Truuine

[Innerer Rand | Truuine-System | Truuine | Orbit] Major Cestus Varro & NPC‘s (Einsatzgruppe Varro)


Das leichte, kaum merkliche Zittern der Hülle kündigte das Ende des Hyperraumsprungs an, noch bevor die Sensoren es bestätigten. Ein dumpfer Ton lief durch den Rumpf der Fähre, dann ordnete sich das Sternenbild neu, Linien wurden wieder zu Punkten, ein letztes Nachhallen des Hyperraums, das sich wie ein tiefes Atmen im Schiff verlor.

Die Einsatzgruppe Varro war im Orbit von Truuine angekommen.


Captain Cestus Varro nahm es ohne sichtbare Regung zur Kenntnis, obwohl es nun Major hieß. Ein leichtes schmunzeln stahl sich auf seine Lippen. Da er das Kommando über diese Bataillon übernommen hatte, hatte man Ihm nach dem Abflug über seine Beförderung im Zuge der Operation in Kenntnis gesetzt.
Er saß aktuell noch auf der Sitzbank im Aufenthaltsraum der Fähre. Sein Blick glitt ein letztes Mal über die Daten auf dem Pad. Zusammenfassungen der Informationen, die er von der planetaren Regierung auf Prefsbelt IV erhalten hatte, als er rasch aufbrechen musste.

Lageberichte, infrastrukturelle Übersichten, Karten, und zusammengefasste Lageeinschätzungen. Truuine hatte sich verändert, das war aus den Berichten klar hervorgegangen. Unter Gouverneur Ridley Solaris war gebaut, reorganisiert und befriedet worden. Neue Städte, neue Verwaltungsstrukturen, ein spürbarer Wille zur Ordnung.

Doch nun stand der Planet vor Unruhen. Rebellen hatten im Südpolarkreis eine Basis, welche es einzunehmen oder zu vernichten galt. Eine Wunderbare erster Einsatz für die Blaue Legion. Bis jetzt war alles Fehlerfrei gelaufen, die Logistik hatte einwandfrei funktioniert und nach kurzer Zeit waren beide Kompanien ausgerüstet und bereit gewesen, diese Mission zu bestreiten.

Auch wenn die Blaue Legion noch jung war, so bestanden doch das erste Bataillon, hauptsächlich aus Ex-Militärs, Söldnern und feurigen Patrioten des Imperiums. Deswegen hat man Sie auch für diese Mission ausgewählt.
Die Akte von Cestus Varro mit über Zehn Dienstjahren im Imperialen Militär, mit Einsätzen im Imperialen Bruderkrieg sowie die Leitung mehrerer erfolgreicher Scharmützeln sprachen für sich und waren auch der Grund warum man Ihn mit dieser Mission beauftragt hatte.

Cestus legte das Datapad beiseite, erhob sich und begab sich nach vorne ins Cockpit.


Die Piloten arbeiteten ruhig und routiniert. Funksprüche liefen über den Kanal, Codes wurden ausgetauscht und nach kurzer Zeit kam Freigabe für den Anflug. Die Flugkontrolle in Abyston übermittelte den Anflugvektor. Nach einem kurzen Moment setzte sich die Flotte aus kleinen Schiffen in Bewegung, schwenkte geschlossen auf den zugewiesenen Kurs und hielt auf die Atmosphäre zu.

Vor ihnen spannte sich Truuine auf.


Aus der Luft betrachtet wirkte Truuine zunächst ruhig, beinahe trügerisch friedlich. Der Planet war nahezu vollständig von Wasser bedeckt, ein endloses, dunkles Meer, das nur an wenigen Stellen von Land durchbrochen wurde. Entlang des Äquators jedoch ragten ganze Ketten vulkanischer Inseln aus dem Meer, schwarze Basaltformationen, die sich wie Narben durch das Blau zogen. Doch der erste Eindruck täuschte.

Die dunkle Erde war beinahe vollständig von sattem Grün überwuchert. Dichte Vegetation klammerte sich an die Hänge, wuchernde Pflanzen zogen sich bis an die Küsten herab, als hätte der Planet selbst beschlossen, jede Spur der Gewalt seiner Entstehung mit Leben zu überdecken. Es war eine wilde, anmutige Schönheit – roh und doch lebendig, ein scharfer Kontrast zu den nördlichen Regionen, die weiter entfernt bereits im Weiß von Eis, Schnee und vulkanischem Gestein verschwanden.

Von hier oben wirkten sie klein und zerstreut, doch Cestus wusste, dass gerade diese wenigen Landflächen das Rückgrat der planetaren Zivilisation trugen.

Auf einer der größeren Inseln am Nordpol zeichnete sich Moraband ab — noch fern, aber bereits klar erkennbar.


Die Hauptstadt lag eingebettet zwischen von Eis bedeckter Landschaft, auf einer Vulkaninsel. Ein Atmosphärenschild spannte sich wie eine unsichtbare Kuppel über die Stadt, hielt Kälte und Sturm fern und ließ das Innere in künstlich regulierter Temperatur bestehen. Darunter erhoben sich makellose, junge Gebäude, helle Fassaden zwischen frisch angelegten Parkflächen.

Er registrierte den breiten Prachtboulevard, der sich vom Wasser hinauf in die Stadt zog. Das alte Praxeum hob sich deutlich ab — renoviert, instand gesetzt, wieder genutzt. Weiter entfernt erkannte man Industrieanlagen, massive Tanks einer Raffinerie am Stadtrand. Und jenseits davon, etwas abgesetzt, lag ein abgegrenzter Bereich, der wie ein Lager aussah. Selbst aus dieser Entfernung war die Struktur erkennbar — Zäune, Wachtürme, geometrische Ordnung.



Als die Fähre und die kleine Flotte hinter ihr in den Landeanflug ging, begab sich Cestus für einen letzten Blick in seine Koje. Er richtete nochmals den Kragen, strich nochmals über die Epauletten seiner Parade Uniform, prüfte mit einem kurzen, geübten Griff Sitz und Fall der Paradeuniform. Die Schirmkappe saß exakt, der Vibrosäbel hing sauber am Gürtel, der Blaster griffbereit, aber unaufdringlich. Nichts an ihm wirkte überladen, nichts zufällig.
Auch wenn er die Uniform für diesen Auftrag mehr als unnötig empfand, hatte der Gouverneur Ihn angewiesen einen ordentlichen und Prefsbelt IV würdigen ersten Auftritt hinzulegen und Befehl war Befehl. Trotzdem würde er sich hoffentlich bald wieder in seiner Dienstunifom wiederfinden.


Seine Befehle bzgl. der Landung hatte er bereits gegeben, um einen idealen ersten Eindruck zu machen.

Die erste Kompanien würde in Paradeuniform antreten wie auf Prefsbelt IV mit Disziplin, Haltung, Signalwirkung. Die übrigen Einheiten bereiteten sich in voller Kampfmontur vor — Helme, Schutzplatten, Ausrüstung, sowie Kriegsgerät. Truuine sollte wissen, dass die Blau Legion hier war, um es zu unterstützen und dass Sie bereit waren.


Als die Lambda Fähre in den Sinkflug ging, machte sich Cestus an der Rampe für seinen Auftritt bereit.

Bereit, seinen Auftrag auszuführen — ohne Pathos, ohne Zögern für das Imperium.



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[ Innerer Rand / Manaan-Sektor / Truuine-System / Kyyne / Schrottkrater / Dreadnought / Antriebssektion ] Qowrow und Vorn, sowie der Rest von Team Grün

Als Qowrow erwachte, war das Erste, was er spürte ein sengender Kopfschmerz. Zunächst war er desorientiert. Was war geschehen und wo befand der sich? Dann traf ihn die Erinnerung wie ein Schlag. Das Schott! Er war gefallen! Mühsam öffnete er die verklebten Augen, nur um sie einen Moment später gänzlich aufzureißen. Panisch schlug er um sich und krabbelte zwei Schritte rückwärts, bevor er sich vollends aufrappelte.

„[Weg von mir!]“

, grölte er Vorn und irgendeinen Nichtmenschen an, die sich bis grade über ihn gebeugt hatten. Qowrow konnte sich viele Beispiele eines bösen Erwachens vorstellen und Vorn über seinen bis eben noch bewusstlosen Körper gebeugt vorzufinden, gehörte ganz weit oben dazu! Hastig fuhr er mit seinen Händen über seinen Körper, um festzustellen ob noch alles dran war. War es und es war sogar noch mehr da. Er erinnerte sich daran sein Lichtschwert in der Hand gehabt zu haben, als er ausgeknockt worden war. Dies hatte er sicherlich nicht selbst zurück an seinen Gürtel gehängt!

„[Was habt ihr gemacht?!]“

, fuhr der Wookiee den anderen Xeno an, den er jetzt als den Draedan-Feldarzt von eben identifizierte. Der schien ihn zu verstehen, denn leicht eingeschüchtert, aber trotzdem klar antwortete er:

„Nichts. Wir haben Sie einfach nur zurückgeholt, 1st Private. Und wenn Sie beide mich nun wieder meiner Arbeit nachgehen lassen würden?!“

Hastig richtete der Draedan sich auf und machte sich von dannen. Qowrow stempelte ihn als irrelevant ab und richtete den Blick seiner Augen zurück auf Vorn.

„[Egal was du gemacht hast. Ich find’s raus, du Penner!]“

, war alles, was der rote Dämlack an Dank erwarten konnte, und da hatte die Selkath-Offizierin sie auch schon wieder entdeckt. Raschen Schrittes eilte sie heran und verteilte neue Aufgaben. Der Zielbereich war soweit gesichert und die beiden Hünen sollten sich nun daran machen betäubte Soldaten zu dieser Rückfallposition zu schaffen. Weder der rote Idiot noch Qowrow hatten darauf gesteigerte Lust, doch Befehle waren Befehle. Das war eben der Nachteil daran körperlich eindrucksvoll zu sein, manchmal wurde man eben als Nutztier behandelt.

Also machten die beiden sich auf den Weg und begannen zusammen mit einigen anderen – überblendenden wie wiederauferstandenen – Misfits bewusstlose zu schleppen. Die tumbe Arbeit war dann auch genau was Qowrow nicht gebrauchen konnte, da es ihm erlaubte den zurückliegenden Kampf gründlich Revue passieren zu lassen. Einer einzigen schlechten Entscheidung hatte es bedurft, um auf dem Schlachtfeld den ‚Tod‘ zu finden. Nur einer! Bisher hatte er sich schon ein bisschen unverwundbar gefühlt. Er war doch Qowrow und bislang hatte sein langes Leben immer darin gemündet auch gefährliche Situationen einigermaßen unbeschadet zu überstehen. Dies schien für die Zukunft plötzlich in Frage gestellt zu sein und das war ein Gedanke, der ihm ganz und gar nicht gefiel!

So blöd wie die Arbeit war und so finster wie sich die Gedanken des Wookiee gestalteten, so verschaffte sie ihm aber dann am Ende doch eine interessante Erkenntnis. Bewusstlose wurden auf Anweisung der Lieutenant nicht etwa getrennt angeschleppt, sondern landeten auf demselben Haufen. Zunächst fragte Qowrow sich natürlich, was die Scheiße denn sollte, bekam auf weiteren Touren jedoch auch den weiteren Ablauf zu Gesicht: Verbündete wurden sofort wieder aufgeweckt, während dem Feind zunächst die farbigen Bänder an den Oberarmen grün überklebt wurden und er dann wieder aufgeweckt wurde. So war es, dass Vorn durchaus einige finstere Blicke ehemaliger Feinde erntete, die er wohl besonders unsanft besiegt hatte. Schließlich jedoch war auch diese Arbeit erledigt und die Selkath wandte sich mit neuen Befehlen an ein neu versammeltes Misfit-Team, samt frisch aufgewecktem Offizier:


„Hier ist die Position so weit gesichert. Euer Team geht also jetzt auf seine ursprüngliche Position zurück. Ihr habt gut gekämpft und euer Einsatz abseits eures eingeteilten Aufgabenbereiches wird positiv erwähnt werden. Abtreten!“

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[Innerer Rand | Truuine-System | Truuine | Nordmeer | Ith’aqua-Ausbildungslager | Sektor Epsilon - Nahkampfparcours] Matthew, Nira, sowie andere Rekruten und Ausbilder


Der letzte Widerstand hielt sich hartnäckiger als erwartet.

Matthew hatte kaum zwei Schritte gemacht, als erneut Betäubungsfeuer durch den Korridor zuckte. Blaues Licht prallte gegen die Deckung vor ihm, ließ die Metallplatten aufheulen. Die verbliebenen Ausbilder hatten sich in einer letzten, gut gewählten Position verschanzt. Eng, geschützt, mit freiem Blick auf den Zugang. Ein Ort, an dem man einen Sturm brechen konnte – zumindest für ein paar entscheidende Sekunden.

„Nicht stehen bleiben“, sagte Matthew ruhig, beinahe beiläufig, während er sich seitlich bewegte. „Einer bindet sie. Die anderen gehen vorbei.“

Er musste nicht erklären, wie. Seine Leibgardisten verstanden ihn ohne weitere Worte. Einer von ihnen trat bewusst aus der Deckung, feuerte eine kurze Salve in Richtung der Stellung. Kein Treffer beabsichtigt, nur Lärm, nur Druck. Genau das reichte. Die Verteidiger reagierten instinktiv, richteten ihre Aufmerksamkeit auf die vermeintliche Bedrohung.

Matthew nutzte den Moment. Er stieß vor, sprang über eine niedrige Barriere hinweg und landete hart auf dem feuchten Boden. Das Übungsschwert summte leise, als er es hob. Ein Ausbilder tauchte aus der Deckung auf, zu spät, um noch zu reagieren. Matthew trat dicht heran, schlug mit der Klinge flach gegen die Brust des Mannes. Das Sensorsystem blinkte auf – Treffer. Aus der Übung.

Hinter ihm brach Bewegung aus. Seine Gruppe zog nach, sicherte den Raum, nahm Positionen ein. Der Widerstand begann zu bröckeln. Nicht, weil er überwältigend war, sondern weil er keinen Raum mehr hatte. Die Verteidiger wurden gedrängt, gezwungen, ihre Stellung aufzugeben.

Und dann kam der Druck von hinten.

Matthew spürte ihn, noch bevor er ihn sah. Eine Veränderung im Raum, ein kurzes Flackern in der Macht, wie ein kalter Luftzug durch einen geschlossenen Raum. Nira. Sie war durch. Nicht mehr an der Flanke, nicht mehr nur störend – sie war mitten in der Stellung. Die letzten Verteidiger gerieten zwischen zwei Fronten.

Ein Ausbilder rief etwas, halb Befehl, halb Warnung, doch es ging im Lärm unter. Betäubungsblitze schossen ins Leere, weil ihre Ziele nicht mehr dort waren, wo man sie erwartete. Einer der Verteidiger stolperte rückwärts aus der Deckung, riss die Waffe hoch – und wurde von der Seite markiert. Rot blinkte auf seiner Weste.

Matthew richtete sich auf, ließ den Blick kurz über das Geschehen gleiten. Seine Gruppe hatte den Raum fast vollständig unter Kontrolle. Niras Trupp drängte von der Seite nach, diszipliniert, geschlossen. Kein wildes Vorgehen, kein unnötiges Risiko. Ein Keil, der sich sauber ins Zentrum schob.

Für einen Augenblick trafen sich ihre Blicke über die Deckung hinweg. Kein Wort, kein Zeichen. Es war nicht nötig. Die Übung war entschieden.

Ein schrilles Signal durchschnitt den Raum.

„Übung beendet!“ rief einer der Ausbilder laut. „Waffen sichern!“

Die Spannung fiel nicht sofort ab. Erst langsam. Bewegungen wurden vorsichtiger, Blaster gesenkt, Atem hörbar. Staub hing in der Luft, vermischte sich mit dem Geruch von feuchtem Boden und erhitztem Metall. Einige der Rekruten setzten sich schwer atmend auf den Boden, andere lehnten sich gegen die Wände.

Matthew deaktivierte sein Übungsschwert und ließ es an die Seite sinken. Er sah sich um, zählte automatisch. Verluste: vorhanden, aber akzeptabel. Struktur: gehalten. Ziel erreicht.

Er ging ein paar Schritte weiter in die Stellung hinein, blieb stehen und ließ den Blick über seine Leute schweifen. Dann über Nira. Er sagte nichts. Kein Lob, kein Kommentar. Aber er registrierte, was er gesehen hatte. Die Art, wie sie vorging. Wie sie ihren Trupp nutzte. Wie sie nicht mehr nur voranstürmte, sondern führte.

Das wird am Südpol den Unterschied machen, dachte er nüchtern.

Die Ausbilder begannen bereits, die Gruppe zusammenzurufen, erste Anmerkungen zu machen. Matthew hörte nur mit halbem Ohr zu. Sein Blick wanderte über die Struktur der Stellung, über die Engstellen, die Deckungen. Er prägte sich das Bild ein. Es würde nicht das letzte Mal sein, dass er so etwas sah.

Wochen später war das Ausbildungslager nur noch ein ferner Gedanke.

Moraband hatte ihn mit Ordnung und Kälte empfangen – einer anderen Art von Kälte als im Ith’aqua-Lager. Keine feuchte Erde, kein Rauch, sondern polierter Stein, klare Linien, kontrollierte Bewegung. Das Praxeum ragte wie ein stiller Wächter über der Stadt auf, die sich um es herumgelegt hatte.

Matthews Äußeres hatte sich der Situation angepasst. Die Feldkleidung war verschwunden, ersetzt durch die makellose weiße Uniform der Verwaltung, der schwarze Mantel sauber über die Schultern gelegt. Kein Staub, kein Schweiß. Hier war er nicht Soldat. Hier war er der Vize-Gouverneur.

Er stand im Geschützten Bereich am Rand der Landefelder, als die Fähren von Prefsbelt ankamen. Seine Leibgarde und Nira warteten mit Ihm. Alle deutlich herausgeputzt, im Vergleich zu Ihrer Trainingszeit in Ith’aqua. Major Varro war eingetroffen.

Matthew wartete nicht lange. Er trat vor, als der Offizier die Rampe verließ, aufrecht, korrekt, der Blick wachsam. Ein Mann, der wusste, wo er war und warum.

„Major Varro“, sagte Matthew und neigte den Kopf leicht, eine formelle, kontrollierte Geste. „Willkommen in Moraband. Ich hoffe, Ihre Anreise verlief ohne Zwischenfälle.“

Er musterte den Mann einen Augenblick lang, ließ den Blick bewusst ruhig. Varro war Militär. Das sah man. Haltung, Präsenz, der Blick eines Mannes, der an klare Befehle und klare Strukturen gewöhnt war. Gut. Das würde die Dinge erleichtern.

„Truuine befindet sich in einer entscheidenden Phase“, fuhr Matthew fort, während er eine einladende Geste in Richtung des inneren Bereichs machte. „Und Ihre Anwesenheit hier ist… willkommen. Ich bin sicher, wir haben einiges zu besprechen.“

Er setzte sich in Bewegung, erwartete, dass Varro ihm folgte. Keine Eile, kein Zögern. Die nächsten Gespräche würden nicht mit Waffen geführt werden, sondern mit Worten. Mit Planung. Mit Verantwortung.

Die Ankunft einer weiteren Kampferfahrenen Truppe wie der blauen Legion ermöglichte neue Optionen. Der Angriff auf den Südpol mochte bereits längere Zeit geplant werden, ein solches Asset würde ihre Überlegungen jedoch nochmals beeinflussen.



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Die Rampe der Lambda-Fähre setzte sich mit einem tiefen, hydraulischen Ton in Bewegung. Metall auf Metall, kontrolliert, ohne Hast. Kalte Luft strömte in den Laderaum, ansonsten bewegte sich kein Lüftchen unter dem Atmosphärenschild.

Major Cestus Varro stand bereit, noch bevor die Rampe den Boden berührte. Für einen kurzen Augenblick verharrte er, die Hände ruhig an den Seiten, der Blick nach vorne gerichtet. Als die Rampe aufschlug, holte er tief Luft – nicht sichtbar, nicht demonstrativ, sondern als Teil eines inneren Übergangs – und setzte sich in Bewegung.
Sein Schritt war fest und gleichmäßig, getragen von jener Selbstverständlichkeit, die er nicht erlernt, sondern sich erarbeitet hatte. Der Blick blieb streng, nicht aus Härte, sondern aus Klarheit.

Am Fuß der Rampe hatte sich bereits eine kleine Formation gebildet. Cestus Blick huschte kurz über die kleine Gruppe vor ihm. Die augenscheinliche Leibwache stand ruhig da, die Haltung präzise, die Ausrüstung wirkte neuwertig, sauber, gar makellos. Und in ihrer Mitte ein Mann, der sich nicht durch Gesten hervorhob, sondern durch Haltung. Varro erkannte ihn augenblicklich. Gesicht, Statur, Haltung – alles entsprach der Akte, die er sich eingeprägt hatte.

Matthew Severide.

Die weiße Uniform war makellos, frei von überflüssigen Abzeichen, schnörkellos in ihrer Ausführung. Darüber lag ein schwarzer Mantel, sauber über die Schultern gelegt, schwer im Fall, ohne Zierrat.
Für einen kaum merklichen, kurzen Augenblick würden sich seine Augen minimal verengen. Cestus hatte eigentlich erwartet, den Vize-Gouverneur in einer Sith-Robe oder etwas Ähnlichem anzutreffen. Jedoch schien der Vize-Gouverneur seine Ämter voneinander zu trennen, aber eigentlich konnte ihm das egal sein.

Dann glitt sein Blick kurz an Severide vorbei.

Neben dem Vize-Gouverneur stand eine Gestalt, die sich nicht durch Bewegung, sondern durch Präsenz abhob. Die rote Haut, das dunkelrote, fast schwarze Haar fiel streng und kontrolliert. Haltung, Blick, Stand – alles an ihr wirkte gesammelt, gespannt, wie unter permanenter innerer Ordnung gehalten. Bei ihr wusste man sofort, dass man hier jemanden vom Orden der Sith vor sich hatte.

Severide trat ihm entgegen, nicht hastig, nicht zögernd. Er neigte kaum merklich den Kopf und begrüßte Cestus.

In diesem Moment verflog die letzte, kaum greifbare Anspannung, als Cestus mit seinem Dienstgrad angesprochen wurde. Der Name, der Rang – sie ordneten die Situation ein. Cestus war dort, wo er hingehörte, ein kaum merkliches Lächeln bildete sich kurz in seinem Mundwinkel, endlich wieder war er auf einem Einsatz am Feld.

Er blieb stehen, richtete sich minimal auf und führte den militärischen Gruß aus, präzise, die Augen gerade aus.


„Vize-Gouverneur Severide“, erwiderte er ruhig. „Es ist mir eine Ehre, Truuine im Namen von Prefsbelt IV und Gouverneur Zesh unterstützen zu dürfen, das Erste Skybride Bataillon steht hiermit unter Ihrem Kommando.“

Der Salut hielt einen Herzschlag länger als notwendig, dann senkte er die Hand wieder. Während Varro sprach, spürte er die prüfenden Blicke. Es überraschte ihn nicht, er würde ebenso alles, was unter seine Zuständigkeit fallen würde, Prüfen und bewerten.

“Kein Zwischenfälle Vize-Gouverneur, alles verlief wie geplant", erstattet Cestus Bericht.

Auf die einladende Geste von Matthew nickte Cestus knapp.
“Sehr gerne”


Mit dieser Bewegung löste sich der erste formelle Rahmen. Varro legte die Hand nun, an den Griff seines Vibrosäbels, stellte sicher, dass er ruhig lag, nicht schwang, nicht störte – dann setzte er sich neben dem Vize-Gouverneur in Bewegung.
Cestus blickte kurz nach hinten und nickte mit dem Kopf, bevor er sich in Bewegung setzte. Hinter ihm löste sich eine weitere Gestalt aus dem Schatten der Rampe.

Captain Aurelian Korf folgte in ruhigem Abstand, schräg versetzt, genau dort, wo man ihn erwarten durfte. Er trug die normale Dienstuniform der Blauen Legion, schlicht, sauber, frei von Zierrat. Keine Parade, kein Zeremoniell. Die randlose Brille Datenbrille saß ruhig auf der Nase, der Blick dahinter aufmerksam, gesammelt. In einer Hand hielt er ein Datapad, das er nicht aktiv bediente, sondern lediglich bereit hielt – als Verlängerung seines Gedächtnisses, nicht als Ablenkung.

Aurelian war groß, sportlich, kräftig gebaut, doch seine Erscheinung wirkte weniger wild als die vieler Frontoffiziere. Bewegungen und Haltung verrieten Disziplin und Ordnung.
Er ging einfach hinter Cestus her, im gleichen Rhythmus, im gleichen Takt.



„Wir freuen uns, hier zu sein“, sagte er ruhig. „Und ich hoffe, dass unsere Anwesenheit Truuine und dem Imperium dienen wird.“

Er ließ den Blick kurz über die Landefläche schweifen, nur einen Moment, gerade lang genug. Hinter ihm begann das erste Bataillon der Blauen Legion, das Sky-Bataillon, sich zu formieren. Ausrüstung wurde ausgeladen, Linien geschlossen, Bewegungen griffen ineinander, wie sie es dutzendfach geübt hatten. Ordnung entstand nicht laut, sondern präzise.

Ein kaum merkliches Lösen der Gesichtszüge deutete etwas an, das fast ein Lächeln hätte sein können. Kein Stolz, der nach außen drängte – eher die stille Genugtuung eines Mannes, der wieder dort stand, wo Verantwortung greifbar wurde.

Varro wandte sich wieder nach vorne.


„Ich wäre Ihnen dankbar für eine aktuelle Lagebesprechung“, fügte er an, während sie den geschützten Bereich betraten. „Je klarer das Bild, desto sauberer der Einsatz.“

Er folgte Severide, Schritt für Schritt, der Blick bereits für das, was kommen würde.


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Nira kämpfte sich vor wie eine Maschine. Ihre Taktik war einfach und effektiv. Ihre Männer hielten sich hinter ihr, während sie versuchte ihnen als Schild beim Vormarsch zu dienen. Kurz trafen sich bei den Kämpfen die Blicke der Rothaut mit ihrem Meister und dann? Dann kam irgendwann das Signal, dass die Übung beendet war. Nira setzte sich auf einen der Sandsäcke. Sofort wurde alles analysiert. Zufrieden stellte sie fest, dass ihre Ideen zu einem makellosen Ergebnis geführt hatten. Sie hatte quasi bis zur letzten Schlacht niemanden verloren. Erst am Ende waren zwei Männer ihrer Einheit “gefallen”. Also so betrachtet… 2 Männer im Tausch gegen eine komplette Stellung. Wäre vermutlich ein Sieg auf ganzer Linie. Sie saß einfach da und hörte nur noch mit einem halben Ohr zu. Am Ende wäre für sie ohnehin lediglich die Einschätzung ihres Meisters wichtig. Die Ausbilder? Die waren doch eh im Ernstfall nur billiges Kanonenfutter.

Wochen später war diese Übung nur noch wie ein lästiger und langweiliger Traum. Die Zeit, die Nira hatte, verbrachte die Schülerin mit einer Menge an Training und Studien, die man beim ersten Treffen mit Darth Baobahn wohl für mehr als nur unwahrscheinlich eingestuft hätte. Doch die Zeit bei dem Sith hatte eine Sache verändert. Nira trainierte selbstständig und lernte ohne, dass man sie wie zu Beginn aus ihrem Zimmer oder aus der Küche quasi herausziehen musste. Man merkte gerade an ihren Tischmanieren noch, wo die Rothaut her gekommen war, ansonsten bewegte sich die Rothaut anders, ja eleganter. Nicht mehr wie ein Tier, das ein zivilisiertes Wesen kopierte, sondern wie eine Person, die durchaus eine Weile in der gehobenen Schicht verkehrte. Und dann war es so weit. Die Reise nach Moraband.

Ihr Meister trug wieder seine Uniform. Nira dagegen war in den klassischen, schwarzen Roben unterwegs, die man ihr gegeben hatte. Allerdings trug sie dabei goldenen Schmuck, wie es bei ihrer Spezies üblich war. Die Haare waren sauber nach hinten gebunden. Für Nira war das schon fast vergleichbar mit der guten Kleidung für besondere Anlässe. Ihre Haltung war als Schülerin angemessen. Leicht versetzt hinter ihrem Meister, keine Arroganz und keine Auffälligkeiten in ihrer Körpersprache. Da war nur sie.

Schließlich erschien auch die Person, wegen der das Aufgebot hier stand. Ohne auch nur eine auffällige Geste zu machen, setzte sich Nira samt Leibwachen in Bewegung. Ihr war der Blick des Majors nicht entgangen. Dennoch war eine Reaktion falsch und töricht in diesen Momenten. Also erledigte Nira ihre Pflicht. An der Seite ihres Meisters bleiben und ihm keine Schande machen. Es war auch für sie erstaunlich, wie leicht diese Aufgabe inzwischen war. Dennoch. Für Nira war dieses ganze Tamtam ermüdend. Sie war nicht die Art Wesen, die besonders viel von diesem… zivilisierten Geplänkel hatte. Irgendwie war sie daher froh, als das Thema mehr in die Richtung dessen ging, was interessant war. Es ging um eine Lagebesprechung und die Pläne. Damit konnte Nira arbeiten. So folgte die Rothaut den Anderen ohne ein unnötiges Wort zu verlieren.



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Die „Wiederbelebung“ verlief problemlos, das Danach hingegen war lauter, wenn auch vorhersehbar. Je nach Typ Mensch - oder in diesem Fall Tier – und Situation verhielten sich aufgeweckte Bewusstlose in gewissen Mustern. Big Q wurde ähnlich wie Vorn selbst nicht gerne gezwungenermaßen bewusstlos. Das fing beim Schlafen an und hörte eben bei so was hier auf. Also schlug der Wookiee erst einmal um sich, grölte wie ein Affe der er war. Der sogenannte Medi – der im Grunde ja einfach nur ein Gerät benutzte, welches jeder mit fünf Sekunden Einweisung bedienen konnte – versuchte den anderen Akolythen dann noch zu beruhigen. Konnte eigentlich jeder im Imperium diese Affensprache?

Ob die Beruhigung geklappt hatte, war natürlich schwer zu sagen. Big Q halt. Der spuckte auch noch ein paar „Worte“ in Vorns Richtung und beendete dann diese ganze Szene demonstrativ, indem er sich abwenden und gehen wollte. Dazu kam er aber nicht, weil der Fischfressenoffizier sie erwischte und gleich neue Befehle dabei hatte. Es war schon immer irgendwie auf kosmische Weise irrwitzig, wie eine solch minderwertige kleine Kreatur Kommandos bellte und die beiden ihr in jedweder Hinsicht überlegenen Machtnutzer kuschten. Vorn hatte schon häufiger darüber nachgedacht, wie lange er diese Art von pervertierter Machtverschiebung noch erdulden konnte, bevor er
Aster erneut einen Grund gab ihn zu bestrafen. Doch wie all die Male zuvor, kam der rothäutige Mensch auch heute zu keinem befriedigenden Ergebnis. Er folgte den Anweisungen. Fürs erste.

Sie durften wieder ihre Muskeln spielen lassen und das in Stille und lange genug, damit jeder für sich nachdenken konnte. Das auch der Wookiee das tat, erkannte man daran, da er sonst gerne mal seine scheiß Fresse nicht halten konnte. Also nutzte auch Vorn diese Gelegenheit.

Natürlich hatte sich sein haariger Kollege nicht bedankt oder so. Damit hatte er aber auch nicht gerechnet. Stattdessen musste er sich selbst gedanklich auf die Schultern klopfen, weil er der Versuchung nicht erlegen war wenigstens das Laserschwert des Wookiee zu klauen. Ihn zu retten hatte ihm quasi sein Bauch geraten und er war dem gefolgt, doch den Haarigen nicht zu entwaffnen war eine Willensentscheidung gewesen. Sein Instinkt hatte ihn dazu geraten zuzugreifen. Er hätte es dann aber nicht benutzen können und weil ein Verbündeter mit Laserschwert nützlicher war, hatte er es ihm gelassen. Das war logisch, aber halt … er hatte es ihm so gerne wegnehmen wollen!

Der nächste Punkt, über den Vorn nachdenken musste, war die Befehlskette. Sein eigener direkter Befehlshaber war ja durchaus nicht dumm, aber der andere Hirni halt schon. Die dämliche Fischfresse war jawohl zu gar nichts zu gebrauchen! Sollte er in einem realen Gefecht unter solchen Vollidioten dienen müssen, sie würden ihn in den Tod schicken und es nicht einmal selber merken. Oder, auch nicht besser, sie würden es bewusst tun, weil sie es für „sinnvoll“ hielten.
Aster war aus verschiedenen Gründen ein – zeitweise – akzeptabler Vorgesetzter. Doch seine Offiziere nicht. Da war alles dabei. Von im Grunde klinisch hirntot bis hin zu gerade so eben hinnehmbar, solange sie auch nur diese eine Sache taten. Wie auch auf seinem Heimatplaneten lag die Gefahr nicht in den Nachbarkolonien, sondern direkt vor den eigenen Füßen. Ja, ein gegnerischer Blasterschuss würde ihn töten, aber das WIESO würde nicht vor, sondern hinter ihm stehen. Das hatte ihm diese ganze verschissene Übung nur allzu klar demonstriert. Das Imperium war zu groß. So groß, dass selbst Unfähige ihren Platz fanden und Entscheidungen treffen durften. Das konnte er nicht ertragen! Vorn konnte es nicht ertragen, dass er so deutlich der Klügste im Raum war, aber nicht die Befehle geben durfte!

Die Idee, seine Kameraden quasi in die Schusslinie zu schupsen, um dann ihre Granaten einsammeln zu können, hatte sich soeben geändert. Nicht der einfache Soldat, sondern ihre Kommandeure mussten aus dem Spiel genommen werden. Sonst würden diese hirntoten Spasten sie alle in den Untergang führen!

An diesem Plan arbeitete Vorn auch dann noch, als er dabei zusehen konnte, wie aus Feind Freund wurde. Bei dem Einsammeln von Gefangenen war es scheinbar nicht nur oder überhaupt um Informationen gegangen, sondern um sie auf ihre Seite zu bringen. Aus
Gelb wurde Grün und plötzlich standen all jene Männer, Frauen und Xenos um sie herum, die zuvor noch auf teilweise höchst unschöne Weise „aus dem Leben“ genommen worden waren. Dank Vorns Erscheinung musste er sich zwar keine dummen Sprüche und Vorwürfe anhören, angelächelte wurde er aber trotzdem nicht.

„Wer hat sich die Wi**se denn schon wieder ausgedacht?“
fragte Vorn in den Raum hinein, doch da nur Big Q direkt neben ihm stand, galt es schon irgendwie ihm.
„Als ob ich jetzt mit diesen Fo**en kämpfen werde!“

Aus Vorns Sicht natürlich Irrsinn. Seine Armbandfarbe zu ändern, änderte ihn selbst ja nicht. Würde man ihn ins gelbe Team zwingen, er würde die erstbeste Gelegenheit nutzen und sie verraten.
Fürs erste musste er aber nicht mit ihnen kämpfen, denn nun ging es wieder zurück auf ihren ursprünglichen Posten. Und da die beiden Akolythen ja ach so beliebt waren, hatten sie nur einander, als sie wieder zur Brücke gingen. Der Haarige konnte zwar nicht verständlich antworten, doch er war gerade gut genug, um sich Ausnahmsweise mal Vorns Gedanken anhören zu können. Irgendwie hatte der Mensch gerade Lust dazu...


[Truuine System - Erweiterter Orbit von Truuine - Truuines Satellit (Mond) Kyyne - Schrottkrater - Dreadnought - Antriebssektion - Auf dem Weg zur Brücke - Akolyth Vorn, Akolyth Qowrow (NPC), andere "Misfits" der "Letzten Verteidigung des Kommandopostens" inklusive zwei Offiziere]
 
[Innerer Rand | Truuine-System | Truuine | Nordpol | Moraband | Praxeum Innenhof] Matthew, Nira, Major Cestus Varro, Leibwachen(NPCs)


Der geschützte Bereich des Praxeums lag ruhig da, abgeschirmt vom schneidenden Wind, der über die Höhen Morabands strich. Das matte Schimmern des Atmosphärenschildes verzerrte die Skyline nur leicht, ließ die Geräusche der Stadt zu einem fernen Hintergrundrauschen werden. Matthew Severide stand mit gefalteten Händen hinter dem Rücken, den Blick bereits auf das Landefeld gerichtet. Die formelle Begrüßung war erfolgt, die Rollen geklärt. Jetzt ging es um Abläufe.

„Major“, begann Matthew sachlich, ohne die Stimme zu heben. „Die Entsendung der Blauen Legion erfolgte, wie sie wissen im Rahmen der vereinbarten Zusammenarbeit zwischen Truuine und Prefsbelt IV. Der operative Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung der Maßnahmen am Südpol sowie der Sicherstellung der Interessen Prefsbelt IV‘s.“ Es war keine Einladung zur Diskussion, sondern eine Zusammenfassung dessen, was bereits feststand.

Er drehte sich leicht zu Varro, gerade so weit, dass der Major ihn vollständig ansehen konnte. „Die Truppe wird bevorzugt untergebracht. Die Mannschaften gehen nach Osicia, in die Garnison der planetaren Sicherheitskräfte. Die Infrastruktur dort ist vorbereitet, Versorgung und Sicherung sind gewährleistet.“ Ein kurzer Atemzug. „Ihre Offiziere erhalten Unterkünfte hier im Praxeum. Kurze Wege erleichtern die Abstimmung.“

Matthew ließ eine kurze Pause, nicht aus Höflichkeit, sondern um die Informationen wirken zu lassen. „Das Hauptquartier der Blauen Legion richten Sie temporär im Regierungspalast in Moraband ein. Die notwendigen Räumlichkeiten stehen bereit. Kommunikation, Lagezentrum und Zugriff auf die Verwaltungsstrukturen sind eingerichtet.“ Seine Stimme blieb ruhig, kontrolliert. Es war die Sprache eines Hausherrn, der wusste, dass er liefern konnte.

Er machte eine knappe Handbewegung in Richtung Landefeld. „Für die nächsten Schritte ist alles vorbereitet. Zwei LAAT/i werden uns nach Abyston bringen. Dort werden Sie bei der Übernahme des Alaani Hauptquartiers anwesend sein. Sie können eine kleine Gruppe Ihrer Offiziere mitnehmen. Die erforderliche Mannstärke zur Absicherung ist bereits vor Ort.“ Kein Zweifel, kein Spielraum. Der Ablauf war fest.

Matthew wandte den Blick wieder nach vorn. In der Ferne war nun das tiefe Grollen von Triebwerken zu hören, zunächst gedämpft durch das Schild, dann klarer, als die beiden Transporter näherkamen. Die LAAT/i erschienen über der Kante des Plateaus, ihre Silhouetten schoben sich in den Himmel über Moraband. Staub und lose Partikel wirbelten auf, als sie in den Sinkflug gingen.

„Der Zeitplan ist eng“, fuhr Matthew fort, während die Schiffe an Höhe verloren. „Die Blaue Legion wird nach dem Eintreffen in Osicia unverzüglich in die Einsatzplanung eingebunden. Die Koordination mit den truuinischen Kräften ist geregelt. Sollte es Anpassungsbedarf geben, erfolgt dieser über die jeweiligen Stäbe.“ Er sah Varro nun direkt an. „Operative Entscheidungen innerhalb Ihres Verantwortungsbereichs liegen bei Ihnen, Major.“

Die LAAT/i setzten auf, zuerst der vordere, dann der zweite, leicht versetzt dahinter. Die Türen blieben noch geschlossen, während die Triebwerke in den Schwebemodus wechselten. Das Dröhnen legte sich wie ein gleichmäßiger Puls über das Landefeld.

Matthew trat einen Schritt vor und setzte sich langsam in Bewegung, in Richtung der wartenden Schiffe. „Wenn Sie Fragen zur Unterbringung oder zur Infrastruktur haben, klären wir diese unterwegs. In Abyston ist alles vorbereitet, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.“ Es war keine Aufforderung, sondern eine Feststellung.

Sie erreichten den Rand des Landefeldes, als die Türen der LAAT/i sich öffneten. Warmes Licht fiel aus den Laderäumen auf den Boden, zeichnete klare Linien auf den Stein. Crewmitglieder nahmen Position ein, überprüften kurz die Umgebung, dann gaben sie das Zeichen zum Einsteigen.

Matthew blieb für einen Moment stehen, ließ den Blick über die Szenerie gleiten. Ordnung, Kontrolle, Bewegung ohne Hektik. So sollte es sein. Dann wandte er sich noch einmal an Varro. „Die Zusammenarbeit ist klar geregelt. Truuine stellt, was notwendig ist. Prefsbelt bringt ein, was zugesagt wurde.“ Ein kurzes Nicken. „Verlieren wir keine Zeit.“

Er ging voraus, die Schritte ruhig, der Mantel kaum bewegt vom Abwind der Triebwerke. An der Rampe des vorderen LAAT/i hielt er kurz inne, wartete, bis Varro und dessen ausgewählte Offiziere aufgeschlossen hatten. Ohne ein weiteres Wort betrat Matthew den Laderaum.

Das Training war beendet. Die Vorbereitungen ebenso.
Jetzt begann die Umsetzung.


[Innerer Rand | Truuine-System | Truuine | Nordpol | Moraband | Praxeum Innenhof] Matthew, Nira, Major Cestus Varro, Leibwachen(NPCs)
 
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[Innerer Rand | Manaan-Sektor | Truuine-System | Patroullienroute | STR Justica | Brücke] Commander Keznoi, Brückencrew



Die Brücke der Justica war nicht mehr ruhig. Sie war kontrolliert.

Das war ein Unterschied, den Saku Keznoi kannte – und schätzte. Stimmen wurden kürzer, Meldungen präziser. Niemand fragte mehr nach Möglichkeiten, nur noch nach Reichweiten, Winkeln und Zeit.

„Bestätigte Kursanpassung des Kontakts“, meldete der Sensoroffizier. „Deutliche Inklinationsänderung. Annäherung entlang einer polnahen Bahn. Eintritt in niedrigeres orbitales Profil in weniger als sechs Minuten, wenn Kurs gehalten wird.“

Das Holobild passte sich an. Die Bahn der Marauder legte sich nun eindeutig über den nördlichen Hemisphärenbereich Truuines. Kein exakter Zielpunkt – aber der Raum war definiert. Zu definiert, um Zufall zu sein.

Lieutenant Commander Resalis stand nicht mehr. Er saß nicht mehr. Er lehnte nach vorn, beide Hände auf die Armlehnen des Kommandosessels gepresst.

Saku spürte den Umschwung, noch bevor ein Wort gesprochen wurde. Die Anspannung hatte ihre Form geändert. Sie war nicht mehr vorsichtig, nicht mehr abwägend. Sie war scharf.

„Taktik“, sagte Resalis, ruhig, fest. „Wahrscheinlichkeitsräume.“

„Drei Hauptoptionen“
, kam die Antwort. „Moraband, Ith’aqua, Mountainlodge. Ith’aqua derzeit statistisch am wahrscheinlichsten.“

Ein kurzes Zögern. Kein Zweifel – eine Gewichtung.

„Jägerstatus“, fuhr Resalis fort.

„Libra unter Feuer, aber kampffähig. Blindfold meldet Abschüsse auf mittlere Distanz. Verluste… moderat.“

Moderate Verluste. Saku registrierte, wie Resalis diese Information aufnahm – und nicht zurückzuckte. Der XO hatte begriffen, was der Preis war. Und dass er ihn zu zahlen hatte.

Die Marauder feuerte erneut. Kein gezielter Schlag auf die Justica. Stattdessen breit gefächertes Abwehrfeuer, Sperrvektoren, Raumkontrolle. Der Kreuzer wollte keine Entscheidung. Er wollte Zeit.

Resalis’ Stimme schnitt durch die Brücke.

„Genug.“

Er richtete sich auf, nun vollständig im Kommando. „Navigation, maximale Beschleunigung. Alle Sicherheitsreserven freigeben. Ich will diese Korvette binden, bevor er die nächste Umlaufphase erreicht.“

Das war keine Empfehlung mehr. Das war eine Entscheidung.

„Taktik: Hauptbatterien ausrichten. Feuerfreigabe vorbereiten – Zielpriorität Triebwerkssektion und externe Waffensysteme.“

Ein Raunen ging durch die Brücke. Kein Widerstand. Kein Zögern.

Saku beobachtete genau. Emotional war da keine Panik mehr. Keine Unsicherheit. Nur Entschlossenheit, hart und fokussiert. Resalis hatte aufgehört, auf das perfekte Bild zu warten. Er handelte auf Basis dessen, was da war.

„Jägerverbände“, fuhr der XO fort, „konzentrieren Sie sich nicht auf Abschüsse. Sie halten ihn offen. Zwingen Sie ihn, zu reagieren. Jede Kurskorrektur kostet ihn Zeit.“

Die Marauder antwortete mit einem koordinierten Abwehrstoß. Zwei Jäger verloren den Kontakt – simuliert zerstört. Meldungen liefen ein, schneller jetzt, dichter.

„Treffer auf Blindfold Drei.“

„Blindfold Fünf ausgefallen.“

„Libra meldet Durchbruch der Feuerzone.“


Die Justica selbst wurde erstmals erfasst. Zielerfassungssignale liefen über die Brücke, Warnanzeigen flackerten auf.

Resalis reagierte sofort. „Schilde verstärken. Kein Ausweichen. Wir bleiben auf Vektor.“

Das war der Moment, dachte Saku. Nicht der erste Schuss. Nicht der erste Verlust. Sondern der Augenblick, in dem der XO akzeptierte, dass er Schaden riskieren musste, um Schlimmeres zu verhindern.

„Commander Keznoi“, sagte Resalis knapp, ohne den Blick von der Projektion zu lösen, „ich binde ihn jetzt. Egal, was sein Ziel ist – er wird es nicht unbehelligt erreichen.“

Saku nickte langsam. „Das ist Ihre Aufgabe.“

Die Justica eröffnete das Feuer.

Keine Salve aus Zorn, kein überhasteter Schlag, präzises gezieltes und angemessenes Feuer. Die Marauder reagierte sofort, musste reagieren – wich aus, veränderte ihren Kurs, verlor Sekunden. Wertvolle Sekunden.

Die Bahnen auf dem Holotisch verschoben sich. Der Nordpolarkreis rückte nicht näher, sondern blieb dort, wo er war – unerreichbar für den Moment.

Der Kampf hatte begonnen. Es war an der Zeit dem Feind nicht mehr die Handlungsgewalt zu überlassen.


[Innerer Rand | Manaan-Sektor | Truuine-System | Truuine-Orbit | STR Justica | Brücke] Commander Keznoi, Brückencrew

Kommando: Commander Saku Keznoi

[STR] „Justica“ [Schilde: 96% | Hülle: 99%]
[Ziel: Patroullienroute im System | Schäden: -| Zusätzliches: Systeme auf Simulation umgestellt]
Staffel "Blindfold" TIE/in [9/12 Maschinen] [Systempatroullie, scharfe Waffen]
Staffel "Libra" TIE/in [8/12 Maschinen] [eingesetzt, vorgeschobene Schiffsverteidigung, Systeme auf Simulation umgestellt]
Staffel "Sword" TIE/IT [12/12 Maschinen] [eingesetzt, Systeme auf Simulation umgestellt]

[MAR] „Reconquista Yevetha“ [Schilde: 98% | Hülle: 99%]
[Ziel: Angriff auf Militärtrainingslager im Nordmeer | Schäden: -| Zusätzliches: Angriffsflug Nordmeer Truuine, Systeme auf Simulation umgestellt]
Staffel "31.Reservestaffel Widek „Die Widder“" TIE/in [10/12 Maschinen] [eingesetzt, Systeme auf Simulation umgestellt]

[TPC] „Greyhound“ [Schilde: 100% | Hülle: 100%]
[Ziel: Patroullienroute im System | Schäden: -| Zusätzliches: Systempatroullie, scharfe Waffen]
 
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[ Innerer Rand / Manaan-Sektor / Truuine-System / Kyyne / Schrottkrater / Dreadnought / Antriebssektion ] Qowrow und Vorn, sowie der Rest von Team Grün

„[Als hättest du eine Wahl, du dummer P**ser.]“

, kommentierte Qowrow den unbestimmten Kommentar über ihre neuen Verbündeten, den Vorn allgemein irgendwie in den Raum geblubbert hatte. Das war mal wieder typisch. Was juckte ihn denn schon wieder, wer mit ihnen im Team war, solange sie das Ding am Ende noch gewannen! Oder auch nicht. Vielleicht war es ihm auch egal, aber dann sollte er doch seine dumme, große Klappe halten!

Trotz ihrer Hassliebe – oder vielleicht auch grade deswegen – gingen die beiden Akolythen Seite an Seite zurück zur Brücke, im Schlepptau den Rest der Misfits. Erst jetzt fiel Qowrow die unheimliche Stille auf, die sich während ihres letzten Gefechts und der darauffolgenden Arbeiten über das Schiff gelegt hatte. Die Panzer auf seiner Dorsalseite waren verstummt und schienen nicht länger auf den Feind zu feuern. Wie auch in der Antriebssektion schien es, als sei die initiale Verteidigungslinie überrannt worden und als fänden die Gefechte nun innerhalb des Schiffes statt.


„Squad, uns fällt die Aufgabe der letzten Verteidigungslinie zu!“

, meldete sich ihr kompetenter Sergeant zu Wort, der nach seiner Betäubung eben schon wieder auf den Beinen war.

„Wir haben gut gekämpft und Zeit gewonnen. Ein Sieg ist möglich, wenn wir“

Er warf einen Blick auf sein Chrono.

„den Feind noch zwei Stunden und acht Minuten davon abhalten unseren Kommandostab auf der Brücke zu betäuben. Das liegt im Bereich des Möglichen und ich erwarte von Ihnen den höchsten Einsatz, um dieses Ziel zu erreichen.“

Zwei Stunden und acht Minuten. Qowrow schnaufte. Das Ende der Übung war in Sicht, doch erschien es ihm dennoch außerhalb ihrer Reichweite. Er hatte gesehen, wie Team Gelb Schritt um Schritt ihre Verteidigung an der Antriebssektion zurückgedrängt und nahezu gebrochen hatte. Dennoch war er natürlich kein Weichei wie Vorn und würde auch die Übung nicht sabotieren, nur weil er seine Kameraden nicht mochte.

„Wir werden nun diese Stellung als Rückfallposition weiter befestigen und besetzen. Wenn Sie noch Granaten haben, werden Sie diese am Versorgungswagen auffüllen können. Bedenken Sie, auch der Feind wird an diesem Punkt seines Vorrückens über derartige Waffen verfügen!“

Der Sergeant nahm eine eigene Granate vom Gürtel und hielt sie hoch.

„Ich will verbesserte Feuerstellungen und Fallen sehen. Der Feind ist auf dem Weg zu uns, doch noch halten vorgelagerte Positionen. Also los, nutzen wir jedes bisschen Zeit, das uns noch bleibt!“

Gesagt, getan. Ein weiteres Mal deckten die Soldaten sich am bereitgestellten Vorratswagen ein und begannen dann ihre Stellung weiter zu verbessern. Hier wurde das letzte für Team Grün erlaubte rote X platziert und dann Barrikaden und Verteidigungsstellungen angepasst. Es war harte Arbeit und Qowrow begann so langsam den Tag in seinen Knochen zu spüren. Wie viele Stunden kämpfte oder arbeitete er nun schon ohne Pause? Zu viele und er vermisste die Hilfe seiner Machtfähigkeiten, die ihm die Anwesenheit eines Machtnutzers ja angeblich verliehen, hatte. Oder besser gesagt, die ihm für diese Übung auf Kyyne geraubt worden waren.

In dieser Stunde, bevor die ersten Rückzügler einzutreffen begannen, brannte der Hass auf Aster extraheiß und macht ihm die Arbeit zumindest etwas erträglicher.


[ Innerer Rand / Manaan-Sektor / Truuine-System / Kyyne / Schrottkrater / Dreadnought / Vor der Brücke ] Qowrow und Vorn, sowie der Rest von Team Grün
 
[Innerer Rand | Truuine-System | Truuine | Nordpol | Moraband | Praxeum Innenhof ] Matthew, Nira, Major Cestus Varro, Captain Aurelian Korf sowie eine Handvoll Offiziere und Leibwachen(NPCs)


Major Cestus Varro stand leicht versetzt neben dem Vize-Gouverneur, die Haltung aufrecht, die Hände ruhig hinter dem Rücken verschränkt. Neben ihm Captain Aurelian Korf, schräg dahinter eine Handvoll Offiziere und Unteroffiziere der Blauen Legion – aufmerksam, gesammelt, ohne Bewegung.

Varro sprach nicht, sondern hörte aufmerksam zu, während Vize-Gouverneur Severide die Abläufe darlegte.

Die Worte des Vize-Gouverneurs fügten sich zu einem Bild, das keine Lücken ließ. Unterbringung, Infrastruktur, Zuständigkeiten – alles war vorbereitet, nicht improvisiert. Keine halben Maßnahmen, keine offenen Enden. Varros Miene blieb ruhig, doch in der Art, wie sich sein Blick kurz verhärtete und dann wieder löste, lag Zustimmung. So also hatte Severide es vorgesehen. Klar getrennte Zuständigkeiten, kurze Wege, feste Übergaben. Politik, die nicht verzögerte, sondern ermöglichte. So gefiel Varro das, der Mann machte keine halben Sachen, er fand es schon fast ungewöhnlich für einen Politiker doch schrieb er dies dessen Sith Dasein und seiner Kampferfahrung zu.

Korf machte sich währenddessen ununterbrochen Notizen. Das Datapad in seiner Hand blieb nie lange unberührt; Zahlen, Bezeichnungen, Orte wurden erfasst, verknüpft, still geordnet. Er fragte nichts, unterbrach nicht, sondern nahm auf – gründlich, beinahe penibel. Varro registrierte es beiläufig. Es war genau der Grund, weshalb Korff hier stand.

Als Severide den temporären Hauptsitz im Regierungspalast benannte, hob Varro den Blick einen Moment lang. Zugriff auf Verwaltungsstrukturen, Lagezentrum, Kommunikation – es war mehr als reine Unterbringung. Es war Vertrauen. Oder zumindest Kalkül. Beides ließ sich nutzen.

Dann ertönte ein tiefes Grollen.
Varros Aufmerksamkeit verlagerte sich, kaum merklich, als die Triebwerke der LAAT/i durch das Schild drangen und dann kurze Zeit darauf versetzt landeten.

Severide sprach weiter. Zeitplan. Koordination. Operative Freiheit innerhalb klarer Grenzen.
Varro nickte einmal, langsam. Keine Geste der Unterordnung, sondern der Bestätigung. Er hatte alles gehört. Und verstanden.

Als Severide schließlich den ersten Schritt in Richtung der wartenden Schiffe machte und mit der knappen Aufforderung endete, keine Zeit zu verlieren, blieb Varro einen Atemzug stehen und führte den militärischen Gruß aus – präzise, sauber.


„Jawohl, Vize-Gouverneur“, sagte er ruhig.
Severide ging voraus während Major Varro sich umwandte. Mit einer knappen Handbewegung winkte er seine Offiziere heran, brachte sie in einen lockeren Halbkreis. Seine Stimme war ruhig, getragen, frei von Schärfe – und gerade deshalb eindeutig.


Sie haben den Vize-Gouverneur gehört“, begann er. „Die Befehle sind klar. Erste Priorität: Verlegung der Mannschaften nach Osicia. Vollständiges beziehen der Unterkünfte, Ausrüstung prüfen, Bestände zählen und alle Kriegsräte nochmal auf Tüchtigkeit überprüfen danach machen Sie alle bereit. Ich dulde keine Fehler.“

Sein Blick glitt über die Gesichter, blieb nirgends hängen, schloss niemanden aus.

„Die Kompanien Kommandanten melden mir, sobald alles dort ist, wo es hingehört. Keine Verzögerungen. Keine Abweichungen.“
Ein kurzer Atemzug.
„Captain Korf begleitet mich. Wir werden bei der Übernahme der Fabrik in Abyston anwesend sein, wie von Gouverneur Zesh gewünscht. Sobald das abgeschlossen ist, melde ich mich.“

Die Offiziere und Unteroffiziere salutierten geschlossen.
„Jawohl, Major.“
Varro nickte knapp. Korf trat einen halben Schritt vor.
Dann, deutet Cestus mit einer knappen Geste in Richtung der Abgänge
„Alle anderen – Sie haben alles gehört. Tempo.“

Kein Rennen, kein Ruf. Die Soldaten setzten sich zügig in Bewegung, Schritte fest, gleichmäßig, entschlossen. Ordnung in Bewegung.

Varro blieb noch einen Moment stehen, ließ den Blick über das Landefeld gleiten, über die abziehenden Gruppen, über die wartenden Transporter. Dann wandte er sich um und ging gemeinsam mit Korf auf den wartenden LAAT/i zu der sie nach Abyston bringen würde.



[Innerer Rand | Truuine-System | Truuine | Nordpol | Moraband | Praxeum Innenhof ] Matthew, Nira, Major Cestus Varro, Captain Aurelian Korf
 
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[Innerer Rand | Truuine-System | Truuine | Nordpol | Moraband | Praxeum Landefelder] Matthew, Nira, Major Cestus Varro, Leibwachen(NPCs)


Der Weg, den Nira mit den Anderen ging, war nur von einer Landeplattform zur Anderen. Sie kannte sich nicht mit den Schiffstypen aus. Ursprünglich war sie ja sogar immer nervös gewesen, wenn sie auch nur irgendwo hin geflogen ist. Durch die Zeit mit Darth Baobahn war das aber deutlich besser geworden. Scheinbar gewöhnte man sich früher oder später an alles. Bei den Schiffen ließ Nira dem Major und ihrem Meister den Vortritt. Als eine der letzten Personen ging sie erst an Bord. Es erschien ihr so richtig. Irgendwie war es der Form halber. Falls jemand noch angreifen sollte, könnte sie zumindest Zeit gewinnen. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit quasi nicht existent war, so war sie nie null.

Nira selbst entspannte sich während des Fluges. Sie hatte sich eine ruhige Ecke gesucht und angefangen zu meditieren. Eine weitere Eigenschaft, die noch vor wenigen Monaten quasi undenkbar bei ihr gewesen wäre. Ihr Transportmittel war gestartet. Auch wenn ihr Puls immer noch bei einem Flug leicht hoch ging, so war auch dies nicht mehr vergleichbar mit ihren ersten Ausflügen auf Schiffen und dergleichen.

Und dann spürte Nira es. Sie würden bald landen. Ob es die Geräusche der Triebwerke oder Instinkt war konnte die Rothaut nicht genau beschreiben. Nur dass sie wusste, dass sie bald landen würden. Langsam stand die Rothaut auf und atmete tief durch. Sie wären also bald da.



[Innerer Rand | Truuine-System | Truuine | Nordpol | Moraband | Laat/i | Anflug auf die Werft von Abyston] Matthew, Nira, Major Cestus Varro, Leibwachen(NPCs)
 
[ Innerer Rand / Manaan-Sektor / Truuine-System / Truuine / Südpolarkreis / Rebellenbasis / Verteidigungsstationen ] Lt. Aldor Karvek, sowie (NPCs) Sgt. Lucia Velucci, 1 Zug Aquatrooper

Der Zug schwamm den nächsten Gang entlang, um zur Kommandozentrale vorzurücken, doch sie kamen nicht weit. Eine Hand voll mit Schildern und Nahkampfwaffen bewaffneter Karkarodon kamen um die Ecke und Aldor stoppte sofort.

"Alle Mann sofort zurück zum Eingang vom Gang! Die sind schneller als wir und besser für den Nahkampf gerüstet. Die Hinteren geben den vorderen Feuerschutz, um die Haie zu verlangsamen."

In seinem Kopf drehte sich bereits alles um Strategie. Mit Blastern konnten sie auf weite Sicht nicht viel anrichten und bei so engen Gängen kamen sie auch schlecht an den Schilden vorbei, zumal der Nahkampf gegen diese Monster ein Albtraum wäre. Allein der Anblick der scharfen Raubtierzähne ließ ihn erschaudern. Dann kam ihm schließlich doch eine Idee.

"Alle Deckung suchen und weiter Feuerschutz geben, wir brauchen Zeit! Die besten Nahkämpfer zu mir! Wir positionieren uns an beiden Seiten des Gangs und warten. Sobald diese Dinger bei uns sind schwimmen wir auf Beinhöhe zwischen sie. Dadurch können sie nichts gegen uns ausrichten, sonst treffen sie sich gegenseitig. Der Rest verschanzt sich weiter und benutzt seine Granaten, um ihre Reihen schonmal auszudünnen, sobald wir zwischen ihnen sind, bringen sie uns nichts mehr."

Jetzt musste der Plan nurnoch in die Tat umgesetzt werden. Er und die anderen Nahkämpfer gaben ihre Granaten und das stete Blasterfeuer ließ das Wasserbei den Terroristen so sehr brodeln, dass es für sie schier unmöglich war, irgendetwas von den Vorbereitungen visuell mitzubekommen. Dann positioinierten seine Leute sich an beiden Seiten des Gangs und warteten, während die anderen seiner Leute anfingen das Blasterfeuer reduzieren und zu den Granaten griffen oder ihre Energiepacks wechselten.

Dann war es so weit. Die ersten Karkarodon traten aus dem Gang und die Aquatrooper glitten mit gezogenen Messern zwischen deren Beinen hindurch und erwuschten auch das ein oder andere. Allein das Chaos sorgte dafür, dass ihre Mitsoldaten einige einfache Treffer landen konnten und es begannen sich Knäule aus kämpfenden zu bilden.

Aldor widmete sich einem der Gegner und trat so fets er konnte gegen seinen Schild, was dazu führte das er das Gleichgewicht verlor und mit voller Kraft seinen Kopf an der Wand anschlug. Diesem ausgeschalteten Karkarodon nahm er das Schild ab, um hinter dessen Schutz todesmutig auf die restlichen Gegner zuzubreschen und ihnen bessere Chanzen zu geben. Diese Aktion unterbrach jedoch einer der Haiartigen welche von der Seite auf ihn zuschwamm und ihn packen wollte.

Der Lieutenant bemerkte das früh genug und schwamm ebenfalls mit voller Kraft und Schild voraus auf den Terroristen zu, der seinen offensichtlich verloren hatte. Durch die Geschwindigkeit von ihnen beiden rammte Aldor den Karkarodon so fest ins Gesicht, dass einer der Zähne locker wurde. Diese Chance nutzte er und fischte den Zahn aus dem Wasser, um ihn kurz darauf dem Terroristen in den Bauch zu rammen, was diesen in Rage versetzte.

Er versuchte förmlich ihm den Kopf abzubeißen. Sein Maul war so weit geöffnet wie es nur ging und er versuchte immer wieder seinen Kopf zu beißen und als es ihm fast schon gelang ertönten Blasterschüsse. Der erste Nahkämpfer hatte sich aus dem Gewimmel lösen können und mit ihm und anderen wurden sie immer mehr. Die Xenos wurden nun von 2 Seiten mit Blastern beharkt und diejenigen, welche noch nicht ihre Schilde verloren hatten, konnten sich nur zu einer Seite verteidigen.


"Feuer eröffnen, zeigt keine Gnade!"

[ Innerer Rand / Manaan-Sektor / Truuine-System / Truuine / Südpolarkreis / Rebellenbasis / Verteidigungsstationen ] Lt. Aldor Karvek, sowie (NPCs) Sgt. Lucia Velucci, 1 Zug Aquatrooper und die übrigen Karkarodon
 
[ Innerer Rand / Manaan-Sektor / Truuine-System / Truuine / Südpolarkreis / Rebellenbasis / Korridor ] Lucia und Aldor, sowie (NPCs) Lt. Karveks Zug und Feindkontakt

Mit zusammengebissenen Zähnen drückte Lucia den Abzug ihres SG-4 Blastergewehrs durch und beharkte die Schilde der heranschießenden Karkarodon mit glühendem Plasma. Mehrwasser zischte und brodelte um die durchsichtigen Membranen herum und verlangsamte die gottverdammten Xenos wenigstens ein bisschen, während Lieutenant Karveks Nahkämpfer sich bereitmachten. Zwar hätte Lucia sich eigentlich problemlos dort einreihen können, doch war der Platz einer Sergeantin dortm wo sie sehen und koordinieren konnte. Vor allem, wenn der Lieutenant sich mal wieder selbst ins Getümmel stürzte. Gleichzeitig war ihr Helm bereits angeschlagen und sie wollte nicht riskieren das blöde Ding im Nahkampf zu verlieren. Also schoss sie mit ihrem Squad auf den anrückenden Feind und nahm schließlich mit einem dunklen Lächeln eine Granate vom Gürtel.

„Schwimmt zur Hölle, Rebellenabschaum!“

, murmelte sie, wartete kurz den richtigen Moment ab und warf das kleine, auf den Unterwassereinsatz optimierte Gerät. Ein halbes Dutzend Granaten flog zusammen mit der ihren zwischen die Karkarodon und detonierte mit einer Reihe bläulicher Lichtblitze. Ein dumpfes Grollen hallte durch den Gang, dann schrien etliche der Xenos auf. An Land wären sie zerfetzt worden, unter Wasser jedoch galten andere Regeln. Die Körper blieben äußerlich intakt, doch zerfetzte die Detonation ihre inneren Organe. Etliche Karkarodon trieben plötzlich leblos im Wasser, während dünne Blutfahnen aus ihren Körperöffnungen drifteten.

Doch dann waren die Überlebenden auch schon heran. Lieutenant Karvek zündete seinen Hinterhalt und was grade noch eine geordnete Schildformation gewesen war, verwandelte sich jäh in ein blutiges Gefecht, Trooper gegen Xeno. Schilde wurden gegen Gegner im Nahkampf gerichtet und plötzlich war der Schildwall gebrochen.


„Sucht euch Ziele, die ihr gefahrlos ausschalten könnt. Kein friendly fire!“

, befahl Lucia den um sie formierten Mitgliedern ihrer Gruppe und nahm selbst wieder ihr Gewehr zur Hand. Der Kampf Frau gegen Frau mochte heroisch sein, doch mündete unnötiger Heroismus im Krieg nur selten in eine erfolgreiche Mission. Klick, klick, klick. Drei Schüsse und zwei weitere Haie trieben leblos im Wasser. Doch der dritte Schuss war ein weiteres Mal von einem Schild abgefangen worden. Erst dann realisierte Lucia, was sie dort sah. Abseits des Gefechts hatte sich eine Xeno abgesondert und beobachtete hinter einem Schild hervor das Geschehen. Genau wie Lucia.

„Gruppe, feindliche Befehlshaberin gesichtet! Vorrücken und ausschalten!“

, befahl sie und wie ein Wesen schossen ihre Trooper vor. Sie selbst blieb zurück. Alle anderen imperialen Offiziere waren in Gefechte verwickelt und jemand musste ja den Überblick behalten!

Der Gedanke kam ihr und dann schalt sie sich eine Idiotin es beschrien zu haben. Grade wollte sie einem weiteren Gegner mit einem sauberen Kopfschuss erledigen, als ein anderer Karkarodon plötzlich blitzschnell auf sie zugeschossen kam. Grade noch konnte sie ihr Blastergewehr hochreißen, um die surrende Vibroklinge davon abzuhalten sie zu köpfen. Lucia fluchte, ließ ihr Gewehr los und zog ihr eigenes Vibromesser. Das Haiwesen grinste mit viel zu vielen Zähnen.

Die Sergeantin erlaubte sich keinen derartigen Luxus und stach zu. Der Rebell wich aus, führte seinerseits einen Streich. Er war schnell, im Wasser schneller als sie. Und wendig. Ein Geschöpf, das für genau diese Umstände geschaffen worden war, das nicht jahrelang hatte trainieren müssen, um sich gegen seine männlichen Kollegen hervorzutun. Doch genau da lag Lucias Vorteil. Die Bestie zischte, als ihr Messer das Schwert nur eine Spur weit ablenkte, an ihrer Klinge herabfuhr und sich tief in ihre Hand bohrte. Das Vibroschwert fiel zu Boden und nun war es an Lucia böse zu grinsen.

Ein Fehler, denn entwaffnet hatte sie die Kreatur keineswegs. Im nächsten Moment war der Karkarodon wieder auf ihr und versenkte scharfe Zähne in ihrer Schulter. Ihre Rüstung hielt, doch mit einer Gewalt, die sie nicht vorhergesehen hatte, wurde Lucia herumgewirbelt. Plötzlich stand die Welt Kopf und ihre Hand war plötzlich leer. Geistesgegenwärtig schlug sie mit der bloßen Faust zu, doch da hatte das Maul sich bereits um ihren lädierten Helm geschlossen, als wäre ihr Kopf ein reifer Apfel. Ein Übelkeit erregendes Knacken ertönte und ein Schwall salzigen Meerwassers ergoss sich über Lucias Gesicht.

Geblendet versuchte sie sich mit einer Hand aus der tödlichen Umarmung zu befreien, während die andere in Richtung ihres Gürtels tastete. Kaltes Salzwasser raubte ihr den Atem und ein weiteres Mal knackte ihr Helm, doch schließlich fand sie es. Einmal, zwei Mal, drei Mal heulte die emporgerichtete Blasterpistole auf und plötzlich fühlte sich das Wasser heiß auf ihrer Haut an. Der Druck auf ihrem Helm ließ nach und dann konnte sie wieder sehen. Sah, die leblose Gestalt mit zerfetztem Gesicht vor sich treiben, während sich dunkles Blut wie eine Corona um sie ausbreitete.

Doch Lucia hatte keine Zeit auf den Anblick zu reagieren. Stumpf wandte sie ihren Blick ab und fummelte hastige an ihrem Helmverschluss. Dann warf sie das nun nutzlose Ding von sich. Die Zähne des Karkarodon hatten die geschwächte Stelle aufgerissen wie eine Konserve. Spürend, wie die Luft in ihren Lungen rasch an Sauerstoff verlor, griff sie abermals nach ihrem Gürtel und zog das kleine
Notfallgerät hervor, das Aquatrooper genau für solch einen Fall mit sich trugen. Ungeduldig steckte sie es sich in den Mund und stellte grimmig fest, dass sie heute wohl keine Hochdrucktauchgänge mehr mitmachen würde.

Erst dann sah sie sich um.

Der Kampf war gewonnen. Ihr Feind schien zu dem letzten Widerstand gehört zu haben, der Rest war geflohen, oder trieb tot im Wasser. Ohne ihren Helm schmeckte die dünne Suppe aus Blut, Salz und Körperteilen metallisch, auch wenn sie das Aroma nur über ihre Nase wahrnahm. Grade kam ihre Gruppe zurückgeschwommen, in den Händen einen abgetrennten Karkarodonarm. Lucia brauchte einen Moment, bis sie verstand, was sie da sah, doch dann nickte sie ihrem Team zu und schwamm zu Lieutenant Karvek hinüber. Selbst für den Moment ihrer Sprache beraubt, winkte sie einem ihrer beiden Corporals Bericht zu erstatten.


„Sir, die feindlich Befehlshaberin hatte eine Karte der Anlage bei sich.“

, erklärte der Sturmtruppler und hob den Arm in die Höhe, über dem ein kleiner Holoprojekor am Handgelenk ein bläuliches Gewirr aus Gängen darstellte.

[ Innerer Rand / Manaan-Sektor / Truuine-System / Truuine / Südpolarkreis / Rebellenbasis / Korridor ] Lucia und Aldor, sowie (NPCs) Lt. Karveks Zug
 
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[Innerer Rand | Truuine-System | Truuine | Abyston |LAAT/i | Anflug auf Abystoner Raumhafen] Matthew, Nira, Major Cestus Varro, Leibwachen Offiziere der Blauen Legion(NPCs)


Der LAAT/i befand sich bereits im Sinkflug, als Abyston unter ihnen aus dem Dunst trat. Die Stadt wirkte geordnet, fast nüchtern – breite Verkehrsachsen, klar getrennte Bezirke, der Raumhafen wie ein funktionales Herzstück am Rand des urbanen Gefüges. Kein Anzeichen von Unruhe, keine sichtbare Zeichen, dass der Aufmarsch am Hafen irgendwelche Reaktionen nach sich zog.

Er stand nahe der seitlichen Sichtscheibe, die Hände locker hinter dem Rücken verschränkt, und richtete den Blick auf die Küstenlinie, die sich weiter südlich deutlich abzeichnete. Dort, wo der Himmelsbezirk allmählich in den Wasserbezirk überging, begann der eigentliche Operationsraum. Noch war alles ruhig.

„Sie wollten eine Lageübersicht, Major“, sagte Matthew schließlich, ohne den Blick abzuwenden. Seine Stimme war ruhig, sachlich, frei von Pathos. „Ich gebe sie Ihnen, solange wir noch Zeit haben.“

Er drehte sich leicht, gerade so weit, dass Varro ihn im Profil sehen konnte. „Ziel ist die unterseeische Werft von Alaani Inc. am Festlandsockel. Die Anlage liegt außerhalb der Stadtstruktur, vollständig unter der Meeresoberfläche. Sie ist groß genug, dass eine Beschädigung einzelner Sektionen erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen hätte. Genau das wollen wir verhindern.“

Matthew machte eine kurze Pause, nicht um Spannung zu erzeugen, sondern um den nächsten Punkt klar voneinander zu trennen. „Alaani Inc. ist eine republikanische Firma, praktisch bedeutet das, dass wir nicht auf Kooperation setzen können. Wir sichern die Anlage militärisch, bevor externe Akteure – sei es durch Sabotage oder Evakuierung sensibler Daten – reagieren können.“

Er hob leicht die Hand und ließ ein Holo auf einem portablen Projektor erscheinen: eine schematische Darstellung der Werft. Produktionsarme, Dockbereiche, ein klar abgegrenzter Verwaltungssektor. „Die Belegschaft besteht überwiegend aus aquatischen Spezies. Diese stellen kein logistisches Problem dar. Kritisch ist das menschliche Ingenieur- und Verwaltungspersonal von Alaani Inc. Deren Arbeits- und Kontrollbereiche befinden sich in einem trockengelegten, druckstabilisierten Komplex – dem Hauptquartier, das wir übernehmen werden.“

Der LAAT/i setzte zur Landung an. Das Fahrwerk fuhr aus, ein kurzes Rucken ging durch den Rumpf, dann berührten sie die Landefläche des Raumhafens. Matthew unterbrach das Briefing nicht, sondern setzte es nahtlos fort, während draußen Bodenpersonal sichtbar wurde.

„Die eingesetzten Kräfte sind truuinisch“, fuhr er fort. „Ein Bataillon der lokalen Sicherheit, 576 Mann, vollständig aquatisch. Vier Kompanien. Eine Kompanie wird gemeinsam mit uns den Verwaltungsbereich sichern. Die übrigen drei übernehmen die äußere Werftstruktur, Produktionsarme und Versorgungsrouten. Aufgabe ist nicht der Zugriff auf Personen, sondern die Sicherstellung der Anlage.“

Er ließ das Holo wechseln. Begleitfahrzeuge erschienen. „Zur mobilen Sicherung stehen sechsunddreißig TIE-Boote sowie sechsunddreißig OMS Devilfish-Subs bereit. Sie bilden bewegliche Sperrriegel und reagieren, falls sich jemand der Anlage nähert, der dort nicht hingehört.“

Matthew sah Varro nun direkt an. „Ihre Blaue Legion ist nicht Teil des Zugriffs. Sie und Ihre Offiziere sind anwesend, um sich ein Bild von der Lage zu machen und sicherzustellen, dass prefsbelter Interessen gewahrt bleiben. Ihre Truppen werden hier nicht eingesetzt.“ Ein kaum merkliches Innehalten. „Entsprechend Ihrer Befehle liegt der eigentliche Einsatzschwerpunkt der Legion am Südpol.“

Die Türen des LAAT/i öffneten sich. Kühle, salzige Luft strömte herein. Abyston zeigte sich von seiner sachlichen Seite: funktionale Gebäude, klare Wege, keine Ansammlungen. Matthew verließ das Schiff, ohne Eile, ohne Zögern. Die Landung war nur ein Zwischenschritt.

Der Konvoi setzte sich wenig später in Richtung Waterfront in Bewegung. Je weiter sie sich vom Raumhafen entfernten, desto deutlicher änderte sich das Stadtbild. Hohe Bauten traten zurück, Verkehrsachsen wurden schmaler, und schließlich öffnete sich der Blick auf das Meer. Hier traf der Himmelsbezirk auf den Wasserbezirk – Übergangszonen aus Plattformen, Anlegestellen und schwimmender Infrastruktur.

Die Transportbarken warteten bereits. Flach, robust, für den Übergang von Oberfläche zu Tiefe ausgelegt. Um sie herum sammelten sich die Kräfte der lokalen Sicherheit. Für die aquatischen Soldaten war dies Routine. Sie bewegten sich selbstverständlich, überprüften Ausrüstung, verteilten sich auf die vorgesehenen Barken. Kein Drängen, kein Laut. Disziplin ohne sichtbare Anstrengung.

Matthew blieb kurz stehen, während Atemgeräte ausgegeben wurden. Varro, Nira und die anderen Offiziere nahmen sie entgegen, prüften die Anschlüsse. Für Menschen war dies für den bevorstehenden Weg unter Wasser eine technische Notwendigkeit. Für Matthew hingegen war es eine bekannte Situation. Er trug kein klassisches Atemgerät. Lediglich ein kleines, unauffälliges Atemmodul, etwa so groß wie ein Schreibfederhalter steckte in seiner Brusttasche.

Die Barken legten ab.

Das Licht der Stadt brach sich noch einen Moment auf der Wasseroberfläche, dann verschluckte die Tiefe die letzten Reflexionen. Geräusche veränderten sich, wurden dumpfer, gleichmäßiger. Um sie herum glitten teilgruppen der aquatischen Soldaten, begleitet von den schattenhaften Formen der TIE-Boote und Devilfish-Subs, die ihre Positionen einnahmen.

Matthew beobachtete die Anzeigen an einer Wand, die langsam die Umrisse der Werft erfassten. Zunächst nur Lichter in der Dunkelheit. Dann klare Strukturen: gewaltige Produktionsarme, in den Sockel eingelassene Hallen, der klar abgegrenzte Verwaltungsbereich – das menschliche Hauptquartier von Alaani Inc.

Die Kompanien trennten sich wie geplant. Drei glitten seitlich ab, verteilten sich entlang der äußeren Struktur. Die vierte blieb bei ihrer Barke, auf Kurs zum HQ-Zugang.

Matthew richtete den Blick nach vorn. Jede Bewegung war vorbereitet, jede Rolle verteilt. Noch war nichts geschehen – und genau das war der Punkt.

Die Barken näherten sich dem Andockpunkt des Hauptquartiers.

Der eigentliche Zugriff lag nur noch wenige Augenblicke entfernt.

[Innerer Rand | Truuine-System | Truuine | Äquator | Abyston | Wasserbezirk | Rand des Festlandsockels | Schiffswerft] Matthew, Nira, Major Cestus Varro, Leibwachen, Offiziere und Lokale Sicherheitstruppen(NPCs)
 
[Innerer Rand | Truuine-System | Truuine | Abyston |LAAT/i | Anflug auf Abystoner Raumhafen] Matthew, Nira, Major Cestus Varro, Captain Aurelian Korf, Leibwachen, und (NPCs)


Der Innenraum des LAAT/i lag in jenem gedämpften Halbdunkel, das sich während des Sinkflugs einstellte, wenn Anzeigen heller wirkten als das Außenlicht und die Geräusche der Triebwerke zu einem gleichmäßigen, tiefen Grundton verschmolzen. Major Cestus Varro stand nahe der Seitenwand, die Hände locker hinter dem Rücken verschränkt, den Blick nach außen gerichtet, ohne sich auf einen einzelnen Punkt festzulegen. Abyston trat unter ihnen aus dem Dunst hervor, geordnet, funktional, ohne jede Spur von Unruhe.

Dann blickte er zu Vize Gouverneur Matthew Severide und lauschte seinen Informationen.

Die Information ordnete sich schnell, fast automatisch, ein weiteres Lagebild unter vielen.
Dass es sich um eine republikanische Firma handelte, überraschte ihn denn davon war nichts in den Akten gestanden was man niemanden verübeln konnte. Der Ton, in dem Matthew es aussprach, ließ keinen Zweifel daran, dass Kooperation hier keine operative Option war, sondern ein theoretisches Konstrukt, das man bereits verworfen hatte immerhin war man mit der Republik im Krieg. Somit würde man die Firma höchstwahrscheinlich einfach Enteignen und Republikaner sowie möglich Sympathisanten gefangen nehmen.
Sabotage verhindern, bevor sie möglich wurde. Daten sichern, bevor sie verschwanden. Wirtschaftliche Stabilität als strategisches Ziel.

Er registrierte, wie wenig Raum diese Planung für Zufall ließ – und wie bewusst sie die Blaue Legion aus dem unmittelbaren Zugriff heraushielt.

Ein kaum merkliches Zusammenziehen seiner Stirn verriet, dass Cestus diesen Punkt nicht überhörte.

Er hätte anders disponiert. Nicht aus Misstrauen gegenüber den truuinischen Kräften, sondern aus Gewohnheit. Eine kleine, repräsentative Einheit der Blauen Legion am Hauptquartier hätte ihm entsprochen – als sichtbares Zeichen gemeinsamer Verantwortung, als zusätzliche Absicherung. Doch er ließ den Gedanken nicht weiterziehen. Es war offensichtlich, dass Entscheidungen dieser Ebene bereits getroffen worden waren. Gespräche, die nicht hier geführt wurden. Varro nahm es zur Kenntnis. Er würde alles was seiner ansicht nicht mit seinen Befehlen übereinstimmte Protokollieren lassen und Gouverneur Zesh zutragen mehr nicht. Immerhin war seine oberste Priorität neben dem Unterstützen der Kräfte aus Truuine und der Übernahme der Fabrik immer noch sich so Diplomatisch wie möglich zu verhalten das hatte der Gouverneur in einer persönlichen Nachricht nochmals eingehend erwähnt.

Neben ihm stand Captain Aurelian Korff, schräg versetzt, das Datapad in beiden Händen. Während Severide sprach, schrieb und tippte Korff wie immer. Daten wurden erfasst, markiert, strukturiert. Produktionszonen, Dockbereiche, Personalverteilung. Als das Holo die Werft in ihrer Gesamtheit zeigte, verharrte er einen Augenblick länger bei den Übergängen zwischen Verwaltungssektor und äußerer Struktur, als würde er dort bereits mögliche Schnittstellen verorten.


Am Rand seines Wahrnehmungsfeldes registrierte er zudem die stille Präsenz der rothäutigen Frau. Sie hatte sich zurückgezogen, saß ruhig, gesammelt, in einer Haltung, die mehr nach innerer Ordnung als nach Wachsamkeit wirkte. Keine Bewegung, kein Blickkontakt, nur Konzentration. Cestus etwas fasziniert immerhin hatte er noch nie ein Sith in Person gesehen. Varro nahm sie zur Kenntnis, wie man ein weiteres Element im Raum wahrnahm – nicht als Faktor, den es zu bewerten galt, sondern als Teil der Gesamtlage er war gespannt welche Rolle die rothäutige Frau noch einnehmen würde.


Als Matthew die eingesetzten Kräfte benannte, glitt Cestus Blick kurz über die Anzeigen, die die aquatischen Einheiten markierten. Vier Kompanien. Ausschließlich nicht-menschlich. Für einen Moment hatte er anderes erwartet, das die Einheiten sowie alle Offiziere anscheinend nur aus Aquatischen Xenos bestanden verwunderte Ihn etwas. Doch der Eindruck hielt nicht lange. Disziplin zeigte sich nicht in Spezies, sondern in Abläufen. Varro ließ den Gedanken los. Ergebnis wog für Ihn schwerer als Herkunft auch wenn ihm natürlich Menschen lieber gewesen wären.


In diesem Moment trat Korf einen halben Schritt vor. Die Bewegung war klein, aber bewusst gesetzt.

„Vize-Gouverneur“, sagte er ruhig, sachlich, ohne den Fluss der Besprechung zu stören.
Er hielt das Datapad leicht angehoben, nicht fordernd, sondern vorbereitet.


„Nach Abschluss der Sicherung hätten wir bitte das Holo als Kopie sowie alle anderen möglichen Daten und in unsere eigenen Systeme integrieren. Da Prefsbelt IV zunächst als Eigentümer und später als Teilinhaber auftritt, wäre eine zentrale Ablage sinnvoll – zur weiteren Nutzung und Abstimmung von Topografie, Zugänge, Versorgungsrouten – insbesondere im Übergang zwischen trockenem Verwaltungsbereich und externer Struktur wenn Sie gestatten.“ endete Captain Aurelian Korf.

Als der LAAT/i kurze Zeit später spürbar an Höhe verlor und das Fahrwerk ausfuhr, griff Cestus in die Innentasche seiner Uniform. Er zog einen schlichten Datenstick hervor, hielt ihn einen Augenblick lang in der Hand, dann reichte er ihn Matthew.
„Eine Übersicht der Blauen Legion“, sagte er ruhig. „Personalstärke, Ausrüstung, verfügbare Mittel. Falls es für Ihre Planung von Nutzen ist.“

Die Landung erfolgte sauber. Ein kurzes Rucken, dann Ruhe. Als sich die Türen öffneten, empfing sie Abyston kalt, salzig und funktional. Kurze Zeit später war der Konvoi auch schon in der Übergangszone zwischen Himmels & Wasserbezirk angekommen. Weiter vorne warteten bereits die Transportbarken, umgeben von den aquatischen Sicherheitskräften, die sich mit selbstverständlicher Routine vorbereiteten. Atemgeräte wurden ausgegeben, Anschlüsse geprüft. Varro nahm eines entgegen, kontrollierte es kurz, reichte ein weiteres an Korf weiter.

Als die Barken ablegten und die Oberfläche hinter ihnen zurückblieb, beobachtete Varro, wie sich das Licht der Stadt im Wasser brach und dann verschwand.
Auf den Anzeigen formten sich langsam die Umrisse der Werft – zuerst Lichter, dann Strukturen, dann die gewaltigen Produktionsarme, die in der Dunkelheit ruhten wie schlafende Maschinen.

Die Annäherung an den Andockpunkt des Hauptquartiers verlief planmäßig. Ein Zugriff ohne Hast, ohne Widerstand, getragen von Vorbereitung. Varro wusste, dass seine Rolle hier nicht im Eingreifen lag, sondern im Sehen, im Erfassen, im Weitertragen dessen, was hier geschah. Prefsbelt IV hatte Interessen – und er war hier, um sicherzustellen, dass sie nicht übersehen wurden.



Die Transportbarke setzte mit einem gedämpften, tiefen Stoß an der Andockstruktur an. Metall spannte sich, Verriegelungen griffen, ein kurzer Moment völliger Stille folgte. Danach ging es durch den Druckausgleich und Trockenraum. Das Wasser lag nun vollständig hinter ihnen, ausgesperrt durch mehrere Meter verdichteten Materials und Technik.

Major Cestus Varro nahm sein Atemgerät ab und trat einen Schritt nach vorn als sich die schleuse zum druckstabilisierten Komplex - dem Hauptquartier öffnete.

Der erste Raum war ein nüchterner, funktionaler Bereich. Glatte Wände, Bodenmarkierungen, klare Linien ca. zehn Meter Lang am Ende eine Doppelte Schleusentüre und je links und rechts davon in etwa ein Meter platz Genau jener Ort, an dem üblicherweise zur Kontrolle Wachen standen.

Jetzt stand dort niemand.

Varro ließ sich nichts anmerken, doch etwas in ihm verharrte. Die Stille war nicht die Ruhe vorbereiteter Ordnung, sondern jene Leere, die blieb, wenn etwas fehlte. Neben ihm kontrollierte Captain Korf sein Datapad ein letztes Mal, schob es an die Seite, ließ die Finger stattdessen über den Blastergriff gleiten. Auch er hatte es bemerkt. Varro legte instinktiv die Hand an den Blaster, nicht ziehend, nur bereit. Der Raum fühlte sich falsch an. Zu sauber. Zu unbewegt. Kein Funkverkehr, kein hörbares Personal jenseits der Wand.

Da öffnete sich die Tür und ein einzelner Schrei durchschnitt den Raum, roh, fanatisch, ungefiltert.

„Für die Neue Republik!“

Im selben Augenblick zündete ein Mechanismus.


Ein Blendlicht explodierte im Schleusenraum, ein greller Schlag aus weiß, Hitze und einer Druckwelle, begleitet von einem dumpfen Knall, der sich im Metall brach. Cestus riss die Augen reflexhaft zusammen, spannte den Körper, noch bevor der Verstand nachkam. Er warf sich zur Seite, nutzte die Wand rechts der Tür als Deckung – und riss Korf mit sich, hart, entschlossen, ohne Zögern.

Der Aufprall war roh, aber kontrolliert dennoch flog sein Vibrosäbel aus der Scheide.

Cestus landete halb geduckt, der Rücken an der Wand, der Blaster bereits gezogen. Licht brannte noch auf der Netzhaut und in leichtes piepsen stach in sein Trommelfell, doch er blieb handlungsfähig. Er blinzelte, presste die Augen zusammen, zwang den Fokus zurück, denn das war nicht sein erstes mal in so einer Situation.


„Verdammte Rebellenschweine“, knurrte er, mehr Feststellung als Fluch, als die ersten Blasterschüsse zu hören waren.
„Captain Korf – machen Sie sich bereit.“

Seitlich vor ihm liegend rührte sich Korf, sichtbar orientierungslos. Er hob den Kopf, blinzelte heftig.
„Ich… sehe nichts“, kam es gepresst.

Verdammt! rief Cesuts.
Major Cestus Varro packte ihn am Kragen der Uniform, zog ihn weiter in den Schutz der Wand, brachte ihn aus der direkten Linie zur Tür in Deckung, danach steckte er seinen Vibrosäbel zurück in die Scheide. Erst dann riskierte er einen Blick nach vorn.

Der Gang dahinter war lang, schnurgerade mit ein paar Einbuchtungen ausgeleuchtet von kaltem Industrie Licht. Am Ende eine T-Abzweigung. Entlang der Wände hatten sich Sicherheitskräfte in diesem Gang in Stellung gebracht – ein gutes Dutzend, vielleicht auch mehr im restlichen Teil der Anlage. Sie feuerten bereits wenn auch nicht besonders Zielgenau und Blasterschüsse rissen Funken aus Boden und Wand, zischten durch den Raum.

Cestus antwortete.
Er lehnte sich kurz vor, feuerte gezielt, kontrolliert, nicht um zu treffen, sondern um Raum zu erzwingen. Zwei Schüsse, dann wieder Deckung. Währenddessen nahm er im Quergang dahinter Bewegung war.

Menschen in Arbeitskleidung, Ingenieure, Verwaltungspersonal – Republikaner. Sie hasteten, schoben kleine Schwebeplattformen mit Kisten, Datenträgern, Komponenten. Dazwischen aquatische Truuiner, unsicher, gedrängt, gestoßen. Rufe hallten, hastig, unkoordiniert. Offensichtlich eine Evakuierung.

Varro zog den Kopf zurück, wechselte die Position, feuerte erneut, diesmal weiter in den Gang hinein, um Druck aufzubauen. Dann riss er den Blick zur Seite und rief, die Stimme hart, klar, tragfähig über den Lärm hinweg.

„Herr Vize-Gouverneur!
Die Republikaner versuchen Material und truuinische Bürger fortzuschaffen!“

Noch ein Schuss. Dann wieder Deckung.

Der Lärm schwoll an, Schritte, Rufe, das Heulen von Blastern. Varro presste sich enger an die Wand, hielt die Waffe ruhig, zwang die Atmung unter Kontrolle.

Neben ihm rang Korf noch um Orientierung, tastete sich zurück ins Gleichgewicht. Varro blieb dicht bei ihm, schirmte ihn ab, während er erneut nach vorn ging, den Gang vorsichtig im Blick, bereit, den nächsten Schritt zu tun.



[Innerer Rand | Truuine-System | Truuine | Äquator | Abyston | Wasserbezirk | Rand des Festlandsockels | Schiffswerfthauptquartier ] Matthew, Nira, Major Cestus Varro, Captain Aurelian Korf, Leibwachen, und Lokale Sicherheitstruppen(NPCs)
 
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