Truuine

[Innerer Rand | Truuine-System | Truuine | Orbit] Major Cestus Varro & NPC‘s (Einsatzgruppe Varro)


Das leichte, kaum merkliche Zittern der Hülle kündigte das Ende des Hyperraumsprungs an, noch bevor die Sensoren es bestätigten. Ein dumpfer Ton lief durch den Rumpf der Fähre, dann ordnete sich das Sternenbild neu, Linien wurden wieder zu Punkten, ein letztes Nachhallen des Hyperraums, das sich wie ein tiefes Atmen im Schiff verlor.

Die Einsatzgruppe Varro war im Orbit von Truuine angekommen.


Captain Cestus Varro nahm es ohne sichtbare Regung zur Kenntnis, obwohl es nun Major hieß. Ein leichtes schmunzeln stahl sich auf seine Lippen. Da er das Kommando über diese Bataillon übernommen hatte, hatte man Ihm nach dem Abflug über seine Beförderung im Zuge der Operation in Kenntnis gesetzt.
Er saß aktuell noch auf der Sitzbank im Aufenthaltsraum der Fähre. Sein Blick glitt ein letztes Mal über die Daten auf dem Pad. Zusammenfassungen der Informationen, die er von der planetaren Regierung auf Prefsbelt IV erhalten hatte, als er rasch aufbrechen musste.

Lageberichte, infrastrukturelle Übersichten, Karten, und zusammengefasste Lageeinschätzungen. Truuine hatte sich verändert, das war aus den Berichten klar hervorgegangen. Unter Gouverneur Ridley Solaris war gebaut, reorganisiert und befriedet worden. Neue Städte, neue Verwaltungsstrukturen, ein spürbarer Wille zur Ordnung.

Doch nun stand der Planet vor Unruhen. Rebellen hatten im Südpolarkreis eine Basis, welche es einzunehmen oder zu vernichten galt. Eine Wunderbare erster Einsatz für die Blaue Legion. Bis jetzt war alles Fehlerfrei gelaufen, die Logistik hatte einwandfrei funktioniert und nach kurzer Zeit waren beide Kompanien ausgerüstet und bereit gewesen, diese Mission zu bestreiten.

Auch wenn die Blaue Legion noch jung war, so bestanden doch das erste Bataillon, hauptsächlich aus Ex-Militärs, Söldnern und feurigen Patrioten des Imperiums. Deswegen hat man Sie auch für diese Mission ausgewählt.
Die Akte von Cestus Varro mit über Zehn Dienstjahren im Imperialen Militär, mit Einsätzen im Imperialen Bruderkrieg sowie die Leitung mehrerer erfolgreicher Scharmützeln sprachen für sich und waren auch der Grund warum man Ihn mit dieser Mission beauftragt hatte.

Cestus legte das Datapad beiseite, erhob sich und begab sich nach vorne ins Cockpit.


Die Piloten arbeiteten ruhig und routiniert. Funksprüche liefen über den Kanal, Codes wurden ausgetauscht und nach kurzer Zeit kam Freigabe für den Anflug. Die Flugkontrolle in Abyston übermittelte den Anflugvektor. Nach einem kurzen Moment setzte sich die Flotte aus kleinen Schiffen in Bewegung, schwenkte geschlossen auf den zugewiesenen Kurs und hielt auf die Atmosphäre zu.

Vor ihnen spannte sich Truuine auf.


Aus der Luft betrachtet wirkte Truuine zunächst ruhig, beinahe trügerisch friedlich. Der Planet war nahezu vollständig von Wasser bedeckt, ein endloses, dunkles Meer, das nur an wenigen Stellen von Land durchbrochen wurde. Entlang des Äquators jedoch ragten ganze Ketten vulkanischer Inseln aus dem Meer, schwarze Basaltformationen, die sich wie Narben durch das Blau zogen. Doch der erste Eindruck täuschte.

