Masters of the Universe

Masters of the Universe ist an mir stets vorbeigegangen, weil ich es als typischen Fantasy-Trash abgetan habe. Die aktuelle Kritikerresonanz fällt allerdings deutlich positiver aus, als ich erwartet hätte: Auf Rotten Tomatoes erreicht der Film bei 75 ausgewerteten Rezensionen ein Tomatometer von 73 %.
 
Masters of the Universe ist an mir stets vorbeigegangen, weil ich es als typischen Fantasy-Trash abgetan habe. Die aktuelle Kritikerresonanz fällt allerdings deutlich positiver aus, als ich erwartet hätte: Auf Rotten Tomatoes erreicht der Film bei 75 ausgewerteten Rezensionen ein Tomatometer von 73 %.
Wundert mich nicht. Auf den Film haben viele Mitvierziger-Mitfünfziger gewartet.... :D

Was mich mehr interssieren würde: hat jemand einen Überblick, ob das bei den Kindern der ca. letzten 10 Jahre ein Thema war (die Serie wurde ja neu aufgelegt).
Meine Erfahrung ist da eher anekdotisch: Meinen Sohn hat das während der Grundschulzeit nämlich nie gejuckt. Und auch bei seinen Freunden, war das nie ein Thema. Aber vielleicht habt ihr ja andere Erfahrungen gemacht.
 
Klingt so, als ob der Film nur etwas für Nostalgiker wäre. ;)

Wer den Film sieht, sollte den Abspann unbedingt abwarten. Nach Berichten gibt es zwei zusätzliche Szenen. Die erste scheint eine charmante Verbeugung vor den klassischen He-Man-Cartoons zu sein, während die zweite offenbar den lange erwarteten Live-Action-Auftritt eines bei Fans äußerst beliebten Charakters vorbereitet.
 
Klingt so, als ob der Film nur etwas für Nostalgiker wäre. ;)

Wer den Film sieht, sollte den Abspann unbedingt abwarten. Nach Berichten gibt es zwei zusätzliche Szenen. Die erste scheint eine charmante Verbeugung vor den klassischen He-Man-Cartoons zu sein, während die zweite offenbar den lange erwarteten Live-Action-Auftritt eines bei Fans äußerst beliebten Charakters vorbereitet.

Es ist ja wunderbar wenn du bei einem Thema mitreden möchtest wo du keinen Bezug zu hast, aber ich finde es nicht so schön wenn du hier jetzt rumspoilerst was nach bzw. während des Abspanns für Szenen gezeigt werden. Zumindest ich weiß jetzt welcher Charakter gemeint ist und diese Überraschung hätte ich gerne im Kino erlebt. Also danke für nichts.
 
Meine Verbindung zu Masters of the Universe besteht aus den immer wieder ausgestrahlten Werbespots für die Actionfiguren, die meine Kindheit begleiteten. Interessanterweise findet sich mehr als eine Figur weder in den offiziellen Besetzungslisten des Films von 1987 noch in denen des Films von 2026. Es gibt also Alternativen, sofern man sich im Vorfeld nicht mit dem anstehenden Film beschäftigt.
 
Habe ihn mir also tatsächlich angeschaut.

Was soll ich sagen? Der Film hat gefallen. Den kann ich mir auch noch einmal auf Amazon Prime Video geben. Aber auch beim einmaligen Anschauen ist der Film schönes Popkornkino, das man einmal sehen, dabei Spaß haben und dann beim Abspann auch schon wieder vergessen kann. Ich persönlich hoffe, der Film wird erfolgreich, da möchte ich gerne mehr sehen und daher vergebe ich 7,5/10 Punkten. Für die 8 hat er dann doch zu viele Schwächen.

Begeistert haben vor allem die Kostüme. Da ist so manche Figur aus der Kindheit praktisch 1 zu 1 Fleisch geworden. Da will ich vor allem Trap Jaw und Mekaneck hervorheben, die mich am meisten beeindruckt haben. Aber auch Skeletor war gut gemacht. Also soweit ich es verstehe, war bei Skeletor der Körper tatsächlich ein physischer Anzug und "lediglich" der Skelettkopf computeranimiert. Ich glaube, das war bei anderen, sagen wir phantastischeren, Figuren genauso. Cringer und Orko waren natürlich komplett computeranimiert, was man auch sieht. Aber sie haben sich gut ins sonstige (wahrscheinlich zu 80 % ebenso computeranimierte) Bühnenbild integriert. Aber auch die Kostüme von Adam, Teela und Man at Arms, die ja deutlich mundaner daher kommen, fand ich gut.

