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Episode VIII Spoiler Machtgleichgewicht und Auserwählter

Dieses Thema im Forum "Episode VIII - The Last Jedi" wurde erstellt von BB__8, 20. Dezember 2017.

  1. riepichiep

    riepichiep weiser Botschafter Premium

    Nochmal: Wir wissen nicht eindeutig, was das "Gleichgewicht der Macht" ist.
    Wir wissen nicht eindeutig, was in der Prophezeiung steht.
    Und wir wissen ja nicht mal, ob die Prophezeiung auch mehrere Auserwählte zu lässt (MATRIX RELOADED und REVOLUTIONS lassen grüßen ;-))

    Die Prophezeiung ist für uns eine absolute Black Box. Wir wissen nur, wie einige Jedi sie interpretieren und dass sie laut Yoda auch "missverstanden" werden kann. Letztlich ist ohne Wortlaut die Diskussion müssig (ich würde aber an Lucasfilm-Stelle den Wortlaut auch nicht mehr generieren wollen, da gibt es dann auch nur Theater unter den Fans ...)
     
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  2. BB__8

    BB__8 Zivilist

    Aber Luke sagt in TLJ eindeutig:
    "Einige Jahre herrschte ein Gleichgewicht"
     
  3. riepichiep

    riepichiep weiser Botschafter Premium

    Und? Er erklärt nicht, wie sich das Gleichgewicht zeigt und er zeigt auch nicht, wie das Gleichgewicht verletzt wurde.

    Wenn ich sagen würde "Einige Tage im Jahr 2017 waren gut", weiß auch keine/r im Forum, was ich genau meine und woran ich das fest mache. Und es wüsste auch keine/r, woran ich festmache, dass es eben nicht immer so war.

    Die ganzen Aussagen zum Gleichgewicht der Macht sind (bewusst/unbewusst) sehr schwammig und Wesen wie der Bendu (aus REBELS) sorgen da auch nochmal mehr für Chaos. Es hat einen gewissen Charme, diese Unklarheit auszuhalten, aber dazu muss man halt auch bereit sein ...
     
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  4. SaLaSa459

    SaLaSa459 Senatswache

    Gleichgewicht - Auserwählter...
    sind alles Begriffe, die ausgelegt werden können, wie man will..

    Ich glaube nach Kylos Plädoyer alles hinter sich zu lassen (inkl. der Sith wohlgemerkt) das er dieses ganze "Kampf um die Macht" einfach nur noch leid ist und das er dieses ganze Spielchen gar nicht mehr mitmachen will jetzt wo Snoke weg ist.

    Es wird doch wohl möglich sein, dass in einer Galaxy diverse Machtnutzer nebeneinander leben können ohne sich gleich andauernd in die Haare zu bekommen. Geht doch bei Harry Potter auch irgendwie oder anderen übersinnlichen Geschichten.

    Faktum ist, aufgrund von JJs Aussage oder wars Boyega, das IX alle Kriege ein für alle Mal beenden soll sowie alle Teile zusammenführen soll.
    Kurios wärs natürlich wenn zwei Machtnutzer wie Kylo/Ben und Rey sind ein Kind hervorbringen würden, das überhaupt keinen Machtzugang hat :roflmao:
    Problem gelöst.
     
  5. BB__8

    BB__8 Zivilist

    hat einen gewissen Charme, diese Unklarheit auszuhalten, aber dazu muss man halt auch bereit sein ...


    Wenn es denn am Ende eine eindeutige Antwort auf die Frage gibt wäre alles gut :D
     
  6. BB__8

    BB__8 Zivilist

    Episode 9 muss einfach aufzeigen was nun die Wahrheit ist und sollte sich nicht widersprechen
    -Gleichgewicht ist vernichten der Sith
    -Anakin war der Auserwählte

    --> wieso denkt Luke Ben könnte der Auserwählte sein?
    Für mich ist das nicht zu Ende gedacht, sondern krampfhaft eine Geschichte erzählen

    Deshalb muss Episode 9 liefern.
    Einen endgültigen Abschluss der Skywalker Saga
     
