Coruscant

~ Coruscant ~ Jedi-Tempel ~ Große Halle ~ mit Eowyn und irgendwo Steven Crant neben Elise und Riuen, Faith hinter ihm, Tenia in den hinteren Reihen sowie zahlreiche weitere Jedi ~



Die letzte Trauerfeier auf der Ian gewesen war, war die Tahiris gewesen und dort war nur eine kleine Gruppe aus Menschen gewesen. Eine kleine Gruppe – und er selbst und jeder hatte etwas gesagt, und Ian war es kaum möglich gewesen, zu sprechen. Damals schien so unendlich lange her und Ian hatte diesen Tag beinahe völlig aus seiner Erinnerung gedrängt. Alle hatten geweint und die Umstände Tahiris Tod war mehr, als ein Schatten gewesen, der über den Trauernden geschwebt hatte. Alle hatten versucht sich darauf zu konzentrieren, etwas zu sagen, das Tahiri ehrte, das ihre besondere Person hervorhob, sie hatten angestrengt versucht, ihr die letzte Ehre zu erweisen. Sie war nicht einmal dreißig geworden und jetzt, jetzt auf dieser Trauerfeier wünschte Ian sich beinahe, dass Tahiri eine Jedi gewesen wäre, die beim Versuch, alle anderen zu retten, gestorben wäre. Dieser Umstand wäre traurig genug gewesen. Doch ihr Tod war unerträglich gewesen. Die Umstände. Die Bilder. Alles. Alles.
Ian spürte, dass er weinte und versuchte nicht, seine Tränen aufzuhalten, die Ahna und Tahiri, die all den Opfern galt, die das C-Virus und dessen Umstände verschuldet hatte.
271 Jahre hatte Ahna dem Orden gedient und nun war sie tot obwohl sie, wie Wes erklärte, noch so viel Zeit vor sich gehabt hätte. Wie hatte Ahna gefühlt, in all den Jahren, in denen sie mit hatte ansehen müssen, wie Republik und Imperium immer wieder in Kämpfe verwickelt waren, wie Imperatoren kamen und gingen. Eigentlich war all das unvorstellbar. Dass es Wesen gab, die ähnlich alt oder noch älter wurden, die so viel Geschichte miterlebten, Hoffnungen, Wünsche, Träume. Wo standen sie jetzt und wie oft hatte die Galaxis in Kriegen gesteckt die wieder und wieder Opfer forderten? Aber in all der Trauer durfte Ian eines nicht vergessen: Es hatte immer wieder Zeiten des Friedens gegeben. Zeiten des Glücks und all diese Momente galt es festzuhalten und alles daran zu setzen, für diese Momente zu kämpfen und Sorge dafür zu tragen, dass sie nicht nur Momente blieben, sondern lange Zeitspannen.

Was Eowyn schließlich über Ahna zu erzählen hatte klang für den Dunkelhaarigen auch wie eine Erzählung über sie und vielleicht war Eowyn weit mehr als ein ‚Ersatz‘, den es nicht geben konnte. Eowyn würde ihr Vermächtnis ganz sicher bewahren, weil sie bereits jetzt schon das tat, was Ahna immer getan hatte. Ohne zu zögern alles geben, um denen zu helfen, die sie liebte oder die für das Gute eintraten.

Trauer und Stolz erfüllten Ian gleichermaßen und als Eowyn vom Podium zu ihrem Platz zurückkehrte, griff er fest nach ihrer Hand, ließ diese nicht los und blieb neben ihr sitzen, auch wenn er den vorgelesenen Namen die letzte Ehre erwies.

„Ahna wäre auch sehr stolz auf dich gewesen“, wandte Ian sich schließlich mit einem warmen, ehrlichen Lächeln zu Eowyn, als die Trauerfeier beendet wurde und die erste leise Unruhe sich im Saal ankündigte, weil sich nun Gespräche bildeten. Und er wünschte, er wäre dabei gewesen. Aus so vielen Gründen. Allerdings durfte er Kast hier kaum erwähnen, auch wenn eine kleine Gruppe in diesem Raum wusste, dass Ahnas Tod anders war, als das, was offiziell gesagt worden war.
Ian wusste, dass er ihren Tod nicht hätte verhindern können – und doch, doch war da ein großer Teil, der auf Kast hätte sein wollen und natürlich war da auch ein Teil, der gerne mit Ahna getauscht hätte. Nicht, weil Ian seines Lebens müde war, sondern weil es irgendwie gerecht gewesen wäre. Da war so viel, was er gerne getan oder gesagt hätte, und wiederum so viel, das einfach schweigen wollte. „
Ich bin es“, wiederholte er stattdessen, sah hinüber zu dem Holo von Ahna und dann wieder zu Eowyn, die nun vielleicht auch mit anderen Anwesenden sprechen wollte.


~ Coruscant ~ Jedi-Tempel ~ Große Halle ~ mit Eowyn und irgendwo Steven Crant neben Elise und Riuen, Faith hinter ihm, Tenia in den hinteren Reihen sowie zahlreiche weitere Jedi ~
 
[Coruscant - Obere Ebenen - Jedi-Tempel - Große Halle] Ganner, Brianna, Elise, Riuen, Faith, Steven, viele Jedi

Nun wollte die Echani also doch etwas über ihn erfahren. Ausgerechnet bei seinem Abschied von der Marineinfanterie hätte Ganner dabei allerdings nicht begonnen. Zwischen damals und seinem Entschluss, zu den Jedi zu gehen, lagen Jahre, über die er auch mit einem freundlicheren Gegenüber kaum beim ersten Kennenlernen gesprochen hätte.

„Ich bin aus familiären Gründen ausgeschieden. Die Entscheidung für die Jedi kam erst einige Jahre später, auch wenn ich von meiner Begabung schon wusste. Ich hatte damals anderes im Kopf und habe das ziemlich lange vor mir hergeschoben, bis ich irgendwann eingesehen habe, dass ich damit allein nicht recht weiterkomme.“

Inzwischen gelang ihm immerhin einiges, das er sich früher kaum hätte vorstellen können. Es gab Abende, an denen er mit dem Ergebnis einer Übung zufrieden in sein Quartier zurückging und schon darüber nachdachte, was er am nächsten Tag versuchen wollte. An anderen Tagen kam er mit derselben Sache stundenlang nicht voran und ertappte sich dabei, wie bereitwillig er sich ablenken ließ. Er hatte sich das schließlich selbst ausgesucht, nur konnte es trotzdem verdammt eintönig werden. Zurück zur Marineinfanterie zog es ihn deshalb noch lange nicht. Die Frage nach seiner Kampferfahrung fiel ihm leichter. Solange es noch nicht begonnen hatte konnte er ja immerhin so nett sein und auf die Fragen der Echani Antworten.

„Zur Genüge... Ich habe als NCO gedient und bin Ehrenhaft mit etwas über drei Dutzend aktiven Kampfeinsätzen in die Reserve entlassen worden.“

Als Brianna auf Ahna zu sprechen kam, stellte er seine eigenen Überlegungen zurück. Sie erzählte von einem Auftrag nach Alderaan und davon, dass die Rätin während einer schwierigen Zeit für sie da gewesen war. Ganner hörte genauer hin, als sie auf den Unterricht zu sprechen kam. Die Echani schien recht genau zu wissen, was sie ihr verdankte. Dass sie ohne Ahnas Hilfe nicht die Jedi wäre, die sie heute war, sagte sie ganz offen, und Ganner nickte bei ihren letzten Worten. „Mein Beileid.“, in seiner Stimme schwang ein gewisser Ernst und eine eigene Trauer mit. Immerhin hatte die Eiskönigin vielleicht auch nicht so eisige Seiten... und sie hatte hier die Chance sich gebührend von einem anderen Wesen zu verabschieden, etwas was nicht jedem vergönnt war. Es war keine Floskel für ihn, diese einfache Anteilnahme.

Am Podium begann die Eröffnung und die Gespräche um sie herum verstummten, bis nur noch die Stimme des Redners durch die Halle trug. Auch die übrigen Opfer der Krise wurden in das Gedenken eingeschlossen. Ganner betrachtete das Hologramm der Pau’anerin, deren Gesicht er aus der Todesnachricht kannte. Die nächste Rednerin berichtete von ihrer frühen Zeit im Orden. Ahna war als kleines Kind in den Tempel gebracht worden und hatte hier gelernt, lange vor dem Imperium. Er sah unwillkürlich zu den hohen Wänden hinauf. Wie oft mochte sie später durch diese Halle gegangen sein und sich dabei noch daran erinnert haben, wie groß ihr als Kind alles vorgekommen war? Er versuchte, sie sich bei ihren ersten Übungen vorzustellen, zwischen anderen Kindern, während ein Meister ihnen erklärte, worauf sie achten mussten. Der Wandel den manche Völker der Galaxis mitansehen konnten, war für sich genommen schon Eindrucksvoll... die Pau'anerin hatte somit gut und gerne Jahrzehnte des Ordens mitgestaltet.

Bei Rat Jansons Bemerkung über die eigenen besten Jahre bewegten sich seine Mundwinkel kurz. Was der Rat über Ahnas Alter sagte, ließ ihn jedoch wieder zum Hologramm sehen. Zweihunderteinundsiebzig Jahre hatte er ohne weitere Überlegung als ein ausgesprochen langes Leben hingenommen. Für eine Pau’anerin hatte offenbar noch ein beträchtlicher Teil davon vor ihr gelegen. Ganner überlegte, was sie selbst noch vorgehabt haben mochte. Vielleicht gab es eine Angelegenheit, auf die sie seit Langem hingearbeitet hatte, oder jemanden, dessen Fortschritte sie weiter hatte begleiten wollen. Der Reaktion vieler umstehenden hatte sie auf jeden Fall für viele als prägende Größe zu irgendeinem Zeitpunkt in ihrem Leben eingestanden.

Dass sie sich dabei so wenig Zeit für sich selbst genommen hatte, brachte ihn unweigerlich zu sich selbst. Er kannte Tage, an denen ihm schon die Verantwortung für einen Trupp gründlich gereicht hatte. Irgendwann wollte man seine Ruhe haben und wenigstens eine Mahlzeit lang keine Frage beantworten, für deren Lösung offenbar nur die eigene Person infrage kam. Im Rückblick war manches davon lächerlich klein gewesen, nur half einem das wenig, wenn man müde war und der Nächste bereits vor einem stand. Wie Ahna das über so lange Zeit ausgehalten hatte, wusste er beim besten Willen nicht, in einer Mit-Verantwortung für Hunderte und durch eine Zeit hindurch in der die Republik mehrfach durch erbitterte Kriege mit dem Imperium erschüttert wurde. Es war ein Maß an Verantwortung und eine Konstante die man mit solch einem langen Leben darstellte die sich selbst in seinen Gedanken nur schwer fassen ließ.

