Bastion

Bastion-Center- In der Nähe des Sith-Tempels- in einer Apotheke- mit Sedros und dem Apotheker-Ein paar Ecken weiter: Niphi mit den Jedi

Die Antwort des Roten war so ziemlich das Sith-mässigste, dass sie seit ihrer Gefangennahme und Folter gehört hatte. Für einen Moment erstarrte sie, gefangen in einem kleinen Flashback. Bilder des Sith,der sie gefoltert hatte, seine Stimme hallte in ihren Ohren wieder als stünde er wieder direkt neben ihr.Die Worte des Sith vor ihr wäre von anderen Ordensmitgliedern wohl als banal oder vielleicht noch als zielstrebig abgetan worden. In Marlis löste seine Tonart jedoch etwas aus, dass sie erbleichen liess. Gut, sie war von Natur aus blass, dass konnte jetzt in dieser Apotheke ihr Vorteil sein.Aber alles in allem war die Situation eine, die ihren Puls wieder in die Höhe schnellen liess. Jap, sie hasste diesen Ort und die Leute hier definitv.

Während dessen spähte ihr "Ordensbruder" in ihre Kiste und begann Fragen zu der Zusammenstellung zu stellen. Tja. Jetzt musste sie wohl froh um ihre Folter-Erfahrung sein. Ihr Gedanken reisten bewusster zurück in die Zeit, bevor sie zu Niphira gekommen war, als sie noch in dieser Folterkammer gehangen hatte. Als ihr Meister noch gelebt hatte... was hätte sie dafür gegeben, genau diese Kiste zu bekommen. Marlis zwang sich zu einem Lächeln.

"Nein, keine Lichtschwertwunden. Meine Meisterin mag.... andere Werkzeuge."

Das stimmte und stimmte gleichzeitig nicht. Niphira bevorzugte andere Waffen. Das Lichtschwert kam bei ihr selten zum Einsatz. Auf der anderen Seite wär sie wirklich die Letzte, die foltern würde. Aber das wusste der Sith nicht.

"Und sie mag die langen Spiele und im Tempel schmeissen sie mich inzwischen raus, wenn ich..."


sie blickte auf die Kiste und suchte nach einem Wort, das möglichst abwertend klang. Unmenschlich.

"Konservierungsmittel haben will."

Das klang jetzt auch noch so, als wär sie schon deutlich länger im Tempel unterwegs. Gut, wenn man ihre Zeit in der Folterkammer mitzählte, stimmte das ja auch....irgendwie.Ihr Blick ging erneut zu "ihrer" Kiste.Ja, mit den Medikamenten und Verbandsmaterialien, dem Bacta und der Synth-Haut in der Kiste hätte sie ihren Meister vielleicht retten können. Wenn sie sich selbst hätte bewegen können. Aber sie war dazu gezwungen gewesen, zuzusehen, wie das Leben allmählich aus dem Jedi wich. Ein Kribbeln in der Nase kündigte erneut Tränen an. Sie hatte das noch nicht überwunden, bisher aber erfolgreich verdrängt. Jetzt drohte alles wieder hoch zu kochen. Sie kämpfte dagegen an. Nicht hier. Nicht jetzt. Sie hatte einen Auftrag! Und vor allem konnte sie sich selbst und Niphira in Schwierigkeiten bringen, wenn man jetzt erkannte, das sie log. Sie konnte das einfach nicht gut.

"Naja, ich soll auf jeden Fall die Vorräte wieder auffüllen. Irgendwas plant sie schon wieder. "

Sie zwang sich zu einem Grinsen. Niphira plante ja tatsächlich was. Nur nicht sowas. Und der Besuch im Café stand auch noch aus. Nur mussten erst die Verletzten versorgt werden. Und darum musste sie sich beeilen. Der Apotheker hatte etwa zwei Drittel der Ware eingegeben. Der brauchte dringend einen Liter Kaf IV, so langsam, wie er arbeitete. Aber er schien auch gerade sehr bemüht zu sein, nicht durch ein Missgeschick oder gar Fehler Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Etwas, das Marlis nur zu gut verstehen konnte. Wie gern würde sie ihm sagen, dass er sich um sie keine Sorgen machen musste. Das sie wirklich harmlos war. Aber das konnte sie nicht. Nicht , weil ein anderer Sith hinter ihr stand. Und auch nicht, weil das überall auf Bastion wahrscheinlich sehr gefährlich war. Sie hätte die Sith-Robe nicht anziehen sollen! Aber dann wär sie selbst im Sith-Tempel aufgefallen. Auch keine gute Idee. Bastion zu besuchen war wie auf rohen Eiern zu laufen. Man lief ständig Gefahr, einen Fehler zu machen und dann? Marlis wollte auf keinen Fall noch einmal irgendwo verhört werden. Aber wahrscheinlich würde sie garnicht so weit kommen. Niphira hatte gesagt, dass sie Bastion bald verlassen würden. Marlis schwor sich, nie wieder hierher zurück zu kehren. Niemals! Die waren einfach alle Irre hier.

Bastion-Center- In der Nähe des Sith-Tempels- in einer Apotheke- mit Sedros und dem Apotheker-Ein paar Ecken weiter: Niphi mit den Jedi
 
Bastion - Bastion Center - Eine Seitengasse - Niphira, Marlis, Brianna und Bailee



Niphira schaute sich die Situation genauer an. Die beiden Frauen waren wirklich mitgenommen. Ein Umstand, durch den ihr Blick ernster wurde, als ihr lieb war. Bei der Antwort auf ihre erste Frage lächelte Niphira und musste sichtlich dagegen ankämpfen, nicht selbst auch noch los zu kichern.

“Eine interessante Kombination.”

Doch als die andere Frau schließlich meinte, die Nautolanerin sei die Mutige und sie selbst die Dumme, gluckste Niphira nun selbst ein wenig. Die beiden Frauen schienen wirklich ein komisches Duo zu sein. Jedoch ging das Gespräch in eine andere Richtung. Es ging um Niphiras Ordensschwestern. Die Sith schaute nachdenklich in Richtung Sith-Tempel und seufzte leise. Man merkte aber, dass Niphira der anderen Frau zuhörte. Langsam wanderte ihr Blick dann zurück.

“Ich nutze den Orden nur für die Dinge, die ich benötige. Nicht mehr… Was er macht, ist mir recht egal. Mir liegt nichts an Ruhm oder Macht. Es gibt wichtigeres im Leben.”


Niphira schaute dann zu der angeblichen Mirialanerin und schüttelte kaum merklich mit dem Kopf.

