Disney+ Serien

Bis jetzt gefällt es mir sehr gut. Rein vom Worldbuilding und storytelling für mich schon besser bzw interessanter als die Rey Filme. Kann es nur empfehlen. Hoffe man geht auch in den Realfilmen mal diesen Weg.
 
Die Zahlen für die meist gestreamten Staffeln & generell Serien auf Disney + für die 1. Jahreshälfte 2026 sind draussen. Star Wars ist dabei gut vertreten.

Meine Gedanken dazu:

- Wieviele Abonnenten hat Disney + überhaupt?

Nicht viel offensichtlich.
Weil ansonsten ist nicht erklärbar, wie Mando nach wie vor unter den Top 3 Serien ist (Obwohl die letzte Staffel 3 Jahre alt) und der Film eher underperformed hat.

- Die Animationsserien sind anscheinend extrem erfolgreich. Bei deutlich weniger Budget als die live Action Serien ist Maul auf Platz 5. Und das TBB Finale ist 2 Jahre her und die Serie ist immer noch in den Top 10. => Logische Konsequenz finanziell wäre für mich eigentlich mehr Animationsfilme fürs Kino.


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Zuletzt bearbeitet:
Mir hat es gefallen. War für mich auf dem selben Niveau wie MSL.

Gerade die Hauptfigur Kara und der Antagonist Nawaam haben die Serie für mich getragen.

Bis jetzt gefällt es mir sehr gut. Rein vom Worldbuilding und storytelling für mich schon besser bzw interessanter als die Rey Filme. Kann es nur empfehlen. Hoffe man geht auch in den Realfilmen mal diesen Weg.
Ich habe die Serie jetzt durch. Hat mich von der Aufmachung her an so SciFi Cartoons der 90er erinnert.

Ist schon ganz in Ordnung gemacht. So ganz subjektiv muss ich aber leider sagen, dass ich die Serie überhaupt nicht spannend fand. Ich kann auch nicht wirklich begründen warum. Aber es hat mich einfach zu keinem Zeitpunkt interessiert, wie die Geschichte weitergeht...
 
Fazit euerseits zu der Disney + Serien-Ära?

Katastrophe, Disney hat das einst größte Franchise der Filmgeschichte gegen die Wand gefahren und zerstört.

- Obi-Wan: Bzgl Timing und inszenierung die beste D+ Serie, storytechnisch aber völlig überflüssig
- Madalorian: Gute zweite Staffel, ansonsten hmpf....
- Andor: Endlich mal was für Erwachsene, fand ich aber langweilig und mich hat die Geschichte einfach nicht interessiert. :zuck:
- The Book of Boba Fett: Mist
- Ahsoka: Sensationell schlecht, und zwar was Story, Darsteller und Insezenierung betrifft.
- The Acolyte: Vielleicht das schlechteste, was ich in meinem Leben an Serien gesehen habe.
- Skeleton Crew: Bis jetzt nicht gesehen.

Potenzial null genutzt, mit Ahsoka und The Acolyte hat man Star Wars lächerlich gemacht. Die Macher schämen sich nicht für diese beiden Serien, ich schon.

Der Disney Deal hätte nie stattfinden dürfen.
 
Die Star Wars Serien waren zum größten Teil (Ausnahme Andor) ja eher, was man gemeinhin als "Content" bezeichnet und weniger Highlights fürs große Publikum. Was ich grundsätzlich auch völlig in Ordnung finde. Man kann nicht regelmäßig epische Meisterwerke raushauen. Wäre zwar schön, ist aber unrealistisch.
Trotzdem freue ich mich als Fan des Star Wars Universums, wenn ich regelmäßig neu in dieses Universum eintauchen kann. Und als solcher Content haben die Serien meiner Meinung nach weitestgehend auch funktioniert.
Das Problem ist, dass man im Prinzip bis heute ausschließlich diese Serien hat, es gibt seit Episode IX keine großen Filme mehr (The Mandalorian & Grogu würde ich auch eher zu den Serien einordnen). Und als einziges Produkt reichen die Disney+ Serien dann einfach nicht.
Alle warten auf das nächste große Star Wars Ding, es kommt dann nur eine Serie zum lockeren weggucken und alle sind enttäuscht.

Ich denke es hätte besser funktioniert, wenn sich die Serien und Kinofilme mehr abgewechselt hätten. Und Disney scheint ja in Zukunft auch eher in diese Richtung gehen zu wollen.

