[Film] Odysee (Christopher Nolan 2026)

Wie hat dir Odysee gefallen?

  • 10

    Stimmen: 0 0,0%
  • 9

    Stimmen: 0 0,0%
  • 8

    Stimmen: 0 0,0%
  • 7

    Stimmen: 0 0,0%
  • 6

    Stimmen: 0 0,0%
  • 5

    Stimmen: 0 0,0%
  • 4

    Stimmen: 0 0,0%
  • 3

    Stimmen: 0 0,0%
  • 2

    Stimmen: 0 0,0%
  • 1

    Stimmen: 0 0,0%

  • Umfrageteilnehmer
    0
Ich habe gestern in der IMAX-Vorstellung von "Avatar: Fire & Ash" die 6 Minuten sehen dürfen und muss aber sagen, dass ich sehr unterwältigt war. Da gab es schlichtweg nichts, was mich "von den Socken gehauen" hat, wie es viele Bilder des Hauptfilms vermocht haben. Die Immersion hat bei mir nicht funktioniert, ich wurde auch kein bisschen heiß auf die Figuren und die Geschichte. Die Bilder waren alle für mich auch nicht viel spektakulärer als schon einst bei der Verfilmung mit Kirk Douglas und ich fragte mich auch nicht einmal "Wie haben die das nur gemacht?". Die Kostüme wirkten irgendwie teilweise sogar recht "unecht" und bei den Schauspielern habe ich nur die Darsteller gesehen, nicht die Rollen (etwas, was "Oppenheimer" von Anfang an besser gemacht hat). Die Musik hat mich eher genervt und war mir, einem erklärten Liebhaber vernehmbarer Filmmusik, deutlich zu penetrant.

Fazit: Wenn ich es nur an diesen 6 Minuten messen müsste, wäre das für mich der deutlich schwächste Film, den Nolan in seinem Oeuvre zu bieten hat. Gerade im Vergleich zu dem Film, den ich dann gesehen habe, waren die Schauwerte recht mau.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nach allem, was man bislang hört, scheinen die in IMAX gezeigten sechs Minuten tatsächlich schlicht die ersten sechs Minuten des Films zu sein, also der Prolog rund um Troja und nicht mehr als das. Man sollte diese Sequenz daher kaum als repräsentativen Querschnitt der späteren Bild- und Erzählgewalt von Odyssee missverstehen.

Zum Vergleich drängt sich für mich der Prolog von Der Herr der Ringe – Die Gefährten auf. Er ist atmosphärisch dicht und erzählerisch notwendig, entfaltet aber bei weitem nicht die visuelle, emotionale und dramaturgische Wucht, die der Film im weiteren Verlauf erreicht. Der Prolog setzt den Rahmen und ist nicht der Maßstab für alles, was folgt.

Insofern wäre es wohl verfehlt, aus diesen sechs Minuten bereits definitive Schlüsse über Nolans Film zu ziehen. Sie erfüllen offenbar genau das, was ein Prolog leisten soll, nämlich Kontext zu schaffen und einen Mythos zu eröffnen, ohne das gesamte Arsenal auszuspielen.
 
Nach allem, was man bislang hört, scheinen die in IMAX gezeigten sechs Minuten tatsächlich schlicht die ersten sechs Minuten des Films zu sein, also der Prolog rund um Troja und nicht mehr als das.
Na ja, ich denke, niemand wurde gezwungen, ausgerechnet diese sechs Minuten als Promomaterial rauszugeben. Klar, man verwendet für so etwas dann im Idealfall auch nicht die beste Szene, die man hat, aber wenn die Aufgabe gewesen ist, ein paar Minuten aus dem Film zu zeigen, die Lust auf mehr machen sollen (und das ist nun einmal die Aufgabe von Promomaterial), hat man zumindest an mir als Zuschauer damit versagt ;)