“Wenn ich kann… werde ich diesen Ort meiden. Er hat mir zu viel genommen. Noch überwiegt für mich der Nutzen die Nachteile… Umgekehrt? Wo soll ich hin? Die Jedi haben mich verstoßen. Als Kind. Ich habe inzwischen Dinge getan, die ich mir selbst nicht verzeihen kann…”


In der Tat bereute Niphira vieles. Alleine ihr aktuelles Aussehen war nicht das, was sie sich gewünscht hatte. Jedoch stellte sich ihr Gegenüber nun als Vin vor. Die erste Reaktion war eine skeptisch hochgezogene Augenbraue, ehe sie dann eine Verbeugung andeutete.

“Freut mich, Vin.”

Natürlich bezweifelte sie, dass ihr Gegenüber den richtigen Namen nannte. Umgekehrt würde sie ihr daraus keinen Strick drehen. Diese Jedi befanden sich in der Höhle des Löwen. Da war ein Verschleiern der Identität also nicht ungewöhnlich. Auch der Umstand, dass sie scheinbar jemanden retten wollten… Niphira runzelte die Stirn. Scheinbar war die Mission erfolgreich abgeschlossen. Bei dem Geständnis, dass Vin eben nicht Vin war nickte Niphira ruhig.

“Ich habe Fragen… die haben Zeit… Und ja… jetzt gerade wäre es dumm länger zu warten als nötig.”

So betrachtete Niphira weiter die Wunden von Vin und der Nautolanerin und nickte ruhig. Sie hatte sowas in ihrer Kindheit auf Cathar regelmäßiger gesehen.

“Ich denke, wir bekommen euch zumindest weitestgehend zusammengeflickt. Wir warten auf meine Schülerin und bleiben dann bei dem Plan euch erst einmal auf mein Schiff zu bringen.”


Die Nautolanerin war nun dran. Sie fragte natürlich nach dem Liegeplatz. Niphira schaute zum Tempel und dann wieder zu der Frau, wahrscheinlich die harmlose der Beiden sein müsste.

“Keine Sorge… Wir müssen zum Raumhafen. In die Werft, um genau zu sein. Mein Schiff musste ein wenig umgebaut werden. Also wir müssen nicht an einen Ort, wo ihr wahrscheinlich gerade nicht hin wollt.”

Niphira lächelte und hoffte, dass Marlis schnell wieder da wäre. Sonst würde sie wohl mit den Beiden vorgehen und Marlis eine Nachricht schreiben. Hoffentlich ging bei ihrer Freundin alles gut. Verdammt! So weit war die Apotheke nicht weg. Und was ist, wenn die Jedi noch Freunde in der Nähe hatten? Man konnte recht schnell etwas falsch verstehen.




Bastion - Bastion Center - Eine Seitengasse - Niphira, Marlis, Brianna und Bailee
 
Bastion | Imperium | Bastion Center | Sedros in einer Apotheke auf der Hauptstraße, Marlis Sicard, Apotheker (NSC)

Die junge Frau wirkte...nervös. Irgend etwas schien sie verbergen zu wollen, aber war das nicht bei allen Ordensmitgliedern so? Diese hier war augenscheinlich nur ausgesprochen schlecht darin, zu verbergen, dass sie etwas zu verbergen hatte. Und sie schien es irgendwie eilig zu haben. Das kam den reinblütigen Sith sehr gelegen. So musste Sedros nicht viel tun, um mehr von seinem eigenen kleinen, schmutzigen Geheimnis abzulenken. Er musste einfach nur ihre Zeit rauben und dann würde sie sich mehr darauf konzentrieren als auf seinen etwas skurrilen Auftritt hier.

„Konservierungsmittel, hm?“

Er nahm eine der Packungen Synthfleisch auf und tat so als würde er das Kleingedruckte auf der Rückseite lesen, betont langsam.

„Es klingt so, als müsstet Ihr öfter die...Vorräte auffüllen. Beinhalten die Pläne Eurer Meisterin also für gewöhnlich gewalttätige Auseinandersetzungen?“

Eine unschuldig gestellte und natürlich vollkommen dämliche Frage. Welcher Plan der Sith beinhielt denn nicht hier und da eine gewalttätige Auseinandersetzung? Das gehörte quasi zum guten Ton des Ordens.

„Irgend eine Idee, was sie dieses Mal vorhat? Ach und...wie heisst sie eigentlich?“

Sedros legte die Packung Synthfleisch auf den Tresen und griff nach einer anderen Arznei, um sich auch die anzuschauen. Der Apotheker wagte es nicht, da einzuschreiten. Er wirkte vielmehr als fürchte er, dass der reinblütige Sith ihm den Kopf abreißen könnte. Dabei hatte er das gar nicht vor. Er würde dem Mann nichts zuleide tun. Derlei war unglaublich lästig und die Art der Aufmerksamkeit konnte der reinblütige Sith jetzt auch gar nicht gebrauchen. Stattdessen blieb er ganz auf Marlis konzentriert und sprach gemächlich weiter als hätte er alle Zeit der Welt.

„Ach wie unhöflich von mir, ich heiße übrigens Sedros. Schön, Euch kennen zu lernen. Wie heißt denn ihr?“

Er sprach die Worte zwar nicht aus, aber sein Plauderton verriet schon, dass er kurz davor war, seine gegenüber auf einen Kaf im nächst gelegenen Bistro einzuladen. Dazu setzte er sein bestes diplomatisches wie zahnlose Lächeln auf. Der reinblütige Sith war sich ziemlich sicher, dass das dafür sorgen würde, dass sie nun eilig zusammen packen und verschwinden würde.

Bastion | Imperium | Bastion Center | Sedros in einer Apotheke auf der Hauptstraße, Marlis Sicard, Apotheker (NSC)
 
Bastion- Atherious Boulevard- Sith Tempel- Hangar :: Seris Veynar, Cerus Vhal’Kor + 2 NPC Jünger


Varyn nickte knapp, als der Neuankömmling das Datapad ordnungsgemäß ausgefüllt zurückgab. Ohne ein weiteres Wort nahm er es an sich, drehte sich auf dem Absatz und richtete seinen Schritt zum Ausgang des Hangars, hin zu den dunklen Korridoren im Inneren der schwarzen Pyramide.
Nach ein paar Metern blieb er stehen und warf einen Blick zurück über die Schulter.

„Beeilt euch.“

Befahl er scharf.

„Ihr werdet mir folgen. Und versucht, nicht zurückzufallen.“

Sein Ton ließ keinen Raum für Diskussionen — aber gerade genug, dass die Schwächeren darin eine Drohung hören konnten.

Die vier Neuankömmlinge setzten sich in Bewegung.
Veris Seynar, Cerus Vhal’Kor aus dem Transporter, und die beiden, die bereits zuvor mit ihm gekommen waren. Er musterte sie im Gehen mit einem kühlen Seitenblick. ‚Vielleicht würden die letzten zwei es schaffen. Vielleicht.‘ Sie hatten das richtige Maß an Angst, das richtige Maß an Unterwürfigkeit. Die anderen… nun, der Tempel fraß jene, die zu schwach waren, ohne dass sich irgendjemand darum kümmerte.

