Coruscant

[ Kernwelten / Corusca-Sektor / Coruscant / Jedi-Tempel / Rornans Büro ] Arlen, sowie (NPCs) Rornan

Langsam nickte Arlen auf die Erlaubnis des Rats hin, Tha’klen die schlechten Neuigkeiten selbst überbringen zu dürfen. Und auch auf die Klarstellung, dass sie auch weiterhin ihre Freizeit gemeinsam verbringen durften. Das ergab Sinn, auch wenn Arlen unsicher war, wie viel dieser Option er am Ende des Tages wirklich wahrnehmen würde. Elliundi hatte nachvollziehbare Gründe dafür, ihm Tha’klen als Padawan zu entziehen und vermutlich war es besser für alle Beteiligten an dieser Stelle Nägel mit Köpfen zu machen.

Auch Arlens Enthüllung seiner Emotionen im Bezug auf Faith nahm der Rat gefasst auf, stellte jedoch sofort klar, dass nur seine Empfehlung nicht ausreichend war. Der Rat würde die Padawan einer fairen und unabhängigen Beurteilung unterziehen. Abermals nickte der Sith.


„Nichts anderes wollte ich empfehlen.“

, warf er ein.

„Ich hätte dies nicht angebracht, wenn ich nicht glauben würde, dass sie eine solche bestehen würde.“

Was die Beziehung selbst anbelangte, so erhob Rat Elliundi keine substantiellen Einwände. Er stellte klar, dass dies bei einem direkten Machtverhältnis anders gewesen wäre, der Rat in diesem Fall jedoch kein Verbot aussprechen würde. Was Elliundi dann jedoch nicht davon abhielt, ihm noch einmal ins Gewissen zu reden, einerseits was Beziehungen generell anging, andererseits wie er sich mit seinen Gefühlen auseinandersetzen sollte. Es waren gute Ratschläge. Arlen nahm sich vor ihnen Folge zu leisten und über die gestellten Fragen in Ruhe nachzudenken. Dankbar nickte er ein weiteres Mal.

Schließlich hatte jedoch auch Elliundi noch ein eigenes Thema, das er ansprechen wollte. In knappen Worten umriss er eine Kontaktaufnahme des truuiner Gouverneurs, Ridley Solaris, der einen Gefangenenaustausch vorgeschlagen hatte. Es ging konkret um die Besatzung der New Tide, die Faith, Tha’klen und Arlen über Denon an die republikanischen Behörden übergeben hatten und die der Gouverneur nun zurückwollte.

Unwillkürlich runzelte Arlen die Stirn. Solaris war Antares‘ Gegenstück und genau so für die Deportationen verantwortlich wie der keladanische Gouverneur. Noch schlimmer, die New Tide war Solaris‘ Schiff und die unmenschlichen Verhältnisse, in denen sie transportiert worden waren, gingen auf seine Kappe. Die Besatzung der New Tide gehörte vor Gericht und nicht einfach wieder auf freien Fuß gesetzt! Doch natürlich hatte der Gouverneur ein Druckmittel. Einerseits auf Truuine festgenommene republikanische Staatsbürger und andererseits die Kopfgelder auf Arlen und die Padawane. Elliundi wünschte sich Arlens Meinung zu hören, stellte jedoch klar, dass er keine direkte Antwort brauchte. Zuvor hatte Arlen dies akzeptiert, nun jedoch schüttelte er den Kopf.


„Ich denke nicht, dass ich Bedenkzeit brauche, Rat Elliundi.“

, gab er zurück.

„Zunächst: Es sind leider nur noch 31 lebende Crewmitglieder. Die Befehlshaberin wurde bei der Stürmung der Brücke unglücklich von einem Machtstoß erwischt und brach sich das Genick.“

Es war ein Detail, das die Neue Republik schon wusste, das verständlicherweise wohl jedoch nicht zu Elliundi oder gar Solaris durchgedrungen war.

„Was die Verhandlungen angeht, möchte ich empfehlen zu prüfen, ob eine Kombination aus beidem möglich ist. Ich persönlich lehne eine Verringerung meines Kopfgeldes zu Ungunsten von republikanischen Bürgern ab. Einerseits ideologisch, andererseits können wir dies nicht durchsetzen. Solaris hindert außer seiner zweifelhaften Ehre nichts daran, das Kopfgeld nach dem Austausch wieder hochzuschrauben. Es würde diplomatisches Kapital verbrennen, nehme ich an. Was die Padawane angeht bin ich daher zwiegespalten. Sie sind es eventuell nicht wert, einen diplomatischen Kontakt im Jedi-Orden vor den Kopf zu stoßen und eine Senkung des Kopfgeldes würde sie wenigstens kurzfristig schützen.“

Nachdenklich rieb Arlen sich das Kinn.

„Ich denke, dass Faiths Position sich mit meiner Meinung decken würde. Ich halte sie auch für reif genug diese Entscheidung im Zweifelsfall selbst treffen zu können. Was Tha’klen angeht, sehe ich hier den größten Mehrwert. Soweit ich weiß, kennt das Imperium hens Identität nicht. Ich habe hen aus Trainingsgründen stets eine Sithmaske tragen lassen und habe auch während der Folter nichts über hen gesagt. Dennoch hatte hen am Ende von uns allen am wenigsten Wahl auf diese Mission zu gehen. Es wäre fair das Imperium zumindest von hem abzulenken. Und da es keine konkreten Informationen zu hem hat, sollte uns dies auch in den Verhandlungen nicht teuer zu stehen zu kommen. Meine Empfehlung ist also folgende: Ich denke wir sollten versuchen das Kopfgeld von Tha’klen zu senken und Faith fragen, wie sie dazu steht. Das restliche Verhandlungskapital sollte meiner Meinung nach dazu verwendet werden, unsere Bürger heimzuholen.“

Nun jedoch wandte sich das Meeting dem Ende zu. Weder Rat Elliundi noch Arlen hatten ein weiteres Thema und der Quermianer machte klar, dass Arlen nun entlassen war. Dieser nickte ein letztes Mal.

„Erneut, ich danke für Euren Rat und hoffe, dass ich Eurem Vertrauen in Zukunft gerechter werden kann.“

, sagte er zur Verabschiedung, nahm sein Lichtschwert wieder an sich und wandte sich zum Gehen. Einen Moment später schwang die Bürotür endlich hinter ihm zu und erleichtert atmete er auf. Der Termin war so unangenehm geworden, wie er befürchtet hatte – und in manchen Aspekten sogar noch schlimmer. Dennoch hatte es ihm eine neue Perspektive aufgezeigt und Arlen war entschlossen, in den nächsten Wochen das Beste daraus zu machen. Bevor er entschied, wie es weitergehen würde.


[ Kernwelten / Corusca-Sektor / Coruscant / Jedi-Tempel / Vor Rornans Büro ] Arlen
 
Coruscant – Jedi-Tempel – Nebenraum der Pressekonferenz – u.a. mit Eowyn

Vielleicht, vielleicht veränderte dieses erste Wiedersehen zwischen Eowyn und Wes ein bisschen etwas zum Positiven. Nach der Mission und den damit verbundenen Zumutungen für die Rätin war das auch bitter nötig. Angefangen damit, dass der Rat – in ihrer Abwesenheit – erst darüber zu befinden hatte, ob die Beförderung gültig war. Andererseits hatte er selbst seinerzeit per Kom davon erfahren dass man die Rolle eines Ratsmitglieds ohne Entscheidungsbefugnis, eines Advisors, nicht länger für nötig hielt und er infolgedessen ab sofort vollwertiges Ratsmitglied sei. Ganz alleine war Eowyn also nicht, aber im Grunde tat es nichts zur Sache.

Wichtiger war, dass sie das Angebot, mit ihm über alles zu reden, annahm.. Was zwischen ihnen lag, ließ sich sicherlich bereinigen, zumindest auf einer professionellen Ebene. Keine unbehaglichen Situationen wie diese hier mehr, sondern die Möglichkeit, wieder normal miteinander umzugehen. Sobald es nämlich um ein unverbranntes, sachliches Thema ging, wie die bevorstehende Pressekonferenz, so heikel diese auch war, redete es sich bereits wieder viel einfacher. Eowyn hatte nicht erwartet, dass sowohl Rornan als auch er teilnehmen würden, okay. Der Quermianer kam auch prompt in den Raum, als hätte er es geahnt, womit die Unklarheiten wohl beseitigt waren.


»Ich war auf Umbara in Verhandlungen mit dem Imperium. Es war lange nicht klar, ob wir so bald einen Durchbruch in der Sache Sturn erzielen würden, aber es ist uns gelungen, gerade noch rechtzeitig. Ich hätte dir auch eine kleine Aufmunterung mitgebracht, dachte, du wärst immer noch an dein Krankenbett gefesselt, falls du es noch willst… Oh hallo, Rornan

Begrüßte Wes seinen Ratskollegen, der wie gewohnt keine Zeit verlor, sondern ohne Umschweife zur Sache kam. Ob sie die Rede des Kanzlers gesehen hatten – oooh ja, hätte sie doch die Verhandlungen um ein Haar noch zum Scheitern gebracht. Wie die Idioten standen sie jetzt sowieso da. Aber sie mussten davon ausgehen, dass es für viele der Anwesenden dort draußen DAS Thema schlechthin sein würde – Quúns Timing war wirklich bemerkenswert. Dass sie sich keine Gedanken um eine Auslieferung Eowyns und Briannas, geschweige denn aller Räte mehr machen mussten, war wohl das einzig wirklich positive, was man der Sache abgewinnen konnte. Dass der Kanzler sich bedingungslos hinter den Orden stellte, glaubte er erst, wenn er es aus seinem eigenen Mund oder dem Takos hörte. Das eigentlich geplante Thema war soweit klar, Rornan bestätigte gewissermaßen, dass Mya ihn gut gebrieft hatte.

