Realserie Ahsoka

Uff, okay...
Naja, gut, muss man sich halt gedulden. Hatte irgendwie auf Oktober/November gehofft, aber das wurde ja immer unwahrscheinlicher, da die letzten Wochen nix angekündigt wurde.
Was für mich einfach unverständlich ist:

Warum braucht man mindestens 3,5 Jahre für eine weitere Staffel rauszubringen?

Nebstdem man nicht mal bei einer Film-Reihe solange auf den nächsten Teil warten muss … Und klar, die Drehbücher mussten umgeschrieben werden, weil man Inhalte aus Mando-S4 reinnehmen muss.

Aber reicht das schon aus, dass man verlgeichsweise länger als Andor braucht? Gerade, weil bei Andor in jeglicher Hinsicht beim Dreh viel mehr Aufwand dahinter war und die Folgen länger: Die haben es in 2,5 Jahren hingekriegt. (Oder ist Ahsoka so Special Effects heavy, dass die Post-Production länger dauert? Weil Andor konnte ohne Darstellung der Macht auskommen.)
 
Warum braucht man mindestens 3,5 Jahre für eine weitere Staffel rauszubringen?

Nebstdem man nicht mal bei einer Film-Reihe solange auf den nächsten Teil warten muss … Und klar, die Drehbücher mussten umgeschrieben werden, weil man Inhalte aus Mando-S4 reinnehmen muss.
Es ist nicht nur uns aufgefallen:

https://www.forbes.com/sites/paulta...-revealed-release-date-gap-is-totally-absurd/

Es wirkt halt, als hätte man die Staffel halb neudrehen müssen oder als ob man noch sechs extra Folgen gedreht hätte. Aber offiziell sind die Dreharbeiten ja seit Oktober 2025 (!) abgeschlossen. Also wenn da nicht still heimlich noch weiter dran gedreht wird (z.B. Second Unit Footage) oder die Effekte extrem aufwendig sind (Post Production Mühle), kann es eigentlich nur mit etwas Disney-politischem zusammenhängen. Vielleicht ist es nicht mal zwingend der Inhalt, aber möglicherweise die Erscheinungsreihenfolge von Inhalten - wobei da dann die Frage erlaubt sei: Auf welchen Inhalt muss Ahsoka S2 "warten"? Wir sitzen doch SW-technisch allmählich auf dem Trockenen und ein Staffel-Start in 2027 beißt sich ja eher mit 'Starfighter' und dem 50-jährigen Jubiläum von Episode IV. Der ursprünglich angedachte Slot im Herbst 2026 war schlicht perfekt; insbesondere da es die einzige Live-Action-Serie für dieses Kalenderjahr gewesen wäre.
 
Was für mich einfach unverständlich ist:

Warum braucht man mindestens 3,5 Jahre für eine weitere Staffel rauszubringen?

Nebstdem man nicht mal bei einer Film-Reihe solange auf den nächsten Teil warten muss … Und klar, die Drehbücher mussten umgeschrieben werden, weil man Inhalte aus Mando-S4 reinnehmen muss.

Aber reicht das schon aus, dass man verlgeichsweise länger als Andor braucht? Gerade, weil bei Andor in jeglicher Hinsicht beim Dreh viel mehr Aufwand dahinter war und die Folgen länger: Die haben es in 2,5 Jahren hingekriegt. (Oder ist Ahsoka so Special Effects heavy, dass die Post-Production länger dauert? Weil Andor konnte ohne Darstellung der Macht auskommen.)
Könnte auch eine Frage eines gewissen Abstands der Serien zueinander liegen. SC wurde mehrfach geschoben, dann kam die lang erwartete Andor-Staffel. Vielleicht wollte man da Ahsoka nicht reinquetschen. Und wenn es inhaltlich dann auch nur ein winziges bisschen sinnvoll ist, Ahsoka hinter Mando zu schieben, war es vermutlich naheliegend, jetzt erst MSL zu bringen.
Dass man es jetzt allerdings ins Nächste Jahr schiebt? Vielleicht will man hier vor Starfighter noch etwas Content - das wäre sinnvoll und wäre schlüssig, falls man von Ahsoka 2 überzeugt ist, denn ich könnte mir vorstellen, dass man nach den guten Kritiken zu MSL sich stimmungstechnisch etwas Rückenwind für TMaG erwartet und will das womöglich vor Starfighter reproduzieren. Aber alles nur Spekulation.
 
