Ich fand ihn entgegen der allgemeinen Meinung hier sehr gut, habe aber keine Lust darauf, meine Meinung verteidigen zu müssen, daher halte ich mich hier zurück.
Oh, das ist natürlich schade, wenn dir die bisherige Diskussion in dem Thread so vorkam, als würdest du bei einer Rezi in eine Verteidigungsposition gehen müssen...
... aber umso mehr freue ich mich aber über deine Rezi. War einfach nochmal eine weitere, bereichernde Perspektive, danke dafür.
Apropos Troja, die Szenen in Troja fand ich herausragend gut und kein Vergleich zu eben jenem Film - was grotesk ist, da dieser die Erstürmung der Stadt ja als Hauptthema hat, während sie in der Odyssee eigentlich nicht der Hauptpunkt ist.
Ja, den Vergleich kann ich gut nachvollziehen, er bietet sich an - zumal Ich mir ehrlicherweise nicht einmal sicher bin, ob die Troja-Szenen für Nolan nicht doch sogar der (heimliche) Hauptpunkt waren.
/edit Für den Film haben wir uns übrigens das IMAX in Leonberg gegönnt.
Uh, Neid... da würde ich auch gerne mal hin...
Kommt natürlich stark darauf an, über welchen Zeitabschnitt wir reden.
Ich sitze gerade an Robin Waterfields Gesamtdarstellung altgriech. Geschichte, wo die Entwicklungen seit der Bronzezeit - also da, wo die Epen angesiedelt sind - überblicksartig geschildert werden. Von tief ausgeprägten Beziehungen zu anderen Kulturkreisen kann zu diesem Zeitpunkt noch keine Rede sein (wiewohl Neuerungen, wie etwa das Alphabet, über Handelskontakte übernommen wurden), weil ja selbst Peloponnes und Inseln ringsum noch kaum besiedelt waren. Und natürlich ist es ungewöhnlich, wenn Nolan just da einen Ostasiaten in die Schiffscrew setzt. Völlig ausschließen kann man das ein oder andere versprengte Individuum von weit her dennoch nicht. Es bedarf ein wenig der Fantasie, ja.
In der Gräzistik gibt es unter dem Stichwort Hellenismus - also den wechselseitigen polit.-kult. Einflüssen, die mit Alexanders Expansion verbunden sind, sowie deren Nachwirkungen - aber doch reichlich Fach- und Sachliteratur (allein zB zum Thema Baktrien). In Homers Ära einige Jahrhunderte früher - immer noch weit weg von der mythischen Zeit - war die griech. Kolonisierung des Schwarz- und Mittelmeeraums bereits in vollem Gange; auch hierzu sollte mit entsprechenden Stichworten genug an Literatur/Videos zu finden sein.
Ok, danke für den Überblick. So oder so ähnlich habe ich mir das gedacht und vielleicht bin ich jetzt angeregt, mir dahingehend auch nochmal selbst etwas Wissen zuzulegen - das Werk von Waterfield ist jetzt aber natürlich schon ein "Wälzer"...
Ich habe aktuell wenig Zeit für ein ausführliches Review.
Ok, das ist natürlich verständlich.
Zumal Diskussionen reichlich müßig sind, wenn einer der Hauptkritikpunkte die Hautfarbe gewisser Nebendarsteller zu sein scheint. Wobei die lautesten Stimmen da ja eh aus dem üblichen Lager hier kommen.
Umso mehr finde ich es zumindest mit Blick auf die Threadentwicklung schade, wenn User, die auch mal ein anderes Thema einbringen könnten - wie z. B. eben die Musik - sich zurückhalten (bzw. sich aus Zeitgründen zurückhalten müssen). Zumindest zwischenzeitlich hatte ich gehofft, dass wir das Hautfarben-Thema wieder hinter uns hätten, da sich die Diskussion ja mehr in Richtung eines Vergleiches zwischen Film und Vorlage entwickelt hatte (siehe die Posts zur "Niemand"-Szene), aber jetzt kam es eben doch wieder auf. (Ja, ein Stück weit bin ich da leider selbst mitschuldig, weil ich darauf geantwortet habe, nur zumindest auf die gestellte Frage wollte ich dann eben doch eingehen - spätestens jetzt ist von meiner Seite aus aber alles dazu geschrieben, was es von meiner Seite zu schreiben gab.)