»Ja, alles klar, jeder von uns erzählt seinen Teil der Mission in chronologischer Reihenfolge und wir nennen keine Namen, die der Öffentlichkeit nicht bereits bekannt sind, am allerwenigsten Ahnas – was freilich bedeutet, dass nach außen hin noch mehr der Verantwortung auf dir lastet, Eowyn

Bedauerte Wes. Es war mit zwei Rätinnen im Konsens bereits eine einsame Entscheidung gewesen, Kast zu infiltrieren. Wenn man Ahna aus der Gleichung herausließ, wurde diese nur noch einseitiger. Aber es half nichts und überhaupt musste sich Wes jetzt auf seinen Teil konzentrieren. Sie begaben sich in den Saal, wobei Eowyn durch Ians Anwesenheit abgelenkt wirkte. Er warf den beiden einen besorgten Blick zu, aber es war zu spät. Sie saßen jetzt auf den Präsentierteller und durften jetzt nicht wie ein unkoordinierter Hühnerhaufen wirken, also weiter nach Drehbuch. Wes war in der Mitte platziert, Rornan zu seiner linken, Ian zu seiner rechten. Der ehemaligen Sith war elegant ganz in weiß gekleidet, mit einem weißen Blazer über einer gleichfarbigen Tunika, die der eines Jedi ähnelte. Angesichts der zu erwartenden Fragen in Bezug auf seine Vergangenheit eine geschickte Wahl. Weiß, die Farbe der Unschuld. Optisch weitmöglichst weg vom Schwarz der Sith. Die Fragen würden kommen, so viel stand fest, dachte Wes, als er seine Aufmerksamkeit auf seinen Ratskollegen richtete, der die Pressekonferenz eröffnete.

»Ich bitte um Ruhe im Saal«, ertönte Rornans Stimme ruhig und klar durch die Lautsprecher. Bei ihrem Eintreten hatte sich die Lautstärke kurzfristig um ein starkes Raunen erhöht, als die Presse erkannt hatte, wer da das Podium betrat, doch dann war es, vermutlich in gespannter Erwartung eines baldigen Beginns, schnell leiser geworden. Nun trat in Sekundenschnelle Stille ein. »Ich begrüße Sie alle zu dieser heutigen Pressekonferenz des Jedi-Ordens. Mir ist bewusst, dass Sie alle Unmengen an Fragen haben, insbesondere nach den Ereignissen der letzten Stunden, doch ich bitte Sie, diese zunächst bei sich zu halten und später darauf zurückzukommen, sofern sie nicht in unseren Ansprachen geklärt wurden. Die meisten von Ihnen kennen mich, ich bin Jedi-Rat Rornan Elliuni, Pressesprecher des Ordens und werde heute durch diese Konferenz führen. Das Thema ist hauptsächlich das C-Virus, die Herkunft dessen, unsere Erkenntnisse sowie die Folgen daraus. Bitte halten Sie sich an dieses Thema. Unser Ziel ist es, so viele Fragen wie möglich zu klären, doch auch Ihnen wird bewusst sein, dass bei der Masse an Gästen heute schwierig werden wird, wirklich alle zu besprechen. Bitte senden Sie die Fragen, die heute nicht beantwortet werden konnten, im Anschluss an unsere Pressestelle und wir werden sie, so weit möglich, zügig beantworten.
Sie alle kennen die Regeln, dennoch weise ich noch mal auf das wichtigste hin. Bitte bleiben Sie sachlich und rufen nicht hinein, sondern nutzen den Meldeknopf an Ihrem Pad, ich werde das Wort möglichst fair an möglichst viele Anwesende erteilen.

Ich begrüße heute neben mir Rat Wes Janson, Ian Dice und Rätin Eowyn El'mireth. Alle drei waren Augenzeugen und Beteiligte bestimmter Phasen unseres Kampfes gegen das C-Virus in den letzten Monaten, welcher unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt werden musste, um den Erfolg nicht zu gefährden. Sie werden nach unseren Erklärungen erkennen, weshalb und welch tragende Rolle alle drei gespielt haben. Ich erteile nun, um in der Chronologie halbwegs einheitlich zu bleiben, als erstes Rat Janson das Wort. Bitte.« Rornan machte eine zuweisende Geste mit der Hand und blickte zu Wes.
»Guten Tag, geschätzte Anwesende,«

Begann der Taanaber seine Rede.

»Zuallererst möchte ich ein Eingeständnis machen. Wir haben der Öffentlichkeit für eine lange Zeit die Wahrheit über die Urheberschaft des Coruscant-Virus vorenthalten. Dass es sich bei dem Virus um eine Biowaffe handelte, von einem Team unter der Leitung des verschiedenen Imperators Allegious höchstpersönlich entwickelt, war uns seit geraumer Zeit bekannt – wobei das ›uns‹ in diesem Fall für die Führungen von Jedi-Orden, Militär, Geheimdienst und Regierung steht. Die Geheimniskrämerei war notwendig, um die Mission zur Beschaffung des Heilmittels nicht zu gefährden, und um den Ausbruch von noch größerem Chaos und Gewalt zu verhindern,«

Erklärte Wes. Ein wesentlicher Aspekt war seinerzeit auch gewesen, dass man zu vermeiden suchte, dass Teile der Politik den Friedensvertrag aufkündigen wollen würden. Das Thema Krieg würde er nicht erwähnen, solange nicht absolut nötig. Es würde ja ohnehin bald genug dazu kommen.

»Doch die Geheimhaltung endet jetzt. Der Jedi-Orden legt seine Karten nunmehr auf den Tisch. Ich war dabei, als die Republik die Beweise für die imperiale Urheberschaft des C-Viruses erlangte. Hinweise darauf hatten wir bereits, doch wir brauchten mehr als das. Es war auf dem Höhepunkt der Pandemie und wie so viele Male in dieser Krise arbeiteten Militär, NRGD und Jedi-Orden Hand in Hand zu deren Bewältigung zusammen. Die ursprüngliche Information kam von den Marines, die hier auf Coruscant einen imperialen Kollaborateur aufgriffen, der dabei gewesen war, die Bevölkerung gegen Republik und Jedi aufzuhetzen. Dessen Befragung ergab, dass in einer vorgeblichen ›Tierarztpraxis‹ im Vergnügungsviertel Freiwillige durch Zahlung einer großen Summe Credits für das Testen eines angeblichen Aufputschmittels in Form eines Energy Drinks gewonnen wurden. Als ob die Konstellation für sich nicht schon verdächtig genug gewesen wäre, waren zwischenzeitlich sämtliche Freiwillige an Allegious' Virus erkrankt.

In Windeseile wurde daher ein Team aus allen verfügbaren Kräften, Marines, reguläre Armee, Geheimdienst, Jedi-Wächtern und -Ermittlern zusammengestellt, um eine Razzia der angeblichen ›Tierarztpraxis‹ durchzuführen. Es wurden zwei Teams gebildet, um das Objekt in die Zange zu nehmen und die Flucht von Verdächtigen auszuschließen. Diese wurden in einem Blitzschlagsmanövern von Angriffstransportern in's Ziel gebracht und stießen sofort auf heftigen Widerstand durch gefährliche Wildtiere, Sprengfallen und IGD-Agenten. Auch chemische oder möglicherweise biologische Waffen wurden gegen uns zum Einsatz gebracht, mit dem Zweck, uns aufzuhalten, bis die Beweise der imperialen Täterschaft beseitigt werden konnten. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch. Es wurden Gefangene gemacht, denen die Information zu entlocken war, dass die Beweise der Imperialen in einer Müllpresse entsorgt worden waren, woraus sie unter höchster Lebensgefahr geborgen werden konnten. Desweiteren wurden Flüchtende aufgehalten, die sich im Besitz von Ampullen mit zu dem Zeitpunkt bereits ausgestorbenen früheren Varianten von Allegious' Virus befanden.«


Wes machte eine rhetorische Pause, als er die Information sacken ließ, bevor er weitersprach.

»Die Beweise wurden aufgeteilt. Der NRGD erhielt die Daten zur Erforschung, die Jedi untersuchten die Virusproben. Die Untersuchungen ergaben, dass es damit allein nicht getan sein würde, dass es nicht möglich wäre, allein daraus ein Heilmittel zu entwickeln. Der Plan entstand, die dafür nötigen Proben und Informationen direkt an der vermeintlichen Quelle zu beschaffen, auf der Thronwelt Bastion selbst. Dieser wurde vom Rat beschlossen und dem Kanzler aufgrund der Brisanz zur Entscheidung vorgelegt. Nach dessen Einverständnis startete die Mission und damit übergebe ich das Wort an Ian Dice, der Ihnen mehr dazu sagen kann,«

Schloss der Rat seine Ansprache. Puh… er studierte die Gesichter der dutzenden anwesenden Journalisten und versuchte, die Stimmung aufzufassen. Außerdem brauchte er Wasser, um seine Kehle nach der langen Rederei zu befeuchten. Ale wäre ihm allerdings jetzt gerade wesentlich lieber. Starkes Ale, am besten gemischt mit noch stärkerem Kaf.