Ich habe in den letzten Tagen ziemlich viele Gerüchte über einen Kurswechsel gehört. Da war jetzt nichts substantielles dabei, sondern hauptsächlich so Sachen wie "insider haben mir x gesagt" oder in "Galaxy's Edge hat mir Ahsoka erzählt, warum hier auf einmal Luke, Leia und Han rumlaufen" (angeblich gab es ein "Shattering" Ereignis und die Welt zwischen den Welten ist zerbrochen und Helden sind gefragt, um diese Bedrohung zu bekämpfen) und so weiter. Dann waren die neuen Chefs von Disney persönlich bei Lucasfilm zu Gast. An sich nichts erstaunliches, aber dass die das an die Presse mit Pressephoto gegeben haben, war durchaus ungewöhnlich, bzw. ist bemerkenswert im Kontext anderer Ereignisse. Zumal reguläre Meetings heute per voice chat stattfinden. - Die Streamingzahlen sind ein weiterer Brotkrumen. Unter Kathleen Kennedy hat man wie die Pest vermieden, sowas zu veröffentlichen und jetzt auf einmal gibt man Nielsen die Zahlen und zeigt man ganz offen, dass die Sequels keine vorrangige Rolle spielen? Einzeln betrachtet mag das alles (und Dinge, die mir spontan nicht einfallen) nicht viel aussagen, aber es zeichnet sich langsam ein Bild ab.

Jedenfalls deutet einiges darauf hin, dass diese Staffelverschiebung nicht am regulären Produktionskreislauf liegt, sondern weil Staffel 2 genutzt werden soll, um die neue Ausrichtung von Star Wars anzustoßen. Die Welt zwischen den Welten könnte eine Rolle spielen (siehe vorheriger Absatz), um die Sequels zur Seite zu schieben, bzw. eine neue Zeitlinie/ Realität zu erschaffen, die nicht in Episode 7/8/9 endet.

Ob das stimmt? Keine Ahnung. Das sehen wir dann, wenn mehr veröffentlicht/ geleakt wird und natürlich, wenn die Serie endlich läuft.
 
Die Fans der ersten Stunde haben über 40 Jahre auf die erste Realserie gewartet, die Prequel-Generation 20 Jahre, und jetzt wundern wir uns, wenn mal ein Jahr ohne eine neue Staffel vergeht und wir "nur" einen neuen Film und eine Animationsserie kriegen. ^^

Eventuell will man einfach nicht mehr so viel auf einmal rausbringen, um Übersättigung entgegenzuwirken. Ein Realfilm, eine Animationsserienstaffel, zwei Spiele, vier Romane und mehrere Comics in einem Jahr sind doch nicht gerade wenig, finde ich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Fans der ersten Stunde haben über 40 Jahre auf die erste Realserie gewartet, die Prequel-Generation 20 Jahre, und jetzt wundern wir uns, wenn mal ein Jahr ohne eine neue Staffel vergeht und wir "nur" einen neuen Film und eine Animationsserie kriegen. ^^

Eventuell will man einfach nicht mehr so viel auf einmal rausbringen, um Übersättigung entgegenzuwirken. Ein Realfilm, eine Animationsserienstaffel, zwei Spiele, vier Romane und mehrere Comics in einem sind doch nicht gerade wenig, finde ich.
Gut, da hast du natürlich auch recht. Und ja, vor allem crossmedial kommt weiterhin genug.

Es ging ja auch mehr um das Rätsel der Verschiebung als um großen Frust oder so.
 
Auch wenn’s schade ist: Grundsätzlich sollte man froh sein, dass Disney von dem „wir müssen den Menschen jeden Monat eine neue Serie oder Staffel vor die Füße werfen“ abgerückt ist. Aus meiner Sicht lebte Star Wars immer davon, etwas besonderes zu sein.

Ich kann mir vorstellen, dass man bei Disney heute beispielsweise Ahsokas erste Staffel auch komplett als Film rausgebracht hätte, wenn sie nicht schon draußen wäre.
 
Puhh... also für mich ist diese News mit der Verschiebung von S2 echt ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ist es natürlich gut, wenn eine Serie mehr Zeit in der Postproduktion hat und nicht zu früh rausgehauen wird. Bei AHSOKA S1 hatte ich schon das Gefühl, dass die erste Hälfte der Staffel deutlich besser aussah als die zweite. Gerade sämtliche Szenen auf Peridea hätte noch etwas mehr Zeit in der Postproduktion verdient gehabt. Also ja, mehr Zeit für ILM, Skywalker Sound oder die Kiner-Komponisten-Familie ist sicher nicht verkehrt, ABER dreieinhalb Jahre sind einfach viel zu viel Zeit zwischen Serienstaffeln.

Warum?

