Weltraum (Neutral)

Innerer Rand | Asteroidenfeld zwischen Gyndine und Fabrin, vor der Piratenbasis | Huntress | Kommandobrücke | Captain Thade Skywalker, Brückenoffiziere (NSCs)

Während die Piratenbasis gesichert wurde, hatte die Huntress die letzte halbe Stunde damit verbracht, Störsender und andere böse Überraschungen der Piraten aufzustöbern und auszuschalten. Geholfen hatte es leider nicht dabei, Kontakt zu Commander Tovi und dem Rest der Eingreifgruppe Huntress. Thade beschloss dennoch, weiterhin ruhig zu bleiben, den Schlachtplan weiterzuverfolgen und Commander Tovi zu vertrauen, dass er seinen Teil ebenfalls zuverlässig erledigen würde. “Kommandant, die Bodentruppen melden, dass die Sicherstellung der Basis abgeschlossen wurde. Sie melden nur leichte Verluste und haben nach erster Zählung 127 Gefangene gemacht.” Der Chiss nickte die Meldung seines ersten Offiziers ab. “Sehr gut, Nummer 1. Navigation, wenden Sie die Huntress und steuern Sie uns vor den Haupthangar der Basis. Colonel Corrend, setzen Sie mit Ihren Männern zur Basis über, um die Gefangenen zu übernehmen und in unserem Zellenblock unterzubringen.” Thade rechnete zwar nicht wirklich mit weiterem Widerstand, aber nur für den Fall der Fälle konnten die überlebenden Piraten in den Zellen der Huntress weitaus weniger Schaden anrichten als bei einem Ausbruchsversuch auf der ihnen wohl bekannten Basis.

Während die Huntress ihr Wendemanöver durchführte, fällte
Thade eine weiter Entscheidung. Die Mannschaft der Huntress zählte zwar nur einige Hundert Mann, das war aber genug, um einen Anfang zu machen. “Nummer 1, koordinieren Sie sich mit dem Chefingenieur. Ein paar Technikerteams sollen übersetzen und mit einer Überprüfung der Systeme der Basis beginnen. Es ist geplant, dass diese Basis langfristig von der lokalen Verwaltung zur Sicherung der Region genutzt werden wird und wir werden dafür den Anfang legen. Sie werden das Kommando über die Basis übernehmen und eine Inventur beginnen, bis eine dauerhafte Garnison eintrifft.” Lieutenant Commander Murbau war sichtlich überrascht und bestätigte erst nach kurzer Verzögerung den Befehl. Wenn Thade ehrlich zu sich war, war er nicht hundertprozentig davon überzeugt, dass sein erster Offizier der Aufgabe gewachsen war, allerdings musste er eben mit dem Personal arbeiten, das ihm zur Verfügung stand und hielt sich nicht lange mit Wunschträumen auf. Lieutenant Commander Murbau würde diese Aufgabe übernehmen und er würde sie bewältigen. Und wenn nicht, würde er die Konsequenzen für sein Scheitern tragen.

Innerer Rand | Asteroidenfeld zwischen Gyndine und Fabrin, vor der Piratenbasis | Huntress | Kommandobrücke | Captain Thade Skywalker, Brückenoffiziere (NSCs)

Huntress, Arquitens 546: Hülle: 95 % Schilde: 78% Geschütze: voll einsatzbereit Raketenmagazine: 30/30 je Werfer, Jägereskorte: 9/12 TIE/in ; 9/9 Xg-1 Sternenflügler ; 3/3 Scimitar Jagdbomber
Hawke, Arquitens 546: Hülle: 100 % Schilde: 100 % Geschütze: voll einsatzbereit Raketenmagazine: 30/30 je Werfer, Jägereskorte: 12/12 TIE/in ; 9/9 Xg-1 Sternenflügler ; 3/3 Scimitar Jagdbomber
Pursuer, Arquitens 546: Hülle: 100 % Schilde: 100 % Geschütze: voll einsatzbereit Raketenmagazine: 30/30 je Werfer, Jägereskorte: 12/12 TIE/in ; 9/9 Xg-1 Sternenflügler ; 3/3 Scimitar Jagdbomber
 
Kommend von Truuine

[ Innerer Rand / Cicarpous-Sektor / Asteroidenfeld zwischen Gyndine und Fabrin, vor der Piratenbasis / MAR Reconquista Yevetha / Deck 1 / Brücke ] Baran, sowie Brücken-NPCs

Über den Rand seines Cafbechers hinweg verfolgte Baran das Schlachtgeschehen. Die Piraten hatten sich als zäher erwiesen als erwartet, doch war zäh ein relativer Begriff. Sämtliche seiner anwesenden Brückenoffiziere hatten die Koornacht-Kampagne unter seinem Kommando mitgemacht und waren nun entsprechend tiefenentspannt. Alles mit der Ruhe und eins nach dem anderen. So kam man am schnellsten ans Ziel.

„Ensign Ryun, haben wir inzwischen Funkkontakt?“, fragte Baran in Richtung seines Kommuniationsoffiziers, der jedoch den Kopf schüttelte.

„Negativ, Sir. Das Störfeld ist dezentralisiert und äußerst hartnäckig.“

Baran brummte. Die feindliche Station hatten die Huntress und Reconquista inzwischen gründlich von äußerer Verteidigung befreit und die Enterkommandos Captain Skywalkers waren auch schon ein paar Minuten in ihrem Inneren verschwunden. Wenn die Kommunikation noch immer nicht wiederhergestellt war, dann würde sie es vermutlich auch bis zum Ende des Kampfes nicht werden.

Nachdenklich schaute Baran von der Piratenstation zur Huntress und zurück. Wenn er das richtig sah, dann war diese Situation unter Kontrolle. Ob es Commander Tovi mit seiner Fides ähnlich ging, konnte er nicht sagen, doch bereitete ihm die Funkstille Sorgen. Hatte Captain Skywalker einen besseren Überblick?

Welche Mittel hatte er selbst noch nicht ausgeschöpft, um seinen Nutzen nicht durch Untätigkeit zu verlieren?


„Captain Troth soll mit der Hälfte seiner Staffel losfliegen und den Status der Fides erkunden“, befahl er schließlich. Er konnte nicht sehen, wie der Befehl befolgt wurde, doch meldete eine Anzeige auf dem taktischen Bildschirm die Abreise der Jäger.

Minuten verstrichen, während sein Schiff geduldig auf seiner Position verharrte und der Huntress half, den Bereich um die Station zu säubern. Dann meldete eine frische Anzeige die Rückkehr Captain Troths und Baran bedeutete Ensign Fouke, den Mann durchzustellen.


„Bericht“, wies Baran den Kommandanten seiner Sternenjäger an, dessen Stimme einen Moment später über das Brückencom schallte:
„Die Fides befindet sich noch immer in Kampfhandlungen in den Ausläufern des Asteroidenfeldes. Wie es scheint, handelt es sich dabei um eine modifizierte NBF, Sir.“

Baran nickte und zwirbelte seinen dünnen Kinnzopf. Bei einem Kampf von Nebulon B gegen eine Gladiator-Klasse würde er sein Geld auf die Gladiator setzen. Dennoch war das Matchup unangenehm fair und dabei waren etwaige Modifikationen noch nicht eingerechnet.