Die dunkle Erde war beinahe vollständig von sattem Grün überwuchert. Dichte Vegetation klammerte sich an die Hänge, wuchernde Pflanzen zogen sich bis an die Küsten herab, als hätte der Planet selbst beschlossen, jede Spur der Gewalt seiner Entstehung mit Leben zu überdecken. Es war eine wilde, anmutige Schönheit – roh und doch lebendig, ein scharfer Kontrast zu den nördlichen Regionen, die weiter entfernt bereits im Weiß von Eis, Schnee und vulkanischem Gestein verschwanden.

Von hier oben wirkten sie klein und zerstreut, doch Cestus wusste, dass gerade diese wenigen Landflächen das Rückgrat der planetaren Zivilisation trugen.

Auf einer der größeren Inseln am Nordpol zeichnete sich Moraband ab — noch fern, aber bereits klar erkennbar.


Die Hauptstadt lag eingebettet zwischen von Eis bedeckter Landschaft, auf einer Vulkaninsel. Ein Atmosphärenschild spannte sich wie eine unsichtbare Kuppel über die Stadt, hielt Kälte und Sturm fern und ließ das Innere in künstlich regulierter Temperatur bestehen. Darunter erhoben sich makellose, junge Gebäude, helle Fassaden zwischen frisch angelegten Parkflächen.

Er registrierte den breiten Prachtboulevard, der sich vom Wasser hinauf in die Stadt zog. Das alte Praxeum hob sich deutlich ab — renoviert, instand gesetzt, wieder genutzt. Weiter entfernt erkannte man Industrieanlagen, massive Tanks einer Raffinerie am Stadtrand. Und jenseits davon, etwas abgesetzt, lag ein abgegrenzter Bereich, der wie ein Lager aussah. Selbst aus dieser Entfernung war die Struktur erkennbar — Zäune, Wachtürme, geometrische Ordnung.



Als die Fähre und die kleine Flotte hinter ihr in den Landeanflug ging, begab sich Cestus für einen letzten Blick in seine Koje. Er richtete nochmals den Kragen, strich nochmals über die Epauletten seiner Parade Uniform, prüfte mit einem kurzen, geübten Griff Sitz und Fall der Paradeuniform. Die Schirmkappe saß exakt, der Vibrosäbel hing sauber am Gürtel, der Blaster griffbereit, aber unaufdringlich. Nichts an ihm wirkte überladen, nichts zufällig.
Auch wenn er die Uniform für diesen Auftrag mehr als unnötig empfand, hatte der Gouverneur Ihn angewiesen einen ordentlichen und Prefsbelt IV würdigen ersten Auftritt hinzulegen und Befehl war Befehl. Trotzdem würde er sich hoffentlich bald wieder in seiner Dienstunifom wiederfinden.


Seine Befehle bzgl. der Landung hatte er bereits gegeben, um einen idealen ersten Eindruck zu machen.

Die erste Kompanien würde in Paradeuniform antreten wie auf Prefsbelt IV mit Disziplin, Haltung, Signalwirkung. Die übrigen Einheiten bereiteten sich in voller Kampfmontur vor — Helme, Schutzplatten, Ausrüstung, sowie Kriegsgerät. Truuine sollte wissen, dass die Blau Legion hier war, um es zu unterstützen und dass Sie bereit waren.


Als die Lambda Fähre in den Sinkflug ging, machte sich Cestus an der Rampe für seinen Auftritt bereit.

Bereit, seinen Auftrag auszuführen — ohne Pathos, ohne Zögern für das Imperium.



[Innerer Rand | Truuine-System | Truuine | Moraband] Major Cestus Varro & NPC‘s (Einsatzgruppe Varro)
 
Zuletzt bearbeitet:
[ Innerer Rand / Manaan-Sektor / Truuine-System / Kyyne / Schrottkrater / Dreadnought / Antriebssektion ] Qowrow und Vorn, sowie der Rest von Team Grün

Als Qowrow erwachte, war das Erste, was er spürte ein sengender Kopfschmerz. Zunächst war er desorientiert. Was war geschehen und wo befand der sich? Dann traf ihn die Erinnerung wie ein Schlag. Das Schott! Er war gefallen! Mühsam öffnete er die verklebten Augen, nur um sie einen Moment später gänzlich aufzureißen. Panisch schlug er um sich und krabbelte zwei Schritte rückwärts, bevor er sich vollends aufrappelte.