Damals bei den Prequels fand ich drei Jahre zwischen den Filmen angemessen. Dazwischen gab es dann vielleicht kleinere Projekte wie Games, Bücher, Comics oder Animationsserien, um die Vorfreude anzuheizen und einen Hype aufzubauen. Aber das waren auch andere Zeiten. Heute wird man einfach so sehr mit Content zugeballert, dass ICH zumindest Schwierigkeiten habe, Vorfreude zu empfinden oder einen Hype aufkommen zu lassen. THE MANDALORIAN AND GROGU ist das perfekte Beispiel. Ich gehe übermorgen ins Kino und ja, ich freue mich schon. Aber trotz Berliner Fan-Event und minimal anziehendes Marketing verspüre ich noch immer keinen großen Hype auf den Film. Wäre er vor ein paar Jahren herausgekommen, wahrscheinlich ein oder zwei Jahre nach dem Finale von THE MANDALORIAN S2, wäre das sicher etwas ganz anderes.

Und bei AHSOKA ist das ähnlich.

Sicherlich wird man die meisten von uns Star Wars Fans trotzdem abholen. Sowohl THE MANDALORIAN AND GROGU als auch AHSOKA S2 werden uns schon ins Kino oder vor den Fernseher gelockt bekommen. Aber wie sieht es mit den Otto-Normal-Zuschauern aus, die für einen Erfolg zwingend notwendig sind? Der Kinofilm wird jetzt sicher der Testlauf sein und ich kann mir gut vorstellen, dass die bisher eher mittelmäßige Resonanz sowohl erste Reaktionen zum Film, als auch Vorverkaufszahlen oder der fehlende Hype eine Rolle spielen dürfte, wie es mit dem Mandoverse nach AHSOKA S2 weiter geht.

Ich würde sogar soweit gehen und behaupten (Disclaimer: Ist nur eine Theorie meinerseits), dass die Verschiebung von AHSOKA S2 auch damit zu tun hat, dass man Dinge anpassen muss.

Wie komme ich darauf?

Nun, seit längerem geht ja (angeheizt durch Äußerungen von Dave Filoni und Jon Favreau) das Gerücht rum, dass die Zukunft des Mandoverse und auch Filonis (immerhin in 2023 angekündigter und seitdem totgeschwiegener) Event-Film ungewiss sind. Soll heißen: Sollte THE MANDALORIAN AND GROGU nicht performen, ist vielleicht nach AHSOKA S2 vorerst Ende. Filoni selbst hat ja gesagt, dass es zwei Optionen für das Mandoverse gibt. Eine, bei der sie mehr Zeit hätten, ihre Geschichte zu erzählen und die ihm lieber wäre und eine, wo sie es zu einem schnelleren Ende bringen müssen. Letztere Option sei wahrscheinlicher. Insofern KÖNNTE (nochmal wichtig: nur meine Theorie) die Verschiebung von AHSOKA S2 auch mit der gesunkenen Erwartung von Seiten Disneys bezüglich der Box-Office-Zahlen von THE MANDALORIAN AND GROGU zusammenhängen. Ergo: Filoni muss vielleicht nochmal an die Serie und das Ende von AHSOKA S2 anpassen, damit danach erstmal Schluss ist und Ideen, die er für seinen eigenen Film hatte (von dem ja nirgendwo mehr die Rede ist), nun in das Serienfinale einbaut. Nachdrehs eingeschlossen.

Ich will jetzt wirklich kein Schwarzmaler sein und hoffe wirklich, dass man bei Disney endlich mal aufwacht und von Fehlentscheidungen in der Vergangenheit lernt. Aber bei THE MANDALORIAN AND GROGU wiederholen sie ja 1 zu 1 ihre Fehler bei SOLO. Und deswegen fehlt mir allmählich der Glaube.

Oder um Baylan Skoll aus AHSOKA S1 zu zitieren: "It repeats again and again and again."
 
Ganz so negativ sehe ich das gar nicht. Zunächst was Mandalorian & Grogu angeht, ob der Film nun gut oder schlecht ankommt, er ist was seine Produktion und Vorproduktion angeht noch unter der alten Administration entstanden. Sicher, Filoni ist hauptverantwortlich für das Drehbuch (soweit ich weiß), aber ein etwaiger Misserfolg des Films kann noch damit abgetan werden, dass der neue Boss (Filoni) nicht die volle Kontrolle über das Projekt hatte. Natürlich ist ein Erfolg des Films wünschenswert, einfach weil ein schöner Star Wars Film mal wieder toll wäre und vor allem auch, damit es Filoni als neuem Chef den nötigen Rückenwind für weitere Projekte gibt.