„Wie ist der Stand des Kampfes?“

„Schwer zu sagen. Visuell gibt es keine eindeutige Schlagseite in die eine oder andere Richtung.“

„Verstehe“, brummte Baran. „Captain Troth, ich will, dass Sie sich wieder auf den Weg machen. Schließen Sie zum Brückenfenster der Huntress auf und erstatten Sie über Lichtzeichen Bericht. Dann erbitten Sie Erlaubnis für das Folgende: Ich will abdrehen und der Fides aushelfen. Beeilen Sie sich, ich will unseren Commander Tovi nicht zu lange warten lassen.“

Erneut leuchteten die Anzeigen, doch diesmal tauchte einer der losgeschickten TIE/ins im Sichtbereich von Barans Brücke auf. Kurz darauf erhellte sich die Pilotenkanzel und signalisierte Bestätigung. Es schien, als habe Captain Troth eine wortwörtliche Befehlskette, bestehend aus seinen Staffelmitgliedern gebildet, um die gewünschten Informationen schneller übertragen zu können. Baran lächelte dünn und nahm den letzten Schluck aus seinem Cafbecher.

„Ensign Rifai, Sie haben’s gesehen. Kurs auf die Fides und zwar hurtig! Berechnen Sie eine Route mit der wir der NBF in die Flanke fallen, oder sie dazu zwingen, der Fides ihre Flanke zu offenbaren. Auf weitere Kampfhandlungen vorbereiten. Los jetzt.“

Mit einem Mal war der Weltraum vor dem Sichtfenster der Reconquista wieder in Bewegung. Das Schiff flog los, schlug einen Bogen und rauschte im nächsten Moment wieder den Korridor zurück, durch das Asteroidenfeld.

„Ziehen Sie Energie von unseren Heckschilden ab, volle Kraft auf unsere beiden schweren Frontkanonen. Fokusfeuer auf ihr Mittelsegment!“


[ Innerer Rand / Cicarpous-Sektor / Asteroidenfeld zwischen Gyndine und Fabrin / MAR Reconquista Yevetha / Deck 1 / Brücke ] Baran, sowie Brücken-NPCs

MAR "Reconquista Yevetha"
Kommando: Baran Gargatosh

[MAR] „Reconquista Yevetha“ [Schilde: 86% | Hülle: 100%]
[Ziel: NBF "Besh" | Schäden: - | Zusätzliches: -]
Truppenmoral: Beständig

Staffel "3-1-ResWid" TIE/in [12/12 Maschinen] [Gestartet, Auftrag: Manuelle Kommunikation]
 
[Innerer Rand / Weltraum (neutral) / Asteroidenfeld zwischen Gyndine und Fabrin / GSD 'Fides' / Brücke] - mit Commander Dur Tovi, Brückenkrew und anderen NSCs

Der GSD 'Fides' veränderte leicht seinen Winkel. Ein Asteroid, der potentiell in den Haupthangarbereich eingeschlagen wäre, wurde von den Turbolasern und einem Protonentorpedo unschädlich gemacht. Kleiner Trümmerteile prallten von der Hülle des Schlachtschiffes ab, zerdellten es aber auch hier und dort.
Commander Tovi hatte soeben diese Korrektur ihrer Positionierung befohlen. Dadurch wurde der Ausgang aus dem Asteroidenfeld etwas mehr freigegeben. Wenn die NBF eine gute Navigationskrew hatte, könnte sie es dadurch schaffen. Und das war genau der Plan des Commanders. Denn so sehr Hoffnung ein Motivator und Antreiber war - sie machte doch auch blind. Wären die Piraten verzweifelt oder hoffnungsvoll genug, durch diese Lücke entkommen zu wollen, müssten sie der bewaffneten Flanke der 'Fides' ihren doch so verletzlichen Mittelrumpf präsentieren.

Aber noch setzte sich das gegnerische Schiff nicht in Bewegung.

"Männer, können wir diese Mistkerle mit unseren Turbolasern noch etwas mehr unter Druck setzen?", fragte Tovi in Richtung der Waffenstation
"Negativ, Sir. Es sei denn, wir könnten noch mehr Energie für die Schilde bekommen", erfolgte die rasche Antwort. Der Kuati murmelte einen leisen Fluch vor sich hin. Er konnte nicht noch mehr Energie in die Waffen umleiten. Schließlich mussten sie ihre Schilde fortwährend aufrecht erhalten, um einerseits das Dauerfeuer der Piraten aushalten zu können und andererseits die kleineren Asteroidenbrocken und -splitter abwehren zu können.
Er ging zwei entschlossene Schritte näher zu dem Brückenfenster hin und starrte auf den Feind.
Konnte es wirklich sein, dass eine eigentlich veraltete NBF so viel Beschuss und Asteroiden aushalten konnte? Nein, das war für Standardmodelle dieses Schifftyps nicht möglich. Die Piraten mussten die Schilde enorm aufgerüstet haben. So langsam ging es dem Commander auf den Zeiger, dass diese ungewisse Pattsituation sich so in die Länge zog.

Dann drehte
Tovi sich um und ging wieder zur Sensorstation. "Wie steht es um die feindlichen Jäger?"
Die Blicke des Schiffskommandanten und des entsprechenden Unteroffiziers glitten beide professionell-angespannt über die Anzeige. Der Stationsoffizier sprach etwas früher aus, was der Kommandant gleichzeitig erkannte: "Sir, es sind nur noch vereinzelte Feind-Jäger da. Die meisten wurden inzwischen zerstört, oder sind geflohen."
Tovi nickte leicht. Er mochte den Befehl nicht, der sich aus seinen Gedanken hochschlich. Eine vom Kampf schon ausgelaugte Truppe noch aufzuteilen und dabei wieder für Gegner attraktiver zu machen, war nicht die Art von Gefechtsführung, die er als Kommandant bevorzugte. Aber manchmal zwang einen das Gefecht dazu.

Der Commander öffnete die Verbindung zu den Jägern der 'Fides' sowie den Bombern der 'Huntress':
"Hille, schick die Hälfte deiner Staffel als Eskorte für Sternflügler. Sternflügler attackiert mit eurer explosiven Ladung den Mittelsteg der Fregatte. Macht ihr richtig Feuer unter dem Arsch!"
Tovi konnte nur durch die Rückmeldungen der Piloten wissen, dass sein Befehl umgesetzt wurde - denn dann drehte er sich von der Sensoranzeige schon wieder um und ging wieder mittig auf die Position, aus der er alle Stationen und das zentrale Brückenfenster perfekt im Überblick hatte.
Und was er sah, und kurz darauf gemeldet bekam, gefiel ihm gar nicht.

"Die laden wieder einen Asteroiden nach!"
Und was für ein großes Exemplar. "Konzentriert das Feuer auf diesen Brocken! Ich will nicht, dass der Kontakt mit uns aufnimmt", befahl der Commander und merkte, wie sein Herzschlag sich beschleunigte. "Und nutzt dazu auch unsere Torpedos."
Das konnte in diesem Umfeld den unangenehmen Nebeneffekt haben, dass Brocken oder andere Asteroiden auf die 'Fides' geschleudert werden würden - aber diese Einschläge zu überstehen, war wahrscheinlicher als die direkte Kollision mit diesem Brocken.
"Und wenn die Torpedos raus sind, dreht die 'Fides' um vier Grad. Unsere Flanken können mehr einstecken als unser Hangar und der Brückenaufbau. Bomber, erledigt eure Aufgabe."