Coruscant – Jedi-Tempel – Nebenraum der Pressekonferenz – Journalisten, Wächter, getarnte Schatten – auf dem Podest Ian, Eowyn, Rornan (NPC) und Wes
 
Coruscant - Jedi-Tempel - Krankenstation - mit Elise



Keine Erwiderung, keine Reaktion auf das Klopfen, das zu einem Hämmern anschwoll und das Riuen panisch denken ließ, dass jemand anders diese Nachricht hatte verfassen lassen. Dass das keinen Sinn ergab? Nun, das hätte der Chiss sich denken können, wäre er gerade dazu in der Lage, die Sache rational anzugehen. Er hatte Angst. Nein, er hatte panische Angst und Angst und Verstand waren nun einmal kein Pärchen.
Dann, plötzlich, wobei plötzlich nicht stimmte, denn wenn man minutenlang hämmerte, dann war etwas nicht plötzlich, glitt die Türe surrend zur Seite und obwohl der blaue Hüne eben noch gerannt war, waren seine Beine nun bleischwer. Was, wenn er zu spät gekommen war? Was, wenn die Nachricht wirklich von jemand anderem verfasst worden war, um ihm schonender beizubringen, dass er nichts mehr tun konnte? Dann sah er sie. Sah, wie sie lag und sie sah so schwach aus, so schlimm, so sehr nach einem Menschen, der kaum noch lebte, dass sich alles in dem Chiss zusammenzog. In Zeitlupe stand Elise auf und Riuen stand da, stand da wie eine Karbonitstatue, unfähig irgendetwas anders zu bewegen, als seine Augen. Die ihr folgten. Die jeden Schritt, jedes Zittern, jede winzig kleine Bewegung wahrnahmen. Langsam, unendlich langsam kam Elise auf ihn zu und ihr Tempo stand in so krassem Widerspruch zu allem, was Riuen in diesem Moment fühlte. Seine Angst konnte nicht weichen, obwohl Erleichterung, Hoffnung und Freude mit den Hufen scharrten. Er sah ihre Träne und spürte, dass da aberdutzende hinter seinen eigenen Augen warteten. Bis sie schließlich vor ihm stand und als sie es war, die die Arme hob, als es ausgerechnet Elise war, die Riuen umarmte, erschauderte der Chiss und spürte, wie dieses Erschaudern durch seinen ganzen Körper ging. Er traute sich kaum, seine Arme um seine Meisterin zu legen, aus Angst, er könnte sie zerbrechen, denn sie wirkte so zerbrechlich, so zerbrechlich, als würde der Hauch eines Atems ausreichen, um sie für immer umzustoßen. Trotzdem. Trotzdem legte er seine Arme um sie, so vorsichtig er konnte, obwohl er sie am liebsten an sich gepresst und überhaupt nicht mehr losgelassen hätte. Dann, endlich, erfüllte ihn Erleichterung und Dankbarkeit. Sie war wirklich aufgewacht. Sie war wirklich, wirklich aufgewacht, stand hier, und obwohl sie wie ein Schatten ihrer selbst aussah, mit dunklen Ringen und so blass, als hätte sie seit Monaten keine Sonne gesehen: Sie lebte. Sie lebte!
Beinahe wäre es aus hm herausgebrochen, beinahe wäre er direkt in Tränen ausgebrochen, doch Riuen schluckte schwer und räusperte hörbar, einmal mehr, als Elise sich löste, eine Hand aber noch an seinem Arm beließ.


„Du bist wirklich wach“, kam dann, leise und er klang nicht wie jemand, der Witze machte, sein Selbstbewusstsein war Gefühl gewichen. Einem sanften Klang, über den er sich sonst sicher lustig gemacht hatte. „Ich habe jemand, der uns vielleicht helfen kann und eine Idee, Elise.“ Aber sie sollte nicht so lange stehen. Sie sah nicht aus, als würde sie das noch lange durchhalten. Sie… „Lass uns setzen, ich will nicht übergriffig sein, aber bitte, lass uns setzen.“ Ja, Riuen mochte oft genug ein Arsch sein, aber nie war er einer dieser Ärsche gewesen, die über Frauen bestimmten. Vorsichtig, sie stützend, führte Riuen Elise zurück zu dem Bett.
„Ich werde zu Eowyn gehen und sie bitten, mich zum Ritter zu schlagen und dann stelle ich ein Team auf, das mit mir nach Thearterra reist. Einen Verrückten habe ich schon gefunden. Aber …“ Riuen hielt inne. Scheiße, dachte er und schluckte erneut. „Wie geht es dir? Wie bist du aufgewacht? Ich bin so froh, ich bin so verflucht froh, dass du überhaupt wach bist, ich dachte, ich dachte…“ Riuen spürte, wie seine Stimme brechen wollte. „Scheiße, du willst mich noch weniger heulen sehen, als ich mich selbst“, hätte Riuen gerne als Posse gerissen, hörte aber selbst, dass dies nicht gelungen war.



Coruscant - Jedi-Tempel - Krankenstation - mit Elise
 
Coruscant - Jedi-Tempel - vor der Eingangshalle, mit Draen und anderen

"Schön, dann haben wir ja was gemeinsam."


Wieder grinste Sarina Draen an, der Riuen wohl auch gerade erst kennengelernt hatte. Und der Mensch gab zu, dass er mit seinen Gedanken ganz wo anders war. Vermutlich bei dem, weswegen er hier war? Dann war es wohl gut, sie kamen zum Punkt. Nicht nur, weil Sarina noch andere Sachen vorhatte.
Und als Draen schließlich mit dem Grund seiner Answesenheit rausrückte, war klar, dass diese "anderen Sachen" keine Chance mehr hatten. Byebye, Kaff und Pressekonferenz... Die würde sie wohl nachträglich gucken müssen. Aber das hier war jetzt wichtiger.


"Oh."

Tja, es war wohl verständlich, dass Draen durch den Wind war. Es war nie einfach, so was krasses über einen selbst zu erfahren; und obwohl Sarina diese Erfahrung so nie gemacht hatte, weil sie schon als Kind im Orden gewesen war, verstand sie gut, dass so eine Nachricht einen doch ziemlich aus der Bahn hauen musste. Da plante man sein Leben und dann, peng, erfuhr man, dass man jemand ganz anderes war, zumindest potentiell.
Draen war sehr freundlich und gab ihr die Gelegenheit, sich aus der Aufgabe zurückzuziehen, aber das war ja Quatsch. Ja, klar, sie hatte vor einer Minute noch ganz andere Pläne gehabt, aber jemanden wie ihn jetzt einfach hier draußen rumstehen lassen? Pf. War sie ein Arschloch oder was?


"Vergiss es", antwortete sie kopfschüttelnd. "Ich lass dich doch jetzt nicht hier rumstehen, was denkst du denn? Ich kann mir vorstellen, dass das ziemlich verwirrend ist, was du gerade durchmachst. Und ich hatte gerade ohnehin nichts besonderes vor."

Zumindest nichts so besonderes, dass sie es nicht abblasen konnte.

"Vorschlag. Wir gehen da jetzt rein, und wir checken nach, ob dieser Riuen recht hatte. Ich nehme an, er hat keinen Test gemacht?"

Unwahrscheinlich, man trug das Equipment dafür ja nicht einfach mit sich herum in der Regel. Manche wenige konnten das irgendwie spüren, aber Sarina konnte das nicht wirklich, und bevor sie hier jemanden in die Geheimnisse des Ordens einweihte, der womöglich sogar ein Spion war (auch wenn sie das bezweifelte), ging sie lieber auf Nummer sicher.

"Also keine Sorge, bestimmt hatte er das, kein Jedi sagt das einfach so spontan, ohne sich sicher zu sein, aber ich würde mich besser fühlen und du vielleicht auch?"

Schließlich war er überrumpelt, manchen half es dann, irgendwelche Testergebnisse lesen zu können, damit sie wirklich glaubten, was da passierte.

"Und wenn wir das erledigt haben, kann ich dich ein bisschen rumführen. Es ist gerade einiges los hier, wegen der Pressekonferenz, dem Virusblabla und dem wahrscheinlichen Krieg, aber wir gehen dem einfach aus dem Weg.
Käme es denn für dich überhaupt in Frage, dich ausbilden zu lassen?"


Fragend sah Sarina Draen an. Klar, machtsensitiv gut und schön, aber wenn er es ziemlich ausschloss, eine Ausbildung anzustreben - was sie gut verstand, "Jedi" war nun nicht wirklich ein normaler Beruf - dann konnten sie den Test machen und erst mal abwarten, weil eine Führung oder so dann nicht wirklich notwendig war.

Coruscant - Jedi-Tempel - vor der Eingangshalle, mit Draen und anderen
 
Coruscant – Jedi-Tempel – Nebenraum der Pressekonferenz – Journalisten, Wächter, getarnte Schatten – auf dem Podest Ian, Eowyn, Rornan (NPC) und Wes

Gleich würde er umfallen. Entweder, weil seine Beine nachgaben, oder weil sein Herz explodieren würde. Gemeinsam mit dem Herzschrittmacher, der bestimmt vollkommen überfordert mit der weiteren Arbeit war. Und die Enge des Raums. Diese verfluchte Enge. Der Konferenzraum zog sich zusammen, wurde kleiner, winziger und da waren so, so viele Wesen. Niemals konnten so viele Wesen in einen Raum passen. Niemals würde genug Luft in einem engen Raum sein, um so viele mit Sauerstoff zu versorgen. Herz, Beine, Enge, Wesen – die Situation wurde immer bedrohlicher. Bis, ja bis er etwas wahrnahm. Nicht etwas, jemanden. Da war laut und deutlich Eowyns Stimme, die sich in sein Bewusstsein drängte. Alles gut, erklang ihre Stimme direkt in seinem Kopf. Über Wochen hinweg hatte er sie gespürt, ihr Angst, ihre Panik, ihre Pein, hatte versucht, ihr mentale Nachrichten zu senden, ohne je zu wissen, ob auch nur eine bei ihm ankam. Und jetzt, jetzt war es das erste Mal, dass er spürte, wie sie Kontakt aufnahm, mit ihm sprach. Sie war bei ihm. Sie war bei ihm – und tatsächlich, es fühlte sich so an. Sie war da, das erste Mal war sie irgendwie da, seit Bastion. Atmen. Ja, ja, das klang gut und Ian fokussierte sich darauf, genau das zu tun. Einatmen. Ausatmen. Mit dem Atem kam die Beruhigung. Der Raum war noch immer zu eng, aber er verlor seine Bedrohlichkeit und es gelang dem Menschen, sich den Weg durch die Menge zum Platz neben Eowyn zu bahnen, die, als er sich setzte, unter dem Tisch, nach seiner Hand griff. Warm schloss sie sich um seine kalte, schweißnasse Hand, ließ diese nicht los und zum ersten Mal, seit sie sich wieder gesehen hatten, zum ersten Mal nach Bastion, schien das Fremde, dass sich zwischen sie gedrängt hatte, verschwunden zu sein.