Jetzt aber zum eigentlichen Thema von Ahsokas Verschiebung: So unschön sie aus Konsumentensicht auch ist, diese Verschiebung gibt Filoni und seinem Team die Gelegenheit die zweite Staffel dafür zu nutzen, seine eigene Vision für Star Wars unbefangen von ihm vorangestellten Studiochefs einzuleiten. In diesem Sinne sehe ich die Verschiebung mit einem weinenden und einem lachenden Auge und wünsche Filoni und seinem Team eine glückliche Hand bei welchen Änderungen auch immer sie nun durchführen, die diese Verschiebung erzwungen haben.
 
(...) und jetzt wundern wir uns, wenn mal ein Jahr ohne eine neue Staffel vergeht und wir "nur" einen neuen Film und eine Animationsserie kriegen. ^^

Das Problem ist ja hier nicht SW-zentrisch, sondern schon ein grundsätzliches: Wieso dauert es 3,5 Jahre, um eine Staffel mit 6 bis 8 Stunden Laufzeit zu produzieren? Star Wars ist hier sogar noch im Vorteil, weil es als Franchise kontinuierlich im Gespräch und in Bewegung ist.
 
Der Unterschied zu früher ist, dass Serien heute kaum noch wie klassische Fernsehproduktionen entstehen. Der technische Aufwand ist enorm geworden. Das betrifft nicht nur die Dreharbeiten selbst, sondern vor allem die Nachbearbeitung. Bei modernen Produktionen steckt unglaublich viel Arbeit in digitalen Effekten, virtuellen Kulissen, Farbkorrektur, Tonbearbeitung und unzähligen kleinen Nacharbeiten. Früher war Fernsehen wesentlich direkter und pragmatischer produziert. Heute soll jede Folge aussehen wie ein großes Event.

Streaming hat das Ganze zusätzlich verändert. Früher mussten Sender jedes Jahr liefern. Serien liefen in festen TV-Rhythmen, oft mit über zwanzig Folgen pro Staffel. Während die ersten Episoden schon ausgestrahlt wurden, arbeitete das Team teilweise noch an den späteren Folgen. Dieser Druck existiert heute kaum noch. Stattdessen wird eine komplette Staffel monatelang fertiggestellt, bevor überhaupt etwas veröffentlicht wird. Dazu kommen weltweite Synchronisationen und Marketingkampagnen.

Und besonders kompliziert wird es bei großen Franchises. Bei Star Wars hängt inzwischen fast jede kreative Entscheidung an mehreren Ebenen gleichzeitig. Es geht nicht nur um die einzelne Serie, sondern auch darum, wie alles mit zukünftigen Filmen, anderen Serien oder dem allgemeinen Markenbild zusammenpasst. Dadurch entstehen lange Abstimmungsschleifen.
 
Der Unterschied zu früher ist, dass Serien heute kaum noch wie klassische Fernsehproduktionen entstehen. Der technische Aufwand ist enorm geworden. Das betrifft nicht nur die Dreharbeiten selbst, sondern vor allem die Nachbearbeitung. Bei modernen Produktionen steckt unglaublich viel Arbeit in digitalen Effekten, virtuellen Kulissen, Farbkorrektur, Tonbearbeitung und unzähligen kleinen Nacharbeiten. Früher war Fernsehen wesentlich direkter und pragmatischer produziert. Heute soll jede Folge aussehen wie ein großes Event.

Streaming hat das Ganze zusätzlich verändert. Früher mussten Sender jedes Jahr liefern. Serien liefen in festen TV-Rhythmen, oft mit über zwanzig Folgen pro Staffel. Während die ersten Episoden schon ausgestrahlt wurden, arbeitete das Team teilweise noch an den späteren Folgen. Dieser Druck existiert heute kaum noch. Stattdessen wird eine komplette Staffel monatelang fertiggestellt, bevor überhaupt etwas veröffentlicht wird. Dazu kommen weltweite Synchronisationen und Marketingkampagnen.

Und besonders kompliziert wird es bei großen Franchises. Bei Star Wars hängt inzwischen fast jede kreative Entscheidung an mehreren Ebenen gleichzeitig. Es geht nicht nur um die einzelne Serie, sondern auch darum, wie alles mit zukünftigen Filmen, anderen Serien oder dem allgemeinen Markenbild zusammenpasst. Dadurch entstehen lange Abstimmungsschleifen.
Optisch abzuliefern ist bei den Budgets halt einfach keine Kunst mehr. (Immerhin gibt sich Lucasfilm dahingehend weiterhin Mühe. Wenn ich das MCU im Vergleich dagegen halte, sahen die Effekte vor 20 Jahren besser aus als alles in den letzten 8.)

Aber ich würde sofort die Optik von 90s Star Trek hinnehmen, wenn ich dafür top Drehbücher wie in den besten Andor, TNG & DS9 Folgen bekommen würde.
 
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