Planungen für weitere Star Wars-Filme (ab 2021)

Die Botschaft innerhalb von Disney ist, dass „Starfighter“ eine weitaus größere Prüfung für die Marke Star Wars darstellt als „The Mandalorian & Grogu“.

 
Man kann in zwei Minuten erzählen, wer Ezra ist oder warum Ahsoka gegen Thrawn kämpft. Aber man kann dem Zuschauer nicht in zwei Minuten das Gefühl geben, warum diese Figuren überhaupt wichtig füreinander sind. Das ist etwas völlig anderes. Man versteht vielleicht die Handlung, aber man fühlt sie nicht wirklich.
Christoph Waltz schafft das in zwei Minuten. Im Film Inglourious Basterds wusste ich anfangs nichts über Hans Landa – aber nach den ersten zwei Minuten hat man eine verdammte Angst vor diesem Typen.
 
Ich finde, Hans Landa ist eher die Ausnahme, die die Regel bestätigt.

Da treffen einfach mehrere außergewöhnliche Dinge zusammen. Tarantino ist ein brillanter Dialogautor, und Christoph Waltz liefert eine der besten Schauspielleistungen der letzten Jahrzehnte ab. Nach wenigen Minuten weiß man nicht nur, dass Landa gefährlich ist. Man spürt es förmlich in jeder Szene.

Aber mein Punkt war eigentlich ein anderer.

Eine einzelne Figur kann man sehr schnell etablieren. Das gelingt guten Autoren und guten Schauspielern immer wieder. Was viel schwieriger ist, sind Beziehungen und gemeinsame Geschichte.

Man kann einem Zuschauer in zwei Minuten erklären, wer Ezra ist. Oder warum Ahsoka gegen Thrawn kämpft. Aber man kann ihm nicht in zwei Minuten das Gefühl geben, warum Ezra, Sabine, Ahsoka und Thrawn emotional so miteinander verbunden sind. Dafür braucht es Zeit, gemeinsame Erlebnisse und Charakterentwicklung.

Genau da sehe ich auch Filonis Schwäche. Er hat tolle Ideen, versteht Star Wars wie kaum ein anderer und kann fantastische interessante erschaffen. Aber als Filmemacher verlässt er sich oft darauf, dass das Publikum die emotionale Vorarbeit aus Clone Wars, Rebels oder Ahsoka bereits mitbringt.

Tarantino baut die Wirkung seiner Figuren innerhalb des Films auf. Filoni setzt häufig voraus, dass sie schon vorher aufgebaut wurde. Das ist für Serienfans kein Problem. Für jemanden, der nur ins Kino geht, macht das aber einen gewaltigen Unterschied.
 
Die Botschaft innerhalb von Disney ist, dass „Starfighter“ eine weitaus größere Prüfung für die Marke Star Wars darstellt als „The Mandalorian & Grogu“.

Muss das jetzt unbedingt so sein? Die können doch wohl ungefähr abschätzen, was sie mit „Starfighter“ haben. Jetzt sind auch noch die Dreharbeiten abgeschlossen.

Als die Veröffentlichung von „The Mandalorian & Grogu“ näher rückte, schienen sie ja selber nicht besonders überzeugt von ihrem Produkt zu sein. Und wenn das Einspielergebnis sich jetzt bei 400-500 Millionen einpendeln sollte, ist das ja eine Bestätigung.
 
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