Insgesamt sehe ich die Disney-Ära aber eher als positiv. Wäre das Franchise nicht verkauft worden, wäre vielleicht noch Detours erschienen (das Fandom wäre wahrscheinlich implodiert) und ansonsten wäre in Bewegtbild gar nichts mehr gekommen. Insofern habe ich durch Disney nichts verloren, nur zumindest ein paar nette Sachen gewonnen.
 
Fazit euerseits zu der Disney + Serien-Ära?
Vieles, was produziert wurde, ging schlicht an meinen Interessen vorbei. Den Rest würde ich mit „Licht und Schatten, wobei aus meiner Sicht viel Schatten und nur wenig Licht dabei war“ beschreiben.

Mal der Reihe nach:
- The Mandalorian: Hat gut angefangen, wurde dann aber im Laufe der zweiten Staffel zur üblichen Nummernrevue von Filoni-OCs und war mit dem Ende der zweiten Staffel im Prinzip auch auserzählt. Die dritte Staffel war für mich schlicht unnötig und hat das Ende der zweiten Staffel rückwirkend sogar noch entwertet.
- The Book of Boba Fett: Die Idee, dass Boba Fett den Sarlacc überlebt hat, fand ich schon im Legends-EU ziemlich Banane. Aufgrund von Temuera Morrison und seines Auftretens als Figur in The Mandalorian wollte ich der Serie dennoch eine Chance geben. Dass dann ausgerechnet die meines Erachtens beste Folge eine ist, in der Boba Fett nicht einmal vorkommt, sagt im Prinzip alles, was man über die Serie wissen muss.
- Obi-Wan Kenobi: Fand ich nicht so schlecht wie viele andere, aber man merkte der Serie leider deutlich an, dass die Story ursprünglich als Film konzipiert war. Die Handlung wurde mit Füllmaterial und wiederkehrenden Storyelementen unnötig aufgebläht.
- Andor: Einerseits finde ich, dass die erste Staffel neben Rogue One so ziemlich das Beste ist, was Disney im SW-Bereich produziert hat. Andererseits habe ich mich bis heute noch nicht dazu motivieren können, die zweite Staffel zu schauen.
- The Acolyte: Hat sehr stark angefangen, dann deutlich nachgelassen und sich gegen Ende wieder ein wenig gefangen. Insgesamt sehr durchwachsen, aber ich hätte trotzdem gerne eine zweite Staffel gesehen.
- Ahsoka: Habe ich mangels Interesse übersprungen.
- Skeleton Crew: Habe ich ebenfalls mangels Interesse übersprungen.

Ebenfalls mangels Interesse übersprungen habe ich sämtliche Animationsserien, die in dieser Zeit erschienen sind, mit Ausnahme der letzten Staffel von The Clone Wars und der ersten Folge von Die neunte Jedi.

Wenn es das Ziel der Macher war, Disney+ möglichst schnell mit Content zu füllen, dann haben sie ihr Ziel erreicht. Wenn es ihr Ziel war, mein Interesse an Star Wars aufrechtzuerhalten, dann sind sie damit gnadenlos gescheitert.
 
Ich möchte die Star-Wars-Serien bei aller Kritik nicht missen. Allein die ersten beiden Staffeln von The Mandalorian, Andor und Skeleton Crew haben mir dafür viel zu viel Freude gemacht. Das heißt aber nicht, dass ich mit allem zufrieden bin, was uns in den vergangenen Jahren vorgesetzt wurde.

The Mandalorian hat mich anfangs gerade mit seiner einfachen Geschichte gewonnen. Ein wortkarger Kopfgeldjäger übernimmt die Verantwortung für ein Kind und wächst allmählich in eine Rolle hinein, die er sich selbst vermutlich nie zugetraut hätte. Dazu diese Mischung aus Western, zwielichtigen Gestalten und Abenteuern irgendwo am Rand der Galaxis. Ich war gerne mit Din und Grogu unterwegs. Auch die zweite Staffel hat für mich die Balance gehalten: Die bekannten Figuren waren eine schöne Ergänzung, während die Beziehung der beiden das Herz der Serie blieb.

Andor hat mich dann auf ganz andere Weise gepackt. Die Serie macht spürbar, was es bedeutet, unter dem Imperium zu leben, sich anzupassen, wegzusehen oder irgendwann doch Widerstand zu leisten. Dabei haben selbst Figuren, die nur kurz auftreten, ein eigenes Leben und nachvollziehbare Beweggründe. Niemand wartet bloß darauf, der Hauptfigur den nächsten Auftrag zu geben. Gerade weil ich verstehe, was diese Menschen verlieren können, lassen mich ihre Entscheidungen nicht kalt.