Ian grinste bloß, als sie erklärte, wie wunderbar er aussah. Das war nichts, was jetzt von Belang war, auch wenn ihn ihre Worte zu einem anderen Zeitpunkt vielleicht gefreut hätten. Viel bedeutender war, dass die alte Eowyn aufblitzte, nein, für Sekunden zurückgekehrt schien. Schokolade und Bäuchlein. Das brachte ihn tatsächlich zu einem warmen, zu einem echten Lächeln, das mit der nächsten Botschaft sofort wieder verschwand, um einem tiefen Seufzen Raum zu geben. Ein Angriff auf Kasyyyk. Ein kriegerischer Akt. Ausbruch des Krieges. Das – das war nicht gut. Aber es würde kaum etwas ändern, denn der Krieg hatte nicht erst damit begonnen.

„Ich wusste es nicht. Aber ich vermute, dass nicht das der Tropfen sein wird, der das Fass zum Überlaufen bringen wird.“

Dann war es Rat Rornan, der die Konferenz eröffnete, als er sich an die Anwesenden im Saal wandte, um Ruhe bat und die Redner:innen vorstellte. Wes war schließlich der erste, dem das Wort erteilt wurde. Schon in seiner Einleitung offenbarte er allen, dass die Wahrheit über den Ursprung des Virus bisher der Allgemeinheit vorenthalten worden war. Dann legte er offen, dass in einer angeblichen Tierarztpraxis freiwillige gegen Credits mit dem Virus infiziert worden waren. Eine Information, die auch für den Dunkelhaarigen neu war, doch er verzog keine Miene. Er sprach weiter von einer Razzia, die auf Hinweise eines Marines durchgeführt worden war. Dabei waren ältere Virusproben sichergestellt worden. Die kleine Pause, die folgte, nutze auch Ian um sich und seine Gedanken zu sortieren und dann gab Wes das Wort an ihn weiter und Ian straffte sich.

„Guten Tag“, wandte auch er sich an die Anwesenden. „Zuerst möchte ich dem Rat danken, dass ich auf dieser Konferenz sprechen darf und ich danke allen Anwesenden für ihr Erscheinen. Ich möchte vorwarnen, dass das, was ich zu sagen habe, nicht einfach zu hören sein wird. Ich habe keine Rede geübt und alles, was ich zu sagen habe ist, was ich über das Virus, über seine Vorgesichte und über das Verschwinden davon sagen kann.“ Ian blendete die Anwesenden aus, denn sah er sie nicht, war es einfacher zu sprechen.
„Mein Name ist Ian Dice und bis vor wenigen Monaten bin ich Mitglied des Sith Ordens gewesen. Ich hatte den Rang eines Vollstreckers. Darth Keebo war mein selbst gewählter Name. Ich,“ Ian stockte kurz, denn er wusste nicht, ob die Anwesenden mit den Rängen vertraut waren, daher beschloss er weiter auszuführen, „war damit kein frischer Sith mehr, nicht mehr ganz unten. Über Jahre bin ich ein Sith gewesen und vermutlich hätte nicht mehr viel Zeit gefehlt, um ein Lord zu werden. Die letzte Stufe bis ganz oben.“ Er würde nicht erklären, was das bedeutete, denn vermutlich würde allen klar sein, dass er damit alles andere als ein Anwärter gewesen war, aber… vermutlich war es sinnvoll, mehr zu sagen. „Das bedeutet, dass ich in vielen Punkten ein Schuldiger bin.“ Die Pause die jetzt folgte war, um zu atmen.

Ich war mit meiner Schülerin Cyna, eine Twi’lek, gerade am Raumhafen von Bastion angelangt, als uns eine Fremde eine Depesche mit dem Siegel Allegious überreichte. Er würde mich im Thronsaal erwarten.“ Ihn fröstelte es erneut, genau wie damals, als er diese Nachricht überbracht bekommen hatte und während Ian sprach, bemühte er sich nicht, seine Gefühle zu verbergen. Der sonst tunlichst auf jede Geste, jedes Mienenspiel achtende Mann, zwang sich, so natürlich aufzutreten, wie es ihm möglich war.
Ich werde Namen nennen, die vielleicht bedeutungslos erscheinen, aber sie beweisen, dass ich nicht lüge. Zeigen, Details, die nur jemsnd kennt, der die Wahrheit sagt. Was ich sage, gilt, um allen die Wahrheit zu berichten und ich weiß, dass Wahrheit durch die aktuellen Umstände ein … wie ein hohler Begriff klingen mag. Aber Wahrheit ist nicht hohl. Vor dem Thronsaal erschienen und waren weitere Sith. Darth Sting, ein Lamproid, der ebenfalls Krieger war, Kossekos, ein Trandoshaner, im Rang eines Schülers. Am Ende, im Thronsaal selbst nur noch Allegious, Darth Nergal, ebenfalls Exekutor und ich.“
Ian spürte, wie sich ein Klos in seinem Hals bildete, doch er schluckte, räusperte sich und sprach weiter.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich keine Ahnung, warum ich persönlich bei Allegious erscheinen sollte. In der Depesche stand nichts. Er begann zu uns zu sprechen." Und wie gerne hätte auch damals Darth Keebo nichs davon gehört. " Vor Monaten schon habe er sich in seine Labore zurückgezogen und ein Virus entwickelt. Ein Virus, das durch einen … Impuls der dunklen Seite von ihm ausgelöst werden könnte. Ein Virus aus Symbiose der Dunklen Seite und genetischen Strängen, mit absoluter Wirkung. Ein Virus, dass er durch einen Träger auf Coruscant aktivieren wollte. Aber davor, davor sollte ich, gemeinsam mit anderen Abgesandten in den republikanischen Raum reisen, um Möglichkeiten für Friedensverhandlungen auszuloten. Das Lockmittel war Coruscant. Ein Beweis: Allegious überlässt, schenkt quasi der Republik Coruscant.“

Er erinnerte sich, wie er Eowyn davon unterrichtet hatte, wie sie ihn ungläubig angestarrt hatte, dass er sie nach Coruscant gebracht hatte. Wie ihm dieses alles andere, als kleine Detail beinahe entfallen war. „Er war überzeugt, dass sich das Imperium die Hände in Unschuld waschen würde, weil, wie formulierte er es? Unwichtige, nein, belanglose imperiale Planeten rund herum ebenfalls betroffen sein würden. Die Republik würde untergehen, damit Frieden für das Imperium, nur das Imperium möglich wäre.“ Allegious hatte eine kleine Kunstpause folgen lassen und genossen, dass ihn beide angestarrt hatten. Nergel und er. Der Noghri hatte gewusst, dass sein Plan etwas auslösen würde. Nur nicht was. Nicht wie. Denn während Nergal treu ergeben war, war Keebo immer ein Zweifler gewesen. Bekannt und kritisiert für die Seite, die fühlen konnte.

Er zog eine kleine Phiole aus seinem Gewand“, und Ian deute die Geste und Größe des Behältnisses mit Daumen und Zeigefinger an, drehte seine Hand so, dass sein Sith-Taith gut sichtbar war. „In ihr, eine schlafende Version des Virus. ‚Wenn vom Feind,“ und Ian gab sich alle Mühe, wie Allegious zu klingen, „nur noch Staub und Knochen übrig sind, werden wir die Reichtümer ihrer Planeten uns einverleiben und die Mär von Demokratie und Gleichheit beenden‘“ Ian bemerkte den kleinen Fehler nicht, bemerkte nicht einmal, ob er etwas mit seinen Worten auslöste oder nicht. Er wollte niemanden in seinen Bann ziehen, nur alle überzeugen. Und das konnte er nur, wenn er offen war. Offen mit allem, an das er sich erinnerte. Offen mit seiner Authentizität.

„Im leeren Raum, zwischen Rendili und Corellia fanden die Vorverhandlungen statt. Ich gab vor, ein Botschafter zu sein, nutze ein Anagramm meines Namens. Wie dumm.und unüberlegt. Acini Ed. Ich war auf dem Schiff Valkyre von Commander Avalosh`ari`nuruodo, kurz Sharin, ein Chiss. Wir, Sharin und Offizierin Lieutenant Zora Oriana, setzen über, an Bord der Reliant wo uns Commander Jhassa, ein Kel’Dor und Commander No, ein Kaminoaner und Shame Lynch, ein Humanoid und Angestellter des Außenministeriums des Senates erwarteten. Wir ließen uns kontrollieren, zeigten unsere zum Teil gefälschten Dokumente und behaupteten, dass unsere Majestät Allegious um einen Waffenstillstand bäte. Ein Beweis unserer Ernsthaftigkeit sei, dass alle damals bestehenden Offensivmaßnahmen, wie die gegen das Hapan-Cluster eingestellt worden waren. Wir würden sofort Frieden wollen. Nicht irgendwann. Jetzt. Bei einem Friedenschluss soll der Corellian Run bis Coruscant der Republik gehören. Das haben wir gesagt. Unser Lockmittel.“

Ein widerliches Lockmittel. Ein vergiftetes Geschenk. „Bedingung wurden ausgehandelt und wie allen Anwesenden bekannt sein wird, waren die Vorverhandlungen ebenso positiv wie das, was kurzfristig folgte. All unsere Unterschriften befanden sich auf dem Dokument. Nach meiner Unterschrift wollte ich nur noch eins. Vergessen. Vergessen, dass ich eine Lüge unterzeichnet hatte. Vergessen, dass ich damit Mitschuld an dem Tod von Millionen Unschuldigen haben würde. Ich wollte nur vergessen.“ Noch immer schämte sich Ian für diesen Wunsch und für den Schritt, der daraufgefolgt war. Der Umweg nach Nar Shaddaa.