Befehle wurden hastig eingetippt, während die Lasersalven auf den Asteroiden zuflogen, welcher schon fast zentral vor der Fregatte und damit in feuerbereit war. Es gab das etwas tiefere Summen, das das Abfeuern der Protonentorpedos begleitete. Es folgten Einschläge und die Positionskorrektur von Tovis Schiff.
Als sich das Sichtfeld etwas geklärt hatte, sah er, dass sein Befehl den Schaden wirklich abwenden hatte können; der Asteroid war zertrümmert und nur die wenigsten Teile trafen auf die Hülle oder Schilde des GSDs. Dafür ging das gegenseitige Beharken mit Lasern wieder von vorne los. Aber
Tovi war sich sicher, dass die NBF sich etwas weiter nach vorne bewegt hatte. Sie wollte fliehen.
"Richtet uns wieder so aus, dass wir maximale Breitseite geben können", befahl er deswegen. Hoffentlich würde sein Plan bald greifen...

Und tatsächlich! Wenig später schoss die NBF nach vorne und wollte aus dem Asteroidenfeld heraus. Doch dieser kleine Triumph wollte
Tovi nicht schmecken. Denn er sah hinter der Fregatte die Marauder Corvette von Gargatosh. Und er war Realist genug, um zu wissen, dass seine Falle nicht durch seine Taktik mit den angreifenden Bombern ausgelöst wurde, sondern durch die Unterstützung des Nicht-Menschen. Das war für das unsichere strategische Ego des Commanders ein Dämpfer.
Aber sich ärgern und neiden konnte er nach der Schlacht immer noch. Stattdessen gab er das Commando, welches er in seinem Kopf schon vor Minuten vorbereitet hatte:

"Alle Energie aus unserem Antrieb und den Navigationsdüsen in unsere Waffensysteme umleiten. Und volle Breitseite auf den Mittelsteg! Feuer!"

Zeitgleich preschte die Piratenfregatte an dem GSD vorbei - ebenfalls feuernd - und eröffnete die 'Fides' ihr Turbolaserfeuer gezielt auf die Schwachstelle der Nebulon-B. Und tatsächlich: Kurz darauf war dieser Beschuss selbst für die modifizierten Schilde des Feindes zuviel. In einer großen und bunten Explosion brach die Fregatte auseinander.
"Yes!", Tovi ballte seine Faust vor Freude und Siegesgefühl, welches sich jetzt doch einstellte, und stieß sie kurz in die Luft. Aber als er merkte, dass das Feuern seines Schiffes nachließ, packte ihn nochmal der altbekannte kalte Zorn. "Feuer halten", befahl er streng und ließ es erst einstellen, als sowohl der Kopf als auch das Heckteil der Fregatte ebenfalls zersprengt waren.
Dies verschaffte ihm oberflächliche Befriedigung.

"Commander, was sollen wir mit den Rettungskapseln der Piraten machen? Es haben sich in den letzten Sekunden einige von der Fregatte entfernt."
Tovi zwang sich, ruhig zu atmen. Er war kein Warlord, sondern Offizier des Galaktischen Imperiums. Und so befahl er: "Sammelt die Rettungskapseln auf, die nicht weit genug gekommen sind und nehmt die Insassen gefangen. Aber allen Piraten, die wir noch in kampffähigen Gefährten finden, werden wir keine Gnade gewähren."

Die Schlacht war vorbei. Sie hatten gesiegt. Und da Gargatosh zu ihnen gestoßen war, vermutete Tovi, dass auch im Inneren des Asteroidenfeldes bei der Hauptbasis der Piraten alles nach Plan gelaufen war. Und bei eben jenem Lieutenant-Commander würde er sich noch bedanken - aber erst, wenn auch die letzten Geplänkel geklärt wären.

Einsatzstatus der 'Fides':

Schilde: 37%
Hülle: 79%
Geschütze: 89%
Protonentorpedowerfer: Front 11/20, Heck 20/20
Jägereskorte: Staffel 1 11/12 TIE/ln, Staffel 2 10/12 TIE/ln, Staffel 3 11/12 TIE/ln, Staffel 4 11/12 TIE/ln
Truppenmoral: Hoch


[Innerer Rand / Weltraum (neutral) / Asteroidenfeld zwischen Gyndine und Fabrin / GSD 'Fides' / Brücke] - mit Commander Dur Tovi, Brückenkrew und anderen NSCs

 
~ Weltraum ~ Eulysia ~ irgendwo zwischen den Sternen ~ allein ~


Der Mond hatte keinen Namen. Zumindest keinen, den Steven sich gemerkt hatte.

Irgendwo in den offiziellen Berichten der Neuen Republik würde zweifellos eine korrekte astronomische und Bezeichnung stehen, vermutlich bestehend aus dem Namen des Planeten, einer Zahl und einem Buchstaben. Steven hatte sie während der vergangenen sechs Tage sicherlich mehrmals gelesen. Trotzdem war ihm lediglich im Gedächtnis geblieben, dass der Mond grau war, über eine dünne Atmosphäre verfügte und knapp vier Millionen Einwohner beherbergte, von denen ein erstaunlich großer Teil offenbar davon lebte, eine bläulich schimmernde Algenart zu züchten. Vielleicht hatte der Mond auch irgendeinen zivilen Namen, der für seine Bewohner von großer Bedeutung war. Für Steven war er es nicht, denn diese Mission war weder von großer Wichtigkeit für das Schicksal der Galaxie noch für ihn persönlich. Selbstverständlich hatte er den Auftrag, den er direkt vom Orden erhalten hat, mit großer Gewissenhaftigkeit ausgeführt und auch die Bevölkerung war dankbar über die Hilfe der Jedi, doch irgendetwas fehlte ihm. Er hatte den Bewohnern geholfen, war selbstlos in seinen Handlungen, war bescheiden und bedacht vorgegangen, hatte etwas Gutes getan und doch..

Der Baron blickte aus dem Fenster seiner Suite und konnte gerade noch das bläuliche Schimmern der Algen vor dem dunklen Nichts des Alls erkennen. Und diese Algen hatten dort unten beinahe einen bewaffneten Konflikt ausgelöst. Der adlige Jedi-Ritter seufzte. Sechs Tage.

Sechs Tage hatte er gebraucht, um zwei örtliche Verwaltungsbezirke davon zu überzeugen, dass es keine besonders kluge Idee war, wegen der Nutzungsrechte an drei unterirdischen Wasserreservoirs aufeinander zu schießen. Dabei war die Angelegenheit ursprünglich nicht einmal als Krise eingestuft worden. Eine diplomatische Hilfsmission, hatte es geheißen. Ein örtlicher Streit, für den ein Vertreter der Jedi aufgrund seiner Neutralität hilfreich sein könnte. Natürlich. Am zweiten Tag hatte jemand einen Sprengsatz unter dem Gleiter des stellvertretenden Verwaltungspräfekten gefunden. Am dritten waren neu-republikanische Vermittler beschuldigt worden, die Gegenseite zu bevorzugen. Am vierten hatte Steven beinahe fünf Stunden in einem fensterlosen Konferenzraum verbracht und zwei Männern dabei zugehört, wie sie darüber stritten, wem ein Wasserrohr gehörte, das seit einhundertachtundzwanzig Jahren und zwölf Wochen nicht mehr benutzt wurde. Danach hatte er ernsthaft darüber nachgedacht, den Sprengsatz als den angenehmeren Teil seiner Mission einzustufen. Immerhin war niemand gestorben. Das war die Hauptsache.

