Tagespolitik allgemein

Das ist doch ganz genau, was hier passiert. Wenn die "Anreize" einfach nur aus Strafe, Anschiss, unbezahlten Überstunden, öffentlicher Bloßstellung oder der gezielten Erosion des eigenen Sicherheitsgefühls (in Bezug auf einen sicheren Arbeitsplatz) bestehen, dann ist es umso sinnvoller, genau dann blau zu machen, wenn man noch was davon hat. Und das ist halt dann gegeben, wenn man wenig Zeit UND wenig Geld hat, aber eben auch jung und gesund ist. Ist mittlerweile auch kein Geheimnis mehr, dass der Generationenvertrag einfach nur noch ein dreister und gigantischer Mittelfinger an unsere Kids ist.
Mein Arbeitgeber ist einer der Guten, kein Shaming, keine Blaming Culture, alles wird extra bezahlt, sogar Übergaben, die nur 5 Minuten dauern täglich mit einer viertel Stunde, und trotzdem passiert das. Und wir können drei Tage ohne Schein krank sein, und dass wird von einigen ausgenutzt.

Sowas ist imo asozial und schadet denen, die wirklich krank sind.
 
Sowas ist imo asozial und schadet denen, die wirklich krank sind.
Absolut und ganz ehrlich, ich würde mit solchen Leuten auch nicht arbeiten wollen. Womöglich würde ich das meinem Chef auch stecken. Ja, Denunziantin, mag sein, aber wenn mein AG wirklich toll ist, dann ist das noch unmöglicher als ohnehin schon. Dazu kommt, dass es allen schadet und ja, dann bin ich auch nicht bereit, das abzufangen und zu tragen. Für mich heißt Team und auch Arbeitsklima theoretisch, dass man füreinander da ist. (Habe ich leider aktuell auch nicht wirklich, aber zum Glück nicht in der Form, die du beschreibst.) Wenn dann jemand zu mir kommt und fröhlich erzählt, man hätte blau gemacht, dann fällt mir vermutlich die Kinnlade runter. Ich gebe gern, aber nur, wenn ich nicht nur gebe.

Bloß: diese unangenehmen Menschen werden sich nicht so leicht davon abbringen lassen. Die finden ihre Wege, auch ohne telefonische Krankschreibung. Da hilft leider wirklich nur der offizielle Weg.
 
Absolut und ganz ehrlich, ich würde mit solchen Leuten auch nicht arbeiten wollen. Womöglich würde ich das meinem Chef auch stecken.
In dem genannten Fall wird der Arbeitgeber der Staat sein und wir sprechen über Beamte. Da ist ein "Wollen" meist schwierig.

Bei der (Nicht)ausnutzung dieser 3-Tage-Regel könnte ich aus meiner persönlichen Erfahrung von sehr negativen als auch extrem positiven Beispielen erzählen. Letzteres ist vornweg die bessere Hälfte :-). "Krank" ist da eher irgend so ein Wort aus dem Duden.
 
Auch Arbeitgeber im öffentlichen Dienst haben die Möglichkeit den MD einzuschalten. Wird imho aber viel zu selten genutzt, lieber schimpft man hintenrum über seine Spezialisten. Ich kenne diese KOK-Tage (/KO-Tage/Karenztage) auch und bei uns gabs es auch Tarifbeschäftigte die das ausgenutzt haben auf der anderen Seite finde ich es super, bei Migräne nicht stundenlang im Wartezimmer zu sitzen. Aber diese Tage bzw. wer sie ausnutzt hat ja nichts mit der Möglichkeit der telefonischen AU zu tun.
 
Wenn Promis wie die Albanese Inhalte teilen, ist die Seite an sich weniger wichtig. Inhalte eher.
Du hast dich darauf bezogen, dass Linke fragwürdige Dinge von sich geben und daher ist schon sehr relevant, ob es sich bei Albanese um einen Linken handelt oder nicht. Und ob diese X Seite links ist, oder nicht
Nein. Du verkürzt hier schon wieder meine Position.
Nein, ich komme vielleicht einfach zu einem adneren Schluss, als du? Weil ich nicht in deinem Kopf stecke und anders denke.
Und ich dachte, ich wäre hier der Menschenfeind.
Ach komm schon, du schimpfst und ich sag dir, wenn du schimpfen willst, dann über alle.
Und ja, vielleicht bin ich nicht gerade die philanthropischste.
Du hast überhaupt nicht verstanden, worauf ich hinaus will, denn hier bezog ich mich auf die Iran-Proteste.

