[Raumfahrt] Das ARTEMIS-Programm

Ich freue mich erst mal drauf, sollte tatsächlich noch dieses Jahrzehnt die erste bemannte Notlandung seit Apollo 17 stattfinden.

Was die Landung auf den Mars betrifft bin ich etwas pessimistischer ob das noch zu meinen Lebzeiten was wird. Ich denke der nächste logische Schritt wäre erst mal eine permanent bewohnte Basis auf den Mond. Was allein schon ein sehr aufregender Schritt wäre, wenn man mal ehrlich ist.

Aber wie so oft hängt halt über allem ein Damokles Schwert, so lange alles von den Launen von Regierungen und Präsidenten abhängt, die jederzeit und nach Gutdünken mal eben das gesamte Budget für solche Missionen zusammenstreichen können.
 
Ich hoffe ja, dass die Mitglieder des ersten bemannten Marsflugs heute schon eher junge Erwachsene sind, sonst könnte es für mich knapp werden, das noch mitzuerleben.
Ich schrieb bewusst von Marsbesiedlern, die permanent bzw. für einen längeren Zeitraum als die ca. 500 Tage zwischen 2 Startfenstern am Roten Planeten verweilen werden. Persönlich bin ich optimistisch und gehe davon aus, dass die ersten bemannten "Test"-Flüge in den 2030ern, spätestens in den 2040ern, stattfinden.
 
Nun, Menschenleben gehen halt immer vor. Auf Bilder einer explodierenden Rakete mit Astronauten an Bord wird jeder verzichten wollen.
 
Die NASA hat ihre Pläne für das Artemis-Mondprogramm geändert.

Die Mission Artemis 3, die ursprünglich frühestens 2028 eine bemannte Mondlandung durchführen sollte, wird nun nicht mehr auf dem Mond landen. Stattdessen soll Artemis 3 bereits im kommenden Jahr starten und im Weltraum ein Andockmanöver der Orion-Kapsel mit einem oder zwei Mondlandern durchführen, die von SpaceX oder Blue Origin gebaut werden.

Die eigentliche bemannte Mondlandung ist nun mit Artemis 4 vorgesehen. Am offiziellen Zieljahr 2028 hält die NASA weiterhin fest, auch wenn Experten diesen Zeitplan für sehr ambitioniert halten. Hintergrund der Umstrukturierung sind unter anderem technische Probleme mit der SLS-Rakete.

 
Gut so. Besser auf Nummer sicher und die Sache langsamer angehen.

Es hetzt ja wirklich niemand. Aber ich seh jetzt schon die Verschwörungstheoretiker und Mondlande Leugner fragen wie das sein kann, dass in den 60ern vermeintlich alles “einfacher” war.
 
Ich kann mir gut vorstellen, dass Trump ein großes Interesse daran hat, dass die nächste Mondlandung in seine Amtszeit fällt. So ein Ereignis wäre historisch. Das wäre ein Bild für die Geschichtsbücher. Für jeden Präsidenten wäre das ein enormer Prestigegewinn, für ihn wahrscheinlich ganz besonders.

Das Zieljahr 2028 ist politisch gesetzt. Nach der Umstrukturierung des Artemis-Programms, bei der Artemis 3 nun ohne Landung fliegen soll und die eigentliche Landung auf Artemis 4 verschoben wird, wirkt der Zeitplan sportlich. Gerade deshalb glaube ich, dass von politischer Seite Druck kommen wird, damit es keine weiteren Verzögerungen gibt.

Am Geld dürfte es eher nicht scheitern. Raumfahrt lässt sich gut verkaufen. Technologieführerschaft, Konkurrenz zu China, Arbeitsplätze, nationale Stärke. Dafür bekommt man in den USA Unterstützung. Wenn der politische Wille da ist, werden auch die Mittel bereitgestellt.

Ob sich ein so komplexes Programm wirklich schneller machen lässt, ist eine andere Frage. Technik, Sicherheit und Tests brauchen ihre Zeit. Aber allein aus Prestigegründen halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass Trump alles daran setzen wird, eine Mondlandung noch in seiner Präsidentschaft zu erleben.
 
“Am Geld dürfte es eher nicht scheitern“.

Und doch muss die NASA mit einem Bruchteil des Budgets des „Apollo“ Programms auskommen.

Aber ich denke die größte Hürde ist heutzutage die Sicherheit. Kein Mensch will heutzutage mehr Bilder wie bei der „Challenger“ oder „Columbia“ sehen, und auf eine Zitterpartie wie bei „Apollo 13“ wird auch jeder verzichten wollen. Eine Saturn V würde nach heutigen Sicherheitsstsndards wohl nie wieder starten.

Das Ziel ist diesmal nicht nur, zum Mond zu kommen (dass die Menschheit es kann wurde schon bewiesen), sondern das ganze auch so sicher wie möglich zu gestalten. Zumal diesmal dank Social Media vermutlich deutlich mehr Menschen live zusehen werden.
 
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