein bisschen erklärt, warum man die jetzt nicht einfach nach Mordor schickt.

Ich hätte mir - für das Buch und den Film - eine Handlungsmechanik gewünscht, warum man sie nicht weiter nutzen kann - und sie dann auf die Korsaren beschränkt.
Aber hey, das ist nichts, was mich schlaflos hält, lediglich ein bisschen Jammern auf hohem Niveau...
Ich hab mir das immer so erklärt dass Aragorn den Eid nicht zu sehr ausreizen wollte. Ich weiß ja nicht ob die Geister irgendwas davon abgehalten hätte, die Seiten zu Wechseln und doch für Sauron zu kämpfen.
 
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