Steven ließ den Kopf gegen die Lehne seines Sessels sinken und schloss für einen Augenblick die Augen. Seine rechte Hand lag locker auf der Armlehne, daneben, im Getränkehalter, ein Glas mit edlem cirresischen Wein. Das langgezogene Leuchten der Sterne, während die Yacht durch in Hyperraum glitt erleuchtete kurz seine Suite. Hinter der geschlossenen Tür seines privaten Bereichs bekam er vom eigentlichen Schiffsbetrieb wenig mit. Pilot und Co-Pilot befanden sich im Cockpit, während die beiden übrigen Besatzungsmitglieder irgendwo zwischen Kommunikationsstation, Maschinenraum und den übrigen Bereichen des Schiffes ihren Aufgaben nachgingen. Nur das gelegentliche melodische Pfeifen eines der R2-Droiden drang durch den Korridor. Fast schon meditativ säuselte die Hintergrundmusik aus den Lautsprechern der Suite. Er hätte es ausschalten können, doch hier war gerade sowieso nichts los.

Und nun blieb ihm nur noch Zeit zum Nachdenken. Das war wesentlich gefährlicher. als die sechs Tage auf dem Algen-Mond.
Tenia. Ihr Name war sofort da. Steven öffnete wieder die Augen.

Die Hinreise und die Mission. Es waren einige Wochen vergangen, seit Ketaris.
Seit Ketaris hatte er nichts mehr von ihr gehört. Keine Nachricht. Kein Hologespräch. Nicht einmal irgendeine belanglose dienstliche Mitteilung, die ihm einen halbwegs vernünftigen Grund gegeben hätte, ihren Namen auf seinem Kommunikator aufzurufen. Steven hatte ihr ebenfalls nicht geschrieben. Anfangs hatte es dafür sogar gute Gründe gegeben. Seine Mission hatte ihn kurzfristig fortgerufen, danach waren andere Verpflichtungen gefolgt und
Tenia hatte zweifellos ihre eigenen Aufgaben gehabt, Brasso zum Beispiel. Aus einigen Tagen waren einige Wochen geworden. Jedi waren vielbeschöftigt. Doch.. Irgendwann hatte Steven aufgehört, die verstreichende Zeit mit Pflichten zu erklären.

Er hätte sich melden können. Das war die unangenehme Wahrheit.

Mehr als einmal hatte er ihren Kontakt aufgerufen. Manchmal nach den stundenlangen Sitzungen auf dieser Mission während der Mittagspause, manchmal spät am Abend, wenn es plötzlich keinen Bericht mehr zu lesen und niemanden mehr zu überzeugen gab. Einmal hatte er sogar eine Nachricht angefangen. Drei Sätze. Den ersten hatte er zweimal umgeschrieben, den zweiten für vollkommen belanglos befunden und beim dritten festgestellt, dass er überhaupt nicht wusste, worauf er eigentlich hinauswollte. Den Abschiedsgruß (oder war es viel mehr ein Wiedersehensversprechen) hatte er geschrieben.

Danach hatte er alles gelöscht. Steven verzog den Mund.


„Lächerlich.“

Die Eulysia widersprach ihm nicht. Das Schiff besaß in dieser Hinsicht eine bemerkenswerte Qualität.

Er erhob sich aus dem Sessel und ging einige Schritte durch die Suite. Die Yacht war für ein Schiff ihrer Größe großzügig gebaut worden, ohne dabei den Charakter einer fliegenden Residenz anzunehmen. Sein Vater hätte vermutlich genau diesen Ausdruck verwendet. Angemessen für den Erben von Cirrus. Repräsentativ, aber nicht protzig. Edle Hölzer, helle Verkleidungen und jene kleinen goldenen Verzierungen, auf die offenbar kein cirresischer Schiffsbauer verzichten konnte, sobald ein Mitglied des Hochadels den Auftrag erteilte. Steven mochte das Schiff.


„Verzeiht, Baron Crant?“

Steven zuckte zusammen. Er drehte den Kopf. In der geöffneten Tür zum Salon stand der Protokolldroide der Eulysia. Seine metallenen Hände lagen ordentlich vor dem Körper, der Kopf leicht zur Seite geneigt. Steven sah ihn einige Sekunden an. Der Droide blieb stehen. Steven hob eine Augenbraue.

„Ist etwas?" Steven klang genervter als er eigentlich wollte. Der Droide tat ihm fast schon für einen kurzen Moment leid.

„In der Tat. Ich sollte Euch darüber informieren, dass der Flug weiterhin planmäßig verläuft. Der Pilot erwartet den Austritt aus dem Hyperraum in ungefähr siebenundvierzig Minuten.“

„Danke.“

„Sehr gerne.“

Der Droide bewegte sich noch immer nicht. Steven wartete. Der Droide ebenfalls.

„Uuuund?“

„Ich habe außerdem die vom herzoglichen Hof übermittelten Änderungen an den Schiffsprotokollen erhalten.“

Natürlich. Steven schloss für einen kurzen Augenblick die Augen und atmete tief ein.

„Die Umbenennung.“

„Korrekt. Die Eulysia wird mit Wirkung der nächsten offiziellen Registrierung den Namen Stern von Cirrus tragen.“

Der Droide sprach den neuen Namen mit einer Feierlichkeit aus, als hätte er gerade die Krönung eines neuen Monarchen verkündet. Steven blickte ihn skeptisch an. Nun tat er ihm nicht mehr leid. Gar nicht. Provokant blickte der Baron den Blechmann an.

„Gefällt dir der Name?“

„Meine persönliche Einschätzung ist in dieser Angelegenheit nicht von Bedeutung, Sir.“

„Das habe ich auch nicht gefragt.“

Eine kurze Pause entstand.

„Der Name Stern von Cirrus weist eine deutlich erkennbare Verbindung zum Herzogtum Cirrus und dessen Herrscherhaus auf. Unter repräsentativen Gesichtspunkten erscheint mir die Änderung daher außerordentlich zweckmäßig. Die Umbenennung erfolgt unter den Gesichtspunkten einer..“

Steven nickte langsam und verzog die Lippen.

„Natürlich gefällt er dir.“

„Sir, ich habe nicht gesagt, dass..“

„Danke. Das war alles“

Der Droide verstummte. Steven deutete zur Tür.

„Selbstverständlich, Baron Crant.“

Mit einer kleinen steifen Verbeugung verließ der Protokolldroide den Salon. Die Tür glitt hinter ihm zu. Steven wartete zwei Sekunden.

„Stern von Cirrus.“

Er ließ den Namen im Raum stehen. Nein. Beim dritten Mal wurde er auch nicht besser. Das Grübeln brachte ihn nicht weiter, im Gegenteil, es brachte einen neuen und ungewohnten Namen für sein Schiff.

Steven erhob sich und trat wieder vor das Sichtfenster. Sein schwaches Spiegelbild blickte ihm entgegen, dahinter zog der Hyperraum vorbei. Der Grund für den neuen Namen war nachvollziehbar. Seit seiner Ernennung zum Baron und offiziellen Erben des Herzogtums war die Yacht längst nicht mehr nur Stevens privates Schiff. In den vergangenen Jahren hatte er sie bei diplomatischen Reisen, offiziellen Empfängen und republikanischen Missionen genutzt. Bilder der Eulysia waren in den Nachrichten erschienen, auf Cirrus ebenso wie außerhalb des Herzogtums. Irgendein Mitglied des Hofstabes hatte daraufhin festgestellt, dass kaum jemand das Schiff mit Cirrus verband. Offenbar war das ein Problem, jetzt mehr denn je. Sein Vater hatte nun daraus eine Frage der Repräsentation gemacht. Wenn der zukünftige Herzog mit einem Schiff durch die Galaxis reiste, sollte jeder bereits am Namen erkennen, wen es repräsentierte. Gerade jetzt, wo die politische Lage instabiler wurde, sollte das Haus Crant sichtbar sein. Cirrus sollte sichtbar sein. Und der vom Herzog verhasst Jedi-Orden würde in diesem Zusammenhang auch eine kleine Abreibung erhalten: Ein adliger Jedi, der als Erbe eines Planeten mit einem offiziellen Schiff zu Missionen der Jedi und der Neuen Republik reist.