Der folgende Redner ließ seine Worte von einem Droiden übersetzen und ging näher auf Ahnas diplomatische Arbeit ein, auf die großen Erfolge und die weniger bekannten Aufgaben dazwischen. Ganner blieb bei der Frage hängen, wie viel von all dem wohl noch unter den anderen Jedi weitergetragen wurde. Irgendjemand hatte mit ihr unterwegs sein müssen, ihr bei solchen Gesprächen zugehört und danach vielleicht Gelegenheit gehabt, nachzufragen, weshalb sie eine bestimmte Sache gesagt oder auf eine andere verzichtet hatte, hatte die Chance genutzt zu lernen, Einsichten und Fähigkeiten zu erwerben die nun irgendwo auch einen Teil ihres Vermächtnisses darstellen würden. Als die Frau im Schwebestuhl neben dem Podium anhielt und ihre raue Stimme durch den Raum klang, war Ganner noch bei diesem Gedanken. Sie erzählte davon, wie gut Ahna die Menschen gekannt hatte, denen sie Aufgaben übertrug, und dass sie einige sogar persönlich weiter gefördert hatte. Sein Blick wanderte kurz zu der Echani, die ja vorhin so selbstverständlich davon sprach, dass die Rätin ihr Unterricht gegeben hatte. Ahna hatte ihre Schwierigkeiten gekannt und sich die Zeit genommen, mit ihr daran zu arbeiten. Er hätte gern gewusst, wie diese Stunden abgelaufen waren und womit sie sich dabei beschäftigt hatten. Manieren konnten es nicht gewesen sein, vielleicht war bei der guten aber auch nochmal mehr auszubügeln gewesen und das hier war schon die sozialisierte Ritterin. Dann sprach die Rätin von ihrem letzten persönlichen Gespräch. Ahna war stolz auf die anderen gewesen und würde sie vermissen, sollte sie einmal gehen müssen. Ganner nahm den Blick vom Hologramm und sah wieder zu der Frau im Schwebestuhl. Er fragte sich, wie viele der Anwesenden gerade zum ersten Mal von diesen Worten hörten. Die Rätin hatte selten so offen gesprochen, wenn er die Rednerin richtig verstand. Vielleicht hatte jemand lange auf eine solche Anerkennung gewartet und hätte ihr nun gern noch etwas darauf erwidert, die Luft im Saal fühlte sich jedenfalls erdrückend als ob den Worten ein immaterielles Gewicht anhaftete.

Aus dem Augenwinkel sah er wie sich die Echani über die Wange wischte. Jemand so bissiges Tränen vergießen zu sehen war schon ein wahnsinniger Kontrast. Dann fiel ihm ein, wie sie von Ahnas Hilfe gesprochen hatte, und er blieb mit etwas gesenktem Kopf sitzen. Beinahe schämte er sich für die Schublade in der er die Frau so schnell gepackt hatte, die hatte immerhin gerade emotional einiges zu verarbeiten, nicht gerade fair von ihm jemanden zu verurteilen und in eine Box zu packen, über deren Umstände er gar nichts wusste. Eigentlich war er doch auch hier im Orden geblieben um sich selbst zu bessern? War anscheinend noch ein langer Weg Als die nächste Rätin die übrigen Opfer und auch die Verschollenen erwähnte, dachte er an Joreen. Ob er irgendwann erfahren würde, was mit ihr geschehen war? Er wollte diese Antwort noch immer, nur wusste er im Augenblick nicht, wo er danach suchen sollte. Solche Veranstaltungen holten echt einiges wieder hoch was er doch so tief hatte vergraben wollen... um klar zu kommen.

Als zur Verlesung der Namen darum gebeten wurde, sich zu erheben, stand er mit den anderen auf. Hinter ihm scharrte ein Stuhl über den Boden, dann begann die Aufzählung. Auch Anwärter und Padawane waren darunter. Bei den ersten achtete er unwillkürlich stärker auf den genannten Rang, während der Sprecher bereits mit dem nächsten Namen fortfuhr. Weiter vorn senkte jemand den Kopf, und an einer anderen Stelle legte eine Frau dem Mann neben sich die Hand auf den Rücken. Ganner legte die Hände hinter dem Rücken ineinander und blieb stehen, während die Liste weiterging. Als sie endete, war es noch einen Moment still genug, dass er das Rascheln von Kleidung hören konnte. Um sie herum kehrten langsam die leisen Gespräche zurück, manche Besucher standen noch an ihren Plätzen, andere traten bereits in die Gänge. Die junge Frau in der Reihe hinter ihnen beugte sich nach vorne und fragte, ob sie Ahna persönlich gekannt hätten. Als sie sich den anderen als Faith Navalon vorstellte, wandte Ganner sich ihr zu und bezog den Jedi bei Elise mit einem kurzen Nicken in die Vorstellung ein.


„Ganner Fel. Persönlich kannte ich sie nicht, nein. Ich hatte von ihrer Arbeit gelesen und wollte heute wenigstens hier sein. Von dem Frieden, an dem sie mitverhandelt hat, habe ich als Ex-Marine immerhin auch etwas gehabt.“

Die Vertrautheit zwischen Faith und dem anderen Jedi erklärte sich im weiteren Gespräch. Beide waren Schüler derselben Meisterin gewesen, und bei der Frage nach Chesara stellte sich heraus, dass auch er keine Nachricht von ihr hatte. Ganner ließ den Blick zwischen den beiden wandern. Einen Augenblick lang hatte er selbst auf eine andere Antwort gewartet, obwohl er die Frau, um die es ging, überhaupt nicht kannte.

„Ich hoffe, dass Ihr bald etwas von ihr hört. Diese Seuche hat viel zu viele das Leben gekostet...“

Ganner sah wieder zu Brianna hinüber. An vielen Plätzen waren die Besucher noch im Gespräch und vorerst blieb auch er sitzen. Die Aussicht, eine Aufgabe zu übernehmen, bei der er seine bisherigen Erfahrungen gebrauchen konnte, gefiel ihm und er wollte hören, was sie vorhatte auch um seiner ersten Ablehnung vielleicht ein wenig entgegen zu wirken. Er war sich weiterhin nicht sicher, wie gut er mit ihr zurechtkommen würde, aber über eine konkrete Aufgabe konnte er mit ihr reden.

„Was genau habt Ihr für einen Auftrag im Sinn? Wo soll es hingehen, und welche Arbeit würde dort auf mich warten?“

[Coruscant - Obere Ebenen - Jedi-Tempel - Große Halle] Ganner, Brianna, Elise, Riuen, Faith, Steven, viele Jedi
 
Coruscant - Jedi-Tempel - Große Halle, mit Ian; weiter weg auch Brianna, Ganner, Wes, Elise, Riuen, Steven, Faith, Tenia, diverse NPCs und andere Jedi

Eowyn reihte sich wieder an ihrem Platz ein und starrte leer nach vorne. Sie hatte etwas völlig anderes gesagt, als sie sich vorgenommen hatte, und sie hoffte nur, dass sie vage genug geblieben war. Ahna hätte eigentlich verdient gehabt, dass jeder wusste, welch Leben sie gelebt hatte, aber das war unmöglich; und die Pau'anerin hatte es immer gewusst. Trotzdem... trotzdem.
Ian griff nach ihrer Hand, hielt sie fest, ließ sie nicht los, während Eleonore vorne begann, die Erinnerung auszuweiten auf alle, die im Zuge der C-Krise verstorben waren. So viele.
Viel zu viele. Und Ian... wäre fast ebenfalls einer von ihnen gewesen. Es war so knapp gewesen. Es... war ein Fehler, dass sie noch nicht wieder miteinander umgingen wie vor Bastion. Sie mussten jede Sekunde miteinander auskosten, denn jede Mission konnte ihre letzte sein. Aber gleichzeitig... wie sollte das gehen.

Vielleicht musste sie sich einfach mehr zwingen.

Eleonore war fertig und rief Meister Nackl nach vorne. Der Sullustaner war auch heute verantwortlich für das, was er am besten konnte: recherchieren und ordnen. Die meisten Anwesenden kamen seiner Bitte, sich zu erheben nach; Eowyn natürlich blieb sitzen – frustriert und peinlich berührt. Sie war sich nicht sicher, ob Ians freundliche Geste, neben ihr sitzen zu bleiben, sie mit Dankbarkeit oder noch mehr Scham erfüllte. Sie musste arbeiten. Sie musste noch mehr, noch
härter arbeiten. Jetzt, wo sie ihre Zehen wieder bewegen konnte, musste sie am besten in jeder freien Sekunde dafür sorgen, dass ihre Beine bald wieder funktionsfähig waren. Sie hatte dem Rat gerade - relativ unbeabsichtigt zwar, aber dennoch - quasi eine Kampfansage gemacht, dass sie die Schatten übernehmen würde...

Eine Woche.
Sie würde sich höchstens noch
eine Woche geben, dann musste sie im Büro sitzen. So ging es nicht weiter. Sie war so nutzlos... sie hatte zugelassen, dass die Ärzte und Heiler über ihr Leben bestimmten. Das war auch akzeptabel gewesen, als ihr Rücken noch völlig hinüber gewesen war, aber jetzt, wo sie daran arbeiten konnte, musste sich das ändern. Vielleicht konnte Alexander schon früher beginnen, sie in die akuten Dinge einzuweihen. Denn sie würde übernehmen, das war für sie nun keine Frage mehr. So lange der Rat niemanden vorzuweisen hatte, der oder die definitiv geeigneter war als sie, musste sie Ahnas Wunsch folgen. Wie konnte sie nicht, nach heute? Sie würde den Posten gerne räumen, sobald jemand passendes aufkreuzte, aber nicht vorher. Sie hatten sie im Rat gewollt. Nun... mussten sie damit leben.

"...Anwärterin Sol Zlad. Ritter Nilmor Kor'ey. Padawan Jezem Blanot. Meisterin Mon Fydonost..."

Eowyn begriff, dass sie kaum zugehört hatte, während Meister Nackl die Namen vorgelesen hatte. Ihre Gedanken waren völlig abgeschweift, was umso blamabler war, da sie nicht einmal stand. Aber gut... niemand wusste, ob sie zugehört hatte oder nicht. Und letzten Endes, nun ja... es waren Namen. Namen von Personen, die sie nicht kannte. Es war furchtbar, wie viele es waren, aber sie hatte zu keinem der Namen, die sie gehört hatte, irgendein Bild.
Auch das... auch das musste sich ändern. Wie sollte sie die Schatten führen, wenn sie kaum jemanden kannte? Ahna hatte sie alle gekannt. Sie mit ihrem Vorsprung von so vielen Jahren... Wie sollte sie das schaffen? Wie sie gesagt hatte, es war unmöglich, Ahna zu ersetzen. Alles, was sie tun konnte, war Schadensbegrenzung zu betreiben.

Und dafür musste sie ins Büro.

Vielleicht sogar nur fünf Tage...


"...Padawan Vesso Clath. Ritterin Me Nibrinoss."

Meister Nackl beendete seine lange Liste an Namen und machte eine kleine Pause.

"Mögen sie ihren Frieden in der Macht finden."
Er senkte für einen Moment den Kopf und hob ihn dann wieder. "Ich danke allen für ihr Kommen. Bitte lasst keine persönlichen Dinge in der Großen Halle zurück."

Nach einem Nicken in die Runde begann der Sullustaner, umständlich wieder vom Schemel herunterzusteigen. Das war wohl das offizielle und wenig glamuröse Schlusswort für diese Veranstaltung. Ian wandte sich sogleich an sie, und Eowyn nickte langsam, blickte noch immer geradeaus. Sie war stolz auf mich... dort. Sie hat es gesagt. 'Ich bin so stolz auf euch alle und ich werde euch vermissen.', wiederholte sie die Worte der Pau'anerin, die sich in ihr Gedächtnis gebrannt hatten. 'Die Verantwortung für die Schatten ist jetzt deine.', fuhr sie leise, beinahe nicht hörbar, fort. Und ich fürchte, ich muss ihrem Wunsch Folge leisten. Ob ich will oder nicht. Ob der Rat will oder nicht... Aber das war kein Ort für dieses Gespräch. Dass der Rat sich nicht einig war, egal in welchem Punkt, sollte nicht nach außen dringen, und je länger sie darüber sprachen, desto mehr liefen sie Gefahr, dass sie vergaßen, dass diese Dinge nur für die Ohren des Rates bestimmt waren. Eigentlich nicht einmal für Ians, aber... es betraf sie, und somit würde sie in diesem Fall eine Ausnahme machen. Sie sah noch einmal hinüber zu Ahnas lebensgroßem Hologramm. 'Leb wohl, Ahna. Wo auch immer du jetzt bist... Ich werde dich auch vermissen.' Sie nickte dem Hologramm noch einmal zu, dann sah sie das erste Mal Ian an.