Und sie alle waren weniger begabt als er. ‚Waren sie das nicht immer?‘ Es war sein einziger Vorteil und er hielt daran fest wie an einem kostbaren Geheimnis.

Die Gruppe durchschritt die unteren Ebenen des Tempels, die Domäne der Lernenden. Die Korridore waren niedrig und eng, ganz im Gegensatz zu der erschlagenden Größe der Eingangshalle. Fackeln und kaltes Kunstlicht warfen flackernde Schatten an die Wände, und das stetige, dröhnende Brummen der Maschinen des Tempels schien sich durch Knochen und Gedanken gleichermaßen zu fressen.

Der Weg zog sich in die Länge, so sehr, dass jedes Gefühl für Zeit langsam erlosch. Doch genau das war beabsichtigt.
ER hatte es ihm einst erklärt, „Zermürbe sie, bevor man sie formt. Wer schon am Weg scheitert, ist keine Mühe wert.“
Und so führte er sie weiter, Schritt um Schritt, ohne Pause, ohne ein Wort des Trostes oder der Erklärung. Nur die Stille der Dunkelheit begleitete sie, unterbrochen vom Klang ihrer Stiefel und dem gelegentlichen schweren Atem eines der Neuen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit blieb er schließlich stehen. Die Luft machte einen Sprung von kalt zu beißend, die Dunkelheit schien sich zu verdichten, als hätte sie Gewicht. Vor ihnen lag die in Stein geschlagene Schwelle, die in einen noch schwärzeren Raum führte.

Sie hatten ihr Ziel erreicht-

Das Mal.
Die Prüfungsstätte der Lernenden. Der Ort, an dem viele kamen — und wenige gingen.

Der Raum wirkte wie eine Wunde im Inneren des Tempels, ein mittelgroßer Bereich, der sich nach unten hin leicht verbreiterte, als hätte der Stein unter jahrtausendelanger Last nachgegeben. Die Wände erinnerten an natürliche Höhlenformationen, kantig, roh, mit Adern aus dunklem Gestein, die im fahlen Licht der eingelassenen Leuchten schimmerten. Doch trotz dieser fast natürlichen Anmutung blieb unverkennbar, dass dieser Ort aus dem Tempel selbst geformt worden war. Die Linien der Architektur, die scharfen Übergänge und das kalte Metall an den Kontrollkonsolen verrieten die Handschrift der Sith.

Die Luft war schwer, beinahe feucht, wie in einer tiefen Grotte, doch durchzogen von einem unterschwelligen Summen – als würde die Dunkle Seite selbst hier atmen. Jede Bewegung hallte gedämpft wider, und die Schatten an den Wänden wirkten lebendiger als sie sollten.

Varyn trat einen Schritt vor, drehte sich zu den vier Anwärtern um und ließ seinen Blick langsam über sie wandern. Ein Anflug von Zufriedenheit schlich sich in seine Stimme, als er sagte.


„Das ist das Mal.“

Er machte eine kurze Pause, ließ die Atmosphäre auf ihnen lasten wie eine unsichtbare Last.

„Wir warten nur noch auf Ihn, der euch prüft.“

Der Unterton in seiner Stimme war eindeutig — gehässig, erwartungsvoll, fast schon genüsslich. Kein Trost, keine Hoffnung. Nur die Aussicht auf das, was kommen würde.



Bastion- Atherious Boulevard- Sith Tempel- Dömäne der Lernenden- Das Mal :: Seris Veynar, Cerus Vhal’Kor + 2 NPC Jünger
 
[ :: Bastion :: Sith-Tempel :: Pyramide der Extinktoren :: Kammer des Großzirkelmeisters :: ]
/Gouverneur Saphenus :: Darth Zion ::


Zion nickte knapp, aber mit spürbarem Respekt. Ja – es war ein Frevel, dass ein Nicht-Sith den Rang eines Großmoffs im Sith-Sektor bekleidete. Doch zugleich war es ein Werkzeug der Kontrolle, ein politisches Gegengewicht zur Macht der lokalen Sith-Gouverneure. Eine Maßnahme, die in seinen Augen unsinnig war, aber eine, die er weder ändern noch jetzt bekämpfen konnte. Es gab bereits genug Fronten, an denen er kämpfen musste.

Mit direktem Blick, der stechend und durchdringend war, sah Zion in die Augen des Zabrak. Das rechte Auge existierte nicht mehr – an seiner Stelle klaffte eine schwarze, leere Augenhöhle, die der Gestalt des Gouverneurs etwas Gespenstisches verlieh.


„Sie haben natürlich eine Wahl.“

Begann Zion, seine verzerrte Stimme hallte schwer durch den Raum.

„Halten Sie mich nicht für so kleingeistig und engstirnig, dass ich meinen Willen mit allen Mitteln erzwingen möchte. Ich suche hier – in dieser Sache – einen Verbündeten. Eine Partnerschaft auf Augenhöhe.“

Noch bevor der Zabrak eine Antwort formen konnte, fuhr Zion fort, seine Stimme nun tiefer, fast eindringlich.

„Ich weiß, dass dies bei den Sith unüblich ist. Dass man stets mit einem Dolchstoß rechnet – von vorne, hinten oder von der Seite.“

Eine kurze Pause, sein Atemmechanismus zischte hörbar.

„Glauben Sie mir oder nicht – hier ist das nicht der Fall.“

Er ließ die Worte nachhallen, nahm seinen Becher und trank einen kleinen Schluck. Der metallische Klang, als er ihn wieder abstellte, wirkte wie ein Paukenschlag in der Stille.

„Sagen Sie mir, was Sie brauchen.“

Sprach Zion schließlich ruhiger.

„Vielleicht kann ich Ihnen behilflich sein.“

Unmerklich straffte sich seine Haltung, und seine Aura begann stärker zu pulsieren – ein dumpfer Druck lag im Raum, spürbar, aber nicht bedrohlich.

„Meine Bedingungen kennen Sie bereits.“

Fügte er hinzu, die Worte präzise und kontrolliert.
Dann lehnte er sich leicht zurück, der Blick unbeweglich wie aus Stahl.


„Wie entscheiden Sie sich, Gouverneur?“

Das rhythmische, mechanische Atmen Zions füllte den Raum – gleichmäßig, unerbittlich. Es war, als zähle jeder Atemzug die Sekunden bis zu Saphenus’ Antwort herab.


[ :: Bastion :: Sith-Tempel :: Pyramide der Extinktoren :: Kammer des Großzirkelmeisters :: ]
/Gouverneur Saphenus :: Darth Zion ::
 
Bastion- Atherious Boulevard- Sith Tempel- Hangar :: Seris Veynar, Cerus Vhal’Kor + 2 NPC Jünger

Seris Atmung wurde etwas schneller, auch wenn sie stark dagegen ankämpfte durchzog ein Gefühl der Angst sie. Sie war ein Großmaul und hatte sich schon oft in die ein oder andere schwierige Situation manövriert. Aber so etwas wie hier, das war etwas ganz neues.