Die Umbenennung war ohnehin nur ein Symptom für etwas Größeres.
Seit der Imperator ausgeschaltet worden war, hatte sich für einen kurzen Moment etwas angefühlt, als könnte die Galaxis tatsächlich ruhiger werden. Ein ausgesprochen kurzer Moment.

Das Imperium war nicht zusammengebrochen. Es hatte lediglich einen neuen und schöneren Kopf bekommen. Eine Imperatorin.

Steven kannte die Berichte, die Nachrichten und das Flüstern bereits. Er kannte auch die Einschätzungen republikanischer Diplomaten und die deutlich weniger zurückhaltenden Analysen, die sein Vater ihm aus Cirrus hatte zukommen lassen. Ein Wechsel an der Spitze eines Imperiums bedeutete nicht automatisch Frieden. Im Gegenteil. Eine neue Herrscherin musste ihre Stellung festigen, Loyalitäten sichern und all jenen beweisen, die an ihrer Stärke zweifelten, dass dieser Zweifel unangebracht war. Cirrus lag an der Grenze zum Imperium und das kleine Herzogtum war bisher stolz auf seine Neutralität. Die Republik und das Imperium hingegen nicht. Jede Seite beobachtete nun jede Bewegung. Aufrüstung, Grenzzwischenfälle und Provokationen, Diplomatische Vertreter, die in öffentlichen Erklärungen Frieden beschworen und hinter verschlossenen Türen bereits darüber diskutierten, welche Systeme im Kriegsfall zuerst fallen würden.

Steven mochte Diplomatie. Aber er war nicht naiv genug, um jedes diplomatische Wort für bare Münze zu nehmen. Der Krieg würde kommen. Vielleicht nicht morgen. Vielleicht nicht einmal in einigen Monaten. Doch Neue Republik und Imperium standen einander gegenüber wie zwei Männer, die behaupteten, keinen Streit zu wollen, während beide bereits eine Hand am Blaster hielten. Dazwishcen standen die neutralen Systeme. Irgendwann würde einer ziehen.

Steven atmete langsam aus.

Und ausgerechnet jetzt dachte er wieder an
Tenia. Eigentlich war das falsch formuliert. Er dachte nicht wieder an sie. Dafür hätte er irgendwann damit aufhören müssen. Sie war nie vollkommen aus seinen Gedanken verschwunden. Manchmal wochenlang nur als etwas Fernes, das irgendwo am Rand seines Bewusstseins lag. Dann genügte eine Nullianerin in einer Menschenmenge. Eine Bemerkung über Ketaris, Thyferra oder einen anderen Ort den sie zusammen besuchten. Ein bestimmter Tonfall. Oder jemand sprach über Dinge, die komplizierter waren, als sie eigentlich sein sollten. Dann war sie wieder präsent. Nicht Tenia selbst. Nur diese Gefühle. Und Steven wusste nicht einmal, ob das umgekehrt genauso war.

Was auch immer dieses sie und er inzwischen überhaupt bedeutete. Das war eine Frage, die er erfolgreich vermieden hatte. Auf Ketaris hatte er beinahe etwas ausgesprochen, das sich nicht wieder hätte zurücknehmen lassen. Er erinnerte sich noch gut daran, wie nahe
Tenia ihm gestanden hatte. An ihren Blick. An die wenigen Zentimeter zwischen ihnen und an den vollkommen absurden Gedanken, dass drei Worte schwieriger auszusprechen waren als jede Rede, die er jemals vor einem Senatsausschuss gehalten hatte. Er hatte nicht gesagt. Rückblickend hatte er vermutlich nicht einmal etwas von großer Bedeutung gesagt. Der Baron konnte vor großen Menschenmengen reden, sich in diplomatische Wortgefecht schmeißen, mit Sith debattieren und die Klingen kreuzen. Doch diese eine Nullianerin brachte ihn gleichzeitig aus dem Gleichgewicht und gleichzeitig gab sie ihm einen der wenigen sicheren Häfen in dieser turbulenten Galaxis.

Er hatte ihr gesagt, dass er hoffte, sie bald wiederzusehen. Steven verzog leicht das Gesicht.
Bald. Ein bemerkenswert dehnbares Wort doch damals hatte er es ernst gemeint. Vielleicht machte genau das die Sache heute schlimmer. Er hatte
Tenia nicht belogen und ihr nichts versprochen, das er nicht halten konnte. Trotzdem war er gegangen und danach hatte keiner von ihnen den ersten Schritt gemacht.

Tenia hatte ihm von Jafan erzählt. Davon, wie sie als junges Mädchen geglaubt hatte, einen Mann durch Nähe zum Bleiben bewegen zu können. Davon, dass dieser Mann ihr versprochen hatte zu bleiben und am nächsten Morgen verschwunden war. Und Steven? Steven war wenige Stunden später ebenfalls verschwunden. Wegen eines Befehls, gewiss. Aber verschwunden war verschwunden. Vielleicht war genau das der Grund gewesen, weshalb er ihr kein Versprechen gegeben hatte. Keine großen Worte. Kein warte auf mich. Kein wenn ich zurück bin. Er hatte nicht gewusst, wann er zurückkehren würde und was seine Mission mit sich brachte. Also hatte er ihr nur gesagt, was wahr gewesen war.

Dass er hoffte, sie bald wiederzusehen.

Danach war Stille gekommen. Keine dramatische Entscheidung. Kein Streit. Keiner von ihnen hatte dem anderen erklärt, dass es besser wäre, getrennte Wege zu gehen. Es war einfach nichts passiert. Und vielleicht machte gerade das Steven inzwischen so unruhig. Bei einem Streit wusste man wenigstens, woran man war. Stille ließ zu viel Raum für Vermutungen. Vielleicht hatte die Nullianerin Abstand gewollt. Vielleicht hatte sie nach Ketaris festgestellt, dass der Kuss auf ihre Stirn für Steven mehr bedeutet hatte als für sie. Vielleicht wartete sie darauf, dass er sich meldete. Vielleicht wartete sie überhaupt nicht?

Wieder kam ihm diese Ironie der Macht in den Sinn: Er konnte diplomatische Verhandlungen zwischen Wesen führen, die einander wenige Tage zuvor noch hatten erschießen wollen. Aber eine Nachricht an
Tenia Lumiran zu schreiben erschien ihm plötzlich unangemessen kompliziert. Nahezu unmöglich. Ein leiser Signalton erklang aus dem in die Wand eingelassenen Kommunikationsterminal. Fast gleichzeitig leuchtete eine kleine Anzeige auf.

„Baron Crant?“

Die Stimme eines seiner Besatzungsmitglieder erklang über die interne Kommunikation. Steven wandte sich halb vom Fenster ab.