Man sollte diese Sequenz daher kaum als repräsentativen Querschnitt der späteren Bild- und Erzählgewalt von Odyssee missverstehen.
Aber die 5 1/2-Minuten enden doch gerade mit einem Querschnitt an Bildern aus verschiedenen Etappen der Reise (man sieht z. B. den Zyklopen noch einmal etwas deutlicher als im hier geposteten Trailer) - dass das im fertigen Endfilm an der Stelle schon auch so sein wird, wage ich zu bezweifeln :zuck:
Zum Vergleich drängt sich für mich der Prolog von Der Herr der Ringe – Die Gefährten auf. Er ist atmosphärisch dicht und erzählerisch notwendig, entfaltet aber bei weitem nicht die visuelle, emotionale und dramaturgische Wucht, die der Film im weiteren Verlauf erreicht. Der Prolog setzt den Rahmen und ist nicht der Maßstab für alles, was folgt.
Nun ja, für mich hatte Galadriels Monolog schon eine direkte, unglaubliche Sogwirkung mit einer gewissen emotionalen und dramaturgischen Wucht. Allein der Einsatz ihres Themas als chorales Stück hat mich damals direkt weggeblasen. Oder um einen noch naheliegenderen Vergleich zu treffen: Man stelle sich vor, man hätte damals als Promomaterial zu "The Dark Knight" die Bankeinbruchszene gebracht (Edith sagt: hat man wohl sogar). In beiden Fällen stinken die 5 1/2 Minuten aus "The Odyssee" für mich im Vergleich doch ziemlich ab :D
Sie erfüllen offenbar genau das, was ein Prolog leisten soll, nämlich Kontext zu schaffen und einen Mythos zu eröffnen, ohne das gesamte Arsenal auszuspielen.
Ich glaube aber nicht, dass das schon der Prolog in der Form war, in der er im Film vorkommt. Klar, die Szene mit dem trojanischen Pferd wird ziemlich zu Beginn des Films stattfinden, aber zum einen beginnen die 5 1/2 Minuten sehr unvermittelt damit, dass John Bernthals Menelaos Tom Hollands Telemachos auf einem Fest, zu dem es keinen Estabishing Shot gibt, fragt, ob er denn die Geschichte vom Trojanischen Pferd "auch vom Inneren" gehört habe, ehe direkt zu der Sequenz geschnitten wird - das wirkt doch sehr, als würden davor auch schon 2, 3 Minuten fehlen. Zum anderen gibt es eben am Ende, wie oben schon beschrieben, nochmal eine "trailerartige" Sequenz, von der ich nicht glaube, dass sie an dieser Stelle so im Film enthalten sein wird.
Der Post von @garakvsneelix bekräftigt mich eigentlich nur um so mehr bei dem Entschluss, dass ich mir vorab zu diesem Film gar nichts ansehen werde.
Inwiefern, wenn ich fragen darf?
 
Zuletzt bearbeitet:
@garakvsneelix Weil ich so unvoreingenommen wie möglich in diesem Film gehen will.
Joa, gut, wirklich voreingenommen bin ich trotzdem weiterhin nicht - wenn, dann eher im "positiven" Sinne, weil nun einmal Nolan dahintersteht (und ja, es stimmt, wenn da nicht Nolan am Werk wäre, hätte mich dieser 6-Minuten-Trailer eher verschreckt). Da Sam ja schon HdR angefügt hat: Gerade der erste Teil ist (in der Special Extended Edition) mein absoluter Lieblingsfilm aller Zeiten und die damaligen Trailer zu HdR, die man so im Netz findet, sind meiner Ansicht nach allesamt grottig :D
 
Joa, gut, wirklich voreingenommen bin ich trotzdem weiterhin nicht - wenn, dann eher im "positiven" Sinne, weil nun einmal Nolan dahintersteht. Da Sam ja schon HdR angefügt hat: Gerade der erste Teil ist (in der Special Extended Edition) mein absoluter Lieblingsfilm aller Zeiten und die damaligen Trailer zu HdR, die man so im Netz findet, sind meiner Ansicht nach allesamt grottig :D
Der erste HDR Trailer hat damals bei mir auch eher schlimme Befürchtungen ausgelöst, die alle nicht bestätigt wurden.
 