  7. Graf_Orleans

    Graf_Orleans Weißer Wanderer

    Ich bin mit der Behauptung, dass die Macht nur ohne Existenz der Sith im Gleichgewicht sein kann überhaupt nicht einverstanden. Ohne Dunkelheit gibt es kein Licht und ohne Licht keine Dunkelheit. Zu Zeiten der Klonkriege gab es zwei Sith und Tausende Jedi. Ist das Gleichgewicht? Eher nicht. Die TCW Mortis Folgen waren hier sehr interessant. Jedi und Sith gleichen sich in fast sämtlichen Belangen. Lol. Es sind einzig Prinzipien, Ideale und Vorgehensweisen etc. Das alles stammt vom Einfluss. Man kann nicht einfach sagen, dass die Jedi das "Gute" verkörpern und die Macht nur im Gleichgewicht ist, wenn es keine Sith gibt. So einfach ist es nicht. Die Sith streben nach Herrschaft, sprich Kontrolle. Die Jedi haben grob gesagt etwas dagegen und so entstehen Konflikte, Kriege und Feinschaft über Generationen. Auch wenn die Jedi für den Frieden "kämpfen.." Alleine hier wurde der Kodex doch schon gebrochen. Mit dem Beginn der Klonkriege haben die Jedi ihre Prinzipien mit Füßen getreten und Palpatine hatte eigentlich schon gewonnen. Das nur mal dazu, da ich es absolut nicht leiden kann, dass die Jedi immer als die Heiligen - für die sie sich selbst halten - dargestellt werden. Dementsprechend steht die Macht hier keiner Seite irgendwie zu oder hat es "verdient" nur durch die Nicht- Existenz des Gegenüber im Gleichgewicht zu sein. Erinnert ihr euch an den Thronsaal des Vaters aus TCW? Ich habe gerade keine Bild zur Hand, aber hinter ihm stand eine Art Waage. Einfaches Prinzip.. Ohne das eine hält das andere nicht. Meine Meinung zum "Gleichgewicht."
     
  8. Minza

    Minza Geek Queen

    Sith =/= Dunkelheit...
    In Lucas' Sicht sind die Sith ein Geschwür, es kann auch ohne sie Dunkelheit geben.
     
  9. riepichiep

    riepichiep weiser Botschafter Premium

    Denkanstoß: Dunkelheit ist die ABWESENHEIT von Licht. Darum gibt auch in der Physik nur Einheiten für Licht, keine für Dunkelheit. Wenig / kein Licht nennen wir nur Dunkelheit.
     
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  10. Banthapudu

    Banthapudu loyaler Abgesandter

    Wieso bedarf es einer Auflösung? Ich finde, es darf sich in der Interpretation, was die Macht ist widersprochen werde. Das ist doch der Kern einer Religion, nicht zu wissen, sondern zu glauben. Die Sith und Jedi sind für mich genau das, Religionen. Beide interpretieren ihre Erfahrungen mit der Macht und erheben mehr oder weniger die Auslegungshoheit. Mir waren die Midichloriana schon viel zu viel Erklärung. Also von meiner Warte aus, darf die Macht ruhig ihren mystischen Kern behalten und so auch die Frage nach dem Gleichgewicht und dem Auserwählten. Denn dann darf sich jeder Zuschauer auch sein Bild über die Macht machen.
     
  11. Sir Ben Kenobi II

    Sir Ben Kenobi II weises Senatsmitglied

    Eine komplette Erläuterung aller Aspekte der Macht würde ich zwar auch nicht unbedingt wollen aber ein paar Fragen hätte ich schon gern (zumindest ein Stück weit) beantwortet. Denn wenn einfach alles mögliche sein und passieren kann, ist das für mich etwas langweilig. Wie ein Spiel ohne Regeln. Wenn wir nicht wissen, was das Gleichgewicht ist oder wie es sich auswirkt, dann wird alles Gerede darüber ja bedeutungslos. Zwar ist Anakins Geschichte auch so schon interessant und bewegend genug aber immer wenn ich darüber nachdenke, ist es doch etwas unbefriedigend, überhaupt nicht zu wissen, was sich durch die Vernichtung der Sith nun geändert hat.

    Außerdem will ich auch, dass Anakin etwas besonderes bleibt. Zwar ist klar, dass er weder der erste noch der letzte Held der Galaxie sein kann und ich will auch nicht, dass sich alles in Vergangenheit und Zukunft irgendwie auf ihn bezieht aber der Auserwählte der Macht (Laut WP wird auch schon in einer Kanon-Quelle bestätigt, dass er "das Schicksal des Auserwählten erfüllt hat".) sollte schon irgendetwas besonderes vollbracht haben, das sich von den Taten anderer abhebt und einen bleibenden Effekt mit sich bringt. Und dieser Effekt sollte auch irgendwie spürbar sein. Er muss ja nicht immer und überall sichtbar sein - es kann ruhig eine subtile Änderung sein, die man nicht direkt sieht, deren Auswirkungen aber von denen, die mit der Macht vertraut sind, erkannt werden kann.

