Umbara

In Absprache mit @Sahra Kenobi habe ich weitergemacht

Statt üblichen geschlechtsspezifischen Pronomen, werden in diesem Post experimentell geschlechtsneutrale Neopronomen verwendet. „Hen“ ist zu lesen wie „er/sie“ (Nominativ & Akkusativ). „Hens“ ist zu lesen wie „ihr/sein“ (Genitiv). „Hem“ ist Dativ. Beispiel: „Dies ist Ridley Solaris. Hen ist imperialer Gouverneur und hens Planet heißt Truuine. Legat Talzin ist hem zu Diensten.“ Von Außen spielt Ridley eine Person mit er/sein Pronomen vor, um im chauvinistischen Imperium nicht benachteiligt zu werden.
[ Expansionsregion / Ghost Nebula / Umbara-System / Umbara / Hauptstadt / Hotel "Schattenorchidee" / Verhandlungssuite ] Ridley, Wes und Aulona, sowie (NPCs) Rissa Vendon und weiteres Personal

Ridley versuchte hens erleichtertes Aufatmen zu unterdrücken, als Rat Janson mitteilte, dass auch die Republik den Bedingungen soweit zugestimmt hatte. Es war ein Erfolg, dem nun schon mehrere Stunden harter Verhandlungen zu Grunde lagen und ein Ergebnis, vor dem hen sich nicht zu verstecken brauchte. Mit diesen Zahlen konnte hen gut und gerne zur Sektorverwaltung zurückkehren und präsentieren, dass hen auch Diplomatie konnte. Ein neuer Kompetenzbereich, der hoffentlich auch nicht bei einer Entscheidung über eine etwaige Beförderung übersehen werden würde.

Auf die Vetragsunterlagen mussten sie nicht lange warten. Ein Vertreter der umbaranischen Regierung brachte sie herein, legte jedem Anwesenden eine Kopie vor und kehrte dann mit dem finalen Dokument zu Meisterin Vendon zurück. Diese setzte ihre Unterschrift, woraufhin der Vertrag zu Ridley zurückgetragen wurde. Kurz überflog hen das überschaubare Schriftstück und fügte dann, vom Unterzeichnen vieler Tausender Dokumente perfektioniert, in geschwungenen Lettern hens Namen hinzu. Ein letztes Mal wurde das Schriftstück herumgereicht und auch der Rat bekräftigte seine Zustimmung schriftlich.

Ein paar Sekunden verstrichen, in denen nur das Kratzen des Füllfederhalters den Raum erfüllte und nun gönnte Ridley sich wirklich das zuvor unterdrückte, erleichterte Aufatmen. Zum Abschluss bedankte Meisterin Vendon sich noch im Namen der Neuen Republik für konstruktive Verhandlungen und verbeugte sich leicht. Zur Antwort verbeugte sich auch Ridley, lächelte und erklärte:


„Auch ich danke herzlich. Diese Verhandlungen demonstrieren, dass unsere Seiten sich trotz aller Differenzen auch ohne Waffengeweilt einig werden können. Ich hoffe dies ist ein gutes Omen für die politische Situation.“

Wie aufs Stichwort öffnete die Tür hinter Ridley sich abrupt. Überrascht fuhr hen herum und erblickte zu hens Überraschung Botschafter Estan, der mit kontrollierten, aber schnellen Bewegungen den Raum betrat. Seinen Schattenmantel hatte er nicht angelegt, sondern trug schlicht die enganliegende, imperiale Uniform, die er auch in ihren Besprechungen zwischendurch getragen hatte. Doch noch eindrucksvoller als die unerwartete Kleidung, war die kalte Welle der Wut, in seinem Kielwasser in den Raum strömte. Sein Gesicht war eine eisige Maske der Professionalität.

„Gouverneur Solaris.“

Seine Stimme war ruhig, aber schneidend.

„Unterzeichnen sie diesen Vertrag nicht. Er wurde unter Voraussetzungen verhandelt, die sich in den letzten Minuten grundsätzlich geändert haben.“

In Richtung des umbaranischen Vertreters fügte er hinzu:

„Ich stelle hiermit den formellen Antrag, die Ratifizierung auszusetzen, bis das Imperium Zeit hatte die Situation neu zu bewerten.“

„Es tut mir leid, Botschafter.“

, antwortete der Angesprochene augenblicklich, das unterzeichnete Dokument noch immer fest in den Händen.

„Die Vereinbarung wurde bereits geschlossen, einen Rücktritt vom Vertrag müssen Wir als neutrale Partei der Fairness halber – allen Parteien gegenüber – streng ablehnen.“

„Botschafter Estan, was hat das zu bedeuten?“

, schaltete sich Ridley ein, über die Vorkommnisse höchst verirrt. Was hatte die Situation derart verändert? Vor keiner Viertelstunde waren sie sich noch einig gewesen, dass die verhandelten Parameter mehr als akzeptabel waren. Eine dunkle Ahnung machte sich in hens Geist breit. Für wenige Herzschläge stand Estan wie versteinert da, dann richtete er seinen Blick erst auf Ridley, dann auf die Jedi.

