Kathleen Kennedy übernimmt Co-Vorsitz von Lucasfilm

Und mit Filoni wird ea nicht besser. Das Filoni bei der Animation bleiben sollte und Live Action nicht kann, hat er mit Ahsoka bewiesen. Eine auf seinem Mist gewachsene Katastrophe, Inhaltlich wie handwerklich.
Da muss ich mal nachfragen, weil ich mich da gar nicht so recht auskenne: Was war denn genau Filonis Job bei "Ahsoka" und inwiefern sind die Aufgaben, die er da wahrgenommen hat, deckungsgleich mit jenen, die er nun mit der Nachfolge Kennedys übernimmt?
 
Was war denn genau Filonis Job bei "Ahsoka" und inwiefern sind die Aufgaben, die er da wahrgenommen hat, deckungsgleich mit jenen, die er nun mit der Nachfolge Kennedys übernimmt?

Kann hier nur für mich sprechen, aber ich bin bei Ahsoka in der ersten Folge wieder ausgestiegen, als eine mir unbekannte Figur wirklich eeeewig durch die Flure eines Raumschiffs geschlurft ist und sich diverse Ecken sehr bedeutungsschwanger (und für mich völlig nichtssagend!) angeschaut hat. Bin in der letzten Staffel "The Clone Wars" ausgestiegen. Ich hab offenbar das Memo nicht gesehen, welches sagt, dass ich dafür Rebels hätte sehen müssen.

Rückblende? Exposition? Ein Szenenbild, das mir auch vermittelt, was ich da überhaupt sehe? Alles nicht vorhanden. Und das sehe ich durchaus als handwerklichen und inhaltlichen Mangel an, wenn ich beim Quer- / Wiedereinstieg einfach gar keinen Plan hab.
 
Und mit Filoni wird ea nicht besser. Das Filoni bei der Animation bleiben sollte und Live Action nicht kann, hat er mit Ahsoka bewiesen. Eine auf seinem Mist gewachsene Katastrophe, Inhaltlich wie handwerklich.
Filoni wird aber unmöglich alles schreiben können.

Die Frage ist, inwiefern das Handwerk von anderen Autoren Filoni in seinen eigenen Kramm passt.

@Master Kenobi Da frage ich mich: Abgesehen von SW sterben lasen … Welche Prämisse sollte man nach dir am Besten in SW umsetzen? Wenn ich mich recht entsinne, hat dir keine der Serien zugesagt.
Da muss ich mal nachfragen, weil ich mich da gar nicht so recht auskenne: Was war denn genau Filonis Job bei "Ahsoka" und inwiefern sind die Aufgaben, die er da wahrgenommen hat, deckungsgleich mit jenen, die er nun mit der Nachfolge Kennedys übernimmt?
Filoni war alleiniger Autor, bei 2 Folgen Regisseur und Kennedy wie immer lediglich Produzentin.

Was Filoni jetzt an Aufgaben übernehmen muss: Investoren zu überreden, in seine Projekte zu investieren. Regisseure und Autoren finden, die zu seiner grösseren Vorstellung von SW passen. (Wo die Frage offen bleibt, wieviel Freiheit den anderen Schöpfern dabei bleibt.)

Rückblende? Exposition? Ein Szenenbild, das mir auch vermittelt, was ich da überhaupt sehe? Alles nicht vorhanden. Und das sehe ich durchaus als handwerklichen und inhaltlichen Mangel an, wenn ich beim Quer- / Wiedereinstieg einfach gar keinen Plan hab.
Das absolut Nötigste an Exposition für die Handlung ist drin. Aber halt gar nichts zu den Figuren. (Was halt auch nicht viel bringt. Für Wiedereinsteiger ist die Dynamik zwischen einzelnen Figuren vermutlich dann auch nur Behauptung, gehe ich stark von aus.)
 
Rückblende? Exposition? Ein Szenenbild, das mir auch vermittelt, was ich da überhaupt sehe? Alles nicht vorhanden. Und das sehe ich durchaus als handwerklichen und inhaltlichen Mangel an, wenn ich beim Quer- / Wiedereinstieg einfach gar keinen Plan hab.
Ich mochte "Ahsoka" jetzt auch nicht wirklich, aber mir geht es ja auch eigentlich nur um die Vergleichbarkeit der beiden Posten von Filoni. Inwiefern sind die Aufgaben, die er bei "Ahsoka" wahrgenommen hat, deckungsgleich mit jenen, die er nun mit der Nachfolge Kennedys übernimmt? Vielleicht stehe ich da einfach auf dem Schlauch. Danke im Voraus auf jeden Fall.

