Tagespolitik allgemein

Die Forderung der CDU nach einer geteilten Amtszeit für das Amt des Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg lässt sich auch als taktischer Schritt in möglichen Koalitionsverhandlungen lesen.

Der Landtag von BaWü wählt den Ministerpräsidenten. Das sieht die Verfassung des Landes so vor. Entweder geht die CDU ne Koalition mit den Grünen ein oder sie macht ne Minderheitsregierung unter Duldung der AfD auf. Das ist ziemlich simpel.
 
Die Logik dahinter ist einfach. (...)
So wird die Idee der geteilten Amtszeit zu einem praktischen Hebel in Verhandlungen. Sie liefert eine Begründung dafür, bei der Verteilung der Ministerposten mehr Gewicht zu verlangen. Sowohl bei der Anzahl als auch bei der politischen Bedeutung der Ressorts.
Ich meine das nicht böse aber das klingt manchmal wirklich wie die Oberlehrerlogik.
Wenn Spahn sagt, dass Özdemir ja alles grüne aus dem Wahlkampf gehalten hat, dann wird eigentlich auch eine andere Vermutung logisch: Die Wählenden wollten CDU, also lasst ihnen CDU, dann wenigstens halb.
 
Ob das am Ende taktisch gemeint ist oder nicht, ist für die Wirkung vollkommen irrelevant. Wer unmittelbar nach einer demokratischen Wahl Narrative über angeblich unfairen Schlammschlachten-Wahlkampf, fragwürdige Ergebnisse oder solche absurden Gedankenspiele verbreitet, schwächt das Vertrauen in demokratische Prozesse im Zweifel nachhaltig.
 
Die beiden großen Kirchen in Deutschland verlieren weiterhin deutlich an Mitgliedern. Nach vorläufigen Zahlen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der katholischen Deutschen Bischofskonferenz gehörten ihnen Ende 2025 zusammen noch rund 36,6 Millionen Menschen an – etwa 1,2 Millionen weniger als im Jahr zuvor.

Die evangelische Kirche zählt derzeit etwa 17,4 Millionen Mitglieder (2024: 18 Millionen), die katholische Kirche rund 19,2 Millionen (2024: 19,8 Millionen). Damit setzt sich der seit Jahren anhaltende Rückgang ungebremst fort.

Bei der EKD lag der Mitgliederschwund wie im Vorjahr bei 3,2 Prozent. Rund 350.000 Menschen traten aus der evangelischen Kirche aus, etwa 330.000 Mitglieder starben. Dem standen lediglich etwa 105.000 Taufen und 16.000 Aufnahmen gegenüber.

Auch die katholische Kirche verzeichnete erneut viele Austritte: Rund 307.000 Menschen kehrten ihr den Rücken. Dazu kamen etwa 203.000 Bestattungen. Taufen (109.000), Eintritte (rund 2000) und Wiederaufnahmen (etwa 5000) konnten den Verlust ebenfalls nicht ausgleichen.

 
Die beiden großen Kirchen in Deutschland verlieren weiterhin deutlich an Mitgliedern. Nach vorläufigen Zahlen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der katholischen Deutschen Bischofskonferenz gehörten ihnen Ende 2025 zusammen noch rund 36,6 Millionen Menschen an – etwa 1,2 Millionen weniger als im Jahr zuvor.

Die evangelische Kirche zählt derzeit etwa 17,4 Millionen Mitglieder (2024: 18 Millionen), die katholische Kirche rund 19,2 Millionen (2024: 19,8 Millionen). Damit setzt sich der seit Jahren anhaltende Rückgang ungebremst fort.

Bei der EKD lag der Mitgliederschwund wie im Vorjahr bei 3,2 Prozent. Rund 350.000 Menschen traten aus der evangelischen Kirche aus, etwa 330.000 Mitglieder starben. Dem standen lediglich etwa 105.000 Taufen und 16.000 Aufnahmen gegenüber.

Auch die katholische Kirche verzeichnete erneut viele Austritte: Rund 307.000 Menschen kehrten ihr den Rücken. Dazu kamen etwa 203.000 Bestattungen. Taufen (109.000), Eintritte (rund 2000) und Wiederaufnahmen (etwa 5000) konnten den Verlust ebenfalls nicht ausgleichen.

Wen wundert es. Selbst die evangelische Kirche macht ja allzu oft eher mit negativen Schlagzeilen auf sich aufmerksam. Bei meiner Schwester in Mittelfranken wurden in jüngerer Vergangenheit zahlreiche Einrichtungen der Diakonie geschlossen. Zum Beispiel das örtliche Krankenhaus, wodurch sich die ärztliche Versorgung massiv verschlechtert hat. Dabei war das Krankenhaus noch nicht mal besonders alt. Schulen sind auch nicht sicher vor Schließungen (meine Schwester ist Lehrerin an einer Schule der Diakonie). Die dortige Diakonie, ein wichtiger Arbeitgeber in der Region, hat da in den letzten Jahren ziemlich schlecht gewirtschaftet und sich finanziell einfach verzockt. Dementsprechend ist die Beliebtheit vor Ort rapide gesunken.
 
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Wen wundert es. Selbst die evangelische Kirche macht ja allzu oft eher mit negativen Schlagzeilen auf sich aufmerksam. Bei meiner Schwester in Mittelfranken wurden in jüngerer Vergangenheit zahlreiche Einrichtungen der Diakonie geschlossen. Zum Beispiel das örtliche Krankenhaus, wodurch sich die ärztliche Versorgung massiv verschlechtert hat. Dabei war das Krankenhaus noch nicht mal besonders alt. Schulen sind auch nicht sicher vor Schließungen (meine Schwester ist Lehrerin an einer Schule der Diakonie). Die dortige Diakonie, ein wichtiger Arbeitgeber in der Region, hat da in den letzten Jahren ziemlich schlecht gewirtschaftet und sich finanziell einfach verzockt. Dementsprechend ist die Beliebtheit vor Ort rapide gesunken.

Problem ist halt: Es gibt aktuell wenige (staatlichen) soziale Träger, die das in ländlichen Regionen dann auffangen. Im Zweifel sind dann halt Kitas, Jugendgruppen und Co. ersatzlos weg.
 
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