Comicverfilmung Spider-Man

Filmwertung "Spiderman 3" - von 1 (flop) bis 10 (top)

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  • Umfrageteilnehmer
    66
Ich verstehe die wirtschaftliche Argumentation, aber letztlich steht oder fällt ein Produkt mit seiner Qualität. Und dafür ist der Veröffentlichungstakt eher egal. Squid Game, Tiger King, die alte DD-Serie, Narcos etc hatten nicht weniger Hype (in soz. Med.), weil sie komplett hochgeladen wurden. Auch beim berüchtigten GOT-Leak damals (die ersten vier Folgen von Staffel 5) wurde die Popularität der Serie sogar noch gesteigert, was zu wilden Spekulationen Anlass gab..
 
Wenn man mich fragt, ist es manchmal auch einfach eine Frage der jeweiligen Serie. Da wäre zum einen einfach das Serienformat zu nennen: Handelt es sich ohnehin um Procedural mit sogenannten "case-of-the-weeks", passt für mich eine wöchentliche Ausstrahlung mehr als bei einem Serial, das wie ein "1000-Minuten-Film" aufgebaut ist. Darüber hinaus ist zum anderen aber auch der "Mysterien-Faktor" meiner Ansicht nach entscheidend: Bei LOST oder - um ein neues Beispiel aus dem Streaming-Zeitalter zu nennen - WandaVision gehörten die Spekulationen darum, was da überhaupt abgeht, zentral zum Hype dazu. Bietet eine Serie aber kein großartiges Potenzial zum "Miträtseln", fühlt sich eine wöchentliche Ausstrahlung auch wieder mehr danach an, als ginge es hier wirklich nur um den wirtschaftlichen Faktor.
 
Ich verstehe die wirtschaftliche Argumentation, aber letztlich steht oder fällt ein Produkt mit seiner Qualität. Und dafür ist der Veröffentlichungstakt eher egal. Squid Game, Tiger King, die alte DD-Serie, Narcos etc hatten nicht weniger Hype (in soz. Med.), weil sie komplett hochgeladen wurden. Auch beim berüchtigten GOT-Leak damals (die ersten vier Folgen von Staffel 5) wurde die Popularität der Serie sogar noch gesteigert, was zu wilden Spekulationen Anlass gab..

Natürlich spielt die Qualität auch eine grosse Rolle. Aber eben auch das "Gemeinschaftsfeeling" und "das schaut jeder".

Zu den von dir aufgezählten Serien:
Haben Squid Game und Tiger King nicht massiv von Corona profitiert? Und gross spekuliert / geredet wurde darüber bei uns nicht (also "Squid Game" - Tiger King eher).
Keine Ahnung welche Serie du mit "alte DD Serie" meinst?
Von "Nacros" hab ich nie irgend einen Hype wie bei GoT oder TWD miterlebt.

Wenn schon eine auf einmal veröffentlichte Serie einen Hype ausgelöst hat, über die auch alle Welt sprach, dann eher die ersten Staffeln "Stranger Things". Bei "Haus des Geldes" und "One Piece" hab ich auch einen Hype miterlebt, aber dieser ist sets kurz nach den neuen Folgen verpufft, weil es eben dann keinen weiteren Gesprächsbedarf mehr gab.

Zwecks deinem GoT Beispiel. Da war die Staffel ja noch nicht zu Ende. Natürlich gab es dann erst recht massiven Gesprächsbedarf, wie es weitergeht. Anders hätte es wohl ausgesehen, wenn alle 10 Folgen geleaked worden wären. Dann wäre es wohl wie bei allen auf einmal veröffentlichten Staffeln gewesen: Kurz bei Veröffentlichung viele Gespräche, die aber schnell vorbei sind
 
Zu den von dir aufgezählten Serien:
Haben Squid Game und Tiger King nicht massiv von Corona profitiert?
Natürlich.

Und gross spekuliert / geredet wurde darüber bei uns nicht (also "Squid Game" - Tiger King eher).
Mit Spekulationen meinte ich die Vermutungen bzgl. der Leak-Ursache bei GOT (dass das vllt. nicht unabsichtlich passiert ist).

Keine Ahnung welche Serie du mit "alte DD Serie" meinst?
Daredevil.

Von "Nacros" hab ich nie irgend einen Hype wie bei GoT oder TWD miterlebt.
Keine Serie hatte so einen Hype wie GOT und Breaking Bad. Die zwei bewegten sich auf ganz eigenem Level.

Und doch, Narcos war massiv gehypt. Zumindest die erste Staffel, die im Herbst 2015 (also zeitlich fern der GOT-Veröffentlichung, die immer im Frühjahr erfolgte) rauskam.
 