Filoni war alleiniger Autor, bei 2 Folgen Regisseur und Kennedy wie immer lediglich Produzentin.
Ok, danke. Ich blicke nur einfach nicht so ganz, was denn eine Produzentin bzw. ein Produzent genau macht. Oder die Frage anders formuliert: Was sagen denn die Fehler, die Filoni als Autor und Regisseur gemacht hat, darüber aus, wie geeignet oder ungeeignet er für einen Produzentenjob ist? (Um ein doofes Beispiel zu nehmen: Wenn jemand schlecht schauspielern kann, und einen Job als Kameramann annimmt, ist mir klar, dass die Fälle, in denen er schlecht geschauspielert hat, erstmal noch nichts darüber sagen, wie gut oder wie schlecht er als Kameramann ist. Aber beim Verhältnis Drehbuchautor/Regisseur zu Produzent kann ich das halt irgendwie so gar nicht einschätzen.)
 
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Vielleicht stehe ich auch einfach auf dem Schlauch. Danke im Voraus auf jeden Fall.

Ich bin der Ansicht, dass ne Serie (oder ein Film) in sich erzählerisch funktionieren muss. Wenn man mir das Gefühl gibt, dass ich wesentliche wichtige Dinge verpasst habe und diese komplett wortlos referenziert werden, dann bin ich zum Abschalten gezwungen. Da ist dann was ziemlich falsch gelaufen. Wenn mir ein Unterhaltungsmedium kommuniziert, dass ich Defizite hab, anstatt mich abzuholen und mir verstehen zu geben, was ich da überhaupt sehe, dann ist das handwerklich mangelhaft.

Und die dafür verantwortliche Person ist halt Dave Filoni, weil er seit 2008 an der Figur "Ahsoka" herumschreibt und seitdem diese Serien produziert, in denen diese Figur auftritt und er ist damit auch Showrunner für so ziemlich sämtliche Bewegtbild-Inhalte jenseits der Kinofilme seit 18 Jahren. Der Mann macht das also wirklich nicht erst seit gestern, aber so was komisches hab ich in diversen TCW-Staffeln nie erlebt.
 
Ich bin der Ansicht, dass ne Serie (oder ein Film) in sich erzählerisch funktionieren muss. Wenn man mir das Gefühl gibt, dass ich wesentliche wichtige Dinge verpasst habe und diese komplett wortlos referenziert werden, dann bin ich zum Abschalten gezwungen. Da ist dann was ziemlich falsch gelaufen. Wenn mir ein Unterhaltungsmedium kommuniziert, dass ich Defizite hab, anstatt mich abzuholen und mir verstehen zu geben, was ich da überhaupt sehe, dann ist das handwerklich mangelhaft.

Und die dafür verantwortliche Person ist halt Dave Filoni, weil er seit 2008 an der Figur "Ahsoka" herumschreibt und seitdem diese Serien produziert, in denen diese Figur auftritt und er ist damit auch Showrunner für so ziemlich sämtliche Bewegtbild-Inhalte jenseits der Kinofilme seit 18 Jahren. Der Mann macht das also wirklich nicht erst seit gestern, aber so was komisches hab ich in diversen TCW-Staffeln nie erlebt.
Das sehe ich ja alles, aber inwiefern sind die Aufgaben, die Filoni bei "Ahsoka" wahrgenommen hat, deckungsgleich mit jenen, die er mit der Nachfolge Kennedys übernimmt? (Da war ich zu spät mit dem Edit, was die Wiederholung meiner eigentlichen Frage angeht, sorry.)

Um ein doofes Beispiel zu nehmen, das ich oben schon einmal in der Antwort auf Darth Mornabin in Klammern gesetzt habe: Wenn jemand schlecht schauspielern kann, und einen Job als Kameramann annimmt, ist mir klar, dass die Fälle, in denen er schlecht geschauspielert hat, erstmal noch nichts darüber sagen, wie gut oder wie schlecht er als Kameramann ist. Aber beim Verhältnis Drehbuchautor/Regisseur zu Produzent kann ich das halt irgendwie so gar nicht einschätzen.
 
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Das sehe ich ja alles, aber inwiefern sind die Aufgaben, die er bei "Ahsoka" wahrgenommen hat, deckungsgleich mit jenen, die er mit der Nachfolge Kennedys übernimmt?

Die gestalterische Kompetenz über die eigentlichen Serieninhalte und den groben Kurs des Franchises an sich wird er sicher nicht abgeben.