Die Musik war stark 80er Jahre angehaucht und das hat sehr gut zum Film gepasst. Ich persönlich hätte mir mehr Queen gewünscht, wenngleich die Einflüsse dank Brian May schon stark zu spüren waren. Er hätte gerne mehr mitkomponieren dürfen.

Zur Schauspielkunst kann ich jetzt nicht viel sagen, da ich den Film auf Deutsch gesehen habe. Die drei Hauptakteure Adam, Teela und Man at Arms fand ich aber alle soweit sympathisch. Idris Elba ist aber auch einfach eine coole Socke, egal in welchem Film oder wie klein seine Rolle. Die Dynamik zwischen Evil-Lyn und Skeletor hat mir genauso gefallen. Allgemein hatte ich das Gefühl, dass die Darsteller alle Spaß am Set hatten und hier keiner nur wegen des Lohnzettels dabei war und ansonsten am liebsten vor Scham im Boden versunken wäre oder so. (mag im O-Ton vielleicht nicht so sein, aber dazu kann ich wie gesagt nichts sagen)

Eine ganze Reihe von typischen Handlungsfallen hat der Film recht elegant umschifft. Es ist zwar quasi der Start des modernen Masters of The Universe Kontinuums, aber dieser, neue Adam ist alles andere als der typische "alle glauben an mich, nur ich habe kein Selbstvertrauen" Protagonist, den man schon 1,000 Mal gesehen hat und der einen nur noch zum Gähnen bringt. Genauso gut fand ich, dass die Helden von Eternia zunächst ziemlich skeptisch Adam gegenüber waren. Ein schönes Detail war da auch, dass die Hintergrundgeschichte seiner Mutter aufgegriffen wurde, die ja eigentlich eine Astronautin von der Erde ist. Das war eine gute Begründung, warum Adam eine Zeit lang, also bis zum Start der eigentlichen Handlung des Films, auf der Erde verbracht hat. Man at Arms' Sinnkrise hätte auch schnell zur üblichen Karikatur "alter verbitterter Versager" werden können. Ich fand sie aber insgesamt recht erträglich und auch nach vollziehbar. Es war schön zu sehen, wie er wieder zur alten Form aufläuft (oder sogar darüber hinaus wächst), sobald er wieder durch Adams Rückkehr neue Hoffnung schöpfen konnte. Hier gibt es keinen Jake Skywalker. Es war auch ein schönes Detail, das Evil-Lyn sich im Finale wortlos verpisst, wie sie es zum Beispiel im Film von 1987 getan hat.

Schade fand ich hingegen, dass der Vater gestorben ist. So wird am Ende auch nicht klar, ob Adam noch als Prinz gilt oder nun König ist. Ebenso schade fand ich, dass seine Geheimidentität allen oder zumindest den Helden von Eternia und seiner Mutter bekannt ist. Die Zauberin hätte gerne eine größere Rolle spielen dürfen.

Der Humor hat für mich nicht immer gegriffen. Aber gut, der richtet sich auch eher an ein jüngeres Publikum und da komme ich mittlerweile nicht mehr so ganz ran, das war schon in Ordnung so. Überrascht hat mich aber, wie gewalttätig der Film teilweise ist. Also die FSK 12 Einstufung hat er sich mit so mancher Brutalität redlich verdient. Ich denke aber, dass sie dem Film eher schadet, da man die Kämpfe problemlos etwas anders hätte machen und dafür mit einer FSK 6 Einstufung ein breiteres Publikum hätte ansprechen können.

Insgesamt fand ich das doch üppige Budget des Films teils massiv falsch ausgegeben. Also der Hauptsaal von Castle Greyskull sah 1987 erheblich beeindruckender aus als jetzt 2026. Das fängt schon bei der Größe an. Er war damals gefühlt so groß wie eine Sportarena. Heute eher ein etwas zu groß geratenes Wohnzimmer.

Dolph Lundgren hätte gerne eine etwas größere Rolle spielen dürfen. Wenn er schon in der ersten Gymszene auftaucht, hätte er in der zweiten am Ende vielleicht auch auftauchen dürfen. Die Abschiedsgeste mit drei ausgestreckten Fingern vom Herzen zum Gegenüber hat aber gefallen. In diesem Sinne wünsche ich allen Kinogängern hier in 2026 genauso wie im alten Film von 1987 eine gute Reise. :)

Der Film hat ein Budget ähnlich wie Mandalorian & Grogu. Da wird er es schwer haben, ein kommerzieller Erfolg zu werden. Matell holt das aber vielleicht mit Spielzeugverkäufen wieder rein und Amazon ist im Gegensatz zu Disney gar nicht so wirklich auf die Einspielergebnisse angewiesen. Meine Daumen sind jedenfalls gedrückt.
 
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