Ich denke, es kommt auch auf die Kinder an. Bei uns war es nicht ganz so hart, da K2 im Vergleich zu K1 ein Traumbaby war. Keine Ahnung wie das gelaufen wäre, hätte er nicht überall geschlafen und fast nie geschrieen. Andersrum wäre es ein wahrer Schock geworden. Die Große hat weder geschlafen noch gegessen, sie musste zb alle 1,5h gestillt werden weil sie die Flasche verweigerte und pünktlich Hunger bekam. Ja, auch nachts. Einschlafbegleitung bis zum 7. Lebensjahr bis zu 1,5h. Hat man so ein baby als zweites, ist der Aufwand natürlich enorm, und gleichzeitig ist da noch das erste, um das sich gekümmert werden will. Und das reißt ja nicht ab.
Je älter sie werden, desto mehr merke ich schon wie chillig es ist, falls mal nur eines da ist. Also ja, ich kann mir schon vorstellen, dass der Kontrast von 1 auf 2 recht groß ist. Lief K2 als Baby noch einfach mit, hat er jetzt natürlich eigene Bedürfnisse, die oft aber konträr zu denen der Schwester stehen. Das führt zu Konflikten oder dem Zerreißen von uns als eltern. Wir haben uns bewusst gegen ein K3 entschieden, obwohl ich mir eines gewünscht hätte, weil wir genau gemerkt haben, wie sehr wir mit zweien schon an unsere Grenzen stoßen. Wir hätten 3 Kindern leider nicht mehr gerecht werden können. Über das finanzielle haben wir da noch gar nicht nachgedacht - aber natürlich wäre es da auch viel enger geworden. Ich könnte es mir dann zb nicht mehr leisten, so vergleichsweise wenig zu arbeiten - was natürlich wiederum absurd ist, weil man mit 3 Kindern eigentlich MEHR daheim sein müsste. Urlaub im Ausland, gar im Hotel wäre wohl auch nicht drin, der ist jetzt schon ziemlich eng und wir fahren "nur" campen im Mobile Home alle 1-2 Jahre. Hobbys der Kinder? Au weia. Die Große ist super aktiv, will tanzen, ein Instrument lernen, Sport machen und in die Kunstschule. Das kostet. Ich fördere sie gerne so lange es zeitlich geht, weil ich auch alles sinnvoll finde und will, dass sie sich austestet, aber das Konto weint. Drei solcher Kinder kann man sich als Normalverdiener eigentlich nicht leisten, und da ist noch kein teures Hobby wie reiten dabei.
Und was noch den Aufwand angeht... ein Kind lässt sich leicht wo unterbringen. Zwei schon weniger. Das heißt, dass die Freizeit für die Eltern einige Zeit massiv eingeschränkt wird.
Ich bin mir nicht sicher, ob der Schritt von 0 auf 1 kleiner ist als von 1 auf 2, aber er ist definitiv für mich nicht krasser. Es gibt diesen Spruch "ein Kind ist kein kind" und ganz ehrlich, hat man ein Kind wie unser k2, dann gebe ich dem recht. Aber immer und überall trifft der sicher auch nicht zu - es kommt da auf viele Faktoren an.