Dazu kommen halt jetzt noch die Kompetenzen in Bezug auf Management, Marketing und Finanzierung der Marke Star Wars. Es bleibt halt die Frage, ob wir uns in absehbarer Zeit in erster Linie mit Ahsoka-Dies und Ahsoka-Das auseinander setzen müssen, wenn da "Star Wars" drauf steht. Für mehr war er vorher einfach nie verantwortlich und mehr, als wahllosen Ideenklau aus dem EU hat's halt bislang von ihm auch nie gegeben.

Star Wars steckt inhaltlich immer noch in einem analogen Universum zum Post-Endor-EU fest. Jenseits von Episode 9 ist seit sieben Jahren erzählerisch einfach nur gähnende Leere wahrzunehmen. Alle anderen Releases sind konzeptionell immer und ausschließlich nur Prequels gewesen und aus diesem Käfig ist Kennedy nie wirklich raus gekommen. Selbst Skeleton Crew war ein Prequel, obwohl es das überhaupt gar nicht hätte sein müssen.
 
Dass dafür nur eine einzelne Person verantwortlich sein soll, bezweifle ich.

Wie du schon erwähnt hast, sind Produktionskosten auch nicht zu unterschätzen.

Es wurde ja u.a. für die Sequel-Trilogie geworben, dass „dieses Mal alles echt sein wird und kein CGI, wie in der PT. Jedenfalls so ähnlich hat sich das angehört. Wenn ich das noch recht in Erinnerung habe. Bei den Serien wollte man sich auch mehr auf praktische Effekte verlassen. Meine ich. So etwas kann die Kosten natürlich in die Höhe treiben.


Ja, die zweite Staffel von Andor erschien Anfang letzten Jahres – und ist demnach „die letzte“ erschienene Star Wars-Serie. „Acolyte“ startete 2024.
Kam danach nicht noch „Skeleton Crew“?*

@Topic: Kathleen Kennedy jetzt komplett den schwarzen Peter zuschieben finde ich jetzt auch etwas..naja. Da macht man es sich etwas zu einfach. Andere Streaming Anbieter kämpfen auch damit, die Produktionskosten für ihre teuren (Flaggschiff) Serien wieder einzuholen, das ist kein Disney Plus exklusives Problem.

*Nope, hatte mich vertan
 
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Trotz ihres Rücktritts bleibt Kennedy Lucasfilm vorerst als Produzentin erhalten. Sie wird noch an den kommenden Filmen „The Mandalorian and Grogu“(Kinostart: 20. Mai 2026) und „Star Wars: Starfighter“ (Kinostart: 26. Mai 2027) beteiligt sein.

Also ganz weg ist die Dame demnach noch nicht. Bis dahin könnte sie theoretisch noch Unheil anrichten. ;-)
 

Also ganz weg ist die Dame demnach noch nicht. Bis dahin könnte sie theoretisch noch Unheil anrichten. ;-)
Das sind einfach noch die Projekte, die vor ihrem Weggang fertig gedreht worden sind und in nächster Zeit rauskommen.

Aber ja, als Produzentin hat Kennedy ja gesagt, dass sie uns so oder so erhalten bleibt.
 
@Master Kenobi Da frage ich mich: Abgesehen von SW sterben lasen … Welche Prämisse sollte man nach dir am Besten in SW umsetzen? Wenn ich mich recht entsinne, hat dir keine der Serien zugesagt.

Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht. Meiner Meinung nach hat Disney Star Wars totgeritten. Wahrscheinlich könnte man das Old Republic Thema noch umsetzen, aber Acolyte und Ahsoka haben derartige Schäden hinterlassen, das es mich nicht mehr reizt.

Das einzige was mich noch interessieren würde, wäre eine Han Solo Serie die Jahre vor ANH spielt und den Kinofilm nicht berücksichtigt. Allerdings als Animationsserie (in einem Ton wie zb. Batman: The Animated Series), da Han genauso wie der sicher mal auftauchende Lando wie Ford/WIlliams aussehen sollen, bzw. an deren Aussehen deutlich angelehnt sind. Han ist von einem Ende der Galaxis zur anderen geflogen und hat eine Menge seltsames Zeug gesehen, das hat Potenzial. Meiner Meinung nach der einzige Charakter, aus dem man noch was machen kann.

Was ich mir auch noch vorstellen könnte, wäre ein Ewokfilm von Pixar. Ich denke, die würden da wirklich was draus machen. Oder ein Droidenfilm.

Ansonsten sind die bekannten Charaktere einfach durch. Luke, Leia, Boba Fett, Obi-Wan, Vader... da gibts nichts mehr zu erzählen. Yoda usw soll man bitte unangetastet lassen. Jetzt macht Disney mit Darth Maul weiter, dem nächsten toten Pferd, von dem man absteigen sollte.
 