Und Skeleton Crew hat mir gezeigt, wie gut ein vergleichsweise kleines Abenteuer in dieser Galaxis funktionieren kann. Ich mochte die Kinder, ihren Blick auf diese fremde Welt und das Zusammenspiel mit Jod, dem ich gerne vertraut hätte, obwohl es genug Gründe gab, das besser zu lassen. Die Serie hatte für mich etwas angenehm Unbeschwertes, ohne dass die Gefahren dadurch harmlos wirkten.

Bei The Acolyte hätte ich mir dagegen gewünscht, dass die Figuren ähnlich sorgfältig geschrieben worden wären. Der Ansatz, die Jedi in einer anderen Zeit zu zeigen und ihre Selbstgewissheit infrage zu stellen, war durchaus interessant. Nur haben mich die wechselnden Loyalitäten und manche folgenreichen Entscheidungen zu wenig überzeugt. Zu häufig fehlten mir die Zwischenschritte, um eine Entwicklung auch emotional mitzugehen. Das Geheimnis um die Vergangenheit allein konnte das für mich nicht auffangen.

Ahsoka hatte wiederum vieles, das mich grundsätzlich anspricht: fremde Welten, eine Reise in eine andere Galaxis und Figuren, deren gemeinsame Geschichte reichlich Stoff bietet. Ausgerechnet die Beziehung zwischen Ahsoka und Sabine blieb mir aber zu unterkühlt. Da steht viel Unausgesprochenes im Raum, doch aus den Gesprächen entsteht selten die Nähe oder Spannung, die ich mir erhofft hatte.

Bei Obi-Wan Kenobi war mein größtes Bedauern, dass die Serie ihrem eigentlich stärksten Stoff so wenig vertraut hat. Obi-Wans Schuldgefühle, sein Rückzug und die Begegnung mit dem Menschen, der aus Anakin geworden ist, hätten mich problemlos getragen. Einige Szenen haben mich auch erreicht. Die Handlung dazwischen war mir allerdings zu oft mit umständlichen Rettungsaktionen und Verfolgungen beschäftigt, deren Ablauf ich wenig glaubwürdig fand. Gerade bei einer Figur, an der mir so viel liegt, fällt mir das schwerer als anderswo.

The Book of Boba Fett lässt mich bis heute mit der Frage zurück, weshalb Boba eigentlich unbedingt Verbrecherboss werden will. Seine Zeit bei den Tusken mochte ich, weil sie ihm Erfahrungen und Bindungen gegeben hat, die eine Veränderung verständlich machen. Bei seinem anschließenden Herrschaftsversuch fehlten mir dagegen ein klares Ziel und das Gefühl, dass er weiß, worauf er sich einlässt. Als Din Djarin dann auftauchte, war ich sofort wieder stärker dabei. Ich habe mich über diese Folgen gefreut, aber für eine Serie über Boba Fett ist das schon ein ziemlich unglücklicher Befund.
 
Ich halte "Ära" bereits für recht großzügig formuliert.

Das setzt qualitativ Hochwertiges voraus; in Produktion, Geschichte, Schauspiel und Dreh. Überzeugte Kritiker(mehrheit). (Großteils) Zufriedenes Publikum/Fandom. Innovatives, aber auch bewährte Elemente. Werke, die glaubwürdig für sich stehen. Werke, die das Potential mitbringen, den Zahn der Zeit zu überstehen und Referenzen für andere zu bilden.

Disney hat nichts davon geschafft. Und das, obwohl die Latte nach PT und (ihrer eigenen) ST niedrig lag. Die Gründe waren vielfältig und reichen von Einfallslosigkeit (besser gesagt: Mutlosigkeit) bis hin zum Reinschwappen eines offenen, zuweilen sehr primitiv ausgetragenen Kulturkieges, der v.a. in den USA tobt.

Dafür gab es Unmengen an Fanservice, mieses Schauspiel, schlechten Effekten, letztlich leider belanglosen Stories, Topoi-Wiederholungen und niedliches Merchandise. Es ging nur darum, irgendwie die Streaming-Plattform zu füllen.

Der größte Fehler der gesamten Disney-Zeit bestand mE darin, "Legends" als solches zu deklarieren. Das alte EU hat, bei allen Kritikpunkten, über Jahrzehnte sehr vieles richtig gemacht, was Stories, Charakterentwicklung und Experimente angeht. Es hätte, analog zu Marvel-Comics fürs MCU, als Schatztruhe für tolle Umsetzungen dienen können. Stattdessen setzte man sich völlig unnötigerweise dem Druck aus, ein komplettes Universum von null aufbauen zu müssen. Weil aber auch das vorhersehbarerweise scheiterte, betreibt man ungenierte Leichenfledderei (zB Thrawn).
 
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