Du musst sagen, dass du stolz auf mich bist, du bist mein Verlobter, antwortete sie in dem vermutlich miserablen Versuch, so etwas wie Leichtigkeit oder alte Vertrautheit zwischen ihnen aufleben zu lassen. Sie blickte sich um und erkannte, dass die Versammlung begann, sich aufzulösen. Jedi wandten sich einander zu, begannen Gespräche, und wieder etwas ernster fuhr Eowyn fort: Lass uns verschwinden von hier. Außer, du möchtest noch mit jemandem reden, Riuen zum Beispiel oder so... Wenn sie jetzt den Moment verpasste, in dem sie von hier abhauen konnte, dann würde sie nicht mehr wegkommen. Das hier war ihr erster öffentlicher Auftritt nach der Pressekonferenz, und bald schon würde der Takt der anderen Jedi verschwinden. Man würde sie ansprechen, und sobald der Bann einmal geplatzt war...
Ian hatte nichts dagegen, die Große Halle zu verlassen, und so legte Eowyn eine ihrer undurchdringlichen und abweisenden Mienen auf und bemühte sich gleichzeitig, niemandem der hier Anwesenden in die Augen zu blicken. Bei den meisten war das kein Problem, waren sie doch viel größer als sie selbst in ihrem Schwebestuhl, nur bei den kleineren Spezies musste sie darauf acht geben, dass sie nicht in den Augenkontakt trat.

Schließlich aber hatten sie die Halle verlassen. Zwar war es hier noch voller als gewöhnlich, aber die größte Hürde war geschafft. In stillem Einverständnis machten sie sich auf den Weg zum Ratssaal, und im Turbolift zu eben jenem dann waren sie irgendwann endlich alleine. Innerlich atmete Eowyn auf und blickte dann zu Ian nach oben.
Alles okay?, fragte sie leise.

Coruscant - Jedi-Tempel - Turbolift zur Ratsebene, mit Ian
 
Coruscant | Jeditempel | diverse für Padawane zugängliche Orte | Aris Calborne, diverse Jedi (NSCs)

Schon als Aris Calborne den Hyperraum im Coruscant-System verließ, stellten sich die ihm wohl bekannten Kopfschmerzen ein, die nur stärker wurden, je näher er dem gleichnamigen Planeten kam. Dank Firedevs Kenobi wusste der Halb-Hapaner nun wenigstens, dass das an seiner so genannten Machtbegabung lag und er lediglich lernen musste, sie zu kontrollieren. Das hatte so leicht geklungen bei der Jedi-Meisterin. Nur eine Anleitung, wie er die Kontrolle lernen sollte, hatte sie nicht gehabt. Meditation sollte helfen…und dabei irgendwie einen Stein zum Schweben bringen. Na klar doch, als wäre das die natürlichste Sache der Galaxis. Eine Vorführung ihrer telekinetischen Talente hatte Aris da auch nicht wirklich weiter geholfen.

Sei es drum, jetzt hatte er ganz andere Sorgen. Coruscant, der Halb-Hapaner hasste diesen Planeten. Knapp drei Billionen Personen lebten hier und das waren nur die, die offiziell erfasst wurden und damit Steuern zahlen durften. Auf keinem anderen Planeten der Galaxis lebten die Leute enger und das auch aus gutem Grund. Weder auf Corellia noch auf Hapes durften Tiere der industriellen Fleischproduktion so eng eingepfercht gehalten werden. Das wurde dort einfach als ethisch nicht vertretbar gehalten. Hier aber taten es die Menschen und Vertreter unzähliger anderer Spezies freiwillig aus Gründen, die
Aris nicht nachvollziehen konnte oder wollte.

Die Ökosysteme des Planeten hatten schon vor Urzeiten aufgegeben und so wurde die planetare Atmosphäre künstlich in Bereichen gehalten, die mehr oder weniger atembar waren. Und die feinsinnige Nase des Halb-Hapaners konnte das riechen, sobald er auch nur einen Atemzug hier tat. Die Straßenschluchten Coruscants hatten ihren ganze eigenen, unvergleichlichen Duft, den so nur das Gemisch aus Ausdünstungen von Billionen von Lebewesen, ihrer Ausscheidungen, dem teils nicht ordentlich entsorgten Müll, unendlicher Industrieabgase sowie der Klimakontrollkomplexe des Planeten generieren konnte.

Die Luft im Jedi-Tempel selbst war tatsächlich im Großen und Ganzen erträglich, hier warteten aber ganz andere Erschwernisse auf
Aris. Der Halb-Hapaner war mit einer großen Dosis Skepsis am Haupteingang empfangen worden. Das war soweit erst einmal nicht verwunderlich, man kannte hier weder sein Gesicht noch seinen Namen. Überraschender war dann aber doch, dass der Name Firedevs Kenobi hier einiges an Gewicht zu haben schien. Man kannte die Frau hier offenbar und schien sie in positiver Erinnerung zu halten. Die Nennung ihres Namens allein und die Bestätigung ihrer Identifikationscodes, die den Nachrichtenzylinder versiegelten, den Aris mitgebracht hatte, waren genug, um ihm auch als Fremder Zutritt zu den hohen Hallen zu gewähren.

Allzu weit war er aber nicht gekommen. Ihm wurde lediglich gesagt, dass der hohe Rat der Jedi über
Firedevs Bericht über die Situation auf Alderaan beraten würde und man schien irgendwie davon auszugehen, dass Aris wusste, was damit gemeint war. Stattdessen wanderte er aber etwas kopflos durch die Hallen des Tempels, bis der Halb-Hapaner von einem der unzähligen Kuttenträger hier eingefangen und zur Verwaltung geschleppt wurde. Hier lief es dann erstaunlich erwartbar ab für eine Personalabteilung. Aris’ persönliche Informationen wurden erfasst, von seinem Konterfei wurde eine Holoaufzeichnung gemacht und er bekam einen Codezylinder, mit der er sich als Ordensmitglied ausweisen und Zugang zu bestimmten Bereichen des Tempels erhalten konnte. Dem Halb-Hapaner wurde sogar ein Einzelquartier zugeteilt. Er war immerhin der Padawan von Firedevs Kenobi. Und natürlich schien man hier zu erwarten, dass Aris wusste, was genau das bedeutete. Bewaffnet mit seiner neuen Identität als Padawan und einem Datapad, auf dem einige Willkommenspamphlete wurde der Halb-Hapaner so in die Wildnis des Jedi-Tempels entlassen und die neu gewonnene Freiheit nutzte er erst einmal vor allem damit, sein Quartier aufzusuchen.

Das Quartier war spärlich eingerichtet. Ein simples Bett, ein schmuckloser Spind, ein funktionaler Schreibtisch samt Stuhl und Computerterminal, ein Kissen auf dem Boden, laut einer der Broschüren scheinbar ein Meditationskissen, eine zweite Tür zu einer winzigen, aber funktionalen Nasszelle und kein Fenster, dafür aber noch eine neben der Eingangstür eingelassene Kommeinheit. Wirklich wohnlich war es hier nicht, aber
Aris hatte schon erheblich schlechter gehaust. Dass er sich das Quartier mit niemandem teilen musste, war allein schon eine Menge wert für den Halb-Hapaner. Die Padawanrobe, die man ihm ausgehändigt hatte, landete erst einmal im Spind und dann legte er sich auf das Bett, um die Daten auf seinem Datapad zu durchstöbern.

Den Geschichtsteil übersprang
Aris, ohne darüber groß nachzudenken. Hier wurden zwar vielleicht ein paar Details genannt, die man nicht in der Schule oder auf der Militärakademie lernte oder anderweitig, zum Beispiel im HoloNet, finden konnte. Grundsätzlich waren für den Halb-Hapaner aber die Fronten klar. Das Imperium hatte unter Führung der Sith die alte Republik gestürzt und ein autoritäres System installiert, unter dessen Joch noch immer unzählige bewohnte Sternensysteme zu leiden hatten. Angesichts des absolut Bösen musste Aris nicht lange darüber nachdenken, ob ihm die Neue Republik und die Jedi lieber waren, die gemeinsam die einzig effektive Widerstandsbewegung gegen das Imperium hatten auf die Beine stellen können. Sicher, die Neue Republik war alles andere als perfekt und der Halb-Hapaner hielt die Jedi nicht für gottgleiche Wesen, die unfehlbar waren. Aber auf Corellia aufgewachsen, hatte er buchstäblich aus nächster Nähe erfahren dürfen, wozu das Imperium bereit war zu gehen, wenn man mit seiner Politik nicht einverstanden war.

Dann war da der Jedi-Kodex inklusive einer oberflächlichen Erklärung der einzelnen Zeilen.
Aris konnte sich noch gut an Firedevs erste Lektion zu dem Thema erinnern und wie er mit Aulona darüber diskutiert hatte, was die Worte zu bedeuten hatten. Naturgemäß hatten sie nicht alles so verstanden und Firedevs hatte ihnen sowohl klargemacht, dass sie davon nicht überrascht war und dass sie im Zuge der Ausbildung noch lernen würden, wie wichtig der Kodex war und wovor genau er warnte. Der Halb-Hapaner nahm es leicht. Er war kein sonderlich spiritueller oder philosophischer Mensch, war sich aber sicher, dass Firedevs ihn später noch genug mit dem Kodex und Anderem piesacken würde. Für den Moment interessierten ihn aber praxisorientierte Dinge viel mehr. Auf dem Datapad waren jetzt natürlich keine Geheimtechniken zu finden, die ihm sofort die Meisterung seiner Machtbegabung ermöglichten, ein Rezept für einen Wundertrank gab es genauso wenig. Solche… Abkürzungen gab es allenfalls in irgendwelchen Geschichten, die zwar mitunter spaßig zu lesen waren, aber wenig bis nichts mit der Realität zu tun hatten. Stattdessen aber gab es Anleitungen für Atemtechniken und Gymnastikübungen, die der Vorbereitung einer Meditation dienten.

Firedevs hatte Aris zwar die Grundlagen bereits gezeigt, das war auf Alderaan aber praktisch zwischen Tür und Angeln passiert. Hier und jetzt war die erste Gelegenheit, um sich voll auf die Aufgabe zu konzentrieren. Und so nutzte der Halb-Hapaner die Gelegenheit. Er begann mit ein paar Dehnübungen und machte es sich dann, wie auf dem Datapad angegeben, auf dem Meditationskissen nieder, um mit den Atemübungen zu beginnen. Der Erfolg hielt sich natürlich in Grenzen. Diese oder jene Atemübung bewusst zu durchlaufen war ziemlich hinderlich dabei, seine bewussten Gedanken herunterzufahren und in einen meditativen Zustand abzudriften. Aber heute war eben auch nur der erste Tag, Aris ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen.

In den folgenden Tagen lief es schon etwas besser, zumindest gemessen an seinem Status als blutiger Anfänger, was die Kontrolle über seine Machtbegabung anging. Seine hoch entwickelten kognitiven Fähigkeiten halfen
Aris zwar, die Atemtechniken in seinem Datapad kurz nach dem mehrmaligen Lesen zu lernen. Aber nur weil er nun die Theorie kannte, gehorchten Körper und Psyche noch lange nicht so wie gewollt. Tatsächlich glaubte der Halb-Hapaner, dass seine rasant rasende Gedankenwelt eher hinderlich dabei war, einen meditativen Zustand zu erreichen. Um Frust aus dem Weg zu gehen, begann Aris also, den Jedi-Tempel zu erkunden. Die Meditationsgärten wurden so schnell zu seinem Lieblingsplatz. Die Pflanzen hier erzeugten Frischluft, wie sie die künstlichen Atmosphärenanlagen einfach nicht nachmachen konnten. Außerdem half ihm die Atmosphäre hier, seine Gedanken zu beruhigen und allgemein waren die Gärten einfach ein angenehmer Ort, um sich dort aufzuhalten, während er las.