Ich meine mich zu erinnern das es bei TDK und TDKR so der Fall war.
Na ja, er hätte zwar trotzdem ja von dieser Formel abweichen können, aber zumindest ein wenig erklärt es das, ja. Wobei ich eben auch schon beim Beginn der Szene, die da gezeigt wurde, glaube, dass das nicht der direkte Einstieg in den Film ist, der uns hier präsentiert wird. Mal sehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ohne den Kino Trailer zu Oppenheimer wäre ich wohl nicht ins Kino gegangen. Das hat mich soundmäßig und vom Tenor des Films her sofort umgehauen.
Trotzdem steht Odyssee auf meiner Watchlist für 2026.
 
Lest mal die Ilias oder die Odyssee, macht für mich keinen Sinn ohne Götter.

Warum nicht? Sie sind genauso kleinlich, peinlich oder edelmütig, wie Menschen. Und genau wie diese können sie nichts gegen das Schicksal ausrichten. Insofern kann man sie als "Zwischeninstanz" höherer Gewalt ersatzlos streichen.

Selbst in Geschichten, die vom Götterzorn verfolgte Individuen behandeln, steht ja praktisch immer menschliche Hybris im Vordergrund. Und die kann auch so als Treiber der Handlung beibehalten werden.
 
War nicht die Handlung von Odysee, dass Odyseus Poseidon beleidigt, dass er ganz allein die Trojaner mit seinem Pferd besiegt habe (obwohl Poseidon ihm mit der Wasserschlange, die den trojanischen Priester fraß, geholfen hat)? Poseidon verflugt daraufhin seine Rückreise, weshalb diese wieder 10 Jahre dauert. Sprich ich könnte mir die Handlung ohne Götter nicht wirklich vorstellen.
 
Odysseus blendet den Zyklopen Polyphem, den Sohn des Poseidon und verhöhnt ihn bei seiner Flucht. Dieser ruft daraufhin seinen Vater an und bat um Rache und dieser verhinderte daraufhin jahrelang die Heimkehr des Odysseus.
 
War nicht die Handlung von Odysee, dass Odyseus Poseidon beleidigt, dass er ganz allein die Trojaner mit seinem Pferd besiegt habe (obwohl Poseidon ihm mit der Wasserschlange, die den trojanischen Priester fraß, geholfen hat)? Poseidon verflugt daraufhin seine Rückreise, weshalb diese wieder 10 Jahre dauert. Sprich ich könnte mir die Handlung ohne Götter nicht wirklich vorstellen.
War der Grund nicht die Blendung des Sohnes von Poseidons ?
Er bestraft Odysseus, weil dieser seinen Sohn, den Zyklopen Polyphem, geblendet hat. Sein Zorn verursacht dann die Stürme und Hindernisse auf der Reise

Edit' Mist David war schneller :p
 
Danke für die Richtigstellung. Kenne zwar die Köhlmeier Fassung der Geschichte, aber dürfte ich jetzt mit der TV Fassung aus den 90ern verwechselt haben
Michael Köhlmeiers Buch habe ich als junger Teenie verschlungen. Es war seine anklagende Schilderung des Mordes an Astyanax, die mich, dessen Sympathien ohnehin stark auf trojanischer Seite lagen, prägte. Und daraus erwuchs die heutige Überzeugung, dass mit den Protagonisten der Werke Homers nach wie vor viel zu demütig, fast devot, umgegangen wird. Das gilt es endlich mal zu durchbrechen..erwarte das aber nicht von Nolan.
 
Beim BradPitt Troya war die Sympathie zb aber auch klar bei den Troyanern. Ich zumindest hoffte da immer auf einen Troyanischen Sieg ( wusste natürlich wie es enden würde )
 
Zurück
Oben