Ich reiste nach Nar Shadda, dort traf ich erstmals auf Eowyn. Wir kamen ins Gespräch, diskutierten heftig, wir flogen schließlich gemeinsam nach Coruscant. Dort offenbarte ich mich ihr und wir wollten nach Lianna, damit ich vor den Rat treten kann, um auch ihm die Wahrheit über den Ursprung des Virus zu sagen. Aber qir stürzten ab, auf Va’art, einem Mond und waren über Wochen dort gefangen.“ All das war einfach verkürzt, aber alles was dort geschehen war, war irrelevant. Bis auf eine Sache. Ian hatte versprochen, dass er ihre Beziehung nicht an die große Glocke hängen würde und doch würde er sie erwähnen müssen. Alles andere wäre nicht gut gewesen. Die Presse würde Fragen stellen und Ian wollte sie vermeiden.

„Auf Va’art verliebte ich mich in sie und es war mein Glück, dass das nicht einseitig blieb. Nach einem Hilferuf wurden wir gerettet, auf Lianna trat ich vor den Rat und wurde vorläufig im Orden festgenommen. Ich wurde gut behandelt, weder gefoltert, noch irgendwie gequält – obwohl der Rat wusste wer ich war und was ich getan hatte.“ Das war ein so entscheidender Unterschied zum Imperium, zu den Gesinnungen. So verdammt entscheidend.

„Auf Coruscant versuchte ich so viele Wesen wie möglich zu heilen. Es mag absurd klingen, aber Heilen war schon bei den Sith meine Stärke. Aber es gelang nicht genug zu heilen. Es war absolut unmöglich allen zu helfen und so schlug ich dem Rat vor, dass ich nach Bastion reisen wollte. Um dort den Ursprung zu finden. Damit wir endlich, endlich ein Gegenmittel entwickeln können, damit das Sterben aufhört.“ Die Stimme Ians wurde vehement und dennoch zitterte er bei den letzten Worten.

Um keinen Verdacht bei den Sith zu erwecken, schlug ich vor, Eowyn als Geisel nach Bastion mitzunehmen. Eowyn, die ich um den Finger gewickelt habe, um ein kostbares Geschenk an den Imperator zu übergeben und mir den Rang, des Lords zu ermöglichen. Wir reisten nach Bastion. Ich gab meine Trophäe dort ab. Ich erlaube mir nicht, über die Folter zu sprechen, die Eowyn widerfuhr. Meine Aufgabe war die: Finde das Labor von Allegious in den Katakomben. Finde den Ursprung des Viris. Über Wochen suchte ich, erstellte Karten und gemeinsam mit Brianna Kae, Ritterin, vermeintlich Überläuferin und Schülerin Janus Sturns ein Echani, gsnau wie Brianne selbst, fanden wir das Labor. Und im Labor die Proben.“
Hatte er damit nicht das Wesentliche gesagt? Alles, was die Anwesenden wissen mussten?
Nein. Nein, das war die Zusammenfassung der Ereignisse gewesen, nicht aber das, was Ian noch sagen musste.


„Friede ist Lüge, es gibt nur Leidenschaft.
Durch Leidenschaft erlange ich Stärke.
Durch Stärke erlange ich Macht.
Durch Macht werde ich zum Sieg geführt.
Durch den Sieg zerbrechen meine Ketten.
Die Macht wird mich befreien.“


Er zitierte den Kodex der Sith mit bitterer Stimme. „Diese Worte waren keine Lüge. Allegious und dem Imperium lag nie etwas am Frieden. Der Krieg war von langer Hand vorbereitet. Ich bin kein Jedi und auch kein Mitglied der Neuen Republik. Ich war ein Sith, ein Imperialer, ausgewachsen auf Telos und ein Mörder und vielleicht haben meine Worte kein Gewicht. Aber dieser Krieg ging niemals, zu keiner Sekunde von der Neuen Republik aus. Das Imperium hat ihn gestartet. Allegious hat ihn gestartet und schon immer im Sinn gehabt. Briannas und Eowyns Auslieferung zu fordern ist eine zutiefst berechnende und zu verachtende Taktik, um abzulenken. Bauernopfer um der Galaxis weiß zu machen, sie hätte den Krieg angezettelt.“ Jetzt war eine andere Vehemenz in der Stimme des Dunkelhaarigen.

„Ich kann und werde niemanden zwingen, das zu glauben. Wahrheiten lassen skch nicht erzwingen. Aber ich bitte alle Anwesenden und alle, die das hier hören, für einen Moment in sich zu gehen und zu prüfen. Die Republik und die Jedi haben verzweifelt versucht zu heilen. Ich habe Jedi gesehen, die alles gegeben, die sich verausgabt haben. Die Sith und das Imperium, ich, wir haben von Anfang an gelogen. Nicht geholfen. Kein Sith hat sich gekümmert und im angeblichen Frieden Zusammenarbeit angeboten. Es ging Allegious um Reichtum und Macht. Den Rest scherte es nicht. Denn wie ich es zitierte, wie es der Kodex vorgibt: Frieden ist eine Lüge. Und für das. Imperium gäbe es maximal Frieden für Angehörige. So lange es dem eigenen Status hilft. Die Macht nicht schmälert." Er sah Tahiri vor sich, hörte, wie sie verzweifelt versucht hatte ihn immer und immer zu überzeugen, wie schlecht das Imperium war.
"Ich wünschte, ich hätte vorher erkannt, was das Imperium ist. Was der Orden der Sith ist. Ich wünschte ich hätte als junger Mann auf meine erste Liebe gehört. Tahiri Nolaee, die mich immer wieder warnte. Aber ich habe Jahrzehnte die Augen verschlossen und dieses System unterstützt, ihm geglaubt, vor sllem als die Jedi mir eine Ausbildung bei ihnen verboten, weil mein Hass übermächtig war. Wenn es schuldige gibt, und die gibt es, dann Personen wie ich. Dann alle Sith und alle, die das Imperium unterstützen. Allegious als Initiator.“ Es war das erste Mal, dass er bewusst in den Saal sah, versuchte, Blickkontakt herzustellen. Als ihm heis und kalt und wieder heiß wurde. Der Mann hoffte flehentlich, dass man ihm glauben würde. "Die Augen zu verschließen ist das Gleiche, wie aktiv beteiligt zu sein. Es ist genau das Gleiche. Nicht zu helfen macht benso schuldig. Allegious hat das Virus erschaffen. Einpasr eingeweiht. Den Krieg herbeigeführt und im stillen begonnen", schloss er ernst und absolut überzeugt. Sollten sie ihn hassen. Das wäre gerecht. Ihn und das Imperium. Aber nicht die, die beinahe ihr Leben und ihre mentale Gesundheit gegeben hatten. Nicht die, die für Recht und Gerechtigkeit eingetreten waren.

Coruscant – Jedi-Tempel – Nebenraum der Pressekonferenz – Journalisten, Wächter, getarnte Schatten – auf dem Podest Ian, Eowyn, Rornan (NPC) und Wes
 
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Kernwelten Corusca-Sektor Coruscant Senatsdistrikt vor dem Jedi-Tempel Sarina Thorne und Draen Tel'Set

Draen beobachtete Sarina aufmerksam, während sie sprach: ehrlich, klar und ohne viel Schnickschnack. Trotz ihrer Direktheit spürte er, dass sie eine gewisse Fürsorge in sich trug. Er sah die kleinen Regungen in ihrem Gesicht – die Art, wie sie den Kopf leicht schüttelte, die Wärme in ihren Augen, die zeigte, dass sie verstand, wie aufgewühlt er war. Er war überwältigt von den Neuigkeiten, die er gerade erhalten hatte, doch ihre Worte brachten ihm das Gefühl, nicht allein zu sein in diesem Chaos. Es war, als ob sie ihm eine unsichtbare Hand reichte, die ihn auffing, auch wenn alles um ihn herum noch so unübersichtlich war.

Dankbarkeit aber auch Erleichterung erfüllten den Tirahnner.
„Danke“, sagte er leise, fast flüsternd, während er den Blick senkte. „Dass du das sagst, bedeutet mir wirklich viel.“ Sein Blick hob sich wieder, fest und entschlossen. „Ich schätze deine Offenheit sehr. Es ist schwer, mit dieser neuen Information umzugehen, und ich bin sicher, es wird eine Weile dauern, bis ich das alles verarbeite. Aber ich will versuchen, das Beste daraus zu machen, egal wie verwirrend es ist.“

Sarina sprach daraufhin weiter und fragte, ob Riuen einen Test durchgeführt hätte. Hatte er das? Wie hatte so ein Test auszusehen? Da kamen dem Wissenschaftler wieder die
Midi-Chlorianer in den Sinn. Sie waren diese wissenschaftlich nachhaltbare Brücke zur mystischen Welt der Macht. Ihre Ausprägung und Aktivität waren laborchemisch bestimmbar. Wenn der Test positiv ausfiel, gab es keinen Zweifel, dass diese Verbindung tatsächlich bestand. Das musste der Test sein, den Sarina meinte.

