Tagespolitik allgemein

Das Problem bei Kraftwerken ist das sie mehr oder weniger zumindest semimilitärische Ziele sind. Wenn der Strom auch für die Rüstungsindustrie genutzt wird, dann weiß ich nicht ob ein Angriff ein Kriegsverbrechen wäre.

Dann frag doch Tobias Winkler (CSU):

Ich schlage vor, den Schutz kritischer Infrastruktur als unverzichtbare Lebensadern unserer vernetzten Welt auf ein völkerrechtlich geschütztes Niveau zu heben – ähnlich wie in der Genfer Konvention geregelt ist, dass man keine Krankenhäuser angreift. Kritische zivile Infrastruktur nimmt mittlerweile einen vergleichbaren Stellenwert ein. Während in Kriegen der Angriff auf zivile Kraftwerke oder die Wasserversorgung Kriegsverbrechen sind, gilt das Zerstören eines Datenkabels in der Ostsee oder Hackerangriffe auf die öffentliche Verwaltung lediglich als Beschädigung von Wirtschaftsgütern. Der Angriff auf solche Einrichtungen und Verbindungen muss international geächtet werden. Der Schutz kritischer Infrastruktur ist mittlerweile Gegenstand vieler Diskussionen, auch in anderen Organisationen, die sich meist noch um Definitionen drehen.

Quelle: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2025/kw29-interview-winkler-1100494

Und wenn das Kraftwerk ein AKW ist, dann erreichen wir hier nochmal ne ganz andere Ebene der Logik: Dann ist eine Freisetzung von großflächiger ionisierender Strahlung auf bevölkerte Gebiete nämlich an sich bereits ein Kriegsverbrechen. Zu den grundsätzlich absehbaren Folgen eines Angriffs auf AKW gehört nun mal die Inkaufnahme einer gemeingefährlichen Havarie.

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Der letzte US-Angriff auf dieses AKW ist ganze zwei Tage her. Das ist zwar ne Meldung des iranischen Regimes, aber wir erinnern uns an dieser Stelle auch bitte daran, dass sich das US-Militär unter der Knute des wahnsinnigen Trump bereits einmal fürchterlich in der Adresse geirrt hat: https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-angriff-maedchenschule-102.html

Die grundsätzliche Diskussion sollte hier gar nicht mehr lauten, OB die USA hier Kriegsverbrechen begangen haben, sondern nur noch, wann sie damit wieder aufhören werden. :crazy
 
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Das Problem bei Kraftwerken ist das sie mehr oder weniger zumindest semimilitärische Ziele sind. Wenn der Strom auch für die Rüstungsindustrie genutzt wird, dann weiß ich nicht ob ein Angriff ein Kriegsverbrechen wäre.
Trump hat auch mit Angriffen auf Entsalzungskraftwerken gedroht, das wäre ganz eindeutig ein Kriegsverbrechen. Deine selektive Wahrnehmung ist wie immer wild wenn es um unangenehme Themen geht...

[...]Anfang der Woche erwog er [Trump] neben der Vernichtung iranischer Kraftwerke und Ölfelder offen auch Angriffe auf eine der Lebensadern des Nahen Ostens.

Gemeint sind Entsalzungsanlagen
, die in dieser sehr trockenen Region zuhauf zu finden sind. Für die Menschen in diesem Teil der Welt sind sie überlebensnotwendig: Dort wird Meerwasser mittels sogenannter Umkehrosmose durch Membranen vom Salz befreit. Rund 100 Millionen Menschen im gesamten Nahen Osten beziehen ihr Trinkwasser aus diesen Anlagen. Angriffe auf solche zivilen Einrichtungen gelten als Kriegsverbrechen. [...]
Hervorhebung und Annotation durch mich.

EDIT: @icebär war schneller
 
Trump hat auch mit Angriffen auf Entsalzungskraftwerken gedroht, das wäre ganz eindeutig ein Kriegsverbrechen. Deine selektive Wahrnehmung ist wie immer wild wenn es um unangenehme Themen geht...

