Serie House of the Dragon

Ich bin jetzt nicht Draht Vader, aber mein Ranking ist 1, 3, 2. Und bei dir?

Für mich ist bislang ebenfalls Staffel 1 die stärkste von House of the Dragon. Danach kommt Staffel 3 und mit einigem Abstand Staffel 2. Wobei ich alle Staffeln jeweils nur einmal gesehen habe, immer direkt bei ihrem Erscheinen. Gerade deshalb finde ich ganz interessant, was davon eigentlich hängen geblieben ist.

Und da schlägt sich Staffel 1 erstaunlich gut. Die liegt inzwischen vier Jahre zurück und trotzdem habe ich noch sehr viele Szenen und Entwicklungen ziemlich genau vor Augen. Viserys und sein körperlicher Verfall, die jungen und älteren Versionen von Rhaenyra und Alicent, Daemon, der Konflikt um die Thronfolge, das letzte gemeinsame Abendessen. Da ist einfach eine Menge hängen geblieben. Vor allem Viserys hat der Staffel für mich ein emotionales Zentrum gegeben, das den späteren Staffeln ein Stück weit fehlt. Dabei hatte gerade Staffel 1 mit ihren vielen Zeitsprüngen eigentlich beste Voraussetzungen, ziemlich zerfasert zu wirken. Erstaunlicherweise ist bei mir das Gegenteil passiert.

Bei Staffel 2 sieht es ganz anders aus. Die ist gerade einmal zwei Jahre her und trotzdem musste ich während Staffel 3 immer wieder überlegen, was damals eigentlich genau passiert war. Natürlich bekomme ich die großen Ereignisse noch zusammen, aber bei vielen einzelnen Episoden wird es schon ziemlich neblig. Ich müsste mir vermutlich erst einmal Zusammenfassungen durchlesen, um manches wieder vollständig zusammenzubekommen. Das spricht für mich im Nachhinein nicht unbedingt für die Staffel.

Vielleicht lag es daran, dass Staffel 2 für mein Empfinden sehr stark den Charakter einer Übergangsstaffel hatte. Vieles wurde vorbereitet, Figuren wurden in Stellung gebracht, Konflikte weiter zugespitzt und ständig hatte man das Gefühl, dass gleich etwas wirklich Großes passieren müsste. Nur kam dieser Moment für meinen Geschmack zu selten. Beim wöchentlichen Schauen fand ich das gar nicht schlecht, aber rückblickend ist erstaunlich wenig davon haften geblieben.

Staffel 3 würde ich momentan ziemlich klar dazwischen einordnen. Sie hatte für mich wieder mehr markante Momente und vor allem stärker das Gefühl, dass die Geschichte tatsächlich vorankommt. An Staffel 1 reicht sie für mich trotzdem nicht heran. Dafür fehlt mir bislang ein wenig die emotionale Geschlossenheit, die die Geschichte um Viserys damals hatte.

Natürlich hat Staffel 3 momentan einen unfairen Vorteil, weil sie noch ganz frisch im Gedächtnis ist. Vielleicht sitze ich 2028 da und stelle fest, dass davon ebenfalls nur die Hälfte hängen geblieben ist. Umso bemerkenswerter finde ich aber, wie präsent Staffel 1 nach vier Jahren noch immer ist. Allein daran merke ich, welche Staffel bei mir den stärksten Eindruck hinterlassen hat.

Meine Reihenfolge ist deshalb momentan identisch mit deiner: Staffel 1 vor Staffel 3 vor Staffel 2.
 
So letzte Folge ist durch. Endlich mal ne schlacht welche den Namen verdient. Da weiss man wohin das Budget ist.
Gerne mehr davon.

Helena wurde endlich erlöst
Der Säufer macht mal wieder was er am besten kann, war der Angriff auf die Stadt selber wohl geplannt ?
Harrenhall ist damit hoffentlich beendet. Dieser ganze arc ist so überflüssig für mich.
Nun befürchte ich dass man extrem viel in die letzte Staffel stecken will, sofern man dies befriedigend beenden möchte
 
Welche Staffel hat dir besser gefallen, Staffel 2 oder Staffel
Zwischen diesen gewählt, S3.
Entweder liegt es daran, das ich bei dem Stoff nur Casual Konsument bin, oder ich schon S2 mäh fand und mich ein Rewatch daher nicht interessiert hat.
Und ich nun in S3 in der Luft hänge.
Produktionstechnisch finde ich alles gut, doch das Pacing fand ich nicht gut und daher zum Teil verwirrend. 10 Folgen hätten dem Ganzen gut getan.
Besonders Harrenhal fand ich störend bis langweilig, in beiden Seasons.
Ranking momentan, 1, 3, 2.
 
@Draht Vater

Für mich funktioniert Folge 8 als Staffelfinale. Ich kann aber verstehen, wenn einem davor der große Höhepunkt fehlt. Bei Game of Thrones lag die große Schlacht oder Eskalation schließlich häufig in der vorletzten Folge, während das Finale anschließend die Konsequenzen zeigte, die Figuren neu sortierte und die Ausgangslage für die nächste Staffel schuf. Ähnlich wurde das auch bei A Knight of the Seven Kingdoms gehandhabt.

Ob die acht Folgen grundsätzlich zu wenig waren, kann ich allerdings schwer beurteilen. Ich kenne die Buchvorlage nicht und weiß daher schlicht nicht, was bis zum Ende noch alles passieren muss. Entsprechend kann ich auch nicht abschätzen, ob die verbleibende Zeit in Staffel 4 ausreicht, um die Geschichte vernünftig und ohne übermäßige Hast zu Ende zu erzählen. Das wird sich für mich erst im Nachhinein beurteilen lassen.

Schade finde ich vor allem, dass die ersten beiden Folgen der dritten Staffel nicht mehr den Abschluss von Staffel 2 bilden konnten, für den sie ursprünglich gedacht waren. Gerade Staffel 2 hätte dadurch vermutlich deutlich gewonnen und einen befriedigenderen Endpunkt bekommen. Gleichzeitig hätte Staffel 3 nicht erst zwei Folgen lang Material abarbeiten müssen, das erzählerisch eigentlich noch zur vorherigen Staffel gehörte. Bei insgesamt nur acht Folgen ist das eben ein beträchtlicher Anteil der Laufzeit.

Bei Harrenhal kann ich die Kritik übrigens nachvollziehen. Dort wurde auch für meinen Geschmack teilweise sehr lange auf der Stelle getreten. Vielleicht ist das letztlich auch ein Grund dafür, warum sich die Staffel trotz der vielen Ereignisse stellenweise langsamer anfühlt, als sie eigentlich ist.
 
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