Letztlich hatte Riuen jedoch Draen bloß damit konfrontiert, dass er in ihm Machtsensitivität wahrnehme. Es hatte keine konkrete Testung gegeben, definitiv keine Laboranalyse. Es war schon merkwürdig. Gerade er als Mann der Wissenschaft war der bloßen Aussage seines Gegenübers gefolgt, so als hätte eine unsichtbare Energie ihn gelenkt; ihm die bedingungslose Wahrheit offenbart. Es hatte keinen Beweis gebraucht. Er hatte keinen Beweis gebraucht. Wenig später waren sie bereits hier vor dem Jedi-Tempel angekommen. Sonst hatte jede seiner wissenschaftlichen Hypothesen experimentelle Analysen bestehen müssen, aber diese Information war ungefiltert und direkt als bare Wahrheit zu ihm durchgedrungen. Und es gab kein Gefühl, dass ihm sagen wollte, dass er sich irrte.

Irritiert über sich selbst und den Automatismus seiner Handlungen stimmte Draen Sarina zu.
„Ja“, erwiderte der Mediziner. „Gerne können wir einen Test machen. Dass Riuen einen Test gemacht hatte, kann ich nicht bestätigen.“

Die Jedi führte weiter aus und erklärte, dass sie ihn – sofern er wollte – herumführen könne. Erneut erwähnte sie eine Pressekonferenz, sprach dann weiter von einem Virus, mutmaßlich dem C-Virus auf Coruscant, und schließlich dem aufkeimenden Krieg. Draen spürte die Schwere, die in Sarinas Worten mitschwang, als sie die aktuellen Entwicklungen der Galaxis erwähnte. Die Unruhe, die sich in der Galaxis ausbreitete, war förmlich greifbar. Die Folgen der Krise um das C-Virus, die Spannungen mit einem neu aufkeimenden Krieg – all das lastete auf der Galaxis wie eine dunkle Wolke. Der Frieden war zerbrechlich und schnell konnte alles in Chaos umschlagen. Doch was bedeutete das für sein bisheriges Leben? Er wusste, dass die meisten als Kinder hierherkamen, getrennt von ihrer Familie, und ihre Ausbildung begannen. Sie hatten noch keinen anderen Lebensweg kennengelernt und für sie war das hier der einzige Weg, den sie kannten. Bedeutete das nun, dass er sein vorheriges Dasein aufgeben würde? Was war mit seiner Tätigkeit als Mediziner? Was war mit seinem Forschungsprojekt? Was mit seiner Familie und dem Familienunternehmen? Würde er Tirahnn nun den Rücken kehren?

Zugegebenermaßen, im Unternehmen war er kein personeller Bestandteil, doch was würde seine Familie dazu sagen? Er hatte immer gewusst, dass er irgendwann eine Entscheidung treffen musste, doch jetzt schien alles auf einmal so endgültig. Er hatte nur einen Kongress auf Coruscant geplant, nur eine kurze Abwesenheit. Und jetzt? Würde er einfach von Tirahnn fernbleiben? Wie sollte er das erklären? Es war schwer, die richtigen Worte zu finden, um seine innere Zerrissenheit zu beschreiben. Alles schien auf der Kippe zu stehen, und er wusste nicht, ob er den Mut aufbringen würde, um den richtigen Weg zu wählen. Alles war in Bewegung, und er stand mitten drin, unsicher, doch gleichzeitig von einer unbestimmbaren Neugier getrieben. Es war, als ob sich vor ihm eine Tür öffnen würde, deren Inhalt er noch nicht erahnte, doch die verlockend und vielversprechend wirkte. Ein Gefühl der Verantwortung, unbestimmbar und doch präsent, breitete sich in ihm aus, als ob eine unsichtbare Kraft ihn drängte, einen Schritt nach dem anderen zu wagen. Er spürte, dass hinter den kommenden Entscheidungen etwas Großes lag, etwas, das sein Leben für immer verändern könnte. Und während Zweifel und Fragen ihn begleiteten, fühlte er doch auch eine leise Zuversicht, dass das, was kommen würde, vielleicht die Antwort auf all seine inneren Fragen sein könnte. Er sah Sarina ernst an, mit einem leichten Nicken.

„Angesichts all dieser letzten Entwicklungen ...“, begann er ruhig. „... komme ich zu dem Schluss, dass ich meinen Beitrag in dieser Galaxis leisten möchte. Ich spüre eine Bürde, die auf dieser Galaxis lastet. Spannungen, die uns alle betreffen. Es ist vieles im Wandel und die Zukunft ist ungewiss.“ Er atmete tief durch, seine Stimme wurde nachdenklich. „Wenn die Möglichkeit besteht, mehr zu lernen, mehr zu verstehen, dann ist das für mich eine Chance, mich besser zu orientieren – in einer Zeit, in der alles so zerbrechlich ist. Ich will lernen, wie ich in dieser chaotischen Zeit helfen kann, wie ich meine Fähigkeiten einsetzen kann, um Individuen zu unterstützen, die von dieser Krise betroffen sind. Ich will verstehen, was in dieser Galaxis vor sich geht, und ich will einen Beitrag leisten, um Frieden zu erreichen und zu bewahren, so schwer das auch ist.“

Er machte eine kurze Pause, um seine Gedanken zu sammeln, erinnerte sich an das
Gespräch mit Dr. Amroth im Wald bei Rhovan, die aufkeimende Verantwortung, die er dabei empfand, und augenblicklich spürte er förmlich den sanften Windhauch, der sie auf der Lichtung am Wald umfing. „Ich weiß, dass das bedeuten muss, mein bisheriges Leben hinter mir zu lassen“, fuhr er fort, „Meine Arbeit als Mediziner, meine Forschung, meine Familie. Es ist eine schwere Entscheidung, doch ich spüre, dass es der richtige Weg ist. Ich kann nicht einfach nur zusehen, während alles um uns herum droht zu zerfallen. Es ist Zeit, Verantwortung zu übernehmen.“

Sein Blick wurde entschlossener.
„Ich würde es in Betracht ziehen, mich ausbilden zu lassen, wenn das bedeutet, dass ich helfen kann, das Richtige zu tun.“

Kernwelten Corusca-Sektor Coruscant Senatsdistrikt vor dem Jedi-Tempel Sarina Thorne und Draen Tel'Set
 
Coruscant - Jedi-Tempel - großer Pressesaal, u.a. mit Wes, Ian und Rornan (NPC), Presse

Wes war also auf Umbara gewesen - um wegen Sturn zu verhandeln? Um ehrlich zu sein, hatte Eowyn keinen blassen Schimmer gehabt, was der Orden mit dem komatösen Lord der Sith anfangen wollte. Offensichtlich... verhandeln. Etwas rausschlagen. Und es schien gelungen zu sein. Aber dann überraschte Wes sie - er hatte ihr etwas mitgebracht?! Sie konnte nicht anders, als überrascht eine Augenbraue zu heben. Leider oder zum Glück, sie wusste es nicht genau, unterbrach Rornan ihr Gespräch, und Eowyn kam drumherum, sich zu überlegen, was sie antworten sollte, oder sich überhaupt darüber klarzuwerden, was Wes damit ausdrücken wollte. Eine Art Entschuldigung? Vielleicht... Sie würden sehen.

Relevanter war jetzt die Pressekonferenz. Und bisher war Eowyn überhaupt nicht bewusst gewesen, was es bedeutete, dass Ahnas Person aus den Akten gestrichen wurde. Natürlich... das hieß, dass am Ende sie alleine verantwortlich war.
Oh. Ja... Aber was soll's. Das stimmte ja irgendwie auch. Was sollte es schon. Sie war doch ohnehin schon Sündenperson Nummer eins neben Brianna, dann machte das auch keinen großen Unterschied mehr, oder?

Sie betraten den Saal, und Eowyn fragte sich, wo Ian steckte, bis sie ihn spürte und ihr bestes gab, um ihm zur Hilfe zu kommen. Ian beruhigte sich, bekam sich in den Griff - gut gemacht. Sie öffnete ihre Augen, als er sich dem Tisch näherte, und erstarrte. Er... er war...
weiß. Er trug ausschließlich weiß. Noch nie hatte Eowyn ihn komplett so gesehen, bevorzugte er in der Regel doch dunkle bis schwarze Kleidung, und erst recht nicht in den letzten Wochen und Monaten auf Bastion. Außerdem trug er nicht nur weiße Kleidung, sondern auch noch äußerst gut sitzende Kleidung. Er sah... anders aus. Attraktiv wie immer, aber zusätzlich noch strahlend, hier zugehörig und selbstbewusst und...
Ian. Was für ein Statement. Oh Ian. Und sie... Sie
empfand. Sie fühlte. Zuneigung, Sehnsucht. Schmerz - aber es waren Gefühle. Für ihn. Sie fühlte... Und zum ersten Mal seit Bastion hatte sie den Wunsch, ihn...
Aber sie durfte das alles nicht, nicht jetzt. Später. Dann würde sie fühlen und alles analysieren können, aber
nicht jetzt.