Erstens ist mir das Thema nicht unangenehm.
Zweitens sprach ich von Kraftwerken und nicht von Entsalzungsanlagen.
Das Trump diese Werke bombardierten will wußte ich bis eben gar nicht.
 
Laut Meldungen der iranischen Medien laufen im Moment starke Luftangriffe gegen wichtige Verkehrswege im Iran sowie gegen militärische Ziele auf der Insel Charg.
 
**A whole civilization will die tonight, never to be brought back again **, upps ich denke Trump hat den leisen Teil hier etwas zu laut gesagt......
Mal sehen welche Kriegsverbrechen noch so kommen von den Amis.
 
Gut, dann können wir ja ab Herbst gesamt Ostdeutschland die Schuld für das Erstarken der AfD geben. ;)
Die AfD ist ein gesamtdeutsches Problem, oder wird der Verein nur im Osten mehrheitlich gewählt?

Eine Diktatur kann Bullshit auf den Diktator abschieben. In einer Demokratie sind die gewählten Politiker per Definition die Vertreter des Volkes und handeln in seinem Namen.
 
Die AfD ist ein gesamtdeutsches Problem, oder wird der Verein nur im Osten mehrheitlich gewählt?
Viele geben oder gaben schon den Ostdeutschen die Schuld am Erstarken der AfD. Ich erinnere dich gerne an die Debatten die wir (was mich einschließt) hier geführt haben. ;)

In einer Demokratie sind die gewählten Politiker per Definition die Vertreter des Volkes und handeln in seinem Namen.
Die Denke ist mir zu simpel :)
 
Viele geben oder gaben schon den Ostdeutschen die Schuld am Erstarken der AfD. Ich erinnere dich gerne an die Debatten die wir (was mich einschließt) hier geführt haben. ;)
Ich vertrete ausschließlich meinen Standpunkt ;)

Die Denke ist mir zu simpel :)
Simpel nicht, die Komplexität findet aber meiner Meinung nach vor und während der Wahl statt. Und danach, wenn man schauen muss wie man damit umgeht :)
 
Die Mehrheit hat ihn gewählt, mehr sind zuhause geblieben.

Wenn die Erinnerungskultur in Deutschland überwunden wird, werden auch wir uns den Schuh anziehen müssen
Da macht man es sich zu einfach. Mein Bruder sowie ein Großteil der Kalifornier haben ihn sicher nicht gewählt und ich finde es ehrlich gesagt ein bisschen unfair, ihn mit MAGA und den Nichtwählern über einen Kamm zu scheren.

@Trump: Jo, ist schon widerlich was unser FIFA Friedenspreis Träger da von sich gibt.
 
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Da macht man es sich zu einfach. Mein Bruder sowie ein Großteil der Kalifornier haben ihn sicher nicht gewählt und ich finde es ehrlich gesagt ein bisschen unfair, ihn mit MAGA und den Nichtwählern über einen Kamm zu scheren.

Ist halt die Frage wo man die Grenze zieht: Sind nur diejenigen Schuld die ihn gewählt haben? Die Nichtwähler? Die Demokraten, die dachten der Wahlkampf wird ein Selbstläufer? Die, die ihren Nachbarn nicht überzeugen konnten? Biden? Harris? Die Medien? Vielleicht die Grünen?

Dass so jemand wie Trump überhaupt wieder mehrheitsfähig wird, ist eben nicht nur das Werk seiner Stammwähler. Das ist eben auch ein gesamtgesellschaftliches Versagen. Viele Medien machen aus seinen Grenzüberschreitung eine (lustige) Dauerunterhaltung. Politische Gegner sind zerstritten oder lebensfremd. Ein Teil der Gesellschaft stumpft gegenüber Lügen, Verschwörung und Demagogie vollkommen ab, ein anderer Teil fühlt sich moralisch und intellektuell weit überlegen, schließt aber die Gräben ebenso wenig.

Ich glaube es geht weniger um das über einen Kamm scheren, sondern eher darum, daran zu erinnern, dass Demokratie eben verdammt harte und anstrengende Arbeit ist und so ziemlich jeder sich mehr engagieren könnte/müsste/sollte. Gilt übrigens auch für hier.
 
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