Oh, Kritik wegen Saruman habe ich tatsächlich nicht mitbekommen. Dafür die Diskussion um Arwen, dass man das nur reingebaut hätte wegen "der Emanzipation" usw. Und Eowyn sei auch überflüssig. Was ja überhaupt nicht stimmt und im Buch sogar viel ausführlicher besprochen wird.
Tom Bombadil mag ich auch überhaupt nicht, der gibt mir creepy vibes mit seinem Gesinge und der Goldbeere.

Da bin ich auch froh, dass das nicht mit reingenommen wurde.
Überhaupt ist der Beginn der Geschichte sehr zäh und schreckt eher ab.
Tatsächlich, Aragorn ist einem durch die Filme viel präsenter und sympathischer. Im Buch dann doch eher unnahbar und tritt oft in den Hintergrund.
In den Filmen kommt wiederum nicht rüber, wie sehr Saruman Menschen (und Ents) beeinflussen kann, was es mit dem Palantir auf sich hat und wie dadurch auch Dennethor "vergiftet" wurde.
Ich erinnere mich, dass im Kino die Zuschauer unruhig wurden, als nach Aragorns Krönung noch gut eine Stunde (?) weitererzählt wurde. Die Säuberung des Auenlandes ist da noch nicht mal drin.
Ich liebe die Filme nach wie vor und natürlich muss man sich immer klarmachen, dass zwei so verschiedene Medien einfach gar nicht 1:1 miteinander harmonieren können. Ich war nur überrascht, wie viel doch fehlte, was mir sehr gut gefallen hat und ich wichtig finde.
ICh habe die Kritik aber nicht so krass in Erinnerung, wie das heute eigentlich immer der Fall ist. Was da schon im Vorfeld abgeht und in regelrechte Hetzkampagnen ausartet, habe ich damals nicht wahrgenommen. Und doch, ich denke, wir waren vor 20+ Jahren nicht ganz so zänkisch, wählerisch und "empfindlich" wegen sowas (außer vielleicht bei Star Wars?

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Manchmal habe ich den Eindruck, heute möchte jeder seinen ganz eigenen "Headcanon" umgesetzt sehen, sonst ist es sofort der schlechteste Film aller Zeiten.