Ihre Augen verfolgten seinen Weg bis hin zu dem Platz neben ihr, und sie schluckte. Sanft griff Eowyn dann unter dem Tisch nach Ians eiskalter Hand und drückte sie, wärmte sie, hielt sie dann fest; nicht zu stark, aber auch nicht so, dass er sie nur kaum spüren konnte. Sie würde ihn nicht loslassen, außer, er entzog sie ihr. Kurz checkte sie, ob die Mikrofone auch
wirklich aus waren, bevor sie sich ihm zuwandte und leise zuflüsterte. Du siehst so unglaublich fantastisch aus. Und du machst das großartig. Wirklich. Wir stehen das gemeinsam durch, und irgendwann werden wir zurückschauen und darüber lachen, wie viele Sorgen wir heute hatten, okay? Schokolade und Bäuchlein, Ian. Denk dran. Bewusst sah sie ihm in die Augen, suchte seinen Blick und bemühte sich, so viel Zuversicht und Entschlossenheit hineinzulegen, wie sie nur irgendwie konnte, ebenso wie alles, was sie gerade empfand. Und es schien zu funktionieren - sein Lächeln wirkte echt, wirkte so, als wären sie alleine, oder als wäre das hier nur die Bekanntgabe einer unwichtigen Ordensangelegenheit. Sie zögerte auch deshalb kurz, aber es war wichtig, und auch, wenn Ian Gefahr lief, völlig den Kopf zu verlieren, musste sie dann fragen. Hast du die Senatssitzung gesehen? Auf Ians Verneinung hin schloss Eowyn kurz die Augen. Stang... auch das noch. Musste ausgerechnet sie ihm das jetzt beibringen? Hör zu... bleib ganz ruhig. Der Kanzler hat... ohne das Wissen des Senats... Kashyyyk angegriffen. Heute. Frag mich nicht nach den Details, aber... das heißt... wir befinden uns seit kurzem im Krieg.
Fest drückte sie wieder Ians Hand, nur für den Fall, dass er erneut die Fassung verlor, aber es war unnötig. Ein Seufzen, und eine fast schon stoische Akzeptanz. Er reagierte wesentlich gelassener als sie selbst vorhin.

Sie hatten keine Zeit mehr, sich weiter darüber auszutauschen, denn jetzt, wo Ian hier war, ergriff Rornan das Wort. Eowyn hörte nur mit einem Ohr zu, denn diese Ansprache betraf sie nicht. Viel eher gab sie sich Mühe, sich zu sammeln und ruhig zu bleiben. Keine Schwäche zeigen. Keine Unsicherheit. Egal, wie sie
wirklich empfand - sie war stark, sie war stolz, sie war im Recht, sie war selbstbewusst. Sie war eine echte Rätin. Sie atmete. Sie war ruhig. Sie war sicher... und sie würde das hier bravourös über die Bühne bringen.

Dann begann Wes.

Keine Überraschungen an dieser Stelle, natürlich nicht, Wes war Profi. Er begründete das Stillschweigen, trug die Fakten klar und sicher vor, lieferte Beweise. Und wenn es nach Eowyn gegangen wäre, hätte er auch noch genauso souverän ein paar Sätze zu Bastion und Kast gesagt und die Sache wäre vorbei. Aber so würde es leider nicht laufen...

Eowyns Herz begann, heftig zu klopfen. Sie würde heute zu kämpfen haben, ja. Sie würde auf dem Prüfstand stehen, sie würde sich verantworten müssen. Aber das war nichts gegen das, was Ian erwarten konnte. Und vermutlich würde. Vieles hing davon ab, was und wie er nun sprechen würde. Das hier, das waren die letzten Sekunden. Die letzten Sekunden, in denen sie beide vielleicht noch Frieden haben würden...

Vorbei.

Eowyn schluckte und konzentrierte sich auf das Hier und Jetzt, anstatt auf das Wäre möglich, auch wenn sie am liebsten geflüchtet wäre, denn Ian machte wahr, was er angekündigt hatte. Er hielt mit nichts zurück. Das erste Eingeständnis - ein Schuldiger. Der detaillierte Bericht über die Begegnung mit dem Imperator. Das bewusste Zeigen seines Taith. Die Vorverhandlungen, die aber so oder so stattgefunden hätten. Und dann Va'art. Stoisch blickte Eowyn geradeaus, ließ sich nichts anmerken, reagierte nicht, als Ian in einem Satz ihre Beziehung offenlegte. Er hielt sein Versprechen, trat es nicht weiter aus, sondern fuhr gleich weiter fort, während ihr Herz noch immer schlug, als würde es aus der Brust springen wollen. Sachte drückte sie Ians Hand, als seine Stimme zu zittern begann und konzentrierte sich weiter darauf, einfach nur blind über die Köpfe der Anwesenden hinwegzuschauen.

Und nun - ihr Masterplan. Das galaxisweite Geständnis dafür, dass sie den Sith-Orden hintergangen hatten. Zuvor hatte Ian nur das Imperium verraten und den verstorbenen Imperator - nun hatte er ganz persönlich die Sith hinters Licht geführt, und diese würden das wohl kaum auf sich sitzen lassen.

Aber damit war nicht genug. Sie glaubte, ihre Brust müsste wirklich zerspringen, als er es sagte.
Mörder. Sicher... vermutlich würde irgendjemand es ohnehin herausfinden. Aber hier, heute? diszipliniert blickte sie weiterhin geradeaus. Es war klar gewesen. Sie hatte es gewusst. Und trotzdem... trotzdem... Eowyn hoffte einfach nur, dass all seine vielen Worte nicht von diesem einen, kleinen Wort zunichte gemacht werden würden. Es hing so viel davon ab... und sie saß hier. Es hing einfach alles davon ab, und sie saß wirklich hier und würde gleich selbst das Wort ergreifen müssen. Dabei war es wirklich das allerallerletzte, was sie nun wollte... Atmen. Immer weiter atmen. Sie war stark. Sie war sicher. Sie war im Recht... und dieser Saal alle würde Ian auseinanderreißen. Die Journalisten würden ihn in der Luft zerfetzen. Sie würden ihn zerstören, seinen Kopf fordern, sie würden nicht begreifen, wie viel sie Ian zu verdanken hatten, und dass auch ohne ihn all das geschehen wäre. Allegious war der Schuldige, nicht Ian. Er hatte das Virus nicht erschaffen, nicht verbreitet, ganz im Gegenteil. Sie wusste genau, er würde es nicht wollen, aber irgendwie... musste sie dafür sorgen, dass es klar war. Dass klar war, wie die Sache wirklich war. Und das, ohne, dass sie als seine verblendete Geliebte abgestempelt wurde... Was sie nicht schaffen würde.

Ian sprach nicht mehr weiter. Er war fertig - und das bemerkten auch die Journalisten, deren Gemurmel nun anschwoll. Sie musste reden. Sie musste starten, denn sonst würden die Rufe lauter werden... Sie war noch nicht so weit. Sie wollte weg von hier. Sie...


Mein Name ist Eowyn El'mireth... auch, wenn wohl mittlerweile die meisten wissen, wer ich bin, begann Eowyn irgendwie, einfach, damit sie irgendetwas sagte. Wes war souverän gewesen, Ian eloquent, während sie selbst nun wohl alles den Berg hinunterwerfen würde.
Trotzdem. Sie war stark. Sie war selbstbewusst. Sie... war Rätin.
Eowyn richtete sich unmerklich auf.


Wie Sie gehört haben, traf ich auf Nar Shaddaa auf Ian Dice. Recht bald berichtete er mir von den furchtbaren Plänen Allegious', und es war ein Glück, dass wir davon erfuhren. Ohne diese Information hätten wir noch lange an den falschen Orten nach einem Heilmittel gesucht. Die Pandemie wäre noch im Gange, täglich würden weitere tausende sterben.

Aber wir bekamen diesen Wissensvorsprung. Wir gingen den Hinweisen nach. Wir entdeckten die Tierarztpraxis
, Eowyn nickte Wes zu, wir forschten und heilten, bis wir nicht mehr konnten und darüber hinaus, aber nur unsere fähigsten Heiler, wie Ian Dice oder Brianna Kae, waren in der Lage, gegen das C-Virus anzukommen. Wir hatten keine Chance. Und wir hätten beinahe alles, inklusive Coruscant, verloren.

Eowyn pausierte kurz, wünschte sich, zu wissen, was sie hier eigentlich tat. Sie ließ ihren Blick zum ersten Mal wirklich über die Menge schweifen, sah in die Gesichter. Sie mussten verstehen. Sie mussten verstehen, weshalb sie alle getan hatten, was sie getan hatten... aber was, wenn sie es nicht taten?
Daran durfte sie nicht denken.
Sie war stolz. Sie war im Recht.


Aus diesem Grund wählten wir den ungewöhnlichen und gefährlichen Weg, das Virus im Sith-Tempel zu suchen. Und weil wir ahnten, dass wir nur dort fündig werden würden. Nach unserer gelungenen Flucht von Bastion machten wir Halt im leeren Raum, und ich erfuhr, was in der Zwischenzeit alles geschehen war, während man begann, mich notdürftig zusammenzuflicken. Nicht nur hatte Ian Dice mit Brianna Kaes Hilfe das Virus gefunden, sondern Brianna hatte glaubhafte Hinweise von internen Stellen der Sith erhalten, dass das C-Virus nicht das Ende gewesen war. Es war nur die Vorstufe für ein weiteres, noch tödlicheres Virus. Eowyn ignorierte das Raunen. Mir wurde klar, dass das alles nie ein Ende nehmen würde. Jedes Virus, das wir vernichteten, würde ein weiteres zur Folge haben. Millionen würden sterben, weil eine einzige machthungrige Person nie aufhören würde - und es würde ihm auch egal sein, ob es republikanische oder imperiale Welten treffen würde.

Also...
Eowyn blickte erneut direkt in den Saal, suchte einen Blickkontakt. ...traf ich eine Entscheidung.