    Eine Variante, die ich mir vorstellen könnte, wäre, dass die Macht, wenn sie im Gleichgewicht ist, sich selbst regulieren kann und auf eine Konzentration von Macht einer Seite mit der Erschaffung einer Konzentration von Macht der anderen Seite reagiert. (Wenn ich Snoke da richtig verstanden habe, sagt er ja, dass Kylos Existenz der Grund für Reys ist.) Die Sith haben aber durch die Art, wie sie die Macht gebrauchen, diese Selbstregulierung geschwächt. Die Sith wurden immer mächtiger, während kein Gegenstück der hellen Seite entstand. Irgendwann war der Regulierungsdruck dadurch aber so hoch, dass eine Anomalie entstand, nämlich ein Kind, das nie gezeugt wurde und ein ungewöhnliches Talent für die Macht hat. Nachdem die Sith vernichtet sind, funktioniert die Selbstregulierung wieder und auf den mächtigen Kylo folgt nach kurzer Zeit die ebenfalls mächtige Rey.
    Ich könnte mir auch vorstellen, dass auch Anakins Nachfahren und Rey irgendwann die Selbstregulierung der Macht auslösen, da sie so außergewöhnlich mächtig sind. Der Normalzustand wäre dann erst hergestellt, wenn diese Blutlinie ausgelöscht ist und Rey kinderlos bleibt, sodass es nach ihrem Tod nur noch Wesen mit gewöhnlicher Machtbegabung gibt.
     
    Darth Stassen gefällt das.
  12. shmipivot

    shmipivot Senatsbesucher

    Und zu Ende der PT gab es auf beiden Seiten nur noch zwei... Vader, Palpatine - Yoda, ObiWan war es das??

    Ich frage mich auch, ob am Ende von IX beide also Rey und Kylo draufgehen, oder ob beide sich irgendwie neverending bekämpfen müssen.. (ich weiß ich weiß, es gibt sicher einen Abschluss)

    Sehen wir aber mal, dass Rey beim kämpfen sich schon ein paar Mal der Wut bemächtigt hat und auch nicht gleich zum komplett Dunkelschwarz überlief...Auch in der Höhle, war sie eher aus Neugier und nicht weil es sie böse verführen wollte... sonst hätte das Spiegelkabinett ihr vielleicht auch was ganz anderes gezeigt..

    Die Jedis haben sich ja eigentlich immer nur selbst kasteit... du darfst dies nicht, du darfst das nicht... aber sorry, auch die negativen Gefühle gehören zum Leben dazu.
    Und es schien mir dann auch, dass man sich doch auch ein wenig entscheiden konnte, wähle ich das Gute oder das Böse... aber es ist ja immer einfacher zu sagen: ich wurde zum Bösen verführt und jetzt kann ich leider nix mehr machen.. (Rey sagte nach ihrem wütenden! Angriff auf Luke, dass Ben sich damals noch nicht entschieden hatte...)

    Insofern denke ich, dass etwas neues entstehen wird...
     
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  13. Graf_Orleans

    Graf_Orleans Weißer Wanderer

    Schön und gut. Mein Standpunkt bleibt. Gut/ Böse.. was wäre das eine ohne andere? Insofern ist es meine persönliche Ansicht, dass beides dazugehört. Was man letztlich als "Geschwür" einstuft ist doch völlig subjektiv. Jeder definiert solche Dinge anders. Sith und Jedi unterscheiden sich durch Prinzipien und Ideale.. Alles andere, was sie tun, wird dadurch hergeleitet.
     