Und es gab viel zu lesen.
Aris fand schnell heraus, dass die große Bibliothek der Jedi eine praktisch unerschöpfliche Wissensquelle war und das selbst nur mit den Daten, die ihm als Padawan von Firedevs zugänglich waren. Schnell entschloss sich der Halb-Hapaner, sich auf einige wenige Grundlagen zu beschränken. Allen voran waren da die Techniken, die unter dem Begriff Geistige Abschirmung zusammengefasst waren. Firedevs hatte ihm klargemacht, dass der Druck und die ständigen Kopfschmerzen, die er in der Nähe von Personenansammlungen verspürte, daher rührten, dass sein Geist sich nicht ordentlich vor den Gedanken anderer schützen konnte. Auch wenn Aris die Hintergründe (noch) nicht verstand, das grundlegende Konzept erschloss sich ihm trotzdem. Er litt unter Interferenzen, die sein… Geist… nicht kompensieren konnte und aktuell fehlte ihm die nötige... Isolierung, um das Problem zu beheben. So einfach erklärt, so sehr entzog sich dem Halb-Hapaner aber trotzdem aktuell die Lösung.

Also versuchte
Aris, einen Perspektivenwechsel vorzunehmen und mehr über seine eigentlichen telepathischen Fähigkeiten zu lernen. Seine Logik war simpel. Wenn es ihm gelang, einzelne…. Stimmen aus dem Rauschen, das ihm die Kopfschmerzen bereitete, herauszufiltern, dann folgte auf das Verständnis vielleicht auch eine Erkenntnis, wie er seinen Geist abschirmen konnte. Natürlich war auch das erheblich leichter als gesagt. Aber all diese Dinge gaben Aris mehr als genug den Tag über zu tun und auch wenn er sich noch lange davon entfernt sah, sich als Telepath oder irgendetwas anderes bezeichnen zu können, so bekam er doch mehr und mehr ein Gefühl für die Ziele, die er sich selbst gesetzt hatte. Von Fortschritt zu reden, wäre derzeit bei weitem zu viel gesagt. Aber Aris kannte nun die Richtung, in die er gehen musste und das allein war unglaublich viel wert.

Eine, vielleicht zwei Wochen in seinen Aufenthalt im Jedi-Tempel hinein erreichte
Aris eine Nachricht über die neueste Konzerttour seiner Schwester Sariandi. Das ließ den Halb-Hapaner innehalten und darüber nachdenken, wie lange er sie schon nicht mehr gesehen hatte. Das musste über ein Jahr her sein. Mit dem aufkeimenden Krieg waren Reisen aktuell zwar so kompliziert wie schon lange nicht mehr, aber Aris beschloss, dass ihn das nicht davon abhalten würde, zumindest eines ihrer Konzerte zu besuchen. Im Imperium wurde er bisher noch als Zivilist gesehen und seine Mitgliedschaft in verschiedenen Rennligen gab ihm auch trotz der Nähe zur Kriegsfront einen nachvollziehbaren Grund, zu reisen. Der Halb-Hapaner kannte auch den einen oder anderen imperialen Grenzposten, der mit ein paar Credits erheblich durchlässiger war, als von der Befehlskette beabsichtigt wurde. Also war er sich ziemlich sicher, das baldige Konzert auf Dreena besuchen zu können.

Coruscant | Jeditempel | diverse für Padawane zugängliche Orte | Aris Calborne, diverse Jedi (NSCs)
 
Coruscant – Jedi-Tempel – Große Halle, Ahnas Trauerfeier – viele Jedi, Ganner und Brianna

‚Aus familiären Gründen ausgeschieden‘ – für Brianna war das eine herbe Enttäuschung. Warum war die Realität einfach nicht in der Lage, ihren wildesten Phantasien standzuhalten? Weil, das kam der Echani einen Wimpernschlag später in den Sinn, die wildesten Phantasien gewöhnlicher Leute kaum an ihr reales Leben heranreichte. Als da wäre: die in den Holomedien als Postergirl der C-Virus-Kampagne gefeierte Jedi-Heilerin verliebt sich auf Alderaan in einen Sith-Lord. Als seine Schülerin durchforstet sie heimlich zusammen mit einem konvertierten Ex-Sith die Katakomben des Sith-Tempels einem Heilmittel. Zusammen mit zwei Rätinnen infiltriert sie daraufhin den Privatmond des Imperators und hilft, ihn zu töten. Eine der beiden opfert sich, damit sie weiterleben und den Kampf weiterführen konnten. Dass sie postwendend gleich ein zweites Mal in den Sith-Tempel eindringt um eine Freundin zu retten, ist schon fast eine Randnotiz, denn: nun war sie hier auf der Trauerfeier eben jener Rätin und sie war eine der wenigen, die die Wahrheit kannte und wofür Ahna wirklich gestorben war. Ihre diplomatischen Erfolge, so bedeutend sie auch sein mochten, wirkten klein und irrelevant neben dem, was Brianna die wahre Ahna hatte vollbringen sehen. Dazu kam: wie viele Male davor hatte die Pau'anerin schon den Tag gerettet? Sie hatte ihr beigebracht, dass es nicht darauf ankam, was die Leute dachten. Dass Ruhm vergänglich und unbedeutend war. Sicherlich hatte sie aus Erfahrung gesprochen. 271 lange Jahre, unvorstellbar… für eine Echani waren die 71 schon fast unmöglich zu erreichen. Ahna hatte noch zwei Jahrhunderte länger ein selbstloses Jedi-Leben gelebt…

Andererseits hatten viele andere Jedi nicht einmal ihre bald 29 Lebensjahre erreicht, woran die lange Liste, die Meister Nackl vortrug, sie schmerzhaft erinnerte. Einige der Toten waren Patienten im Jedi-Tempel gewesen, wusste Brianna. Viele von ihnen hatten Familien zurückgelassen, die um sie trauerten. War es in Ganners Fall ähnlich gewesen? Es fiel der Silberhaarigen ein wenig schwer, sich sowas wie Familienleben vorzustellen. Von der Seite ihres Vaters wusste sie gar nichts. Mütterlicherseits gab es nur Onkel Ylsaen, der seine ältere Schwester auf eher ungesunde Weise vergötterte und wegen dessen Familie Brianna gar nicht unglücklich war, Eshan nicht mehr besuchen zu können und die andere Schwester Yuulon, die gewusst hatte, dass sie beide auf Lianna lebten, ohne sich zu melden und die auch seitdem Monate brauchte, um eine einfach Komnachricht zu beantworten. Für die Echani-Jedi war es deshalb schwer vorstellbar, aus familiären Gründen irgendwas zu tun, wie Ganner, schon gar nicht eine Militärkarriere wegzuwerfen. Was dieses andere Projekt war, das er stattdessen verfolgt hatte anstatt ein Jedi zu werden, sagte er nicht und Brianna würde genauso wenig nachfragen wie sie jemand anderer von ihrer eigenen dysfunktionalen Familie erzählte.

Über seine Zeit beim Militär sprach Ganner offener. Über drei dutzend aktive Kampfeinsätze, das war gut, fand die Ritterin und nickte anerkennend. Viel besser als diese Grünschnabel-Padawane, die noch nicht mal vom Leben außerhalb des Schulhofs Ahnung hatten, geschweige denn, wie es sich anfühlte, in Lebensgefahr zu schweben. Zudem war der Mensch in der Reserve, gut. Kontakte zum Militär konnten noch mal nützlich sein. Wenn sie eine gute Schatten werden wollte, musste Brianna lernen, wie Ahna zu denken. Ganner war eine nützliche Ressource, sie musste ihn sich also warmhalten.


„Das ist gut, Respekt!“

Zollte sie ihm infolgedessen Anerkennung. Umgekehrt begriff Ganner offenbar, dass Brianna persönlicher als die meisten Anwesenden von Ahnas Tod betroffen war. Seine Beileidswünsche schienen von Herzen zu kommen – für einen menschlichen Mann schien er ganz okay zu sein. Sie lächelte ein wenig und sagte:

„Danke!“

Im Großen und Ganzen war es aber eine Tortur, hier mit all diesen ahnunglosen Jedi zusammenzusitzen ohne wirklich zeigen zu können, wie frau sich fühlte, wie nahe Ahna ihr gestanden hatte. Eine Heilerin und eine Diplomatin, große Berührungspunkte gab es da für gewöhnlich nicht. Schon wenn sie ihre Alderaan-Mission erklären wollte, müsste sie aufpassen. Alles andere durfte ohnehin niemand wissen. Offiziell kannte sie Ahna überhaupt nicht, aber das war unmöglich durchzuhalten. Erst recht nicht nach dem hochdramatischen Ende ihrer gemeinsamen Zeit, nach ihrem Tod auf Kast. Offiziell sollte es sie auch nicht kümmern, dass Eowyn den Staffelstab aufnahm und Ahnas Arbeit fortführen wollte. Die Leute um sie herum konnten nicht ahnen, wie hoffnungsvoll dieser Satz Brianna stimmte. Sie musste tun, als wäre es nur eine beiläufige Bemerkung ohne große Relevanz, aber in Wirklichkeit platzte hier gerade eine Bombe. Die Echani wollte hier raus, im Moment hatte sie das Gefühl, sich im Jedi-Tempel mehr verstellen zu müssen als es im Sith-Tempel je notwendig gewesen war.

Irgendwann waren die offiziellen Reden vorbei und Meister Nackl verabschiedete sie mit einem eher drolligen letzten Satz. ‚Vergesst eure Turnbeutel nicht auf dem Pausenhof‘ oder so ähnlich. Ganner hatte sich längst eine anderen weiblichen Jedi (Faith) zugewandt, als ihr auf einmal jemand völlig unvermittelt auf die Schulter tippte. Mit einem Faucher fuhr sie herum und sah Marrev. Glück gehabt… wäre sie ihrem Impuls gefolgt, in der Annahme, dass es sich um Jeg handelte, hätte sie ihm wohl die Nase gebrochen. Der Rattataki war definitiv der bei weitem angenehmere von den beiden erfahrenen Schatten.


„Brianna, wir werden jetzt gleich im Anschluss im Ratssaal erwartet,“

Raunte ihr ihr unauffällig zu und verschwand, ohne eine Antwort abzuwarten. Die Echani war lange genug dabei, um sich über sowas gar nicht erst zu wundern. Sie nahm an, dass im Anschluss ein Gedenken der Eingeweihten folgen würde, das war eine gute Nachricht. Sie wollte über die wahre Ahna reden und trauern können und die Chance ergab sich wohl. Sicherlich ging es Marrev und Eowyn, Elise und Markus nicht viel anders als ihr. Es musste ihnen ebenfalls wie eine Farce vorkommen, aber so war anscheinend die Tradition nun mal. Bald würde anstelle des Holobildes von Ahna eine Marmorstatue diese Halle schmücken – und die Leute würden trotzdem nicht wissen, was für ein Leben sie wirklich gelebt hatte.

Ganner war inzwischen fertig, mit der hübschen blonden Menschenfrau (Faith) zu reden und kam auf das Missionsangebot zurück. Er wollte Details haben und vermutlich war es keine Problem, ihm welche zu geben, dachte Brianna und antwortete, freundlicher als gehabt, da er wohl doch ganz brauchbar zu sein schien.


„Wir haben vor kurzem einen Sith-Lord, Graf Janus Sturn, gefangen genommen,“

Begann sie. Dass ‚wir‘ nicht ‚die Jedi‘ hieß, sondern ganz konkret sie und Elise, konnte und sollte er ja nicht wissen.