„[Weg von mir!]“

, grölte er Vorn und irgendeinen Nichtmenschen an, die sich bis grade über ihn gebeugt hatten. Qowrow konnte sich viele Beispiele eines bösen Erwachens vorstellen und Vorn über seinen bis eben noch bewusstlosen Körper gebeugt vorzufinden, gehörte ganz weit oben dazu! Hastig fuhr er mit seinen Händen über seinen Körper, um festzustellen ob noch alles dran war. War es und es war sogar noch mehr da. Er erinnerte sich daran sein Lichtschwert in der Hand gehabt zu haben, als er ausgeknockt worden war. Dies hatte er sicherlich nicht selbst zurück an seinen Gürtel gehängt!

„[Was habt ihr gemacht?!]“

, fuhr der Wookiee den anderen Xeno an, den er jetzt als den Draedan-Feldarzt von eben identifizierte. Der schien ihn zu verstehen, denn leicht eingeschüchtert, aber trotzdem klar antwortete er:

„Nichts. Wir haben Sie einfach nur zurückgeholt, 1st Private. Und wenn Sie beide mich nun wieder meiner Arbeit nachgehen lassen würden?!“

Hastig richtete der Draedan sich auf und machte sich von dannen. Qowrow stempelte ihn als irrelevant ab und richtete den Blick seiner Augen zurück auf Vorn.

„[Egal was du gemacht hast. Ich find’s raus, du Penner!]“

, war alles, was der rote Dämlack an Dank erwarten konnte, und da hatte die Selkath-Offizierin sie auch schon wieder entdeckt. Raschen Schrittes eilte sie heran und verteilte neue Aufgaben. Der Zielbereich war soweit gesichert und die beiden Hünen sollten sich nun daran machen betäubte Soldaten zu dieser Rückfallposition zu schaffen. Weder der rote Idiot noch Qowrow hatten darauf gesteigerte Lust, doch Befehle waren Befehle. Das war eben der Nachteil daran körperlich eindrucksvoll zu sein, manchmal wurde man eben als Nutztier behandelt.

Also machten die beiden sich auf den Weg und begannen zusammen mit einigen anderen – überblendenden wie wiederauferstandenen – Misfits bewusstlose zu schleppen. Die tumbe Arbeit war dann auch genau was Qowrow nicht gebrauchen konnte, da es ihm erlaubte den zurückliegenden Kampf gründlich Revue passieren zu lassen. Einer einzigen schlechten Entscheidung hatte es bedurft, um auf dem Schlachtfeld den ‚Tod‘ zu finden. Nur einer! Bisher hatte er sich schon ein bisschen unverwundbar gefühlt. Er war doch Qowrow und bislang hatte sein langes Leben immer darin gemündet auch gefährliche Situationen einigermaßen unbeschadet zu überstehen. Dies schien für die Zukunft plötzlich in Frage gestellt zu sein und das war ein Gedanke, der ihm ganz und gar nicht gefiel!

So blöd wie die Arbeit war und so finster wie sich die Gedanken des Wookiee gestalteten, so verschaffte sie ihm aber dann am Ende doch eine interessante Erkenntnis. Bewusstlose wurden auf Anweisung der Lieutenant nicht etwa getrennt angeschleppt, sondern landeten auf demselben Haufen. Zunächst fragte Qowrow sich natürlich, was die Scheiße denn sollte, bekam auf weiteren Touren jedoch auch den weiteren Ablauf zu Gesicht: Verbündete wurden sofort wieder aufgeweckt, während dem Feind zunächst die farbigen Bänder an den Oberarmen grün überklebt wurden und er dann wieder aufgeweckt wurde. So war es, dass Vorn durchaus einige finstere Blicke ehemaliger Feinde erntete, die er wohl besonders unsanft besiegt hatte. Schließlich jedoch war auch diese Arbeit erledigt und die Selkath wandte sich mit neuen Befehlen an ein neu versammeltes Misfit-Team, samt frisch aufgewecktem Offizier:


„Hier ist die Position so weit gesichert. Euer Team geht also jetzt auf seine ursprüngliche Position zurück. Ihr habt gut gekämpft und euer Einsatz abseits eures eingeteilten Aufgabenbereiches wird positiv erwähnt werden. Abtreten!“

[ Innerer Rand / Manaan-Sektor / Truuine-System / Kyyne / Schrottkrater / Dreadnought / Antriebssektion ] Qowrow und Vorn, sowie der Rest von Team Grün
 
[Innerer Rand | Truuine-System | Truuine | Nordmeer | Ith’aqua-Ausbildungslager | Sektor Epsilon - Nahkampfparcours] Matthew, Nira, sowie andere Rekruten und Ausbilder


Der letzte Widerstand hielt sich hartnäckiger als erwartet.

Matthew hatte kaum zwei Schritte gemacht, als erneut Betäubungsfeuer durch den Korridor zuckte. Blaues Licht prallte gegen die Deckung vor ihm, ließ die Metallplatten aufheulen. Die verbliebenen Ausbilder hatten sich in einer letzten, gut gewählten Position verschanzt. Eng, geschützt, mit freiem Blick auf den Zugang. Ein Ort, an dem man einen Sturm brechen konnte – zumindest für ein paar entscheidende Sekunden.

„Nicht stehen bleiben“, sagte Matthew ruhig, beinahe beiläufig, während er sich seitlich bewegte. „Einer bindet sie. Die anderen gehen vorbei.“

Er musste nicht erklären, wie. Seine Leibgardisten verstanden ihn ohne weitere Worte. Einer von ihnen trat bewusst aus der Deckung, feuerte eine kurze Salve in Richtung der Stellung. Kein Treffer beabsichtigt, nur Lärm, nur Druck. Genau das reichte. Die Verteidiger reagierten instinktiv, richteten ihre Aufmerksamkeit auf die vermeintliche Bedrohung.

Matthew nutzte den Moment. Er stieß vor, sprang über eine niedrige Barriere hinweg und landete hart auf dem feuchten Boden. Das Übungsschwert summte leise, als er es hob. Ein Ausbilder tauchte aus der Deckung auf, zu spät, um noch zu reagieren. Matthew trat dicht heran, schlug mit der Klinge flach gegen die Brust des Mannes. Das Sensorsystem blinkte auf – Treffer. Aus der Übung.

Hinter ihm brach Bewegung aus. Seine Gruppe zog nach, sicherte den Raum, nahm Positionen ein. Der Widerstand begann zu bröckeln. Nicht, weil er überwältigend war, sondern weil er keinen Raum mehr hatte. Die Verteidiger wurden gedrängt, gezwungen, ihre Stellung aufzugeben.

Und dann kam der Druck von hinten.

Matthew spürte ihn, noch bevor er ihn sah. Eine Veränderung im Raum, ein kurzes Flackern in der Macht, wie ein kalter Luftzug durch einen geschlossenen Raum. Nira. Sie war durch. Nicht mehr an der Flanke, nicht mehr nur störend – sie war mitten in der Stellung. Die letzten Verteidiger gerieten zwischen zwei Fronten.

Ein Ausbilder rief etwas, halb Befehl, halb Warnung, doch es ging im Lärm unter. Betäubungsblitze schossen ins Leere, weil ihre Ziele nicht mehr dort waren, wo man sie erwartete. Einer der Verteidiger stolperte rückwärts aus der Deckung, riss die Waffe hoch – und wurde von der Seite markiert. Rot blinkte auf seiner Weste.