„Ja?“

„Wir empfangen bereits erste Datenpakete über das nächste Relais. Nichts mit Dringlichkeitskennzeichnung. Eure Rückkehrmeldung können wir unmittelbar nach Verlassen des Hyperraums übertragen.“

„Tut das.“

„Verstanden.“

Die Verbindung endete. Keine Dringlichkeitskennzeichnung. Steven wusste nicht, wann ihn zwei derart bürokratische Worte zuletzt so zufrieden gemacht hatten. Vielleicht hatte er Glück. Vielleicht würde er einige Tage frei haben. Seine Hand wanderte fast automatisch zum Kommunikator.
Tenias Kontakt war auch hier gespeichert. Steven betrachtete ihren Namen. Er wusste nicht einmal, wann er ihn zuletzt geöffnet hatte. Ein Teil von ihm fragte sich, ob es nach all der Zeit nicht seltsam wäre, einfach eine Verbindung aufzubauen. Als hätte es die vergangenen Wochen nicht gegeben. Als könnte er dort weitermachen, wo er auf Ketaris aufgehört hatte. Das konnte er nicht. Oder doch?

Sein Finger schwebte über dem Kontaktfeld. Dann hielt er inne. Was wollte er eigentlich sagen?

Hallo Ini, ich bin wieder da. Wir haben seit Wochen kein Wort miteinander gewechselt, aber ich denke noch immer viel zu oft an dich. Meine Yacht bekommt einen schrecklichen Namen und möglicherweise bricht demnächst wieder ein galaxisweiter Krieg aus. Hast du Zeit für ein Date?​

Steven musste gegen seinen Willen schmunzeln. Nein. Ganz sicher nicht. Ein dumpfes metallisches Geräusch erklang irgendwo im angrenzenden Korridor. Unmittelbar darauf folgte eine empörte Folge elektronischer Laute. Steven sah zur Tür. Das musste der R2 mit dem beschädigten Lautsprecher sein.


„Sehe ich genauso.“ ergänzte der Baron salopp

Ein weiterer elektronischer Laut folgte. Dann rollte der Droide weiter. Steven blickte wieder auf
Tenias Namen. Diesmal steckte er den Kommunikator nicht sofort weg. Vielleicht war genau das sein Problem gewesen. Er hatte auf den richtigen Zeitpunkt gewartet. Auf einen guten Grund. Auf irgendeinen äußeren Anlass, der ihm die Entscheidung abnahm. Den gab es nicht. Wenn er die Nullianerin wiedersehen wollte, musste irgendwann einer von ihnen die Stille brechen.

Steven deaktivierte das Display. Noch nicht. Aber diesmal bedeutete das nicht irgendwann.
Wenn die Eulysia den Hyperraum verlassen hatte. Wenn seine Mission offiziell beendet war. Wenn er wusste, ob der Orden ihn nicht unmittelbar wieder an irgendeinen anderen Rand der Galaxis schicken wollte. Dann würde er ihr schreiben. Nicht wegen eines Berichts. Nicht wegen irgendeiner Jedi-Angelegenheit. Und vor allem nicht unter einem Vorwand. Einfach, weil er sie wiedersehen wollte und weil er an sie dachte.

Der Gedanke fühlte sich überraschend ungewohnt an und beunruhigend ehrlich. Steven blieb noch einen Moment am Fenster stehen, ehe er sich schließlich vom Hyperraum abwandte. Hinter der Tür hörte er erneut Schritte. Irgendwo arbeitete einer der Droiden an etwas, und weit vorne im Schiff würden Pilot und Co-Pilot vermutlich bereits den bevorstehenden Austritt vorbereiten. Er fühlte in die Macht hinaus und konnte das Schiff spüren.

Die Eulysia lebte um ihn herum. Bald würde sie anders heißen. Die Galaxis veränderte sich ebenfalls.

Ein Imperator war verschwunden. Eine Imperatorin hatte seinen Platz eingenommen. Republik und Imperium bewegten sich wieder aufeinander zu und vermutlich würden schon bald Wesen sterben, die bei all den politischen Entscheidungen niemals gefragt worden waren. Sein Vater dachte bereits daran, wie Cirrus in dieser neuen Ordnung wahrgenommen wurde. Der Jedi-Orden dachte an seine Verantwortung.

Und Steven fragte sich nach Wochen des Schweigens, ob
Tenia sich freuen würde, seinen Namen auf ihrem Kommunikator zu sehen. Oder ob sie zögern würde, so wie er gerade. Er wusste nicht, ob das besonders jedihaft war genau jetzt solche banalen und egoistischen Gedanken zu haben. Im Augenblick war ihm das aber ziemlich egal. Sein Blick wanderte erneut zu dem deaktivierten Holoprojektor.

„Stern von Cirrus.“

Eine Pause.

„Naja.“

Diesmal bildete er sich zumindest ein, dass die Eulysia seiner Meinung war. Noch hieß sie schließlich so.



~ Weltraum ~ Eulysia ~ irgendwo zwischen den Sternen ~ allein ~



#8F8F8F #171717 #CFCFCF (INDENT)(/INDENT)
 
Innerer Rand | Asteroidenfeld zwischen Gyndine und Fabrin, vor der Piratenbasis | Huntress | Kommandobrücke | Captain Thade Skywalker, Brückenoffiziere (NSCs)

Die Übernahme der Gefangenen war erfolgreich abgeschlossen worden, kurz nachdem ein Bote von außerhalb des Asteroidenfeldes den Sieg über die Piraten verkündet hatte. Die Schlacht war gewonnen, der Tag gerettet und Thade war mit der damit fälligen Nachbereitung beschäftigt, als er von seinem zweiten Offizier Lieutenant Shirho aus seinen Gedanken gerissen wurde. “Kommandant, ich habe eine dringende Meldung von Lieutenant Commander Murbau. Bei der Durchsicht der Kommunikationsprotokolle der Basis hat er Hinweise auf einen Angriff auf einen Konvoi ganz in der Nähe erhalten. Wenn die Zeitstempel stimmen, findet der Angriff bereits statt.” Der Chiss unterbrach sofort seine Schreibarbeiten. “Kommunikation, schicken Sie mir die Daten von Lieutenant Commander Murbau auf den Holotisch.” Mit geübten Blick brauchte Thade nicht lange, um Koordinaten, Zeitstempel und sonstige Informationen zu analysieren.

Die Schlussfolgerung ließ dann lange auf sich warten.
“Navigation, bringen Sie uns aus dem Asteroidenfeld, fliegen Sie mit 40 MGLT durch den Kanal.” Eine Geschwindigkeit, die ihre Risiken barg, doch die Zeit war aktuell nicht auf ihrer Seite. “Flugleitstand, unsere Jägereskorte soll an Bord kommen und auftanken.” Natürlich konnte die Huntress nicht ohne Rücksprache mit den sich auf der Piratenbasis befindlichen Truppen verschwinden. “Kommunikation, Meldung an Lieutenant Commander Murbau: Die Huntress wird den Piratenüberfall abfangen, ein Teil unserer Streitmacht wird aber zurückbleiben, um die Basis zu beschützen. Mehr Informationen folgen in Kürze.” Die Situation war nicht klar geregelt. Auch wenn der Chiss höher im Rang als Commander Tovi und Lieutenant Commander Gargatosh war, konnte Thade ihnen nicht einfach so befehlen, mit der Huntress in eine ungeplante Schlacht zu ziehen. Nun, irgendjemand musste ohnehin hier zurückbleiben, um die Basis für die Truuiner Verwaltung zu sichern.