„Diesen haben wir als Hebel benutzt, um die letzten republikanischen Kriegsgefangenen freizupressen, dazu etliche imperiale Dissidentinnen. Unsere Aufgabe ist es, den Austausch zu überwachen. Das wird eine große, unübersichtliche Situation mit vielen, vielen Leuten und der Angriff auf Kashyyyk macht die Sache nicht gerade ungefährlicher. Natürlich werden wir nicht alleine sein, aber als kampferfahrener Ex-Soldat mit mehr als 36 Missionen wärst du eine gute Ergänzung für das Team. Den exakten Ort und Zeitpunkt des Austausches kenne ich noch nicht, aber unter den Umständen wird es wohl sehr bald und auf neutralem Boden passieren – bevor das Zeitfenster sich schließt.“

Allerdings musste sie sich jetzt langsam auf den Weg machen. Ian und Eowyn schienen bereits aufzubrechen, sehr wahrscheinlich mit dem Ziel Ratssaal, Marrev sowieso.

„Ich muss nun allerdings los. Wenn du dabei bist, kontaktiere ich dich über das Tempelnetzwerk, sobald ich weitere Informationen habe. Wir hören voneinander,“

Verabschiedete die Echani sich und stand auf. Bevor sie den Raum verließ, lief sie an der Holoprojektion von Ahna vorbei, um einen letzten Blick darauf zu werfen und bekam eine Gänsehaut. Sie fühlte sich so lebensecht an, fast als könne sie die Präsenz der Rätin wirklich vor ihr spüren. Es war fast ein wenig gruselig. Brianna wandte sich ab, bevor jemand auf die Idee kam, sie stünde verdächtig lange hier. Falls sie wen dazu befragen könnte, würde ihr diese jemand sicherlich irgendwas mysteriöses-jedihaftes auftischen wie dass sich die kollektiven Gedanken der vielen anwesenden Machtnutzerinnnen auf diese Weise manifestierte – oder wahlweise, dass sie sich das alles nur einbildete, weil sie sich in einem mentalen Ausnahmezustand befand. Sie verließ die Halle, nicht ohne einen letzten Blick zurück zu werfen, unterwegs zu den Turboliften, nur um zu spüren, dass just bevor sie um die Ecke bog, Ian und Eowyn gemeinerweise ohne sie losfuhren.

Coruscant – Jedi-Tempel – Gänge – auf den nächsten Turbolift wartend ( :P ): Brianna
 
||Coruscant ▫ Tempel - Bezirk ▫ Jedi - Tempel ▫ große Halle || ▫Selina ▫ Faith▫ Steven ▫ Elise ▫ Riuen ▫ Brianna ▫ Ganner▫ Eowyn ▫ Wes ▫ viele andere Jedi

Sie war wirklich kurz vor Ende der Veranstaltung angekommen. Ein kleinerer Jedi übernahm als letztes das Wort und betonte noch einmal speziell die diplomatischen Erfolge die die Pau'anerin erzielt hatte in ihrem langen, ewig scheinenden Dienst für den Jedi – Orden. Selina wartete bis sich nach und nach die Leute erhoben und anfingen den Ort zu verlassen. Einige blieben noch um etwa über die Frau zu reden oder sich anderweitig auszutauschen.

Selina musste einen Moment schmunzeln. Wäre dies ihr erster Tag im Jedi – Orden gewesen, hätte sie das Gebäude vermutlich gar nicht betreten können. Sie wäre von der Welle an Trauer überwältigt und verschreckt worden. Sie hatte überhaupt keine Kontrolle über ihre empathischen Fähigkeiten gehabt. Erst die Ausbildung unter Mara Jade hatte ihr die notwendigen Fähigkeiten vermittelt sich gegen den Ansturm der Macht zu wehren, der die Emotionen Umstehender zu ihr trug. Sie war von jeher dafür empfänglich gewesen, warum wusste sie nicht. Es war eben die ganz individuelle Ausgestaltung ihrer Machtbegabung. Heute konnte sie ganz genau steuern wie viel von den um sie herum existierenden Gefühlen sie empfing, notfalls konnte sie es ganz abschalten.

Da die blauhäutige Twi'lek niemanden in der Menge wiedererkannte, entschloss sie sich vorerst ihre Aufmerksamkeit organisatorischen Dingen zu widmen. Zuerst einmal sollte sie schauen das sie bei der Verwaltung vorbei schaute. Immerhin brauchte sie ein Zimmer und sollte auch allgemein bekannt machen, dass sie nun hier war. Also setzte sie ihre Füße voreinander um besagter Angelegenheit nachzugehen. Nach einem kurzen Spaziergang und zwei Turboliftfahrten, bekam sie das Vergnügen sich mit einem hibbeligen Sullustaner auseinander zu setzen. Selina war versucht in ihn zu fühlen, um herauszufinden was ihn so aufregte, ob es vielleicht etwas mit der Trauerfeier zu tun hatte, doch sie hatte inzwischen genug Erfahrung um zu wissen, das dies zuweit ging.

Also blieb sie geduldig, und beantwortete geduldig alle Fragen und ließ das Registraturprozedere über sich ergehen. Schlußendlich bekam sie ihre Schlüsselkarte ausgehändigt, die sowohl ihr Zimmer öffnete als auch als Zugang zu anderen Bereichen im Tempel fungierte. Leicht grinsend entfernte sich die Jedi –Meisterin um sich direkt zu ihrer Unterkunft zu begeben. Der Raum war einfach und funktionell, so wie sie es erwartet hatte. Sie brauchte nichts besonderes. Sie war bereits froh, das sie ein Einzelzimmer hatte. Sie verstaute den Inhalt ihrer Tasche im Kleiderschrank und stopfte die Tasche unter das Bett.

Nachdem all dies erledigt, bzw. abgehakt war, sollte sie sich darum kümmern das ihr Hiersein entsprechende Möglichkeiten bot. Darunter gehörte der nun folgende Gang zur medizinischen Abteilung. Diese erwartete sie in rechtvertrauter Gestaltungsform. Liegen, Einzel- und Mehrbettzimmer, Behandlungsräume, OP- Räume, Bactatanks, das vertraute Piepen und Blinken verschiedener Maschinen. Der Puls, die Essenz dessen woraus ihr Leben in den letzten Monaten, bzw. Jahr bestanden hatte. Selina wusste, das man sich ihr nicht sofort widmen konnte, deshalb setzte sie sich erst einmal auf eine Bank in einem der Flure und wartete. Sie ließ ihre Sinne durch den Krankenflügel schweifen. Immer schön kontrolliert zwischen empathischer Machtempfänglichkeit und kontrolliertem Schutzschirm im telepathischen Äther der Macht. Schmerz, Trauer, Schock, Hoffnung, Unsicherheit … all diese Emotionen streiften ihren Geist und zogen kurz darauf wieder vorbei.

Schließlich konnte sie nach einiger Zeit einen Moment abpassen als eine der scheinbar wichtigeren Personen des Personals nicht hektisch zur nächsten Aufgabe eilte. Die Jedi – Heilerin trat flink hervor um sich dem Jedi – Heiler / Arzt vorzustellen. Die erste Distanz der Fremdheit fiel innerhalb von Minuten, nachdem die Blauhäutige ausführlich aber doch auf den Punkt ihre medizinische sowie Ordens-spezifische Vorgeschichte geteilt hatte. Ein hauptsächlich von anderen der Gesundheit verschriebenen Professionellen erteilte Danksagung bezüglich der bisherigen Bemühungen rundete das Kennenlernen ab. Selina kam daraufhin auch zügig auf den Grund ihres Besuches zu sprechen. In der Registration war sie zwar als Jedi –Heilerin aufgeführt, doch hier konnte sie die Belegschaft zudem darüber informieren das sie nicht nur Machtheilung und Pflege zu bieten hatte, sondern auch Operationen durchführen, sowie den Einsatz von 2-1B, FX, und anderer Medidroiden bewerkstelligen konnte.

Es war wichtig, dass sie ihre Fähigkeiten weiter einsetzte. Wenn sie nicht weiterhin regelmäßig in Operationssälen oder Behandlungszimmern ihre Fertigkeiten einsetzte, würden sie wieder verkümmern. Also bot sie an, das man sie vereinzelt in der medizinischen Abteilung einplanen konnte, etwa als Assistenzärztin oder Vergleichbares. Solange sie im Tempel war, konnte sie sicher sowohl die Ausbildung eines Padawans als auch die Arbeit in der Krankenabteilung unter einen Hut bringen. Sobald Missionen anstanden, würde man natürlich weitersehen müssen, doch vorerst hatte sie noch keinen Padawan, da war es nur sinnvoll sich anderweitig nützlich zu machen. Der Vorgesetzte gab ihr zu verstehen, das sie darüber nachdenken und sich entsprechend bei ihr melden würden.

Selina verabschiedete sich mit einer freundlichen Verbeugung, gefolgt von sich voreinander schiebende Füße, die in letzter Konsequenz den Weg über die Kantine zum Meditationsgarten fanden. Die Meisterin hatte lange keine allumfassenden Übungen in diversen Bereichen der Macht unternommen. Es gab einiges an Auswahl, doch Selina wollte erstmal etwas Einfaches machen, bzw. etwas das sie unkompliziert selbst üben konnte, ohne einen Gegenüber. Sie entschloss sich zuerst dem Absorbieren von Energie ihren Fokus zu widmen. Zwar war die normale Tagessonne nicht unbedingt die beste Quelle um dies zu trainieren, doch vorerst war es genügend. Sie würde versuchen die Wärme zu absorbieren und abzuleiten, während sie die zwei tiefen Schüsseln, die sich aus der Kantine mitgenommen hatte, mit in ihnen befindlichem Wasser schweben lassen würde. Grundsätzlich einfach, aber am Ende doch nichts für Anfänger, denn sie trainierte sowohl Kontrolle als auch Durchhaltevermögen.

So trat Selina kurz zu einem der Brunnen und füllte beide Schüsseln mit Wasser. Dann suchte sie sich eine bequeme und günstige Stelle, an der sie noch einige Zeit in der Sonne sitzen würde, bevor der Schatten sie erreichte. Sie legte beide Schalen ab, setzte sich in den Schneidersitz und schloss die Augen. Zuerst einmal tauchte sie in das mystische Energiefeld ein, das zu betreten fast nur den hier Anwesenden Individuen möglich war. Nachdem die Twi'lek die Schüsseln vollends erfühlt und ertastet hatte, ließ sie Energie um sie herum fließen und lenkte diese Energie langsam noch oben. Die Schüsseln hoben sich in die Luft und auf ein Kommando der Jedi – Meisterin fingen sie an, langsam um die schlanke Gestalt herumzuschweben.

Nachdem dies nun funktionierte, lenkte die Jedi einen kleinen Teil ihrer Aufmerksamkeit auf die Wärme die sich auf ihrem Gesicht und auf ihren Lekku spüren ließ. Diese Energie sollte nun von ihrer Hautoberfläche durch ihren Körper fließen, nach unten, um in die Erde unter ihrem Gesäß zu fließen. Tief und gleichmäßig atmend konzentrierte sie sich also darauf sowohl das Wasser nicht heraus schwappen zu lassen, also auch die Wärme auf ihrer Haut nicht steigen zu lassen.


||Coruscant ▫ Tempel - Bezirk ▫ Jedi - Tempel ▫ Meditationsgarten || ▫Selina ▫ diverse Jedi
 
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Coruscant – Jedi-Tempel – Große Halle, Ahnas Trauerfeier – viele Jedi, Räte und auch Wes

Als Wes seine Rede beendet hatte und vom Podium abtrat, schwebte als nächstes Eowyn an seinen Platz. Gespannt beobachtete er, wie die an den Schwebestuhl gefesselte Rätin sich schlagen und welche der vielen Facetten Ahnas sie beleuchten würde. Wie sich zeigte, wählte sie eine andere Strategie, um den heißen Brei herumzureden, wie die Frau, die alle betrauerten, nämlich wirklich gestorben war. Sie hielt die Rede, die für die Jedi-Schatten gedacht war, und das war natürlich besonders heikel. Wie adressierte man eine Botschaft an diese, die die übrigen nicht verstehen durften? Wie sich herausstellte, meisterte Eowyn ihre Aufgabe gut.