Bin gerade mit Spider Noir durch.

Nach Teil 2 der Raimi Filme und den Spiderverse-Filmen das Beste, was die Spider-Man Marke in Sachen Film & Serien bislang für mich auf die Beine gestelt hat.

Wäre für Staffel 2 sicher dabei. Apropos …

Die Besetzung von „Spider-Noir“ hat bereits Verträge unterzeichnet, um für eine zweite Staffel zurückzukehren, falls sie grünes Licht erhält.

 
Gleich mal ein grosser Kontinuitätsfehler zu Endgame, nachdem es dort schon Professor Hulk gab. Ansonsten bin ich weiterhin sehr gespannt auf den Film.
Woraus entnimmst du, dass es keine Erklärung dafür geben wird, warum er jetzt nicht mehr Professor Hulk ist?
Bei mir setzt die Übersättigung ein.

Es gibt aktuell 2 Spider-Man Filmreihen & 2 Spider-Man Serien … Und die Tom Holland-Filme sind qualitativ auf allen Ebenen der schwächste Ableger für mich aktuell.
Na ja, mit dem dritten Teil hat die Holland-Reihe ein Stein bei mir im Brett und ich bin sehr gespannt, wie man Frank Castle hier einbaut. Hinzu kommt, dass die andere Filmreihe halt Animation ist - ich musste wirklich einen Moment nachdenken, welche Reihe du meinst und bin bei der 2. Spider-Man-Serie neben dem (nicht im MCU spielenden) Spider-Noir immer noch nicht dahintergekommen... :D

Ich freue mich jedenfalls darauf und es wird wohl der erste MCU-Film nach 2 Jahren, den ich mir wieder im Kino ansehe.
 
Woraus entnimmst du, dass es keine Erklärung dafür geben wird, warum er jetzt nicht mehr Professor Hulk ist?

Laut dem Trailer unterdrückt Bruce Banner mit dem technischen Gerät den Hulk. Er meint, wenn er es ausschaltet, wird er quasi zum Monster (was man später auch sieht).

Klar könnte man irgendwie erklären, dass Banner den Hulk nicht mehr wie bei Endgame kontrollieren kann, ich rechne aber eher weniger damit.

Um Kontinuität mit dem restlichen MCU haben sich die Sony Spider-Man-Macher schon beim ersten Teil nicht geschert, als die Zeitangabe zum New-York-Zwischenfall Humbug war
 
Haben gestern "Spider-Man: Brand New Day" gesehen:

Optisch ist der Film echt gut. Noch nie haben die Kamerafahrten, wenn sich Spider-Man durch New York schwingt so gut ausgesehen. Selbst 3D hatte diesmal sogar einen Mehrwert. Der Film ist sicherlich nichts für Leute mit Höhenangst.

Der Gegner war auch einmal etwas anderes und ich hatte nicht damit gerechnet, dass dieser Jean Grey ist. Max aus "Stranger Things" hat diese sehr gut gespielt mit der Mischung aus Verbitterung und Verletzlichkeit. Ich hatte kurz damit gerechnet, dass man Jean nutzt um die Erinnerungen MJs und Neds wiederherzustellen, aber das blieb letztlich aus.

Apropos Ned und MJ. Es gab einige schöne Szenen, wie diese Peter wieder kennenlernen auch wenn deren Rolle diesmal etwas kleiner ausfiel. Peter konnte in seiner Einsamkeit einem echt leidtun (auch wenn ich nicht weiss, wovok et lebt, wird er als Superheld kein Gehalt bekommen - das wäre wohl die Gelegenheit gewesen seinen Fototrafenjob im MCU einzuführen). Tom Holland und Zendaya sehen mit ihren 30 mittlerweile etwas zu alt für ihre Rollen aus, aber ok.

Frank Castel war als Pubisher eine coole Socke und ein guter Konterpart zu Peter. Die Rolle des Hulks fiel kleiner aus als erwartet und ist ein ziemlicher Kontinuitätsfehler. Zum einen war er schon in "Endgame" Professor Hulk und zum anderen fiel der Hulk schon von grösseren Höhen als im Film, ohne dass Banner verletzt wurde. Sonst gibt es noch zwei kleine Cameos von Yelena in ihrem Schwimmbadbüro.

Insgesamt wieder ein guter, spektakulärer und emotionaler Ausflug ins MCU. Der Film erreicht zwar nicht ganz die Qualitäten von "No Way Home", aber er macht Lust auf Teil 5 und die kommenden Avengers-Filme.

8 von 10 Punkten
 
Mich hat bislang noch kein Spider-Man-Film wirklich gefesselt. Auch Brand New Day ändert daran nichts grundsätzlich, ist für mich aber einer der interessanteren Beiträge der Reihe, weil er nach dem multiversalen Spektakel von No Way Home bewusst kleinere Töne anschlägt.