Warum genau hatte sie ihrer Oma nicht auch besser zugehört? Seris hatte eigentlich gedacht, dass es reine Gruselgeschichten waren um die Kinder zu erschrecken. Aber je länger sie durch diese Flure liefen, desto mehr wurde der Rothaarigen bewusst, dass die Alten Leute von Bonetown doch wussten wovon sie sprachen.

/Du könntest rennen/ hörte Seris leise ihre Gedanken. Zwanghaft fuhren ihre Hände in ihre Jackentaschen und suchten nach dem Inhalt. Etwas was sie von ihren Gedanken abhalten würden. Ihre Finger griffen nach den kleinen alten Spielkarten in ihrer Jackentasche.

Sie hatte die Karten vor Jahren von ihrem Vater geschenkt bekommen, lange bevor er nicht mehr nach Hause zurück gekommen war. Seris versuchte ihre Fluchtgedanken auf die Seite zu schieben. Was würde ihr Vater tun? Würde er laufen? Seris schüttelte unbewusst leicht den Kopf als sie an den Ältern dachte.

Seris sah ihn bildlich vor ihrem inneren Auge. Sein rotes Haar welches immer strähnig und fettig in seinem Gesicht gehangen hatte. Die blauen Augen die immer zu von tiefen Augenringen gezeichnet waren und der drei Tagebart. Sie malte sich aus wie ihr Vater hier stehen würde. Dieser hätte nicht den Schwanz eingezogen! Er hätte sich gestellt! Die Veynars waren vieles aber keine Feiglinge!

Ihr Blick wanderte zu den neben sich. Wer die wohl so waren? Ob die mehr verstanden von ddm was hier gerade passierte?

Seris Augen versuchten etwas zu erkennen, es dauerte eine ganze Weile bis sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten. Die feuchte Luft in dem Raum war anstrengend.

Ihr Blick wanderte wieder zu dem Viech was sie hierher gebracht hatte. Sie zog die Augenbrauen leicht in die Höhe. Doch sie wagte nicht einen Kommentar von sich zu geben, auch wenn ihr der nächste dumme Spruch bereits auf den Lippen lag. Es war sicher das erste Mal in ihrem Leben, dass Seris zwanghaft versuchte ihr loses Mundwerk zu halten.
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Bastion - Bastion Center - Eine Seitengasse - Niphira, Marlis, Brianna und Bailee


Eine Sith, die ihnen wirklich helfen wollte? Bailee konnte es kaum glauben. Brianna hatte wohl auch ihre Zweifel, aber so, wie Bailee es heraushörte, kannte sie durchaus solche Fälle. Auch wenn das Beispiel , das sie dann brachte, eher wieder in Bailees ursprüngliches Bild passte. Habgierig, bis zur eigenen Zerstörung. Unglaublich. Die Sith jedoch schien deswegen tatsächlich betrübt zu sein. Auf jeden Fall sah sie für einen Moment wirklich unglücklich aus, was Bailee wieder Brianna ansehen liess. Die Frau war wirklich die komischste Sith, die Bailee sich vorstellen konnte. Kennengelernt hatte sie ja nun noch nicht so viele. Aber sie hatte sie sich anders vorgestellt und auch von dem, was Brianna ihr so erzählt hatte, entstand ein komplett anderes Bild.

Dann erklärte Darth Makhaira, den Orden nur für die Dinge zu nutzen, die sie brauchte. Was auch immer das für Dinge waren, die es nur im Sith-Orden gab. Ne Rolle Klebeband wars wohl eher nicht. Dann erzählte die Sith etwas, das irgendwie gleichermassen perspektivlos klang, als auch als ob die Sith den einfachsten Weg wählte.

"Die Galaxie hat so viele Optionen, man kann doch quasi machen, was man will."

Zumindest fast. Hin und wieder kam vielleicht mal ein Lehrer...oder Sicherheitsbeamter und hatte etwas gegen das ,was man tat. Bailee hatte das Gefühl, dass das Problem der meisten Lebewesen doch nur war, dass sie nicht wussten, was sie eigentlich wollten. Sie selbst hatte mit ihrer Ausbildung als Technikerin für medizinische Geräte so ziemlich das Feld getroffen,dass ihr am meisten Spass machte. Etwas, dass ihr nicht als Arbeit vorgekommen war. Ein Hobby, für das sie Geld bekommen hatte. Jetzt war sie auf dem Weg, eine Jedi zu werden. Entdeckte durchaus Gemeinsamkeiten mit dem,was sie vorher gemacht hatte. Es war als weniger eine "Umschulung" als eine Erweiterung ihrer bisherigen Tätigkeit. Und was für eine! Und ganz nebenbei hatte sie eine echt gute Freundin gefunden, mit der sie sich auch mal die Hörner abstossen konnte. Vorrausgesetzt sie versuchte sich nicht ständig davor zu drücken, indem sie entweder mit anderen Freundinnen auf Bastion und anderen Welten ihr Unwesen trieb oder versuchte, sich selbst umzubringen, indem sie sie fu...ing ausliefern wollte.

"Und wenn ihr euch selbst nicht verzeihen könnt..."

Bailee schmunzelte

"Geht auf ne Agrar-Welt und baut Getreide an, bis ihr glaubt, für eure Sünden gezahlt zu haben...und dann fangt von vorne an. Nur so, um eine Option zu nennen."

Bailee würd vielleicht auf Jakku Sand fegen gehen oder irgendwie sowas. Was für ne kuriose Vorstellung,aber für eine Amphibie wie sie sicher eine nachvollziehbare Form der Selbst-Geisselung. Aber soweit war sie noch lange nicht. Da gab es andere, die so eine Strafe viel eher verdienen würden als sie. Die Sith meinte dann, dass sie auf ihre Schülerin warten würden und dass sie dann zu ihrem Schiff gehen würden, welches sich im Raumhafen befand. Bailee blickte zum Himmel um sich zu orientieren und nickte dann. Sie mussten nicht noch einmal an der Pyramide vorbei, um zu dem Schiff zu gelangen und jede Abweichung der Richtung würde Falle bedeuten. Genauso wie es ihr komisch vorkam, dass sie hier, immernoch in relativer Nähe zum Sith-Tempel, auf die Menschenfrau warten sollten.

"Können wir uns nicht schonmal in Bewegung setzen? Vin wird nicht so schnell vorwärts kommen jetzt, oder? Und eure Freundin wird uns sicher locker einholen. Ausserdem seid ihr nicht die erste Sith, die hier "zufällig" auf uns gestossen ist.Ich würde mich besser fühlen, wenn wir in Bewegung bleiben würden."

Und wenn diese Bewegung von der Pyramide weg führte, umso besser.