Entgegen kam ihr dabei natürlich, dass die Pau'anerin zwar eine Meisterin im operativ-taktischen Umfeld war, ihre Haupttätigkeit im Bereich der Strategie, der Koordination lag. Gewissermaßen war diese Tätigkeit der eine Diplomatin gar nicht so unähnlich, wenngleich nach innen statt nach außen gerichtet. Eowyn konnte ihnen mehr Einblicke in Ahnas Wesen geben als die übrigen, obwohl auch sie betonte, sie nicht wirklich gut gekannt hatte. Vermutlich gab es keinen Jedi, der das von sich behaupten konnte, nicht einmal Alexander. Die blonde Rätin wusste aber genug, um ihren Zuhörern ein Bild der Verstorbenen zu zeigen, so wie die meisten sie gekannt hatten. Eine gewisse Unnahbarkeit gehörte dazu, die wohl zur Geheimniskrämerei der Schatten passte oder gar Voraussetzung war.

Natürlich behielt sie die Missionen ihrer Schäfchen im Auge, musste es sogar, das war wohl der Preis ihrer Gabe, der Bruchpunkttechnik. Meist tat sie es aus der Entfernung und Wes maßte sich nicht an, zu wissen, wie oft Ahna wirklich selbst auf Mission gewesen war. Er vermutete, dass Bastion mit Kast die große Ausnahme gewesen war, und dabei war sie zu Tode gekommen. Vermutlich nicht überraschend, nicht für sie. Wes nahm an, dass es diesen Punkt gegeben hatte, an dem der Pau'anerin klar geworden war, dass sie ihren Erfolg nicht mehr erleben würde. Trotzdem hatte sie es durchgezogen. Das war die Steigerung von ›Bereitwillig sein Leben für die größere Sache hingeben‹ – hundertprozentig über das eigene Ableben Bescheid zu wissen. Verdammt, welche Jedihaftigkeit.

Wes vermutete, dass jenes letzte Gespräch, das Eowyn erwähnte, nach dieser Erkenntnis stattgefunden haben musste. Dass Ahna stolz gewesen war, ließ annehmen, dass sie zu dem Zeitpunkt auch gewusst hatte, dass vielleicht auch ohne Bruchpunkttechnik klar gewesen sein musste, dass sie gewonnen hatten. Dass diese große Jedi diesen späten Triumph noch erlebt hatte, war ein sehr tröstlicher Gedanke. Der Taanaber fragte sich, wie die vielen nichteingeweihten Jedi diese Worte wohl verstehen würden. Aber vermutlich musste sie diesen Moment mit den anderen Schatten einfach teilen und dem Rest die Wahrheit von einem gewissen Standpunkt aus erzählen, was sie in der Folge auch tat.

Den Bogen zurück zu spannen gelang ihr sehr gut und – war das etwa so was wie eine Kampfansage? Diese Eowyn klang sehr anders wie die aus ihrem klärenden Gespräch nach der Pressekonferenz neulich. Sie würde alles daran setzen… Ahnas Nachfolge anzutreten? Es war kaum möglich, diese zwei Sätze anders zu verstehen. Gut, seine Stimme hatte sie auf jeden Fall. Nach dieser Rede, der vermutlich schwierigsten und heikelsten dieser Feier, die sie ebenso souverän gemeistert hatte wie die Pressekonferenz zuvor, war es zudem unmöglich, ihr noch die Kompetenzen als Rätin abzusprechen. Ahnas Nachfolge, das war freilich noch mehr als einfach nur eine Rätin sein, sie würden sehen.

Den Saal hatte sie jedenfalls für sich und für Ahna gewonnen. Wes sah bewegte Mienen im Raum und spürte ganze Wogen der Anteilnahme im Raum. Eowyns ergreifende Rede war in der Tat angekommen und der nachfolgende Redner würde es schwer haben, daran anzuknüpfen, so viel stand fest.


»Ruhe in Frieden, Ahna,«

Stimmte Wes in den allgemeinen Chor ein und wartete darauf, dass Eleonore den Rednerplatz betrat. Thematisch ging es nun ein wenig weg von Ahna, hin zu den übrigen während der Krise verstorbenen Jedi, was durchaus passend war. Zum einen, weil man damit nicht nur der einen Person gedachte, der als Rätin eine traditionelle große Abschiedsfeier gewidmet wurde, sondern auch die vielen anderen, die es bestimmt ebenso sehr verdient gehabt hätten. Zum anderen, weil ohnehin keine Steigerung mehr möglich war. Als in der Folge Meister Rat Nackl die Namen derer verlas, dachte Wes an all jene, die er gekannt hatte und versuchte sich ein Bild vorzustellen, wer die übrigen gewesen waren. So viele Namen…

»Mögen sie ihren Frieden in der Macht finden,«

Echote er zum Abschluss der viel zu langen Liste. Allegious' schändlicher Plan hatte dem Orden zugesetzt und ganz zu schweigen von den vielen übrigen Leben, die verloren gegangen waren. Coruscant würde viele Jahre brauchen, um sich wieder zu erholen. Es war die richtige Entscheidung von Ahna gewesen, das Imperium daran zu hindern, dieses Massaker zu wiederholen, so hoch der Preis, den sie dafür zahlten, auch sein mochte.

Im Anschluss hing Wes noch einige Augenblicke seinen Gedanken nach, und als er Eowyn zu ihrer gelungenen Rede gratulieren wollte, war diese bereits unauffällig davongeschwebt. Also ging er durch die sich langsam leerende Halle und sah plötzlich Mya stehen, wieder einmal in Begleitung ihrer schönen Freundin (Voye). Die beiden verbrachten in letzter Zeit echt viel Zeit miteinander, war ihm aufgefallen, aber bisher zierte sie sich irgendwie noch, sie ihm vorzustellen. Vielleicht ja heute.

»Hallo ihr beiden. Hätte mich gewundert, wenn ich euch nicht hier gefunden hätte,«

Begrüßte er die beiden.

»Gefühlt ist der halbe Orden hier, oder jedenfalls der Teil, der sich zur Zeit im Tempel aufhält. Eowyns Rede war sehr bewegend, nicht wahr?«

»Das war sie in der Tat,«


Gab Mya zurück und auch die hochgewachsene Unbekannte nickte wortlos.

»Ich hoffe, meine Rede hat den Ton ebenfalls getroffen?«

Wollte er von seiner Assistentin wissen.

»Hat gepasst ja. Aber weil wir uns gerade sehen… ich bitte Euch um Erlaubnis, auf Mission zu gehen. Auf Ilum bei der Ruine des Kristalltempels wurde ein Alarm ausgelöst. Vermutlich keine große Sache, aber jemand muss das überprüfen. Ich denke, das wird ein passender kleiner Ausflug für T'nadah, Voye hier und mich.«

Ilum… die Wege der Macht waren oft faszinierend. Vorhin erst hatte er mit Eriu darüber gesprochen, wohin er reisen wollte. Auch ihn zog es raus aus dem Tempel, in die weite Galaxis – und Ilum war einer seiner Top-Wünsche gewesen.

»Das trifft sich hervorragend. Ich fliege auch und bringe Eriu und Aulona auch mit. Das wird bestimmt ein großer Spaß und anschließend gehen wir alle noch Kristalle suchen, die Vorräte auffüllen. Gute Übung für die Padawane!«

Freute sich Wes, wurde aber besorgt als er merkte, dass Myas normalerweise satt rote Gesichtsfarbe plötzlich ein wenig nach einem bleichen Rosa aussah.

»Schön dich kennenzulernen, Voye… geht es dir nicht gut, Mya?«

Die Ärmste war so arbeitseifrig und hatte sich nach ihren Verletzungen auf Galantos viel zu wenig geschont. Wes fühlte sich blendend, seit er von Alderaan zurück war und seiner treuen Assistentin würde ein richtiger Urlaub auch mal gut tun, keine Kampfmission gegen Yevethaner, wie sie es gemacht hatte.

»Nein… doch… alles bestens. Es ist nur… seid Ihr Euch sicher, dass wir beide gleichzeitig Coruscant verlassen sollen, in dieser unsicheren Lage?«

»Wieso sollten wir das nicht können? Es gibt doch ein Holonetrelais bei Ilum.«


Fragte Wes zurück, der begann, sich ernste Sorgen zu machen. Er hatte nicht den Eindruck, dass Mya wirklich reisetauglich war. Er wollte es ihr nicht ausreden, aber es wäre sicher besser, wenn ein anderer fertig ausgebildeter Jedi mitkäme. Ihre Freundin, diese Voye, machte nicht den Eindruck, schon sehr weit mit ihrer Ausbildung zu sein und für T'nadah galt ja dasselbe.

»Ehrlich gesagt machst du mir keinen sehr fitten Eindruck. Mir wäre schon wohler, wenn ein anderer Jedi dich begleiten würde, nur zur Sicherheit. Es wäre ein ziemlicher Schlamassel, wenn du uns gerade jetzt ausfällst. Aber ich will dir deine Mission natürlich auch gönnen. Auch du brauchst mal Pause…«

»Nein, alles gut wirklich. Mich haben nur die Reden sehr mitgenommen… vielleicht war es auch das Nuna in der Cantina. Es ist nur…«


Wes dämmerte langsam, was das Problem war. Tagein, tagaus arbeiteten sie zusammen – verständlich dass Mya dann gerne mal für ein paar Tage nicht dieselbe Gesichter sah.

»Ich versteh' schon. Urlaub vom Chef muss auch mal sein, das ist in Ordnung. Aber nimm einen zweiten Jedi-Ritter mit, ja? Es wäre lieb wenn du Eriu fragst, ob er mitkommen möchte. Er hätte sich nämlich sehr auf Ilum gefreut.«

Mya antwortete nicht sofort. War er zu direkt gewesen? Wes hatte gedacht, seiner rechten Hand klar kommuniziert zu haben, dass sie jederzeit offen reden konnte, wenn es Probleme gab, aber scheinbar musste er da noch Überzeugungsarbeit leisten. Schließlich antwortete die Lethan:

»Neinnein, ist schon in Ordnung…«

»Sicher? Du weißt ja, dass ich immer ein offenes Ohr für dich hab und du alles ansprechen kannst?«

»Ja, natürlich.«

»Okay. Ruh' dich vielleicht lieber noch ein bisschen aus und ich organisiere uns ein Transportmittel, das groß genug ist.«

»Alles schon geregelt. Ein D-Wing der Ossus Rangers wartet in Hangar 1138 auf uns.«


Wes pfiff leise in Anerkennung. Mit irgendwelchen Schmugglern würden sie damit wohl genauso fertig werden wie die Rangers nützlich sein würden, verlorene Lost-Place-Touristen zu finden.

»Du überlässt nichts dem Zufall. Vielleicht sage ich das dir nicht oft genug: ich wüsste echt nicht, was ich ohne dich tun würde.«

So gingen sie auseinander. Bevor Wes seine Sachen packte, informierte er gleich Eriu per Kom-Nachricht:

### Kom-Nachricht von Wes Janson an Eriu Curum, eilig ###

Hallo Eriu,

es hat sich gerade etwas ergeben. Mya und ich fliegen nach Ilum und müssen dort nach dem Rechten sehen. Eine glückliche Fügung der Macht! Du kommst bestimmt gerne mit, nicht wahr? Triff uns im Hangar 1138, wenn du möchtest.