Die Huntress hatte das Asteroidenfeld noch nicht einmal ganz verlassen, als
Thade genau diese Frage klären wollte. “Kommunikation, ich will eine Konferenzschaltung zur Fides und Reconquista Yevetha. Ich muss umgehend mit Commander Tovi und Lieutenant Commander Gargatosh sprechen. Navigation, beschleunigen Sie auf 60 MGLT sobald wir das Asteroidenfeld verlassen haben, ich will so schnell wie möglich einen Sprungvektor zu diesem Konvoi haben.” Es dauerte keine 5 Minuten, bis die Kommunikationsverbindung zur Fides und der Reconquista Yevetha stand. >>Meine Herren, ich habe nicht viel Zeit, denn Gefahr ist im Verzug. Auf der Piratenbasis haben wir Informationen über einen aktuell laufenden Angriff auf einen Konvoi gefunden, der von Partnern dieser Bande ausgeführt wird. Ich kann Ihnen nicht befehlen, mit der Huntress heute ein weiteres Mal in die Schlacht zu ziehen. Für Ihre Unterstützung wäre ich Ihnen aber dankbar.<<

Thade nahm mit innerer Zufriedenheit zur Kenntnis, dass weder Commander Tovi noch Lieutenant Commander Gargatosh lange brauchten, um ihre Zustimmung zu geben. >>Sehr gut, meine Herren. Hawke und Pursuer werden hier bleiben, um weiter die Basis zu beschützen. Ich übermittle Ihnen die prognostizierten Koordinaten des Konvois. Wir springen, sobald Sie Ihre Sprungberechnungen abgeschlossen und Ihre Jägereskorten wieder an Bord genommen haben.<< Einen kurzen Moment pausierte Thade, bevor er aussprach, was ihnen allen klar war, für das Protokoll aber dennoch festgehalten werden musste. >>Wir wissen nicht, was genau uns erwarten wird, also rechnen Sie mit dem schlimmsten. Wir werden aggressiv vorgehen, denn es ist besser, dass die Piraten auf uns schießen als dass sie sich des Konvois ermächtigen. Sollten wir den Feind überrumpeln können, wird er sich vielleicht ergeben, aber vernachlässigen Sie nicht die Sicherheit Ihres Schiffes. Wir befinden uns im Krieg mit der Republik und gerade jetzt mehr noch als zu Friedenszeiten ist die Sicherheit Ihrer Schiffe wichtiger als die Waren an Bord dieser Frachter. Wenn es nötig wird, haben Sie also meine ausdrückliche Empfehlung, sich zurückzuziehen.<< Nach einem bestätigenden Nicken schaltete Thade die Funkverbindung ab und schloss die Augen, um sich für das kommende Gefecht zu sammeln.

In einer langsamen, kontrollierten Bewegung nahm der Chiss sein Headset ab und hängte es zurück an den Holotisch.
Lieutenant Shirho, versetzen Sie das Schiff in Kampfbereitschaft.” Der junge Offizier reagierte nach kurzem Zögern, aber dann mit Entschlossenheit. “Verstanden Kommandant. An alle Stationen: Kampfbereitschaft herstellen!” Alarmsirenen begannen zu plärren und erst jetzt öffnete Thade wieder die Augen. Wenige Minuten später sprang die Huntress zusammen mit der Fides und der Reconquista Yevetha in den Hyperraum, nur um diesen keine 5 Minuten später wieder zu verlassen. “Kommandant, wir sind im Ziel. Sprungaustrittabweichung beträgt weniger als 150 Meter.” Lieutenant Shirho stand an der Navigationsstation, um die genannten Daten abzurufen und ging dann weiter zur Sensorikstation, um Lieutenant Darwal bei der Lageanlayse zu helfen. “Gute Arbeit, Lieutenant. Flugleitstation: Schleusen Sie unsere Jäger aus.”

Der Holotisch vor Thade begann sich sofort mit immer mehr Sensorechos zu füllen. Der Konvoi war da, wo sie ihn erwartet hatten und die Piraten waren offensichtlich dabei, ihre Beute zu sichern. Eine Vielzahl von kleinen Signalen umgab die Frachter wie eine Horde von blutsaugenden Insekten, drei größere Signale stachen aber heraus, die Thade umgehend als Primärziele markierte. Alpha und Beta schienen zwei Marauder-Klasse Korvetten zu sein, während Ziel Gamma offenbar ein leichter Kreuzer der Carrack-Klasse war. “Navigation, beschleunigen Sie auf 60 MGLT und halten auf Ziel Beta zu.” Für den Chiss war nun die Stunde für entschlossenes Vorgehen geschlagen und tatsächlich war diese Art von Gefecht viel besser für einen Arquitens-546 Kreuzer geeignet als noch der Angriff auf die Piratenbasis. “Kommunikation, Meldung an Fides und Reconquista Yevetha: Sie sollen sich ihre Ziele selbst auswählen. Priorität hat der Schutz des Konvois. Senden Sie anschließend unverschlüsselt auf allen Frequenzen, meine folgenden Worte.”

Thade setzte sich erneut sein Headset auf und nachdem Lieutenant Farmel ihre Bereitschaft signalisiert hatte, sprach der Chiss gefasst mit einer ruhigen Stimme, als würde er den Wetterbericht der letzten Woche verkünden. >>Hier spricht Captain Thade Skywalker von der Imperialen Flotte: Stellen Sie Ihre Kampfhandlungen ein, schalten Ihre Reaktoren in den Ruhemodus und warten ab, geentert zu werden. Dies ist Ihre erste und einzige Warnung. Jeglicher Widerstand wird mit maximaler Gewalt beantwortet werden.<< Thade ließ nach diesen Worten Lieutenant Farmel umgehend die Funktverbindung trennen und wartete nicht auf eine Antwort der Piraten ab. Stattdessen wandte er sich an Lieutenant Plocatt. “Feuerleitstation, nehmen Sie mit unseren Hauptgeschützen Ziel Beta und Gamma unter Feuer. Die Sekundärgeschütze sollen sich auf Defensivfeuer vorbereiten, erwarten Sie sowohl feindliche Raumjäger als auch Raketenbeschuss.” Thade gab Lieutenant Plocatt einen Moment, um die Befehle an die Geschützmannshaften durchzugeben, bevor er weitersprach. “Erfassen Sie mit unseren Raketenwerfern Ziel Alpha. Geben Sie drei Salven aus allen Werfen ab, sobald Sie das Ziel erfasst haben.” Unter den meisten Umständen wäre es undenkbar gewesen, so sehr die Feuerkraft der Huntress auf verschiedene Ziele zu verteilen. Jetzt gerade aber war es Thade wichtig, so viel Aufmerksamkeit auf die Huntress zu lenken, wie nur irgendwie möglich.

Innerer Rand | Handelsweg nahe Gyndine und Fabrin | Huntress | Kommandobrücke | Captain Thade Skywalker, Brückenoffiziere (NSCs)

Huntress, Arquitens 546: Hülle: 95 % Schilde: 100% Geschütze: voll einsatzbereit Raketenmagazine: 30/30 je Werfer, Jägereskorte: 9/12 TIE/in ; 9/9 Xg-1 Sternenflügler ; 3/3 Scimitar Jagdbomber
Hawke, Arquitens 546: Hülle: 100 % Schilde: 100 % Geschütze: voll einsatzbereit Raketenmagazine: 30/30 je Werfer, Jägereskorte: 12/12 TIE/in ; 9/9 Xg-1 Sternenflügler ; 3/3 Scimitar Jagdbomber
Pursuer, Arquitens 546: Hülle: 100 % Schilde: 100 % Geschütze: voll einsatzbereit Raketenmagazine: 30/30 je Werfer, Jägereskorte: 12/12 TIE/in ; 9/9 Xg-1 Sternenflügler ; 3/3 Scimitar Jagdbomber
 
[ Innerer Rand / Cicarpous-Sektor / Asteroidenfeld zwischen Gyndine und Fabrin / MAR Reconquista Yevetha / Deck 1 / Brücke ] Baran, sowie Brücken-NPCs

„Feuer einstellen“, befahl Baran, als die feindliche NBF endlich auseinanderbrach. Die Fregatte war keine Gefahr mehr. Ihre Besatzung bestand nicht aus Yevethanern, die auf einem sinkenden Floß auf dem offenen Meer noch gefährlich gewesen wären.

