Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) riet in der Grönland-Debatte zu Gelassenheit. Er sei "sehr gespannt, aber auch ein Stück weit entspannt", weil er nicht glaube, "dass es hier zum Äußersten kommt", sagte er am Donnerstagabend in den Tagesthemen. Er glaube eher, "dass wir es hier mit einem Machtspiel zu tun haben".
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Pistorius sagte, dass es sich um einen "zeitlichen Zufall" handle, dass die Soldaten gerade in der jetzigen Situation nach Grönland entsendet worden seien. Das sei lange geplant gewesen. Es gehe bei der Mission darum, "dass wir gemeinsam unseren Verpflichtungen nachkommen, Nato-Territorium zu schützen". Die Arktis habe sich zu einem Raum entwickelt, "in dem vor allem Russland und zunehmend auch China mit seiner wachsenden Marine eine wichtige Rolle spielen".