Liebe Grüße
Wes

### Kom-Nachricht Ende ###
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Coruscant – Jedi-Tempel, Gänge – Wes (unterwegs)
 
[Coruscant - Distrikt des Fa'lesi Plaza - einige Ebenen darunter in einem Vergnügungsviertel - Bexx Fine Card Games & Ale] Palakwi Rha (P-Wee)

Mit einem angestrengten Brummen zog sich Palakwi Rha am unteren Rahmen des offenen Fensters zu ‚Bexx‘ Fine Card Games & Ale‘ hoch und ließ sich sanft in den Raum hineingleiten. Die Kletterpartie hatte Kraft gekostet, hatte ihr aber Spaß gemacht. Sie war über mehrere Lüftungsanbauten, Außenstreben und Wartungsrohre auf die richtige Höhe geklettert und hatte sich dann an einem Kabel, das eine Neonlichterkette hielt, über die Promenade gehangelt. Sie schaute sich vorsichtig und konzentriert in dem kleinen, halbdunklen Raum um. Schreibtische, Flimsiplast-Notizen, ranzige Hocker, Computerkonsolen, Datapads, eine geschlossene Tür aus dem Raum hinaus. Ein Büro? Ein Surren gefolgt vom Aufleuchten zweier gelber Augen brachte sie instinktiv dazu, sich mit einer Rolle vorwärts hinter den nächsten Schreibtisch aus der Sichtlinie zu bewegen. Sie hörte schlecht geölte Servogelenke, die sich hin und her bewegten, gefolgt von einem blechern verzerrten Tonabfolge in Binär. „... immer wieder dasselbe mit den Ratten hier drin. Nicht genug, dass sie mich jetzt am Schreibtisch und der Konsole verbaut haben, niemand tut etwas gegen das Ungeziefer. Nicht mehr lange und meine Kabel werden durchgebissen sein ...“ P-Wee hörte dem Gejammer des Droiden zu ihrer Linken für einen Moment halb amüsiert, halb angespannt zu. Es musste irgendetwas mit dem Speicherkern und der Verhaltensmatrix dieser Reihe an Protokolldroiden zu tun haben, aber löschte man den Speicher nicht oft genug, neigten sie zu konstantem Genörgel. Sie hatte das Modell am schiefen, metallisch-rohen Geräusch der Servogelenke erkannt. Ihr Onkel hatte es regelmäßig zur Reparatur in seiner Werkstatt gehabt. Ein letztes Surren und der Raum war wieder still. Als sie über den Tischrand spähte sah sie das Modell, dass tatsächlich fest an einem Arbeitsplatz mit mehreren Datenkonsolen und improvisiert aussehenden Werkzeugarmen verbaut war.

Der Blechkollege hatte wieder abgeschaltet, aber sie traute ihm trotzdem nicht. Ihr Einstieg war vergleichsweise lautlos gewesen und dass der Protokolldroide derart schnell aus dem Standby erwacht war, versprach ihr Probleme zu bereiten, sollte sie auf demselben Weg hinaus müssen. Auf leisen Füßen und tief in der Hocke schlich sie zum Droiden hinüber und nahm ihr Multitool vom Gürtel. Sie öffnete den Aufsatz mit einem schmalen Laserschneider für kleinere Arbeiten an Kabeln und ähnlichem. Wenn sie sich recht erinnerte, dann verlief die zentrale Energieleitung zwischen Batteriesystemen, Motorik und dem Droidengehirn auf der rechten Seite des Halses, genau wo der Kopf auf den Torso montiert war. Sie bemühte sich, sich an die genaue Position zu erinnern, bevor sie den Laserschneider ansetzte und mit einer schnellen Bewegung genau an der Metallkante entlang einen präzisen Schnitt setzte. Für einen kurzen Moment schnurrte die Hydraulik des Droiden auf, doch bevor die zwei gelben Optiksensoren in Form von Augen sich erhellen konnten, hauchte der elektronische Buchhalter – fast dem Schrecklaut eines Lebewesen gleich – ein hohes Zischen aus und erschlaffte dann. Ihr drang der Geruch von verkohlten Drähten an die Nase und ein kleines, blaues Blitzen aus dem Schnitt verriet ihr, dass sie sich richtig erinnert hatte. Sie verstaute ihr Werkzeug erneut und beschloss die Gunst der Stunde zu nutzen und sich einen Überblick über dieses Etablissement zu verschaffen. Sie zog ihren Computer Spike aus seiner Halterung am Gürtel und setzte ihn am Zugang der Konsole vor dem Droiden an. Lautlos drehte sich der Scomp Link einige Mal hin und her, bis das Werkzeug schließlich drei Mal leise piepte und sich abschaltete, dafür aber der Bildschirm vor ihr aufleuchtete und den schummerigen Raum mit dumpfem, grünlichem Licht erhellte. Eigentlich schade um den Einmal-Spike, aber was nutzte ein Werkzeug, das man nicht benutzte?

Die Twi’lek suchte sich in Eile durch die Menüs, vorbei an diversen Speichereinträgen zu Einkäufen und Rechnungen der Bar, Lieferaufträgen und Gehaltszahlungen für Angestellte, bis sie einen Gebäudeplan gefunden hatte: ein großer Gastraum mit langer Bartheke und Zugang zu einer Küche und Speisekammern. Zwischen Theke und Ausgang fand sich ein Bereich mit zahlreichen Tischen und Hockern und einer mit mehreren halbkreisförmig angeordneten Sabacc-Tischen. An der Wand dahinter befanden sich mehrere kleine Alkoven für besondere Gäste. Eine geschwungene Treppe führte nahe der Bar in ihr Stockwerk. Sie hoffte immer noch, dass sie gar nicht erst nach unten gehen müssen würde, aber es konnte nicht schaden, sich trotzdem einen Überblick zu verschaffen. Auf ihrem Stock befanden sich entlang eines langen Ganges mehrere Räume: das Büro, in dem sie sich befand, ein gemeinschaftlicher Schlafbereich, von dem sie vermutete, dass es sich um eine Art Unterkunft der Angestellten handeln musste und ein größerer Wohnbereich, der mit der Notiz ‚Bexx – Privat!‘ versehen war. Sie folgte der Kette an Räumen weiter, bis sie zu einem Raum kam, der als Droideninstandhaltungsraum gekennzeichnet war, aber gleichzeitig geradezu absurde Ausmaße für eine Wartungskammer hatte. Verdächtig. Eine kleine Kammer direkt daneben war der Beschriftung ‚Reinigungsbedarf – für Notfälle‘ versehen. Noch ein gutes Stück verdächtiger. Wer kannte sie nicht, diese überraschenden Putznotfälle? P-Wee hatte die Vermutung, dass sie in einem der beiden Räume mit ihrer Tasche wiedervereint werden würde. Die schlichte Tatsache, dass die Räumlichkeiten hier oben missverständlich benannt waren, sprach dafür, dass dieser Bexx mehr anbot als Ale und Kartenspiele.

Keine Minute später öffnete Palakwi die Tür des Büros und trat vorsichtig in den leeren Gang, an dem zahlreiche Sabacc-inspirierte Bilder und künstliche Pflanzen in Hängetöpfen zu finden waren. Sie hörte das rhythmische Wummern von Bässen, untermalt von gedämpften Melodien aus Bith-Saxophonen, hörte das gleichzeitig ferne, aber doch gut hörbare Summen dutzender Stimmen, die vom Schankraum nach oben drangen und fühlte einen Schub an Adrenalin durch ihre Adern fließen. Sanft grinsend schlich sie den Gang entlang, bereit für einen letzten Raubzug, bevor sie diesen Teil ihres Lebens vermutlich für immer hinter sich lassen würde.

[Coruscant - Distrikt des Fa'lesi Plaza - einige Ebenen darunter in einem Vergnügungsviertel - Bexx Fine Card Games & Ale - Personalbereich] Palakwi Rha (P-Wee)​
 
Coruscant – Jedi-Tempel – Große Halle – Trauerfeier für Ahna Rigby – mit Riuen, Steven, Faith, Brianna, Ganner, Eowyn, Ian, Wes und zahlreichen Jedi

Elise sah Eowyn nach, als diese das Podium verließ. Die Rätin hatte sich mit bemerkenswerter Beherrschung durch ihre Rede gearbeitet, und doch war ihr anzumerken gewesen, wie nahe ihr manche Erinnerungen gingen. Besonders ihre letzten Worte über Ahna hallten noch in Elise nach. Sie hätte die Pau'anerin gerne besser kennengelernt. Jene Frau, die stolz auf ihre Ordensgeschwister gewesen war und sie vermissen würde, hatte sie in der kurzen Zeit ihrer Bekanntschaft kaum zu Gesicht bekommen. Elise ließ den Blick über die versammelten Jedi wandern. Irgendwo zwischen all diesen Gesichtern saßen Brüder und Schwestern, die Ahna über Jahrzehnte gekannt hatten. Andere waren vielleicht nur gekommen, weil sie den Namen einer großen Rätin ehren wollten. Und einige wenige wussten, wo und wie ihr Leben tatsächlich geendet hatte.

Vor wenigen Wochen hatten sie sich noch im Thronsaal des Imperators befunden. Nun war Allegious tot, ein neuer Krieg hatte begonnen, und in den Nachrichten wurde über Ereignisse gesprochen, die Elise noch immer mit einzelnen Gesichtern, Stimmen und Augenblicken verband. Ihre eigene Beteiligung daran erschien ihr bisweilen merkwürdig unwirklich. Auf der Krankenstation hatte sie kaum Gelegenheit gehabt, darüber nachzudenken. Vielleicht war sie darüber sogar froh gewesen.

Sie neigte sich etwas zu Riuen.

"Ich beneide Eowyn gerade wirklich nicht", flüsterte sie und ließ den Blick noch einmal zur Rätin wandern. "Vor all diesen Leuten über Ahna zu sprechen, nach allem, was passiert ist ..."

Sie schwieg einen Moment, während weiter vorne einige Jedi ihre Plätze wechselten. Die Ritterin flüsterte zu Riu.

"Ist schon seltsam. Wir waren mittendrin, und inzwischen führt die halbe Galaxis einen Krieg darüber."

Elise betrachtete ihren Schüler von der Seite. Er hatte viel Zeit an ihrem Krankenbett verbracht. Für Gespräche über das, was sie gemeinsam erlebt hatten, war dabei erstaunlich wenig Zeit geblieben.

"Denkst du manchmal noch daran?"

Sie fuhr mit dem Daumen über eine Falte ihrer Robe.

"Ich bin mir bei manchen Dingen noch immer nicht sicher, was ich heute anders machen würde."

Riuen hatte vieles mit eigenen Augen gesehen, und Elise wusste inzwischen, dass seine Überlegungen sie durchaus überraschen konnten. Vielleicht würden sie irgendwann Gelegenheit finden, ausführlicher darüber zu sprechen. Hier zwischen all den anderen Jedi war jedenfalls kaum der richtige Ort. Als sie ihre Sitzposition veränderte, meldete sich ihr Bein. Elise streckte es etwas aus und wartete, bis der krampfartige Zustand nachließ. Sie bemerkte Riuens Aufmerksamkeit, sah jedoch weiterhin nach vorne. Vermutlich hatte er bereits eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie weit sie heute eigentlich hätte laufen dürfen. Sie selbst war mit ihrem Ausflug bislang recht zufrieden.

Ihr Sitznachbar schien ebenfalls einiges wahrgenommen zu haben.

Elise hatte Steven inzwischen mehrfach dabei ertappt, wie seine Aufmerksamkeit zwischen ihr und dem Chiss wanderte. Seine Blicke waren höflich genug, dass sie sich nicht daran störte, aber sie weckten ihre Aufmerksamkeit. Vielleicht überlegte er, weshalb sie einen Stock benötigte, während ihr Schüler offenbar darauf vorbereitet war, sie bei der nächsten unbedachten Bewegung aufzufangen. Die beiden mussten einen eigentümlichen Anblick bieten. Andererseits hatte sie selbst bereits mehr als einmal seine Erscheinung gemustert. Die sorgfältig gewählte Robe, sein Auftreten und die Selbstverständlichkeit, mit der er sich bewegte, ließen sie vermuten, dass er auch außerhalb des Ordens mit förmlichen Anlässen vertraut war.