Bastion - Bastion Center - Eine Seitengasse - Niphira, Marlis, Brianna und Bailee
 
Bastions | Tempel der Sith | Hangar des Tempels


Die Schritte hallten dumpf von den Wänden zurück, als Cerus und die kleine Gruppe durch die Korridore gingen. Der Hangar lag längst hinter ihnen, doch der Geruch nach Öl und metallener Kälte klebte noch an seiner Kleidung.
Varyn ging voraus, die Anwärter dicht dahinter, und Cerus hielt bewusst ein klein wenig Abstand um zu Beobachtung.

Die Gänge des Tempels waren niedriger als erwartet. Enge Wände, kaltes Licht, Schatten die flackerten, als würden sie sich selbst bewegen. Cerus spürte die Schwere der Luft, die Energie, die sich wie feuchter Nebel in die Haut fraß. Die Dunkle Seite lag hier dichter als irgendwo sonst. Er verstand nicht viel davon — noch nicht — aber er spürte wie sein Instinkt sich meldete und vor diesem Ort warnte.

Doch ihm bleib gerade nichts anderes zu tun als wachsam so sein und so ging er weiter. Schwieg und Beobachtete.
Die Frau mit den roten Haaren links von ihm atmete kaum hörbar schneller. Er konnte es ihr nicht verübeln, sagte ihm doch auch sein Instinkt die ganze Zeit, dass er am besten diesen Ort verlassen sollte.

Cerus‘ Blick glitt kurz nach vorn, zu dem Zabrak, der sie führte.
Der Schritt war sicher, die Bewegungen kontrolliert.
Ein Teil von Cerus’ Innerem sträubte sich dagegen.
Befehle — schon wieder.

Doch er atmete ruhig durch. Er war nicht wegen Varyn hier.
Er war wegen seiner Mutter hier.
Wegen des Augenblicks, in dem er sie verblutend in den Armen hielt.
Wegen des Versprechens, das er dort, zwischen Staub und Tod, still abgelegt hatte.

Nach Stärke zu streben
Nie wieder Schwäche.
Nie wieder.

Das war im Moment das einzige, auf das er sich konzentrierte.

Als sie endlich anhielten, fühlte Cerus, wie sich der Raum vor ihnen öffnete.

Die Luft war anders — dichter, schwerer, fast feucht. Die Wände roh, als hätte man den Stein selbst gezwungen, diesen Ort preiszugeben.
Die Dunkelheit wirkte lebendig.

Varyn wandte sich zu ihnen um. Cerus spürte den Blick, der die Gruppe prüfte. Keine Überraschung. Keine Freundlichkeit.
„Wir warten nur noch auf ihn, der euch prüft.“ so sagte der Zabrak der sie hergeführt hatte.

Cerus senkte nicht den Kopf.
Er hielt den Zabrak fest im Blick — nicht trotzig, nicht herausfordernd, sondern abschätzend.
Gut.
Dann war dies der richtige Ort.

Er stand still, atmete ruhig, sah in die Dunkelheit vor sich.

Und wartete.
Stumm, unbewegt.
Bereit — so weit jemand bereit sein konnte.



Bastion | Tempel der Sith | Dömäne der Lernenden- Das Mal | Cerus Vhal’Kor, Seris Veynar, [NPC Varyn] + 2 NPC Jünger
 
//Nachricht an: Aren Vayliuar Moff des Prefsbelt Sektors\\
Absender: Gouverneur Theranos Zesh von Prefsbelt IV
Verschlüsselte Übertragung, Direktkanal

Das Hologramm des Imperialen Wappens erscheint und dreht sich zwei Mal. Das Wappen erlischt und Gouverneur Theranos Zesh war in markloser Uniform zu sehen und begann umgehend zu sprechen.
Seine Stimme klang ruhig, kontrolliert, doch warm genug, um persönlichen Respekt zu transportieren.


„Moff Vayliuar,“ begann er, und ein kurzer, ehrlicher Nicken begleitete die Worte.
„ich danke Ihnen aufrichtig für Ihre Nachricht – und für Ihr Vertrauen.“


Während er sprach, verschränkte er die Hände locker hinter sich. Seine Augen glitten kurz zu den Datapads auf seinem Schreibtisch, als würde er die Eindrücke der letzten Tage vor sich sehen.

„Die Situation, die ich hier vorgefunden habe, war… herausfordernd. Doch ich kann Ihnen versichern, dass Prefsbelt IV Schritt für Schritt wieder auf festen Boden gestellt wird.“

Er hob eine Hand leicht an mit der Handfläche nach unten und bewegte sie locker nach rechts – eine offene, ehrliche Geste, die weder dramatisieren noch beschönigen wollte.

„Die nötigen Struktur wird wiederhergestellt. Die Unordnung des alten Regimes werden beseitigt. Und die Reformen, die Sie und Sector Adjutant de Fressco unterstützen, greifen bereits.“


Theranos’ Blick wurde schärfer, fokussierter. Man sah ihm an, dass er den nächsten Punkt mit Bedacht formulierte.


„Was Projekt Orbis betrifft – Ihre Priorisierung ehrt uns. Die Arbeiten schreiten voran, und ich werde die Effizienz weiterhin sicherstellen. Ihre Bereitschaft, zusätzliche Ressourcen bereitzustellen, nehme ich mit der nötigen Verantwortlichkeit an.“

Ein kurzer Atemzug. Seine Stirn glättete sich wieder.

„Ich freue mich zudem, Ihnen mitteilen zu können, dass wir mit dem Planeten Truuine eine aussichtsreiche Zusammenarbeit aufbauen. Die Verhandlungen verlaufen konstruktiv, und heute werde ich der Delegation die geplante Plattform im südlichen Becken präsentieren, dazu lasse ich Ihnen ein Datei mit allen Informationen zu diesem Projekt zukommen.“

Er ließ den Satz wirken, blickte kurz zur Seite – hinaus auf das helle Morgenlicht, das durch die Fenster seines Büros fiel – und wandte sich dann wieder voll zur Kamera.


„Ich freue mich darauf, Sie bald persönlich auf Prefsbelt IV begrüßen zu dürfen. Ein Besuch Ihrerseits wird nicht nur ein wichtiges Zeichen für die Bevölkerung sein, sondern auch ein Signal für Stabilität, Fortschritt und das Fortbestehen imperialer Stärke.“

Er senkte leicht den Kopf, nicht unterwürfig, aber respektvoll – die Verbeugung eines Mannes, der seine Aufgabe ernst nahm.

„Lang lebe das Imperium.“

Ein letzter, kontrollierter Atemzug – die Aufnahme endete.