  14. Horuspokus

    Horuspokus A Blue Hope

    Also hälst du Menschen, die ihren eigenen Machthunger befriedigen, indem sie andere Menschen unterwerfen oder töten, nicht für ein Geschwür? Die "gehören dann halt dazu"? Und ohne ihren ausgleichenden Effekt wäre die GFFA schlechter dran? Dann scheint die Sith-Propaganda ja gut bei dir verfangen zu haben:devilish:
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Dezember 2017
  15. Sir Ben Kenobi II

    Sir Ben Kenobi II weises Senatsmitglied

    Soll der böse Smiley bedeuten, dass der letzte Satz ernst gemeint ist? :confused:

    Das Wort "Geschwür" wird hier nicht als Synonym für alles Böse verwendet, sondern für das was die Macht aus dem Gleichgewicht bringt. George Lucas hat gesagt, durch die Vernichtung der Sith wurde das Gleichgewicht der Macht wieder hergestellt. Da es aber auch ohne die Sith noch immer Böses in der Galaxie gibt, kann man annehmen (Oder hat Lucas es sogar konkret gesagt?), dass für Lucas das Ungleichgewicht nicht einfach durch die Existenz des Bösen entsteht, sondern durch etwas konkreteres, das eben nur auf die Sith zutrifft aber nicht auf die anderen Unterdrücker, Mörder usw., die es auch nach Sidious Tod noch zuhauf gegeben haben wird.

    Dass man meint, Gut und Böse würden beide dazugehören, heißt nicht, dass man das Böse befürwortet. Und schon gar nicht, dass man den Ausgleich zwischen beidem ablehnt, denn ohne diesen gäbe es ja irgendwann nicht mehr beides.
     
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  16. Sol Deande

    Sol Deande Senatsmitglied

    Es gibt aus The Art of Star Wars ein Bild, das den Mosaikbrunnen auf Ahch-To zeigt und ich denke das ist auch die Auflösung des ideologischen Dilemmas, in das die Machtlehre durch die ST gekommen ist.

    Ich weiß nicht ob ich das Bild hier posten darf, obwohl es im Internet bereits kursiert. Es ist eine Abart des Yin-Yang Symbols, komplett mit den korrespondierenden Weiß/Schwarz Farben und mit einer buddhistisch aussehenden humanoiden Figur, die ein Lichtschwert nach oben hält welches sowohl helle, als auch dunkle Mosaiksteine enthält. Sogar die Augen der Figur sind je eines schwarz und eines weiß.

    Kombiniert man das mit allem was seit TFA so kursiert dann ist die Lehre derzeit wie folgt: Es gibt nur eine Macht, die per se weder gut (hell) noch böse (dunkel) ist. Was Machtnutzer aus der Macht machen ist allerdings sehr wohl DAS Thema. Die einen folgen dem Pfad der guten Seite, der aber - wie wir am Jedi Orden der alten Republik gesehen haben auch sehr wohl hochproblematische Aspekte haben kann. Also die klassische "gut gemeint und ist nicht gleich gut gemacht"-Thematik. Die Ruhe, die Ordnung, der Frieden, der aber nur durch äußerste Einschränkung zu erkaufen ist und im Grund kein Wachstum erlaubt.
    Die anderen folgen ihren Instinkten und nutzen die schnell verfügbaren Emotionen als Zugang zur Macht. Das ist per se ja nicht schlecht, kann aber bei Machtnutzern, die nicht in ein strenges moralisches Korsett gegossen worden sind, zu einem Gottkomplex führen und dem Glauben, dass das Ziel alle Mittel rechtfertigt. Also Chaos, das zwar Fortschritt garantiert, aber eben in seiner ureigensten Eigenschaft (dem Chaos) irgendwann den Machtnutzer selber auffrisst.

    Natürlich war nach RotJ eine Weile Ruhe. Grundsätzlich hat es nur noch Luke - und als möglichen Antagonisten Snoke gegeben. Die Frage ist, ob Luke selber gewusst hat, dass die Macht wie eine Balkenwaage funktioniert. Vielleicht ja und er hat deshalb so lange gezögert Nachfolger aufzubauen? Jedenfalls würde es erklären, warum er auf Bens Anflüge an dunkler Seite so extrem unentspannt reagiert hat. Obwohl Rey ihm sagt, dass sich Ben Solo ja noch gar nicht entschieden hat.

    Jedenfalls kann man das pairing Kylo/Rey im Sinn des Mosaikbrunnens interpretieren. Sie funktionieren perfekt, synchronisieren sich im Kampf und nehmen die Macht wie sie halt kommt - hell oder dunkel.

    Es hätte an dem Punkt vorbei sein können.