Ich möchte die Disney-Ära von Star Wars nicht missen. Für mich ist sie die bisher produktivste Phase in der Geschichte dieses Universums. Noch nie wurde so viel erzählt, ausprobiert und erweitert. Star Wars ist dadurch kein eingefrorener Erinnerungsort geblieben, sondern ein lebendiges Erzählsystem.

Ein entscheidender Punkt ist Die letzten Jedi. Für mich ist das der beste Star-Wars-Film seit Das Imperium schlägt zurück. Nicht, weil er allen gefallen will, sondern weil er sich traut, Fragen zu stellen. Er zeigt Helden, die scheitern, Ideale, die brüchig werden, und eine Galaxis, in der Verantwortung nicht bequem ist. Genau dieser Film hat mich wieder zu Star Wars zurückgeholt, weil er mir gezeigt hat, dass dieses Universum mehr sein kann als bloße Wiederholung alter Motive.

Gleichzeitig hatte ich mit den ersten beiden Staffeln von The Mandalorian schlicht sehr viel Spaß. Die Serie ist reduziert, ruhig erzählt und vertraut auf Bilder und Stimmungen. Sie greift klassische Star-Wars-Gefühle auf, ohne sich darin zu verlieren. Das funktioniert gerade deshalb so gut, weil sie nicht ständig alles erklären will.

Mit Andor und Rogue One hat Disney dann gezeigt, wie politisch und ernst Star Wars sein kann. Andor erzählt von Unterdrückung, Anpassung und Widerstand, ohne Pathos und ohne Märchenlogik. Rogue One führt diese Linie konsequent zu Ende. Das ist unbequemes, erwachsenes Erzählen.

Auch Projekte wie Skeleton Crew zeigen, dass Star Wars unterschiedliche Zielgruppen erreichen kann, ohne sich selbst zu verraten. Und im Animationsbereich war die dritte Staffel von The Bad Batch für mich ein echtes Highlight. Die Serie nimmt ihre Figuren ernst, lässt Konsequenzen zu und erzählt erstaunlich reif.

Natürlich ist nicht alles gelungen. Das war es aber auch früher nicht. Der Unterschied ist, dass Disney Star Wars wieder in Bewegung gebracht hat. Es wird gestritten, ausprobiert, manchmal auch danebengegriffen. Genau das hält dieses Universum lebendig.

Deshalb möchte ich diese Ära nicht missen. Sie hat Star Wars für mich wieder relevant gemacht, emotional, politisch und erzählerisch. Nicht als Denkmal, sondern als Geschichte, die weitergeht.
 
Ich möchte die Disney-Ära von Star Wars nicht missen. Für mich ist sie die bisher produktivste Phase in der Geschichte dieses Universums. Noch nie wurde so viel erzählt, ausprobiert und erweitert. Star Wars ist dadurch kein eingefrorener Erinnerungsort geblieben, sondern ein lebendiges Erzählsystem.

Ein entscheidender Punkt ist Die letzten Jedi. Für mich ist das der beste Star-Wars-Film seit Das Imperium schlägt zurück. Nicht, weil er allen gefallen will, sondern weil er sich traut, Fragen zu stellen. Er zeigt Helden, die scheitern, Ideale, die brüchig werden, und eine Galaxis, in der Verantwortung nicht bequem ist. Genau dieser Film hat mich wieder zu Star Wars zurückgeholt, weil er mir gezeigt hat, dass dieses Universum mehr sein kann als bloße Wiederholung alter Motive.

Gleichzeitig hatte ich mit den ersten beiden Staffeln von The Mandalorian schlicht sehr viel Spaß. Die Serie ist reduziert, ruhig erzählt und vertraut auf Bilder und Stimmungen. Sie greift klassische Star-Wars-Gefühle auf, ohne sich darin zu verlieren. Das funktioniert gerade deshalb so gut, weil sie nicht ständig alles erklären will.

Mit Andor und Rogue One hat Disney dann gezeigt, wie politisch und ernst Star Wars sein kann. Andor erzählt von Unterdrückung, Anpassung und Widerstand, ohne Pathos und ohne Märchenlogik. Rogue One führt diese Linie konsequent zu Ende. Das ist unbequemes, erwachsenes Erzählen.

Auch Projekte wie Skeleton Crew zeigen, dass Star Wars unterschiedliche Zielgruppen erreichen kann, ohne sich selbst zu verraten. Und im Animationsbereich war die dritte Staffel von The Bad Batch für mich ein echtes Highlight. Die Serie nimmt ihre Figuren ernst, lässt Konsequenzen zu und erzählt erstaunlich reif.

