Das Staffelfinale liefert genau die Art von Abschluss, die man sich von einer Star Wars Serie wünscht. Groß, düster, emotional und stellenweise richtig unangenehm intensiv. Die Folge macht von der ersten Minute an klar, dass hier „keine Gefangenen gemacht werden“. Die Serie zeigt Darth Vader als absolute Naturgewalt.
Schon die ersten Kampfszenen zeigen, wie aussichtslos die Situation eigentlich ist. Maul, Eeko-Dio-Daki und Devon kämpfen gemeinsam gegen Vader und trotzdem hat man nie das Gefühl, dass Vader wirklich an seine Grenzen gehen müsste. Er wirkt fast schon wie ein Horrorfilmmonster. Ruhig, unerbittlich und ständig präsent. Selbst wenn er kurz aus dem Bild verschwindet, wartet man eigentlich nur darauf, dass irgendwo wieder dieses Atmen auftaucht. Die Serie nutzt genau dieses Gefühl unglaublich gut aus. Vader spricht kein Wort und wirkt dadurch nur noch bedrohlicher.
Die Kämpfe auf der Brücke, die Ruinen, der Nebel, die roten Lichtschwertreflexionen in den Katakomben. Das sieht teilweise richtig beeindruckend aus. Vor allem die Lichtschwertduelle haben eine Wucht. Viele Bewegungen fühlen sich schwer an, gefährlich und manchmal sogar brutal. Gleichzeitig bleibt alles sehr elegant inszeniert.
Besonders gelungen ist aber, wie die Folge Devons Fall vorbereitet. Sie wird nicht plötzlich zur unbesiegbaren Machtmaschine, nur weil sie wütend wird. Stattdessen verliert sie die Kontrolle. Sie kämpft unpräzise, emotional und macht Fehler. Der Tod ihres Meisters trifft sie sichtbar hart und genau in diesem Moment nutzt Maul die Situation aus. Er muss sie gar nicht groß überzeugen. Ein ausgestreckter Lichtschwertgriff reicht am Ende schon aus.
Die Serie zeigt erneut, warum Maul eine der tragischsten Figuren im gesamten Star Wars Universum ist. Er weiß genau, dass er gegen Vader niemals wirklich gewinnen kann. Trotzdem treibt ihn sein Hass immer weiter an. Gleichzeitig erkennt man in einigen Momenten fast schon Mitgefühl in ihm, gerade im Umgang mit Devon.
Eeko-Dio-Daki Tod gehört zu den emotional stärksten Szenen der Staffel. Sein letzter Blick zu Devin, die Musik im Hintergrund und die Erkenntnis, was sein Tod bei seiner Schülerin auslösen wird, treffen überraschend hart. Dass Vader dabei selbst kurz verletzt wird, macht den Moment noch stärker. Nicht weil Vader dadurch schwächer wirkt, sondern weil es zeigt, wie gut Eeko-Dio-Daki eigentlich war.