\\ Ende der Nachricht //
 
Bastion-Center- in der Nähe des Sith-Tempels- in einer Apotheke- mit Sedros und dem Apotheker

Ich bin auch eine Sith. Ich gehöre hier her. Es ist völlig in Ordnung, sich auch mit anderen Sith ausser meiner "Familie" zu unterhalten
.... Diese Worte wiederholten sich in ihrem Kopf in Dauerschleife. Ein Mantra, das hoffentlich dafür sorgte, dass sie nicht wieder einen Herzstillstand erlitt. Der Rote betrachtete ihre Kiste eingehender, während sie irgendwas über Niphira erfand, das so nicht wirklich stimmte. Aber sie musste Niphira auch als erstzunehmende Bedrohung hinstellen, auch oder besonders, weil sie im Moment so geschwächt war. Besser der Rote bekam ein Bild von ihr, das die Idee ihre Freundin irgendwie anzugreifen garnicht erst aufkommen liess. Der Sith fragte dann, ob ihre Meisterin öfter mal Gewalt plante. Planen? Nein. Reingeraten? Ständig. Irgendwie.

"Das kann man so sagen,ja."

Marlis legte die Hand auf die Kiste.

"Sonst müsste ich wohl nicht so oft auffüllen, oder?"

Apropos: Da Lilya ja jetzt nicht mehr mit ihnen reiste, wäre das Auffüllen der Erste-Hilfe-Vorräte wahrscheinlich jetzt wirklich ihre Aufgabe. Sogesehen... log sie den Sith ja eigentlich garnicht an. Es war einfache eine selbsterfüllende Prophezeihung. So würde es kommen. Punkt. Der Sith fragte dann nach dem Namen ihrer Meisterin.

"Sith-Vollstreckerin Darth Makhaira."

Sagte sie und gab sich keine Mühe, den Stolz deswegen zu verbergen. Ja, sie war mehr als dankbar, dass sie unter Niphiras Fittiche gekommen war. Sie bewunderte sie. Offensichtlich schafften es nicht viele Sith, in der verdammten Pyramide zu überleben und dabei auch noch den Verstand zu behalten. Das war wirklich eine beachtliche Leistung und Niphira hatte das vollbracht. Auch wenn der Preis, den sie dafür bezahlte, immens war. Vielleicht hätte sie ihren alten Körper noch, wenn sie genauso irre gewesen wär wie die anderen. Vielleicht war ihre Vernunft ihre Schwachstelle, aber es war auch kein Gewinn, den Verstand abzugeben um mehr sinnlose Gewalttätigkeit zu bekommen. Das war der Punkt, den Niphira verabscheute. Und das war gut so.

Der Sith fragte, ob sie wisse, was ihre Meisterin als nächstes vorhabe. Marlis lachte.

"Mich weiter ausbilden. Und ich weiss nicht, wie das bei dir so läuft, aber ICH werde vielleicht auch froh um den Inhalt der Kiste sein, wenn sie mit mir fertig ist. "

Sie grinste und nach ihrem Flug gegen die Wand war auch das eigentlich nicht gelogen. Dann ging der Sith einen Schritt weiter und versuchte irgendwie eine Art Vertrautheit zu erzeugen, indem er sich vorstellte. Wenn man den Namen von jemandem kannte, stieg die Gefahr von "Hey, den kenn ich doch!" Ich bin eine Sith. Ich gehör auch hier her. Es ist völlig in Ordnung,sich auch mit anderen Sith ausserhalb meiner "Familie" zu unterhalten.

"Ich bin Marlis, die Freude ist ganz meinerseits."

erwiederte sie seine Geste ebenso wie sein Lächeln, auch wenn es sich so falsch anfühlte, dass sich ihr Magen zusammenzog.

"Hey, vielleicht sieht man sich demnächst mal wieder. Das Quartier meiner Meisterin ist relativ weit oben. Bist du da auch manchmal?"

fragte sie und wandte sich dem Apotheker zu, um die Materialien zu bezahlen. Unterdessen überlegte sie, dass es dumm wäre, jetzt zu Niphira zu rennen. Sie wusste zwar nicht, dass die beiden Fremden Jedi waren, aber hatte einfach ein schlechtes Gefühl bei dem Gedanken.Und sie hatte gelernt, dass sie auf sowas besser achten sollte.Obwohl: Sie hatte ein schlechtes Gefühl, seit sie Bastion betreten hatte. Nein, seit Niphira gesagt hatte, dass sie hier her fliegen würden. Und ja, auch da hatte sich ihr schlechtes Gefühl bewahrheitet. Gestern Abend, in Niphiras Wohnung, als sie Holos geschaut hatten... da war es ihr gut gegangen. Auch in der Nacht an Niphiras Seite hatte sie sich sicher gefühlt. Aber seit sie die Wohnung verlassen hatten, war sie wieder in permanenter Alarmbereitschaft. Sie würde Niphira bitten, mit den beiden zu ihrem Schiff zu gehen. Immerhin könnte sie die Behandlungen eh nicht auf der staubigen Strasse durchführen. Ein Windhauch und die ganze Desinfektion wäre umsonst. Keine gute Idee. Nachdem sie dem Apotheker die Credits gegeben hatte, umarmte sie die Kiste und hob sie vom Tresen.

"Also. Ich flitz dann mal. Man sollte seine Meisterin nicht warten lassen. Ich wünsche dir noch einen erfolgreichen Tag."


Damit wandte sie sich ab und marschierte in Richtung Tür. Sie bräuchte jetzt nur noch einen Ort, an dem sie die Kiste kurz abstellen könnte, damit sie sich mit Niphira beim Schiff verabreden konnte. Aber vorher musste sie sich sicher sein, dass der Rote ihr nicht neugierig folgte. Vielleicht war es nur wieder ihre Phantasie, die hier mehr als dunkel war, aber sie konnte sich gut vorstellen, dass die Sith einander hinterher liefen, nur um sich gegenseitig in die Pfanne zu hauen. Und Marlis wollte Niphira wirklich nicht in Schwierigkeiten bringen. Schon garnicht so kurz nach ihrer Beförderung und in ihrem geschwächten Zustand. Nachher wurde sie noch degradiert oder - noch schlimmer- zum Tode verurteilt. Sie war nach wie vor davon überzeugt, dass der "Auftrag" in den Katakomben ein Mordversuch war. Das Vieh war abnormal stark gewesen und man konnte ihr sagen, was man wollte:Darth Makhaira hätte die Katakomben nicht mehr verlassen sollen. Leider hatte sie es dennoch getan, aber Marlis glaubte nicht, dass die Drahtzieher jetzt einfach von ihr ab liessen. Und wenn sie sich selbst etwas zu Schulden kommen lassen würde, hätten ihre Feinde sogar nen offiziellen Grund, ihr die Haut abzuziehen. Nein, Marlis wollte Niphira in Sicherheit wissen und würde jetzt vorsichtig sein. Ohne viel zu überlegen begann sie, in Richtung des Raumhafens zu laufen. Als sie dem näher kam, konnte sie Droiden sehen, die einige Strassenlaternen reparierten, die wohl irgendjemand kaputt gemacht hatte. Wer das wohl gewesen war? Marlis beeilte sich, so schnell wie möglich an den Droiden vorbei zu kommen. Die Erinnerungen hier waren alles andere als gut. Als Niphiras Schiff in Sicht kam, fühlte sie Erleichterung. Das Schiff bedeutete für sie irgendwie mehr Sicherheit als der Tempel. Auch wenn es ihr überhaupt nichts brachte, da sie nicht fliegen konnte. Und sie bezweifelte, dass selbst ein geschlossenes Schott einen Sith mit funktionierendem Lichtschwert lange aufhalten würde.