Ich sehe mich in der Tradition der Aufklärer. Der Kampf gegen eine institutionalisierte Religion ist immer auch ein Kampf gegen jenen Anteil der Gläubigen, die sich gegen ihre (drohende) Entmachtung wehren. Damit ist es per se antimuslimisch/-christlich, je nach Kontext. Und einige, wie zB Diderot, standen offen dazu.
Siehst du, das sehe ich schlicht und ergreifend ganz anders. Du siehst dich als Aufklärer und ich lese von dir jedes Mal explizit Kritik gegen Muslime. Ich würde das nicht als Hetze beschreiben, aber doch als sehr einseitige Kritik. Und etwas zu kritisieren bedeutet längst nicht, dass man antimuslimisch ist. Oder anti- was auch immer.

In Europa und den USA ist das Christentum Problemfaktor, im NO der Islam, also (wenngleich nicht alle) Muslime, die anderen das Leben zur Hölle machen.

Wo ist das Problem bei dieser Feststellung?
Das Problem ist, was ich bereits mehrfach sagte und was mich an dieses alle über einen Kamm scheren Aussagen immer stört.
"das" Christentum, "der Islam". Gerade so, als gäbe es eben nur diese eine Form/Auslegung
Die Mullahs massakrieren also "meiner Meinung nach". Minderheiten jeglicher Art im NO werden also "IMHO" strukt. benachteiligt, verfolgt, eingesperrt. Die schweigende/mittragende Mehrheit existiert also "mir zufolge".

Aha.
Das habe ich überhaupt nicht gesagt. Deine Aussage bezog sich für mich nicht auf die Mullahs im Iran, sondern allgemein auf Muslime.
Willst du die Mullahs kritisieren, die aktuell im Iran ihr Unwesen treiben: Da hättest du absolut recht.
Wie gesagt, für mich liest sich bei dir jede Kritik an Muslimen immer auf alle Muslime, als gäbe es nur diesen "bösen" oder "feindlichen" Islam.
Das war mein Problem mit deiner "berechtigten Islamfeindlichkeit" Aussage.
Man stelle sich vor, ich behauptete das im Kontext bestimmter (hist.) westl. Autokratien/Monarchien/Diktaturen.
Du kannst behaupten, was du willst. Ich kritisiere auch genug, egal ob west/ost/nord/süd. Was ist denn dabei? Ich finde Kritik wichtig und denke, dass man per se sogar nahezu alles, wenn nicht sogar alles kritisieren darf.
Wird dir das nicht langweilig, meine Inhalte falsch/halb wiederzugeben, um Strohmänner zu schaffen?
Nein Jango, wird es mir nicht. Weil ich deine Inhalte vielleicht anders verstehe, als du sie schreibst und wenn du glaubst, ich gebe es falsch wieder, dann sag mir: Hey, ich hab das so gemeint, kann es sein, dass du mich falsch verstanden hast? Zumal ich tatsächlich finde, dass du die Strohmänner selbst schaffst.
 
Bei uns gilt die 3 Tage Regel.
Kommt dies allerdings zu oft vor kommt wird man ab dem ersten Tag Attestpflichtig gemacht. Und das wird niemals zurück genommen.
 
Eine Antwort von dir, würde mich tatsächlich brennend interessieren.
Ich habe ehrlich gesagt auch keine Ahnung. Meine Erklärungsversuche gingen wohl in eine ähnliche Richtung wie die von @Eowyn eine Seite vorher. Ich weiß allerdings auch nicht ob man sich in Nachbarländern auch so „einfach“ krank melden kann wie bei uns, und ob das eventuell vielleicht doch auch zu dem höheren Zahlen beiträgt, wie halt oft behauptet wird.

@Karenztage. Ich brauchte sie bisher zwei mal. Einmal, als ich Fieber nach einer COVID Impfung hatte, das zweite Mal als ich Corona positiv war und ich mich schon allein aus Rücksicht der anderen Mitmenschen gegenüber nicht unbedingt an Tag 1 schon durch die halbe Stadt schleppen wollte. Beide Male war ich froh dass ich diese Option habe.
 
Du hast dich darauf bezogen, dass Linke fragwürdige Dinge von sich geben und daher ist schon sehr relevant, ob es sich bei Albanese um einen Linken handelt oder nicht. Und ob diese X Seite links ist, oder nicht

Albanese ist aufgrund ihres Engagements populär in linken Kreisen (die wiederum nicht vollständig deckungsgleich mit propalästinensischen). Da gehts also weniger darum, ob sie oder die Seite links sind. Sondern darum, dass genau solche hetzerischen Inhalte in der Bubble Anklang finden (womit der Unterschied zu Rechten quasi wegfällt).