Brianna hatte den Aufenthaltsort Allegious' erfahren. Wir ahnten, dass unsere Flucht noch nicht bekannt sein würde.
Wir hatten die Wahl, zurück nach Coruscant zu fliegen, den offiziellen Weg zu gehen, abzuwarten, wie der Rat entscheiden würde oder der Senat. Wir würden alles dem Kanzler vorlegen können - und bis dahin würde das neue Virus womöglich, wahrscheinlich schon freigesetzt sein. Wir würden noch schwächer werden. Wir würden dem Virus nichts entgegensetzen können. Doch das wäre der richtige Weg. Wir würden uns nicht schuldig machen.
Die andere Möglichkeit war, sofort zu handeln. Den Vorteil zu nutzen, den wir hatten, und den wir verlieren würden, selbst, wenn wir nur für eine Stunde auf Coruscant Halt machen würden. Wir würden ohne den Segen des Rates handeln, ohne den des Senats. Aber wir hätten die Chance, das Virus zu vernichten. Die Chance, Millionen Leben zu retten.

Seit ich ein Kind war,
sprang Eowyn plötzlich im Thema, war mir klar, dass ich einmal eine Jedi werden würde. Ich wusste, auch, wenn meine Eltern es ausschlossen, dass ich der Republik dienen würde. Ich wusste, wo mein Leben mich hinführen würde, ich wusste, dass mein Ziel sein würde, so viele Leben zu verteidigen, wie ich konnte.
Ich wusste damals nicht, wie diese Verteidigung aussehen würde, und wie viel sie mich kosten würde.
Ich entschied mich aber schlussfolgernd für den zweiten Weg.

Ian flog mit den Virusproben nach Coruscant, um so schnell wie möglich ein Heilmittel herzustellen. Wie Forscher später herausfanden, war kein Heilmittel notwendig - sondern die absolute Vernichtung des ursprünglichen Virus' wodurch alle Mutationen, alle mit diesem Virus verbundenen Partikel ebenfalls zerstört wurden. Heilung innerhalb von wenigen Augenblicken - etwas, für das ich unendlich dankbar bin, denn ich weiß nicht, wie viele Opfer es noch gefordert hätte, hätten wir erst einen Impfstoff entwickeln müssen.

Das restliche Team, Brianna und ich flogen nach Kast. Mein Team folgte meinen Befehlen, weshalb weder sie, noch Brianna irgendwelche Schuld tragen. Auch im Jedi-Orden haben wir feste Rangstrukturen, und sie werden genauso hoch gehalten wie beim Militär.
Brianna und ich nahmen den Weg, der schon im Sith-Tempel erfolgreich gewesen war. Sie führte mich als ihre Geisel vor, um mich endlich dem Imperator zu übergeben, was die Sith auf Bastion die ganzen Wochen lang nicht geschafft hatten. Das restliche Team schlich sich in die Festung ein, untersuchte die Labore, konnte Beweise und viele Daten sichern und setzte Sprengladungen, um zu verhindern, dass ein solches Virus erneut erschaffen wird.

Allegious führte derweil Brianna und mir im Thronsaal seine neueste Kreation vor. Briannas Informationen waren absolut korrekt gewesen. Dieses... Ding...
Zum ersten Mal stockte Eowyn wirklich beim Sprechen, fand keine Worte. Wenn sie zurückdachte an die Situation auf Kast... Sie holte tief Luft und zwang sich, weiterzusprechen. Es war dunkel. Eine Phiole voller absoluter Dunkelheit. Ich weiß... Sie ließ den Blick über die Reporter schweifen, dass kaum jemand etwas damit anfangen wird können, aber ein paar von ihnen werden vielleicht wissen, wie Machtnutzer die Galaxis wahrnehmen. Wir können vieles erspüren. Wir können durch die Macht Dinge sehen, die ohne sie verwehrt bleiben. Und diese Phiole war das dunkelste, schrecklichste Ding, was ich je gespürt habe.

Und Allegious... lachte.

Er lachte.

Und redete von einer Galaxis ohne Licht, von einem Reich der dunklen Seite auf einem Berg aus Leichen. Er...
Zitternd holte Eowyn Luft, mahnte sich, sich zusammenzureißen. Stärke. Stolz. Sicherheit. RÄTIN. ...wollte die Galaxis töten. Alles. Er sprach davon, einer gebrochenen Galaxis Frieden zu bringen, den Frieden des Grabes, die Stille des Todes. Damit etwas Neues entstehen könnte - durch und mit ihm. Ein neues Reich - mit wenigen Personen. Denn das bedeutete ihm wahre Macht, nicht, über Milliarden zu herrschen, die er ohnehin nie zu Gesicht bekam. Meiner absolut persönlichen Ansicht und meinem dortigen Empfinden nach war er schlicht wahnsinnig.

Ich weiß, dass Sie alle nur mein Wort haben für das, was dort im Thronsaal geschehen ist. Alle, die sich dort aufgehalten haben, sind heute tot - alle, außer Brianna und mir. Ich weiß, dass viele von Ihnen mir nicht glauben werden. Ich weiß, dass ich keine Beweise habe für das, was dort geschehen ist. Aber es gibt Indizien. Es gibt die Daten, die das Team im Labor sichern konnte. Es gibt Berichte darüber, wie Allegious sich immer mehr zurückgezogen hat, wie er kaum noch Besuch empfing. Und es gibt das C-Virus, dessen Herkunft lückenlos bewiesen ist. Es ist an Ihnen zu entscheiden, ob Sie mir Glauben schenken.


Sie musste fortfahren. Das Ende berichten... Schließlich explodierten die Sprengsätze, und der Imperator begann zu ahnen, dass etwas nicht stimmte. Er griff uns als erstes an. Brianna und mir und Ahna... oh Ahna! war es möglich, die Garde auszuschalten, da das Team draußen uns den Rücken freihielt. An seinem Ende entfesselte Allegious eine Machtwelle der dunklen Seite, welche den Thronsaal halb zerstörte. Und nur wenige Sekunden später betraten Janus Sturn, Kira Guldur, Adria Guldur, Zoey Liviana und ihre Schülerinnen und Schüler das Geschehen. Ich weiß bis heute nicht, was sie dort machten und was ihr Plan war, doch sie stellten sich uns natürlich in den Weg. Sturn forderte mich zum Duell auf, welches ich am Ende für mich entscheiden konnte, doch im Moment seines vermeintlichen Endes entfesselte auch er eine Welle der dunklen Seite, der ich mich nicht mehr entgegensetzen konnte und welche den Thronsaal komplett in Schutt und Asche legte und die Kämpfe beendete. Wir konnten kurz darauf ohne tödliche Verluste auf unserer Seite fliehen, bevor die Festung endgültig aus den Fugen gebracht zusammenstürzte.

Ihr Mund war völlig trocken. Ihr war heiß. Diese Roben waren so unglaublich schwer. Aber sie musste stark wirken. Sicher. Die Augen der Galaxis waren auf sie gerichtet. Kein Druck... bloß kein Druck. Die Daten von Kast werden aktuell noch gesichtet und sind noch nicht komplett sortiert, und ich muss dazu sagen, dass wir diese Daten nicht komplett veröffentlichen können. Sie werden verstehen, weshalb - sie enthalten unter anderem die Anweisungen zum Erstellen einer Biowaffe. Aber wir werden herausgeben, was auch immer sicher ist, um die Wahrheit zu untermauern.

Eine erneute kurze Pause, und Eowyn sah sich im Saal um. Ich ahne, was sicher ein paar von Ihnen denken. Niemals hätte ich diese Mission autorisieren dürfen. Der Zweck heiligt nicht die Mittel. Und wenn wir einmal eine solche Ausnahme machen, wer hält uns davon ab, es erneut zu tun? Die Antwort ist leider niemand. In unserer Demokratie beruht vieles auf Vertrauen. Wir vertrauen darauf, dass die Jedi die Republik beschützen. Wir vertrauen darauf, dass das Militär hinter uns steht und unsere Planeten sichert. Wir vertrauen darauf, dass der Senat die richtigen Entscheidungen zum Wohle aller trifft. Wir verlassen uns darauf, dass all diese Personen ihre Macht nicht missbrauchen. Ich habe dieses Vertrauen nun auf eine harte Probe gestellt. Das ist mir bewusst. Und deshalb werde ich mich dieser Verantwortung stellen, mit allem, was dazu gehört, damit dieses Vertrauen wieder hergestellt werden kann. Der Kanzler sprach von einer Anhörung, und selbstverständlich werde ich mich dem zur Verfügung stellen. Und ich bitte Sie - Sie alle hier, Sie alle da draußen. Lasten Sie meine Entscheidung nicht der Republik an. Nicht dem Kanzler, nicht dem Senat, nicht dem Rat, nicht dem Orden. Ich war es, die diese Mission autorisiert hat. Mein Schwert war es, das am Ende Allegious durchbohrte.

Aber trotz allem - es war nicht ich, die den Krieg begann. Es war nicht Kanzler Qúun, der den Krieg begann, nicht der Senat und nicht die Neue Republik. Es war Allegious in seinem Wahn, die halbe Galaxis auszulöschen und so viel Leben zu beenden, wie er nur konnte.


Eowyn schloss kurz die Augen. War das alles? Sie würde wohl nie wieder die Chance bekommen, so frei und nahezu ununterbrochen sprechen zu können. Bestimmt hatte sie alles mögliche wichtige vergessen. Sie würde sich später verfluchen. Aber aktuell... war ihr Geist leer.

Sie öffnete ihre Augen wieder, sah sich zum zigsten Mal im Saal um. Sie versuchte, die Gesichter zu lesen, versuchte zu erkennen, wie die Stimmung aussah, doch sie war zu erschöpft. Trotzdem... sie musste durchhalten.

Stark.
Stolz.
Sicher.
Selbstbewusst.

Sie nickte Rornan zu, wappnete sich dem Schwall des Lärms, der sicher aufbranden würde.
Die Fragen.

Coruscant - Jedi-Tempel - großer Pressesaal, u.a. mit Wes, Ian und Rornan (NPC), Presse
 
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