Matthew richtete sich auf, ließ den Blick kurz über das Geschehen gleiten. Seine Gruppe hatte den Raum fast vollständig unter Kontrolle. Niras Trupp drängte von der Seite nach, diszipliniert, geschlossen. Kein wildes Vorgehen, kein unnötiges Risiko. Ein Keil, der sich sauber ins Zentrum schob.

Für einen Augenblick trafen sich ihre Blicke über die Deckung hinweg. Kein Wort, kein Zeichen. Es war nicht nötig. Die Übung war entschieden.

Ein schrilles Signal durchschnitt den Raum.

„Übung beendet!“ rief einer der Ausbilder laut. „Waffen sichern!“

Die Spannung fiel nicht sofort ab. Erst langsam. Bewegungen wurden vorsichtiger, Blaster gesenkt, Atem hörbar. Staub hing in der Luft, vermischte sich mit dem Geruch von feuchtem Boden und erhitztem Metall. Einige der Rekruten setzten sich schwer atmend auf den Boden, andere lehnten sich gegen die Wände.

Matthew deaktivierte sein Übungsschwert und ließ es an die Seite sinken. Er sah sich um, zählte automatisch. Verluste: vorhanden, aber akzeptabel. Struktur: gehalten. Ziel erreicht.

Er ging ein paar Schritte weiter in die Stellung hinein, blieb stehen und ließ den Blick über seine Leute schweifen. Dann über Nira. Er sagte nichts. Kein Lob, kein Kommentar. Aber er registrierte, was er gesehen hatte. Die Art, wie sie vorging. Wie sie ihren Trupp nutzte. Wie sie nicht mehr nur voranstürmte, sondern führte.

Das wird am Südpol den Unterschied machen, dachte er nüchtern.

Die Ausbilder begannen bereits, die Gruppe zusammenzurufen, erste Anmerkungen zu machen. Matthew hörte nur mit halbem Ohr zu. Sein Blick wanderte über die Struktur der Stellung, über die Engstellen, die Deckungen. Er prägte sich das Bild ein. Es würde nicht das letzte Mal sein, dass er so etwas sah.

Wochen später war das Ausbildungslager nur noch ein ferner Gedanke.

Moraband hatte ihn mit Ordnung und Kälte empfangen – einer anderen Art von Kälte als im Ith’aqua-Lager. Keine feuchte Erde, kein Rauch, sondern polierter Stein, klare Linien, kontrollierte Bewegung. Das Praxeum ragte wie ein stiller Wächter über der Stadt auf, die sich um es herumgelegt hatte.

Matthews Äußeres hatte sich der Situation angepasst. Die Feldkleidung war verschwunden, ersetzt durch die makellose weiße Uniform der Verwaltung, der schwarze Mantel sauber über die Schultern gelegt. Kein Staub, kein Schweiß. Hier war er nicht Soldat. Hier war er der Vize-Gouverneur.

Er stand im Geschützten Bereich am Rand der Landefelder, als die Fähren von Prefsbelt ankamen. Seine Leibgarde und Nira warteten mit Ihm. Alle deutlich herausgeputzt, im Vergleich zu Ihrer Trainingszeit in Ith’aqua. Captain Varro war eingetroffen.

Matthew wartete nicht lange. Er trat vor, als der Offizier die Rampe verließ, aufrecht, korrekt, der Blick wachsam. Ein Mann, der wusste, wo er war und warum.

„Captain Varro“, sagte Matthew und neigte den Kopf leicht, eine formelle, kontrollierte Geste. „Willkommen in Moraband. Ich hoffe, Ihre Anreise verlief ohne Zwischenfälle.“

Er musterte den Mann einen Augenblick lang, ließ den Blick bewusst ruhig. Varro war Militär. Das sah man. Haltung, Präsenz, der Blick eines Mannes, der an klare Befehle und klare Strukturen gewöhnt war. Gut. Das würde die Dinge erleichtern.