Ach komm schon, du schimpfst und ich sag dir, wenn du schimpfen willst, dann über alle.

Also Kritik immer schön allgemein formulieren, sodass sich am Ende erst recht niemand angesprochen fühlt? Sinnlos.

Siehst du, das sehe ich schlicht und ergreifend ganz anders. Du siehst dich als Aufklärer und ich lese von dir jedes Mal explizit Kritik gegen Muslime. Ich würde das nicht als Hetze beschreiben, aber doch als sehr einseitige Kritik.

Weil ich zB im Iran-Kontext keinen Bock habe, antichristlichen Beißreflexen nachzugeben, die themenfremd sind?

Wenn du in einem Gottesstaat leben musst, der dein Leben beschränkt, wo es nur geht, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass du irgendwann von genau dieser Religion genug hast (freundlich formuliert). Da kann die Buchvorlage von Gewaltlosigkeit und Nächstenliebe sprechen, wie sie will..

Das Problem ist, was ich bereits mehrfach sagte und was mich an dieses alle über einen Kamm scheren Aussagen immer stört.
"das" Christentum, "der Islam". Gerade so, als gäbe es eben nur diese eine Form/Auslegung

Evangelikales Christentum, schiitischer Islam, sunnitischer Islam, jüdische Orthodoxie, Katholizismus....du hast völlig recht, das Übel hat viele Gesichter und schafft immer neue.

Das habe ich überhaupt nicht gesagt. Deine Aussage bezog sich für mich nicht auf die Mullahs im Iran, sondern allgemein auf Muslime.

Auch, ja. Weil wir wissen, wie es dort zugeht, wo Muslime das Sagen haben. Nämlich so wie in Europa, bevor man dem Christentum die Zähne zog...

Willst du die Mullahs kritisieren, die aktuell im Iran ihr Unwesen treiben: Da hättest du absolut recht.

Es ist leicht, immer nur die Fundis zu kritisieren, weil sie besonders brachial auftreten. Aber alles, was sie tun und sagen, wurzelt ebenso im Islam. Islamisten sind auch Moslems. Und genau diese Kritik an der Wurzel wird stets vermieden.

Wie gesagt, für mich liest sich bei dir jede Kritik an Muslimen immer auf alle Muslime, als gäbe es nur diesen "bösen" oder "feindlichen" Islam.

Nicht alle, aber ja, die (überwältigende?) Mehrheit. Wir wissen, dass auch Passive Mitschuld tragen.
 
Also Kritik immer schön allgemein formulieren, sodass sich am Ende erst recht niemand angesprochen fühlt? Sinnlos.
Neinm so meinte ich es nicht, aber ich bekomme langsam den Eindruck, dass es vollkommen sinnlos ist, hier weiter zu diskutieren.
Wenn du in einem Gottesstaat leben musst, der dein Leben beschränkt, wo es nur geht, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass du irgendwann von genau dieser Religion genug hast (freundlich formuliert). Da kann die Buchvorlage von Gewaltlosigkeit und Nächstenliebe sprechen, wie sie will..
Weißt du, nach 19 Jahren in einer Sekte, die noch bis heute in mein Leben hineinwirkt, weiß ich sehr genau, wie viel Lust ich noch auf Religion habe und trotzdem lasse ich Christen Christen sein, auch wenn ich für mich behaupten kann, dass diese eine christliche Sekte mir meine Kindheit und Jugend und meine Familie genommen hat. Ich weiß, dass eben nicht alle gleich sind und für mich persönlich ist diese Unterscheidung wichtig, weil ich denke, dass sonst Unrecht getan wird. Aber wie du schon einmal festgestellt hast: Agree to disagree. Wir müssen hier absolut nicht auf einen Nenner kommen.
Du hältst dich für einen Aufklärer, das akzeptiere ich. Und ich halte mich für jemanden, der gegebenenfalls andere Sichten einbringt, wenn mir manche zu einseiitg erscheinen.
 
@Karenztage. Ich brauchte sie bisher zwei mal.

Ich hätte bezahlte Karenztage (und sei's nur einer) im Juni echt richtig gut brauchen können. Samstags hatte ich in der Nachtschicht einen Arbeitsunfall, konnte aber nicht direkt zum D-Arzt bzw. in die Notaufnahme, weil ich Führungskraft war und bis zum Ende bleiben musste. Wäre ich nicht am Sonntag in die Notaufnahme gegangen, was mir unangenehm genug war, wär' mir ein ganzer Arbeitstag nicht bezahlt worden, weil D-Ärzte nicht rückwirkend krank schreiben.
 
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