Commander Tovi sah das offenbar anders.

Auch als die Geschütze der Reconquista Yevetha verstummten, feuerte die Fides weiter. Vernichtete die beiden losgelösten Bruchstücke des Piratenschiffes, bis Baran sicher war, dass alle, die sich nicht auf Rettungskapseln gerettet hatten, getötet worden waren. Es war ein grausames Schauspiel, das ihm viel über seinen ranghöheren Kollegen verriet.

Mit vor der Brust verschränkten Armen sah er den etwas unsicheren jungen Mann nun in neuem Licht. Hier war jemand, der sich nicht darum scherte einen geschlagenen Feind in Gewahrsam zu nehmen und zu befragen, um ihn schließlich der Gerichtsbarkeit zuzuführen.

Es mochte kein Indiz dafür gegeben haben, dass die NBF-Gefangene, oder gar Geiseln geladen hatte. Baran hatte jedoch lange genug einem Schiff gedient, um zu wissen, wie dumm Zufälle und wie unglücklich Umstände sein konnten.

Natürlich würde er einen höherrangigen Offizier nicht kritisieren. Nicht direkt und auch nicht durch unbedachte Worte auf seiner eigenen Brücke. Stattdessen schaute er dem Schauspiel einfach nur zu und dachte sich seinen Teil dabei.

Auf das Ende der Schlacht folgte eine überraschende Anfrage zur Videokonferenz durch Captain Skywalker. Mit einer Handbewegung in Richtung Ensign Ryun gab Baran dem statt und kurz darauf baute sich das blau leuchtende Konterfei des Kommandanten der Huntress über dem Holotisch auf.


„Die Reconquista hat keine Schäden davongetragen. Ich bin bereit, eine weitere Schlacht zu schlagen, wenn Sie es sind, Sir“, antwortete Baran auf die Anfrage Skywalkers. Offenbar hatten seine Leute auf der geenterten Basis Informationen über einen laufenden Piratenangriff gefunden.

Auch Tovi stimmte zu und Skywalker begann seine Philosophie für den kommenden Angriff zu erklären. Sie wussten nicht, was sie erwartete, aber lieber sollte der Feind auf sie schießen als auf die Frachter. Trotzdem sollten sie am Ende des Tages das Überleben der eigenen Schiffe über alles andere ziehen.

Baran nickte. Das waren klare Parameter wie er sie schätzte.


„Lieutenant Evans, versetzen Sie das Schiff in Kampfbereitschaft“, befahl er, als die Holoschalte geendet hatte und fügte dann mit blick auf seinen Nav-Offizier hinzu: „Ensign Rifai, koordinieren Sie Ziel und Sprungformation mit Ihren Kollegen auf Fides und Huntress.“

Die wenigen Minuten im Hyperraum nutzte Baran für einen kurzen Gang zur Nasszelle und um sich einen frischen Becher Kaf abzufüllen. Als die Reconquista aus dem Hyperraum fiel, war er schon lange wieder auf seinem Posten.

Der Feind entpuppte sich als drei Hauptgegner, sowie was auch immer sie an kleinerem Kroppzeug dabeihatten. Die Huntress markierte die beiden Marauderkorvetten als Ziele Alpha und Beta, der Carrack-Kreuzer erhielt die Bezeichnung Gamma. Interessante Aufstellung, das konnte durchaus spannend werden, war jedoch kein offensichtliches Selbstmordkommando für den imperialen Verband.


„Starten Sie unsere Jägerstaffel.“

Während die Reconquista beschleunigte, um mit der Huntress Schritt zu halten, musterte Baran Position und Aufstellung des Feindes, sowie der Schiffe, die sie beschützen wollten. Der Konvoi, bestehend aus drei Imperial Cargo Ships, drängte sich dicht an dicht unter der Bedrängnis durch kleinere Schiffe zusammen. Der eskortierende Tartan Patrouillen-Kreuzer hatte schon bessere Tage gesehen und war von den Piraten wohl als erstes ausgeschaltet worden.

„Sir, Mitteilung von der Huntress: Freie Zielwahl“, teilte Ensign Ryun mit und Baran nickte.

Captain Skywalker übermittelte ebenfalls eine Aufforderung an den Feind sich zu ergeben, wartete jedoch gar nicht erst eine Antwort ab. Die Huntress eröffnete das Feuer – gleich auf alle drei Feindschiffe gleichzeitig. Der Mann wollte wohl eine Nachricht senden.


„Lieutenant Evans, Feuer auf Ziel Gamma konzentrieren. Ensign Rifai, halten Sie sich an die Huntress, solange Sie uns nicht davonläuft“, befahl Baran als seinen ersten Schachzug. Wollte er doch sehen, ob er nicht Skywalker helfen konnte dem wendigen Bastard direkt eine blutige Nase zu verpassen.

„Sir, Holoübertragung der Piraten!“, meldete sich plötzlich Ensign Ryun, Barans COMMO, zu Wort.

„Wollen wir doch sehen was die zu sagen haben“, antwortete Baran und bedeutete dem Menschen die Nachricht durchzustellen.

Das blau leuchtende Abbild eines
grüngeschuppten Aliens erschien klein neben der taktischen Holodisplay. Die Kreatur hatte sich ein Halstuch um das Gesicht gewickelt – wohl um nicht erkannt zu werden – doch fragte Baran sich wie viele großgeratene Echsen mit peitschendem Schwanz an Bord von Piratenschiffen wiederfanden.

„Grüsse, Captain Sade Skywalker von der Imperialen Flotte! Wie unhöflich hier einfach so herreinsuplatsen! Kehren Sie unversüglich um, oder ich sstanze Ihrem Kollegen hier ein paar Ekstralöcher in den Ssädel!“

Wer auch immer die Holokamera hielt, senkte sie ab, offenbarte, den vor dem Piratencaptain knieenden, imperialen Offizier. Die Abzeichen auf seiner Brust wiesen ihn als Lieutenant Commander aus, Baran tippte, dass es sich bei ihm um den Kommandanten des ausgeschalteten TPC handelte. Beim Anblick der Szene ballte er seine Fäuste und biss die Zähne zusammen.

Was für ein Abschaum, der durch solche billigen Tricks versuchte um eine ehrliche Raumschlacht drumherumzukommen!


[ Innerer Rand / Cicarpous-Sektor / Nanth'ri Route zwischen Gyndine und Fabrin / MAR Reconquista Yevetha / Deck 1 / Brücke ] Baran, sowie Brücken-NPCs

MAR "Reconquista Yevetha"
Kommando: Baran Gargatosh

[MAR] „Reconquista Yevetha“ [Schilde: 100% | Hülle: 100%]
[Ziel: NBF "Besh" | Schäden: - | Zusätzliches: -]
Truppenmoral: Beständig

Staffel "3-1-ResWid" TIE/in [12/12 Maschinen] [Gestartet, Auftrag: Jägerschirm]
 
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