„Truuine befindet sich in einer entscheidenden Phase“, fuhr Matthew fort, während er eine einladende Geste in Richtung des inneren Bereichs machte. „Und Ihre Anwesenheit hier ist… willkommen. Ich bin sicher, wir haben einiges zu besprechen.“

Er setzte sich in Bewegung, erwartete, dass Varro ihm folgte. Keine Eile, kein Zögern. Die nächsten Gespräche würden nicht mit Waffen geführt werden, sondern mit Worten. Mit Planung. Mit Verantwortung.

Die Ankunft einer weiteren Kampferfahrenen Truppe wie der blauen Legion ermöglichte neue Optionen. Der Angriff auf den Südpol mochte bereits längere Zeit geplant werden, ein solches Asset würde ihre Überlegungen jedoch nochmals beeinflussen.



[Innerer Rand | Truuine-System | Truuine | Nordpol | Moraband | Praxeum Landefelder] Matthew, Nira, Captain Cestus Varro, Leibwachen(NPCs)
 
[Innerer Rand | Truuine-System | Truuine | Nordpol | Moraband | Praxeum Landefelder] Matthew, Nira, Major Cestus Varro, Leibwachen(NPCs)


Die Rampe der Lambda-Fähre setzte sich mit einem tiefen, hydraulischen Ton in Bewegung. Metall auf Metall, kontrolliert, ohne Hast. Kalte Luft strömte in den Laderaum, ansonsten bewegte sich kein Lüftchen unter dem Atmosphärenschild.

Major Cestus Varro stand bereit, noch bevor die Rampe den Boden berührte. Für einen kurzen Augenblick verharrte er, die Hände ruhig an den Seiten, der Blick nach vorne gerichtet. Als die Rampe aufschlug, holte er tief Luft – nicht sichtbar, nicht demonstrativ, sondern als Teil eines inneren Übergangs – und setzte sich in Bewegung.
Sein Schritt war fest und gleichmäßig, getragen von jener Selbstverständlichkeit, die er nicht erlernt, sondern sich erarbeitet hatte. Der Blick blieb streng, nicht aus Härte, sondern aus Klarheit.

Am Fuß der Rampe hatte sich bereits eine kleine Formation gebildet. Cestus Blick huschte kurz über die kleine Gruppe vor ihm. Die augenscheinliche Leibwache stand ruhig da, die Haltung präzise, die Ausrüstung wirkte neuwertig, sauber, gar makellos. Und in ihrer Mitte ein Mann, der sich nicht durch Gesten hervorhob, sondern durch Haltung. Varro erkannte ihn augenblicklich. Gesicht, Statur, Haltung – alles entsprach der Akte, die er sich eingeprägt hatte.

Matthew Severide.

Die weiße Uniform war makellos, frei von überflüssigen Abzeichen, schnörkellos in ihrer Ausführung. Darüber lag ein schwarzer Mantel, sauber über die Schultern gelegt, schwer im Fall, ohne Zierrat.
Für einen kaum merklichen, kurzen Augenblick würden sich seine Augen minimal verengen. Cestus hatte eigentlich erwartet, den Vize-Gouverneur in einer Sith-Robe oder etwas Ähnlichem anzutreffen. Jedoch schien der Vize-Gouverneur seine Ämter voneinander zu trennen, aber eigentlich konnte ihm das egal sein.

Dann glitt sein Blick kurz an Severide vorbei.

Neben dem Vize-Gouverneur stand eine Gestalt, die sich nicht durch Bewegung, sondern durch Präsenz abhob. Die rote Haut, das dunkelrote, fast schwarze Haar fiel streng und kontrolliert. Haltung, Blick, Stand – alles an ihr wirkte gesammelt, gespannt, wie unter permanenter innerer Ordnung gehalten. Bei ihr wusste man sofort, dass man hier jemanden vom Orden der Sith vor sich hatte.

Severide trat ihm entgegen, nicht hastig, nicht zögernd. Er neigte kaum merklich den Kopf und begrüßte Cestus.