Peter Parker ist aus dem Leben seiner früheren Freunde verschwunden. MJ und Ned erinnern sich nicht mehr an ihn und sind inzwischen am MIT, während Peter allein in New York zurückgeblieben ist. Gerade diese Ausgangslage funktioniert sehr gut. Der Film zeigt einen Spider-Man, der endlich wieder stärker als Beschützer seiner Nachbarschaft auftritt, zugleich aber als Mensch vollkommen isoliert ist.

Am überzeugendsten fand ich deshalb die emotionalen Szenen. Tom Holland spielt Peter deutlich reifer und verletzlicher als zuvor. Besonders die Begegnungen mit MJ und Ned besitzen Gewicht, weil der Film nicht versucht, die ausgelöschten Erinnerungen schnell und bequem wiederherzustellen. Peter muss akzeptieren, dass das frühere Leben nicht einfach zurückkehrt.

Weniger überzeugt hat mich Jean Grey als vermeintliche Gegenspielerin. Sadie Sink spielt sie gut, doch ihre Motivation und ihr Verhalten ergeben für mich kein vollständig stimmiges Bild. Einerseits soll sie als missverstandenes Opfer erscheinen, andererseits bringt sie völlig Unbeteiligte rücksichtslos in Lebensgefahr. Dadurch blieb mir die Figur emotional eher fern.

Die Gastauftritte sind überwiegend sinnvoll eingebunden. Besonders Frank Castle funktioniert als moralischer Gegenpol zu Peter erstaunlich gut. Auch Bruce Banner passt thematisch, weil beide mit einer körperlichen Seite leben müssen, die sich ihrer Kontrolle entziehen kann. Trotzdem bleibt der Eindruck, dass auch dieser Spider-Man-Film nicht ganz ohne prominente Unterstützung aus dem MCU auskommen möchte.

Die Action ist technisch stark und gut choreografiert. Vor allem der Kampf gegen die Hand im Gefängnis und das Schwingen durch New York sehen hervorragend aus.

Am stärksten ist Brand New Day im Finale, wenn Peter Jean nicht durch Gewalt, sondern durch Mitgefühl erreicht. Dass er sich schließlich vor sie wirft, als Frank Castle schießt, entspricht genau dem moralischen Kern der Figur. Spider-Man schützt nicht nur die Unschuldigen, sondern übernimmt auch dann Verantwortung, wenn andere diesen Schutz scheinbar nicht verdienen.

Mit fast zweieinhalb Stunden ist der Film zu lang und im Mittelteil stellenweise zu langsam. Dennoch halte ich die Richtung für richtig. Statt den Vorgänger noch einmal überbieten zu wollen, konzentriert sich Brand New Day stärker auf Peter Parker, seine Einsamkeit und seine moralische Haltung.
 
Besonders die Begegnungen mit MJ und Ned besitzen Gewicht, weil der Film nicht versucht, die ausgelöschten Erinnerungen schnell und bequem wiederherzustellen. Peter muss akzeptieren, dass das frühere Leben nicht einfach zurückkehrt.

Aus den Trailern wird ersichtlich, dass Peter deren Leben "mitverfolgt". Welchen Zweck erfüllen MJ und Ned eigentlich noch? Irgendwie fehlt mir der in NWH anvisierte Schlussstrich von Peters Seite.
 
Ich sehe das etwas anders. Für mich haben MJ und Ned gerade deshalb noch eine wichtige Funktion, weil sie Peter ständig vor Augen führen, was seine Entscheidung am Ende von No Way Home tatsächlich gekostet hat.

Hätte der Film beide Figuren einfach aus Peters Leben verschwinden lassen, wäre dieser Verlust zwar erzählt worden, aber kaum noch spürbar gewesen. So sieht Peter, dass ihr Leben weitergeht. Sie studieren, sie feiern, sie machen Pläne. Nur er gehört nicht mehr dazu. Das macht seine Einsamkeit für mich viel greifbarer.

Ich finde auch nicht, dass das den Schluss von No Way Home unterläuft. Peter versucht ja gerade nicht, sich wieder in ihr Leben hineinzudrängen. Er beobachtet sie aus der Distanz und akzeptiert, dass sie ohne ihn glücklich sein können. Das ist letztlich eine Fortsetzung seiner damaligen Entscheidung und keine Rücknahme.
 
Mit der ständigen Beschäftigung über den eigenen Verlust schadet man sich doch nur. Ich muss den Film erst sehen, habe bislang aber eher den Eindruck, dass man MJ und Ned irgendwie appendixartig eingebaut hat, obwohl sie keine Funktion mehr besitzen. Tonys Verlust war auch schmerzvoll, aber kein Grund, zusätzliche Szenen mit ihm in weiteren Teilen einzubauen. Für mich war die Szene im Donutshop in NWH Abschluss genug.
 
Für Peters persönliche Verarbeitung wäre es vermutlich tatsächlich gesünder, wenn er MJ und Ned nicht regelmäßig über Neds Social-Media-Beiträge verfolgen würde. So würde er den nötigen Abstand gewinnen, um nach vorne zu blicken. Aus einer rein psychologischen Perspektive könnte man also durchaus argumentieren, dass er sich selbst keinen Gefallen damit tut.

Für den Film funktioniert dieser Ansatz allerdings anders. Dass Peter ihr Leben weiterhin aus der Distanz verfolgt, macht den Verlust für den Zuschauer überhaupt erst greifbar. Würde er MJ und Ned konsequent ausblenden, bliebe zwar die Information bestehen, dass er sie verloren hat, aber das emotionale Gewicht dieser Entscheidung wäre deutlich abstrakter. Die gelegentlichen Einblicke erinnern nicht nur Peter, sondern auch uns Zuschauer daran, welchen Preis sein Opfer tatsächlich hatte.

Gerade deshalb haben MJ und Ned für mich durchaus noch eine Funktion. Sie sind nicht einfach als Fanservice dabei, sondern verkörpern das Leben, auf das Peter bewusst verzichtet hat. Wären sie vollständig aus der Geschichte verschwunden, hätte die Entscheidung am Ende von No Way Home im Nachhinein sogar an Gewicht verloren. Dass Peter sie sieht, aber nicht mehr wirklich Teil ihres Lebens ist, macht den Preis seines Opfers erst greifbar.

Hinzu kommt, dass MJ in Brand New Day eben nicht nur als Symbol für Peters Verlust fungiert. Sie übernimmt innerhalb der eigentlichen Handlung eine zentrale Funktion. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Ihre Rolle erschöpft sich nicht darin, Peter an seinen Verlust zu erinnern, sondern sie ist unmittelbar mit den Themen verknüpft, die der Film erzählen möchte. Dadurch ist ihre Präsenz erzählerisch begründet und nicht ein Anhang.

Der Vergleich mit Tony Stark passt für mich nur bedingt. Tony ist gestorben. Peter kann ihn nicht mehr treffen. MJ und Ned leben dagegen weiter, nur eben ohne Erinnerung an ihn. Das erzeugt eine völlig andere Form von Verlust. Es geht nicht um Trauer um einen Verstorbenen, sondern um die schmerzhafte Erfahrung, dass Menschen, die einem alles bedeutet haben, zwar noch da sind, aber unerreichbar geworden sind.
 
Brand New Day hat einen sensationellen Start vorgelegt (Deadline): Auf dem nordamerikanischen Markt hat der Film am ersten Wochenende nach Prognosen 355 Millionen US-Dollar eingespielt.

International kommen weitere 573 Millionen US-Dollar für ein weltweites Startwochenendergebnis von 927 Millionen US-Dollar hinzu. Selbst in China kann Spider-Man mit 121 Millionen US-Dollar die Konkurrenz von der Spitze verdrängen.
 
War, wie im anderen Thread bereits erwähnt, am Samstag auch im (quasi vollbesetzten) Kino und wurde ganz gut unterhalten. Klar, es war am Ende des Tages eher ehrliches Popcorn-Kino als ein Überflieger-Film, aber so als eine "MCU-Serienepisode" hat der Film für mich schon getaugt - insbesondere auch dank der guten Einbindung verschiedener Figuren aus unterschiedlichen Ecken dieses großen Kosmos. Viel mehr gibt es allerdings aus meiner Sicht über den Film auch nicht zu sagen.

3,5 Sterne für einen netten Kinonachmittag
 
Ich denke vor allem bei den Jungen kommt der neue Spiderman super an, unsere Lehrlinge und junge Erwachsene in der Bude loben den Film sehr. Steckt gerade etwas an. Anscheinend gab es auch Tiktok events wo man verjleidet erscheinen musste etc) Da ich kein Tiktok habe wusste ich davon auch nichts, erklärt den Hype an den CH Kinos und die vielen verkleideten aber. Das Merchandise um Spiderman ist aber auch übermächtig, in der Kinder Abteilung und sei es Kleider oder Spielsachen findet man selten etwas ohne Spiderman. Mit Morales und Gwen hätte man für die Zukunft auch noch ein paar verfolgsversprechende Eisen im Feuer, von einem Crossover mit Venom ganz zu schweigen. Da gibts noch viel Potential.
 
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