„Ich gratuliere Ihnen zu diesem perfekt eingefädelten Schachspiel, Jedi. Ihr Timing hätte besser abgestimmt nicht sein können.“

, sagte er, sein Tonfall eisig, nur wenige Grad über dem absoluten Nullpunkt.

„Sie werden von den sich in diesen Minuten entfaltenden Ereignissen sicherlich schon wissen, doch erlauben Sie mir für allgemeine Klarheit zu sorgen.“

Der Botschafter zog sein Datapad aus der Tasche, tippte für einen Moment darauf herum und ein blau Leuchtendes Hologramm baute sich in der Mitte des Tisches auf. Ridley brauchte einen Moment, erkannte dann jedoch das Gesicht des Kanzlers der Neuen Republik, Quún. Kurz verharrte das Konterfei des Mon Calamari reglos, dann begann es zu sprechen:

„-Während ich hier vor Ihnen stehe, landen unsere Soldaten bereits an den Stränden und in den Wäldern von Kashyyyk, um der Tyrannei Einhalt zu gebieten. Mein Dank gilt den mutigen Soldatinnen und Soldaten, die mit ihrem Leben für die Freiheit der Wookiees einstehen.

Ich fordere nun von diesem Senat die Unterstützung für den militärischen Einsatz zur Befreiung Kashyyyks. Nicht als Angriff – sondern als Antwort. Als Signal. Als Beginn einer neuen Ära, in der wir nicht mehr zulassen, dass Tyrannen über das Schicksal ganzer Völker entscheiden.“

Einen Moment lang verstummte das Hologramm, dann sagte eine neue Stimme:

„Herr Kanzler, die Befreiung Kashyyyks ist ein nobles Ziel. Aber sind wir bereit für die Konsequenzen? Das Imperium wird das als Kriegserklärung auffassen.“

Das Abbild des Kanzlers nickte.

„Senator, Krieg war bereits unvermeidlich, als das Imperium beschloss, unsere Bürger zu vergiften.-“

Erneut erstarrte der Kanzler und Totenstille legte sich über den Raum. Mit halb offenem Mund schaute Ridley von Botschafter Estan zu den Jedi und zurück. Sie befanden sich im Krieg. Wahrhaftig.

„Ein feiger Überfall auf Kashyyyk. Ohne Kriegserklärung. In die Wege geleitet bereits vor zwei Tagen.“

, fasste der Botschafter die ungeheuerliche Situation zusammen und bevor hen wusste, was hen tat, war auch Ridley auf den Beinen. Wie ein hungriges Tier an einer verschlossenen Tür kratzte die Dunkle Seite plötzlich an den Rändern von hens Geist und drohte hen mit der gleichen kalten Wut zu übermannen, die auch Botschafter Estan mitgebracht hatte. Tausend scharfe Verurteilungen lagen hem auf der Zunge. Der einzige Grund warum hen stumm blieb, war, dass hen sich nicht entscheiden konnte, wie hen die zur Schau gestellte Heimtücke am besten beschreiben sollte.

Wenige Herzschläge rang Ridley mit den Worten, dann besann hen sich darauf wer und wo hen war. Hastig unterdrückte hen den Impuls mit einem Peitschenhieb Machtmut. Hen war Ridley Solaris und hen verlor so leicht nicht die Beherrschung!


„Meine Herrschaften, ich bedaure diese Entwicklung zutiefst.“

, wandte hen sich nun mit ausdrucksloser, von jeder Emotion befreiter Stimme an die Jedi.

„Das Imperium hat in gutem Glauben verhandelt und das nachdem Jedikommandos Seine Majestät Darth Allegious ermordet haben. Wir haben bis zum Schluss auf eine friedliche Lösung gehofft, während der Rebellenstaat nur noch seinen Gewinn maximieren wollte, bevor der unvermeidliche Sturm losbricht. Unser Fehler war anzunehmen, dass Ehrlichkeit in den Reihen der Rebellen noch einen Stellenwert hat. Glaubt nicht, dass das Imperium vergessen wird, wie ihm in die zum Frieden ausgestreckte Hand gespuckt worden ist.“

„Wird das Galaktische Imperium den geschlossenen Vertrag einhalten?!“

, schaltete sich der Vertreter der umbaranischen Regierung aus dem Hintergrund ein. Auch in seiner Stimme schwang ein Cocktail aus Emotionen mit, in dem Ridley in erster Linie Schock und Bestürzung wirbeln sah. Mit eisigem Blick antwortete Estan:

„Wir werden den Vertrag einhalten. Der verräterische Rebellenstaat ist wohlberaten seine Geiseln rasch zu benennen.“

Eine kurze Pause, in der auch der Botschafter sich auf seine Profession zu besinnen schien. An den Regierungsvertreter gewandt sagte er:

„Ich verlange die vollständigen Aufzeichnungen dieser Verhandlungen. Sie werden zeigen, dass das Imperium in gutem Glauben verhandelt hat, während bereits Truppen auf Kashyyyk landeten. Die Zeitstempel werden dies beweisen."

[ Expansionsregion / Ghost Nebula / Umbara-System / Umbara / Hauptstadt / Hotel "Schattenorchidee" / Verhandlungssuite ] Ridley, Wes und Aulona, sowie (NPCs) Rissa Vendon, Botschafter Estan, ein Vertreter der umbaranischen Regierung und weiteres Personal
 
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