In diesem Moment verflog die letzte, kaum greifbare Anspannung, als Cestus mit seinem Dienstgrad angesprochen wurde. Der Name, der Rang – sie ordneten die Situation ein. Cestus war dort, wo er hingehörte, ein kaum merkliches Lächeln bildete sich kurz in seinem Mundwinkel, endlich wieder war er auf einem Einsatz am Feld.

Er blieb stehen, richtete sich minimal auf und führte den militärischen Gruß aus, präzise, die Augen gerade aus.


„Vize-Gouverneur Severide“, erwiderte er ruhig. „Es ist mir eine Ehre, Truuine im Namen von Prefsbelt IV und Gouverneur Zesh unterstützen zu dürfen, das Erste Skybride Bataillon steht hiermit unter Ihrem Kommando.“

Der Salut hielt einen Herzschlag länger als notwendig, dann senkte er die Hand wieder. Während Varro sprach, spürte er die prüfenden Blicke. Es überraschte ihn nicht, er würde ebenso alles, was unter seine Zuständigkeit fallen würde, Prüfen und bewerten.

“Kein Zwischenfälle Vize-Gouverneur, alles verlief wie geplant", erstattet Cestus Bericht.

Auf die einladende Geste von Matthew nickte Cestus knapp.
“Sehr gerne”


Mit dieser Bewegung löste sich der erste formelle Rahmen. Varro legte die Hand nun, an den Griff seines Vibrosäbels, stellte sicher, dass er ruhig lag, nicht schwang, nicht störte – dann setzte er sich neben dem Vize-Gouverneur in Bewegung.
Cestus blickte kurz nach hinten und nickte mit dem Kopf, bevor er sich in Bewegung setzte. Hinter ihm löste sich eine weitere Gestalt aus dem Schatten der Rampe.

Captain Aurelian Korf folgte in ruhigem Abstand, schräg versetzt, genau dort, wo man ihn erwarten durfte. Er trug die normale Dienstuniform der Blauen Legion, schlicht, sauber, frei von Zierrat. Keine Parade, kein Zeremoniell. Die randlose Brille Datenbrille saß ruhig auf der Nase, der Blick dahinter aufmerksam, gesammelt. In einer Hand hielt er ein Datapad, das er nicht aktiv bediente, sondern lediglich bereit hielt – als Verlängerung seines Gedächtnisses, nicht als Ablenkung.

Aurelian war groß, sportlich, kräftig gebaut, doch seine Erscheinung wirkte weniger wild als die vieler Frontoffiziere. Bewegungen und Haltung verrieten Disziplin und Ordnung.
Er ging einfach hinter Cestus her, im gleichen Rhythmus, im gleichen Takt.



„Wir freuen uns, hier zu sein“, sagte er ruhig. „Und ich hoffe, dass unsere Anwesenheit Truuine und dem Imperium dienen wird.“

Er ließ den Blick kurz über die Landefläche schweifen, nur einen Moment, gerade lang genug. Hinter ihm begann das erste Bataillon der Blauen Legion, das Sky-Bataillon, sich zu formieren. Ausrüstung wurde ausgeladen, Linien geschlossen, Bewegungen griffen ineinander, wie sie es dutzendfach geübt hatten. Ordnung entstand nicht laut, sondern präzise.

Ein kaum merkliches Lösen der Gesichtszüge deutete etwas an, das fast ein Lächeln hätte sein können. Kein Stolz, der nach außen drängte – eher die stille Genugtuung eines Mannes, der wieder dort stand, wo Verantwortung greifbar wurde.

Varro wandte sich wieder nach vorne.


„Ich wäre Ihnen dankbar für eine aktuelle Lagebesprechung“, fügte er an, während sie den geschützten Bereich betraten. „Je klarer das Bild, desto sauberer der Einsatz.“

Er folgte Severide, Schritt für Schritt, der Blick bereits für das, was kommen würde.


[Innerer Rand | Truuine-System | Truuine | Nordpol | Moraband | Praxeum Landefelder] Matthew, Nira, Major Cestus Varro, Captain Aurelian Korf & Leibwachen(NPCs)
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben