Prefsbelt IV

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Theranos Zesh war erfreut, dass der Legat offensichtlich ähnlich dachte wie er.

„Einverstanden“, sagte Theranos schließlich, mit leiser Zufriedenheit in der Stimme. „Ich freue mich, dass wir uns bzgl. der Unterzeichnung einig sind.“
Er nickte ihm zu, und für einen Moment schien die Erleichterung über den erfolgreichen Abschluss dieses ersten offiziellen Verhandlungstags spürbar. Der Gouverneur hatte vieles erhofft, doch der Verlauf dieses Treffens übertraf selbst seine Erwartungen.

Als Teldor erwähnte, dass ein Medienteam von Truuine unterwegs sei, wandte sich Theranos kurz an seine Sekretärin.

„Miss Marris?“ fragte er ruhig.
Die blonde Frau trat einen halben Schritt vor, ihre Hände hinter ihrem Rücken verschränkt.

„Selbstverständlich haben wir noch ausreichend Platz Eure Exzellenz. Im selben Gästebereich, in dem die Delegation untergebracht ist, befinden sich noch ausreichend freie Zimmer.“

Theranos nickte leicht. „Ausgezeichnet. Dann sollen die Damen und Herren Ihres Medienteams dort einquartiert werden, Legat Kland – ich halte es für zweckmäßig, wenn Ihre Delegation sowie weitere Personen aus Truuine zusammenbleiben. Sollte es Ihnen aber lieber sein, die Ingenieure und das Medienteam zu trennen, kann ich Ihnen den angrenzenden Gästebereich zur Verfügung stellen.“

„So oder so,“
fügte Theranos hinzu, „wird es ihnen an nichts fehlen.“


Ein leises Schmunzeln huschte über seine Lippen. „Ich freue mich übrigens, dass Sie die Einladung zum Abendessen angenommen haben. Ich gestehe – ich liebe solche Gelegenheiten. Nicht den Konsum an sich,“ er machte eine kleine kugelartige Geste mit der Hand, „aber das Zelebrieren eines Momentes. Sei es Geschmack, Geruch, Atmosphäre, Unterhaltung, oder ein anregendes intellektuelles Gespräch."
Er wiegte kurz einen Kopf leicht hin und er als würde er die Perfekte Erklärung suchen.
"Ich bin der Meinung, dass Zeit – so wenig wir davon auch haben – das Einzige ist, was uns wirklich gehört. Und wenn man sie schon nutzt, dann doch richtig.“

Er machte eine kurze Pause, der Ton seiner Stimme wurde weicher, fast verschwörerisch. „Vielleicht erwartet uns beim Abendessen ja sogar ein kleines Highlight auf molekularer Ebene.“
Ein verschmitztes Grinsen stahl sich über sein Gesicht.

Als Teldor lächelte, fiel Theranos’ Blick auf das Tablett mit Süßigkeiten, das gerade ein Kellner in den Händen hielt. Der Legat griff sich im Vorübergehen ein kleines Gebäckstück.

„So, so, etwas Süßes“, bemerkte Theranos amüsiert, lehnte sich leicht zum Kellner hinüber und sprach in gedämpftem Ton. „Bringen Sie bitte das Tablett in meinen privaten Empfangsraum aber füllen Sie es davor nochmals mit ein paar Köstlichkeiten an – und, ah, nehmen Sie zwei Flaschen Imperialis Sensus, eine Classica, eine Luxa Solis, direkt aus dem Weinlager und bereiten sie alles vor.“

Der Kellner verneigte sich eilig und machte sich auf den Weg.

„Das heutige Menü“, erklärte Theranos schließlich auf Klands Frage hin,war eine Auswahl aus allen Teilen unseres Planeten. Die Meeresfrüchte stammen aus dem Süßwassersee gleich neben Blue One. Das Fleisch aus dem Jagdgebiet nähe Green One, Getreide und Gemüse aus Gold One. Selbst die Kräuter und Gewürze kommen aus dem Hochland kurz vor Red One. Wir versuchen, Prefsbelt IV auf den Tisch zu bringen, könnte man sagen.“
Er lächelte dezent. „Noch ist unser Fischfang sowie die Meeresfrüchte begrenzt, doch unser Projekt wird auch dies bald ändern.“

Er wandte sich der restlichen Delegation zu, die sich neben dem Tisch zusammengefunden hatte. Mit einer leichten angedeuteten Verbeugung und einem freundlichen Ton sagte er.
„Meine Damen und Herren, ich danke Ihnen für diesen produktiven Nachmittag. Bitte lassen Sie sich von Miss Marris Ihre Chipkarten und Bänder aushändigen – sie wird Sie zum Infopunkt führen. Ich freue mich, Sie alle beim Abendessen wiederzusehen.“

Er drehte sich kurz zu seinen beiden Legaten. „Meine Herren Bayl, Lydien – wir sehen uns ebenfalls später.“
Beide nickten zufrieden, sichtlich erleichtert über den erfolgreichen Verlauf der Gespräche.


Dann wandte sich Theranos wieder Kland zu, hob leicht die Hand und deutete zum Ausgang. „Wollen wir?“

Sie verließen gemeinsam den Raum. Zwei Wachen gingen voraus, vier folgten diskret. Die Gänge des Palastes lagen still, aber freundlich im goldgelben Licht der Wandleuchten. Der Marmor schimmerte matt, die schweren Türen reflektierten gedämpft den Glanz der imperialen Embleme.



Der Lift brachte sie dann anschließend nach oben in die Gouverneurs Etage. Als sich die Türen öffneten, wartete bereits ein Offizier mit einem dutzend Gardisten, die beim Erscheinen des Gouverneurs salutierten. Theranos erwiderte die Geste knapp, ging an den Gardisten und der Wachstube vorbei und trat mit dem Legaten in seine privaten Gemächer.

Der erste Raum dahinter wirkte wie der Anfang eines Rückzugsortes – groß, doch nicht zu protzig. Ein runder Vorraum mit ein Paar Skulpturen an den Wänden sowie Gemälden und mit einem leise plätschernden Brunnen im Zentrum, auf dem ein Schein der späten Nachmittagssonne durch eine schön verzierte Glasaussparung in der Decke fiel. Von diesem Zimmer führten mehrere Wege in die Residenz, durch einen dieser Wege kamen Sie zuerst in einen gedämpft beleuchteten Salon, überall lagen dezente Anklänge an den Stil des Palastes darunter, Elfenbeinfarbene Wände, dunkles Holz, goldene Linien immer wieder ein Blauer geäderter Stein.

Am Ende der Lounge öffnete sich die Tür zu einem kleineren, gemütlichen Zimmer.


Das private Audienzzimmer von Theranos war ein eleganter Rückzugsort – edel, doch bewusst zurückhaltend. Gedämpftes Licht fiel auf elfenbeinfarbene Wände, dunkles Holz und feine Goldlinien, die wie dezente Adern durch den Raum liefen. Vor dem Kamin standen zwei hohe Ohrensessel und ein kleiner Marmortisch mit Weinkühler und Gläsern, sowie das Tablett mit Süßigkeiten, während das Feuer in weichen Reflexen über Metall und Glas spielte.

Weiter hinten befand sich ein größerer Tisch aus poliertem Ebenholz, an dem sechs bis acht Personen Platz fanden – darüber hing eine feine, goldene Leuchte, deren warmes Licht den Raum in ruhige, kultivierte Töne tauchte. Hohe Bücherregale rahmten die Wände, zwischen den Bänden standen einzelne Skulpturen, Holokunstwerke und feine Dekorationen, die den Geschmack des Gouverneurs verrieten.

Zwei hüfthohe Pflanzen – sorgfältig beschnitten, in schlichten, glänzenden Gefäßen – brachten ein wenig Leben in die Komposition aus Stein, Holz und Metall. Zwei Kellner warteten still an der Seite, zwei Gardisten standen an der Tür welche aber nach einem kurzen Wink von Theranos vor die Tür geschickt wurden.


„Bitte“, sagte Theranos ruhig, „nehmen Sie Platz, Legat Kland.“

Als dieser sich setzte, trat einer der Kellner vor. „Welchen Wein darf ich öffnen, Exzellenz?“
Theranos blickte zu Kland. „Ich glaube, Sie haben vorhin nur den Classica probiert. Dann versuchen Sie diesmal den Luxa Solis.“

Der Kellner nickte, öffnete die Flasche mit geübter Hand und schenkte ein. Der goldene Schaumwein perlte in den Gläsern, das Licht des Kamins spiegelte sich auf der Oberfläche.

Theranos nahm sein Glas, reichte das andere dem Legaten und hob es leicht an.

„Auf unsere Zusammenarbeit“, sagte er ruhig, mit einem ehrlichen, warmen Unterton. „Und auf das, was daraus entstehen wird.“

Die Gläser stießen an, ein sanftes Klingen erfüllte den Raum. Draußen glomm das letzte Tageslicht über Blue One, während drinnen der goldene Schimmer des Feuers über Marmorboden und Glas zog – der Beginn einer Allianz, die mehr versprach als bloße Verträge.


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„Da habe ich durchaus nichts gegen.“

, antwortete Teldor auf Gouverneur Zeshs Vorschlag das Medienteam im gleichen Teil des Gästeflügels einzuquartieren wie das Ingenieursteam.

„Sie gehören zwar nicht direkt zu meinem Stab – sondern zu meiner Kollegin, Legatin Calhunow – doch räumliche Nähe wird sicherlich eine gute Gelegenheit für ein paar weitere Interviews mit meinem Team geben.“

Teldor warf den Ingenieuren einen Blick zu und lächelte. Einige der versammelten Herrschaften nickten, die Aussicht auf etwas PR-Arbeit war an sich nichts neues. Egal, ob dem Gouverneur Prefsbelts, oder der truuiner Bevölkerung gegenüber.

Zeshs Kommentar bezüglich des Abendessens beantwortete Teldor dann mit hochgezogenen Augenbrauen.


„Auf molekularer Ebene?“

, fragte er belustigt, während er versuchte zu enträtseln, was genau Zesh meinte. Dessen verschmitztes Lächeln zeugte davon, dass die Wortwahl wohl nicht von ungefähr kam. Neugierig wie vorfreudig nickte Teldor. Bei allem, was Zesh ihm heute alles an Prunk und Gloria gezeigt hatte, hätte man annehmen können, dass die Wunder irgendwann ihr Ende finden würden, doch schien Zesh immer noch etwas weiteres im Ärmel versteckt zu haben, mit dem er noch einen draufsetzen konnte.

Auf Teldors Frage nach dem Ursprung der angebotenen Gerichte antwortete Zesh dann gewohnt detailliert. Das Essen war ein Potpourri aus allen Ecken und Winkeln des Planeten, inklusive sogar der Wüste von Red One. Beeindruckt nickte der Legat und freute sich umso mehr auf das Abendessen. So wie er den Gouverneur erlebt – und es dieser ja grade angedeutet hatte – erwartete sie alle heute Abend dann noch etwas ganz Besonderes. Unwillkürlich musste Teldor schmunzeln, als sich der Gedanke, wie man ihn am Ende wieder an Bord der Seegrün rollen musste, vor seinem inneren Auge materialisierte.

Herzlich verabschiedete Zesh sich nun sowohl von Teldors Team als auch seinem eigenen. Dann war es an der Zeit zu gehen. Gemeinsam machten Legat und Gouverneur sich auf dem Weg und nahmen einen Aufzug hinauf auf die korrekte Etage. Dort gesellten sich zu den paar Gardisten, die sie bis hierher begleitet hatten, gleich noch ein paar dazu, die jedoch vor den privaten Gemächern zurückblieben. Auch die beiden Wachen im Inneren schickte Zesh hinaus, hatte jedoch dafür Anweisungen für die zurückbleibenden Kellner. Wie viel Personal der Gouverneurspalast wohl insgesamt beschäftigen mochte?

Wie angewiesen nahm Teldor Platz und nahm das angebotene Glas Wein entgegen.


„Auf unsere Zusammenarbeit!“

, erwiderte er den Trinkspruch des Gouverneurs und stieß mit ihm an. Genüsslich nahm Teldor einen Schluck und ließ sich den guten Tropfen auf der Zunge zergehen. Zesh hatte nicht zu viel versprochen, auch dieser Wein war köstlich.

„Großartig!“

, stellte Teldor nach einigen Sekunden wahrheitsgemäß fest.

„Ich muss sagen, Luxa Solis schmeckt mir fast noch besser als der Classica. Auch wenn ich nicht genug Weinexperte bin, um zu benennen warum.“

Nachdenklich nahm er einen weiteren Schluck, bevor er das Glas wieder auf dem Tisch vor sich abstellte. Schließlich sah er Zesh wieder direkt an.

„Aber Gouverneur, was wollten Sie denn noch unter vier Augen besprechen? Ich bin sicher Gelegenheit für einen guten Toast finden wir auch heute noch beim Abendessen.“

Amüsiert lächelte er den Gouverneur an.


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Theranos lächelte, als der Legat den Wein lobte. Ein leises, zufriedenes Schmunzeln huschte über seine Züge.
„Es freut mich, dass Ihnen der Luxa Solis zusagt,“ sagte er ruhig. „Er hat etwas mehr Frucht, ein wenig mehr Restzucker. Im Frühling oder Sommer, gut gekühlt, ist er… gefährlich trinkbar, wenn Sie verstehen, was ich meine.“

Ein Anflug von Humor lag in seiner Stimme. Er hob das Glas leicht, betrachtete die goldenen Reflexe darin, dann den Mann gegenüber. "Der Classica war kräftiger, klarer in der Säure – der Solis dagegen weicher, eleganter so würde ich es zumindest grob beschreiben" sagte Theranos.

Theranos lehnte sich ein Stück zurück, stellte das Glas behutsam auf den kleinen Tisch, atmete ruhig durch. Sein Blick fiel für einen Moment auf die tanzenden Flammen im Kamin, ehe er wieder zu Teldor Kland sah der ihn nach den genauen Grund seines vier Augen Gespräches fragte.

„Ich bin froh, dass ich Sie zu diesem kurzen Gespräch überreden konnte,“ begann er schließlich. „Sehen Sie, Herr Legat – ich erlaube mir selten, offen zu sprechen. Emotionen sind in unserem Geschäft ein zweischneidiges Schwert. Ich umschreibe gern, ich formuliere, ich erkläre Fakten, – aber selten im persönlichen Ton. Heute jedoch… ist es mir ein Bedürfnis.“



Er machte eine kleine Pause, nahm erneut das Glas und schwenkte dieses leicht.
„Verstehen Sie mich nicht falsch,“ fuhr er fort, leiser nun, „doch Offenheit ist in der Politik eine Währung, die man nur äußerst selten ausgeben kann und sollte. Wir alle wissen, wie schnell Worte als Schwäche, Überlegungen als Verrat ausgelegt werden können. Und dennoch – man erkennt, wenn man einem Mann gegenüber sitzt, dem man einen kleinen Vertrauensvorschuss geben kann . Sie wirken auf mich wie jemand, der das Imperium nicht als Bühne, sondern als Aufgabe begreift zumindest wirkt es auf mich so.“

Ein Hauch von Wärme mischte sich in seine Stimme. Dann nahm er wieder einen Schluck Wein, strich sich nachdenklich über das Kinn.
„Sehen Sie, ich bin erst seit wenigen Wochen in diesem Amt, sagte er, beinahe beiläufig. „Davor – Akademie auf Corulag, Verwaltung, Etikette, Disziplin, die Aristokratie und die Strenge Familie auf Naboo. Ich weiß, wie das Imperium denkt. Aber Theorie und Praxis – das sind zwei verschiedene Dinge wie Wissen und Weisheit. Prefsbelt IV ist… eine Herausforderung, wie sie mir auf keiner Karte oder Bericht begegnet ist. Unordnung, alte Geister, vergessene Strukturen. Doch wir arbeiten daran, Tag für Tag daran Prefsbelt IV dorthin zu bringen wo es in einem Strahlendem Imperium zu sein hat und ich werde nicht ruhen bis dies getan ist.“ endete Theranos den satz die letzen worte fast feierlich.



Er erhob sich, ging ein paar Schritte zum Kamin. Das Licht spielte über die goldenen Epauletten seiner
Paradeuniform.
„Ich sehe das Imperium nicht als reines Machtinstrument,“ sagte er leise, „sondern als Bauwerk. Ein Werk aus Disziplin, Fortschritt, Kultur – und ja, auch aus Schönheit. Wer führen will, muss Vorbild sein. Jede Entscheidung, so sehe ich das, sollte sich im Spiegel von Ethik, Effizienz, Moral und Ewigkeit prüfen lassen." Theranos machte eine Kunstpause und blickte kurz in sein Glas. "Aber auch mir ist Bewusst, das es nicht überall so ist.“

Er drehte sich wieder um, hob das Glas leicht, deutete auf Kland.
„Und in diesem Sinne,“ fuhr er fort, „sind Projekte wie unseres nicht nur ein Handel, sondern wir stärken das Fundament des Imperiums und wofür es steht.“


Theranos lächelte, ging zurück zu seinem Sessel, setzte sich wieder. Er deutete auf das Tablett zwischen ihnen auf dem sich viele verschiedene Deikatessen befanden.
„Bitte, bedienen Sie sich. Diese hier –“ Er zeigte auf einen kleinen haufen dunkle, glänzende Pralinen mit feinem Schimmer. „Ein wenig Schokolade, mit Himbeerfüllung umschlossen von knusprigem Krokant. Ich verspreche Ihnen, sie passt hervorragend zu diesem Wein.“


Er wartete, bis Kland zugriff, nahm selbst eine, biss vorsichtig hinein, ließ den Geschmack auf sich wirken. Dann wurde sein Blick wieder ruhiger, konzentrierter.
„Verzeihen Sie, ich neige bei Themen die mich Interessieren und Beschäftigen Abzuschweifen,“ sagte er mit einem leichten Lächeln. „Ich wollte Sie eigentlich ursprünglich etwas anderes fragen. Sie wissen – ich bin neu in diesem Amt. Ich habe viel gelesen, viele gehört über Truuine, über Gouverneur Solaris, über seine Reformen. Doch Akten sind kalt. Worte im Holonet aufpoliert. Doch Sie haben ihn erlebt.“

Er beugte sich leicht vor, die Stimme nun etwas neugieriger, ernster, aber ohne Druck.
„Wie würden Sie ihn beschreiben – als Individuum, als Gouverneur, als… Symbol? Welche Zukunft sieht Truuine unter seiner Leitung? Und, wenn ich so direkt sein darf ?“
„Damit Sie mich richtig Verstehen, Herr Legat – ich erwarte keine Geheimnisse, keine Indiskretionen. Ich respektiere und erwarte Ihre Loyalität gegenüber Ihrem Gouverneur. Aber als Gastgeber sollte man den Wunsch haben dürfen seine Gäste zu verstehen und zu kennen. Denn wer seine Gäste ehrt,“
– er lächelte leicht als würde er über einem Moment in seiner Vergangenheit nachdenken – „dessen Charakter ist viel Wert.“


Ein kurzer Moment des Schweigens folgte. Das Feuer knackte leise, irgendwo im Raum tickte eine Uhr.
Er nahm wieder das Glas, hob es leicht, als wäre es eine kleine Geste des Respekts.

„Und – wenn Sie erlauben, welchen Eindruck haben Sie von Prefsbelt IV bis jetzt? Und sein Sie ehrläch jeder Mängel der von Ihnen gesehn ist es Wert ausgemerzt zu werden. Denn Höfliche, Respektvolle und konstruktive Kritik ist immer Wert gehört zu werden.
sagte Theranos und nahm einen Schluck und wartete auf die Antwort des Legaten.

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Neugierig lauschte Teldor Gouverneur Zeshs Ausführungen. Der Mann hatte offensichtlich etwas das er fragen wollte, doch anstatt direkt mit der Sprache herauszurücken, hangelte er sich über diverse Nebenschauplätze und Umwege in Richtung des Themas, zu dem er eigentlich kommen wollte. Inklusive dessen Teldor noch etwas Süßes anzubieten, was der Legat nur allzu gerne annahm. Die Schokolade passte in der Tat sehr gut zu dem gereichten Wein.

Schließlich jedoch kam er zum Punkt. Unter einer Entschuldigung derart lange gebraucht zu haben, sprach er endlich seine Frage aus. Er wollte wissen, wie Teldor Gouverneur Solaris beschreiben würde und wie er glaubte, dass die Zukunft Truuines unter seiner Herrschaft aussehen mochte. Mit einem Lächeln und Nicken registrierte Teldor die Klarstellung, dass Zesh keineswegs Geheimnisse oder Indiskretionen erwartete. Das hatte er aus der Bitte auch nicht herausgehört.


„Ich denke ich behaupte nicht zu viel, wenn ich Gouverneur Solaris als Mann von Vision beschreibe.“

, setzte nun Teldor selbst zu einer Antwort an.

„Er ist in der Lage etwas anzuschauen – sei es einen Planeten, oder auch nur eine Person – und etwas zu sehen, das anderen verborgen bleibt. Als er sein Amt antrat, sprach niemand von Truuine als aufsteigende Wirtschaftsmacht. Lokale Industrie gab es nicht und die Bevölkerung war tief gespalten. Jemand anders hätte sich vielleicht hingesetzt und die Versetzung auf eine sprichwörtliche Hinterwelt lamentiert. Nicht jedoch, Gouverneur Solaris. Er setzt Fuß auf den Planeten und stellte sich vor was er sein könnte, wenn die richtigen Schritte eingeleitet würden.“

Teldor selbst war in dieser Antrittsphase noch nicht mit im Team gewesen. Sein eigener Auftritt war später gekommen.

„Dasselbe mit seinem Team. Die meisten von uns waren niedere Karriereverwalter, die Gouverneur Solaris abgeworben und eine neue Chance auf Truuine gewährt hatte. Wie ich schon andeutete, war ich den Großteil meiner Karriere Clerk auf Manaan, bevor der Gouverneur mich erst als Präfekten nach Truuine holte und schließlich zu seinem Legaten des Äußeren machte. Mein Gouverneur sah nicht einen austauschbaren Clerk, als er mich traf. Er sah jemanden, der sich in der imperialen Bürokratie eines ähnlichen Planeten wie Truuine auskennt.“

Für einen Moment pausierte Teldor, fragte dann jedoch schließlich:

„Beantwortet das Ihre Frage?“

Gouverneur Zesh fuhr fort und erkundigte sich nach Teldors bisherigem Eindruck von Prefsbelt. Für einen Augenblick zögerte der Legat. Er hatte da in der Tat etwas, war sich jedoch etwas unsicher, wie genau er es verpacken sollte. Zesh hatte sich zwar konstruktive Kritik erbeten, doch war es natürlich immer die Frage, wie ehrlich eine solche Bitte auch war. Schließlich entschied Teldor sich jedoch dazu ehrlich zu sein.

„Mein Eindruck von Prefsbelt ist äußerst positiv, Gouverneur. Ich danke noch einmal für den herzlichen Empfang. Das Einzige, was ich vielleicht anmerken könnte, ist, dass der Palast und all die zur Schau gestellten Kostbarkeiten von jemandem der Ihnen Schlechtes will, möglicherweise als Prunk gesehen werden könnten. Sie sagten ja, Ihr Vorgänger ist dafür verantwortlich und man soll benutzen was schon besteht. Ich möchte nur darauf hinaus, dass jemand der Ihnen nicht wohlgesinnt ist Ihnen diese Dinge ohne weitere Erklärung als Verschwendungssucht auslegen könnte.“

Teldor nahm einen weiteren Schluck seines Weines.

„Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Der Palast ist wunderschön und für die Unterbringung meines Teams muss ich herzlich danken, doch wenn Sie so explizit nach Kritik fragen, ist diese kleine Sache das Einzige, was mir einfällt.“


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Theranos hörte aufmerksam zu, ohne ihn zu unterbrechen. Der Wein in seiner Hand war längst vergessen, während er die Worte des Legaten verarbeitete.
Als Teldor Solaris’ Wesensbeschreibung beendete, hob der Gouverneur nur langsam den Blick, und ein ruhiges, fast nachdenkliches Lächeln glitt über sein Gesicht.


„Ja…“ sagte er schließlich leise. „Das beantwortet meine Frage, Herr Legat. Und um ehrlich zu sein – ich hatte nichts anderes erwartet."

Er nahm einen kleinen Schluck, um einen Moment zu überbrücken, während er sein Gedanken sortierten.
„Was Sie über Gouverneur Solaris sagen… bestätigt mir, was die Berichte nur erahnen ließen. Ein Mann, der Vision nicht als Wort, sondern als Werkzeug versteht. Ein Mann, der nicht den Ist-Zustand ansieht, sondern das, was werden kann. Solche Menschen…“

Er legte leicht den Kopf schräg.

„… sind selten. Und wertvoll.“

Ein kurzer Gedanke schlich sich ein – ein stilles Bild. Solaris, ein Mann, der aus einer zerrütteten Welt eine aufstrebende Macht formte. Theranos wusste genau, was das bedeutete. Und er hoffte – dass auch Prefsbelt IV in einigen Jahren so beschrieben werden würde.
Er atmete leise aus, wandte den Blick wieder bewusst auf Teldor.
Als dieser schließlich seine ehrliche Kritik über den Prunk des Palastes formulierte, blieb Theranos vollkommen ruhig. Er hörte zu, ohne Spuren von Abwehr oder Grahm – und am Ende nickte er langsam, respektvoll.


„Ich danke Ihnen für Ihre Offenheit,“ sagte er mit leiser, aber fester Stimme. „Ehrliche und höfliche Kritik ist kein Angriff – sie ist ein Geschenk. Und vor allem ein Zeichen von Respekt.“

Er richtete sich ein Stück im Sessel auf.
„Sie haben vollkommen recht. Jemand, der mir schaden will, könnte Prunk als Verschwendung auslegen."
Theranos hob die Hand leicht und zeigte mit einer eleganten Bewegung Richtung Decke, Wände, Säulen.
Dann erklärte er dem Legaten ruhig und sachlich, dass der Prunk des Palastes keineswegs sein eigenes Werk war. Die Säulen, die Ornamente, die kostbaren Hölzer und Schimmerflächen – all das stammte von seinem Vorgänger. Er nutzte lediglich, was bereits bestand. Für die Bevölkerung hingegen war diese Welt aus Glanz längst unerreichbar geworden. Nur ein Bruchteil der Menschen von Prefsbelt IV bekam jemals einen Blick in diese Räume; der gesamte Ostflügel war für die Öffentlichkeit gesperrt und nur für Delegationen, Rangträger oder ausgewählte Gäste des Imperiums zugänglich.

Er ließ Teldor unmissverständlich erkennen, dass dieser Prunk nicht nur als Inszenierung diente, sondern als kontrolliert eingesetztes Werkzeug – ein kulturelles Mittel, um Souveränität zu zeigen, das Erbe zu erhalten und einem Gast wie dem truuiner Legaten zu vermitteln, dass er einem kultivierten, gefestigten Partner gegenüberstand.



Der Palast selbst, so erklärte Theranos weiter, werde Schritt für Schritt funktionaler umgewidmet. Der Prunk bleibe bestehen, doch er würde künftig Zweck erfüllen: Räume für Akademien, Archive, diplomatische Besprechungen, Forschung oder Repräsentation. Nur Gäste, die als Freunde betrachtet wurden, erhielten Zugang zu dieser Seite des Gouverneurssitzes – und Truuine gehörte seit diesem Tag dazu.

Er deutete mit einer Geste nach unten.

„Der Palast als solches ist nicht mehr öffentlich zugänglich. Die große Halle, die Ehrenhalle, die Büroflügel für Bauamt, Verwaltung und Infrastruktur , usw – ja. Aber alles andere… ist nicht zugänglich. Nur für Mitarbeiter, für die Blaue Legion, für Rangträger oder Gäste des Regierung.“

Theranos lehnte sich zurück, hob nun wieder entspannt das Glas, schwenkte es leicht.
Danach,würde noch ein paar Minuten mit Legat Kland plaudern wenn dieser wollte. Über Delegationen, über Kunst, über die Entwicklung kleinerer und größere Planeten. Über Politik, aber auch über persönliche Eindrücke. Theranos nahm noch zwei, drei Pralinen vom Tablett, bot sie immer wieder freundlich an.

Es war – wie er es gewollt hatte – ein kurzes, privates, ehrliches Gespräch zwischen zwei Männern, die hoffentlich gerade erst den Grundstein einer längerfristigen Allianz legten.

Schließlich, nach einer angemessenen Zeit, stand Theranos auf. Auch Teldor erhob sich.
Theranos deutete eine leichte verneigung sich leicht – ein feines, höfliches, kultiviertes Zeichen.


„Ich danke Ihnen, Herr Legat. Für Ihre Offenheit. Für Ihre Zeit. Und für dieses Gespräch.“

Dann wandte er sich an einen der wartenden Kellner.

„Bringen Sie bitte das Tablett mit den Süßwaren in die Gemächer des Legaten. Ich glaube, unser Gast hat Gefallen daran gefunden.“
Ein leises Schmunzeln begleitete den Satz.
Mit einem leichten Druck auf die versteckte Konsole am Tisch öffnete sich die Tür. Zwei Gardisten traten ein, salutierten.

„Bitte begleiten Sie den Herrn Legaten zurück in den Gästetrakt,“ sagte Theranos ruhig. „Und stellen Sie sicher, dass er alles hat, was er benötigt.“
Er wandte sich noch einmal Teldor zu.
„Und richten Sie Gouverneur Solaris meine besten Grüße aus. Ich freue mich auf das Abendessen.“



Theranos wartete, bis die Schritte verhallten.
Dann ließ er sich langsam wieder in den Sessel sinken, nahm einen letzten Schluck Wein und sah eine Weile schweigend in das Feuer.

Gedanken glitten durch seinen Geist – über Truuine, über Solaris, über mögliche Allianzen.
Über den Erfolg des Tages.
Über das, was dieser Vertrag alles für Möglichkeiten bieten könnte.

Er atmete entspannt tief durch.

Dann stand er auf, und machte sich auf den Weg in seine privaten Gemächer – um sich für einen Augenblick auszuruhen, bevor der restlich Abend begann.
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Zurück in seinem ausladenden Quartier fand Teldor sich tief in Gedanken wieder. Zwar hatte er das meiste, was Gouverneur Zesh ihm zum Thema seines Vorgängers erklärt hatte, bereits gewusst, doch war es durchaus interessant gewesen die Ausführungen noch einmal komprimiert zu hören. Besonders herausgestochen hatte dabei der aktuelle Verwendungszweck und die öffentliche Zugänglichkeit des Palastes. Während er Zesh das gewünschte Feedback gegeben hatte, hatte er sich innerlich die Frage gestellt, ob es nicht effektiv wäre Teile des Gebäudes als Museum freizugeben. Zesh hatte auf dieses Gedankenspiel jedoch geantwortet, ohne dass Teldor es hatte aussprechen müssen. Eine interessante Überlegung, doch nichts, was unter den aktuellen Umständen praktikabel war. Es ergab Sinn, vor allem wenn Teldor die hiesigen Gegebenheiten mit denen Truuines verglich.

Schließlich jedoch legte der Legat auch dieses Thema für den Moment ad acta. Vor dem Abendessen gab es noch einiges zu erledigen, wie zum Beispiel eine kurze Besprechung mit Gouverneur Solaris über einen Holoanruf. Solaris war noch immer so stark mit den Verhandlungen auf Umbara eingebunden, dass die Unterredung am Ende keine zehn Minuten dauerte. Grade genug Zeit, dass Teldor das zuvor mit Zesh besprochene weitergab und Solaris seine verbale Zustimmung erteilte. Schließlich dann verabschiedete er sich, schickte Teldor jedoch wenige Minuten später noch eine Holoaufnahme, die er Zesh statt eines live-Anrufes übermitteln würde.

Dies abgeschlossen, galt es dann auch noch die Erstellung der eigentlichen Verträge in die Wege zu leiten. Natürlich würde Teldor diese nicht selbst aufsetzen – das lag nun wirklich außerhalb seiner Expertise – jedoch musste sein Team instruiert und genau angewiesen werden, wie es verfahren sollte. Die Zeit verging schnell und ehe er sich’s versah, war es auch schon wieder an der Zeit sich auf den Weg zu machen.

Die Szenerie war der des Mittagessens nicht unähnlich. Das Ingenieursteam war anwesend, genau wie Gouverneur Zesh und dessen Team. Mit einem gewinnenden Lächeln wandte Teldor sich an den Souverän Prefsbelts:


„Gouverneur, ich habe gute Nachrichten. Ich habe vorhin mit Gouverneur Solaris gesprochen und seine Zustimmung für unsere bisherigen Verhandlungsergebnisse erhalten. Er hab mich Ihnen die folgende Nachricht zu übermitteln:“

Der Legat zog sein Com aus der Tasche und legte es in die Mitte des Tisches. Der kleine Holoprojektor im Inneren begann zu summen und der holografische Oberkörper des truuiner Gouverneurs erschien über ihm.


„Seien Sie gegrüßt, Gouverneur Zesh. Ich bedaure bei diesen äußerst spannenden Verhandlungen nicht persönlich anwesend sein zu können. Leider erfordert meine aktuelle Mission noch immer meine volle Aufmerksamkeit. Legat Kland setzte mich eben über Ihre bisherigen Gespräche in Kenntnis und ich freue mich sehr diesen meine volle Zustimmung erteilen zu können. Ihre vorgeschlagenen Investitionen sind hochwillkommen und markieren hoffentlich den Beginn einer noch tieferen Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Verwaltungen. In diesem Sinne wünsche ich noch produktive Gespräche und hoffe schon bald die unterschriebenen Verträge in Händen halten zu können. Herzlichst, Gouverneur Solaris.“

Das Konterfei erlosch und Teldor steckte sein Com wieder ein.

„Wie Sie sehen, stehen einem für alle Seiten erfolgreichen Ende der Verhandlungen nur noch die Fertigstellung der Verträge entgegen. Mein Team ist aktuell auch mit diesem Aspekt beschäftigt, sodass wir darauf nicht allzu lange warten werden müssen, denke ich.“


Speisesaal ] Teldor und Theranos, sowie (NPCs) Zahyn Lydien, Gregor Bay, Veran Koss, Liena Marris und Mak Kaldha, sowie weitere Ingenieure und Kellner
 
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Nach dem kurzen Moment der Stille, der auf die holografische Zustimmung von Gouverneur Solaris folgte, erhob sich Theranos von seinem Stuhl. Sein Blick glitt über die Delegation, über seine eigenen Legaten, über die Musiker am Rand des Raumes, die mit angehaltenem Atem eine neue Anweisung erwarteten. Er hob sein Glas und sprach mit ruhiger und klarer Stimme.

„Es freut mich, dass Gouverneur Solaris dem Vorhaben zugestimmt hat.
Und ebenso, dass er die Investitionen Prefsbelt IVs begrüßt.
Ein glanzvoller Tag… auf den wir anstoßen sollten…auf das Imperium“

Die Gläser erhoben sich, der Toast wurde wiederholt und dann begann das Abendessen.


Zuerst traten wie beim Mittagsmahl Kellner hinzu und reichten jedem Gast ein feines Blatt, gedruckt auf dünnem, cremefarbenem Pergament. Darauf standen Zutaten – nicht als Menü, sondern als Mosaik aus Möglichkeiten.

Von Meeresfrüchte aus dem Süßwassermeer bei Blue One ,Filini-Krebse, zart und klar im Geschmack, Glasflossen-Forelle, Althon-Muscheln aus dem kleinen Riff nordöstlich des kleinen Meeres, dünn geschnittene Streifen von Seevyr-Fisch, einer regionalen Delikatesse.

Über Fleischspezialitäten der Welt wie der Goldenee Kybro-Rehbock aus den Hügeln von Gold One, Faserweiches Fleisch des Schildhorn-Rindes, einer robusten Spezies der südlichen Steppen, ein zartes Geflügelgericht mit Fleisch der Tavar-Wachtel sowie dünn geräuchertes Bantha-Filet aus dem Außenhandel, nur für besondere Anlässe.
Auch gab es diverse Gemüsearten und ähnliche Pflanzen wie, Honigwurzel aus Green One, aromatische Lumen-Pilze, scharfes Blattschnitt-Grün, glasige Mondbohnen, deren Zubereitung besondere Kunst verlangte und vieles mehr.
Den Abschluss auf der liste machte das Obst & Süßwaren, Sternfeige, Himmelsbeeren, geschnittene Kelor-Frucht mit leichtem Zitrusduft, um hier nur ein paar zu nennen.

Jeder Gast konnte wegstreichen, was er gar nicht wollte oder einkreisen, was er unbedingt wollte – und damit bestimmte er selbst die Richtung seines mehrgängigen Menüs.
Die Zettel wurden eingesammelt. Für einen Moment herrschte jene gespannte Neugier, die entsteht, wenn man weiß, dass etwas Besonderes folgt.


Und das, was folgte, war kein gewöhnliches Mahl, sondern eine Inszenierung – ein Abend, der mehr war als bloß Speise und Trank. Die Musiker wechselten von ihren dezenten Klängen zu weich fließenden Suiten, getragen von Streichern und dem tiefen Atem eines modifizierten Bass-Holonet-Instrumens. Das Licht wurde leicht gedimmt und dann begann es.

Die Türen an den Stirnseiten öffneten sich nahezu gleichzeitig. Keine lärmenden Gaukler, sondern zwei Gruppen von Tänzern, in dunkelblauem und gold bestickten Gewand, die Bewegungen zeigten, die zwischen Akrobatik, Eleganz und künstlerischem Ausdruck pendelten von Geschmeidige Drehungen und Hebefiguren bis zu schwebende Sprünge.

Einer der Tänzer ließ für wenige Sekunden goldene Lichtpartikel aus seinen Handschuhen aufsteigen – ein Hologrammeffekt, der wie Sternenstaub vor der Tafel verglühte.


Kurz darauf glitten Servierwagen heran – von Trockennebel begleitet, der sich wie feiner Dunst über den Boden legte. Die ersten Vorspeise bestand aus einer kalten Variation der ausgewählten Zutaten. Präsentiert auf einer schimmernden Platte aus Quarzglas, unterlegt mit dünnem Trockeneis, schwebten kleine Tropfen aus aromatisiertem Wasser über der Oberfläche – gehalten durch mikrofeine Energieblasen.


*Hier folgt ein Text nur über Speisen und deren Präsentation, der nicht Storyrelevant ist und ausgelassen werden kann.*


Einer der Gäste bekam eine Kugel aus gefrorenem Glasflossen-Forellenmousse, umhüllt von einer hauchdünnen, zerspringenden Schale aus Zitrus-Gel. Beim Aufbrechen entwich ein feiner Dampf, der nach frischem lemoranischem Blattgrün duftete.

Ein anderer eine Schale mit Glasflossenforelle, umhüllt von einer zerspringenden Citrus-Membran.
Winzige Perlen aus Seevyr-Fisch, die wie Kaviar wirkten, jedoch beim Zerdrücken eine Kräuterwolke freisetzten.
Feine Fäden von aromatisierter „Blattgrün-Essenz“, die sich beim Kontakt mit der warmen Raumluft kräuselten


Es war ein lautloser Auftakt, kühl, frisch, ein erster Atemzug des Abends.


Kurz darauf trugen die Kellner Schalen, die auf schwebenden Servierkugeln ruhten. Darauf befand sich ein mit Mikroflamme veredeltes Stück des Schildhorn-Rindes, dessen Oberfläche knusperte, ohne zu verbrennen
Lumen-Pilze, die mit einem Laser fein angeröstet wurden und beim Aufbrechen ein phosphoreszierendes Glühen freigaben und eine Aromenbouillon, serviert in einem winzigen Metallkelch, der sich bei Berührung warm vibrierend anfühlte


Der zweite Gang war ein kleines Schauspiel.


Eine Kellnerin führte ein Tablett mit Glaskugeln heran, darin befand sich für jeden Gast je ein warmes Gericht. Die Kugeln lösten sich erst auf, als sie ein paar Sekunden vor jeder Person standen, wobei ganz winzige Funken wie Sternenregen zu Boden sankten.

In zweien davon befand sich, Flambiertes Schildhorn-Rind, das durch eine kleine Flammenzunge im Raum für wenige Augenblicke zum Glimmen gebracht wurde. Tavar-Wachtel, deren Haut durch eine mikrofeine Laserkaramellisierung gold glänzend war.

Dann kam ein sogenannter Gruß aus der Küche, etwas, das kaum ein Gericht genannt werden konnte, mehr ein künstlerisches Häppchen.
Eine schimmernde Schale, in der sich drei flüssige Sphären befanden. Jede ein Tropfen, aber aromatisch wie ein kleiner Ozean.
Eine Mineralblase aus dem Süßwassersee, die beim Zergehen eine kühle Kräuterfrische entließ, eine Meeressalz-Luftkugel, die beim Zerplatzen das Aroma grillierter Krustentiere freisetzte und ein Konzentrat der Honigwurzel, das wie süß-würzige Luft schmeckte

Es war weniger ein Gang als eine Wahrnehmung.

Die nächsten Speisen wurden etwas kräftiger, aber blieben ebenso verspielt. Ein hauchdünnes Bantha-Filet, gegart durch Schallwellen, so dass es butterweich am Messer zerfiel. Ein Kybro-Rehbock in zwei Temperaturen, eine Hälfte warm und zart, die andere leicht gefroren und kristallin.
Beilagen erschienen in unerwarteter Form. Gemüse, das zu Schaum reduziert wurde, Obst das in winzigen, glasähnlichen Splittern kam und Pilze, die auf der Zunge zerflossen wie Schnee

Jeder Teller war eine neue Überraschung.


Als Ausklang folgten mehrere kleine, kunstvolle Nachspeisen, jede kaum größer als ein Daumen.

Eine Himmelsbeeren-Sphäre, die in einer Zuckerblase schwebte und mit einem leisen Knistern zerbrach.
Winzige Kelor-Fruchtkristalle, die beim Kontakt mit der Zunge knisterten wie leises Feuerwerk

Zwischen all dem reichten Kellner Spirituosen.
Feines, Aromatisches, Brennendes, Kühlenderes.

Zum Schluss wurden Teller in Form von Kelches gebracht, der auf einer halbgefrorenen Metallplatte ruhte. Darin befand sich

Ein Kern aus Himmelsbeeren-Sorbet,

umgeben von einer vom Koch erzeugten Zucker-Luftblase, die wie eine schimmernde Seifenhaut wirkte.
Mit einem kleinen goldenen Stäbchen wurde die Blase vor den Augen der Gäste geöffnet. Ein leises Knacken. Ein Hauch von süßem Dampf.
Das Sorbet begann sofort in feine Kristalle zu zerfallen, ein bewusst erzeugter Effekt, der es besonders zart machte.


*Hier endet der Text über Speisen*


Während all diese Gänge serviert wurden, spielten die Musiker abwechselnd klassische und moderne imperiale Stücke und die Tänzer traten immer wieder in kurzen, eleganten Einlagen auf.

Auf Anordnung des Gouverneurs wurden kurz nach dem Essen sollten sich manche Gäste etwas bewegen wollen, Stehtische hereingebracht und somit teilte sich nach kurzer Zeit die Gesellschaft in kleinen Grüppchen zwischen den Stehtischen und der Tafel auf.
Die Stimmung wurde entspannter, lauter, herzlicher. Gespräche lösten sich, sogar einige Lachen mischten sich unter die Klangwellen.

Bayl diskutierte energisch mit einem der Truuiner Ingenieure über Architektur. Lydien unterhielt sich mit einer Gruppe der Delegation über Logistik und Transportmethoden. Sogar Koss beobachtete alles mit professioneller Stille, war jedoch sichtbar zufrieden und hatte ein ganz leichtes Schmunzeln aufgesetzt.
Theranos unterhielt sich viel mit Legat Kland, aber versuchte auch mit jedem Mitglied der Delegation ein paar Worte zu wechseln und Sie nach dem Heuten Tag zu befragen und als Guter Gastgeber wahrgenommen zu werden.


Zwischendurch hörte kurz die Musik auf. Einer der höheren Offiziere der Palastsicherheit an die Delegation heran und erklärte ruhig dass ab Morgen früh der Speisesaal im Gäste-Bereich vollständig für sie vorbereitet sein werde und das Miss Marris oder ein Offizier der Blauen Legion sie gegen 10 Uhr zur Abflugplattform führen würde.

Danach ging es heiter weiter und es wurde noch einige Zeit debattiert, diskutiert, gelacht und das ein oder andere Getränk getrunken, da der Gouverneur immer wieder mit Leuten anstieß und diese so mehr oder weniger dazu anstiftete.


Als am Ende der letzte Gast gegangen war, blieb Theranos einen Moment allein im Speisesaal stehen. Er atmete tief ein, ließ den Blick durch die hohen Fenster schweifen, wo die Nacht über Blue One wie flüssiges Schwarz hing.
Ein guter Tag. Ein bedeutender Tag. Ein Tag, der Prefsbelt IV verändern würde.

Dann wandte er sich ab und ging zu seinen Gemächern.
Mit Vorfreude auf den nächste Tag.



[ Äußerer Rand / Prefsbelt-Sektor / Prefsbelt IV / Blue One / Gouverneurspalast / Spiesesaal] Teldor und Theranos, sowie weitere NPCs
 
[ Äußerer Rand / Prefsbelt-Sektor / Prefsbelt IV / Blue One / Gouverneurspalast / Speisesaal ] Teldor und Theranos, sowie (NPCs) Zahyn Lydien, Gregor Bay, Veran Koss, Liena Marris und Mak Kaldha, sowie weitere Ingenieure und Kellner

An diesem Abend musste Teldor fast wortwörtlich zurück zu seinem Quartier rollen. Er war an diesem Punkt seiner Karriere durchaus häufig in Luxusrestaurants zugegen und kannte die Portionsgrößte, die dort standardmäßig angeboten wurde. Bei dem abendlichen Festmahl schienen die Köche jedoch das Memo nicht bekommen zu haben, dass die Gäste schon angeblich nach 250 Gram Festnahrung satt sein sollten. Kunst und Geschmack beim Abendessen waren etwas, das sich absolut nicht verstecken brauchte, doch hörten die Gänge einfach nicht auf.

Während Teldor ein angeregtes Gespräch vor allem mit dem Gouverneur, aber auch dessen Würdenträgern, führte, schlug er sich den Bauch mit allem voll, was die Köche sich vorgestellt hatten. Die Portionen und so war es durchaus möglich alles zu probieren. Vielleicht nicht unbedingt weise, aber doch möglich, wenn man am Ende ein bisschen schob. Vermutlich war es am besten, wenn sein Besuch auf Prefsbelt IV nicht mehr allzu lange dauerte. Zumindest wenn er nicht ein Dutzend galaktischer Standardkilos schwerer zurückkommen wollte.

Die Quittung erhielt der Legat dann, nachdem das angenehme Beisammensein schließlich geendet hatte. Als er vielleicht eine Stunde später im Bett lag, meldete sich sein Magen wieder zu Wort und verlangte unmissverständlich nach einer langen Phase der Kontemplation, die jedem Versuch zu schlafen vorweg gehen musste. Eine ganze Weile ging er also metaphorisch im Bett auf und ab, bevor unerholsames Wachliegen schließlich durch wenig erholsameren, unruhigen Schlaf abgelöst wurde.

Es war gut, dass es erst um 10:00 Uhr am nächsten Morgen zur Abflugplattform gehen sollte, denn als Teldors Wecker am nächsten Morgen um 06:00 bereits losging, fühlte er sich wie gerädert. Kurz dachte er darüber nach einen Wachmacher zu schlucken und einfach aufzustehen wie geplant, stellte dann aber doch noch einmal den Wecker um zwei Stunden vor. Er hatte zwar geplant am Morgen noch ein bisschen Papierkram zu erledigen, doch das konnte auch bis zum Nachmittag oder Abend warten.

Entsprechend stand Teldor also doch zwei Stunden später auf und ging vom Bett direkt dazu über sich auf den heutigen Termin vorzubereiten. Rasch nahm er eine Dusche und legte dann eine frische Uniform an. Da es zum See gehen sollte war es sogar eine seiner speziellen Garderoben von Truuine, die ein bisschen Feuchtigkeit, oder sogar ein unfreiwilliges Bad ohne Probleme abkonnten. Nicht, dass er vorhatte zu schwimmen, doch man wusste ja nie was passieren konnte.

Als Teldor sein Loft verließ, wurde er bereits von Sekretärin Marris erwartet, um zu ihrem Ziel geführt zu werden. Es war ein inzwischen gewohnt angenehmes Begrüßungskomitee, das natürlich von Gouverneur Zeshs Auftritt an der Plattform in den Schatten gestellt wurde. Sowohl Medienteams als auch Gardisten waren im Überfluss vorhanden und Blitzlichter flackerten auf, als Teldor dem Gouverneur zur Begrüßung die Hand reichte.


„Guten Morgen, Gouverneur.“

, begrüßte Teldor ihn und lächelte.

„Das Bett war so vorzüglich wie das Abendessen.“

Dass er schlecht geschlafen hatte, war ja am Ende des Tages die Schuld des Legaten selbst. Innerlich hoffte er, dass man ihm Müdigkeit nicht in Form von Augenringen ansah. Zwar hatte er diese nach dem Duschen sogar ein bisschen weggepudert, doch war er wahrlich kein Experte darin.


[ Äußerer Rand / Prefsbelt-Sektor / Prefsbelt IV / Blue One / Raumhafen / Landeplattform P-102 ] Teldor und Theranos, sowie (NPCs) Zahyn Lydien, Gregor Bay, Veran Koss, Liena Marris und Mak Kaldha, sowie weitere Ingenieure
 
[ Äußerer Rand / Prefsbelt-Sektor / Prefsbelt IV / Blue One / Gouverneurspalast / Gouverneursgemächer] Theranos


Der Morgen auf Prefsbelt IV brach klar und hell an. Schon früh zeichnete die Sonne weiche goldene Linien über die metallenen Dachflächen von Blue One, und die Luft war von einer angenehmen Frische erfüllt, die auf ruhiges Wetter hindeutete. Gouverneur Theranos Zesh erwachte ausgeruht, aber spürt dann doch ganz wenig das ein oder andere Glas zuviel. Danach nahm eine kurze Dusche und kleidete sich in seine Gouverneursuniform, ehe er in sein Arbeitszimmer hinüberging.

Die ersten Stunden des Tages bestanden aus jener zuverlässigen, niemals endenden Bürokratie eines Gouverneurs.Durchsicht über Berichte der Sicherheit, Infrastruktur, Lieferlisten, Personalrotationen, juristische Anträge, eine Handvoll Beschwerden, der Aktuelle Stand der Werft die erbaut wurde und eine Übersicht über anstehende Termine. Es war Routine, doch eine Routine, die dem jungen Gouverneur mittlerweile vertraut geworden war.

Miss Marris erschien wie gewohnt zur rechten Zeit – aufmerksam, klar, effizient. Theranos gab ihr die Anweisung, sämtliche Abläufe für den heutigen Termin um fertigzustellen. Die Koordination der Shuttles, die Vorbereitung der Plattform-Anflugsequenz, die Einteilung der Blauen Legion, die Unterrichtung der Ingenieure sowie die Einladungen unterichtung unsere örtlichen Medienteams zusätzlich zu der von Truuine sollten diese schon eingetroffen sein. Marris notierte alles ohne einen einzigen überflüssigen Kommentar und machte sich sofort an die Arbeit.

Erst danach fiel Theranos’ Blick auf eine verschlüsselte Übertragung, die gestern kurz vor Mittag eingetroffen war – ein Moment, an dem der Gouverneur bereits tief in den Empfang der Delegation aus Truuine eingebunden gewesen war. Die Nachricht stammte von niemand Geringerem als Moff Aren Vayliuar, dem Leiter des Prefsbelt-Sektors.



Theranos öffnete die Übertragung.

Das Imperiale Wappen rotierte einen Moment lang im Holo, ehe es in einer klaren Projektion verschwand und den Moff zeigte: ernst, würdevoll, in makelloser Uniform, im Hintergrund eine elegante Bibliothek und ein weiter Blick in eine Parkanlage. Die Worte des Moffs waren direkt und glasklar – geprägt von Sorge, Anerkennung und strategischer Entschlossenheit.

Der Moff sprach über die Missstände, die Theranos’ Vorgänger hinterlassen hatte, über Täuschung, Verstrickungen und das ungeheuerliche Ausmaß des Schadens. Er lobte Theranos’ Maßnahmen, würdigte die Reformen und zeigte Vertrauen in Lydien, Bayl – und in jene neuen Experten, die Theranos in sein Regierungsteam gezogen hatte.

Besondere Bedeutung legte der Moff auf Projekt Orbis. Höchste Priorität, volle Unterstützung, keinerlei Sparmaßnahmen, umfassender Rückhalt durch den Sectoradjutant und die Sektor verwaltung. Zudem kündigte er einen baldigen persönlichen Besuch an, um die Fortschritte selbst zu inspizieren.

Und schließlich endete die Nachricht mit einer formellen imperialen Grußformel – klar, mächtig, unmissverständlich.



Theranos schaltete das Holo ab und verharrte einen Moment still. Die Anerkennung des Moffs war mehr als ein freundliches Wort – es war ein Zeichen imperialer Rückendeckung; ein politisches Schild. Ein beruhigender Gedanke. Und zugleich eine Verpflichtung, die schwer genug wog, um respektiert zu werden. Des weiteren war nochmal die Betonung des Moffs das Projekt Orbis die Größte Unterstützung genießt natürlich eine Willkommene Nachricht.

Nun machte sich Theranos bereit für seine Aufnahme. Er stand vor dem Aufnahmegerät, strich einmal über die Uniform atmete ruhig durch und hob dann leicht das Kinn – jene Haltung, die Respekt ebenso ausdrückte wie Souveränität und begann die Aufnahme.



//Nachricht an: Aren Vayliuar, Moff des Prefsbelt Sektors\\
Absender: Gouverneur Theranos Zesh von Prefsbelt IV
Verschlüsselte Übertragung, Direktkanal

Das Hologramm des Imperialen Wappens erscheint und dreht sich zwei Mal. Das Wappen erlischt und Gouverneur Theranos Zesh war in markloser Uniform zu sehen und begann umgehend zu sprechen.
Seine Stimme klang ruhig, kontrolliert, doch warm genug, um persönlichen Respekt zu transportieren.


„Moff Vayliuar,“ begann er, und ein kurzer, ehrlicher Nicken begleitete die Worte.
„ich danke Ihnen aufrichtig für Ihre Nachricht – und für Ihr Vertrauen.“


Während er sprach, verschränkte er die Hände locker hinter sich. Seine Augen glitten kurz zu den Datapads auf seinem Schreibtisch, als würde er die Eindrücke der letzten Tage vor sich sehen.

„Die Situation, die ich hier vorgefunden habe, war… herausfordernd. Doch ich kann Ihnen versichern, dass Prefsbelt IV Schritt für Schritt wieder auf festen Boden gestellt wird.“

Er hob eine Hand leicht an mit der Handfläche nach unten und bewegte sie locker nach rechts – eine offene, ehrliche Geste, die weder dramatisieren noch beschönigen wollte.

„Die nötigen Struktur wird wiederhergestellt. Die Unordnung des alten Regimes werden beseitigt. Und die Reformen, die Sie und Sector Adjutant de Fressco unterstützen, greifen bereits.“


Theranos’ Blick wurde schärfer, fokussierter. Man sah ihm an, dass er den nächsten Punkt mit Bedacht formulierte.


„Was Projekt Orbis betrifft – Ihre Priorisierung ehrt uns. Die Arbeiten schreiten voran, und ich werde die Effizienz weiterhin sicherstellen. Ihre Bereitschaft, zusätzliche Ressourcen bereitzustellen, nehme ich mit der nötigen Verantwortlichkeit an.“

Ein kurzer Atemzug. Seine Stirn glättete sich wieder.

„Ich freue mich zudem, Ihnen mitteilen zu können, dass wir mit dem Planeten Truuine eine aussichtsreiche Zusammenarbeit aufbauen. Die Verhandlungen verlaufen konstruktiv, und heute werde ich der Delegation die geplante Plattform im südlichen Becken präsentieren, dazu lasse ich Ihnen ein Datei mit allen Informationen zu diesem Projekt zukommen.“

Er ließ den Satz wirken, blickte kurz zur Seite – hinaus auf das helle Morgenlicht, das durch die Fenster seines Büros fiel – und wandte sich dann wieder voll zur Kamera.


„Ich freue mich darauf, Sie bald persönlich auf Prefsbelt IV begrüßen zu dürfen. Ein Besuch Ihrerseits wird nicht nur ein wichtiges Zeichen für die Bevölkerung sein, sondern auch ein Signal für Stabilität, Fortschritt und das Fortbestehen imperialer Stärke.“

Er senkte leicht den Kopf, nicht unterwürfig, aber respektvoll – die Verbeugung eines Mannes, der seine Aufgabe ernst nahm.

„Lang lebe das Imperium.“


Ein letzter, kontrollierter Atemzug – die Aufnahme endete.

\\ Ende der Nachricht //


Nachdem die Aufnahme übertragen war, blieb Theranos noch einen Moment stehen. Er dachte an Prefsbelt IV, an die Last, die er trug, an das Imperium, dessen Werte er verkörpern wollte – und an den Tag, der nun bevorstand.

Dann legte er die Uniform beiseite und griff stattdessen zu der wetterfesten Variante – die imprägnierte, Ausführung mit verstärkten Nähten und wasserabweisendem Material für die Tage an dehnen er draußen unterwegs war.



Auf der Abflugplattform des Palastes herrschte bereits reger Betrieb. Gardisten der Blauen Legion standen in makelloser Formation, die Transport-Shuttles summten leise im Bereitschaftsmodus, und über den metallenen Boden zogen sich lange Schatten des frühen Vormittags.

Veran Koss erwartete ihn bereits. Theranos begrüßte ihn mit knapper, vertrauter Höflichkeit – ein professioneller Austausch, wie er unter Männern geführt wurde, die einander im Dienst vertrauten. Kaum waren die Begrüßungen abgeschlossen, trafen auch Legat Gregor Bayl und Legat Zahyn Lydien ein.

Nicht viel später rollten die ersten Kamerateams an, mehrere Holo-Reporter und Assistenten, die sofort begannen, die Landschaft einzufangen: Blue One im Hintergrund, die glänzenden Fassaden, das Meer, das im Licht glitzerte.

Und dann erschien Legat Kland mit seiner Delegation.



Theranos trat dem Legaten entgegen, der Wind trug die kühlen Brisen des morgendlichen Meeres über die Plattform, und er reichte Teldor Kland die Hand.


„Guten Morgen, Herr Legat,“ erwiderte er mit angenehm tiefer Stimme.

Sein Händedruck war fest, aber nicht aufdringlich – die Art, die Respekt vermittelte, ohne Dominanz aufzudrängen. Für einen Moment musterte er das Gesicht des Legaten, bemerkte den Hauch von Puder, registrierte es lediglich und nickte dem Legat zu.

Ein feines, beinahe verschmitztes Lächeln zog über seine Lippen, als er die Bemerkung über die Unterkunft hörte.


„Das freut mich zu hören,“ sagte er leise und ließ den Blick kurz über das glitzernde Wasser schweifen.
„Dann war die Balance zwischen Kulinarik, Erholung und Umtrunk gestern wohl doch nicht so sehr aus dem Gleichgewicht geraten.“

Theranos machte einen Schritt zur Seite, sodass sich hinter ihm und Legat Kland das Panorama von Blue One weit öffnete – perfekt für die wartenden Kameralinsen die immer Fotos schossen.

„Wenn Sie bereit sind,“ fuhr er fort,
„beginnt damit der zweite Tag unserer Zusammenarbeit.“

Er nickte Kland zu, dann hob er die Hand leicht und gab Veran Koss ein diskretes Zeichen.

Koss verstand sofort und begann die vorbereiteten Abflugabläufe einzuleiten. Techniker überprüften letzte Verriegelungen, Gardisten nahmen neue Positionen ein, und die Medienteams wurden von Offizieren zu ihren Shuttles geleitet und nach ein paar Minuten flogen die Transporter und Fähren los.



Aus der Höhe erstreckte sich das endlose Süßwassermeer wie eine glatte, tiefblau schimmernde Fläche, durchzogen von helleren Turbulenzlinien und vereinzelten Spiegelpunkten der Sonne. Der Tag war ruhig, die Sicht klar – ein idealer Moment für jene, die zum ersten Mal Prefsbelt IVs größte Oberfläche aus dieser Perspektive sahen.

Nach wenigen Minuten erschien sie am Horizont:
Die gewaltige Plattform, breit wie eine kleine Stadt, massiv und unerschütterlich.

Waren erst die grundlegende Struktur vorhanden, dominierte sie bereits den Wasserspiegel. Man sah die Mehrfach-Gleise, die zur Küste führten – schon jetzt wie Adern eines gewaltigen Systems. Die Grundpfeiler des geplanten Logistikbahnhofs ragten wie halbfertige Monumente aus dem metallischen Unterbau hervor. Kräne, Gerüste, ein Netzwerk aus Arbeitsstegen war bereits am westlichen Bereich der Insel von seinem Vorgänger errichtete worden um egal für welches Projekt bereit zu sein.

Der Flugzugang erfolgte über die zentrale Landeplattform. Die Shuttles setzten fast gleichzeitig auf, die Triebwerke ließen das Metall unter ihnen vibrieren, und Sekunden später öffneten sich die Rampen.

Die Gruppe formierte sich. Kameras wurden aktiviert. Gardisten nahmen Stellung.
Und Theranos Zesh – flankiert von seinen Legaten Bayl, Lydien und Koss sowie Legat Kland und den Ingenieuren – führte die Gruppe in die Mitte der gigantischen Anlage, wo die erste offizielle Besprechung stattfinden sollte.


Der Wind war frisch, das Meer rauschte unter ihnen, und die Sonne warf ein klares warmes Licht auf alles, was hier in Zukunft entstehen würde.



[ Äußerer Rand / Prefsbelt-Sektor / Prefsbelt IV / Plattform des Projektes NEREUS ] Theranos Zesh und Teldor Kland, sowie (NPCs) Zahyn Lydien, Gregor Bay, Veran Koss, Liena Marris und Mak Kaldha, sowie weitere Ingenieure und NPC´s
 
Zuletzt bearbeitet:
[ Äußerer Rand / Prefsbelt-Sektor / Prefsbelt IV / Blue One / Raumhafen / Landeplattform P-102 ] Teldor und Theranos, sowie (NPCs) Zahyn Lydien, Gregor Bay, Veran Koss, Liena Marris und Mak Kaldha, sowie weitere Ingenieure

“So perfekt balanciert wie Ihre Gastfreundschaft, Gouverneur.“

, antwortete Teldor auf Zeshs Frage. Dass er am Ende des Tages zu viel gegessen hatte, war allein seine Verantwortung. Es hatte ja niemand mit einem Trichter über ihm gestanden, um ihm die diversen köstlichen Häppchen Prefsbelts einzuflößen. Nein, an dem zwanglos servierten Luxus hatte er in der Tat nichts auszusetzen und hätte sich wohl einen neuen Job suchen sollen, hätte er es doch getan. Statt sich also zu beschweren, folgte er dem Gouverneur an Bord des Transporters und wartete gespannt auf ihren Abflug.

An Bord der Fähre war mehr zu sehen, als er erwartet hatte. Vermutlich war das Luftschiff genau aus diesem Grund für ihre Gruppe ausgewählt worden. Während sie flogen, betrachtete Teldor eingehend die makellos unter ihnen herziehende Wasserfläche. Es handelte sich um einen Binnensee und so war die Wellenbildung deutlich geringer als er von den Wasserflächen von Truuine – oder gar Manaan – gewohnt war. Auch hatte das Gewässer einen ganz eigenen Farbton und füllte die Luft mit einer Note, die er in seiner ganzen Karriere in der Nähe von Wasserflächen noch nicht gerochen hatte.


„Das ist ja fast wie zuhause.“

, kommentierte er mit einem Schmunzeln in Zeshs Richtung, während hinter ihnen die Stadt am Horizont verschwand.

„Sagen Sie, Gouverneur, wie einfach ist der See zu befahren?“

, erkundigte er sich. Materialien würden über den Luftweg oder eine stationäre Transportlinie transportiert werden, weswegen er dieses Detail nicht aus seiner Vorbereitung kannte.

Während sie flogen, begann sich nach verhältnismäßig kurzer Zeit der Umriss ihres Projektes am Horizont abzuzeichnen. Auch wenn die Plattform erst am Anfang stand und die Kooperation zwischen Prefsbelt IV und Truuine erst noch besiegelt werden musste, war ein Skelett bereits vorhanden und in Arbeit. Vermutlich hätten die Ingenieure es bevorzugt von einem unbeschriebenen Blatt aus anzufangen, aber die konnten ja nicht alles haben. Insgesamt erschien der Auftrag wie ein recht angenehmes Pöstchen und Teldor erwischte sich bei dem Gedanken die Männer und Frauen ein wenig zu beneiden, Gouverneur Zeshs Gastfreundschaft noch weiter strapazieren zu können.

Schließlich setzte der Transporter dann auf der improvisierten Plattform auf. Die Gruppe formierte sich um Gouverneur Zesh und verließ die Fähre unter den aufmerksamen Schnappschüssen der Medienteams. Teldor schenkte besonders den bekannten Gesichtern aus Truuine ein freundliches Lächeln für die Titelseiten, widmete jedoch auch allen anderen Kameras mindestens einen Blick. Interviews würden später folgen, doch zunächst würde es eine Präsentation der Anlage durch die Gastgeber geben. In der Mitte der Plattform bildeten Ingenieure und politisches Personal einen Kreis, wo Teldor – die Kameras für den Moment aus dem Bild – eine Sonnenbrille mit runden Gläsern gegen das schöne, aber doch stechende Wetter aufsetzte.


„Ich bin durchaus beeindruckt, wie weit das Grundkonstrukt bereits vorangeschritten ist.“

, läutete Teldor das Meeting ein.

„Die Unterlagen waren natürlich klar, aber in Person ist die Sache noch einmal etwas anderes. Mir auf jeden Fall ist schon einmal deutlich klarer, wie genau sich die Module ins Gesamtkonstrukt einfügen werden.“

Nachdenklich sah er sich um.

„Gibt es denn schon Pläne, woher die Siedler kommen werden, die die Station letztlich bewohnen sollen? Ist die Idee Anreize zur Besiedelung zu geben, oder werden Freiwillige von Ihrer Verwaltung benannt werden?“

Teldor schmunzelte und warf Zesh einen neugierigen Blick zu.


[ Äußerer Rand / Prefsbelt-Sektor / Prefsbelt IV / Binnensee / Projekt NEREUS Plattform ] Teldor und Theranos, sowie (NPCs) Zahyn Lydien, Gregor Bay, Veran Koss, Liena Marris und Mak Kaldha, sowie weitere Ingenieure
 
[ Äußerer Rand / Prefsbelt-Sektor / Prefsbelt IV / Plattform des Projektes NEREUS ] Theranos Zesh und Teldor Kland, sowie (NPCs) Zahyn Lydien, Gregor Bay, Veran Koss, Liena Marris und Mak Kaldha, sowie weitere Ingenieure und NPC´s


Auf die frage des Legaten bzgl. des Wellengangs und wie einfach das Wasser zu befahren war, antwortete Theranos wie folgt.
„Sehr einfach,“ antwortete er ruhig. „Die Wellenbildung ist minimal. Sie haben es selbst gesehen – kaum der rede wert. Richtig ernst wird es nur bei starkem Sturm, und selbst da sprechen wir eher von groben Wellen als von imperialen Katastrophen.“

Ein Hauch von Humor glitt durch seine Stimme, kaum hörbar, aber da.

„Und die Infrastruktur, die wir darum herum planen, ist entsprechend ausgelegt. Die erweiterte Magnetschwebebahnen, sowie Straßen die vom Festland zur Plattform führen, sind werden so konstruiert und ausgebaut, dass die Tragstruktur gut Fünfzehn bis Zwanzig Meter über dem Wasserspiegel liegt. Was an Wellen da ist, kommt gar nicht erst an die Trasse heran – und wer unbedingt mit einem Schiff fahren möchte, kann bequem darunter hindurch.“

Er deutete mit einem leichten Kopfnicken nach unten, als könnte Kland die imaginären Stützen schon sehen.
„Parallel dazu bauen wir mehrere Unterwasserstrecken,“ fuhr Theranos fort. „Geschützte Tunnelverbindungen für Güter- und Personentransport. Unterwasserdocks eingeschlossen. Wenn es die Lage erfordert, können wir Material und Personal direkt unter der Plattform auf die Station bringen, unabhängig vom Wetter an der Oberfläche und auch ungesehen..“

Als bald waren all Transporter gelandet.
Nachdem alle Gäste die Fähre verlassen hatten, wurde die Gruppe von den Medien die man kurz vorher hatte ankommen lassen begrüßt.
Kameras klickten. Mehrere Holorecorder schwebten in diskretem Abstand über der Gruppe, ihre Linsen leise summend. Theranos warf ihnen kurze und kontrollierte Blicke zu. Er hatte diese Präsenz bewusst zugelassen. Das hier sollte nicht im Verborgenen entstehen.




Nach dem Legat Kland die Gruppe um sich versammelt und sich eine Sonnenbrille aufgesetzt hatte begann er das Meeting mit positiven Worten zur Grundsubstanz der Plattform.

„Das freut mich zu hören, Herr Legat,“ erwiderte er. „Das Grundkonstrukt verdanken wir zu einem großen Teil meinem Vorgänger. Die Plattform selbst war bereits in Planung und Bau, als ich den Posten übernommen habe – allerdings für einen völlig anderen Zweck.“

Er machte eine kurze Handbewegung in Richtung des westlichen Segments, wo massive Stützen und eine Art unvollständiger Dockring aus dem Unterbau ragten.

Die ursprüngliche Idee war… sagen wir, weniger transparent. Es gab nie einen klaren Plan, der der Bevölkerung kommuniziert wurde. Nur ein weiteres ‚Prestigeprojekt‘, das sehr viel Budget verschlungen und sehr wenig Nutzen gestiftet hätte.“

Sein Blick wurde einen Moment dunkler, ehe er wieder weicher wurde.

„Die Struktur selbst ist jedoch solide. Stützen, Traglast, Versorgungsadern – das Fundament war zu gebrauchen. Also haben wir beschlossen, die Plattform nicht abzureißen, sondern ihr einen neuen Sinn zu geben. Alles, was Sie hier sehen, kann jederzeit angepasst werden, wenn es der Sache dient. Nichts ist in Stein gemeißelt.“

Theranos ließ den Moment wirken, bevor er wieder einhakte. „Umso wichtiger, ist es das ich...das wir auf die Expertise von Truuine zurückgreifen können.“

„Ich hoffe doch, Herr Legat, ich kann auch immer wieder auf Ihre Expertise sowie Ihre Meinung zählen und das Sie uns während des Projektes hin und wieder wieder besuchen.“

Es klang nicht nur nach einer höflicher Floskel. Eher nach einem Angebot, das man nur ungern ausschlug.
Theranos schätze den Legat und seine Meinung sowie den Planeten und den dieser Vertrat wenn es sich mit Gouverneur Solaris ähnlich verhielt hatte er mit seinem ersten außerplanetarischem Kontakt einen Glücksgriff gemacht. So oder so war es in seinem Interesse das Band zwischen Prefsbelt IV und Truuine zu stärken. Denn ihm war Bewusst das man ohne Kontakte oder Verbündete in dieser Galaxis leider allzu schnell ins politische Hintertreffen geraten würden und das war das letzte was er wollte.

Und ganz nebenbei würden Sie damit auch dazu beitragen, die diplomatischen Bande unserer Welten weiter zu stärken.“

Nach einer kurzen Pause, in der sich Theranos den Plan bzgl. der Siedler noch einmal ins Gedächtnis rief, sprach er weiter.
„Bezüglich der Siedler" sagte Theranos und deutete gen Osten. "Geplant ist, die Ostseite der Plattform als primären zivilen Bereich zu entwickeln,“ erklärte er. „Das gibt den Bewohnern die Sonnenseite – im wahrsten Sinne des Wortes. Morgens Licht über dem See, abends Ruhe und weite Sicht. Es soll kein graues Industrieplateau werden, auf dem man lediglich arbeitet und so schnell wie möglich wieder verschwindet.“

Er machte eine leichte, Handbewegung.
„Wir werden in jedem Viertel günstige Studien- und Arbeitswohnungen schaffen – gezielt dort, wo Werkstätten, Labore, Steuerzentren oder Ausbildungsbereiche liegen. So bleiben die Wege kurz, und wir verhindern tote Bezirke, die nachts nur von Wartungsdroiden bewohnt werden zumindest so die Idee.“

Sein Tonfall blieb sachlich, aber in seinen Augen stand ein leiser Funke Begeisterung – der eines Mannes, der sich tatsächlich Gedanken um seine Bewohner machte, nicht nur um Tabellen.
„Wichtig ist mir, dass jedes Segment der Insel im Gleichgewicht bleibt. Deshalb planen wir überall Plätze, Aufenthaltsbereiche und kleine Grünflächen ein. Ein paar Parks, wenn die endgültige Struktur steht, mit Bäumen, Wasserbecken, Sitzgelegenheiten. Nicht riesig groß wie, aber genug, um atmen zu können ein Balance zu schaffen.“

Er hielt kurz inne, ließ den Blick über die Gruppe schweifen.
„Was die Siedler selbst betrifft – wir werden beides tun. Es wird Anreize geben: vergünstigte Mieten, verlässliche Arbeitsverträge, Studienprogramme. Gleichzeitig werden wir gezielt Menschen ansprechen, die sich für diesen Ort eignen – Familien aus Blue One und Gold One, Fachkräfte aus unseren Werften, jüngere Akademieabsolventen, die Praxis und Perspektive suchen es soll dies Insel an nichts fehlen, eventuell planen wir auch andere Planeten und Partner dabei mit einzubeziehen um soviel Fachkräfte wie möglich zu erreichen.“

Theranos ließ seine Worte einen Moment offen in der Luft stehen, während der Wind die Geräusche der arbeitenden Kräne über das Metall trug. Unter ihnen rauschte das Wasser, gedämpft, dunkel, beständig. Die Delegation stand im Halbkreis, manche mit verschränkten Armen, andere mit Datapads in den Händen, und alle mit diesem aufmerksam-abwägenden Blick, den Großprojekte hervorriefen.
Mittlerweile war ein fahrbarere Holoprojektor herangefahren worden und ein Techniker übergab Theranos die Fernbedienung.
Nachdem Theranos sein Datapad was er immer mit sich führe angesteckt hatte, begann auch schon die Projektion des Projektes aufzuscheinen.

Theranos holte leise Atem. Dann begann er weitere Fragen zu stelln.
Theranos deutete mit der Fingerspitze auf hervorgehobene Sektoren.
Die Logistikzone und Industrie im Süden, das zivile Viertel im Osten, das Forschungstrapez im Nord sowie das Handels Vietel das im Osten angedacht war sowie ein kleiner Raumhaufen pro viertel sowie kleine zusätzliche Landeplätze.


„Wir haben Prioritäten definiert, ja. Aber Ihre Erfahrung – Truuines Erfahrung – mit küstennahen Großprojekten ist wertvoll.“
Sein Blick wurde schärfer, nicht drängend, sondern aufmerksam beziehungsweise fragend.
„Was denken Sie? Wohnmodule zuerst? Technische Kernbereiche? Oder sollten wir das Logistikpriorisieren? Ich kann mir gut vorstellen und denken was so ein großes Projekt braucht dennoch bin ich weder Baumeister noch erfahrener Planer solcher reisen Projekte.“
Theranos überlegte kurz wie sinnvoll es war die Delegation mit diesen Fragen zu löchern, doch wenn das Projekt dem nächsten starten, oder der Moff ihn dazu befragen würde. Beziehungsweise man es der Bevölkerung präsentieren wollte so sollte man die nächste Schritte und wichtige Randdetails durchaus wissen. Und wenn nicht jetzt wann sollte er die ganze Gruppe von Ingenieuren denn sonst fragen?
Und Theranos fragte gerne denn seiner Meinung nach was Wissen einfach eine form von Macht.


"Des weiteren wenn Truuine uns schon hier seine Ingeneure schickt..."Theranos machte eine kunspause und grinste leicht.
„vielleicht gibt es Unternehmen auf Truuine, die Interesse hätten, hier einen Standort zu eröffnen?
Ingenieurwesen, Werfttechnik, Materialverarbeitung, Energie – all das könnte diesem Ort eine solide Grundlage geben und würde auch die Bevölkerung etwas beleben wenn Sie verstehen.“
sagte Theranos mit einem Lächeln, das auf die auf Truuine stark vertretenen Rassen anspielen sollte.

Als Theranos kurz die Holoprojektion im ganzen betrachtete kam ihm eine weitere Frage.

"Und ein letztes noch" und verschränkte nachdenklich die Arme. "Der Seeboden ist weitgehend unerforscht,“ begann er. "Wir sehen Hinweise auf Strömungsverwerfungen, Sedimentbewegungen und vielleicht mineralische Anomalien, mögliche Erze und so weiter.
Ich spreche nur von Potenzial – niemand möchte voreilige Behauptungen aufstellen, aber ich bitte die Delegation sich dahingend vielleicht auch noch damit zu beschäftigen, da wir dahingehend nicht wirklich experten auf diesem Gebiet haben."

Da kam Theranos eine Idee.
"Wenn Sie es wünschen, können wir auch noch gerne bevor die Besprechung hier endet noch eine Rundgang mit unserem AT-AT schwimmen machen wenn die delegation dies wünscht". Theranos deutete ans gerade noch ersichtliche ende der Plattform. "Dort wartet er auf uns, auf Wunsch bringen uns die Transporter die paar Kilometer hin."



[ Äußerer Rand / Prefsbelt-Sektor / Prefsbelt IV / Plattform des Projektes NEREUS ] Theranos Zesh und Teldor Kland, sowie (NPCs) Zahyn Lydien, Gregor Bay, Veran Koss, Liena Marris und Mak Kaldha, sowie weitere Ingenieure und NPC´s
 
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