    Das Problem ist nur, dass Kylo Ren am Ende nicht über sich und seine selbstsüchtigen Ziele schauen kann. Er sieht nur seinen Tellerrand, seine Agenden, seine Ideen, seine Rachefantasien die er ausleben möchte, aber er sieht die große Vision dahinter nicht. Das ist sein emotionales Entwicklungsproblem das er immer noch hat. Er steckt jetzt genau wie Anakin auf Mustafar in einem Tunnelblick voller Erwartungshaltungen fest. Und an dem scheitert er im Hinblick auf Rey, die ihm da in dem Moment aber auch nicht helfen kann.

    Ep IX wird die 2 vermutlich (allerdings auf ganz andere Weise) noch einmal an diesen Punkt führen. Weil die Macht gleicht aus. Sie erschafft sich buchstäblich Verbündete und wenn eine Seite zu stark wird, dann setzt sie ihr mitunter sogar einen "Auserwählten" als Laus in den Pelz, oder vor die Nase, der oder die irgendwann das Kartenhaus zum Einsturz bringen wird.
     
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  17. Horuspokus

    Horuspokus A Blue Hope

    @Sir Ben Kenobi II : Würdest du denn das Gleichgewicht als etwas objektiv Gutes und Erstrebenswertes ansehen oder ist es das deiner Meinung nach nur nach subjektiven Maßstäben? Ich habe durch die Filme schon das Gefühl vermittelt bekommen, dass es objektiv gesehen gut für die Galaxis ist, wenn ein Gleichgewicht besteht. Demnach wären dann die Sith auch aus objektiven Gründen böse oder zumindest problematisch. Immer vorausgesetzt, die Prophezeiung ist überhaupt von den Jedi richtig überliefert und interpretiert worden.
     
  18. Ilargi Zuri

    Ilargi Zuri Inkling

    @Sol Deande Eine sehr schöne Zusammenfassung, zudem sollten wir nicht vergessen das die Grundthematik innerhalb der Ursprungsphilosophie, also der fernöstlichen, in der Thematik davon ausgeht das alles immer im Fluss ist und der Veränderung unterliegt. Yin und Ylang sind zwei Kräfte welche die Bewegung, die Veränderung des Lebens symbolisieren. Somit ist das Gleichgewicht dieser Kräfte niemals etwas endgültiges sondern etwas das sich verändert und immer wieder hergestellt werden muss. Ich empfehle wirklich einmal den Wikipedia-Eintrag dazu zu lesen und die aufgeführte Quellliteratur zu studieren und nicht zu vergessen die Anmerkungen enthalten nicht selten auch Literaturhinweise, besonders zu verwendeten Zitaten innerhalb des Artikels.

    Ergo das Gleichgewicht das Anakin herstellte war von anfang an dazu verdammt nicht auf ewig zu halten, sondern wieder in einem ungleichgewicht zu enden. Denn wenn Hell und Dunkel wirklich von einer Macht stammen und durch die Lebenden interpretiert und genutzt werden, dann ist die Macht dem Leben unterworfen, somit der Veränderung und einer ständigen Bewegung ausgesetzt. Womit es unvermeidlich war das es wieder zu einem ungleichgewicht kommen würde.
     
  19. Sir Ben Kenobi II

    Sir Ben Kenobi II weises Senatsmitglied

    Ich denke, etwas objektiv gutes gibt es gar nicht. Gut und böse oder richtig und falsch sind meines Erachtens rein subjektive Begriffe, die nichts reales bezeichnen, sondern etwas, das nur in der menschlichen Gedankenwelt existiert.

    Die Macht sehe ich nicht etwa als eine Art Wesen, das denkt, etwas will/nicht will oder etwas gut/schlecht findet. (Wenn es heißt, jemand solle sich von der Macht leiten lassen, dann denke ich, dass die Macht nicht tatsächlich zeigt/vorgibt, was er tun soll, sondern der Machtnutzer erlangt Informationen, die er vielleicht nicht bewusst wahrnimmt, die ihm aber ein Gefühl vermitteln, das er dann interpretieren kann.) Ich sehe sie eher als eine Art physikalisches Phänomen (wie Schwerkraft usw.), wenn auch ein ganz besonderes. Dieses Phänomen wird nicht durch Taten, die wir als gut oder böse ansehen, aus dem Gleichgewicht gebracht, sondern durch etwas, das seine Funktionsweise stört. Die Sith haben so eine Störung herbeigeführt (und sind darum das "Geschwür") aber meiner Meinung nach nicht durch Töten oder ähnliches, sondern durch ihre Manipulation der Macht. Eine grundgute Person, die aber diese Manipulationen vornimmt, würde also ebenfalls ein Ungleichgewicht bewirken und ein "Geschwür" darstellen. Ein Massenmörder, der diese Manipulationen nicht vornimmt, würde dem Gleichgewicht nicht schaden. Er würde allgemein als böse bezeichnet werden, wäre aber trotzdem im Bezug auf die Macht kein "Geschwür".
    Da die Macht (angeblich) alles durchdringt und die Galaxie zusammenhält, ist es gut möglich, dass eine "Funktionsstörung" (also das Ungleichgewicht) derselben einen "objektiven" Schaden anrichtet. Dieser könnte vielleicht darin bestehen, die Verbindung von Lebewesen zur Macht zu stört (Wobei man sich natürlich auch hier fragen kann, ob das so schlimm ist.). Er könnte aber auch die Existenz selbst betreffen. Vielleicht würde die Galaxie ab einem gewissen Maß an Ungleichgewicht der Macht ja "zerfallen".

    Die meisten Menschen würden die Vernichtung der Galaxie natürlich als etwas böses ansehen und folglich auch die Sith so bewerten. Aber der Grund dafür wäre eben das Herbeiführen des Ungleichgewichts, was wie gesagt nicht zwangsläufig durch das Unterwerfen und Töten von Personen bewirkt wird. Und objektiv ist es aus meiner Sicht auch nicht. Ich würde das eher "größtmöglichen Konsens" nennen.
    Ich denke, Lucas wird sich das Gleichgewicht vermutlich als etwas vorgestellt haben, dass die meisten Menschen als gut beschreiben würden. Also könnte man es schon grob so sagen, dass das Gleichgewicht gut ist und die Sith böse sind. Aber wenn man nur die Filme oder auch den ganzen Kanon betrachtet, dann hat man, soweit ich weiß, keine Information darüber, wodurch Ungleichgewicht verursacht wird und was es bewirkt. Also könnte es im Kanon wohl genauso gut sein, dass das Gleichgewicht nur für die Jedi wichtig ist. Und vielleicht ist es das nichtmal aus praktischen Gründen (Das hieße, dass sowas wie die Verbindung zur Macht oder ähnliches davon nicht beeinflusst wird.), sondern hat einen rein ideologischen Wert, weil die Jedi diesen Zustand, den sie Gleichgewicht nennen, halt toll finden.
     
  20. Marvel

    Marvel Re-Hired

    Schon unter Lucas hätte man das Thema damals einfach eindeutig erklären und abhaken sollen.
    Für mich war bis zum Mortis Arc in Clone Wars immer klar, dass "Gleichgewicht" eher wie ein Fluss zu verstehen ist. Wenn er fließt ist er im Gleichgewicht, wenn jemand große Steine, Dämme oder Umleitungen darin baut ist er es nicht mehr. Die Sith oder die dunklen Machtnutzer, waren für mich immer die Steine oder Dämme die den Fluss in ihrem Gleichgewicht gestört haben.

    Den Mortis Arc hatte ich aber dann tatsächlich so verstanden, dass es immer einen bösen und einen guten Part geben muss der aber von einem der über allem steht im Gleichgewicht gehalten werden muss. Beide Seiten müssen existieren dürfen, aber es darf keine Seite zu sehr ausbrechen. Anakin hätte dort an diesem Ort die Macht im Gleichgewicht halten sollen, aber er entschied sich dagegen.

    Disney hat jetzt vielleicht noch mal eine andere Idee.
    Eventuell geht man schon alten Weg nach Lucas und sagt, die Macht ist nur im Gleichgewicht ("im Fluss") wenn es keine dunklen Nutzer gibt und immer wenn sich etwas dunkles erhebt, wird die Macht gleichzeitig an einer anderen Stelle stärker und erschafft somit neue Jedi.
    Das würde sowohl die "Geburt" von Anakin erklären, der wegen der großen Stärke von Palpatine und Plaguise als Gegenpart erschaffen wurde, sowie auch das plötzliche Erwachen der Macht in einem "Niemand" wie Rey, nachdem sich Luke der Macht entsagt hat und mit Snoke und Kylo zwei dunkle Nutzer die Macht aus "dem Fluss" brachten.
    Kylo wird stärker und Luke stirbt, also sehen wir am Ende von TLJ noch einen weiteren kleinen "Niemand" in dem die Macht erwacht ist.

    Ähnlich der Natur die sich selbst erhält und reguliert.
     
    Crimson gefällt das.

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