An Board brachte sie ihre Einkäufe direkt zur Krankenstation und nahm dann ihr Com

Nachricht an Niphira.

Bin aus Sicherheitsgründen direkt zum Schiff marschiert. Bring die beiden her, ich bereite solange die Krankenstation vor.

Nachricht Ende.



Sie steckte ihr Com weg und wusch sich erstmal gründlich die Hände, bevor sie anfing, die Kiste auszuräumen und den Inhalt auf den kleinen Tisch zu drappieren. Die Mirialanerin stand oben auf ihrer Prioritätenliste. Sie verlor Blut- im Gegensatz zur Nautolanerin. Damit war die Mirialanerin dringender. Sie desinfizierte alles und schlüpfte in einen Einweg-Kittel. Ja, Blutflecken sah man auf der schwarzen Robe nicht. Was sie zu der Frage brachte, wieviele "unsichtbare" Blutspuren auf ihrer Robe waren, denn neu war sie sicher nicht gewesen. Na toll. Jetzt empfand sie auch noch Ekel vor ihrer Kleidung. Sie würde definitiv etwas anderes anziehen gehen, wenn sie fertig war. Zur Not würde sie sich noch was Schwarzes kaufen. Sie hasste diesen verdammten Planeten.

Bastion-Center- Werft des Sith-Ordens- Niphiras Raumschiff- Krankenstation- allein.
 
Bastion | Imperium | Bastion Center | Sedros in einer Apotheke auf der Hauptstraße, Marlis Sicard, Apotheker (NSC)

Marlis verteidigte als nächstes ihre Einkäufe, indem sie die Hand auf die Kiste legte und Sedros so den weiteren Zugriff auf deren Inhalt verwehrte. Sehr gut, damit bewegte sie sich in die gewünschte Richtung. Sie nannte dann noch den Namen ihrer Meisterin. Der Name Sith-Vollstreckerin Darth Makhaira sagte ihm überhaupt nichts. Aber das wunderte den reinblütigen Sith auch nicht wirklich. Seine eigene Meisterin hatte bisher nicht allzu viel Wert darauf gelegt, ihm oder auch Ribanna das Wer ist Wer des Sith-Ordens beizubringen. Sicher, da war Graf Janus Sturn gewesen...doch der war nun genauso tot, wie der alte Imperator Allegious.

„Relativ weit oben meinst du? Ja, dann laufen wir uns da vielleicht einmal über den Weg. Meine Meisterin ist jedoch viel unterwegs und damit bin auch ich relativ selten auf Bastion zu finden derzeit.“

Als nächstes verabschiedete sich Marlis, sie schien es auf einmal ziemlich eilig zu haben und das stimmte Sedros froh, sein kleiner Plan war also offenbar aufgegangen. Also tat er alles, um ihr nicht im Weg zu stehen.

„Dann wünsche ich dir viel Erfolg bei deiner weiteren Ausbildung. Mach's gut.“

Kaum war die Sithschülerin aus der Apotheke verschwunden, wandte sich Sedros wieder dem Apotheker zu, der immer noch einigermaßen nervös war. Der reinblütige Sith schenkte ihm ein diplomatisches Lächeln, während er seine Machtfühler nach dem Geist des Mannes ausstreckte.

„Kein Grund beunruhigt zu sein, ich bin gleich wieder weg. Doch zuerst schalte die Überwachungskamera ab und lösche die Aufzeichnungen der letzten halben Stunde.“

Mit einer beiläufigen Handbewegung machte er sich den Mann mit einem Gedankentrick gefügig. Dessen Nervosität war dabei ziemlich hilfreich, wollte er doch alles, nur keinen Widerspruch geben.

„Das hast du sehr gut gemacht, was dich betrifft war ich nie hier. Du hast lediglich Sithschülerin Marlis und ihren Begleiter abkassiert und dann dachtest du dir, heute früher Feierabend zu machen.“

Der leicht glasige Blick des Mannes verriet Sedros, dass der Gedankentrick Fuß gefasst hatte. Entsprechend tat der reinblütige Sith nichts, um die Beeinflussung zu torpedieren und verließ die Apotheke ohne weiteres Aufheben. Ein Blick nach rechts und links verriet ihm nichts verdächtiges, aber nur um sicher zu gehen, verschwand er anschließend in eine der Seitengassen und sprang von der Macht unterstützt zunächst auf einen Fenstersims und anschließend auf ein Dach, um den Augen der Passanten zu entgehen.

Aber was jetzt? An sich musste er zurück in diese Gasse, wo er die Jedi gefunden hatte. Sein Komlink lag da noch irgendwo im Dreck.
Sedros hoffte, dass das kleine Ding nicht zu schwer beschädigt worden war. Ein paar Kratzer am Gehäuse interessierten ihn nicht, aber ein paar der Bedienelemente waren einigermaßen empfindlich.

Bastion | Imperium | Bastion Center | Sedros in einer Apotheke auf der Hauptstraße, Marlis Sicard, Apotheker (NSC)
 
Bastion – Bastion-Center, in einer Seitengasse – nächtliche Passantinnen auf der nahen Hauptstraße – Niphira, Bailee und Brianna alias Vin

Briannas Selbstbeschreibung als ‚die Dumme‘ bewirkte offenbar eine gewisse Auflockerung der Situation. Nicht, dass die Sith vorher den Eindruck gemacht hatte, jeden Moment auf sie loszugehen. Doch nun öffnete sie sich ein wenig, gab Dinge über sich preis und auch, dass sie sich im Sith-Orden nicht wirklich gut aufgehoben fühlte. So interpretierte die Echani Makhairas bisheriges Verhalten, zu dem auch der merkwürdige Blick Richtung Sith-Tempel gehörte. So in etwa, als müsste sie selbst überlegen, ob sie dorthin zurückgehen wollte oder nicht. So wie sie es darstellte, versorgte sich die Sith nur im Tempel und wollte mit dessen Wirken nichts weiter zu tun haben. Brianna zog skeptisch die Augenbrauen hoch. Das klang ein bisschen zu einfach. Als Jedi wurde sie zu keiner Mission gezwungen. Ja, als Schatten hatte sie ihre ersten Missionsbriefings alle mit den vorangestellten Worten ‚Ihr Auftrag, sollten Sie ihn annehmen…‘ begonnen. Aber tatsächlich hatte die Jedi noch nie eine Mission abgelehnt und sie könnte auch schwerlich alle verweigern. Kaum vorstellbar, dass frau bei den Sith mit freier Kost und Logis ohne Gegenleistung durchkam. Bailee warf ein, dass es in der Galaxis doch so viele andere Möglichkeiten gab, was Brianna gedanklich aufgriff:

„Allerdings. Macht Ihr Euch keine Sorgen, dass Euren Ordensoberen Eure Passivität missfällt und Euch zwingt, einen Weg zu gehen, den ihr ja eben nicht gehen wollt?“

Die Jedi-Ritterin glaubte nicht so recht daran, dass frau eine einfache Kosten-Nutzen-Rechnung aufstellen konnte und zum Zeitpunkt X beschließen, dass der Sith-Orden sich für eine nicht mehr lohnte. Frau musste doch kämpfen, um davon los zu kommen? Sie dachte, die Sith jagten abtrünnige Ordensangehörige und in dem Fall wären die Jedi einer der sichersten Orte, an denen frau sein konnte. Eine dogmatische Jedi war Brianna ja nun nicht gerade, aber sie konnte es sich einfach nicht vorstellen. So jemand hätte mit Sicherheit gesagt, dass die Jedi niemanden aufgaben, dass es immer einen Weg zurück gab. Aber das stimmte nicht, nicht immer. Nicht, wenn Niphiras Worte von den Dingen, die sich selbst nicht verzeihen konnte, nicht nur leeres Gerede waren. Die Echani ging davon aus, dass es stimmte – eben weil sie nicht glaubte, dass Sith-Ordensleben a la Carte, wie ihr Gegenüber es beschrieben hatte, lange funktionieren konnte. Aber bei einer Sache war sie dann doch neugierig:

„Die Jedi haben Euch als Kind verstoßen? Wieso das denn?“

Auch eine gefühlt recht helle Sith wie Darth Makhaira konnte genug Dreck am Stecken haben, um eine Rückkehr zu den Jedi auszuschließen, aber was könnte ein Kind denn schon so Unverzeihliches getan haben. Bailee schlug eine Art Agri-Corps für Freiberuflerinnen vor, was in Briannas Ohren nach Suizid auf Raten klang.

„Oder eher – nutzt eure erheblichen Fähigkeiten in der Macht dazu, Gutes zu tun, anderen in der Not zu helfen. Es gibt so viel jenseits von Imperium oder Republik und gerade dort, wo die ordnende Hand fehlt und nur das Recht der Stärkeren zählt, würden diese am dringendsten gebraucht,“

Schlug Brianna stattdessen vor. Dass sie nicht ihren wahren Namen nennen wollte, wurde von der Sith akzeptiert. Diese begann, sich im Schein einer nahen Laterne die Verletzungen der Echani anzusehen. Währenddessen unterhielten sie sich unbekümmert weiter, der Sith schien das ganze Blut und der Dreck erheblich weniger auszumachen als dem eingebildeten Sith-Reinblut-Schüler zuvor (Sedros).

„Wenn ich kann, beantworte ich Eure Fragen gerne, aber erst an einem sichereren Ort als diesem. Ich bin nicht so dumm zu glauben, dass dieser andere Sith, Kiras Schüler, der mir diese Verletzung zugefügt hat, nicht umgehend die Sith oder die Sicherheit alarmiert.“

Schließlich hatte Makhaira ihre Untersuchung abgeschlossen und war optimistisch, sie wieder zusammengeflickt zu bekommen.

„Flicken genügt. Die Blutungen stillen, die Wunden desinfizieren, Infektionen vorbeugen – die akuten Dinge müssen sein. Alles weitere bekomme ich leicht selbst hin, sobald wir in Sicherheit sind, und vor allem außerhalb des Einflusses dieser Monstrosität dort,“

Erklärte Brianna und richtete dabei den Sith auf den Sith-Tempel, dessen dunkle Aura ihr das Heilen erschwerte und dessen Bewohnerinnen sie damit anziehen würde. Was das Schiff ihrer freundlichen Helferinnen angeht, bewahrheitete sich weder Bailees Befürchtung dass jenes eben dort wäre, noch die Hoffnung ihrer Meisterin, damit von Bastion verschwinden zu können. Es befand sich in der Werft. Dennoch war das eine gute Sache. Wenn die Sith sie unbeschadet in den Raumhafen hineinbrachte, wäre ein wichtiger großer Schritt zur Flucht schon geschafft. Sich dann unbemerkt auf irgendein Schiff zu schleichen, Hauptsache weg von Bastion, wäre dann nicht mehr so schwer. Die Blockade war ja bereits wieder aufgehoben.

Bailee drängte derweil zum Aufbruch, die aus den gleichen Gründen wie Brianna nicht hier auf Niphiras Begleiterin warten wollte. Nur die Unterstellung, sie wäre nicht meht so mobil, verbat sie sich. Leicht eingeschnappt stemmte sie die Hände in die Hüften und meinte:


Ich halte dich bestimmt nicht auf. Sollen wir ein Wettrennen zum Raumhafen machen?“

Eine Kom-Nachricht, welche die Sith von ihrer Begleiterin bekam, erleichterte die Entscheidung und sie machten sich auf dem Weg zum Raumhafen. Unterwegs merkte Brianna, dass sie Lust auf Salziges bekam, vielleicht aufgrund des Blutverlusts. Durch die Planänderung dauerte es jetzt ja länger, bis diese ganz gestoppt war. Mithilfe der Macht konnte sie im Moment nur ihre betroffenen Körperfunktionen soweit herunterfahren, dass es kaum mehr blutete. In dem Zustand konnte sie auch nicht einfach wieder zum nächsten Imbiss marschieren, ohne Aufsehen zu erregen, das sie gerade ganz und gar nicht gebrauchen konnte. Zum Glück hatte sie noch genau das Richtige dafür in der Tasche.

„Hat jemand Lust auf Ackbars Algencracker?“

Fragte sie und wedelte dabei mit den neutralen silbernen Portionspäckchen, wie sie in Militärrationen üblich waren. Früher hatte sie sie diese bei ihren Runden rund um die Lianna-Basis aus den Abfallkörben rund um die dortige Sternjägerbasis gefischt, diese hier waren von Ossus Rangers im Jedi-Tempel entsorgt worden. Sie waren also noch quasi ganz frisch und hatten noch keinen Müllbehälter gesehen, schon gar keinen weltlichen. Brianna störte sich bei sowas sowieso nicht – nicht bei Lebensmitteln, die bombensicher in Plastfolie eingeschweißt waren.

Falls frau Ackbars Algencracker als Lebensmittel gelten lassen wollte, musste das natürlich heißen…


Bastion – Bastion-Center – Straßen, auf dem Weg zum Raumhafen – Niphira, Bailee und Brianna alias Vin
 
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