Natürlich ist nicht alles gelungen. Das war es aber auch früher nicht. Der Unterschied ist, dass Disney Star Wars wieder in Bewegung gebracht hat. Es wird gestritten, ausprobiert, manchmal auch danebengegriffen. Genau das hält dieses Universum lebendig.

Deshalb möchte ich diese Ära nicht missen. Sie hat Star Wars für mich wieder relevant gemacht, emotional, politisch und erzählerisch. Nicht als Denkmal, sondern als Geschichte, die weitergeht.
Sehe ich gleich.

Klar, ich bin definitiv auch nicht mit allem aus der Disney-Ära zufrieden. Aber auch vorher gab es für mich diesbezüglich Graupen.

Was gut, was schlecht teilweise nicht gleich im Vergleich zu @Sam Rockwell. Aber eben genau das hält den Austausch zum Franchise für mich auch lebendig und abwechslungsreich.

Die Disney-Ära hat für mich bewiesen, dass die Marke Star Wars in Bewegtbild sich dafür eignet mit diversen Genren und Themen rumzuexperimentieren.
 
Noch nie wurde so viel erzählt, ausprobiert und erweitert. Star Wars ist dadurch kein eingefrorener Erinnerungsort geblieben, sondern ein lebendiges Erzählsystem.
Ich bezweifle, dass dir die Fans des alten EUs da zustimmen würden, aber zumindest, was das Bewegtmaterial angeht, hast du sicherlich recht. SW aus dieser "Zahllose Bücher"-Ecke wieder rauszuholen und den Schwerpunkt auf Bewegtmaterial zu legen, ist für mich dabei der große Verdienst der bisherigen Führung unter Disney - und ja, vielleicht auch unter Kathleen Kennedy, wenngleich ich ihre Rolle bei dem allen immer noch nicht ganz verstehe.

SW hat für mich immer in verfilmter Form wesentlich besser funktioniert als in geschriebener Form, und auch wenn sich schon einige Jahre vor Disney dann GL angeschickt hat, Teile des EUs mit der "Clone Wars"-Serie zu überschreiben, hat erst Disney den für mich so wichtigen Schritt gewagt, das EU einfach Legends sein zu lassen. Ja, ich weiß, damit werde ich vielleicht bei einigen anecken (sicherlich hätte ich damit bei vielen angeeckt, die heutzutage gar nicht mehr im Forum aktiv sind), aber mir haben der Wechsel von EU zu Legends und die Idee, das neue EU vorrangig auf Bewegtbildmaterial aufzubauen, gewissermaßen überhaupt dazu geführt, dass ich "mein" SW (wieder-)gefunden habe.
 
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Ich denke dabei tatsächlich nur an das Bewegtmaterial. Für mich hat Star Wars immer zuerst und vor allem als Film funktioniert. Als etwas, das man sieht und hört. Bilder, Musik, Rhythmus, Atmosphäre. Genau daraus hat die Reihe von Anfang an ihre Wirkung gezogen, und genau dort liegt für mich ihr Kern.

Comics und Bücher hatten bei mir nie denselben Stellenwert. Nicht, weil sie grundsätzlich schlecht wären oder nichts beitragen könnten, sondern weil sich Star Wars für mich nie wie ein literarisches Universum angefühlt hat. Vieles aus dem alten EU wirkte auf mich eher wie ein Versuch, das Filmische nachträglich zu erklären oder zu ordnen. Dinge, die im Film bewusst offen, widersprüchlich oder einfach nur angedeutet waren, wurden ausformuliert, und manchmal auch überfrachtet. Das hat mir oft mehr genommen als gegeben.

Gerade im Bewegtbild kann Star Wars etwas leisten, das ich sehr schätze. Es darf ungenau sein. Es darf Lücken lassen. Figuren müssen nicht vollständig erklärt werden, um zu funktionieren. Ein Blick, eine Szene, ein musikalisches Motiv können mehr erzählen als Seiten voller Hintergrundwissen. Diese Offenheit gehört für mich zum Reiz der Saga.
 
Sehe des änlich wie Sam. Gibt manchmal schwächen wie zb Acolythe oder die Rey Filme. Aber ansonsten bin ich zufrieden.
 
Jetzt macht Disney mit Darth Maul weiter, dem nächsten toten Pferd, von dem man absteigen sollte.
Wenn man aber die Kommentare unter den Trailern berücksichtigt, dann scheinen sich sehr viele darauf zu freuen. Da scheint die Strategie (erstmal) aufzugehen, um es mal so auszudrücken. Also abschreiben würde ich die Serie, die vor allem ein jüngeres Publikum zusagen wird, noch nicht.
 
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