Als sich eine Gelegenheit ergab, wandte sie sich ihm zu.

"Sagt, was führt Euch zurzeit eigentlich in den Tempel?", erkundigte sie sich leise. "Seid Ihr eigens für die Trauerfeier gekommen?"

Sie betrachtete ihn aufmerksam, ehe sie fortfuhr.

"Ich habe den Eindruck, dass sich hier gerade einiges verändert."

Elise erinnerte sich gut an die Übertragung. Eowyn und Ian hatten sich den Fragen der Presse gestellt, während sie selbst noch damit beschäftigt gewesen war, wieder einigermaßen auf die Beine zu kommen. Seitdem hatte sie versucht, die Nachrichten zu verfolgen, doch manche Entwicklungen waren selbst für sie überraschend gekommen. Falls Steven seinerseits Fragen zu ihren jüngsten Erlebnissen hatte, würde sie bei der offiziellen Geschichte bleiben. Sie und Riuen waren im Zusammenhang mit der Viruskrise unterwegs gewesen. Der Einsatz hatte sich als ausgesprochen unerfreulich erwiesen, was der Stock neben ihrem Sitz hinreichend belegte.

Sie ließ ihrem Sitznachbarn Gelegenheit, auf ihre Fragen einzugehen. Ein ausführlicheres Gespräch würde sich außerhalb der Feier sicherlich besser führen lassen. Hinter ihnen bemerkte Elise eine Bewegung. Die junge Jedi, die Steven zuvor begrüßt hatte, saß noch immer in der nachfolgenden Reihe. Sie schien sich nicht besonders wohlzufühlen, was Elise angesichts ihres eigenen Zustands durchaus nachvollziehen konnte.

Als sich ihre Blicke begegneten, erwiderte sie den Gruß mit einem freundlichen Nicken.

"Wir sind uns noch gar nicht richtig vorgestellt worden. Elise", sagte sie leise und wandte sich etwas über die Schulter. "Ihr kennt Steven offenbar schon länger?"

Sie war neugierig, woher sich die beiden kannten, doch vorne wurde die Zeremonie fortgesetzt. Elise schenkte Faith ein entschuldigendes Lächeln und wandte sich wieder dem Podium zu.

Nun wurde der Opfer der vergangenen Krise gedacht. Nachdem die Räte von Ahnas langem Leben, ihren Verdiensten und ihrer Arbeit für den Orden gesprochen hatten, sollten auch jene nicht vergessen werden, deren Schicksale kaum jemand außerhalb ihres persönlichen Umfelds kannte.

Als der erste Name verlesen wurde, senkte Elise den Kopf.

Die Liste war lang. Sehr lang. Zwischen den einzelnen Namen waren gelegentlich ein Rascheln, ein Husten oder ein unterdrücktes Schluchzen zu hören. Elise versuchte, manchen der Namen ein Gesicht zuzuordnen, doch nur bei wenigen gelang es ihr. Sie betrachtete die Hände in ihrem Schoß und hörte zu. Einige Reihen vor ihr hielt eine Frau die Hand ihres Sitznachbarn. Elise konnte sehen, wie sich ihre Finger langsam ineinanderschoben. Weiter hinten hatte ein junger Padawan den Kopf gesenkt. Vielleicht hörten sie gerade den Namen eines Menschen, den sie gekannt hatten. Als sie wieder zum Hologramm aufsah, erinnerte sie sich unwillkürlich an die letzten Augenblicke im Thronsaal. Ahnas Opfer hatte vermutlich mehr Menschen das Leben gerettet, als hier jemals namentlich genannt werden konnten. Elise ließ ihren Blick noch einen Augenblick auf der Abbildung ruhen und senkte dann wieder den Kopf.

Sie blieb still, bis schließlich der letzte Name verklungen war. Auch danach saß sie noch einige Augenblicke schweigend da. Die Räte ließen den Anwesenden Zeit, und niemand schien es eilig zu haben, die Stille zu unterbrechen.

Erst als die Zeremonie beendet wurde und sich die ersten Jedi erhoben, griff Elise nach ihrem Stock. Sie stützte sich mit einer Hand an der Armlehne ab und richtete sich vorsichtig auf. Ihr Kreislauf benötigte einen Augenblick, um sich mit der Veränderung anzufreunden. Elise blieb stehen, bis der Boden wieder die gewohnte Verlässlichkeit besaß, und warf dann einen Blick zu Riuen.

"Alles gut", sagte sie, noch bevor er etwas bemerken konnte.

Anschließend wandte sie sich Steven zu.

"Es hat mich gefreut, Euch kennenzulernen. Vielleicht finden wir demnächst Gelegenheit, unser Gespräch fortzusetzen."

Sie deutete mit einer kleinen Bewegung des Kopfes in Richtung Ausgang und ließ offen, ob er sich ihnen anschließen wollte. Auch Faith schenkte sie zum Abschied ein freundliches Nicken.

"Wollen wir?", fragte sie ihren Schüler.

Gemeinsam machten sie sich auf den Weg. Elise achtete darauf, ihren Stock möglichst gleichmäßig aufzusetzen, während sich die Reihen um sie herum leerten. Ihre Beine waren inzwischen ziemlich müde, aber sie würde es bis zum Ausgang schaffen. Der Gedanke an ein wenig Ruhe wurde mit jedem Schritt verlockender.

"Ich würde gerne noch mit Eowyn sprechen", sagte sie zu Riuen, als sie die letzten Sitzreihen hinter sich gelassen hatten. "Wegen Thearterra. Wir sollten sie bald in unsere Pläne einweihen."

Vermutlich würde die Rätin angesichts ihres Zustands zunächst wenig Begeisterung für die Idee aufbringen. Elise konnte es ihr kaum verdenken. Vor wenigen Tagen hatte sie noch nicht einmal selbstständig aufstehen können, und nun wollte sie schon wieder zu jenem Planeten aufbrechen, der ihr beinahe das Leben gekostet hatte. Trotzdem zog es sie dorthin zurück. Manchmal ertappte sie sich dabei, wie sie beim Erwachen einen Augenblick reglos liegen blieb und darauf wartete, ob sich etwas in ihrem Körper verändert hatte. Dieses Misstrauen gegen die eigene Gesundheit war ihr fremd. Hinzu kam die Erinnerung an Riuen, der seit ihrem Erwachen kaum von ihrer Seite gewichen war. Sie hätte ihn gerne wieder einmal an ihrer Seite gesehen, ohne dass er dabei Anlass hatte, sich um ihr Leben zu sorgen.

"Sie kennt die Umstände. Vielleicht kann sie uns helfen, die Genehmigung zu bekommen."

Elise warf ihrem Schüler einen kurzen Blick zu.

"Ich fürchte allerdings, sie wird einige Einwände haben."

Sie betrachtete ihren Stock.

"Da müssen wir uns wohl etwas einfallen lassen."

Viel Zeit wollte sie jedenfalls nicht verstreichen lassen. Vielleicht gab es auf Thearterra längst weitere Betroffene. Der Gedanke beschäftigte sie seit ihrer Rückkehr, und mit jedem Tag, an dem sie wieder etwas kräftiger wurde, fiel es ihr schwerer, untätig zu bleiben. Sie erreichten den breiten Durchgang zur Eingangshalle, als ihr Komlink vibrierte.

Elise zog das Gerät hervor und öffnete die eingegangene Nachricht.


Betreff: Heutige Zeremonie

Ritterin Benett,

der Hohe Rat bittet Euch und Euren Padawan Riuen, Euch im Anschluss an die Gedenkfeier im Ratssaal einzufinden.

Möge die Macht mit Euch sein.



Elise blieb stehen und las die wenigen Zeilen noch einmal. Dann hob sie den Blick zu ihrem Schüler und hielt ihm das Display hin.

"Na wunderbar. Wir werden im Ratssaal erwartet. Beide."

Sie schob das Komlink zurück in ihre Tasche und schüttelte leicht den Kopf. "Was für ein Witz in Tüten. Eine Belobigung nach einer Trauerfeier."

Für einen Moment betrachtete sie den Gang, der zum nächsten Turbolift führte. Ein Nachmittag im Quartier wäre ihr durchaus lieber gewesen. Andererseits würde sie Eowyn möglicherweise schneller wiedersehen als gedacht. Sie umfasste ihren Stock fester und beide setzten sich wieder in Bewegung.

Coruscant – Jedi-Tempel – Gänge auf dem Weg zum Ratssaal – mit Riuen, ...
 
Coruscant - Jedi-Tempel - Gärten, Nikis, Tari und Sarina

Nikis errötete etwas, als Sarina seinen Vorschlag ablehnte und erklärte, dass es wohl bessere Orte gab, um eine Konversation zu führen. Nikis rieb sich den Hinterkopf, ein paar Grasreste, die sich dort drin gefangen hatten, lösten sich: "Damit habt ihr wohl recht, ich war wohl etwas übereifrig.” Sarina fragte dann, ob er bereits etwas gefühlt hatte: “Habe ich bereits etwas gefühlt?” Wiederholte er die Frage, schloss die Augen und ging in sich, hatte er etwas gefühlt? Nikis dachte an den Impuls, den er bekommen hatte, als er Tari nach wollte, war das die Macht gewesen oder sein eigenes Unterbewusstsein, gab es für einen Jedi überhaupt einen Unterschied zwischen den beiden? Nein, wenn die Meisterin es für eine schlechte Idee hielt, ihm nachzugehen, dann kann es nicht der Wille der Macht gewesen sein. Nikis öffnete die Augen wieder und setzte ein etwas schmächtiges Lächeln auf seine Lippen, etwas enttäuscht von seinem bisherigen nicht Erfolg „Nein“ antwortete er „bisher habe ich leider noch nichts gespürt“

Kurz darauf kam Tari bereits zurück und Nikis blickte kurz zu ihm mit dem selben blick den er Sarina gezeigt hatte, er fragte sich ob dieser bereits etwas gespürt hatte, war die Erfahrung so überwältigend das er eine Pause brauchte, wenn dies der fall war dann erwähnte er nichts davon, sondern setzte sich direkt wieder zu ihnen, daraufhin blickten beide Anwärter wieder Sarina an als diese die Unterrichtsstunde erklärte.

Sie fing an indem sie indirekt anwies, dass sich die beiden hinlegen, wie sie es bereits zuvor gemacht hatten, sehr gut, immerhin bedeutete das, dass die beiden auf dem richtigen Weg waren. Als nächstes schlossen die beiden die Augen, als Sarina die nächsten Instruktionen gab, die beiden sollten erst mal atmen, also tat Nikis das, ein und aus, ein und aus. Er versuchte den Rest des Universums Wegfallen zu lassen und hörte nur noch Sarina‘s stimme, sie fing dann an das Leben um sie herum zu beschreiben, die Pflanzen, die Bäume, die Käfer und all die kleinen Tiere, Nikis versuchte sich auf die Details zu fokussieren als Sarina sie aufgelistete.

Mit seinem Kopf geleert verging die Zeit schneller als gedacht, bald merkte er das sich Tari wieder in eine Sitzposition aufrichtete und er tat es ihm gleich und fing an zu sprechen:
"Irgendwie ist diese Übung härter als ich gedacht hatte” Er drehte seine Oberkörper zu Tari, “Hattest du bisher irgend einen Erfolg?” Nach der Antwort drehte er sich wieder zu Sarina "Wie sollte das Licht nachdem wir suchen aussehen? Wie war deine erste bewusste Interaktion mit der Macht, vielleicht hilft uns dabei, unseren eigenen Weg zu finden.”

Coruscant - Jedi-Tempel - Gärten, Nikis, Tari und Sarina
 
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